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Ulli

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1

Sonntag, 6. März 2005, 10:23

Bach - Mozart - Händel

Ich setze >Mozart< bewusst in die Mitte der beiden, da sich Mozart offensichtlich gerne mit den beiden Komponisten befasste und mit deren Musik umgab. Die Geschichte beginnt mit Baron Gottfried van Swieten, einem der größten Gönner Mozarts und dem nach neuester Mozart-Literatur dessen frühes Ableben aufs Gewissen geschrieben wird (Bezug: Dr. Ludwig Koeppen Mozart’s Tod, eine sehr gut recherchierte Materialzusammenstellung über die Umstände in Mozarts letzten Lebensmonaten; der Leser vermag sich selbst ein Urteil über diese vom Autor sehr eigen, dennoch fabelhaft bewiesene These bilden).

Am 10. April 1782 schreibt Mozart an den Vater:

[…] ich gehe alle Sonntag um 12 Uhr zum Baron von Suiten – und da wird nichts gespiellt als Händl und Bach. – ich mach mir eben eine Collection von den bachischen fugen. […]

Mozart’s Fugensammlung umfasst solche von Johann Sebastian, Carl Philipp Emanuel und Friedemann Bach. Aus dem Wohltemperierten Clavier adaptierte Mozart elf Fugen, davon sechs dreistimmige und fünf vierstimmige jeweils zu Streichtrios bzw. Streichquartetten (KV 404a, 405). Im Hause van Swieten wurde üblicherweise in der Streichtrioformation musiziert, wozu Mozart zu seinen Übertragungen der sechs dreistimmigen Fugen jeweils ein eigenes Präludium komponierte. Der besseren Spielbarkeit halber transponierte Mozart die beiden dis-moll-Fugen aus dem I. und II. Teil nach d-moll und die fis-moll-Fuge aus dem II. Teil des WT nach g-moll (sozusagen das „wohltemperierte Streichtrio“).

Die fünf Adagios resp. ein Largo sind allerliebste, kunstvolle und kurzweilige Werke Mozart’s, die im Zusammenspiel und –klang mit den Bach’schen Fugen eine schöne Entdeckungsreise sind. Die manchmal nicht ganz einfache Umsetzung der Übertragung der Stimmführung des Cembalos auf die Streicher löst Mozart meisterhaft!

Mozart schreibt am 20. April 1782 an seine Schwester:

[…] hier schicke ich dir ein Präludio und eine dreystimmige Fuge… es ist ungeschickt geschrieben – Das Präludio gehört vorher, dann folgt die fuge darauf. – Die ursache aber war, weil ich die fuge schon gemacht hatte, und sie, unterdessen dass ich das Präludium ausdachte, abgeschrieben […]. Die ursache dass diese Fuge auf die Welt gekommen ist wirklich meine liebe Konstanze. – Baron van suiten zu dem ich alle Sonntage gehe, hat mir alle Werke des Händls und Sebastian Bach […] nach Hause gegeben. – als die Konstanze die Fugen hörte, ward sie ganz verliebt darein […] und gab mit bitten nicht nach, bis ich ihr eine fuge aufsetzte, und so ward sie. - ich habe mit fleiß Andante maestoso darauf geschrieben, damit man sie nur nicht zu geschwind spielle… ich werde mit der Zeit und mit guter gelegenheit noch 5 machen, und sie dann dem Baron van suiten überreichen […]

Mozart beschäftigte sich in dieser Zeit unglaublich viel mit dem Kontrapunkt resp. der Fuge, so sind fast Unmengen an Fugenfragmenten von Mozart erhalten. Auch die in unmittelbarer zeitlicher Nähe stehenden Skizzen zur unvollendeten c-moll-Messe bergen sieben zum Teil recht komplexe Fugen und Doppelfugen für vierstimmigen Chor. Zum d-moll-Quartett KV 417b (421) ist eine Fugenskizze erhalten geblieben, die thematisch bereits an das Requiem Anklang nimmt (der Sprung von b nach cis). Im Weiteren begegnen wir der Fuge für zwei Klaviere in c-moll, datiert vom 29. Dezember 1783, das wohl bis dahin beste kontrapunktische Werk Mozart’s. Es gefiel ihm selbst offenbar so gut, dass er lange später (26. Juni 1788 ) mit einer Adagio-Einleitung versah und - nach bereits bekannter Manier – für Streichquartett umschrieb.

Zum Zeichen der größten Verehrung an Bach-Vater schrieb Mozart am 16. Mai 1789 in das Stammbuch des kurfürstlichen sächsischen Hoforganisten Engel zu Leipzig eine kleine Gigue für das Klavier, welche kühn, aber witzvoll und genial-leicht (leider nicht zu spielen) ist.

Es existieren noch viele weitere Fugenfragmente von Mozart, zu deren qualitativ „besten“ und am weitesten geführten Maximilian Stadler sehr schöne brauchbare Vervollständigungen schrieb.

Baron van Swieten war es auch, der Mozart beauftragte, einige von Georg Friedrich Händels Oratorien „neu“ zu instrumentieren. Bei diesen „für unsere Zeiten brauchbarer eingerichteten“ Werken, wie sie in der Erstausgabe von Breitkopf & Härtel 1802 betitelt werden, handelt es sich um die Pastorale „Acis und Galathea“ (KV 566) versehen von Mozart mit einer Einleitung zum zweiten Akt, das Oratorium „Der Messias“ (KV 572), das Oratorium „Alexanderfest“ (KV 591) und soweit bekannt die „Caecilien-Ode“ (KV 592).

Dass sich Mozart sehr intensiv mit Händel beschäftigt hat, beweisen nicht zuletzt die oben Aufgeführten Bearbeitungen. Eine honoriges Hommage an Händels Schaffen ist Mozart's Requiem, konkret das Instoitus: Hier zitiert Mozart nahezu Textgenau den Eingangschor von Händels 1737 komponierter >Funeral Anthem for Queen Caroline<, wobei er das in g-moll stehende Original nach d-moll transskribiert. Und auch die geniale Kyrie-Fuge entlehnt Mozart einem Werk Händels: nämlich dem Schlußchor der „Dettingen Anthem“ von 1743, welche er von D-Dur – natürlich – nach d-moll verwandelt.

Dieses kleine Essay soll zeigen, dass es durchaus möglich war und noch ist, durch die Beschäftigung mit und Ehrerbietung an „alte Meister“ und im respektvollen Umgang mit deren Oeuvre, neue Meisterwerke „auf die Welt zu bringen“.

Viele Grüße,
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

tom

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2

Mittwoch, 30. November 2005, 12:15

Exzellenter Beitrag! Respekt!

Du schreibst:

"Dieses kleine Essay soll zeigen, dass es durchaus möglich war und noch ist, durch die Beschäftigung mit und Ehrerbietung an „alte Meister“ und im respektvollen Umgang mit deren Oeuvre, neue Meisterwerke „auf die Welt zu bringen"."

Mozart hat 1778 an seinen Vater geschrieben:

"Ich kann so ziemlich, wie Sie wissen, alle art und styl von Compositions annehmen und nachahmen."

Mozart berichtet zwar von "annehmen und nachahmen", gleichwohl stimme ich Dir zu, wenn Du schreibst, daß Mozart "neue" Meisterwerke geschaffen habe. Jedenfalls ist dies mein Eindruck, wenn ich mich mit der von Dir erwähnten Fuge in c-Moll, KV 426, [Fuga à Due Cembali. di Wolfgango Amadeo Mozart mpa. Vienna il 29 di Decembre 1783] beschäftige.

Unabhängig davon, ist Mozart sehr zu danken, wenn er durch seine Aktivitäten einen Anstoß für die Wiederbelebung des Bachschen Gesamtwerks geleistet hat.

Ulli

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3

Mittwoch, 30. November 2005, 17:22

Salut,

Danke für die Resonanz!

Letzlich ist es Baron van Swieten zu verdanken, der Mozart Bach und Händel näher brachte. Von Mozarts Enthusiasmus zeugen knapp 100 kanonische resp. kontrapunktische Studien und Fragmente [für Streichquartett, Klavier, Gesang...], deren hell leuchtende Sterne sicherlich die c-moll-Messe KV 417a und das Requiem KV 626 sind.

Mitunter sind aber auch kleine funkelnde Sternchen wie die "kleine Gigue" KV 574 entstanden und auch das Opernschaffen wurde durch kontrapunktische und kanonische "Einschübe" deutlich tangiert. Constanze war hier sicherlich auch als Fugenliebhaberin massgebend mit ihrem Einfluß auf das Schaffen ihres Mannes.

Als weitere grandiose Beispiele sind noch das Menuett KV 550, III sowie das Finale KV 551, IV zu nennen. Überhaupt verwendet Mozart seit der Berührung mit Bach und Händel vor allem in den Durchführungsteilen der Werke sehr viel Kontrapunktisches und Kanonisches.

Liebe Grüße
Ulli
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musicophil

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4

Freitag, 16. Juni 2006, 13:05

Lieber Ulli,

Das war wieder sehr interessant und einleuchtend. Trotzdem bleibt bei mir eine Frage hangen.

Zitat

KVV 591 Partition, réduction au piano et nouvelle orchestration de la grande cantate "La fête d'Alexandre ou le pouvoir de la musique" de G.F. Händel [juil. 1790].


Ich wiederhole: hat Mozart von dem Alexanderfest einen Klavierauszug gemacht?

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

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5

Freitag, 16. Juni 2006, 13:31

RE: Bach - Mozart - Händel

Zitat

Original von Ulli
Dieses kleine Essay soll zeigen, dass es durchaus möglich war und noch ist, durch die Beschäftigung mit und Ehrerbietung an „alte Meister“ und im respektvollen Umgang mit deren Oeuvre, neue Meisterwerke „auf die Welt zu bringen“.


Also das mit dem "noch ist" ist da aber noch nicht gezeigt.

Ein Meister des respektvollen Umgangs mit den alten Meistern beim Schreiben neuer Meisterwerke ist Peter Ruzicka, z.B. bei den "Metamorphosen über ein Klangfeld von Joseph Haydn", das zwar auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat (1990 entstanden), aber hoffentlich aktuell genug ist, um einen Beleg für Ullis Behauptung abzugeben.

Ulli

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6

Freitag, 16. Juni 2006, 13:35

Salut,

die Herren de Wyzewa und de Saint-Foix werden im Köchel sehr oft genannt und auch zitiert, da sie auch sehr viel Mozartabeit geleistet haben. Es ist aber nicht immer alles korrekt gewesen, was Herren so "ermittelt" haben. Üblicher Weise weist das Köchelverzeichnis aber auf die Richtigkeit oder Unrichtigkeit dieser Angaben hin. Im Falle von KV 591 ist aber weder der eine, noch der andere überhaupt erwähnt worden und auch kein Klavierauszug von Mozart.

Entweder war diese Information den Köchlern nicht bekannt, was ich fast ausschliesse, da das Mozart-Buch bekannt war oder die Feststellung ist so haltlos, dass sie gar nicht erst erwähnt wurde - und auch das schließe ich eigentlcih aus. Das KV bedarf einer starken Generalüberholung!

Grundsätzlich aber schließe ich nicht aus, dass Mozart - zu allen drei - Händelbearbeitungen auch Klavierauszüge angefertigt hat, allein wegen der Proben. Es kommt aber ganz darauf an, wer die Proben geleitet hat. Es gibt z.B. Klavierauszüge zu Arien aus "Figaro" und der "Entführung", die selbst von Mozart angefertigt wurden, hier aber nicht der Proben wegen, sondern um mit der Edition des KA Geld zu verdienen. Wenn Mozart die Proben selbst geleitet hat, was ich annehme, schließt dies die Fertigung eines KA für Probenzwecke ziemlich aus, da er entweder auswendig oder aus der Partitur spielte. Zudem behaupte ich, dass es seinerzeit KAe für Händeloratorien bereits gab - durch die Uminstrumentierung von Mozart hätte sich diesbezüglich ja wenig bis nichts im KA verändert.

Cordialement
Ulli
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Ulli

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7

Freitag, 16. Juni 2006, 13:38

RE: Bach - Mozart - Händel

Zitat

Original von Kurzstueckmeister

Also das mit dem "noch ist" ist da aber noch nicht gezeigt.


Salut,

ich bezog mich ja auf die Möglichkeit - Danke für das Beispiel. Hat das Werk von Peter Ruzicka Furore gemacht? Bis zu mir ist nichts vorgedrungen...!?

Cordialement
Ulli
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8

Freitag, 16. Juni 2006, 13:47

RE: Bach - Mozart - Händel

Naja, ist nicht ganz Dein Fachgebiet ...

Ich würde ihn in entfernter Nähe von Schnebel, Kagel, Schnittke und Zender ansiedeln, die sich ja auch auf recht eigentümliche Weise mit der Tradition beschäftigt haben. (Zenders "Winterreise" kenne ich allerdings noch nicht.) In seiner Generation (geboren 1948 ) zählt er sicher zu den bekanntesten Komponisten - nicht nur Deutschlands.

Ulli

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9

Freitag, 16. Juni 2006, 13:53

RE: Bach - Mozart - Händel

Zitat

Original von Kurzstueckmeister
Naja, ist nicht ganz Dein Fachgebiet ...


Das hat damit nichts zu tun... von 'Meisterwerken' bekommt irgendwie jeder irgendwann einmal etwas mit, oder nicht?

Bezüglich Zender: Spiele den Salutator beim Observator...

Cordialement
Ulli
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10

Freitag, 16. Juni 2006, 13:58

RE: Bach - Mozart - Händel

Nö, jeder Meister (auch Kleinmeister) macht seine Meisterwerke.
Vielleicht sogar der Kurzstueckmeister :stumm:

Ulli

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11

Freitag, 16. Juni 2006, 14:07

RE: Bach - Mozart - Händel

Zitat

Original von Kurzstueckmeister

Nö, jeder Meister (auch Kleinmeister) macht seine Meisterwerke.
Vielleicht sogar der Kurzstueckmeister :stumm:


Ist akzeptiert! Dafür akzeptierst Du auch - damit sich der Kreis wieder schließt und wir wieder bei Mozart landen* - meine Antwort zu:

Zitat

Original von Kurzstückmeister

Also das mit dem "noch ist" ist da aber noch nicht gezeigt.


Das bezog sich natürlich unverschämter Weise auf mich... :beatnik:

*für das Meisterwerke-Thema habe ich soeben einen neuen Thread gestartet!

Cordialement
Ulli
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12

Freitag, 16. Juni 2006, 14:26

Zitat

Original von Ulli
Entweder war diese Information den Köchlern nicht bekannt, was ich fast ausschliesse, da das Mozart-Buch bekannt war oder die Feststellung ist so haltlos, dass sie gar nicht erst erwähnt wurde - und auch das schließe ich eigentlcih aus. Das KV bedarf einer starken Generalüberholung!


Ich fand in meinen Bücher:
Chacune des œuvres publiées dans Bouquins est reproduite dans son intégralité.

© Desclée de Brouwer - 1936
© Éditions Robert Laffont, S.A., Paris, 1986 pour la préface.

Diese Information ist also um die siebzig Jahre bekannt.

LG, Paul
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13

Freitag, 16. Juni 2006, 18:31

Lieber Paul,

ich habe dem KV ein wenig Unrecht getan und aus gewohnter Ignoranz eine Kleinigkeit überlesen. Zu KV 591 ist angemerkt: Verzeichnisse: WSF (549) 610.

WSF bedeutet Verzeichnis von Théodore de Wyzewa et Georges de Saint-Foix. Das heißt, der Eintrag, den Du zitiertest, war bekannt! Dennoch ist ein Klavierauszug aus Mozarts Feder im KV nicht erwähnt.

Sa vie musicale et son oevre, vol. I/II wurde übrigens erstmals 1912 [Paris] herausgegeben, eine Neuauflage erfolgte 1936 zusammen mit der Erstausgabe des Vol. III, Vol. IV 1939 und Vol. V 1946.

Die eingeklammerte Verzeichnisnummer (549) bezieht sich auf die Neunumerierung innerhalb des II. Bandes, die uneingeklammerte Nr. 610 auf den 5. Band.

Cordialement
Ulli
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14

Sonntag, 10. Januar 2010, 12:53

RE: Bach - Mozart - Händel

Zitat

Original von Ulli
„Acis und Galathea“ (KV 566) versehen von Mozart mit einer Einleitung zum zweiten Akt [...]


Kennt jemand eine Einspielung der Mozartbearbeitung, bei welcher diese angeblich neukopmonierte Einleitung Mozarts zum 2. Teil enthalten ist?

Bei dieser:



jedenfalls wurde eine zweiteilige Einleitung aus Händels Concerto Grosso Op.6 No.6, Musette (Larghetto) und Concerto Grosso Op.6 No.7, Einleitung (Largo) gebastelt.

?(

Warum dies hier (hilfsweise?) so gehandhabt wurde, verstehe ich nicht, es sei denn, die Mozartsche Einleitung muß als verschollen gelten (darüber ist aber aus dem KV nichts in Erfahrung zu bringen).

Ulli
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