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ThomasBernhard

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31

Dienstag, 12. April 2005, 11:22



Ab heute vier mal, jeweils Dienstags 18-20 Uhr in der Frankfurter JWG-Universität:
Der Wiener Suhrkampschriftsteller Robert Menasse hält öffentliche Vorlesungen über (seine) Literatur.
Gruß, Markus
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

32

Mittwoch, 13. April 2005, 20:33


Wer sich einmal intensiv mit der ganzen Thematik der Kreuzzüge auseinander setzen will, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt (über 1300 Seiten). Es ist auch unterhaltsam geschrieben. Der Autor beschreibt chronologisch die Kreuzzugsunternehmen von der Vorgeschichte und dem Ersten Kreuzzug bis ins 15. Jahrhundert. Auch wenn gewisse Ausführungen nicht ganz unparteiisch sein mögen, so fällt dies im Ganzen nicht sehr ins Gewicht. Runcimans Buch ist ein Standardwerk.;)
Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.
- Albert Einstein (1879-1955)

ThomasBernhard

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33

Mittwoch, 13. April 2005, 20:35

Ich möchte ich hier nochmals auf den Wiener Schriftsteller

Robert Menasse

hinweisen. Ein sehr interessanter Mensch und fabulierfreudiger Schriftsteller. Ich lese gerade:



Nachdem ich die ersten zwei Seiten im Buchladen überflog, mußte ich es unbedingt mitnehmen!
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

Maexl

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34

Samstag, 16. April 2005, 11:34

schönen guten Morgen

also das was ich die nächsten tage, falls ich vielleicht dazu kommen werde, lesen werde ist dieses nette werk:



danach vielleicht die Hitler-Bücher von Fest und Kershaw... und trage mich mit dem Gedanken den neuen Aly oder den alten Goldhagen zu kaufen... (man merkt, nähere Geschichte ist eine meiner Domänen)

in letzter Zeit begab ich mich eher in die Niederungen der trivialen Populärliteratur. Sicherlich gibt es dort auch viele lesenswerte Bücher aber Dan Brown gehört finde ich nicht dazu. Weiteres vielleicht im passenden Thread.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Maexl« (16. April 2005, 11:35)


petemonova

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35

Sonntag, 1. Mai 2005, 23:56

Zitat

Original von Maexl

in letzter Zeit begab ich mich eher in die Niederungen der trivialen Populärliteratur. Sicherlich gibt es dort auch viele lesenswerte Bücher aber Dan Brown gehört finde ich nicht dazu. Weiteres vielleicht im passenden Thread.


Doch, er gehört eindeutig dazu. Denn man lernt ziemlich viel dabei.
Habe eben binnen zwei Tagen Diabolus gelesen.



Ist zwar nicht ganz so spannend wie Illuminati, aber dennoch eines der besseren Bücher, die ich gelesen habe. Demnächst werden, denke ich, auch der "Da-Vinci-Code" und "Sakrileg" dazukommen.


Gruß, Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

observator

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36

Montag, 2. Mai 2005, 10:55

liest du das zuerst im original und dann in der übersetzung?
erkenntnis braucht oft lange -selbst für selbsterkenntnis ist es nie zu spät

Maexl

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37

Montag, 2. Mai 2005, 11:47

nun, was lernt man denn bitte...? Illuminati war meine ich das bisher Beste da ich mich in Rom noch nicht sonderlich gut auskannte...
Ich finde Dan Brown schreibt zu dünn und teilweise auch redundant. Spannend ist er ja aber das ist nicht mein Hauptkriterium. Ein gutes, "gehaltvolles" Werk lese ich genau so komplett ohne Unterbrechungen.

mimi

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38

Montag, 2. Mai 2005, 14:29

literarische Empfehlungen - was lese ich gerade

An drei Nachmittagen ausgelesen:



Wer gute, fachliche Informationen sucht, leicht und locker verpackt, mit einem Schuß Humor gewürzt, ist mit diesem Buch wirklich gut beraten. Außerdem kann man es jederzeit hervorragend zum Nachschlagen benutzen.

Allerdings nichts für Liebhaber der schweren Kost und/oder Zahlenjongleure.

Viele Grüße - Mimi
che gelida manina....

petemonova

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39

Montag, 2. Mai 2005, 23:22

Zitat

Original von observator
liest du das zuerst im original und dann in der übersetzung?


Nee, so doll ist mein Englisch auch wieder nicht...

Zitat

Original von Maexl:
nun, was lernt man denn bitte...? Illuminati war meine ich das bisher Beste da ich mich in Rom noch nicht sonderlich gut auskannte...
Ich finde Dan Brown schreibt zu dünn und teilweise auch redundant. Spannend ist er ja aber das ist nicht mein Hauptkriterium. Ein gutes, "gehaltvolles" Werk lese ich genau so komplett ohne Unterbrechungen.


Mag ja alles sein, dass das nur "oberflächliche Unterhaltungsliteratur" ist, aber wenn es mich fesselt und ich das Buch in 2 Tagen aus habe, dann hat es für mich seinen Zweck erfüllt.


Gruß, Peter.
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- Mauricio Kagel

Maexl

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40

Dienstag, 3. Mai 2005, 00:14

nun tut es mir zwar sehr leid, dass du vielleicht einen neuen anlauf nehmen musst mir deinen standpunkt zu erklären aber ich verharre in unverständnis.

ausgehend von deinem letzten statement (das fesslungsvermögen eines buches als literarischen selbstzweck und begründungsinszanz) halte ich aber die aussage, dass man aus seiner literatur viel lernen kann für nicht haltbar. vielleicht fehlt mir auch grade der geistige horizont dafür aber in meinen augen sind gerade diese zwei dinge völlig conträre äußerungen.

falls du vielleicht meinst, dass man von ihm lernen kann spannende romane zu verfassen so glaube ich, dass man bei anderen "echten" klassikern besser aufgehoben ist - und manchmal auch ausreichend abgeschreckt ist sich in privaten peinlichkeiten zu probieren.

petemonova

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41

Dienstag, 3. Mai 2005, 16:58

Nein, diese beiden Standpunkte waren absolut nicht konträr gedacht.
Da ich nicht in der Literatur zu Hause bin und nur selten Bücher lese, kann es durchaus sein, dass du mit deiner Behauptung Recht hast, dass Dan Brown nur "Populärliteratur" verfasst.
Nur haben mich diese Bücher gepackt UND ich habe dabei gelernt.
Zum Beispiel, wie genau eine Papstwahl abläuft (habe es ja kurz vor der realen Wahl gelesen), dass es eine Bruderschaft der Illuminati gab oder dass es keinen knackbaren Verschlüsselungsalgorithmus gibt.
Wahrscheinlich lernt man in anderen Büchern noch viel mehr, aber für mich haben diese Bücher somit ihren Zweck erfüllt.

Ich hoffe, jetzt deine Unklarheiten beseitigt zu haben.


Gruß, Peter.
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Maexl

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42

Dienstag, 3. Mai 2005, 18:23

tut mir leid, wenn das "so heftig" rüberkam... (ich sollte mehr smilies verwenden - werde es aber wahrscheinlich nie tun) :)
Ich wollte dich persönlich nicht angreifen :yes:

:hello:

petemonova

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43

Dienstag, 3. Mai 2005, 18:50

Zitat

Original von Maexl
tut mir leid, wenn das "so heftig" rüberkam... (ich sollte mehr smilies verwenden - werde es aber wahrscheinlich nie tun) :)
Ich wollte dich persönlich nicht angreifen :yes:

:hello:


Hast du doch überhaupt nicht. Ich habe mich nie angegriffen gefühlt.
Außerdem bin ich auch nicht davon ausgegangen, dass alle das Werk ebenso lieben wie ich. Das ist ja in der Musik genauso.

Ach so, hier noch deine vergessenen Smileys: :D :] ;) :yes: 8) :) :wacky: :hello: :jubel: :jubel: :jubel:


Gruß, Peter.
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Caesar73

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Mittwoch, 11. Mai 2005, 20:11

Liebe Forianer,

nun ist ja Schiller-Jahr und damit Schiller auf allen Kanälen, aber trotzdem eine Empfehlung:

Rüdiger Safransiki:
Schiller
Hanser Verlag

Safransiki schreibt ohnehin brilliant, aber sein Schiller ist wirkich mit glühender Feder geschrieben, das buch zieht einen richtig in einen Sog. Geht mir selten so, dass ich ein Buch partout nicht aus der Hand legen mag, aber hier ist es wieder mal soweit gewesen. Ein Buch für die sprichwörtliche Insel. Da kann die Damm mit ihrer Biographie nun wirklich nicht mithalten!

Grüße,

Christian :] :] :]
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45

Donnerstag, 19. Mai 2005, 19:41


Hochspannend und stimmig, in einem Rutsch gelesen. "Mord in Byzanz" ist der gelungene Auftakt zu einer vielversprechenden Serie, in deren Zentrum die sympathische Figur des byzantinischen "Detektivs" Demetrios Askiates steht.
Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die Menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.
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Caesar73

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46

Sonntag, 22. Mai 2005, 11:58

Zitat

Original von petemonova
Hallo,

ich bin nun wirklich keine Leseratte, aber wenn ich ein Buch anfange, dann packt mich das meistens auch und ich muss es zu Ende lesen.
Ist aber immer ein Zeitproblem bei mir.
Deswegen eine kurze Frage:

Wer kennt dieses Buch und lohnt es sich?



Ann Patchett
Belcanto
Piper


Gruß, Peter.


Lieber Peter,

ich habe Deinen Eintrag gerade erst gelesen, bin also wahrscheinlich zu spät dran. Aber trotzdem: Gelesen habe ich das Buch vor circa einem halben Jahr. Ich muß sagen, ich hatte mir mehr versprochen. Natürlich spielt die Musik eine große Rolle, aber vom Hocker gehauen hat es mich wirklich nicht. Kaufen würde ich es mir nicht, wenn es Dich trotzdem interessiert, würde ich es einfach aus der Bibliothek ausleihen, obwohl es inzwischen auch als TB bei Piper lieferbar ist.

Grüße, :hello:

Christian
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Pius

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47

Samstag, 28. Mai 2005, 19:04

Hallo!
Heute habe ich angefangen, dieses Werk zu lesen:



Es ist ja immerhin das "Schiller-Jahr".
Viele Grüße,
Pius.

48

Samstag, 28. Mai 2005, 19:37


Ein gelungenes englisches Werk über die Endphase des Römischen Reiches, dessen Hauptstadt 1261 von den Byzantinern zurückerobert wurde und 1453 and die Türken fiel. Gut und informativ geschrieben von einem wahren Experten der spätbyzantinischen Zeit, Donald M. Nicol, welcher in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Publikationen zu diesem Thema herausgeben hat. Kann ich nur empfehlen.
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Caesar73

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49

Montag, 30. Mai 2005, 16:41

Zitat

Original von Pius
Hallo!
Heute habe ich angefangen, dieses Werk zu lesen:



Es ist ja immerhin das "Schiller-Jahr".
Viele Grüße,
Pius.


Die "Sturm und Drang" Dramen von Schiller sind mir fast sympathischer als seine klassischen Dramen. Aber es ist wohl nicht recht beide zu vergleichen. Jedenfalls ist die Sprachgewalt Schillers in den Räubern unwahrscheinlich beeindruckend :jubel: :jubel:, wen das nicht von den Sesseln haut, dem kann nicht geholfen werden (Kleines Rätel: Hier habe ich gerade ein berühmtes Zitat aus den Räubern verarbeitet....welches wohl?) der große Dialog von Franz Moor (überhaupt éin herrlich diabolischer :baby: :baby:Charakter ....) oder Spiegelberg und Karl Moor in der Kneipe. Falls Du sie noch nicht gelesen haben solltest: Lies unbedingt noch Kabale und Liebe!

Herzliche Grüße, :hello:

Christian
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Joseph II.

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Montag, 30. Mai 2005, 18:13

Hallo Caesar,

Franz von Moor ist mein absoluter Lieblingscharakter aus "Die Räuber". :D

Also ich mag seine "Räuber" auch sehr; am gelungensten finde ich dennoch "Don Karlos" (ursprünglich: portugiesisch-deutsch Dom Karlos... :D): der König ist einfach nicht zu toppen - daher auch mein Nick Name.

Gruß
Felipe
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Caesar73

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Montag, 30. Mai 2005, 18:36

Zitat

Original von Felipe II.
Hallo Caesar,

Franz von Moor ist mein absoluter Lieblingscharakter aus "Die Räuber". :D

Also ich mag seine "Räuber" auch sehr; am gelungensten finde ich dennoch "Don Karlos" (ursprünglich: portugiesisch-deutsch Dom Karlos... :D): der König ist einfach nicht zu toppen - daher auch mein Nick Name.

Gruß
Felipe


Ja, Franz Moor ist schon ein teuflisch gelungener Charakter! Was den Don Carlos angeht (ich weiß, die Schreibweise ist nicht korrekt, aber das ist einfach die Macht der Gewohnheit....) ist mir der Großinquisitor fast noch lieber. Aber Du hast recht, der König ist sehr gut gezeichnet. Was mir bei der Gelegenheit einfällt: Verdi und Schiller wäre auch mal ein Thema, mal sehen ob ich in den nächsten Tagen dazu komme?

Herzliche Grüße, :hello: :hello:

Christian
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Pius

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Montag, 30. Mai 2005, 20:31

Hallo, Christian!

Zitat

Original von Caesar73

Die "Sturm und Drang" Dramen von Schiller sind mir fast sympathischer als seine klassischen Dramen. Aber es ist wohl nicht recht beide zu vergleichen. Jedenfalls ist die Sprachgewalt Schillers in den Räubern unwahrscheinlich beeindruckend :jubel: :jubel:, wen das nicht von den Sesseln haut, dem kann nicht geholfen werden (Kleines Rätel: Hier habe ich gerade ein berühmtes Zitat aus den Räubern verarbeitet....welches wohl?) der große Dialog von Franz Moor (überhaupt éin herrlich diabolischer :baby: :baby:Charakter ....) oder Spiegelberg und Karl Moor in der Kneipe. Falls Du sie noch nicht gelesen haben solltest: Lies unbedingt noch Kabale und Liebe!


Ich bin gerade im 2. Akt; wenn ich durch bin, kann ich mich mal zu dem Werk äußern. Ich habe aber erst mal in Mathe viel zu tun ("nebenbei" studiere ich ja noch). Ich bin zwar noch nicht so weit, aber ich glaube ich weiß, auf welches Zitat Du anspielst. ;)
Kabale und Liebe kenne ich auch noch nicht, ist das nicht ein "Romeo und Julia - Ableger"? Wurde aber von Reich-Ranicki sehr gelobt - im Gegensatz zu Wilhem Tell, meinem (bisherigen) Schiller-Lieblingswerk.
Jedem das seine.

Viele Grüße,
Pius.

Caesar73

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53

Dienstag, 31. Mai 2005, 16:58

Zitat

Original von Pius

Kabale und Liebe kenne ich auch noch nicht, ist das nicht ein "Romeo und Julia - Ableger"? Wurde aber von Reich-Ranicki sehr gelobt - im Gegensatz zu Wilhem Tell, meinem (bisherigen) Schiller-Lieblingswerk.
Jedem das seine.



Im Prinzip hast Du recht mit Deiner Analogie: Nur geht es bei Schiller nicht um die Feindschaft zweier Familien. Luise und Ferdinand scheitern an den Normen der Gesellschaft. Kabale und Liebe ist daneben, dass heißt eigentlich vor allem eine furiose Abrechnung mit den Mißständen des Ancíen Regime. Eine fantastische Szene: Lady Milford und der Kammerdiener. Mußt Du unbedingt lesen! Verdi hat sich ja auch für den Stoff interessiert: Luisa Millerin, dabei das Stück natürlich seinen Bedürfnissen angepasst.

Herzliche Grüße, :hello:

Christian
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Pius

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54

Mittwoch, 8. Juni 2005, 23:15

Hallo!
Ich habe nun "Die Räuber" fertig gelesen und bin wirklich begeistert!
Die Äußerung Schillers "an wahren dramatischen Situationen ungemein fruchtbar" ist noch gelinde ausgedrückt. ich habe bisher nur wenige Dramen gesehen, die so reich an großartig gezeichneten Charakteren und Situationen sind!
Somit, Christian, kann ich Deine Begeisterung für das Werk

Zitat


Die "Sturm und Drang" Dramen von Schiller sind mir fast sympathischer als seine klassischen Dramen. Aber es ist wohl nicht recht beide zu vergleichen. Jedenfalls ist die Sprachgewalt Schillers in den Räubern unwahrscheinlich beeindruckend :jubel: :jubel:, wen das nicht von den Sesseln haut, dem kann nicht geholfen werden (Kleines Rätel: Hier habe ich gerade ein berühmtes Zitat aus den Räubern verarbeitet....welches wohl?) der große Dialog von Franz Moor (überhaupt éin herrlich diabolischer :baby: :baby:Charakter ....) oder Spiegelberg und Karl Moor in der Kneipe.

nun sehr gut nachvollziehen. Es ist mein neues Lieblings-Schiller-Stück.
Besonders gelungen ist der Charakter des Franz Mohr. Noch fieser als Marinelli im von mir zuvor gelesenen "Emilia Galotti" reicht er an die Shakespeare-Größen Richard III, Jago und Edmund von Gloster (King Lear). Mit Lear gibts ja einige Parallelen: Der Vater, der seine Kinder nicht einschätzen kann, der "böse" und der "gute" Bruder - das ist ja seit Kain und Abel ohnehin ein Dauerthema: Joseph und seine Brüder, Cal und Adam Trusk...
Franz Mohr, der Held, der in der Schlußszene zum Scheitern verdammt ist - wahre Tragik (besonders im Sinne meines Avatares)! Wenn ich auch etwas geschockt war, daß er Amalia erschießen mußte (letztlich ergings Ophelia, Emilia Galotti oder Gretchen aber auch nicht besser)!
Schiller dazu:
"War es tragisch, daß der Liebhaber sein Mädchen ermordet? War es natürlich? War es notwendig? War kein minder schrecklicher Ausgang mehr möglich? Ich will auf das letztere zuerst antworten: Nein!
Möglich war keine Vereinigung mehr, unnatürlich und höchst undramatisch wäre eine Resignation gewesen. Soll sie heimgehen und sich trösten über das, was sie nicht ändern kann? Dann hätte sie nie geliebt. Soll sie sich selbst erstechen? Mir ekelt vor diesem Behelf der schlechten Dramatiker."
Damit muß ich wohl leben. Aber bezeichnet er damit nicht Shakespeare als schlechten Dramatiker (Romeo und Julia - wer ersticht sich da nochmal) ?
Also: "Die Räuber" - Leseempfehlung auch von mir!
Viele Grüße,
Pius.

Moritz

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55

Donnerstag, 9. Juni 2005, 23:35

Zur Zeit lese ich dieses...




... zum zweiten Mal.

Dieser Mensch hat einfach eine mich schier überwältigende Sprachgewalt. Leider keinen Nobelpreis, den bekam die Jelinek ?(
Gibts nur eins zu zu sagen. Empfehlenswert!!


Moritz
"Das beste, an dein Übel nicht zu denken, ist Beschäftigung."
Ludwig van Beethoven

56

Freitag, 10. Juni 2005, 23:34


Die "Alexias", eine Glanzleistung der byzantinischen Historiographie, von Anna Komnena (1083-um 1153), einer kaiserlichen Prinzessin. In diesem Geschichtswerk beschreibt (um nicht zu sagen verherrlicht) die Tochter des Kaisers Alexios I. von Byzanz ( 1081-1118 ) dessen Leben und Taten. Die Herrschaft des Alexios Komnenos fiel in eine für Europa und Byzanz sehr wichtige Zeit, die der Kreuzzüge. Die Bedeutung der Alexias ist recht beachtlich, für manche der von Anna beschriebenen Ereignissen gibt es zwar noch zahlreiche andere Quellen (etwa zum Investiturstreit), aber für manche Einzelheiten ist die sie die einzige Quelle. Auch literarisch hat der Text einiges zu bieten. Die Übersetzung von Diether Roderich Reinsch ist mit zahlreichen hilfreichen Anmerkungen versehen, was das Werk noch zugänglicher macht.
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Ulli

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57

Montag, 20. Juni 2005, 18:46

Soeben unerwartet per Post erhalten:



Dr. phil. CHRISTIAN ESCHWEILER
FRANZ KAFKA und sein Roman-Fragment DER PROZESS
neu geordnet, ergänzt, erläutert

...mit folgender Inschrift:

Für Robert

damit er es einmal einfacher hat,
den weltberühmten Roman sogleich
nachvollziehbar lesen und verstehen
zu können. -

Das wünscht ihm von Herzen
der alte Deutschlehrer seines Vaters.

Christian Eschweiler
Im Juni 2005


Erschienen im Verlag Landpresse
ISBN 3-935221-46-0
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Caesar73

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58

Dienstag, 21. Juni 2005, 20:06

Zitat

Original von Pius

Besonders gelungen ist der Charakter des Franz Mohr. Noch fieser als Marinelli im von mir zuvor gelesenen "Emilia Galotti" reicht er an die Shakespeare-Größen Richard III, Jago und Edmund von Gloster (King Lear). Mit Lear gibts ja einige Parallelen: Der Vater, der seine Kinder nicht einschätzen kann, der "böse" und der "gute" Bruder - das ist ja seit Kain und Abel ohnehin ein Dauerthema: Joseph und seine Brüder, Cal und Adam Trusk..


Freut mich, das Dir "Die Räuber" gefallen haben! Franz Moor ist sicherlich eine der diabolischsten Charakere der Weltliteratur. Na ja gut und Marinelli ist eben eine Figur der Aufklärung. Lessing hatte es nicht so sehr mit großen Leidenschaften, zumindest hat er ihnen im Drama keinen Lauf gelassen. Trotzdem ist Lessing als Dramatiker hervorragend, wie da jedes Rädchen ineinandergreift.

Um zu Schiller zurückzukommen: Ich denke es ist kein Zufall, dass Verdi den Dichter sehr geschätzt hat.

Herzliche Grüße, :hello: :hello:

Christian
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ThomasBernhard

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Dienstag, 21. Juni 2005, 20:36

was ich gerade lese:

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Oliver

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Dienstag, 21. Juni 2005, 21:41

Hallo,

letztes Wochenende lief bei Arte ein Interview mit einem französischen Schriftsteller. Der hat neben Proust auch Malcolm Lowry erwähnt! Deshalb lese ich grade nochmals die 'Oktoberfähre nach Gabriola':



Gruß,
Oliver

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