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operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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61

Mittwoch, 7. Februar 2018, 09:39

Lieber Damiro,
nach Telefonat alles in Ordnung und meine Frau und ich freuen uns, Dich am 29. April beim Oppitz-Konzert als lieben Gast begrüßen zu dürfen.
Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

WoKa

Prägender Forenuser

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62

Mittwoch, 7. Februar 2018, 18:40

Hallo Hans,

morgen treffe ich Lutz. Anschließend gebe ich Dir Bescheid.
Vielen Dank für die Einladung.

Gruß Wolfgang
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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Beiträge: 5 314

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63

Mittwoch, 7. Februar 2018, 23:12

Lieber Wolfgang,
rufe mich bitte an und gebe mir Bescheid. Wir dürfen unsere halb private Kommunikation nicht übertreiben, sonst bekomme ich die gelbe oder rote Karte. Also Bitte nach Wien nochmal großzügig sein. Ich werde mich bessern :hail: Liebe Grüße an Lutz. Ingrid und ich freuen sich, wenn Ihr kommt. Dann ist es ein kleines Taminotreffen und das bringt auch wieder Bindung ans Forum. :angel: :hello:
Herzlichst
Operus
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William B.A.

Erleuchteter

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64

Dienstag, 8. Mai 2018, 00:24

Ich habe nach den durchaus positiven Erlebnissen rund um das Gerhard-Oppitz-Konzert in Heilbronn am 29. April beschlossen, meine Oppitz-Sammlung zu ergänzen und die ersten Ergänzungen sind jetzt bei mir eingetroffen. Ich habe weiterhin beschlossen, meine Höreindrücke hier zu schildern. Das kann natürlich nicht so ausführlich geschehen wie in meinen Sonaten-Threads, weil ich ja auch keine Partituren davon habe, aber einen kleinen Eindruck kann ich schon vermitteln. Als erstes habe ich eben gehört:

Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 1 C-dur op. 15
Gerhard Oppitz, Klavier
Gewandhausorchester Leipzig
Dirigent: Marek Janowski
Aufnahmeort: Gewandhaus Leipzig
AD: 26. 1. - 4. 2. 1995
Spielzeiten: (brutto) 15:37-12:08-8:40 --- 36:25 min.;


Vorausschicken möchte ich, dass diese Aufnahme im Dolby surround. encoding system aufgenommen wurde und von daher einen vorzüglichen Klang besitzt, der durch meine Hörkette: KH-Verstärker Burson Audio Soloist- CD-Player Marantz CD 6006-KH Sennheiser HD 650 adäquate Wiedergabequellen hat.
Die Aufnahmezeit, Mitte der Neunziger Jahre könnte so ungefähr zu der Zeit gewesen sein, als ich Gerhard Oppitz das erste Mal im Konzert erlebte, an meinem damaligen Wohnort Coesfeld-Lette (ich berichtete auch in diesem Thread darüber).
Von Anfang an erlebte ich ein transparentes Klangbild eines vorzüglichen Orchesters unter einem ebenso vorzüglichen Dirigenten, Marek Janowski, den ich etliche Jahre später zum ersten Male live in der Kölner Philharmonie erlebte, als er in einem grandiosen Konzert Bruckners achte Sinfonie c-moll aufführte.
Hier nun war es Beethovens 1. KK, in Wirklichkeit seine zweites, welches nur als Erstes veröffentlicht wurde.
Gerhard Oppitz fügte sich nach der ausführlichen Orchestereinleitung nahtlos in das Geschehen ein und offenbarte auch einen transparenten, dennoch warmen Klang und spielte seinen Part ganz natürlich, ohne sich in den Vordergrund spielen zu wollen. Orchester, Solist und Dirigent zeigten, dass sie bestens aufeinander abgestimmt und eingestellt waren, und sich nach dem Wahlspruch richteten, der an der Orgel über dem Podium thront: "Res severa verum gaudium" (Wahre Freude ist eine ernste Sache). Und so machte diese Aufnahme mir auch wahre Freude. Im Tempo ist diese Aufnahme, wie ich in aller Eile feststellte, in etwa vergleichbar mit der Aufnahme von Peter Rösel, dem Berliner Sinfonie-Orchester und Claus-Peter Flor oder Robert Levin mit dem Orchestre Rev. e. Rom. und Sir John Eliot Gardiner, den ich am Samstag mit seinem Schütz Choir und den English Baroque Soloists und Bach in Köln erleben werde.
Gerhard Oppitz spielt auch die ausführliche und hochvirtuose Kadenz, die Beethoven selbst zu diesem Konzert komponiert hatte und die schon eindrucksvoll zeigte, wes Geistes Kind Beethoven schon Mitte der Neunziger Jahre des 18. Jahrhunderts war. Etwas Vergleichbares hatte es bis dahin nicht gegeben. Wiederum muss ich aber sagen, dass Oppitz seine natürliche Tongebung auch in dieser Kadenz beibehielt. Unbedingt glänzen zu wollen, war offenbar schon damals seine Sache nicht- wie wohltuend!
Das Largo ist eines der Schönsten bei Beethoven überhaupt und auch im Vergleich zu sonstigen klassischen Klavierkonzerten. Hier zeigte Gerhard Oppitz, welch ein großer Meister er auch bei der Interpretation lyrischer Sätze ist, und er wurde von Dirigent und Orchester bestens dabei unterstützt und spielte im Wechsel mit diesen einen vollendeten langsamen Satz, den auch in der Ausdehnung längsten in Beethovens fünf Konzerten.
Auch das abschließende Rondo: Allegro spielten alle Beteiligten auf dem gleich hohen Niveau, wobei sie den temporalen Kontrast zum langsamen Largo mit dem richtigen Augenmaß spielten und kein Kehraus-Tempo anschlugen. So behielt der Finalsatz jederzeit das ihm gebührende Gewicht, ohne jemals schwer zu klingen.
Dies war ein vollendeter Einstieg in eine hoffentlich so weiter empfundene Gesamtaufnahme, denn die anderen vier Konzerte werde ich in der nächsten Zeit hier auch noch kurz vorstellen.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Damiro

Fortgeschrittener

  • »Damiro« ist männlich

Beiträge: 287

Registrierungsdatum: 13. Dezember 2017

65

Dienstag, 8. Mai 2018, 00:35

Wie du, lieber William,

dieses makellose, erzmusikalische Klavierspiel beschreibst - mein Dank und Respekt. :)