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Hosenrolle1

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  • »Hosenrolle1« ist männlich

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871

Samstag, 23. September 2017, 18:56

Catherine Malfitano war 1990 42jährig. Ein ziemlicher Abstand zu einer Frau "Ende 50"! ;)

Umso schlimmer wenn sie dann aussieht wie Ende 50 (was ich ja auch geschrieben habe) ;)



LG,
Hosenrolle1
„Begreifen wir endlich, dass der emotionale Kult der Tradition nur eine Form unserer geistigen Faulheit ist.“ (Stanislaw Brzozowski)

Bertarido

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872

Sonntag, 24. September 2017, 20:46



Angesichts der deprimierenden Tagesereignisse ist die Flucht in eine Farce vielleicht keine schlechte Idee. Boismortiers Comédie-ballet "Don Quichotte chez la Duchesse" (frei nach Cervantes) war der Renner beim Pariser Karneval 1743. Um das Stück, dessen verbindende Dialoge verschollen sind, für eine Aufführung einzurichten, hat sich Hervé Niquet erneut mit dem Regie-Team zusammengetan, das schon die vergnügliche Produktion von Purcells "King Arthur" verantwortet hat. Und auch hier beschränkt sich Niquet als "Chef en folie" nicht auf die Leitung seines Concert Spirituel, sondern greift mit Lanze und Schalk im Nacken tatkräftig in das Bühnengeschehen ein... Manchmal etwas klamaukig, aber unbedingt sehens- und hörenswert.

Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

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873

Samstag, 14. Oktober 2017, 22:08



Leonardo Vincis Oper "Partenope" wird hier in einer historisierenden Aufführung mit einem durchweg guten Sängerensemble dargeboten. Einzig die Interpretin der Titelrolle hat mich nicht zu begeistern vermocht. Die Oper wird mit komischen Intermezzi vor den Akten gezeigt, so wie es damals üblich war. Alles in allem eine lohnende Aufnahme, bitte mehr von Vinci auf DVD!

teleton

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  • »teleton« ist männlich

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874

Samstag, 21. Oktober 2017, 19:09

Beethoven - Sinfonische Werke mit Leonard Bernstein (DG)

In diesem Therad geht es ja meistens um Opern oder Ballettaufführungen.
Ich finde es äusserst anregend auch den Dirigenten bei einem sinfonischen Konzert zu sehen. Da ergeben sich ganz andere Eindrücke zu der Int als wenn man gleiches auf CD hört !!! ......
:thumbsup: Hinzu kommt die ausgezeichente 5.1-DTS-Klnagtechnik.

Schon immer fand ich die Beethoven-Sinfonien mit Bernstein / Wiener PH als eine der bestklingenden Aufnahmen.
Von der Interpretation her stehen mir Bernsteins beide Beethoven-GA mit den New Yorker PH (SONY) und Wiener PH (DG) ohnehin zu den favorisierten GA.
Wer bringt mehr Gefühl und Emotion mit .... ?

Ein absoluter Glücksgriff war diesen Monat der kauf aller wichtigen Beethoven-Orchesterwerke in einer 7DVD-Box (DG/Universal), die Bernstein in wunderbaren und hochgespannten Aufnahmen mit den Wiener PH gemacht hat.
Es ist alles wichtige dabei = die Sinfonien, Ouvertüren, die 5 Klavierkonzerte mit Zimerman (diese ausgezeichnete KK-GA auf DVD hatte ich bereits seit vielen Jahren), Chorfantasie op.80 (mit Homero Francesch), Missa Solemnis, Streichquartett op.131 in der Orchesterfassung, Die Geschöpfe des Prometheus - Ballett.

Einiges davon gibt es gar nicht auf CD !

Ich bin nun dabei diese hochspannenden Aufnahmen zu hören. Die Sinfonien sind eines der besten Int überhaupt, die Ouvertüren sind einsame Klasse.
:!: 8o Es ergeben sich ganz andere Eindrücke als von der CD. Ich war zum Beispiel jahrelang zu dem Eindruck gekommen, dass Bernsteins Aufnahme der Sinfonie Nr.5 (aus diesem WPO-Zyklus) etwas zu zurückhaltend und bernsteinuntypisch sei. Vor Jahren hatte ich dies mal bei Tamino geschrieben.
:angel: Ich war heute überwältigt Bernstein in seiner Emphase mit der Fünften zu sehen und zu hören - absolut Klasse !
Und das gilt für alle Sinfonien und die enthalteten Beethoven-Werke.

:thumbup: Ein grossartiger Kauf, hier in herausragender 5.1-DTS-Klangtechnik:
7 DVD-Box

DG/Universal, 1978-1985, DTS 5.1


:jubel: Ich hatte das grosse Glück diese 7DVD-Box diesem Monat für nen Zwanni eingeschweisst und NEU abzustauben.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

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875

Sonntag, 22. Oktober 2017, 10:54

Lieber Wolfgang, als bekennender Bernstein-Fan besitze ich diese DVD-Box natürlich schon länger, und ich teile Deine Begeisterung vollauf. Sein Beethoven-Zyklus mit den Wiener Philharmonikern ist immer noch eine meiner Referenzen. Bernstein gehört auch zu den ganz wenigen Dirigenten, bei denen es mit etwas bringt, ihnen beim Dirigieren zuzusehen. Sein hochemotionaler, leidenschaftlicher Zugang zur Musik, der mich bei ihm immer begeistert hat, teilt sich noch einmal ganz anders mit, wenn man ihm zuschaut.

Nicht ganz einverstanden bin ich mit Deiner Bewertung der Klanqualität dieser DVDs, die ich bestenfalls als durchschnittlich einstufe. Halt typisch für eine DG-Live-Aufnahme Ende der 70er Jahre, da war noch viel Luft nach oben. Und der 5.1-Surround-Klang ist hier auch nicht authentisch, sondern es wurden aus einer Stereo-Aufnahme nachträglich rückwärtige Kanäle erzeugt, was die DG auch bei ganz vielen Opern-Videos aus dieser Zeit gemacht hat. Nicht zu vergleichen also mit einer modernen echten Mulitkanal-Aufnahme.

Bernsteins Wiener Beethoven-Zyklus erscheint übrigens in Kürze in einer neu gemasterten Fassung auf CD und Blu-ray-Audio - die Box habe ich natürlich schon bestellt und warte nun sehnsüchtig darauf, dass sie endlich eintrifft:



Ich werde dann gerne berichten, was das Remastering klanglich gebracht hat. :hello:

teleton

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  • »teleton« ist männlich

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876

Sonntag, 22. Oktober 2017, 12:40

Klangeinstufung der DVD in DTS 5.1

Nicht ganz einverstanden bin ich mit Deiner Bewertung der Klanqualität dieser DVDs, die ich bestenfalls als durchschnittlich einstufe. Halt typisch für eine DG-Live-Aufnahme Ende der 70er Jahre, da war noch viel Luft nach oben. Und der 5.1-Surround-Klang ist hier auch nicht authentisch, sondern es wurden aus einer Stereo-Aufnahme nachträglich rückwärtige Kanäle erzeugt, was die DG auch bei ganz vielen Opern-Videos aus dieser Zeit gemacht hat. Nicht zu vergleichen also mit einer modernen echten Mulitkanal-Aufnahme.

Lieber Bertarido,

Du hast nicht ganz unrecht, aber ich bin mit der DVD-Version in 5.1 Surround voll zufrieden, da es sich bei den technischen Möglichkeiten um Aufnahmen von 1978 - 1985 handelt. Was will ich da mehr erwarten ?
Ob es sich tatsächlich nur um technisch hinzugefügte rückwärtige Kanäle handelt, da bin ich mir nicht so sicher, weil die Aufnahme von den Mutterbändern für die DVD neu aufbereitet wurde. Ob es wirklich nur Steroaufnahmen oder Multikanal waren, weiss man nicht.
*** Auf DVD klingt es jedenfalls sehr räumlich und mit einer natürlichen breiten Orchesterabbildung, die nicht mittenbetont ist. Selbst wenn der DolbySurround-Klang für die Rearkanäle hinzugefügt wurde = ist voll OK !
:!: Entscheidend = die DVD in DTS 5.1 klingt jedenfalls besser als die DG-Stereo-GA der Sinfonien/Ouvertüren auf CD, die ich seit Ewigkeiten besitze und von der ich bereits immer geschrieben habe:
:thumbsup: Eine der bestklingenden Beethoven-Sinfonien-GA auf CD !


Die DVD-Ausgabe, wo ich Bernstein auch mit dem Auge miterleben und mitfiebern kann, ist mir auf jeden Fall lieber, als eine BluRay-Audio ...
meine CD-Ausgabe werde ich in Kürze weitergeben ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Bertarido

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877

Sonntag, 22. Oktober 2017, 22:34

Heute erfreute ich mich an einer Aufführung von Antonín Dvořáks "Rusalka" aus der Opéra National de Paris:



Eine in jeder Hinsicht gelungene Produktion. Gesungen und musiziert wird auf hohem Niveau, wobei Renée Fleming in der Titelrolle bei mir den stärksten Eindruck hinterlassen hat. Aber auch Franz Hawlata als Wassermann hat mir sehr gut gefallen. Die moderne, symbolhafte Inszenierung von Robert Carsen verzichtet auf jeden Märchenkitsch und konzentriert sich auf die Psychologie der Figuren; Menschen- und Märchenwelt werden durch Spiegelungen der Szene miteinander in Bezug und in Kontrast gesetzt. Nicht so packend wie Martin Kušejs Münchner "Rusalka", aber auch sehr sehenswert.

Bertarido

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878

Mittwoch, 1. November 2017, 20:07

Heute sah und hörte ich Meyerbeers Oper "L'Africaine":



Der Titel verrät es schon: In dieser Aufführung aus San Francisco aus dem Jahre 1988 wird die gekürzte und bearbeitete Fassung von Fétis gegeben, die die Handlung des vierten und fünften Aktes von Indien nach Afrika verlegt (und damit den Hinduismus in Afrika einführt ;) ). Die Aufführungsdauer von nur 3 Stunden deutet darauf hin, dass auch diese Fassung noch einmal gekürzt wurde. Leider fehlen dazu jegliche Angaben im Booklet. Musikalisch hat mir das Stück sehr gefallen, ich entwickle mich langsam zum Meyerbeer-Liebhaber. Die Hauptrollen sind mit Placido Domingo, Shirley Verett und Ruth Ann Swenson prominent besetzt. Interessieren würde mich, wie Caruso als Kenner des französischen Gesangsstils deren Leistungen beurteilt.

Bild- und Tonqualität sind in dieser neu gemasterten Blu-ray-Ausgabe erstaunlich gut.

Bertarido

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879

Sonntag, 12. November 2017, 21:51

Heute bin ich endlich dazu gekommen, mir die "Alcina" aus Aix anzuschauen und anzuhören:



Eine großartige Aufführung. Das Ensemble der Sängerinnen und Sänger ist große Klasse: Patricia Petibon in der Titelrolle, Philippe Jaroussky als Ruggiero, Anna Prohaska als Morgana und die von mir schon an anderer Stelle gelobte Katarina Bradic als Bradamante überzeugen ebenso wie die kleineren Rollen. Der eigentliche Star ist allerdings das Freiburger Barockorchester unter Andrea Marcon.

Über die Inszenierung von Katie Mitchell wurde ja an anderer Stelle anlässlich eines Berichtes aus dem Bolshoi-Theater schon der übliche Geifer ausgeschüttet, natürlich wie meist von denen, die sie überhaupt nicht kennen. Die wenigen Andeutungen sexueller Handlungen passieren gleich am Anfang, insbesondere ein sehr ästhetisch dargestellter und wunderbar mit der Musik zusammen gehender Liebesakt zwischen Alcina und Ruggiero, der nun wirklich überhaupt nichts Pornographisches hat. Ansonsten darf lediglich Morgana ein paar Mal ihre devoten Neigungen andeuten, das war's. Alles bekleidet, übrigens. Als Kulisse hatte ich nach der Diskussion mindestens ein SM-Studio erwartet. Stattdessen sehen wir ein sehr klug aufgebautes Bühnenbild, in dessen Zentrum ein palastartig anmutender Raum steht, in dem sich die Handlung im wesentlichen abspielt. Dieser Raum ist die durch Alcinas Zauber geschaffene Kulisse, in der sie und ihre Schwester Morgana als schöne junge Frauen agieren und die Männer betören. Die Wirklichkeit sehen wir in den laborhaft-karg eingerichteten Funktionsräumen drumherum, in denen Alcina und ihre Helfer Experimente mit ihren Opfern durchführen und sie in einer großen Maschinerie in (ausgestopfte) Tiere verwandeln. Wann immer Alcina und Morgana in diese Räume hineinlaufen, sehen wir sie als alte Frauen, die durch Schauspielerinnen dargestellt werden - sehr gut gemacht. Eine schlüssige und spannende Deutung, bisher die beste Produktion dieser Oper, die ich auf DVD oder Blu-ray gesehen habe. Ich beneide Ralf Reck darum, sie vor kurzem im Bolshoi-Theater erlebt zu haben. "Herausragendes Musiktheater" schreibt ein Amazon-Rezensent - dem kann ich mich nur voll und ganz anschließen.

:jubel:

Bertarido

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880

Samstag, 18. November 2017, 22:27

Heute lief bei mir der "Wozzeck", eine Aufzeichnung aus der Deutschen Staatsoper Berlin von 1994, die ich zum ersten Mal gesehen habe:



Die Titelrolle singt Franz Grundheber, für mich der Wozzeck dieser Zeit. Mit Waltraut Meier als Marie steht ihm eine ebenbürtige Partnerin zur Seiten, wenngleich sie für mich zu ladylike herüberkommt - eher eine Dame als eine Frau aus gesellschaftlich niederen Schichten. Patrice Chéreau verzichtet weitgehend auf Kulissen mit Ausnahme einiger geometrischer Objekte, er setzt ganz auf eine gekonnte Personenführung und das Talent seiner Sängerdarsteller. Die Staatskapelle unter Daniel Barenboim spielt hier exzellent. Neben der Wiener Aufführung von Abbado/Dresen, in der ebenfalls Grundheber den Wozzeck singt, die beste Aufnahme auf DVD. Bildregie und Klangqualität sind hier sogar klar überlegen.

Bertarido

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881

Sonntag, 3. Dezember 2017, 21:04

Gestern schaute ich mir diese Aufzeichnung des "Werther" aus Paris an:



Mit Massenet im allgemeinen und dieser Oper im besonderen bin ich bisher nicht so richtig warm geworden. Zumindest beim "Werther" hat sich das hiermit geändert. Wunderschöne Musik, und Jonas Kaufmann und Sophie Koch fand ich in den Rollen von Werther und Charlotte auch wirklich gut. Vom Aussehen und der Darstellung auf der Bühne kann man sich wohl keinen überzeugenderen Werther vorstellen als Kaufmann. Wie gut er die Rolle sängerisch ausfüllt, vermag ich mangels guter Kenntnis dieses Stücks nicht zu sagen, es blieb allenfalls eine Ahnung zurück, dass es noch besser geht. Vielleicht werde ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit einmal die eine oder andere Arie in verschiedenen, auch älteren Interpretationen hören, kürzlich wurde an anderer Stelle ja ein Maßstäbe setzender "Werther" genannt.

Bild- und Tonqualität dieser Blu-ray sind exzellent.

Bertarido

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882

Sonntag, 3. Dezember 2017, 21:10

Heute das Kontrastprogramm zum manchmal etwas süßlichen Massenet: Brittens Kammeroper in einer älteren Aufzeichnung aus der ENO:



Meiner Meinung nach gehört dieses Werk nicht zu Brittens allerbesten Opern, aber hörenswert ist es allemal, und die Besetzung dieser Produktion lässt nichts zu wünschen übrig. Über die Bild- und Tonqualität der DVD kann man das leider nicht sagen, die sind nämlich schlecht.