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lutgra

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Montag, 12. Januar 2015, 21:35

Auf der rechten Box von 2013 hat die Aufnahme der 2. Symphonie definitiv die richtige Länger (80:15), in früheren Ausgaben betrug die Länge 79:25, um sie auf eine CD zu bringen. Da wurde also tatsächlich etwas beschleunigt.
Was muss ich mir bitte darunter vorstellen? Wie beschleunige ich eine existierende Aufnahme ohne die Tonhöhe zu verändern?

Joseph II.

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Montag, 12. Januar 2015, 21:39

Auf der rechten Box von 2013 hat die Aufnahme der 2. Symphonie definitiv die richtige Länger (80:15), in früheren Ausgaben betrug die Länge 79:25, um sie auf eine CD zu bringen. Da wurde also tatsächlich etwas beschleunigt.
Was muss ich mir bitte darunter vorstellen? Wie beschleunige ich eine existierende Aufnahme ohne die Tonhöhe zu verändern?

Gute Frage! Ich nehme an, dass die Beschleunigung nur sehr marginal war, immerhin geht es nur um 50 Sekunden. Das dürfte ca. 1 % sein.

Die Empörung vieler Klemperer-Freunde war ja groß, als das 2013 herauskam, dass EMI Jahrzehnte lang eine leicht beschleunigte Version auf CD gepresst hatte. Das Argument, dass über 80 Minuten nicht auf eine CD passen würden, galt ja allenfalls in der Frühphase der CD Anfang/Mitte der 1980er.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Rheingold1876

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Montag, 12. Januar 2015, 21:50

Eine unglaublich spannende Geschichte! Ich kannte sie bis jetzt nicht. Danke für die Aufklärung, lieber Joseph. Also habe ich seit Jahren die falsche Aufnahme im Regal! :(
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Joseph II.

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Montag, 12. Januar 2015, 22:06

Ganz ketzerisch sage ich jetzt: Es gibt sowieso eine noch bessere Aufnahme von Klemperer selbst, entstanden 1965 live mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks:



Wenn ich Klemperer bei diesem Werk hören will, dann nahezu immer diese Aufnahme (und ab und zu auch die ganz späte von 1971).
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lutgra

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Montag, 12. Januar 2015, 22:21

Es gibt sowieso eine noch bessere Aufnahme von Klemperer selbst, entstanden 1965 live mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks:
So ist's, die finde ich auch besser und die Studioaufnahme habe ich auf vier LP-Seiten.

Norbert

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Dienstag, 13. Januar 2015, 10:25

Eine unglaublich spannende Geschichte! Ich kannte sie bis jetzt nicht. Danke für die Aufklärung, lieber Joseph. Also habe ich seit Jahren die falsche Aufnahme im Regal! :(


Ähnliches ist z.B. auch der letzten Beethoven-Aufnahme Furtwänglers widerfahren:



Auch hier wurde die Tonhöhe angeglichen mit dem Ergebnis, daß der 3. Satz fast 17 Sekunden länger dauert als "gewohnt".
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Gustav Mahler

lutgra

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Dienstag, 13. Januar 2015, 10:57

Auch hier wurde die Tonhöhe angeglichen mit dem Ergebnis, daß der 3. Satz fast 17 Sekunden länger dauert als "gewohnt".

Wobei es schon einen Unterschied macht, ob man ein etwas zu langes Stück "mit Vorsatz" etwas schneller ablaufen lässt damit es auf eine CD passt oder ob man technische Unzulänglichkeiten während der Aufnahme oder Überspielung (falsche Bandgeschwindigkeit), die man erst jetzt realisiert hat, nachträglich korrigiert. Dies ist auch mit der Einspielung von Schostakowitschs Achter durch Mravinsky offensichtlich passiert und das wurde in einer Neuauflage korrigiert.
.

Andrew Rose von Pristine Classical berichtet ganz häufig davon, dass er bei Restaurierungen von historischen Aufnahmen Tonhöhenschwankungen ausgleichen muss und die Überspielgeschwindigkeit korrigiert. Die Tonbandmaschinen waren offensichtlich in der Anfangszeit nicht so genormt wie das heute üblich wäre, wenn man noch analog aufnehmen würde.

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Dienstag, 13. Januar 2015, 11:34

Die Geschichte von Klemperers Mahler 2 höre ich zum ersten Mal! Betrifft die mutmaßliche Beschleunigung alle vohergehenden einzelnen CD-Ausgaben? (Man kann heute mit digitaltechnischen Mitteln auch beschleunigen und den Pitch/Tonhöhe anpassen, ich weiß aber nicht, ob das in den 1980ern schon möglich gewesen ist). Freilich frage ich mich, ob 1% für den Normalhörer hörbar ist. Bei anderen historischen Aufnahmen waren durch falsche Bandgeschwindigkeiten angeblich schon Stücke einen Halbton zu hoch.

Uwe Schoof

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Samstag, 6. Juni 2015, 21:23

Weinberg - sämtliche Streichquartette

... eingespielt vom Danel Quartett.

Zwei der sechs CD habe ich bereits, und ich möchte gerne auch die restlichen Erwerben. Es ist aber auch möglich, die gesamte Box zu bestellen, was preislich gering billiger wäre. Weiß jemand von Euch, ob die Box exakt die sechs Einzel-CD in derselben Aufmachung enthält oder noch etwas zusätzlich dabei bzw. verändert ist?

Danke,

Uwe
Ich bin ein Konservativer, ich erhalte den Fortschritt. (Arnold Schönberg)

lutgra

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Samstag, 6. Juni 2015, 22:07

Lieber Uwe

ich habe mir die 6 CDs zwar einzeln gekauft, aber es würde mich sehr wundern, wenn die Box etwas anderes wäre als die 6 CDs plus eine umfassende Pappschachtel. So war es jedenfalls bei vielen anderen cpo-Boxen, die ich gekauft habe (Atterberg Symphonien usw.). Und wenn Du mal auf der Website schaust, da ist unten die Aufteilung der Werke auf die einzelnen CDs aufgelistet. Die ist identisch mit der meiner CDs.

Gruß
lutgra

Garaguly

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1 871

Samstag, 6. Juni 2015, 23:16

... eingespielt vom Danel Quartett.

Zwei der sechs CD habe ich bereits, und ich möchte gerne auch die restlichen Erwerben. Es ist aber auch möglich, die gesamte Box zu bestellen, was preislich gering billiger wäre. Weiß jemand von Euch, ob die Box exakt die sechs Einzel-CD in derselben Aufmachung enthält oder noch etwas zusätzlich dabei bzw. verändert ist?

Danke,

Uwe

Es ist so wie lutgra es bereits sagte: Alle CD's in ihren originalen Einzelausgaben im üblichen Plastikcase mit Beiheft werden zusammen in eine Pappschachtel gesteckt. Du erhältst also die Pappschachtel als zusätzliches Schmankerl :D :D

Grüße
Garaguly

Uwe Schoof

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1 872

Sonntag, 7. Juni 2015, 00:17

Danke Euch Beiden,

dann werde ich mir für 2 Euro weniger eine Pappschachtel mehr besorgen und nachher prahlen können: Habemus pappam.

Uwe
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teleton

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Montag, 22. Juni 2015, 12:21

Nielsen-Sinfonien mit Berglund (RCA)

In Willi´s Beitrag fiel mir dieser Tage erneut die preiswerte RCA-Berglund-GA der Nielsen Sinfonien auf.
Ich bin mit Nielsen eigendlich gut eingedeckt (Bernstein (SONY) - mein Favorit, Blomstedt (Decca), Blomstedt (EMI), Järvi (DG), Roshdestwensky (Chandos) = mir bei einigen Sätzen zu langsam; sowie Einzelaufnahmen mit Martinon (4) = greatest !, Salonen (2 mit der Aladdin-Suite), Barbirolli (4) = Wahnsinn.

Da besonders die Sibelius-GA von Berglund aus Bournemouth voll überzeugt, könnte ich mir Berglund für Nielsen wirklich gut und positiv vorstellen !
:?: Wie ist diese GA von Euch zu bewerten ?


RCA, DDD


:!: Aber eines macht mich stutzig und nachdenklich, ob diese GA überhaupt kaufenswert für mich wäre ->
Ein alter Beitrag vom Tamino-Ex Agon, der selber Mung-Whun Chung (o.ä.) favorisiert:

Zitat

Ich hatte die Berglund-Nielsen-Sinfonien-GA auf RCA vor einiger Zeit. Ich befand mich damals in einer Nielsen-Hochzeit und wollte sämtliche GA haben. Dies stellte sich als großer Fehler und überflüssige Aktion heraus. Die Berglund-GA war das absolut Langweiligste was ich in Sachen Nielsen-Sinfonien bis dahin gehört hatte. Ich konnte nichts, aber auch gar nichts an diesen Einspielungen finden. Deshalb setzte ich sie wieder ab und war froh, sie los zu sein.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Norbert

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Montag, 22. Juni 2015, 16:22

Lieber Wolfgang,

gegen die 1. und 2. Sinfonie, die ich gerade höre, ist nichts interpretatorisches einzuwenden.

Nach erstmaligem Hören war ich igs. recht angetan von den Aufnahmen, bloß bei den Sinfonie 4 und 5 gab es einige Einwände. Voraussichtlich morgen habe ich sie wieder gehört, dann weiß ich näheres... ;)
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Christian Biskup

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1 875

Montag, 22. Juni 2015, 17:22

Lieber teleton,

ich kenne die hier gezeigt Aufnahme unter Berglund nicht, bin aber mit einigen dänischen Musikwissenschaftlern bekannt. Diese schwören alle auf die Aufnahme von Michael Schønwandt aus den Jahren 1999-2001. Diese, so meine Bekannten, stehen am nächsten an Nielsens eigener Werkvorstellung, die damals größtenteils von der dänischen Dirigentenlegende Launy Grøndahl, als enger Vertrauter des Komponistens, vertreten worden ist. Schønwandt bewegt sich in ähnlichen Interpretationsansätzen. Mich selber überzeugt diese auch an meisten (habe noch Salonen und Bostock), das Orchester spielt einen energischen, kraftvollen Nielsen - die Tempi sind perfekt, der Klang ebenso. Vielleicht kannst Du Dich ja auch zu dieser Aufnahme hinreißen lassen ;) In der Neuauflage ist sie sogar mit SACD's zu erhalten.


LG
Christian

Norbert

Moderator

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1 876

Donnerstag, 25. Juni 2015, 15:33

In Willi´s Beitrag fiel mir dieser Tage erneut die preiswerte RCA-Berglund-GA der Nielsen Sinfonien auf.
Ich bin mit Nielsen eigendlich gut eingedeckt (Bernstein (SONY) - mein Favorit, Blomstedt (Decca), Blomstedt (EMI), Järvi (DG), Roshdestwensky (Chandos) = mir bei einigen Sätzen zu langsam; sowie Einzelaufnahmen mit Martinon (4) = greatest !, Salonen (2 mit der Aladdin-Suite), Barbirolli (4) = Wahnsinn.

Da besonders die Sibelius-GA von Berglund aus Bournemouth voll überzeugt, könnte ich mir Berglund für Nielsen wirklich gut und positiv vorstellen !
:?: Wie ist diese GA von Euch zu bewerten ?


RCA, DDD


:!: Aber eines macht mich stutzig und nachdenklich, ob diese GA überhaupt kaufenswert für mich wäre ->
Ein alter Beitrag vom Tamino-Ex Agon, der selber Mung-Whun Chung (o.ä.) favorisiert:

Zitat

Ich hatte die Berglund-Nielsen-Sinfonien-GA auf RCA vor einiger Zeit. Ich befand mich damals in einer Nielsen-Hochzeit und wollte sämtliche GA haben. Dies stellte sich als großer Fehler und überflüssige Aktion heraus. Die Berglund-GA war das absolut Langweiligste was ich in Sachen Nielsen-Sinfonien bis dahin gehört hatte. Ich konnte nichts, aber auch gar nichts an diesen Einspielungen finden. Deshalb setzte ich sie wieder ab und war froh, sie los zu sein.

Da ich, lieber Wolfgang, Deine Hörpräferenzen kenne, sage ich: Lass die Finger von der Aufnahme.
Die von Dir, wie auch von mir, sehr geschätzte 4. Sinfonie ist sehr gut hörbar in den ersten beiden Sätzen, aber im "Poco adagio quasi andante", also dem dritten Satz, herrscht bei mir totales Unverständnis vor.

Der Satz zerfällt, es scheint keine rechte Struktur und keine erkennbare Klangbalance zwischen den Blechbläsern und dem Rest des Orchesters zu herrschen. Es klingt so, als ob die einzelnen Noten gespielt werden, aber kein Gesamtwerk.
Der Übergang zwischen drittem und viertem Satz gelingt vortrefflich, aber den gleichen "Buchstabensalat" hat man auch im Finale.

Die 4. Sinfonie ist für mich komplett entbehrlich.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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teleton

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Donnerstag, 25. Juni 2015, 20:31

RE: Nielsen-Sinfonien mit Berglund

Da ich, lieber Wolfgang, Deine Hörpräferenzen kenne, sage ich: Lass die Finger von der Aufnahme.

Lieber Norbert,

ich hatte es ja bereits vermutet. Danke für deine "Warnung" - ich werde die GA auch nicht bestellen.
Die Sinfonie Nr.4 sind ja bereits mit Martinon / Chicago SO (RCA) und Barbirolli / Halle SO der Hammer; sowie in weiteren TOP-Aufnahmen, wie Bernstein (SONY) bei mir vorhanden.
Dieser Tage habe ich die Sinfonie NR.5 und 6 aus der Roshdestwensky-GA (Chandos) gehört - auch ganz exqusit (die Nr.4 gefällt mir wegen "Tempomätzchen" bei ihm nicht).


Lieber Stefan,
Du empfiehlt die Schönwandt-GA (gibt es ja jetzt bei NAXOS). DAnke für die Empfehlung. Ich müsste eventuell noch mal genauer reinhören (hatte die GA mal geliehen) ... nur was ich bisher daraus gehört hatte, konnte sie für meinen Geschmack nicht gegen Blomstedt (Decca) wirklich bestehen.


*** Nun noch ein paar Worte an unseren Willi, der die Blomstedt-GA als Einzige hat:
Du wirst nicht herumkommen, Dir noch eine Alternative, die irgendwann in Deiner Post-"Packstation" liegt, zuzulegen :hello: .

Wenn ich nur eine GA behalten dürfte - ich würde Bernstein (SONY) behalten !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Norbert

Moderator

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1 878

Freitag, 26. Juni 2015, 19:51

Nachtrag: Auch die Sinfonien 5 und 6 bereiten mir kein sonderliches Hörvergnügen. Schuld daran hat auch die Tontechnik, die bestimmte Orchestergruppen immer wieder in den Vordergrund zieht (oder sollte es interpretatorisch so gewollt sein?). Die Klangbalance ist somit öfter verschoben, was das Hörvergnügen arg schmälert.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Glockenton

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Mittwoch, 1. Juli 2015, 00:02

Was muss ich mir bitte darunter vorstellen? Wie beschleunige ich eine existierende Aufnahme ohne die Tonhöhe zu verändern?

Das geht ganz einfach lieber lutgra.
Ich habe ja selbst noch nicht einmal die neueste Version von Cubase auf dem Rechner. Du kannst da eine Spur selektieren und mit dem Time-stretching Tool entweder die Zeit verlängern oder Stauchen. Gerade beim Transkribieren von schnellen Jazz-Soli kann das sehr hilfreich sein, wobei bei extremen Einstellungen (insbesondere bei Verlangsamung) die Klangqualität deutlich leidet. Aber die Algorithmen werden da immer besser. Wenn es sich nur um 1% Unterschied und um eh nicht high-endige historische Aufnahmen handelt, dann kann man das in der Tat machen, ohne das der Normalbürger irgendetwas mitbekommt. Ob das Leuten wie Furtwängler gefallen hätte, bezweifle ich allerdings sehr....

Übrigens bekommst Du so auch recht leicht die rasant gesprochenen Sprüche mit den "Risiken und Nebenwirkungen...." am Ende der auf dem ZDF in hoher Anzahl geschalteten Werbungen für Medikamente vor den heute-Nachrichten hin. Die Sprecher haben das in ihrer Kabine ganz locker und normal gesprochen.
Die Geschwindigkeit wird anschließend mit den Tools des Harddisk-Recordings hinzugefügt, ohne das sich die Tonhöhe ändert.
Nicht nur den digitalen Bildern kannst Du heute nicht mehr trauen.... :D

Gruß
Glockenton

hasiewicz

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Montag, 2. November 2015, 22:50

Kennt jemand bereits den Sibelius-Zyklus der Berliner Philharmoniker unter Rattle? Oder war die Investition von 69 Euro bisher allen zu teuer, auch angesichts der vielfältigen Konkurrenz gerade (Kamu, Maazel, ...)

Beste Grüße

Christian

Rheingold1876

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Montag, 2. November 2015, 23:17

Lieber Christian, ich kenne und habe sogar den ersten Zyklus aus Birmingham, einst EMI, jetzt Warner. Er ist neu aufgelegt worden:


Es gibt da wirklich sehr schöne Momente, vor allem in den langsamen Sätzen. Insgesamt fühlte ich mich aber nicht so hingerissen und überwältigt wie von Segerstam, Rozhdestvensky, Barbirolli, Ashkenazy oder auch Sanderling. Ich könnte noch mehr Namen nennen. Sollte Rattle heute so viel mehr zu sagen haben als damals? Die Birminghamer Aufnahmen sind doch gar nicht alt. Sie klingen mir immer etwas zu glatt. Ich hatte den Eindruck, Rattle habe gerade das herausgearbeitet, was einst Sibelius zum Vorwurf geriet - dass er nämlich zu sehr an Vorgängern wie Tschaikowski oder Brahms klebe und die sinfonische Form nicht weiterentwickelt habe. Ich kann mich aber auch total irren. Irren macht Spaß. ;) Warum also noch einen Rattle anschaffen? Der Preis ist es nicht. Für gute Aufnahmen sollten man immer auch anderswo sparen, zumindest habe ich das in meiner Jugend so gehalten. Heute ziehe ich schon mal ein gutes Essen oder einen noch besseren Whisky vor. :)

Solltest Du Dir die Aufnahmen gönnen, berichte unbedingt!
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

hasiewicz

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Montag, 2. November 2015, 23:23

Lieber Rüdiger,
danke für deine Rückmeldung! Ein Argument wäre für mich der Unterschied des Orchesters - sind sie denn nicht immer noch die Besten, die Berliner Philharmoniker?

Nun, vor der Anschaffung werde ich mir mal dieses Video eines Livekonzertes in London ansehen.

Bis dahin: Zum Wohl mit einem Lowland!

Herzliche Grüße

Christian

Joseph II.

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Montag, 2. November 2015, 23:31

Mir geht es wie Rheingold: Rattle hat sicher seine Momente bei Sibelius, aber insgesamt wäre er kaum unter meinen Favoriten.

Ich habe mir den kompletten Zyklus, den die Berliner Philharmoniker kürzlich live in London spielten, mitgeschnitten. Da dürften die Unterschiede zu der offiziellen Aufnahme, die jetzt angeboten wird, gering sein. Natürlich spielt das Orchester auf sehr hohem Niveau, aber das gewisse Etwas vermisse ich doch. Das klingt nicht wie auf der Stuhlkante gespielt, etwas zu brav.

Ich würde das Geld lieber in andere Zyklen investieren, aber ich will Dir, lieber Christian, nun auch nicht meine subjektiven Höreindrücke aufzwingen. ;)

Besten Gruß
Joseph
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Hüb'

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Dienstag, 3. November 2015, 11:11

Kennt jemand bereits den Sibelius-Zyklus der Berliner Philharmoniker unter Rattle? Oder war die Investition von 69 Euro bisher allen zu teuer, auch angesichts der vielfältigen Konkurrenz gerade (Kamu, Maazel, ...)

Hallo Christian,

mir sind die Preise einfach zu hoch, die das BPO-Eigenlabel aufruft (auch und gerade im Vergleich zu anderen Orchester-Labeln).
Hinzu kommt die wirklich nicht schmale Diskographie in Sachen Sibelius-Sinfonien.
Die einzige Rezi bei Amazon ist zumindest zwiespältig: KLICK
Siehe auch sowie Klack.

Viele Grüße
Frank

WolfgangZ

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Dienstag, 3. November 2015, 12:46

off topic

Die von Frank unter dem Pseudonym ( ;) ) KLICK verlinkte Amazon-Bewertung zeigt besonders schmerzhaft, worauf man sich einlässt, wenn man auf die Schnelle beleuchtete Sternchen ernst nimmt. Eine der drei Rezensionen wurde von einem Analphabeten verfasst, die anderen beiden beziehen sich bedauerlicherweise auf eine andere Einspielung.

Das Endergebnis stimmt dann zufällig doch wieder, nimmt man noch Siehe auch und Klack hinzu. :D

Und zum Thema: Bin gerade auf dem Sibelius-Trip. Neue Anschaffungen:

Vielleicht ist die oben gemeint. Vielleicht.


:hello: Wolfgang
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Hüb'

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Dienstag, 3. November 2015, 14:00

Die von Frank unter dem Pseudonym ( ) KLICK verlinkte Amazon-Bewertung zeigt besonders schmerzhaft, worauf man sich einlässt, wenn man auf die Schnelle beleuchtete Sternchen ernst nimmt. Eine der drei Rezensionen wurde von einem Analphabeten verfasst, die anderen beiden beziehen sich bedauerlicherweise auf eine andere Einspielung.

Hallo Wolfang,

mein Hinweis bezog sich einzig und allein auf die 3-Sterne-Besprechung des Autors "Andreas Wittkopf". Die anderen beiden Rezensionen sind wertlos, da einmal eine Berglund-Aufnahme besprochen wird, eine andere "Bewertung" sich allein um einen technischen Aspekt der Abspielbarkeit des Mediums dreht.
Insofern: Augen auf bei simplen Sternchen. Ich lese da grundsätzlich zunächst die schlechten Besprechungen. ;)

Viele Grüße
Frank

WolfgangZ

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Dienstag, 3. November 2015, 15:46

Mir schien, lieber Kollege Frank, dass auch die Besprechung des Herrn Wittkopf sich auf Berglund bezieht, aber vielleicht verstehe ich den Namensbezug nicht respektive falsch.

:hello: Wolfgang
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Hüb'

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Dienstag, 3. November 2015, 15:58

Hallo Wolfgang,

in seiner Besprechung scheint er mir zu vergleichen und Amazon stuft die Bewertung als "verifizierten Kauf" ein, so dass unter diesem Account diese CDs jedenfalls bestellt worden sind.
So wie er schreibt ist es aber tatsächlich etwas mißverständlich.

Viele Grüße
Frank

teleton

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Dienstag, 3. November 2015, 18:57

Hallo WolfgangZ,

zu Deine Beiden Sibelius-Neuanschaffungen aus Beitrag 1885 kann ich Dich nur beglückwünschen, die gehören zu meinen Favoriten - - - Bernstein (SONY und DG) und Barbirolli (EMI) gehören noch zwingend dazu !
;) Jedenfalls ist das eine ganz andere und packender Welt, als das was Rattle ablieferte.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

WolfgangZ

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Dienstag, 3. November 2015, 19:40

Nun, werter Kollege und Namensvetter, da habe ich mich schon auch ein wenig auf Dich verlassen! ;) :)

:hello: Wolfgang
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