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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Alfred_Schmidt

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1

Montag, 25. Dezember 2006, 18:27

Das Ende der Klassikkrise kündigt sich an (?)

Liebe Forianer,

ist es nur ein subjektiver Eindruck von mir - oder haben in den letzten Monaten bis Jahren die Aktivitäten in bezug auf Neuaufnahmen bei nahezu allen (noch bestehenden) Labeln zugenommen ?

Cpo und Naxos haben ja immer schon produziert - eigentlich haben sie die Zeit ausgenutzt, in der die "Großen" der Starre verfielen um Repertoire zu vergrößern und allmählich selbst marktbeherrschend zu werden. Ähnliches kann über OEHMS gesagt werden, die eine ganze Reihe interessanter Aufnahmen produziert haben - schön gemischt. Man hat Nischenrepertoire eingespielt - aber sich auch nicht vor Mainstream, der in zahlreichen (fast) konkurrenzlosen Aufnahmen vorliegt - gedrückt. Was dabei herauskam waren teilweise recht interessante Produktionen.
Auffallend ist jedoch, daß auch die "Marktführer" - wir nennen sie einerseits aus Höflichkeit so - andrerseits weil - sie ja über einen großen Back-katalog verfügen - nun auch wieder zu sichs selbst gewunden haben dürften - sie produzieren wieder Neues.

Und besonders um die "Majors" geht es in diesem Thread - Weil für die "Kleinen" gabe es IMO ohnedies nie eine "Klassikkrise" - und wenn - dann waren sie allenfalls die Nutznießer einer solchen.

Wie seht Ihr die aktuelle Lage ?

mfg
aus Wien
Alfred

MIT ARBEIT VERSAUT MAN SICH DIE GANZE FREIZEIT

Masetto

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2

Montag, 25. Dezember 2006, 18:44

Ich habe nie etwas von einer Krise mitbekommen. Ich höre auch erst seit ca. einem Jahr Klassik. Aber mir wäre nie in den Sinn gekommen, dass es eine solche Krise gibt. Gleich zu Beginn stieß ich auf Harmonia Mundi France. Dieser Katalog ließ keine Gedanken an eine Krise aufkommen. Welchem Gebiet ich mich auch immer zuwende - ich stoße auf ambitionierte Produktionen neueren Datums. Herreweghe, Gardiner, Jacobs, Nagano, Harnoncourt - ich kann mich weiß Gott nicht beklagen! :jubel:

Zudem wird Klassik momentan auch im Fernsehen immer präsenter. Da fällt mir zum einen gleich AN. Möglicherweise haben wir dies auch dem Mozart Jahr zu verdanken. Unlängst widmete 3Sat Mozart eine ganze Themenwoche :jubel:

Ich denke die Voraussetzungen für ein "teures" 2007 sind blendend :wacky: :D
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gone too soon

Blackadder

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3

Montag, 25. Dezember 2006, 19:41

Wenn ich mir die Gegebenheiten vor Ort, sprich in den Läden meiner Stadt vor Augen halte, dann ist der Klassikmakt eigentlich tot. Gab es vor fünf, zehn Jahren leidlich Auswahl der Großen (EMI, DG, Philips) so besteht die Auswahl nur noch aus dem WELTBESTEN Pianisten, der WELTBESTEN Sängerin und der WELTBESTEN Geigerin. Man könnte meinen, der Markt ist tot. Aber wenn man Gottseidank nicht mehr darauf angewiesen ist, vor Ort einzukaufen, dann geht einem das Herz über vor Angeboten... Von Krise keine Spur...
[COLOR=darkred]Dieses Schreiben wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig[/COLOR]

Masetto

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4

Montag, 25. Dezember 2006, 19:49

Diesbezüglich habe ich Glück. In Leipzig gibt eigentlich drei Fachgeschäfte für klassische Musik und darüber hinaus ein Kaufhaus, in dem fast der ganze Naxoskatalog rumsteht :wacky:
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gone too soon

Joseph II.

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5

Montag, 25. Dezember 2006, 19:55

Wenig Auswahl hat man m.E. v.a. in kleineren Städten (irgendwie ja auch logisch), in Großstädten sah das Angebot meistens sehr gut aus (ich erinnere mich da z.B. an Zürich).
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

salisburgensis

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6

Montag, 25. Dezember 2006, 20:36

Hallo,

die Tatsache der verschwindenden kleineren Läden, hauptsächlich bedingt durch den Internethandel, aber auch die Zentralisierung des Einzelhandels (Stichwort Gewerbegebiete, Shoppingcenter und Konsumtempel), beschränkt sich beileibe nicht nur auf den Klassikhändler von Nebenan. Das ist eine generell zu beobachtende Sache.

Zum eigentlichen Thema: mir sind die Majors vollkommen wurscht, weil fast alle mich interessierenden Aufnahmen bei kleineren Labels erscheinen. Die Kompetenzen für Repertoire jenseits der üblichen und x-fach eingespielten 5 Sinfonien, Opern oder Lieder liegt sowieso bei den sog. Kleinen. Diesen Vorsprung aufzuholen dürfte die handvoll Großen erhebliche Anstrengung kosten, die die IMO wohl kaum investieren werden wollen. Insofern sehe ich Labels wie DG, EMI, DECCA oder Philips in der Zukunft hauptsächlich als mehr oder weniger geschickte Verwalter ihres Aufnahmenarchives. Davon könnten sie noch etliche Zeit ein gutes Auskommen finden, das Interesse an solchen Aufnahmen ist schließlich noch immer recht groß.

Ich teile auch Alfreds Einschätzung bezüglich der unterschiedlichen Auswirkungen der Klassikkrise auf die großen und kleinen Plattenfirmen.


herzliche Grüße,
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

musicophil

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7

Montag, 25. Dezember 2006, 21:10

Zitat

Original von salisburgensis
die Tatsache der verschwindenden kleineren Läden, hauptsächlich bedingt durch den Internethandel, aber auch die Zentralisierung des Einzelhandels (Stichwort Gewerbegebiete, Shoppingcenter und Konsumtempel), beschränkt sich beileibe nicht nur auf den Klassikhändler von Nebenan. Das ist eine generell zu beobachtende Sache.

Ich las in meiner Freitagzeitung, daß der größte amerikanische Musikladen seine Türe schließen mußte. Die Konkurrenz mit dem Internet konnte er nicht mehr halten.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Thomas Pape

Moderator

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8

Dienstag, 26. Dezember 2006, 01:37

Auch ich kann keine Klassik-Krise feststellen. Konnte auch noch nie eine solche ausmachen.Zumal Klassik ja recht wohlfeil geworden ist. Wer sich nur einmal Preise für Schallplatten aus den 1950er Jahren anschaut (20 DM für eine DGG-LP; zum Vergleich: eine Anstreicher hatte damals vielleicht 400 DM Monatslohn, Kosten für einen Herrenhaarschnitt: 1 DM) dann wird klar, daß eine Anschaffung von Platten in dem Umfang, wie sie hier im Forum zuweilen berichtet wird, nur wenigen Begüterten möglich war. Der freilich sich einer quantitativen Bewertung entziehende Dokumentationsbereich, nämlich Spultentonband, später die MC ist nun mal kaum zu berücksichtigen.

Wenn man denn überhaupt von einer Krise sprechen möchte -war ja immer schon chique, Krisen heraufzubeschwören, Kassandra sein ist bekanntlich fein- so besteht sie in der massenhaften Verfügbarkeit von Musik. In den Läden, auf der Straße in den Restaurants, in den Autos beim Joggen im Wald und in den Fitnessstudios, überall plärrt und dudelt es. CD's -auch klassische- sind billig wie nie. Das Internet macht Läden obsolet und ermöglicht den Einkauf von Platen und CD'S überall auf der Welt. Das ist die eigentliche Krise, nämlich daß die Wertschätzung dem Einzelwerk gegenüber abnimmt. Daß man sich Bach auf 170 CD's (oder wieviel das sind) in einer Box kaufen kann und sich damit gnadenlos dem Herausgeber ausliefert (ich erinere mich an die seinerzeit gestarteten Projekte Mozart (bei Philips) und Beethoven (bei DGG), das Gesamtwerk jeweils verteilt auf zig Boxen. Sehr ambitioniert, aber dann doch hauptsächlich zum Protzen da. Musikalisch bedenklich, da selbstverständlich bei den Einzelwerken nie nach der Ideal-Aufnahme gefahndet wurde, sondern die Hauskünstler der jeweiligen Label zum Zuge kamen. Sonderfall: die Beethoven-Edition bei Eterna).

Halten wir also fest: es gibt immer mehr Klassik auf dem Markt. Muß uns das freuen? Ich sage: nein! 185.000 Varianten der neun Sinfonien eines Meisters aus Bonn, sodann Verhunzungen wie das Waldbühnenkonzert von AN, PD und RV, bei denen sich dieses Trio Catastrophale in die Interpretation von "Dein ist mein ganzes Herz" teilt? Bäääääähhhhh!!!

Es liegt in der Natur der Sache, daß dieses vielfältige Angebot nach Käufern sucht, und was liegt da näher, als immer neue Heilsversprechen zu verkündigen? Neueste wissenschaftlicher Ergebnisse, ultimative und aus den Quellen erschlossene Singetechniken, nachgebaute Instrumente, HIP, der durch das nächste Forschungsergebnis sein USP-Siegel verliert, weil die neue Aufnahme noch HIPer ist. In Dubio wird das Alte diskreditiert, der olle Furtwängler, ja so hat man mal musiziert, aber wir heute....

Und damit dies hier nun keine Verlagerung der HIP-Diskussinon in diesen Thread wird:

Unser lieber Paul aus Dordrecht, habt Ihr schon mal gesehen, wie oft Paul seine Box mit Liedbearbeitungen von Haydn gezeigt hat? Paul hört wirklich Musik. Der liebt diese Haydn-Lieder. Gewiss auch Anderes. Aber so oft die selbe CD zu zeigen: da geht's nicht um die elendige Beckmesserei, welche Aufnahme besser, welche schlechter und welche ganz und gar zu verwerfen sei, da geht's um Musik. Wohl auch deshalb findet man Paul nicht so wahnsinnig oft in dem Thread "Was hört Ihr gerade jetzt"

Krise in der klassischen Musik? Diese Krise sind wohl vornehmlich die Klassikliebhaber selbst. Der markt ist bunter denn je. Gottseidank!!!!

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

Antracis

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9

Donnerstag, 4. Januar 2007, 16:02

Ich würde auch nicht von einer Klassikkrise reden. Vielmehr war es so, dass (ich denke so ca. ab Anfang der 90er) einem Nischenmarkt durch verschiedene Phänomene für einige Zeit ein die übliche Zielgruppe übergreifendes Interesse zukam, dass naturgemäß nicht für alle Zeiten bestehen bleiben konnte.

Und wie schon gesagt wurde, auf vielen Labeln erscheint Nischenrepertoire in hoher Qualität, dass letztendlich von einer Zielgruppe konsumiert wird, die auch innerhalb der "normalen" Klassikzielgruppe eine eher sehr kleine ist. Das es da in vielen Fällen für Produzenten und Konsumenten manchmal schwierig ist, das gewünschte Ziel zu erreichen, ist normale, marktwirtschaftliche Realität. Das es dennoch in vielen Fällen gelingt, sicher kein Zeichen einer krisengeschüttelten Branche. Wenn ich mir anschaue, wie viele Aufnahmen teilweise von Komponisten und deren Werken existieren, von denen ich nicht den blassesten Schimmer hab, bekomm ich eher ne Krise, was ich noch alles hören muss. :D

Die Majors erreichen ja mit Ihren gehypten Stars auch ganz nette Verkaufszahlen. Und wenn ich mir manche Stimmen hier im Forum durchlesen, hatten ja seinerzeit Karajan und Fischer-Dieskau angeblich auch nicht mehr auf dem Kasten, als jetzt Bang-Bang und Anjuschka und waren auch nur Werbekinder Ihrer Zeit. :baeh01:

Weiterhin lässt wie gesagt der Backkatalog die Kassen wenn nicht laut klingeln, so doch wenigstens stetig sanft läuten. Und ich als Konsument profitiere extrem davon.
Ich bekomme heute eine erstklassige Interpretation der Schostakowitsch-Sinfonien auf 10 CDs für unter 20€, kann mich vor historischen Liveaufnahmen des letzten Jahrhunderts zum Spottpreis kaum retten und dann gibt es auf der anderen Seite trotzdem noch Aufnahmen einzelner Künstler, die ob des Rufes derart überteuert angeboten werden (bsp. Soltis Don Carlos und sein Ring), dass ich sie mir aktuell einfach nicht leisten will. So sieht für mich kein Markt in der Krise aus, freilich auch kein monopolistischer,der mit dem Konsumenten machen kann, was er will: sondern einfach ein ziemlich gesunder.

Die so oft gescholtenen Cross-Over-Projekte und "Gehypte-Künstler-Solo-Platten" spiegeln auch in gewisser Weise den sich wandelnden Markt an der Peripherie des Klassik-Kern-Marktes wieder: Leute, die früher diejenigen Schallplatten von Wunderlich oder Prey gekauft haben, wo diese eher seichte Muse zum besten gaben, kaufen jetzt dem Zeitgeist entsprechend dann die gehypten Superstar-Recitals. Zumeist hat aber diese Zielgruppe immer schon relativ wenig Interesse am eigentlich Kerngeschäft der Branche gehabt, aber zu dessen Finanzierung beigetragen.
Der Markt reagiert halt auf solche Entwicklungen, leider auch auf das gesunkene Qualitätsbewusstsein der Konsumenten, das aber eher ein Problem unseres Bildungssystems ist, weniger eines der Majors.

Andererseits erscheinen wie schon erwähnt Nischenproduktionen derart herausragender Qualität, wovon man vor 50 Jahren wahrscheinlich nur geträumt hat, geschweige denn sich das leisten konnte. Wenn man sich anschaut, wie tapfer einige Interpreten gekämpft haben, um Ihre Bachkantatenzyklen komplett auf den Markt bringen zu dürfen, mag einem das Herz bluten...und doch gibt es heutzutage einige hochinteressante, komplett erhältliche Zyklen. Wieviele Taminos haben die alle Komplett zuhause ? Und das ist schon eine Ansammlung konsumgeiler Irrer!! :D

Und zu den Läden: Ein ganz klein wenig bedaure ich die Verlagerung aufs Internet, weil ich doch irgendwie ein haptischer Typ bin. Ein allwissender Fachverkäufer, ein nettes Ambiente, eine gute Auswahl, die zum Einkaufen einlädt. Indes: So einen Laden habe ich leider nie gefunden. Eher ist es so: Aktuell habe ich (durch Tamino :)) fachliche Beratung bzw. einen Informationsaustausch, wie Ihn mir noch kein Fachgeschäft bieten konnte. Und durchs Internet und die "Low-und Midprice"-Serien Preise, wie ich sie noch vor 15 Jahren nicht für möglich hielt. Da verweise ich den ideellen Laden meiner schlaflosen Träume gerne in selbige, und erfreue mich an der komfortablen Situation und denke mir, weder die Industrie hat eine Krise, noch ich. Denn für ein Nischenprodukt hab ich geradezu paradisische Bedingungen.

Gruß
Sascha

vitelozzo-tamare

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10

Donnerstag, 4. Januar 2007, 16:22

Hallo Sascha,

ein kluger Beitrag, der die unter Klassikfreunden vielleicht besonders verbreitete "früher-war-alles-besser-Haltung" relativiert. Die Tatsache, dass man sich nach 100 Jahren Tondokumentation, 50 Jahren Stetreophonie und 20 Jahren digitalem Zeitalter vor hervorragenden Produktionen des Kernrepertoires kaum retten kann, macht keine Krise aus. Es gibt nach wie vor Neuaufnahmen von Beethoven-Symphonien, Bach-Passionen, erdi-Opern und Chopin-Walzern. nd das ist auch gut so, denn zum einen ändern sich interpretatorische Ansätze, zum andern sollten auch heutige Interpreten ein Recht haben, dokumentiert zu werden.

In der Sättigung des Kernrepertoires liegt aberauch die Chance, dass vermehrt Randbereiche erschlossen werden. Der Markt ist da (was für einen kerngesunden spricht) und - auch die Künstler stehen zur Verfügung, da sie ihre kostbare Zeit eben nicht für die 10. Beethoven-Einspielung verschwenden müssen. Wäre es vor 25 Jahren denkbar gewesen, das das London Symphonoy Orchestra bei einem Budget-Label Aufnahmen macht?

Vielleicht lässt sich heute weniger Geld verdienen, ich weiß es nicht, glaube es aber kaum: Spitzenkünstler haben auch heute (nicht zuletzt durch Cross-over-Programme) die Möglichkleit, sehr viel Geld zu verdienen. Auch wenn es weniger sorgfätige Studioproduktionen gibt, wäcvhst die Zahl von Liveaufnahmen durch die Vereinfachung, Aufnahmen von guter Qualität zu erzeugen.

Für uns Verbraucher ist's auch heute viel angenehmer: in den 50er Jahren hat eine LP 25 DM gekostet, was bei der damaligen Kaufkraft verdammt viel Geld war. Die Anschaffung war ein Luxus. Ich nehme an, dass sich unter den Taministen viele befinden, deren CD-Sammlung sich in Tausenden berechnet. Vor 40 Jahren konnten sich das (vielleicht)Bibliotheken leisten.

Eine Änderung des Marktes macht keine Krise.

Gruß aus Lübeck
Dieter

Antracis

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11

Dienstag, 6. Februar 2007, 18:02

Hab es grad im Radio gehört: Die Absätze für klassische Musik sind 2006 um 6% gestiegen, wie der entsprechende Verband der tontragenden Industrie mitteilte.

Ich wollte in diesem Sinne mal alle beteiligten Taminos für diese grandiose Leistung beglückwünschen. :D

Hayate

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12

Dienstag, 6. Februar 2007, 19:26

Woher hast du denn diese Information?
Welcher Radiosender?
Steht das auch irgendwo im Internet?

uhlmann

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13

Dienstag, 6. Februar 2007, 19:30

Zitat

Original von Antracis
Die Absätze für klassische Musik sind 2006 um 6% gestiegen


wird wohl das mozart-jahr zu buche schlagen.
und auch etwas der hype, den die "superstars" (a.n., lang lang, ...) bewirken. oder gab es schon mal ein jahr, wo so viele klassiker bei wetten dass waren? :D

greetings, uhlmann

Antracis

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14

Dienstag, 6. Februar 2007, 19:36

Zitat

Original von uhlmann

wird wohl das mozart-jahr zu buche schlagen.
und auch etwas der hype, den die "superstars" (a.n., lang lang, ...) bewirken. oder gab es schon mal ein jahr, wo so viele klassiker bei wetten dass waren? :D

greetings, uhlmann


Ja, der Anna-Effekt ist sicher meßbar beteiligt. 2007 gibts dann aber 10% Minus wegen dem Edwin-Effekt: Keiner kauft mehr Anna und nur selten wird überhaupt noch im Laden gekauft. Statt dessen buddeln alle bei E-bay nach alten Kondrashin-Raubpressungen... und wenns Monteverdis Poppea auf Kirgisisch iss. :D

Zitat

Hayate schrieb:
Woher hast du denn diese Information?
Welcher Radiosender?
Steht das auch irgendwo im Internet?


Kam in den Nachrichten auf RBB-Kultur. Dem Berliner Radiosender, welcher vorgibt, ein Kulturradio zu sein, in Wirklichkeit aber eher zu einer Karrikatur von Klassikradio mutiert ist. Friede seiner Asche...oder so.

Gruß
Sascha

Austria

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15

Dienstag, 6. Februar 2007, 19:52

Zitat

Original von Antracis
Ja, der Anna-Effekt ist sicher meßbar beteiligt. 2007 gibts dann aber 10% Minus wegen dem Edwin-Effekt: Keiner kauft mehr Anna und nur selten wird überhaupt noch im Laden gekauft. Statt dessen buddeln alle bei E-bay nach alten Kondrashin-Raubpressungen... und wenns Monteverdis Poppea auf Kirgisisch iss. :D
Gruß Sascha


:hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:

Weißt Du - ich mag Dich ;-)

Austria
hatte grad eine längere Antwort vorbereitet, die nun obsolet ist... ;)
Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

beckmesser

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16

Dienstag, 6. Februar 2007, 20:33

Zum Thema Klassikkrise fand ich vor einigen Wochen diesen amerikanischen Blog. Der Blogger ist mir unbekannt aber seine These (mittlerweile weiter unten auf der Seite) ist: Das Konzertpublikum wird immer älter, und das ist ein Problem weil die meisten Musiker von den Konzerten leben. CD-Verkäufe sind demnach irrelevant, ebenso Kammerkonzerte, da sie nicht genug Einnahmen bringen und nur Anstellungen in grossen Orchestern die Musiker ernähren. Das ganze ist auf die amerikanischen Orchester bezogen, aber mich würde mal interessieren, was die Musiker hier im Forum davon halten.

reklov29

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17

Dienstag, 13. März 2007, 12:36

Hallo,
Zitat:
Hab es grad im Radio gehört: Die Absätze für klassische Musik sind 2006 um 6% gestiegen, wie der entsprechende Verband der tontragenden Industrie mitteilte.
-----------------------
Salut, absolut richtig.........

nach den neuesten Veröffentlichungen ist sogar dieses Meldung als interessant einzustufen:

Trotz steigender Verkaufszahlen wird es immer schwieriger, bestimmte klassische Werke in Geschäften oder im Internet zu finden: Nach dem Verschwinden von prominenten Musikhändlern wie Brick and Mortar Music verlassen sich die Konsumenten immer mehr auf Amazon. Mit der Eröffnung dieses Geschäftszweigs soll es den Liebhabern klassischer Musik wieder leicht gemacht werden, handverlesene Werke zu finden.

Link:
Classical Music Blowout Stores http://www.amazon.com/classicalblowout



Grüsse
Volker.
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

Johannes_Krakhofer

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18

Montag, 28. Mai 2007, 23:41

Hallo!!

Ich habe eigentlich nie etwas von einer Krise bemerkt. Ich habe lediglich ein gewissen Desinteresse und eine gewisse Abneigung gegen klassische Musik bei meinen Schulkollegen bemerkt!

Es werden gottseidank immer mehr unbekanntere Werke aufgenommen, also würde ich nicht von einer Krise sprechen, ganz im Gegenteil, ich habe den Eindruck Klassik boomt! (allerdings nur in einem speziellen Kreis)

LG joschi
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
nur beim Herrn Stockhausen kriegt mein Hamster Ohrensausen

(Erste Allgemeine Verunsicherung)

beckmesser

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19

Dienstag, 29. Mai 2007, 19:00

Nun, Google förderte diesen Artikel im Tagesspiegel zutage. Demnach gab es schon recht drastische Umsatzverluste und auch einen Rückgang bei den Neuerscheinungen. Ich würde das Ganze aber auch eher unter der Rubrik "Strukturwandel" verbuchen. Für Käufer von Klassik-CDs sind dies sicher goldene Zeiten. Das Angebot war noch nie so gut.

Ulli

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Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

20

Dienstag, 29. Mai 2007, 19:07

Wenn [angenommen] Wagner- und Verdieinspielungen zurückgefahren werden, merkt dies der Desinteressierte sicher nicht und freut sich lieber an seiner xten-Händel-Einspielung [die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen].

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Alfred_Schmidt

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21

Dienstag, 29. Mai 2007, 19:29

Es ist klar daß es Umsatzverluste gab.

Dafür gibt es zwei Erklärungen:

1)

Diejeneigen die in den Tonträgerkonzernen das Sagen haben, sind oft selbst eher Popmusikhörer. Sie denken wie Popschlagermusikhörer - sie handeln wie Popschlagermusikhörer. Kein Wunder, wenn ihnen der für sie völlig unverständliche Klassikhörer als Kunde entgleitet.
Ich behaupte - im Gegensatz zu heutigen Marketingstrategien:

Wenn man eine Ware mit der man handelt nicht schätzt, dann kann man sie kaum verkaufen (Ausser an "dumme Leute - und derer dürfte es im Klassiklager nicht genügend geben. Eine Klientel, die die Marktstrategien jener die ihr etwas verkaufen wollen, schon vorausahnt - bzw erkennt - und somit jedes Martketing-Konzept unterwandern kann - ist schwierig zu befriedigen - und noch schwieriger gewinnbringen zu manipulieren.


2)

Mantej Mante Timpe te .........

mfg
aus

Wien

Alfred

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katlow

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Registrierungsdatum: 11. August 2004

22

Dienstag, 29. Mai 2007, 19:51

Zitat

Original von Alfred Schmidt:
Dafür gibt es zwei Erklärungen:
(...)

2)

Mantej Mante Timpe te .........


Die Verantwortlichen der Plattenindustrie haben Schwierigkeiten, die ausufernden Wünsche Ihrer Ehefrauen zu erfüllen? ?( ?( ?( ?( ?(

katlow

beckmesser

Schüler

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Registrierungsdatum: 25. Januar 2007

23

Dienstag, 29. Mai 2007, 20:16

Zitat

Diejeneigen die in den Tonträgerkonzernen das Sagen haben, sind oft selbst eher Popmusikhörer. Sie denken wie Popschlagermusikhörer - sie handeln wie Popschlagermusikhörer. Kein Wunder, wenn ihnen der für sie völlig unverständliche Klassikhörer als Kunde entgleitet.

Umsatzverluste gab und gibt es ja auch im Popgeschäft. Und dafür habe ich schon genau dieselbe Erklärung gehört. Nämlich dass die Herren Executives in den Musikkonzernen ihr Produkt (die Popmusik) und dessen Konsumenten nicht respektieren. Stimmt vermutlich in beiden Fällen.

Achim

Profi

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24

Dienstag, 29. Mai 2007, 20:54

In der gesamten Bracnhe ist in den letzten Jahrzehnten soviel Geld verbrannt worden, daß jeder jetzt noch in Amt und Würden verbliebene Manager nur noch darauf bedacht ist, keine Fehler zu machen.
Geld ist auch nur noch wenig vorhanden und dieses wird dann größtenteils in die bekannten und bewährten Kanäle geleitet.

Aktuelles Beispiel:
DGG - Die Hochzeit des Figaro, in der ja auch AN eine Rolle hatte.
Aber keine Hauptrolle !
Wer ist auf dem Cover ? AN und nicht zB Christine Schäfer.

In meinen Augen ein Irreführung des uninformierten Kunden !
DGG wird es dankend "in Kauf" nehmen, der Umsatz wird stimmen !
De nix hett, de nix tellt

Austria

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25

Dienstag, 29. Mai 2007, 21:16

Zitat

Original von Achim
Aktuelles Beispiel:
DGG - Die Hochzeit des Figaro, in der ja auch AN eine Rolle hatte.
Aber keine Hauptrolle !
Wer ist auf dem Cover ? AN und nicht zB Christine Schäfer.
In meinen Augen ein Irreführung des uninformierten Kunden !
DGG wird es dankend "in Kauf" nehmen, der Umsatz wird stimmen !


?(





Versteh ich jetzt nicht, die Oper heißt "Die Hochzeit des Figaro" - und seine Braut ist die Susanna, oder nicht?

Wieso sollte also Christine Schäfer drauf sein - der Cherubino ist doch wohl nicht die Hauptrolle (auch wenn Schäfer hervorragend war).

:hello:

Austria
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Theophilus

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Registrierungsdatum: 1. Dezember 2004

26

Dienstag, 29. Mai 2007, 21:24

Hallo Achim

Es heißt aber auch nicht "Die Hochzeit des Cherubino", daher verstehe ich dein Ansinnen nicht. Ich kann mich an kein Figaro-Cover mit dem Cherubino darauf erinnern. Auch bei der DG-Aufnahme siehst du den Figaro, und da passt die Susanna wohl besser dazu. Und der Cherubino ist noch weniger Hauptrolle als die Susanna!

(Huch, Austria war schneller!)

:hello:

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Dreamhunter

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27

Dienstag, 29. Mai 2007, 21:27

Also wenn ich nicht ganz falsch liege heißt die Oper "Le Nozze di Figaro" und ebendieser heiratet die Susanna. Das Cover zeigt Ildebrando d'Arcangelo (= Figaro) und Anna Netrebko = Susanna).

Also ein treffenderes Cover gibt es da kaum (oder hat da wieder ein AN-Verachter ein Problem mit ihr :pfeif: ??
Hear Me Roar!

Austria

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28

Dienstag, 29. Mai 2007, 22:06

Ich habe eben dieses Buch gelesen:



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Über das Produkt
In seinem fesselnden, häufig provozierenden Buch enthüllt Norman Lebrecht, einer der weltweit meistgelesenen Kulturjournalisten und Insider des Musikbusiness, die faszinierende Geschichte vom Aufstieg und Fall der Klassik-Tonträgerindustrie.Mit einer Fülle von denkwürdigen Begebenheiten über die Macher im Geschäft und unvergessliche Künstler wie Schnabel, Toscanini, Callas, Rattle und die Drei Tenören verschafft Lebrecht seinem Leser tiefen Einblick in die Branche: Er schildert, wie Plattenfirmen Stars gemacht und gebrochen haben, wie ein Profiteur des NS-Systems zusammen mit einer KZ-Überlebenden ein Plattenimperium aufbaute, wie fortschreitende Technologien, Machtkämpfe in Chefetagen, ein leichtgläubiges Publikum und skrupellose Ausbeutung die Musikkultur unseres modernen Lebens bestimmen.
Abschließend präsentiert er seine kritische Beurteilung der 100 größten Aufnahmen aller Zeiten - und der 20 furchtbarsten.
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Sein Fazit: Jeder hat schon alle CDs, die er wollte, CDs sind unkaputtbar und außerdem kann man sich sowieso schon alles aus dem Internet runterladen.... Das Buch ist nicht uninteressant, aber weder fesselnd noch faszinierend.

:hello:

Austria

Edit:
Das Buch beschreibt den Zustand bis etwa 2005.

Hier Lebrecht's Hauptgründe für den "Untergang" in Stichworten:
- Überlagerung der kulturellen Zwecke durch kommerzielle
- Überproduktion
- Die Unzerstörbarkeit der CD
- das Internet
- Andere Medien, die Zerstreuungsmöglichkeiten bieten (Satelliten- und Kabelfernsehen, Computer)
- Mangelnder Pioniergeist

Und:

- Atonaler Modernismus :D
"letztendlich wurde die Klassik von den Komponisten im Stich gelassen. Ohne eine neue Musik, die intelligente, sensible Konsumenten hören wollen, blieb nur die Möglichkeit, das Vergangene immer wieder aufzuwärmen" (Michael Haas, ehemaliger Sony-Produzent)

:hello:

Austria
Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken - vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir (Mark Twain)

Achim

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Registrierungsdatum: 11. Mai 2007

29

Dienstag, 29. Mai 2007, 22:26

Oha, da bin ich wohl selbst der uninformierte Kunde :).
Okay, Mozart-Opern gehören bislang nicht zu meinem speziellen Interessengebiet.
Ich wollte, und das ist ja wohl danebengegangen, eine meines Erachtens vorherrschende Marketingstrategie darstellen.

Daher abgewandelt meine These (völlig unabhängig vom Inhalt und Möglichkeiten !!)
Wäre Frau Schäfer Susanna gewesen und hätte AN Cherubino gesungen, so wäre doch AN auf dem Cover gelandet.

Übrigens: bin kein AN-Verachter, sondern nur vordergründiger Verkaufsmethoden
De nix hett, de nix tellt

Theophilus

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30

Dienstag, 29. Mai 2007, 23:10

Zitat

Wäre Frau Schäfer Susanna gewesen und hätte AN Cherubino gesungen, so wäre doch AN auf dem Cover gelandet.

Da AN nun einmal nicht Cherubino singt, handelt es sich um eine müßige Spekulation. Dennoch hätte es wohl einen Figaro auf dem Cover gegeben, und es gibt keine Szene, wo Figaro und Cherubino alleine auf der Bühne sind...

:hello:

Ciao

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