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Radagast

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1

Freitag, 1. September 2006, 09:45

Sol Gabetta - Die Fee mit dem Cello als Zauberstab

Moin,



Nach dem ich gestern in diese Debut-CD reinhören konnte, bin ich der Meinung, dass diese junge Dame unbedingt einen Thread bei uns verdient.

Für mich ist das obige Album eine der besten und beeindruckensten CD-Neuveröffentlichungen der letzten Jahren.

Ich war so frei und habe auf ihrer Website folgenden Text geräubert:

Zitat

Die Cellistin Sol Gabetta wurde 1981 in Cordoba, Argentinien, als Tochter französisch-russischer Eltern geboren. Bereits als Zehnjährige gewann sie einen ersten Wettbewerb in Argentinien und erhielt seitdem diverse Auszeichnungen, unter anderem beim Radio Suisse Romande in Genf, beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, den Natalia-Gutman-Preis und beim ARD-Wettbewerb in München.

Im Frühjahr 2004 erhielt sie den hoch dotierten »Crédit Suisse Young Artist Award«, der unter anderem ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern im Rahmen der Luzerner Festspiele 2004 beinhaltet. Aus diesem Anlass war Sol Gabetta im September 2004 mit Schostakowitschs zweitem Cellokonzert in Luzern zu hören. Ebenfalls Teil des Preises war ihr Debüt bei den Wiener Symphonikern, wo sie unter Leitung von Christian Arming Tschaikowskys Rokoko Variationen spielte.

....

Sol Gabetta ist Meisterschülerin bei David Geringas an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin. Von 1992 bis 1994 war sie Stipendiatin an der „Escuela Superior de Musica Reina Sofia“ in Madrid und wechselte anschließend in die Schweiz, um ihre Studien bei Ivan Monighetti an der Musikakademie Basel zu intensivieren. Im Jahre 2003 erhielt sie zusätzlich ein Stipendium des Borletti-Buitoni Trusts London.

....

Sol Gabetta spielt, dank eines großzügigen privaten Stipendiums Hans K. Rahns, eines der seltenen und kostbaren Violoncellos von G.B. Guadagnini von 1759.

Ausserdem hat sie bereits 2006 ein eigenes Musikfestival SOLsberg in Olsberg bei Basel gegründet.

Ein Konzertbesuch im Feb oder März ist für mich zur Pflicht geworden.

Ich kann jedem nur empfehlen in diese CD reinzuhören, denn eure Ohren werden Staunen, was da aus diesem Cello heraus kommt. :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

MarcCologne

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2

Freitag, 1. September 2006, 10:06

Hallo Radagast,

Deine Begeisterung für die CD ist echt ansteckend formuliert :]

Verrat uns doch noch, was Senora Gabetta auf dieser CD denn zum Besten gibt - ich nehme an, hinter dem Namen Tschaikowsky auf dem abgebildeten Cover verbergen sich die "Rokoko-Variationen"?

Was spielt sie denn von Saint-Saens und Ginastera? :hello:
"Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
(Georg Christoph Lichtenberg, 1773)

Radagast

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3

Freitag, 1. September 2006, 10:13

Tschaikowsky: Rokkokovariationen + drei weitere Werke für Cello und Orchester
Saint-Saens: 1. Cellokonzert
Ginasteras Rhapsodie "Pampeana" Nr. 2.
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

klingsor

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4

Freitag, 1. September 2006, 12:26

hallo, habe heute im auto(radio) bekanntschaft mit ihr gemacht ... und dem saint-saens-konzert ... ich fand es recht gut, kann mich aber der begeisterung nicht anschließen ... so gespielt habe ich es schon oft gehört ... aber, vielleicht ist bei dem klang und den nebengeräuschen einiges verlorengeganegen..also nur vorläufig ..
aber sehr neugierig hat es mich nicht sonderlich gemacht
--- alles ein traum? ---

klingsor

Caesar73

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5

Freitag, 1. September 2006, 15:35

Zitat

Original von Radagast
Tschaikowsky: Rokkokovariationen + drei weitere Werke für Cello und Orchester
Saint-Saens: 1. Cellokonzert
Ginasteras Rhapsodie "Pampeana" Nr. 2.

*Heul* *Schnüff*, Du warst bei der Threaderöffnung schneller als ich .... :D:D:D

So, jetzt meinen Senf zu Sol Gabettas Debut: Eine Bemerkung vorab, ich kannte Tschaikowskys Variationen und Saint-Saens Konzert nur dem Namen nach, der große Cello-Spezialist bin ich also nicht, auch wenn ich Cello ausgesprochen gerne höre.

Ob Sol Gabetta der neue Stern am Cello-Himmel wird? Ich weiß es nicht. In jedem Fall macht dieses Debut Lust auf mehr. Das ist lebendiges, lebensfrohes Musizieren. Ein voller warmer Celloton- sehr kantabel!

Herzliche Grüße, :hello::hello:

Christian
Beherrsche die Sache, die Worte werden folgen! (Cato der Ältere)

Edwin Baumgartner

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6

Freitag, 1. September 2006, 16:17

Ich finde ihren Ton einfach unglaublich: Warm, leuchtend, singend. Sozusagen ein Gegenentwurf zum entfesselten Cello der Rostropowitsch-Nachfolger.
Natürlich kann man Sol Gabetta vorhalten, daß sie etwas verliebt ist in diesen schönen Ton und damit zu wenig macht, also den Ausdruck etwas vernachlässigt.
Ich bin aber überzeugt, daß das kommen wird. Im Moment spielt sie den Klang als ihre größte Stärke aus, um sich im internationalen Betrieb zu positionieren. Aber das ist eine hochintelligente Musikerin, von der ich gerne mehr Bilder, äh, Aufnahmen (wollte ich sagen) hätte.

:hello:
...

Wulf

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7

Freitag, 1. September 2006, 16:51

Zitat von »Edwin Baumgartner«

Aber das ist eine hochintelligente Musikerin, von der ich gerne mehr Bilder, äh, Aufnahmen (wollte ich sagen) hätte.
:hello:

:hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:

Stefan will sich ja mit Bildern nicht mehr begnügen :angel:
Carreras, I'll never stop saying Carreraaaas!
(Leonard Bernstein)

GiselherHH

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8

Freitag, 1. September 2006, 17:35

Nach all dem Lob werde ich mir im Juni nächsten Jahres Frau Gabetta wohl ansehen und -hören müssen, da gastiert sie bei den Hamburger Symphonikern mit Haydns Cellokonzert in C-Dur. Auf dem Programm steht auch noch das Cellokonzert von Korngold, gespielt von Ramon Jaffé. Kennt jemand diesen Cellisten und kann was zu ihm sagen?
"Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."

(Gotthold Ephraim Lessing: Der Rezensent braucht nicht besser machen zu können, was er tadelt)

a.b.

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9

Samstag, 2. September 2006, 14:18

Zitat von »GiselherHH«

Ramon Jaffé. Kennt jemand diesen Cellisten und kann was zu ihm sagen?

Jaffé hat hier in unseren Breiten seit 12 Jahren ein Kammermusikfestival, wo er hoch und höchstbegabte Musikerinnen und Musiker aus aller Welt (oft aus dem ehemaligen Osten) um sich schart, um gemeinsam zu musizieren und dann auch auf Bühne zu bringen: Wunderbares, entspanntes Musizieren mit jedem Jahr eine neue Überraschung, wie etwa letztes Jahr der musikantische und unglaublich vielseitig gestaltende Estische Geiger Andres Mustonen oder dieses Jahr die wunderbare, vielfach preisgekrönte junge Bratscherin Andra Darzina, in Australien geboren, die in Stuttgart eine Professur hat.

Jaffé selbst hat einige Aufnahmen, insbesondere in Trioformationen, bei Dabringhaus & Grimm herausgebracht. Er ist ein technisch versierter, musikalisch passabler Cellist mit romantischem Zugriff und gerne schwelligem Ton.
Gruß ab

---
Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
J. Locke

GiselherHH

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10

Samstag, 2. September 2006, 15:15

Hallo a.b.,

vielen Dank für die Informationen über Jaffé. Andra Darzins ist mir als Hamburger ein Begriff, denn sie war von 1993 bis 2004 1. Solobratschistin des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. In der "Freischütz"-Inszenierung von Konwitschny hatte sie als "Teufelin" mit der Bratsche auch auf der Bühne einen Soloauftritt (auch zu sehen auf der DVD).

Viele Grüße

GiselherHH
"Mache es besser! (...) soll ein bloßes Stichblatt sein, die Stöße des Kunstrichters abglitschen zu lassen."

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petemonova

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11

Freitag, 22. September 2006, 22:24

Hallo,

um auf Frau Gabetta zurückzukommen:
Ich habe mir auch ihre Debut-Aufnahme gekauft und bin sehr erfreut über das, was ich da höre. Ihr Celloton ist wirklich sehr gesanglich und leuchtend. Ich finde aber auch das begleitende Orchester unter Ari Rasilainen erwähnenswert. Es ist immer ein voller, warmer Klang, der einem beim Hören umgibt. Sehr angenehm.

Zu den Werken: Die Rokoko-Variationen hatte ich noch nicht, habe sie also mit dieser Aufnahme kennengelernt. Aber was für ein schönes Werk. Bin eigentlich nicht so der Variationen-Typ, aber die haben es schon in sich. Die liebliche Einleitung, das ohrwurmverdächtige Thema, das sich virtuos immer mehr steigert, das hat mir alles sehr gefallen. Es muss halt doch nicht immer die Konzertform sein und Tschaikowskij hatte recht, wenn er auf die unbeachteten Rokoko-Variationen hinwies, nachdem man ein Cellokonzert von ihm haben wollte.

Das erste Konzert von Saint-Saëns mochte ich eigentlich nie so besonders. Womöglich lag es an der Form und an den Melodien, die mir nie sonderlich inspiriert vorkamen. Aber das hat sich jetzt geändert, denn eine neue Interpretation brachte eine neue Sichtweise und jetzt gefällt mir das Konzert. Das Orchester hob einige Harmoniezusammenhänge hervor, die ich vorher scheinbar überhört habe und das Cello, naja, das spricht für sich.

Und dann ist da noch Ginastera und die Pampeana Nr. 2.
Als ich die dann hörte, musste ich nochmal auf die Trackliste schauen, ob da auch wirklich Ginastera und nicht Strawinsky steht. Die ersten Takte haben mich doch da ziemlich an das Violinkonzert erinnert. :rolleyes:
Also für mich ist das dann im Gesamteindruck eine Mischung aus Strawinsky und Piazzolla gewesen. Interessant, aber nicht unbedingt herausragend.

Trotzdem eine dicke Empfehlung, bis Ende Oktober ist sie ja bei jpc auch noch etwas billiger zu haben.
Ich harre schon der zweiten Aufnahme mit ihr. :pfeif:


Liebe Grüße,
Peter.
Musik zu hören ist zweifellos eine der extravagantesten Arten, sein Geld auszugeben.
- Mauricio Kagel

Radagast

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12

Freitag, 8. Juni 2007, 09:01

Moin,

bei Deutsche Welle TV gab es den folgenden Kurzbeitrag:

ttp://www.youtube.com/watch?v=PlRPSd9gr2k

Und ausserdem hat sie eine neue CD aufgenommen oder soll eine neue CD aufnehmen (je nach Quelle, dass zwei Journalisten, immer unterschiedliche Infos haben :no: ) :

Vivaldi Cellokonzerte auf Darmsaiten mit Barockbogen zusammen mit dem Barockorchester I Sonatori della Gioiosa Marca.
Veröffentlichungsdatum ist mir noch unbekannt.
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

Radagast

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13

Mittwoch, 22. August 2007, 13:32

Moin,

Romeo & Julia sei Dank, die es als Erste entdeckt haben. 14.09.07

Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

Blackadder

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14

Mittwoch, 22. August 2007, 14:16

Ich hatte das durchaus schätzenswerte Vergnügen während meines Urlaubs die Gabetta zusammen mit Baiba Skride (vorübergehend sehr schwanger) und Lauma Skride in Bad Reichenhall zu sehen und zu hören. Und ich muss zugeben, dass mich das konzentrierte und warme Spiel aller Beteiligten sehr mitgenommen hat. Auch die Programmauswahl fand ich ausgezeichnet. Als Einstieg Beethovens "Geistertrio", anschließend Zeitgenössisches des mir unbekannten lettischen Komponisten Vasks, welches mir sehr gefallen hat. Meine geplante Provokation im Anschluss an das Stück "Bravo" zu rufen, um die blassen und ausdruckslosen Mienen mehrerer Anwesender noch mehr zu versteinern wurde leider durch meinen Sitznachbarn vereitelt: er war schneller! Nach der Pause (O-Ton einer mitgehörten Pausenplauderei bei zu warmen Bier: "Also ich hab für die Leistung geklatscht, aber nicht für das Stück!") hörte ich erstmals Brahms Klaviertrio numero uno und war erstaunt. So viel Melodie hatte ich dem spröden Nordlicht gar nicht zugetraut. Alles in allem haben mich die drei sehr beeindruckt...
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Radagast

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15

Mittwoch, 22. August 2007, 16:37

Moin,

ist der Vasks das Stück gewesen, in dem Lauma aufsteht und eine ganze Weile in den Flügel greift und die Seiten mit den Fingern anschlägt?

Ausserdem brauchte Sol zum weiteren Spiel anschliessend quasi einen neuen Bogen, da sie eigentlich alle Bogenhaare im Vasks verloren hatte. :D

Der war klasse! :jubel: :hahahaha:
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

Blackadder

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16

Mittwoch, 22. August 2007, 20:21

Zitat

Original von Radagast
Moin,

ist der Vasks das Stück gewesen , in dem Lauma aufsteht und eine ganze Weile in den Flügel greift und die Seiten mit den Fingern anschlägt?

Ausserdem brauchte Sol zum weiteren Spiel anschliessend quasi einen neuen Bogen, da sie eigentlich alle Bogenhaare im Vasks verloren hatte. :D

Der war klasse! :jubel: :hahahaha:

Genau das war es :D
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Ulli

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17

Mittwoch, 22. August 2007, 20:39

Der Zauberstab ist doch eher der Bogen als das Cello... ?(
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

MikeMoose

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18

Donnerstag, 4. Oktober 2007, 14:06

Sol Gabetta im TV

Hallo!

Das ZDF bringt in seiner Sendung "Aspekte" am Fr, 05.10.07 um 22:35 Uhr einen kurzen Beitrag über Sol Gabetta (ca. 6 Minuten). Die Sendung wird am Sa, 06.10.07 um 05:30 Uhr wiederholt.

In schlechterer Qualität ist der Beitrag auch in der ZDF-Mediathek (www.zdf.de) als stream enthalten.

Am 22.10.07 folgt ebenfalls im ZDF zeitversetzt (22:00 Uhr) die Übertragung anlässlich der Echo Klassik-Verleihung. Da Sol Gabetta eine der Preisträgerinnen ist, empfiehlt sich für ihre Fans sicher auch hier ein Blick ins TV.

Michael

Caesar73

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19

Freitag, 12. September 2008, 12:02

Gerade ist eine neue CD von Sol Gabetta in den Handel gekommen:

Begleitet von den Münchner Philharmonikern spielt sie Dimiti Schostakowitschs zweites Cellokonzert und - dieses Mal begleitet von Mihaela Ursuleasa Schostakowitschs Sonate für Violoncello und Klavier.

Ich muss gestehen, dass ich beide Stücke nicht kenne- aber gekauft habe ich mir die CD trotzdem- ich mag einfach den vollen Ton und das temperamentvolle Spiel von Sol Gabetta:



Meine Eindrücke poste ich gerne- nur für die Einordnung der Einspielung im Vergleich mit der Konkurrenz müsste jemand anderes sorgen. Aber da wir ja über das eine oder andere Mitglied mit einer Vorliebe für das Cello und Schostakowitsch verfügen, sollte das ja kein unüberwindbares Problem darstellen :D :D

Herzliche Grüße,:hello: :hello:

Christian
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  • »Luis.Keuco« ist männlich

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20

Mittwoch, 30. September 2009, 12:29

Die Schostakowitsch-CD kam ja gleichzeitig mit einer Cantabile betitelten CD mit verscheidenen Transkriptionen französischer und russischer Komponisten, besonders Lieder bzw Arien, heraus.
Die Cantabile-CD ist etwas für den seichteren Mainstream, was man beim Bügeln nebenher laufen lassen kann. Schön ,aber letztendlich eher belanglos.

Schostakowitsch dagegen ist eine großartige CD. Besonders die Kombi frühe Sonate - spätes 2. Cellokonzert ist eine großartige Gegenüberstellung, die Schostakowitschs Entwicklung zum Zyniker toll dokumentiert.
Schostakowitsch ist bei den Cellisten sehr beliebt, weil man es da richtig krachen lassen kann. Und das tut die liebe Sol, so, wie man es schon auf dem Cover sieht.
Das Cellokonzert finde ich sehr gut aufgenommen, mit viel Biss und Sol lässt ihr Cello richtig wirbeln. Der Solist hat ja wirklich viel zu tun und muss quasi die ganze Zeit gegen das Orchester anspielen, was sie wirklich gut macht. Habe Müller-Schott live mit den MPHIL unter Kreizberg gesehen und gehört. Sol gefällt mir fast besser (nicht nur optisch :D).
Im Vgl. zu den großen Aufnahmen (Rostropovich, Maisky, Schiff) kommt die kleine Sol ganz gut weg. Ich habe auch die Aufnhame von Kliegel mit dem Polnischen Nat. Radio SO unter Wit. Da beißt Sol schon mehr.
Sicher, Rostro. hat mehr Kraft und seine Aufnahme ist eine Spur charakterstärker. Aber immerhin war ihm das Konzert auch gewidmet.
Maiskys Celloklang ist immer ein bisschen zu romantisch. Schiffs Aufnahme mit dem BRSO unter M Schostakowitsch ist abgrundtief zynisch und strengt beim Hören mehr an.

Die Cellosonate ist wunderbar spätromantisch angelegt und erst bei dieser Aufnahme mit Sol verlor ich die "Angst" vor Schostakowitsch. Ich höre sie sehr gern.

Alles in allem eine wirklich empfehlenswerte und musikalisch wie klanglich großartige CD.

  • »Helge Kreisköther« ist männlich

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21

Sonntag, 11. Oktober 2009, 17:47

RE: Sol Gabetta - Die Fee mit dem Cello als Zauberstab

Hallo,

Sol Gabetta gehört für mich eindeutig zu den größten Cellisten, die die Welt je gesehen hat, sie kann zweifellos mithalten mit Namen wie Jacqueline du Pre, Jan Vogler, Lynn Harrell, Pierre Fournier, Yo-Yo Ma und Gautier Capucon.

Und ich würde noch weiter gehen: Sol Gabetta ist einer der größten Musikerpersönlichkeiten der letzten 50 Jahre...wer einmal in einem Live-Konzert von ihr war, erinnert sich noch Jahre später mit Freuden zurück, denn die gebürtige Argentinierin ist wirklich "die Fee mit dem Cello als Zauberstab", die hat eine unglaublich professionell-erfahrene und gleichzeitig sympathisch-frische Ausstrahlung :)

Ihre CDs bestätigen meine Meinung, sowohl "Cantabile" als auch die Neu-Erscheinung mit Konzerten von Hofmann, Haydn und Mozart sind wunderbar...einfach nur musikalisch im schönsten Sinne.

Ich habe übrigens ein Autogramm von ihr :jubel:

:hello:

lg Helge

  • »Helge Kreisköther« ist männlich

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22

Donnerstag, 24. Dezember 2009, 23:05

RE: Sol Gabetta - Die Fee mit dem Cello als Zauberstab

Hallo,

Sol Gabetta haut mich jedesmal wieder um...neulich beim Adventskonzert aus der Dresdner Frauenkirche im ZDF hat sie "Prayer" aus der Suite "From Jewish Life" von Ernest Bloch gespielt, das war so unglaublich, einfach nur wunderschön!

Danach spielte sie noch einen Satz aus einem Vivaldi-Concerto...ebenfalls fantastisch.

:hello:

Helge Kreisköther

Radagast

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23

Mittwoch, 10. März 2010, 10:45

Moin,

bald erhältllich:

Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

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24

Mittwoch, 10. März 2010, 11:17

Zitat

Original von Radagast
Moin,

bald erhältllich:



Zeitgleich (19.03.) erscheint auch eine CD-Single:

Gramata Cellam ("The book") von Peteris Vasks - bisher auf JPC leider noch kein Cover. Bin mal gespannt, wie sich eine Klassik-Single verkaufen wird...

:pfeif: Jürgen
Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück...

zatopek

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25

Mittwoch, 10. März 2010, 11:42

Demnächst auf arte.tv

Zitat

Sonntag, 14. März 2010 um 19.15 Uhr
Wiederholungen: 19.03.2010 um 06:00
21.03.2010 um 11:15
Sol Gabetta spielt Haydn und Vasks (Deutschland, Schweiz, 2009, 43mn) ZDF Regie: David Stevenson, Gösta Courkamp Darsteller: Sol Gabetta Stereo 16:9 (Breitbildformat)


Die Cellistin Sol Gabetta ist noch keine 30 und gehört bereits zu den Großen ihres Fachs. Ihr Spiel vereint Virtuosität und Leidenschaft; stilistisch kennt der Twen mit argentinischen, französischen und russischen Wurzeln keine Grenzen. Der Film zeigt zwei Facetten ihres Könnens: Mit Joseph Haydns Cellokonzert Nr.1 C-Dur intoniert sie einen unverwüstlichen Klassiker; atmosphärische und virtuose Stücke des lettischen Komponisten Peteris Vasks zeigen ihre Vorliebe fürs Zeitgenössische. Die Konzerte wurden im Rahmen des Solsberg Festivals im schweizerischen Aargau aufgezeichnet, das von Sol Gabetta künstlerisch geleitet wird.

Woran erkennt man, ob jemand zu den ganz Großen seiner oder ihrer Zunft gehört? Im Falle von Sol Gabetta ist dies einfach: Ein unlängst erschienenes Standardwerk über große Cellisten setzte sie gemeinsam mit Gottvater Pablo Casals aufs Frontcover. Tatsächlich scheint die junge Instrumentalistin das meiste erreicht zu haben, was für einen klassischen Musiker erstrebenswert ist: Sie spielt mit den bedeutendsten Orchestern, hat einen internationalen Plattenvertrag und etliche Preise in der Tasche - darunter zweimal den Echo-Klassik - und leitet sogar ihr eigenes Festival in Olsberg, einem beschaulichem Flecken im Schweizer Kanton Aargau. Hier ist die Wahlheimat der Musikerin, die ihr Festival sinnigerweise Solsberg nennt. Ein Festival, wie es familiärer kaum sein kann, auch wenn diese Familie eine beachtliche Riege international bekannter Musiker umschließt - so das Kammerorchester Basel, das 2008 ebenfalls mit einem Echo-Klassik geehrt wurde. Im Zentrum des Films steht Haydns C-Dur Konzert für Cello und Orchester, das mit dem Kammerorchester Basel in der wunderschönen Barockkirche St. Martin in Rheinfelden aufgezeichnet wurde. Modern geht es zu bei zwei kurzen Solostücken für Cello von Peteris Vasks, der Gast des Festivals war und dessen "Plainscapes" für Chor, Violine und Violoncello die Sendung beschließen. Vasks Tonsprache beweist, wie gut die Klangwelt des Baltikums und die anmutige Hügellandschaft des Voralpenlandes harmonieren.

[URL=http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1090198,day=2,week=11,year=2010.html]http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1090198,day=2,week=11,year=2010.html[/URL]

Viele Grüße,

Bernd

P.S.: Die letzte CD fand ich eher belanglos, sowohl die Auswahl der Stücke (wenn Mozart kein Solokonzert für Cello komponiert hat, dann hatte vielleicht seine Gründe), wie auch die Interpretation :untertauch:

zatopek

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26

Samstag, 10. April 2010, 18:45

Elgar, Respighi, Vasks

Zitat

Original von Radagast
Moin,

bald erhältllich:


Ich habe sie heute in Köln erstanden und bin ziemlich davon angetan ! Das Elgar - Konzert ist umwerfend schön gespielt, auf die kleineren Stücke hätte ich noch verzichten können, nicht aber auf das "Adagio con variazioni" von Respighi. Ein tolles Stück. Als Bonus CD dabei sind die Stücke von Vasks, die ich bei arte bereits gehört habe.

Viele Grüße,

Bernd

Anna

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27

Montag, 20. Dezember 2010, 20:10

Elgar in der Diskothek im Zwei

http://pod.drs.ch/mp3/diskothek-im-zwei/…00_10158836.mp3 - noch etwa einen Monat online

In die Schlussrunde kamen Jacqueline Du Pré und Sol Gabetta. Bei aller Liebe zu Gabetta (Väsks live gehört noch nach Jahren zu meinen bisher intensivsten Konzerterlebnissen) bleibt Du Prés Version für mich massgebend.
writing about music is like dancing about architecture

Peter Schwalm

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28

Sonntag, 27. Februar 2011, 21:47

Kammerkonzert mit Say & Kopatchinskaja

Letzten Sonntag (20.2.) habe ich Sol Gabetta mit Fazil Say und Patricia Kopatchinskaja im Konzerthaus Berlin gehört. Ein wunderbarer Abend mit drei "Ganzkörpermusikern". Wenn jemand die Gelegenheit hat, dieses Trio zu hören - oder auch die beiden Streicherinnen in einem anderen Trio - sollte er dies keineswegs versäumen. Ich möchte hier keine Kritik im Einzelnen vorbringen. Die Spielfreude der drei auf der Bühne war so ansteckend, dass sie sich auf das gesamte Publikum übertragen hat.
Peter Schwalm

Alfred_Schmidt

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29

Samstag, 24. September 2011, 19:58

Soeben ist eine neue Vivaldi-CD mit Sol Gabetta auf den Markt gekommen, welche sich stolz "Il Progetto Vivaldi 2" nennt.
Dabei handelt es sich hier gar nicht um ein ausschliessliches Vivaldi Programm. Die CD wurd durch je ein Cellokonzert von Leo und Piatti "aufgefüllt", wobei jenes von Piatti eine Ersteinspielung darstellt.



mit freundlichen Grüssen aus Wien

Alfred

MIT ARBEIT VERSAUT MAN SICH DIE GANZE FREIZEIT

lutgra

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30

Donnerstag, 13. Juni 2013, 13:28

Peteris Vasks - Cello solo

Mir ist kürzlich diese interessante CD in die Hände gefallen, sie enthält zwei kurze Stücke für Cello solo des lettischen Komponisten. Die CD ist nur 13 min lang, kostet aber auch nur € 4,99 (irgendwelche Krittler werden jetzt sagen, das ist trotzdem viel zu viel Geld für sowenig Musik). Mir gefällt die Musik jedenfalls sehr gut (s. auch den Peteris Vasks thread) und es ist auch nett Sol Galbetta einmal singen zu hören, das tut sie nämlich in dem einen Stück. So wurde es natürlich auch komponiert und so hatte ich es schon vor einigen Jahren mal von David Geringas in einer Zugabe gehört.