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Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 19 095

Registrierungsdatum: 9. August 2004

241

Samstag, 17. Februar 2018, 22:52


Angeregt durch diesen Thread und meine gestrige Hörsitzung des KLavierkonzerts Nr 3 habe ich heute nach langjähriger Pause das Klavierkonzert Nr 2 in der hier gezeigten Aufnahme abgehört- Ich weiß nicht, welchem der beiden Konzerte ich den Vorzug geben soll, angeblich ist des 2. überhaupt das beliebteste. Dabei zweifelte Rachmaninoff an seiner Komposition, nachdem er von einem Freund 5 Tage vor der Uraufführung eine von ihm selbst angeforderte kritische Analyse erhalten hatte - und ihr beipflichtete. Aber er war glücklicherweise schon zu spät für Änderungen . denn schon die Uraufführugn war ein glänzender Erfolg. Die Aufnahme mit Ashenazy an Flügel und Haitink am Pult. Die Aufnahme klingt in jeder Hinsicht hervorragend, sowohl von der Interpretation als auch von der Aufnahmetechnik her. DECCA hat sich hier selbst Übertroffen

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 7 092

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

242

Samstag, 17. Februar 2018, 22:56

:hello: Lasst doch jedem sein Geschmack !
Das hat sich ja zuletzt auch bei Schubert 9 mit Szell gezeigt, dass da unsere Eindrücke weit auseinander gehen.
Richtig, lieber Wolfgang! Aber dass man sich miteinander auseinandersetzt, macht doch auch den Reiz eines Forums aus! Denn wie könnten wir sonst etwas dazulernen und andere Sichtweisen kennenlernen. Ich empfinde das als ungemein anregend - und die eigene Sicht auf die Probe zu stellen und immer wieder zu bewähren und gegebenenfalls zu verändern finde ich gerade erstrebenswert! Dagegen wäre die Wiederspiegelung nur der eigenen Meinung die totale Öde und Langeweile! :hello:

Schöne Grüße
Holger

Damiro

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  • »Damiro« ist männlich

Beiträge: 316

Registrierungsdatum: 13. Dezember 2017

243

Samstag, 17. Februar 2018, 23:26

Korrektur meines Posts # 217

Roschdestwenski ist hier fehl am Platz.

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 7 092

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244

Sonntag, 18. Februar 2018, 09:03

Die Aufnahme mit Ashenazy an Flügel und Haitink am Pult. Die Aufnahme klingt in jeder Hinsicht hervorragend, sowohl von der Interpretation als auch von der Aufnahmetechnik her. DECCA hat sich hier selbst Übertroffen
Die Aufnahme, lieber Alfred, ist wirklich wunderbar gelungen. Dazu trägt auch das hervorragende Orchester seinen Teil bei. Ich mag auch besonders mit Haitink/Ashkenazy das 1. Konzert. Das ist schlicht eine ideale Aufnahme.

Das 3. Konzert hörte ich kürzlich vom hiesigen Studentenorchester, gespielt von einer jungen israelischen Pianistin, Dorel Golan. Das war ein toller Abend! Zum Ende des Konzets steigerte sie sich mächtig mit ihrem Temperament. Sie spielte sich dann anschließend in einen wahren Rausch von Zugaben hinein (so etwas habe ich noch nie erlebt) und der Saal stand Kopf! :)
Roschdestwenski ist hier fehl am Platz.
Aber Svjatoslav Richter gehört natürlich zu den absoluten Referenzen. Ohne diese Aufnahme geht es nicht! :hello:

Schöne Sonntagsgrüße
Holger

Damiro

Profi

  • »Damiro« ist männlich

Beiträge: 316

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245

Montag, 19. Februar 2018, 03:26

Ja, Holger, sowas darf man immer mal wieder erleben: nämlich dass PianistenInnen weder der ersten noch der zweiten Garde angehören und trotzdem (manchmal) spielen können wie der Teufel ! Die Leute zunehmend mit ihrer Mimik / Gestik auf ihren Stühlen herumrutschen und schliesslich begeistert aufstehen, ja -springen und klatschen oder trampeln...Und man ihnen (den Klavierzauberern) nahezu alle Fehler verzeiht. :love:

Damiro

Profi

  • »Damiro« ist männlich

Beiträge: 316

Registrierungsdatum: 13. Dezember 2017

246

Freitag, 27. April 2018, 02:30

Hörerlebnis (der üblen Art)

Auf der Fahrt zu einer Beerdigung gestern kurz vor Zwölf hörte ich - vom Vorsatz abweichend, während einer Autofahrt möglichst keine interessante Musik zu hören - das Rach 3. Da meine Frau gefahren ist, hatten wir die Lautstärke auf ihre Bitte hin erheblich limitiert. Somit kann ich zum Klang nur sagen, dass er nicht ganz schlecht war. Doch im dritten Satz gerieten Solist und Orchester katastrophal auseinander, das Orchester wurde immer langsamer und alles zerfiel wie alter Kopfsalat. Das ging viele Takte so, wobei der Pianist praktisch nichts mehr retten konnte. Die letzten paar Takte ging`s dann gerade noch, doch das nur Dank schwachem Klaviereinsatz.

Ich war schockiert, als ich die Interpreten erfuhr: A. Weissenberg, Orch. Nat. de France, L. Bernstein. Dass sich SWR 2 erlaubt, solch eine grausige Kamelle in den Äther zu schicken, ist eine Hörerbeleidigung erster Güte !

Die Zitate sollen ermuntern, etwas zurückzublättern im Thread (u.a. wurden von Dr. Holger, Swjatoslaw und F.G. Bechyna einige Beiträge zu diesem Konzert geschrieben, ich glaube in 2010, so ab # 140)

"Die e r s t e vollständige Wiedergabe des Notentextes von Sergey Rachmaninov stammt aus der von Dir erwähnten Aufnahme mit Alexis Weissenberg , Leonard Bernstein und dem Orchestre National de France . Die Aufnahme entsandt in der Pariser "Salle Wagram" am 14. und 15. September 1979 . Die EMI - France hat seinerzeit auf dem auf der Rückseite abgedruckten text ausdrücklich mit dieser Tatsache geworben ( Die Original - LP liegt hier vor ) " (F.G. Bechyna)

Weiss jemand sicher, ob dies die verhunzte ist ?


Die Aufnahme mit dem Dirigenten Georges Pretre und dem Chicago Symphony Orchestra entstand in der "Orchestra Hall" in Chicago am 27. und 28. November 1967 .
Und die scheint kaufenswert zu sein !


"Die Weissenberg - Aufnahme mit Leonard Bernstein leidet nach einer vergleichenden Besprechung ( umplished ) in London Anfang 2010 unter dem schleppenden Dirigat Bernsteins . Auch das Orchester ist hörbar unsauberer als das Chicago S O oder das Boston S O ." (F.G. Bechyna)


Das ist noch sehr geschmeichelt. :thumbdown:

MlG
Damiro

Dr. Holger Kaletha

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Beiträge: 7 092

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

247

Freitag, 27. April 2018, 07:09

Ich war schockiert, als ich die Interpreten erfuhr: A. Weissenberg, Orch. Nat. de France, L. Bernstein. Dass sich SWR 2 erlaubt, solch eine grausige Kamelle in den Äther zu schicken, ist eine Hörerbeleidigung erster Güte !

Die Zitate sollen ermuntern, etwas zurückzublättern im Thread (u.a. wurden von Dr. Holger, Swjatoslaw und F.G. Bechyna einige Beiträge zu diesem Konzert geschrieben, ich glaube in 2010, so ab # 140)

"Die e r s t e vollständige Wiedergabe des Notentextes von Sergey Rachmaninov stammt aus der von Dir erwähnten Aufnahme mit Alexis Weissenberg , Leonard Bernstein und dem Orchestre National de France . Die Aufnahme entsandt in der Pariser "Salle Wagram" am 14. und 15. September 1979 . Die EMI - France hat seinerzeit auf dem auf der Rückseite abgedruckten text ausdrücklich mit dieser Tatsache geworben ( Die Original - LP liegt hier vor ) " (F.G. Bechyna)
Lieber Damiro,

leider hat EMI in die Weissenberg-Icon-Box die Bernstein-Aufnahme reingepackt! Die ist auch fürchterlich!!! Das liegt aber nicht an Weissenberg, sondern an Bernstein. Bernstein ist einfach kein Dirigent für Rachmaninow. Die wirklich exemplarische Weissenberg-Aufnahme des 3. Rachmaninow-Konzerts ist die mit George Pretre und dem Chicago SO. In der vergriffenen EIMI-Box "Les introuvables de Alexis Weissenberg", die mir damals noch der inzwischen verstorbene Dr. Bechyna hatte zukommen lassen, weil er sie doppelt hatte (mit Autogramm von Weissenberg, denn Dr. Bechyna war mit Weissenberg befreundet!), war die Aufnahme mit Pretre drin. Inzwischen ist sie wieder veröffentlicht in dieser lohnenswerten Box:



Schöne Grüße
Holger

Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

Beiträge: 11 828

Registrierungsdatum: 29. März 2005

248

Donnerstag, 28. Juni 2018, 17:41

Eresko; UdSSR SO/Prowatorow

Eine ganz großartige Gesamtaufnahme, die, soweit ich das überblicke, bisher noch kein einziges Mal genannt wurde, stammt aus der späten Sowjetunion:



1984 spielte der im Westen zu Unrecht relativ unbekannt gebliebene ukrainische Pianist Victor Eresko (geb. 1942) mit dem UdSSR-Staatsorchester unter Gennadi Prowatorow (Opernfreunden bekannt durch seine sensationelle Einspielung der "Katerina Ismailowa") die vier Klavierkonzerte für Melodia ein. Zudem die Rhapsodie über ein Thema von Paganini mit der Leningrader Philharmonie unter Wladimir Ponkin. Es handelt sich also bereits um Digitalaufnahmen. Als Auskoppelung wurden das 2. und 3. Klavierkonzert später auch als Einzel-CD bei RCA aufgelegt:



Man findet bei Amazon noch weitere Versionen, denen gemein ist, dass sie unverständlicherweise alle vergriffen sind:







Ein Rezensent bei Amazon beschreibt es treffend als "eine gefühlvolle, lyrische und auf Feinheiten Wert legende CD-Einspielung". Eresko spiele "eher wuchtig und schwer", damit als Kontrast etwa zu Earl Wild. Weitere Kommentare sind genauso enthusiastisch: "One of the greatest Rach 2 out there" und "A Rachmaninov 3 to die for....superb!"

Ich hörte bisher nur das 2. Klavierkonzert und den Finalsatz des dritten. In den letzten Tage lauschte ich vergleichend sehr vielen Aufnahmen, aber diese ist wirklich ganz vorne anzusiedeln. Sowohl Klavierspiel als auch Orchesterspiel auf höchstem Niveau. Der typische sowjetische Klang ist sofort erkennbar (es handelt sich ja um das Swetlanow-Orchester). Die fulminante Zuspitzung in den Finalcodas mit fanfarenartigen Blechbläsern erzeugt Gänsehaut. Ein echter Geheimtipp!
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

teleton

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Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

249

Montag, 9. Juli 2018, 22:29

RE: Victor Eresko

Eresko spiele "eher wuchtig und schwer", damit als Kontrast etwa zu Earl Wild.

Hallo Josef,

damit kein falscher Eindruck entsteht. Der gleiche Rezensent hebt aber auch die Earl Wild - GA als absolut hörenswert hervor (bei ihm im Vergleich mit Zoltan Kocsis). Earl Wild ist eben schneller unterwegs (was mir sehr entgegenkommt).

Danke für Deine Aufdeckung des total unbekannten Pianisten Victor Eresko ... aber nach Earl Wild brauche ich jedenfalls zwingend keine weiteren Aufnahmen der Rachmaninoff-KK.
Denn der Junge bietet den Wahnsinn, den ich suche !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

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