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Maik

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  • »Maik« ist männlich

Beiträge: 2 303

Registrierungsdatum: 19. Mai 2005

31

Freitag, 27. Januar 2006, 12:23

Hallo Alfred,

ich schätze mich derzeit so ein, dass ich, wenn es soweit ist, keine Downloads tätigen würde.
Wenn der Status erreicht ist, dass die Musik nur noch aus dem Internet zu beziehen ist, dann wäre ich wieder Hörer meiner Kirchenmusik.
Die kann ich abermale hintereinander hören. Die 30 Exemplare die wir haben (in zehn Jahren sicher mehr), würden dann vollkommen ausreichen.

Klassik, so schlimm wie es ist, wäre dann nur noch das, was ich habe.
Tja, du und auch andere haben es gut. Ihr seit ja schon einige Zeiten bei dieser Musik und habt euch ein gutes Repertoire angechafft - Neulinge stehen vor einem Problem. Ich bin ehrlich: mit 150CDs wäre es schrecklich (für mich), denn ich brauche in dieser Hinsicht mehr Abwechslung.

Zitat

Daher nehme ich an, daß uns die gute alte Cd noch zumindest ein Jahrzehnt erhalten bleibt.


Wenn das der Fall ist, habe ich aber noch ausreichend Zeit, um mir eine vernünftige Sammlung zuzulegen ;)
Also werde ich auch im Falle des absoluten Downloadzeitalters weiterhin klassische Musik hören können.


Lieben Gruß, Maik
Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.

Sirach 32, 7

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 504

Registrierungsdatum: 12. August 2005

32

Freitag, 27. Januar 2006, 12:33

Dass es irgendwann keine CDs mehr geben wird, wird wohl kaum jemand bestreiten. (Irgendwann wird es auch keine Menschen mehr geben...). Aber ich bezweifle ebenfalls, dass in absehbarer Zeit (sagen wir ca. 50 Jahre) CDs (o.ä. Speichermedien, die man bespielt kauft, nicht nur als Backup für downloads nutzt) völlig verschwinden werden. Man darf hier zum einen nicht den Massenmarkt mit Nischenmärkten verwechseln, wir sehen ja dass die zigmal totgesagte LP samt den Abspielgeräten in einer Nische überlebt hat. Zum anderen sollte man nicht allzuviel aus dem Verhalten von 15-25jährigen Popkonsumenten schließen. Die meisten Leute in diesem Alter haben auch keine Einbauküche für 10000 EUR, keine Perserteppiche und spielen auch nicht Golf. Dennoch ist kaum zu befürchten, dass es in 20 Jahren keine Perserteppiche und kein Golfclubs mehr geben wird...

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 19 092

Registrierungsdatum: 9. August 2004

33

Freitag, 27. Januar 2006, 13:34

....und last but not least

wird in den Medien immer das veröffentlicht, was die Industrie wünscht.
(zumindest solange sie es bezahlt)

Das wird dann so formuliert: Dem Wunsche der Konsumenten entsprechend...............

Manchmal haben aber jene die sich was wünschen, nicht den Überblick,
sich über die letzte Konsequenz ihres Wunsches im klaren zu sein(siehe die Mühle, die Goldstaub mahlt in alle Ewigkeit - Gebrüder Grimm ).
Sie sprechen gerne vom "selbstkorrigierenden Markt" und meinen damit, daß sie an den Reglern sitzen und die Bedingungen diktieren,
während der Konument kuscht und zahlt.

Sollte dieser Markt mal überraschenderweise TATSÄCHLICH selbstkorrigierend wirken - dann werden sie wehleidig und schreien nach Schutzmaßnahme durch den Gesetzgeber - für sich selbst - nicht für den Konsumenten, selbstedend. :stumm:

Wäre es nicht eine gute Idee menschliche Ohren zu besteuern - sdie sind es ja die bewusst- oder unbewusst auch illegal kopierte Musik wahrnehmen - Schädlinge der Industrie also.
Oder die Download-Verweigerungs-Abgabe. Musikfreunde die nicht legal downloaden (aund auch nicht illegal) und sich somit dem Zugriff der Musikverwertungsindustrie entziehen verursachen einen enormen Schaden. Das sollte man a priori besteuern und auf diese Weise die Musikindustrie sponsern. Nichts ist schlimmer als der Downloadverweigerer. Nicht mal verfolgen und bestrafen kann man den - Wozu ist der überhaupt auf der Welt ? Ein unverwertbarer Schädling wenn Ihr mich fragt...

Ich bin übrigens überzeugt, daß die CD sseeehr lange noch existieren wird:

1) Totgesagte leben länger

2) Die Tonträgerindustrie hat wahrscheinlich nicht mehr genug Puste im Kampf gegen den Musikfreund allzulange Durststrecken zu überleben.

Was passiert wenn 2 Firmen mit je 1000 Millionen Jahresverlust fusionieren ?

Auf Grund der Personaleinparungen ergibt das nun EINE Firma mit nur 1800 Millionen Jahresverlust (man hat ja Personal gespart -hurra)
Das funktioniert aber nur - wenn der Konsument -trotz reduzierten Angebots - flott weiterkauft ........

"Traumtänzer" - ist meine Assoziation zu dieser Situation :baeh01:

Schönen Tag noch

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

ThomasW

unregistriert

34

Freitag, 27. Januar 2006, 14:34

Zitat

Original von Maik


ich schätze mich derzeit so ein, dass ich, wenn es soweit ist, keine Downloads tätigen würde.
Wenn der Status erreicht ist, dass die Musik nur noch aus dem Internet zu beziehen ist, dann wäre ich wieder Hörer meiner Kirchenmusik.
Die kann ich abermale hintereinander hören. Die 30 Exemplare die wir haben (in zehn Jahren sicher mehr), würden dann vollkommen ausreichen.

Klassik, so schlimm wie es ist, wäre dann nur noch das, was ich habe.



Bist du dir da sicher?
Lügst du dich da nicht selber an? Und überhaupt was soll das bringen? Downloads nur aus Prinzip zu meiden wäre jedenfalls falsch.
Eins steht fest, wenn ich etwas neues hören will dann lege ich mir das auch zu und nicht nur unter den Umstand, dass es dieses auch auf CD gibt. Ich würde meine Sammlung auch durch Downloads erweitern wenn es sein muss.
Das würdest du sicher auch das kann doch nicht dein ernst sein. Du kämest sonst ja einen Märtyrer gleich. In Wirklichkeit musst du dir eingestehen, dass Gesellschaften sich wandeln und man sich hin und wieder anpassen muss. Du kannst nicht einfach sagen ich erweitere mein Repertoire auf diese Weise nicht. Das würdest du kaum schaffen. Irgendwann kommst du in Versuchung und du tust es doch.

Robert Stuhr

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35

Freitag, 27. Januar 2006, 14:44

Eine Sache ist noch gar nicht erwähnt worden: Es gibt doch mittlerweile einen riesigen Gebrauchtmarkt für Klassik-CDs. Da wird man sich in gewissem Umfange eindecken können, selbst wenn die Preise steigen sollten. Vom Kopieren der alten Klassik-CDs ganz zu schweigen...

Ich selbst stehe dem Downlaod nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, aber ich werde scharf beobachten, ob die Musikindustrie hier zum Nachteil des Musikliebhabers den Orwell raushängen läßt. Dann ohne mich!

Von Napster und Co. habe ich zuletzt im Mai 2002 etwas heruntergeladen, aber nur Rock, Pop und etwas Jazz. Ein Drittel der Songs habe ich nach Anhören wieder gelöscht, ich wollte nur wissen, ob sie mir gefallen. Ein weiteres Drittel habe ich durch richtige CDs ersetzt, von eben dem Künstler, dessen Songs ich heruntergeladen habe. Vom restlichen Drittel habe ich die meisten später durch itunes legal nachgekauft.

IMHO stehen die Chancen für den Untergang der Majors der Musikindustrie in ihrer jetzigen Form erheblich besser als die Chancen für ein Verschwinden der CD. Und das gefällt mir...
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
Zu füßen gottes, wenn
gott füße hat,
zu füßen gottes sitzt
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der magistrat von leipzig
(Reiner Kunze, Auf eigene Hoffnung, Gedichte)

GalloNero

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36

Freitag, 27. Januar 2006, 15:09

Hallo Taminos,

ich wollte mich eigentlich nicht mehr groß einmischen, aber ich kann mich nicht mehr länger zurückhalten. Ich könnte die nächsten 10, vielleicht auch für immer mit der CD leben. Aber die Lobgesänge auf dieses Medium, dass weit hinter den technischen Möglichkeiten von heute zurückbleibt, kann ich nicht unkommentiert stehen lassen. Wollt ihr euer Hörverhalten wirklich von einem Medium abhängig machen. Wenn Alfred, den Neuerwerb von klassischer Musik einstellt, dann wird dies die Musikindustrie nicht mehr tangieren, als die Eiche, die ein Hund anbellt. Und dass, Maik auf die Einspielung einer gereiften Hilary Hahn verzichtet, nur weil Sie auf einem dann (wenn Hahn gereift) völlig antiquierten Medium nicht mehr verfügbar ist, kauf auch ich ihm nicht ab. Wäre wie, „Gibt’s nicht auf LP – kauf ich nicht. Stampf.“ (Ich weiß, manche reagieren tatsächlich so).

Was ist eine CD. Eine CD ist ein Datenträger. Da sind Nullen und Einsen drauf. Erst mal nicht mehr und nicht weniger. Was sie wertvoll macht, ist die Anordnung dieser Nullen und Einsen. Der Geist des Komponisten und die Fähigkeit der Interpreten. Die MUSIK! Die Musik wird (1 zu 1 kopiert) nicht besser oder schlechter ob sie sich nun auf einer Silberscheibe, Festplatte oder einer Speicherkarte befindet. Die CD strotzt vor Nachteilen, die hier offensichtlich keiner sehen will.

1. Die Spieldauer ist auf 80 min begrenzt.

2. Die Klangqualität hat (eine gute Aufnahme und hinreichendes Hifi-Equipment vorausgesetzt) Optimierungspotential (Ich denke da nur an die LP-Fetischisten, die sich von der SACD überzeugen lassen)

3. Sie verkratzt (ein USB-Stick, eine CF- oder SD-Karte tut das nicht)

4. Sie ist unhandlich und lässt auch portable Abspielgeräte eine nur schwer zu akzeptierende Größe annehmen. Will ich das verhindern muss ich erst rippen und entsprechenden mobilen Player kopieren und bin dadurch doch auf einen PC angewiesen.

5. Neben 80 min Musik findet sich nur wenig Platz für Multimediales Material.

Liebe Musik Sammler. Was steht für Euch im Vordergrund? Die Musik oder das Stück Plastik. Oder sind es die schönen bunten Bilder auf den Covers? Was sammelt Ihr? Bilder? Anekdoten aus den Booklets? Oder steht nicht doch die Musik im Vordergrund. Wie viele, von den älteren unter uns haben sich nach der Einführung der CD dem Neuerwerb von klassischer Musik verschlossen?

Ich möchte hier kein Loblied auf das Downloaden von Musik anstimmen. Aber ich möchte mich auch nicht den neuen Technologien verschließen. Keiner von Euch hat dies in der Vergangenheit getan, sonst würden wir hier nicht im Internet diskutieren sondern alle zuhause sitzen, eine LP auflegen und mit dem Brockhaus auf dem Schoß alleine unserem Hobby frönen.

Die MP3-Diskussion müssen wir hier nicht führen. Die Digitale-Musik von Morgen wird bei zunehmenden Bandbreiten und Speicherkapazitäten der heutigen CD in Sachen Qualität nicht unterlegen sonder überlegen sein. Auf den Speichermedien von Morgen werden sich Noten, Libretti, Hintergrundinformationen bis hin zu ganzen Biographien zu einem ganzen vereinen. Der Download ist dann nur einer von vielen Vertriebswegen – ein Transportmittel.

Ich brauche das nicht zwingend, aber ich werde es vermutlich nutzen. Und ich würde fast eine Wette eingehen, dass auch Maik und Alfred mit aufspringen werden. :baeh01:

Nix für ungut.
Euer Gallo
... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

Robert Stuhr

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37

Freitag, 27. Januar 2006, 15:47

Natürlich steht die Musik im Vordergrund, weshalb die Frage des Datenträgers zwar wichtig ist, aber nur in zweiter Reihe. Genau deshalb sehe ich nicht ein, warum ich unbedingt auf jeden neuen Datenträgerzug aufspringen muß (biitte immer im Hinterkopf behalten, daß ich nicht prinzipiell gegen Download bin, die praktischen Vorteile sind deutlich zu sehen).

Von daher ist mir wurscht, ob die Musikindustrie eine Eiche ist, und ich ein Hund. Entscheidend ist, was ICH aus meinem Hobby und mit meinen finanziellen Resourcen mache, und nicht, ob die Industrie tangiert ist. Es ist mir auch nicht sooo wichtig, ob sich die Klangqualität noch weiter verbessern läßt. Eine sehr gut gemasterte CD ist schon ziemlich gut, besonders im Vergleich zu früheren Tonträgern. Klar bin ich nicht gegen mehr Klangqualität, aber das Verhältnis zu den anderen Punkten in d er zukünftigen Entwicklung muß stimmen.

Wenn ich dafür Orwell einkaufe, weil ich die (legal) heruntergeladenen Dateien nicht im Auto abspielen, nur auf zertifizierten Geräten mit aktueller,von der Industrie abgesegneter Software abspielen kann, wenn ich uU. die Datei nurn begrenzte Male abspielen kann, oder eine Basislizenz im Abo benötige, um sie überhaupt zu spielen, oder bei einem Geräteneukauf dieses online freischalten lassen muß, dann, liebe Industrie, ohne mich.
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Ulli

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Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

38

Freitag, 27. Januar 2006, 15:49

Salut,

ich finde, es geht einfach nur darum, dass Jemand oder eine Jemandin mit einer Sammulng von ~2.000 CDs [oder mehr, aber auch weniger] es einfach nicht einsieht - und dazu gehöre ich auch - wieder einmal tausende von Euro [oder später worldo?] zu investieren...

Sicherlich verschliesse ich mich nicht neuen Technologien, jedoch sollte in jedem Falle gewährleistet sein, dass eine bestehende Sammulng immer benutzt werden kann, Abspielgeräte von heutigem Standard sollte es also immer geben. Ich bin der Meinung, dass diese Option mit dem Erwerb nur einer einzigen CD bereits mitgekauft wurde.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, zu gegebener Zeit auf ein anderes Abspielverfahren umzusteigen und meine Neuerwerbungen auf Sticker usw. zu richten. Dennoch möchte ich ohne Kostenaufwand meine bestehende Sammlung weitwerhin nutzen können. Defekte Geräte müssen ersetzbar bleiben. Defekte Datenträger nicht - da in so einem Fall ohnehin ein Neuerwerb ansteht, ist es schließlich egal, was man sich zulegt.

Mit den LPs hat es ja bisher auch einwandfrei geklappt. Es bleibt einfach abzuwarten, was sich wie durchsetzen wird. Dann ist noch genügend Zeit, zu reagieren.

:hello:

Cordialement
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

salisburgensis

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39

Freitag, 27. Januar 2006, 16:24

Hallo Gallo,

du widersprichst dir selbst:

Zitat

5. Neben 80 min Musik findet sich nur wenig Platz für Multimediales Material.

versus

Zitat

Liebe Musik Sammler. Was steht für Euch im Vordergrund? Die Musik oder das Stück Plastik. Oder sind es die schönen bunten Bilder auf den Covers? Was sammelt Ihr? Bilder? Anekdoten aus den Booklets? Oder steht nicht doch die Musik im Vordergrund.


Wenn für dich die Musik im Vordergrund steht, was willst du dann mit zusätzlichen Multimediainhalten auf dem Datenträger? Z.B. Noten kann ja heute schon kaum noch jemand lesen, vor allem in der Generation, die downloads und mp3-Playern etc. viel aufgeschlossener gegenüber steht.

Eine CF-Karte, USB-Stick oder sonstwas ist auch nicht gerade mechanisch stabiler als eine CD. Ich weiß nicht, was du mit deinen CDs so alles anstellst, es ist aber kein besonderer Aufwand nötig, eine CD so zu behandeln, dass sie eben keine Kratzer abbekommt.

Argumente, die deine anderen Punkte widerlegen, zumindest meiner Meinung nach, wurden ja schon genannt. Sie verwandeln diese Punkte sogar in Vorteile. Wenn ich z.B. die Zusatzinhalte auf einem Stick anschauen will, so brauche ich weitere Technik dazu. Wenn ich die Inhalte auf auf einem transportablen Gerät anschauen möchte, dann sehe ich kaum was auf dem winzigen Bildschirm und ich muß schnell sein, weil die Batterien sonst das Anhören der Musik nicht mehr erlauben. Macht man den Bildschirm größer, sodass sich darauf ordentlich was darstellen läßt, paßt locker eine CD ins Gerät (und der Strom der Batterien ist noch schneller aufgebraucht).

Für ein CD-booklet brauche ich nur Licht.


Auch ich hänge nicht dogmatisch am Format CD, auch wenn ich grade eine extra darauf zugeschnittenes Regal baue, es gibt bisher einfach keine bessere Alternative. Klein und handlich braucht man nur für den mobilen und tragbaren Einsatz, sprich beim Wandern, Laufen, etc. Aber dafür brauche ich keine Musik. Da will ich meine Umgebung wahrnehmen.


liebe Grüße
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

Carola

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Beiträge: 839

Registrierungsdatum: 25. Oktober 2005

40

Freitag, 27. Januar 2006, 17:16

Totgesagte leben länger...

Die ganze Diskussion erinnert mich ein wenig an die um die Zukunft des Buches, dem ja auch schon zig-mal der baldige Untergang durch das Internet, E-Book und was weiß ich noch alles vorausgesagt wurde. Trotz all dieser Unkenrufe ist das Buch eigentlich immer noch sehr lebendig, vom E-Book kann man das nicht gerade behaupten.

Wer will schon ein Gedicht, eine Erzählung, einen Roman an einem Computer, auf einem Monitor lesen? Ich jedenfalls nicht. Ich will ein Buch anfassen, aufschlagen, in ihm blättern können. Was nicht heißt, dass ich nicht zum Beispiel über den Perlentaucher diverse Zeitungen über´s Netz lese. Gebrauchstexte ja, Literatur nein.

Ich vermute,das es im Bereich der CD ähnlich ablaufen wird. Neben der CD - und nicht an ihrer Stelle - werden sich weitere Speichermedien etablieren, wobei tendenziell die Älteren eher bei dem ihnen Vertrauten bleiben werden. Warum auch nicht? Die CD´s waren schließlich teuer genug. Ich jedenfalls habe keine Lust, mich ständig mit neuen Techniken zu beschäftigen, sie zu kaufen, unverständliche Betriebsanleitungen zu studieren etc. Eine Partitur finde ich allemal spannender als ein im miesesten "Denglish" verfasstes Handbuch zum Thema: Wie erstelle, verwalte und sichere ich meine Musikdateien.

Was die Klangqualität der CD angeht, so bin ich eigentlich ganz zufrieden. Wenn ich bedenke, wie mein erster Plattenspieler klang - ganz zu schweigen vom Kassettenrecorder... Ich möchte auch keine 6 Boxen bei mir im Wohnzimmer haben, zwei reichen mir völlig. Natürlich geht die technische Entwicklung weiter. Und das soll und muss sie auch. Deren zukünftige Errungenschaften werden dann eben von den nachwachsenden Generationen genutzt, die spielerisch und ganz selbstverständlich da hineinwachsen werden - um dann einige Jahrzehnte später genauso unflexibel an dem ihnen Vertrauten festzuhalten.

Mit Gruß von Carola :hello:
Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen. (Astrid Lindgren)

D.Minor

Fortgeschrittener

  • »D.Minor« ist männlich

Beiträge: 200

Registrierungsdatum: 2. August 2005

41

Freitag, 27. Januar 2006, 17:35

Zukunft der SACD

liebe forianer
den optimismus bezüglich der SACD in einigen postings kann ich eigentlich nicht ganz verstehen. es gibt doch kein einziges major-label, dass das komplette klassikangebot auf SACD oder hybrid anbietet, eher gar nix wie die DG. ich sehe die SACD eher schon wieder zu einem nischenprodukt werden für freaks mit tollen anlagen und von kleinen edellabels hergestellt. erinnert mich ein wenig an das schicksal der quadrophonie in den 70ern.
lg
d.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören

ThomasW

unregistriert

42

Freitag, 27. Januar 2006, 17:46

RE: Totgesagte leben länger...

Zitat

Original von Carola
Die ganze Diskussion erinnert mich ein wenig an die um die Zukunft des Buches, dem ja auch schon zig-mal der baldige Untergang durch das Internet, E-Book und was weiß ich noch alles vorausgesagt wurde. Trotz all dieser Unkenrufe ist das Buch eigentlich immer noch sehr lebendig, vom E-Book kann man das nicht gerade behaupten.

Wer will schon ein Gedicht, eine Erzählung, einen Roman an einem Computer, auf einem Monitor lesen? Ich jedenfalls nicht. Ich will ein Buch anfassen, aufschlagen, in ihm blättern können. Was nicht heißt, dass ich nicht zum Beispiel über den Perlentaucher diverse Zeitungen über´s Netz lese. Gebrauchstexte ja, Literatur nein.:


Tut mir Leid Carola aber ich glaube das kann man so nicht vergleichen. Bei einem Buch liest du, d. h. du gehst Zeile für Zeile die Schriftzeichen durch und fährst fort indem du umblätterst sobald die Seite zu Ende ist. Am PC ist das ganz anders, du musst dort vom Bildschirm ablesen was viel anstrengender für die Augen ist. Des weiteren kannst du am PC nicht so einfach und leicht die Körperhaltung ändern. Das umblättern ist auch anders, dies erfolgt dort mit dem Scrollen oder mit dem drücken einer Taste.

Bei der Musik hingegen ändert sich bei der Ausführung der Tätigkeit GAR NICHTS. Die Musik klingt weder anstrengender wenn du sie vom PC aus hörst noch ist die Tätigkeit mit Änderungen im Ablauf versehen, du liegst oder sitzt immer nur da und lauschst die Musik.

Deshalb finde ich es gefährlich die Geschichte mit den Büchern hier heranzuziehen, das kann schnell zu einem auf erster Sicht einleuchtenden aber auf dem zweiten Blick falschen Argument werden.

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 19 092

Registrierungsdatum: 9. August 2004

43

Freitag, 27. Januar 2006, 19:31

Zitat

Wenn Alfred, den Neuerwerb von klassischer Musik einstellt, dann wird dies die Musikindustrie nicht mehr tangieren, als die Eiche, die ein Hund anbellt


Wenn der Hund nur kräftig bellt
auch die stärkste Eiche fällt


Wir dürfen nicht vergessen, daß die Eiche ziemlich zerzaust ist, und daß der Hund viel ander Hunde kennt. Im speziellen Fall muss die Eiche von den Hunden gegossen werden, und die gießen sie dan eben nicht bis sie vertrocknet.

Die Klassikkunden haben bereits einmal die Zähne gezeigt, als nämlich
der Kopierschutz für Klassik CDs durchgesetzt werden sollte.
"Der Zug ist abgefahren" hieß es damals.
Heute steht er wieder und hofft, daß Leute einsteigen.
Wir haben kopiergeschützte CDs einfach nicht gekauft.
So einfach ist das.
Die Gesellschaft ändert sich, schrieb jemand
Nur dann wenn WIR es zulassen
Die Mehrheit der Klassikliebhaber, die ich kenne, und es sind deren viele,
liebt es nicht, jedes Jahrzehnt eine neues Datenformat zu haben.
Dies maßlose Überheblichkeit der Industrie, die Welt auf ihr Wertesystem zustutzen zu wollen - und die maßlose Dummheit derer, die sich das gefallen lassen - All das neigt sich dem Ende zu.

Internetforen sind - auch wenn die wenigsten sich noch dessen bewusst sind - Machtinstrumente, die ebenso meinungsbildend sein KÖNNEN, wie die Medien derer sich die Produzenten bedienen.
Ich habe solch ein Instrument - und ich werde es nützen.

Die Techniker haben der CD Jahrelang attestiert, daß entspechendes Aufnahme-Wiedergabe-Equipment vorausgesetzt jedes aAnalogsignal wieder herstellen kann. Wennich mir den Klang meines neuesten CD-Players anhöre, bin ich geneigt, dem zuzustimmen. Mehr ist einfach nicht nötig. Was ich zur Miniaturisierung zu sagen hatte hab ich in meiner Glosse gesagt.
Wenn ich mir vorstelle meine CD Sammlung wäre so organisiert, daß ich einen winzigen Chip (mit ungewisser Lebensdauer) hätte, und dann in einer Datenbank mein Wunschstück auswählen müsste - ich würde bald nicht mehr hören, bzw, ich würde nmur mehr Rundfunk hören.

Schon die CD war ein Rückschritt, wenn man die Aufmachung betrachtet. Bei der LP hatte man immer das Gefühl etwas KOSTBARES in Händen zu halten, ein erlesenes Produkt, gemacht für besondere Menschen. Das ist heute nicht mehr so. Was hat es gebracht ? Das Flair ist (fast) verschwunden -Viele interessieren sich nicht mehr fürs Sammeln von Tonträgern. Sollte Klassische Musik zum Consumer-Produkt degradiert werden, dann prophezeihe ich ihr den Tod. -zumindest auf Tonträger.

Derzeit braucht der Hund gar nicht zu bellen um die Eiche zu fällen - Es genügt wenn er hustet......

Ich habe ein untrügliches Gefühl dafür, was sich durchsetzen wird und was nicht, bzw wo ich mitgehe und wo nicht.

Ich habe einst die Quadrophonie boykottiert (damals war ich 22)
Ich habe die CD forciert - trotz ihrer Schwächen am Anfang
Ich habe mich SACD und DVD-Audio verweigert
UND Ihren Tod vorausgesagt (Siehe mein Aprilscherz 2005 in diesem Forum)
Ohne Kassandra-Rufe- Ich sage jedem neuen System für die nächsten 10 Jahre nichts Gutes voraus.

Am vernünftigsten wäre die HDCD weil sie zum bisherigen Systen VOLL Kompatibel ist. Es scheitert lediglich daran, daß hier Bill Gates die Rechte erworben hat - und die Tonträgerindustrie für jede CD eine Gebühr entrichten müsste.......

LG

und WAU WAU

Alfred

bei dessen Bellen ganze Eichenwälder erschauern :baeh01:


Bellende Hunde beissen nicht -
sie tun das erst anschließend

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GalloNero

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Registrierungsdatum: 19. November 2005

44

Freitag, 27. Januar 2006, 20:05

Zitat

Original von salisburgensis
Hallo Gallo,

du widersprichst dir selbst:

Zitat

5. Neben 80 min Musik findet sich nur wenig Platz für Multimediales Material.

versus

Zitat

Liebe Musik Sammler. Was steht für Euch im Vordergrund? Die Musik oder das Stück Plastik. Oder sind es die schönen bunten Bilder auf den Covers? Was sammelt Ihr? Bilder? Anekdoten aus den Booklets? Oder steht nicht doch die Musik im Vordergrund.


Wenn für dich die Musik im Vordergrund steht, was willst du dann mit zusätzlichen Multimediainhalten auf dem Datenträger? ...


Hallo salisburgensis,
nicht ich widerspreche mich, ES widerspricht sich. Ich habe mich nicht gegen die CD und auch nicht unbedingt für neue Medien ausgesprochen. Mir geht es nur ein wenig gegen den Strich, wenn die CD trotz erkennbarer Mängel in den Himmel gelobt wird.

Wollte einfach mal ein paar Nachteile des bestehenden Mediums aufführen und ein paar mögliche Vorteile von zukünftigen gegenüber stellen. Wie wichtig dem Einzelnen diese Vor- und Nachteile sind, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Ich wollte ein bisschen provizieren und zum nachdenken anregen. Einer muss doch den Gegenpart übernehmen. :D

Und jetzt muss ich mir viel Zeit für Alfreds Beitrag nehmen.

Liebe herzliche Grüße
GalloNero
... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

GalloNero

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45

Freitag, 27. Januar 2006, 21:27

Hallo Alfred,
ich wusste es, dass Dich das mit der Eiche und dem Hund aus der Reserve locken würde. :D

Nun, ich gebe Dir Recht, dass wir Klassikhörer, als Markt, natürlich Einfluss auf die Musikindustrie und das Angebot an klassischer Musik haben. Das Internet und Foren wie das Tamino-Klassikforum werden an Einfluss gewinnen. Aber Du alleine wirst vermutlich die Eiche nicht zu Fall bekommen. Wir alle, die Hunde dieser Welt, können aber gemeinsam durch unser (Kauf-)Verhalten die Richtung beeinflussen. Die Frage ist nur, wollen wir der zerzausten Eiche den Rest geben und zukünftig auf neue Einspielungen komplett verzichten oder sollten wir den Einfluss nicht dazu nutzen, konstruktiv nach vorne zu blicken und unsere Anforderungen an Medien und Vertriebswege der Zukunft artikulieren.

Hier wird die CD mit heute Verfügbarem verglichen. Zugegeben, gegen das Verfügbare steht sie nicht schlecht da. Doch wo liegen die potentiale neuer Technologien? Ich wünsche mir ausgereifte Lösungen, die auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Und auch da gebe ich Dir Recht – das wird noch eine ganze Weile dauern. Vielleicht Zehn Jahre. Vielleicht sogar länger.

Liebe herzliche Grüße
Gallo
... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

ThomasW

unregistriert

46

Samstag, 28. Januar 2006, 12:00

Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass wir Klassikfreunde so viel Macht haben. Wir sind zahlenmäßig einfach viel zu wenig. Die U-Musik-Freunde geben den Ton an (Der Begriff U-Musik gefällt mir eigentlich nicht).

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Registrierungsdatum: 12. August 2005

47

Samstag, 28. Januar 2006, 13:51

Zitat

Original von ThomasW
Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass wir Klassikfreunde so viel Macht haben. Wir sind zahlenmäßig einfach viel zu wenig. Die U-Musik-Freunde geben den Ton an


Natürlich haben wir viel mehr Macht, wenn es darum geht, wie Klassische Musik zu präsentieren ist. Was sollte den Anbieter von klassischer Musik der Popfan scheren, der überhaupt keine Klassik kauft?
Der Klassikkäufer, noch mehr der fanatische Sammler, ist im Grunde als Kunde viel wünschenswerter als pophörende Teenies: er ist finanzstärker (wieviele Teenies geben, auch vor dem Downloadzeitalter, >1000 EUR pro Jahr für CDs aus? Ca. DM 100/Monat habe ich schon als Student locker ausgegeben), er ist stabiler in seinem Geschmack, daher leichter einzuschätzen (er wird z.B. selten auf einmal kaum noch Geld für CDs ausgeben, weil er es für Tamagotchis, Computerspiele, In-Klamotten o.ä. benötigt) usw. Für Hörer von Jazz oder Musikstilen mit noch wesentlich geringeren Marktanteilen dürfte Ähnliches gelten...
Ein Nischenmarkt (was Klassik ist, obwohl man das Marktvolumen nicht unterschätzen sollte), funktioniert anders. Selbst die Schallplatte hat unter wesentlich ungünstigeren Bedingungen überlebt...das sollte einen vor vorschnellen Schlüssen bewahren.

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
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(Bob Dylan)

Alfred_Schmidt

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48

Samstag, 28. Januar 2006, 16:26

Hallo Ich möchte wieder mal einge Anworten auf geschriebenes geben:


Zitat

Aber Du alleine wirst vermutlich die Eiche nicht zu Fall bekommen.


Nun - ich habe das eigentlich gar nicht vor. Ich stelle mir vor eine
gut gegossene, aber gestutzte Eiche, vergleichbar wie im Schloß
Schönbrunn die Hecken auf französische Art geschnitten sind.

Um die Symbolik aufzulösen: Eine KlassikTonträgerindustrie, die sich nach den Wünschen ihrere Klientel zu richten hat, wenn sie Geld verdienen will, nicht eine Konsumentenmeute, die sich nach den Wünschen der Anbieter richtet.......

Die Klassikszene ist global gesehen - und so wird sie vermarktet - keineswegs uninteressant. Man bedenke nur wir viele Jahre Künstler wie Caruso, Gigli, Callas, Tebaldi, Schaljapin, Tauber, Piccaver, Wunderlich, Corelli, Furtwängler, Toscanini, Karajan, Bernstein, Böhm etc etc. vermarktet werden können. Das "Ablaufdatum" ist lang.......)

ZU den TECHNISCHEN Optionen der Zukunft

Es gibt verschieden Denkansätze, die zueinander NICHT Kompatibel sind,
das EINZIGE was diese Ansätze verbindet - ist der Wunsch der Tonträgerindustrie, bewährte Techniken zu verwerfen und neue Standards zu schaffen, wobei nicht qualität im Vordergrund steht . sondern der Wunsch nach neuen Normen, damit der Konsument das Alte wegwerfen und gegebenenfalls wieder neu kaufen muß.

1) "virtuelle" Tonkonserven mit downloadtechnik.

Abgesehen davion, daß diese Vertriebsform Liebhaber Klassischer Musik
mehrheitlich abstösst würde sie das Ende aller Tonträgerkonzerne bedeuten. Niemand braucht sie mehr. Jeder Künstler könnte sich für relativ wenig Geld die Aufnahmen mitschneiden lassen und die so entstandenen Einspielungen als Werbung auf der Homepage downladen lassen, oder über ein Klassikforum, das sich dann als "Repräsentant des Künstlers rühmt" Es wäre aber auch möglich einen kleinen Obolus zu verlangen, der weil ja die Verwaltung wegfällt, teure Studios und Marketing wegfallen, bzw das Marketing per Internetforum stattfindet, so niedrig ausfällt, daß WEDER Raubkopieren NOCH VErmarktung durch einen Weltkonzern sich lohnen.

Ich muß gestehen, daß ich diesen Weg als eine Gefahl für die Klassik sehe


2) Ein SACD -ähnlicher Weg.

Auch der erscheint mit derzeit kaum gangbar.
Die Konzeren machen ja diese multkanal-Aufnahme nicht zum eigenen Spaß, sie sind erheblich aufwändiger als bisheriges Stereo - und das will mann - wenn das System mal eingeführt ist - auch abgegolten haben.

So verständlich es ist - so unrealistisch ist es.
Die Industrei hat mit Gewalt die Preise für Arbeitskräfte gesengt, zestört
Standards die bisher als gegeben galten - und möchte die Leute zu Konsum animieren ? -Lächerlich

Man hat den Leuten 22 Jahre erklärt, die CD sei ein perfektes unübertreffliches Medium - und nun will man das vergessen ?

Man hat den Leuten vorgeführt, daß sogar datenreduzierte Formate (angeblich) fast genau so gut klingen wie die CD - und etliche sind zufrieden damit.


DAmit die SACD - ihr Vorteile - so es welche gibt- voll auskosten kann, dürfen die einzelen Komponenten nicht sparsamer gefertigt werden wie ein erstklassiges Stere-Verstärker und die entsprechenden Boxen - Pilotensystem sind da zu verwerfen. Genau das ist aber nicht möglich - sei es aud Kostengründen (5 -6 Lautsprecher á 1000 Euro -wer meint billigere Lautspecher würdens auch tun, der sollte das Wort Klangverbesserung erst gar nicht in den Mund nehmwen......) Ditto beim Verstärker

Diesert Weg wäre ewentuell gangbar, in Zeiten einer Hochkonjunktur, in Zeiten wo charismatische Künstler eine hochwertige Aufnahme nach der anderen einspielen - Genau das ist aber nicht der Fall Es fehlt sowohl Geld und Wille - als auch charismatische Künstler. Nur wer den Boom bei der Einführung von Stereo erlebt hat, kann ermessen was ich meine.

3) Tonkonserven auf Chip:

WEm soll das nützen ?

Die kleinen chips müssen in einer größeren Schachtel aufbewahrt - und verkauft werden, einerseits um Wertigkeit zu demonstrieren, andererseits um das Produkt werbewirksam zu beschriften....

Wer will schon seine Musik mit der Pinzette einlegen ?

Der letzte Glanz ist dann ab, wenn die Bosse von Tonträgerfirmen das mitgeteilt bekommen, was heute jeder Schüler weiß: Auch chips können sehr leicht vervielfältigt werden

Zudem verführt dieses Produkt nich zum KAuf
------------------------------------------------------------

Zukunft:

Sicher wird es mal neuere Technologien geben - das war immer so - und wird auch so bleiben

Bedingungen , damit sich das durchsetzt wären:

1) Eine SIGNIFIKANT naturgetreuere Wiedergabe !!

Soll heißen auch neue Technologien im Verstärker- und vor allem Lautsprecherbau

2) Ideale Aufnahmebedingungen in hervorragenden Studios

3) Chariamatische Künstler

4) Eine Breite Akzeptanz der Klassischen Musik

5) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine Stimmung die zum Konsum verführt.


Wenn ich mir das derzeitige Szenario anblicke - dann wird es noch ein vierteljahrhundert brauchen bis die Zeit reif für Neues ist. -wenn überhaupt.

Es gibt nömlich einen "Sättigungsdgrad: Wenn ein Produkt den wahren Ansprüchen entspriecht, dann hält es sich auch.

Edisons Glühlampe war mangelhaft, jene verbesserte (um 1900) vom österreichischen Erfinder Carl Auer von Welsbach haben die meisten von uns noch HEUTE , Trotz Halogenlampen und Leuchtstoffröhren.

Freundliche Grüße aus Wien

Alfred

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Maik

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49

Samstag, 28. Januar 2006, 18:23

Hallo Thomas!

Zitat

Original von ThomasW
Bist du dir da sicher?
Lügst du dich da nicht selber an?


Nein. Deshalb sagte ich ja, dass ich es aus derzeitiger Sicht beurteilt habe.
Was ich in ein paar Jahren darüber denke, wie ich handel, kann ich ja jetzt noch nicht wissen. Aber im Moment wäre dies mein Ernst.
Und nein, ich belüge mich dabei nicht!

Der wirklich große Vorteil ist, dass es, wie Alfred so schön sagte, noch einige Zeit dauern wird, bis dieser Status erreicht ist.
Somit bleibt mir noch genügend Zeit, alles wertvolle und für mich wichtige von Dvorák zu ergattern. Zusätzlich noch ne ganze Menge kennen zu lernen. Wenn meine Entdeckungstour in den angenommenen zehn Jahren so weiter geht, wie im etwas mehr vergangenen halben Jahr, habe ich eine mehr als beachtliche Sammlung, die sehr vielseitig ist.
Prinzipiell hätte ich dann einen ähnlichen Stand erreicht, wie Alfred und andere ihn jetzt schon haben...


Zitat

Und überhaupt was soll das bringen? Downloads nur aus Prinzip zu meiden wäre jedenfalls falsch.


Was für ein Prinzip?
Bisher, da bin ich ehrlich, besitze keines, weshalb ich den Download von Musikdatein ablehne, außer dass es mir am persönlichen Kontakt fehlt.
Das würde ich allerdings nicht als solch prinzipielles Ablehnen sehen...

Wie gesagt, es war auch eine reine Spekulation meinerseits, wie es aus jetziger Sicht später aussehen KÖNNTE - nur eine Möglichkeit, wie es kommt, weiß ich nicht.


Zitat

Eins steht fest, wenn ich etwas neues hören will dann lege ich mir das auch zu und nicht nur unter den Umstand, dass es dieses auch auf CD gibt. Ich würde meine Sammlung auch durch Downloads erweitern wenn es sein muss.
Das würdest du sicher auch das kann doch nicht dein ernst sein. Du kämest sonst ja einen Märtyrer gleich.


Ein Märtyrer der Silberlinge...


Zitat

In Wirklichkeit musst du dir eingestehen, dass Gesellschaften sich wandeln und man sich hin und wieder anpassen muss. Du kannst nicht einfach sagen ich erweitere mein Repertoire auf diese Weise nicht. Das würdest du kaum schaffen. Irgendwann kommst du in Versuchung und du tust es doch.


Das weiß ich doch. Aber ich schätze mich persönlich eher so ein, dass ich eh nicht immer das Neuste vom Neuen haben muss oder immer mit dem Strom mitschwimmen muss.
Ich bin ein selbstständiges und -denkes Individuum und gehe meinen Weg - nicht den der Gesellschaft. Das da dennoch gewisse Anpassung gefragt ist, steht natürlich außer Frage.
Ich lasse mir aber nichts aufzwingen, was ich ablehne - oder was ich gar nicht möchte.


Nun gut. Warten wir die Zeit ab :hello:
Lg Maik
Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.

Sirach 32, 7

ThomasW

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50

Montag, 30. Januar 2006, 21:06

Hallo Maik, ich habe das nur so gemeint:
Stelle dir vor du magst keinen Fisch und plötzlich gäbe es keine andere Nahrung mehr als Fischprodukte. Würdest du dann auf den Verzehr von Fisch verzichten und verhungern?
Du musst dich also anpassen, natürlich glaube ich dir, dass du ein frei denkender Mensch bist.

Maik

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51

Montag, 30. Januar 2006, 21:43

Hallo Thomas :hello:

nun, wenn ich deinen Vergleich korrekt verstanden habe, setzt du Fisch gleich Download?!

Ich betrachte das einmal so: Bevor es nur noch den Fisch gab, gab es auch anderes (die CD). Davon habe ich mir unvergängliches (nicht ewig beständig, aber so lange verweile ich eh nicht auf der Erde) anghäuft. Wenn dieser Vorrat bis zum Ende meines Lebens reicht, was kümmert mich dann der Fisch, der mir eh nicht schmeckt!?

Ich will gar keine weiteren Spekulationen über die Zukunft abgeben, was ich machen werde/würde, wenn es keine CDs mehr gibt...
Schauen wir, wie sich meine persönliche Entwicklung in dieser Hinsicht vollzieht.

Ob ich später ein Fischesser werde, weiß ich noch nicht...
Übrigens schmeckt mir Fisch, also der richtige Fisch, sehr gut. Zwar nicht jeder, aber ich esse gerne einmal Fisch ;)


Lieben Gruß, Maik
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Ulli

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Montag, 30. Januar 2006, 22:57

Zitat

Original von Maik
.
Übrigens schmeckt mir Fisch, also der richtige Fisch, sehr gut. Zwar nicht jeder, aber ich esse gerne einmal Fisch ;)




Kannibale!

:D
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Maik

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53

Montag, 30. Januar 2006, 23:09

Zitat

Original von Ulli

Zitat

Original von Maik
.
Übrigens schmeckt mir Fisch, also der richtige Fisch, sehr gut. Zwar nicht jeder, aber ich esse gerne einmal Fisch ;)




Kannibale!

:D


Auf eine solche Bemerkung habe ich gewartet, denn den Gedanken hatte ich auch :baeh01:

Mahlzeit...
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Reinhard

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54

Montag, 30. Januar 2006, 23:43

Also ich habe Fisch am liebsten in meinem Aquarium.
Aber jetzt sind wir ja völlig von der Rolle.

Ich glaube nicht an das Ende der CD, ebensowenig, wie ich an das Ende der Schelllackplatte glaube. :D

Wenn ich hin und wieder unser Grammophon aufziehe und eine Platte auflege, so denke ich einmal an die schönen Zeiten, wo ich als kleiner Butz mit meiner Oma eine Grammophonplatte gehört habe, und andererseit daran wie bequem und bruchunempfindlich doch die LP ist. Und hin und wieder kaufe ich mir eine Schelllackplatte...

Wenn ich hin und wieder unseren Plattenspieler in Betrieb nehme und eine Platte auflege, so denke ich einmal an die schönen Zeiten, wo ich frisch verliebt mit meiner jetzigen Frau im Arm Bachs Sonaten für Flöte und Cembalo oder dem unvergleichlichen David Oistrach gelauscht habe und andererseit daran wie schön es doch damals gewesen wäre, nicht aller 20 Minuten aufstehen zu müssen, um die Platte zu wenden. Und ab und zu kaufe ich mir eine LP.

Wenn ich heute meinen CD-Player starte, freue ich mich einmal über moderne Technik, klare Töne und bequemen Musikgenuß. Und immer öfter kaufe ich mir eine CD.

Wenn ich ganz viel später, so ich denn alt genug werde, im Supermarkt irgend so ein neumodsches Ding sehe, was Super-Sound im LiveStream von irgendwelchen Satelliten spielt - so werde ich mir das von meinen Enkeln erklären lassen. Und dann mit dem Kopf schütteln.
Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
(Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

Ulli

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55

Dienstag, 31. Januar 2006, 00:10

Salut,

wenn es auch in Anbetracht der erst wenigen vertrichenen Minuten nicht ganz passt - so passt es doch hierher:

Zitat



das war das mit Abstand erfreulichste Ereignis des heutigen Tages.
DANKE


:hello:
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
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Sonnensucher

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56

Sonntag, 29. Oktober 2006, 03:11

EMI-Chef erklärt Musik-CD für tot.

Zitat


EMI-Chef erklärt Musik-CD für tot

Wie das Nachrichtenmagazin Futurezone meldet, hält der Chef des Musikkonzerns EMI die herkömmliche Musik-CD für tot. Bei der Eröffnungsrede zum London Media Summit erklärte Levy, dass die meisten Käufer ihre CDs nur noch dazu nutzten, den Inhalt auf digitale Musik-Player zu übertragen und die Musik von dort abzuspielen. Die Musikindustrie müsse dem Kunden daher neue Anreize für den CD-Kauf bieten. Zum Beispiel könnte zusätzliches Material auf den Silberscheiben einen Mehrwert gegenüber Download-Musik liefern. Deshalb wolle EMI ab 2007 keine Inhalte mehr ohne Bonusmaterial anbieten.
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Nebenbei wurde bekannt, dass die Verhandlungen von EMI mit Google über den Vertrieb von Musikvideos per YouTube weiter andauern; Levy hält die Vertragsbedingungen von YouTube für nicht akzeptabel. Dagegen sind sich die Konkurrenten Warner Music, Sony BMG und Universal Media schon einig über den Vertrieb von Video-Clips via YouTube. (rij/c't)


Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/80179



Was kommt dann stattdessen? Der obligatorische Download als einzige Bezugsquelle? Wird es Audio-Inhalte auf Hardware-Medien dann vielleicht nur noch auf DVD oder einem völlig neuen Tonträgerformat geben (schließlich ist im Artikel weiterhin von "Silberscheiben" die Rede)? Werden alte EMI-Aufnahmen weiterhin noch auf "herkömmlichen" CDs nachgepresst? Wie darf man sich das angesprochene "Bonusmaterial" zu den "Inhalten" vorstellen?

Fragen über Fragen — und wieder einmal steht der Klassikfreund verunsichert am Scheideweg und muß befürchten, daß nun auch das mühsam angesammelte CD-Archiv (jedenfalls wenn es nach dem Willen der Musikindustrie geht) der Schallplatte auf ihrem letzten Weg folgen soll!


Gruß!

Laurenz
`
(...) Ich erinnere mich, daß wir alle nach München in die Oper fuhren, um die „Fledermaus“ zu sehen. Als die magischen Klänge der Ouvertüre einsetzten, wandte sich Frau Strauss zu unserer Verblüffung ihrem Mann zu, der immerhin der größte lebende Komponist dieser Zeit war, und sagte: „Siehst du, Richard, das ist Musik!“ (...)

— aus „Gala-Abend“ von Sir Rudolf Bing —

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Alfred_Schmidt

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57

Sonntag, 29. Oktober 2006, 10:17

Was Die Herren der Major- Labels schon alles erklärt haben.

Schon im Frühjahr 2001 war ich im Zweifel ab ich noch einen CD-Player kaufen sollte, nachdem dieses Format von der Tonträgerindustrie totgesagt wurde. Es wurde versucht einen Kopierschutz durchzudrücken, den in dieser Form niemand wollte. Ich erinnere mich noch an den präpotenten Stil eines Briefes an einen User, der gegen diesesn Kopierschutz öffentlich opponierte. (im Internet veröffentlicht) "Der Zug ist abgefahren - Kene CD mehr ohne Kopioerschutz"
Ich (der ja wohl kaum dem Kopierer-Lager zuzurechnen ist) habe daraufhin aus Protest meine Einkäufe bei den entsprechenden Labels gebremst bzw vorübergehend eingestellt.Auch ich habe damals einen meiner weniger freundlichen Briefe in Richtung EMI gesandt. Daß daraufhin keine Antwort kam war vorprogrammiert, denn ich hatte geschrieben, daß es sinnlos wäre mir zu antworten - ich würde keinen einzige CD mit Kopierschutz kaufen- mein Brief sei nur zur gefälligen Kenntnisnahme bestimmt.
Der Kopierschutz wurde einige Monate später - aus welchen Gründen immer - zurückgenommen - und das obwohl "der Zug bereits abgefahren war" -Züge kann man anhalten, Manager auswechseln - mit Kunden funktioniert das schon weniger gut.

Dann kamen jene Firmen, die meinten, sie würden ihre Neuaufnahmen NUR mehr als SACD herausbringen - das würde die Kunden schon in die Knie zwingen.
"Viel Glück dabei" dachte ich und deckte mich bei anderen Labels ein.
Es wurde schon jemand in die Knie gezwungen - allerdings waren es wieder einmal nicht die Kunden.

Man kann sagen, daß die neuen Formate nicht so sehr der Renner sind, bzw waren.

Bonusmaterial auf CD - das gabs doch schon mal.
Es wurde im Klassikbereich nicht anerkannt. Wen interessiert schon (ich spreche von Mehrheiten) das Notenmaterial einer Sinfonie am Monitor, oder Bilder der Interpreten via jpf- Bildern, oder unscharfe Videoclips, wenn er weiß (wissen muß), daß dies wervolle Spilzeit oder Tonqualität beschneidet - oder neue inkompatible Abspielgeräte erforderlich macht.

Es geht der Tonträgerindustrie u(und hier meine ich die Großfirmen) vorzugsweise nicht darum dem Konsumenten einen Mehrwert zu bieten - sondern die Preise für Tonkonserven künstlich hoch zu halten und ihr Monopol auszubauen.

Dabei haben die die denkbar schlechtesten Karten. (ich spreche für den Klassikbereich)

1) Das interessante, was die Giganten zu bieten haben ist der Backkatalog. Der wurde aber von den meisten Firmen seit Jahren weit unter dem Wert verscherbelt. Der Grund hiefür war, Naxos Paroli zu bieten. Neuaufnahmen wollte man nicht billiger abgeben, also verkaufte man die wirklichen Schätze jahrelang weit unter dem Marktwert und verabsäumte PR dafür zu machen.

2) Unbekannte junge Interpreten, auch sehr gute , bekomme ich bei Naxos und Oehms - da brauche ich nicht für einen bisher unbekannten Horrorpreise zu bezahlen - bloß weil er von der PR eines "Majors" zum "Weltstar" erkoren wurde.


3) Die IMO bedeutendsten Kunden im Klassikbereich sind die Sammler (zu denen ich mich zähle) Die wollen jedoch üblicherweise nicht, daß alle 20 Jahre das Format gewechselt wird. Sie sehen in ihrer Sammlung eine Art Bibliothek, die sie lebenslang begleiten soll. Eigentlich wäre ein Umstieg von Vinyl auf CD schon undenkbar gewesen - aber die CD hatte EINEN ENTSCHEIDENDEN VORTEIL für die Sammler: Die propagierte "ewige Haltbarkeit", das Fehlen jeder Klanglichen Beeinträchtigung durch oftmaligen Gebrauch.

4) In den letzten Jahren sind Kleinlabels wie die Pilze aus dem Boden geschossen - und leben recht gut. Zahlreiche "abgesägte" große Künstler haben dort eine neue Heimstätte gefunden, zahlreiche junge Künstler werden dort aufgebaut. Die Independient Labels sind derzeit die wahren "Majors", jene die den Ton angeben.

Die "Horrormreldungen" von der Major-Front schrecken mich nicht, es sind zumeist Wunschträume frustrierter Marketingstraegen, die vom Klassikkunden und wie er funktioniert, ein nur ähhh "vages Bild" haben :baeh01:

mit freundlchen Grüßen aus Wien

Alfred

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Hayate

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58

Sonntag, 29. Oktober 2006, 10:25

Also ich weiss nicht genau was ich von der Aussage halten soll.
Ich glaube aufjedenfall, dass bevor die CDs komplett ersetzt werden bestimmt noch mehrere Jahre oder Jahrzente vergehen.
Auch heute noch hat nicht jeder einen Rechner oder gar einen internet fähigen PC womit er sich MP3's besorgen könnte.

Aber wenn die Musik CD wirklich demnächst komplett aussterben würde, was ich für relativ unwahrscheinlich halte, wie würde dann ein Musikladen der Zukunft aussehen?
Vielleicht ein Laden in den man mit seinem 900MB MP3-Player oder IPOD hineinmarschiert und ihn an irgendwelche "Zapfsäulen" anschließt und dort an einem Terminal auswählt welchen Song oder welches Stück man haben will und dann per Kreditkarte, Bankomatkarte oder bar wie bei einem Automaten zahlen muss? Das wäre dann natürlich nur für diejenigen relevant, die daheim nicht über einen Internet-Anschluss verfügen und das ganze Prozedere nicht zu Hause durchführen können.

mit Grüßen
Christoph

Spradow

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59

Sonntag, 29. Oktober 2006, 11:04

Der "Musikladen" würde sterben, bzw. in einer Nische für die "alten Schätze" auf CD und LP landen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die CD als "Transportmedium" für Musik im allgemeinen und auch für klassische Musik im speziellen in zehn oder fünfzehn Jahren tatsächlich tot ist.

EDIT: Bis dahin hab ich aber alles zusammengesammelt, was es habenswertes gibt. :)

Gruß,
Spradow.

van Rossum

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60

Sonntag, 29. Oktober 2006, 11:50

Zitat

Original von Spradow
EDIT: Bis dahin hab ich aber alles zusammengesammelt, was es habenswertes gibt. :)


Das wage ich zu bezweifeln... Da "draußen" wird immer noch etwas "Habenswertes" sein.
Projekt "Violinkonzerte des 20. Jhds":
[url]www.tobias-broeker.de[/url]

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