Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

Beiträge: 17 317

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

31

Sonntag, 13. September 2015, 17:13

Werner Hollweg hat heute wieder Geburtstag. Dazu habe ich dies ausgesucht:




Heute wäre er 79 Jahre alt geworden.


Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 689

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

32

Freitag, 15. April 2016, 22:42

Dieser Thread beginnt mit der Festellung, dass Werner Holweg 70 wird. Er scheint ein wenig überholt. Nicht überholt ist das, was inhaltlich drinnen steht. Und das finde ich alles sehr lesenswert und informativ. Wäre es an der Zeit, einen neuen Thread zu starten, in den die bisherigen Ausführungen übernommen werden? Mich würde interessieren, was andere, die diesen Sänger schätzen, dazu sagen. Ich würde das übernehmen, wenn es keinen Widerspruch gibt. Jedenfalls befasse ich mich auch gern mit diesem Tenor, der am 1. Januar 2007 gestorben ist. Er war ungemein vielseitig. Davon zeugen auch seine zahlreichen Aufnahmen, die längst nicht alle auf CD gelangten. Es sind auch Rundfunkproduktionen, private Mitschnitte und Auftritte im Fernsehn dabei. Bei meinen Recherchen stieß ich auf eine Sendung des ORF, die ich gern verlinken möchte. Ein Dokument, das auch durch die Mitwirkung anderer hier im Forum hochgeschätzer Sänger interssant ist. Deshalb werde ich es auch in weiteren Threas einstellen. Die Ton- und Bildqulität ist wie sie ist. Einschränkungen habe ich diesmal aber sehr gern hingenommen:

"Zauber der Stimme"
Wolfgang Amadeus Mozart
DIE ZAUBERFFLÖTE
Ein Querschnitt

Königin der Nacht: Arleen Auger
Pamina: Edith Mathis
Papagena: Renate Holm
Tamino: Werner Hollweg
Sarastro: Gottlob Frick
Papageno und Erzähler: Heinz Holecek

Ein Kammerchor der musikalischen Jugend Österreichs
Das Niederösterreichische Tonkünstler-Orchester
Dirigent: Berislav Klobucar

Eine Produktion des ORF aus dem Studio Ronacher
(Jahreszahl nicht angegeben)



Viel Freude wünscht Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

33

Sonntag, 9. September 2018, 18:23

Liebe Taminos!

Bei der Durchsicht älterer Beiträge im "Stimmen"-Forum ist mir aufgefallen, dass der Thread über Werner Hollweg schon seit zwei Jahren nicht mehr ergänzt worden ist und außerdem inhaltlich der Bedeutung dieses Tenors längst nicht gerecht wird. Er gehörte ab dem Ende der 60er Jahre neben Peter Schreier, René Kollo und Siegfried Jerusalem zu den auch international bekanntesten Tenören Deutschlands. Doch während sich Kollo und Jerusalem entschlossen, in das 'schwere' Fach zu wechseln - was zwar ihren 'Marktwert' erhöhte, aber auch meiner Ansicht nach zu ihrem relativ frühen Stimmenverschleiß führte - blieben Schreier und Hollweg (mit gelegentlichen 'Ausreißern') in ihrem angestammten Fach.

Allerdings verweigerte sich Werner Hollweg schon bald der öffentlichen Vereinnahmung und zog sich ab Mitte der 80er Jahre mehr und mehr von den für eine 'große' Karriere wichtigen internationalen Festivals zurück, schränkte seine Bühnenauftritte ein und trat kaum noch vor das Mikrophon der Schallplattenfirmen. Konzerte und Liederabende - die er oft mit dem Rezitieren von dazu passenden Gedichten ergänzte - waren ihm wichtiger geworden. Dazu mag auch sein Unbehagen am 'Regietheater' beigetragen haben: er war ausgebildeter Schauspieler (trat auch als solcher auf) und inszenierte gelegentlich, war für viele der neuen Regisseure 'unbequem'. Nachdem sich auch stimmliche Alterserscheinungen zeigten, wechselte er - mit wenig Überzeugung - in's Charakterfach, begann, privat zu unterrichten und trat schließlich für zehn Jahre eine Professur an der Freiburger Musikhochschule an. Eine schwere Nervenerkrankung (ALS) zwang ihn in den Ruhestand; seine begonnenen Memoiren (und wer ihn kannte, weiß, dass er wohl Tacheles geredet hätte) konnte er nicht mehr beenden.

In der Erinnerung der meisten Melomanen ist er als 'der' Mozart-Sänger präsent - dabei hat er immer wieder versucht, durch interessante Aufgaben seine Vielseitigkeit zu beweisen. Ich möchte hier nun durch die Nennung seiner zahlreichen Tondokumente diese Seite von Werner Hollweg zeigen; zu den Mozart-Aufnahmen und seinen Konzert- und Lied-Einspielungen komme ich später. Heute erst einmal die Bühnenwerke von Beethoven bis Gluck:

"Leonore" (Beethoven): (Jaquino) mit Gwyneth Jones (Leonore), Rohtraud Hansmann (Marzelline), James King (Florestan), Theo Adam (Pizarro), Gerd Nienstedt (Rocco) und Eberhard Waechter (Fernando) / Der Chor und das Sinfonie-Orchester des Österreichischen Rundfunks / Chorltg.: Gottfried Preinfalk / Dirigent: Carl Melles (Wien, Musikverein, 14. 12. 1970) 'Opera Depot' (CD)

"Fidelio" (Beethoven): (Erster Gefangener) mit Helga Dernesch, Helen Donath, Jon Vickers, Zoltán Kélémen, Karl Ridderbusch, Horst Laubenthal (Jaquino), José van Dam (Fernando) und Siegfried Rudolf Frese (Zweiter Gefangener) / Der Chor der Deutschen Oper Berlin / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Berlin, Jesus-Christus-Kirche, 12. bis 16. 10. und 15. 12. 1970) 'EMI' (LP und CD)

"Bianca e Fernando" (Bellini): (Fernando) mit Cristina Deutekom (Bianca), Maria Grazia Piolatto (Eloisa), Enzo Dara (Filippo), Alfredo Mariotti (Carlo), Renato Gazzaniga (Viscardo), Franco Ricciardi (Uggero) und Franco Federici (Clemente) / Coro e Orchestra del Teatro Margherita di Genova / Dirigent: Gabriele Ferro (Genua, Teatro Margherita, 14. 11. 1978) 'Omega Opera Archive' (CD)

"Medée" (Cherubini): (Jason) mit Shirley Verrett (Medée), Anne-Marie Rodde (Dircé), Nadine Denize (Néris), Lucia Scapaticci (Première Jeune Fille), Martine Mahé (Deuxième Jeune Fille), Jean-Philippe Lafont (Créon) und Jean-Noel Beguelin (Un Capitaine) / Choeurs et Orchestre du Théâtre National de l' Opéra, Paris / Chorltg.: Jean Laforge / Dirigent: Pinchas Steinberg (Paris, Palais Garnier, März 1986) "The Opera Lovers" (CD) Es handelt sich hier um die ins Französische rückübersetzte italienische Rezitativfassung von Franz Lachner. (Es ist nicht sicher, ob die Vorstellung vom 6. oder 10. März 1986 mitgeschnitten wurde.)

"Anna Bolena" (Donizetti): (Sir Hervey) mit Teresa Zylis-Gara (Anna Boleyn), Vera Little (Johanna Seymour), Barbara Scherler (Smeton), Karl Ridderbusch (Heinrich VIII), Gene Ferguson (Richard Percy) und Wolfgang Anheisser (Lord Rochefort) / Der Kölner Rundfunkchor / Chorltg.: Herbert Schernus / Das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester / Dirigent: Alberto Erede (Köln, Funkhaus des WDR, Dezember 1967 - in deutscher Sprache.) Bisher unveröffentlicht.

"Rusalka" (Dvorák): (Ein Jäger) mit Lilian Sukis (Rusalka), Judith Beckmann (Fürstin), Rose Wagemann (Hexe), Erika Rüggeberg (Küchenjunge), Regina Marheineke, Kari Lövaas und Liliana Nejtschewa (Drei Elfen), Peter Hofmann (Prinz), Theo Adam (Wassermann) und Manfred Schmidt (Wildhüter) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Chorltg.: Heinz Mende / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Marek Janowski (München, Studio 1 des Bayerischen Rundfunks, 1976) 'Opera Depot' und 'House of Opera' (CD). Diese Rundfunkaufnahme diente als Tonunterlage für den mit tschechischen und slowakischen Schauspielern in deutscher und in tschechischer Sprache gedrehten Opernfilm von Petr Weigl - eine Co-Produktion der Bavaria Film mit dem Tschechoslowakischen Fernsehen, dem Bayerischen Rundfunk und dem WWF (Westdeutsches Werbefernsehen Köln). Die Sänger der originalsprachlichen Version waren Gabriela Benacková (Rusalka), Milada Subrtová (Fürstin), Libuse Marová (Hexe), Daniela Sounová (Küchenjunge), Jana Jonasová, Anna Bartlová und Blanka Kralova-Vitkova (Drei Elfen), Peter Dvorský (Prinz), Ondrej Malachovský (Wassermann), Jaroslav Striska (Wildhüter) und René Tucek (Ein Jäger) / Der Chor des Nationaltheaters Prag / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Libor Pesek. (Die deutsche Version des Films, die - leicht gekürzt - am 25. 12. 1979 in der ARD gezeigt wurde, habe ich auf Video.)

"Dantons Tod" (von Einem): (Camille Desmoulins) mit Krisztina Laki (Lucile), Ingrid Mayr (Julie), Gabriele Sima (Ein Dame), Marjana Lipovsek (Simons Frau), Theo Adam (Danton), Wilfried Gahmlich (de Séchelles), Horst Hiestermann (Robespierre), Helmut Berger-Tuna (St. Just), Kurt Rydl (Herrmann), Franz Wyzner (Simon), Christopher Doig (Ein junger Mensch), Karl Terkal und Alfred Muff (Zwei Henker) / Der ORF-Chor / Chorltg.: Gottfried Preinfalk / Das ORF-Symphonieorchester / Dirigent: Lothar Zagrosek (Salzburg, Felsenreitschule, 13. 8. 1983 - konzertante Aufführung) 'Orfeo' (CD)

"Alessandro Stradella" (von Flotow): (Titelrolle) mit Helen Donath (Leonore), Richard Kogel (Bassi), Alexander Malta (Malvolino) und Ferry Gruber (Barbarino) / Der Chor des Bayerischen Rundfunks / Das Münchner Rundfunkorchester / Dirigent: Heinz Wallberg (München, Studio 1 des Bayerischen Rundfunks, Juli 1977) 'Voce' (LP) und 'Gala' (CD). Am 2. 7. 1977 wurde die Oper in dieser Besetzung konzertant im Kongress-Saal des Deutschen Museums in München aufgeführt.

"Don Giovanni tenorio, ossia Il convitato di pietra" (Gazzaniga): (Don Giovanni) mit Sona Ghazarian (Donna Anna), Ulrike Steinsky (Donna Elvira), Monica Lenz (Donna Ximena), Marie McLaughlin (Maturina), Claes-Haakon Ahnsjö (Don Ottavio), Helmut Berger-Tuna (Pasquariello), Josef Köstlinger (Lanterna), Kurt Rydl (Il Commendatore) und Anton Scharinger (Biagio) / Der Salzburger Konzertchor / Chorltg.: Karl Kamper / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Ralf Weikert (Salzburg, Mozarteum, 30. 1. 1985) 'House of Opera' (CD)

"Iphigénie en Tauride" (Gluck): (Pylade) mit Marilyn Horne (Iphigénie), Mariana Nicolescu (Diane / Une Femme Grecque), Gioia Antonini Calé und Benedetta Pecchioli (Deux Prêtresses), Richard Stilwell (Oreste), Zoltán Kélémen (Thoas) und Teodoro Rovetta (Le Ministre de Sanctuaire) / Coro e Orchestra Sinfonica di Torino della RAI (Radiotelevisione Italiana) / Chorltg.: Fulvio Angius / Dirigent: Henry Lewis (Turin, 21. 3. 1974 - von der RAI gesendet am 21. 5. 1974) 'Bella Voce' (CD)

Viele Grüße!

Carlo

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 689

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

34

Sonntag, 9. September 2018, 21:41

Lieber Carlo, es rührt und freut mich ungemein, dass Du einen neuen Versuch unternimmst, Werner Hollweg aus der Versenkung zu holen. In mir hast Du schon mal einen aufmerksamen Leser. Ich bin ganz erschrocken, dass mein Beitrag zum Thema schon wieder mehr als zwei Jahre alt ist. Die angeführten Dokumente habe ich auch - mit Ausnahme des "Rusalka"-Films, der mir nur als Tonspur vorliegt. Ich frage mich, wie es zu der bezirren Besetzung als Jäger kam. Du kannst mir das doch gewiss erklären. Als mir ein Sammler die Aufnahme ankündigte, ging ich felsenfest davon aus, Hollweg würde den Prinzen singen. Das hätte er gewiss gekonnt. Ich kam relativ spät auf Hollweg, der mir natürlich immer ein Begiff war, seit ich Musik höre. Die Initialzündung war die Hohenzollern-Ballade "General Schwerin" von Carl Loewe, auf die ich bei meiner näheren Beschäftigung mit diesem Komponisten stieß. Mir gefiel dieser helle, strahlende Tenor. Obwohl ich einige der gängigen Aufnahmen mit Hollweg besaß, ging ich auf die Suche. Innerhalb weniger Tage hatte ich einen sehr ordentlichen Bestand beisammen. Dem Netz sei Dank! Ohne Internet wären solche Aktionen völlig unmöglich. Auf einen Schlag bescherte mir Ebay auch die beiden Liedplatten des jungen Hollweg mit Hubert Giesen am Klavier. Die haben es - wie so vieles andere - bisher nicht auf CD gebracht. Wie mir die Witwe von Werner Hollweg mitteilte, ist der Nachlass des Sänger an ein Archiv übergeben worden. Nächstens werde ich das näher ergründen.

Du kennst doch gewiss auch diesen "Elias" komplett? Ich konnte nur eine einzelne LP mit Auszügen auftreiben.

Felix Mendelssohn Bartholdy
Elias
Höhepunkte

Arleen Auger, Sopran
Mira Zakai, Mezzosopran
Werner Hollweg, Tenor
Bernd Weikl, Bass

Berliner Konzertchor
The Scottish Choir
Zamir Chorale Jerusalem
Neve Shir Choir

Jerusalem Sinfonie-Orchester
Dirigent: Gary Bertini

2. September 1982
Freiluftkonzert in der Jerusalemer Altstadt
Koproduktion des ZDF mit dem Israelischen Fernsehen
Gesendet am 12. Mai 1983 (Himmelfahrt) im ZDF
Überspielt von LP, herausgegeben vom ZDF

1. So wahr der Herr, der Gott Israels, lebet
2. Herr, höre unser Gebet
3. Zerreisset eure Herzen, und nicht eure Kleider (Obadjah / Tenor)
4. Aber der Herr sieht es nicht (Das Volk / Chor)
5. So wahr der Herr Zebaoth lebet (Elias / Chor)
6. Herr Gott Abrahams, Isaaks und Israels (Elias)
7. Der du deine Diener machst zu Geistern (Elias / Chor)
8. Hilf deinem Volk, du Mann Gottes (Obadjah / Tenor)
9. Gehe hinauf, Knabe (Elias / Knabe / Chor)
10. Du Mann Gottes, lass meine Rede etwas von dir gelten (Obadjah / Tenor)
11. Sie wollen sich nicht bekehren / Es ist genug! (Elias)
12. Hebe dein Auge auf zu den Bergen (Drei Engel)
13. Alsdann wird euer Licht hervorbrechen (Schlusschor)
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 4 444

Registrierungsdatum: 19. November 2010

35

Sonntag, 9. September 2018, 23:25

Werner Hollweg habe ich eher selten live gehört. In Berlin ist er nicht oft aufgetreten. Ganz unvergessen ist mir aber eine Aufführung non Mendelssohns PAULUS unter Lorin Maazel. Da sang er - neben Gerti Zeumer und José van Dam - ganz unvergleichlich schön. Vor allem die Arie „Sei getreu bis in den Tod“ war ganz uneitel und schlicht, zugleich aber tief ergreifend. Eine ganz große Leistung!

Ich habe davon einen Mitschnitt auf Tonband, Ich muss die Revox mal wieder rausholen und das Band auflegen.

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

nemorino

Prägender Forenuser

  • »nemorino« ist männlich

Beiträge: 750

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2017

36

Sonntag, 9. September 2018, 23:41

Mir gefiel dieser helle, strahlende Tenor.
Lieber Rüdiger,

dem Urteil kann ich mich gerne anschließen. Ich gehe sogar soweit, ihn seinem Kollegen Peter Schreier vorzuziehen. Mir gefällt Hollwegs Timbre einfach besser, und sein Tenor strahlt noch eine Spur mehr als der von Schreier.
Ich hatte übrigens vor einigen Jahren einmal kurzzeitig via Amazon Kontakt mit der Tochter von Werner Hollweg, die sich bei mir für eine Rezension bedankt und dabei ihr Bedauern ausgedrückt hat, dass ihr Vater nicht so gewürdigt wird, wie er es aufgrund seines Könnens verdient hätte. Das mag aber auch damit zu tun haben, dass Werner Hollweg nie ins Rampenlicht wollte und außerdem längst nicht so viele Tonaufnahmen hinterlassen hat wie seine Kollegen Schreier, Jerusalem oder Kollo.

In meiner Sammlung befinden sich einige Aufnahmen, die, so weit ich das sehen kann, hier noch nicht genannt wurden, wie z.B. diese:
HAYDN: Die Schöpfung
mit Lucia Popp, Kurt Moll & Benjamin Luxon sowie dem Brighton Festival Chorus
Antal Dorati dirigiert das Royal Philharmonic Orchestra (Aufnahme: 12/1976, Kingsway Hall, London).
Eine sehr schöne Aufnahme, die immer im Schatten der berühmteren Karajan-Produktion (DGG) gestanden hat. Musikalisch ist sie m.E. ganz bestimmt gleichwertig.

Des weiteren habe ich noch folgende CDs, in denen Werner Hollweg an herausragender Stelle mitwirkt:


und natürlich auch den Karajan-FIDELIO (EMI), der hier schon mehrfach erwähnt wurde. Da ist seine Rolle allerdings winzig.

LG, Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 4 444

Registrierungsdatum: 19. November 2010

37

Montag, 10. September 2018, 09:24

Erstaunlicherweise wurden wohl bisher noch nicht genannt:





Auch etliche Opernaufnahmen, die es bisher noch nicht auf CD gibt, sind eigentlich unverzichtbar.
Ich werde sie mal gelegentlich hier einstellen und ein bisschen beschreiben!
Besonders liegen mir am Herzen:




Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

nemorino

Prägender Forenuser

  • »nemorino« ist männlich

Beiträge: 750

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2017

38

Montag, 10. September 2018, 10:12

Guten Morgen, Caruso41,

…… die von Dir gezeigte LP mit den Konzertarien Mozarts befand sich in meiner Plattensammlung, die aber leider aus Platzmangel ausgelagert werden musste. Ich habe sie aber in bester Erinnerung, und es ist schade, daß sie bis heute (wie auch die Mozart-Opernarien) nicht den Weg auf CD gefunden hat.

Ich möchte hier aber noch ein paar Angaben zu Werner Hollweg machen, die ich mir aus diversen Nachschlagewerken zusammengesucht habe:

Er wurde geboren am 13.9.1936 in München, machte zunächst eine Banklehre und arbeitete danach in verschiedenen Banken. Ab 1958 studierte er Gesang an den Konservatorien von München, Detmold und Lugano. Sein Debüt hatte er an der Wiener Kammeroper (1961), danach wird er am Stadttheater Bonn engagiert (1963-1967) und geht dann an die Städtischen Bühnen in Gelsenkirchen. Bereits 1969 wird er vom Maggio Musicale Fiorentino eingeladen, den Belmonte in Mozarts Entführung zu singen. Seine nächsten Stationen sind Hamburg, München, Berlin (Deutsche Oper) und schließlich die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf. Er tritt auch im Ausland auf, u.a. in Helsinki, Paris, Rom, bevor er in den USA debütiert (New York und Los Angeles). Er ist ständiger Gast der Salzburger Festspiele. Im Jahr 1970 singt er unter Herbert von Karajan beim offiziellen Festkonzert der Weltausstellung in Osaka (Japan) das Tenor-Solo in Beethovens Neunter.
Werner Hollweg wird allgemein, sowohl von der Fachkritik als auch vom Publikum, zu den bedeutenden Mozart-Sängern seiner Zeit gezählt: Seine Paraderollen sind Tamino (Zauberflöte), Ferrando (Così), Don Ottavio (Don Giovanni) und Titus in der gleichnamigen Oper. Er tritt aber auch als Konzert-, Lieder- und Oratoriensänger in Erscheinung. Vereinzelt inszeniert er auch Opern.
Werner Hollweg stirbt am 1.1.2007, 70 Jahre alt, an einer unheilbaren Krankheit.

LG, Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

nemorino

Prägender Forenuser

  • »nemorino« ist männlich

Beiträge: 750

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2017

39

Montag, 10. September 2018, 11:07

Auch abseits vom Standard-Repertoire kann man Werner Hollweg erleben, wie z.B. hier:
MAHLER: Das klagende Lied
mit u.a. Brigitte Fassbaender (Mezzosopran), Städtischer Musikverein Düsseldorf, Dirigent: Hartmut Schmidt.

Und auch in einem selten aufgeführten Mozart-Stück:
DIE SCHULDIGKEIT DES ERSTEN GEBOTS, KV 35
mit u.a. Sylvia Geszty (Sopran) und Arleen Augér (Sopran),
sowie der Berliner Domkapelle (Ost-Berlin), Dirigent: Roland Bader.

LG, Nemorino
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

Fiesco

Prägender Forenuser

  • »Fiesco« ist männlich

Beiträge: 829

Registrierungsdatum: 30. August 2017

40

Montag, 10. September 2018, 13:46

Zitat

Caruso41
Auch etliche Opernaufnahmen, die es bisher noch nicht auf CD gibt, sind eigentlich unverzichtbar.
Ich werde sie mal gelegentlich hier einstellen und ein bisschen beschreiben!
Besonders liegen mir am Herzen:uch etliche Opernaufnahmen, die es bisher noch nicht auf CD gibt, sind eigentlich unverzichtbar.
Ich werde sie mal gelegentlich hier einstellen und ein bisschen beschreiben!
Besonders liegen mir am Herzen:

.......aber die gibt es doch schon auf CD wie das Cover des Tancredi zeigt ?( !

Und weitere Einspielungen mit W.Hollweg.....

klick

klicknur als LP und Teile als zum reuter laden
klick
klick


LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 4 444

Registrierungsdatum: 19. November 2010

41

Montag, 10. September 2018, 15:47

.......aber die gibt es doch schon auf CD wie das Cover des Tancredi zeigt ?( !


Du musst nicht so ein böses Gesicht machen, teuerster Fiesco: dass es die beiden eingestellten Opern auf CD gibt, weiß ich auch. Vom Tancredi hatte ich nur nicht das Cover sondern die Angaben mit der Besetzung für interessanter gehalten. Und im Falle der Schmidt-Isserstedt-Aufnahme finde ich das Cover der LP einfach besser gestaltet. Ich hatte aber noch an andere Opernaufnahmen gedacht, die es nicht auf CD gibt und zu denen ich Bilder erst noch suchen muss.
Eigentlich wollte ich mich nicht damit begnügen, Cover einzustellen. Ich hatte ja gesagt, dass ich die Aufnahmen ein bisschen beschreiben wollte. Ich ziehe mich freilich gerne zurück, wenn Du etwas über die Opernaufnahmen schreiben willst.

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Fiesco

Prägender Forenuser

  • »Fiesco« ist männlich

Beiträge: 829

Registrierungsdatum: 30. August 2017

42

Montag, 10. September 2018, 16:11

Sorry, ich bin auch hier raus, da Caruso41 ja alles im Griff hat!

Fiesco

Ps: Du musst mir nicht antworten ich habe verstanden! Ich werde mich in Zukunft aus allem heraushalten wo du zugange bist, siehe das Operrollenspiel!
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 360

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

43

Montag, 10. September 2018, 16:12

DIE ZAUBERFFLÖTE
Ein Querschnitt

Königin der Nacht: Arleen Auger
Pamina: Edith Mathis
Papagena: Renate Holm
Tamino: Werner Hollweg
Sarastro: Gottlob Frick
Papageno und Erzähler: Heinz Holecek

Liebe Freunde,


sehr erfreulich, dass wieder eine Erinnerung und Diskussion über Werner Hollweg begonnen hat. Er war einer der vielseitigsten Tenöre seiner Zeit, der z. B. auch Jagd- und Volkslieder sehr gefühlvoll interpretieren konnte. Er wird zwar meistens richtiger Weise als Mozarttenor bezeichnet, aber er war weit mehr. Die von Rheingold eingestellte Kurzfassung der "Zauberflöte" beweist, wie männlich, nahezu jugendlich heldisch, sein Tamino klingt und dennoch schönstimmig und lyrisch vorgetragen wird. Diese Aufnahme ist aber auch die große Stunde von Heinz Holecek. Fabelhaft aussehend, ausgezeichnet singend und perfekt rezitierend gelingt es ihm, in dieser Aufnahme sein ganzes damaliges singschauspielerisches Können vorzüglich zu demonstrieren. Später wurde er dann als der populäre "Honzo" ein beliebtes Wiener Original. Ganz gewinnend auch die liebreizende Renate Holm, die als Papagena weit mehr als soubrettenhaftes Singen und Spiel bietet. Was hätte aus dieser Aufnahme werden können, wenn die Regie die hervorragenden Sänger nicht weitgehend zu statuarischen Denkmälern degradiert hätte. Bei Gottlob Frick, der selbstverständlich den Sarastro mit herrlich strömendem, weichem Bass hinreissend gestaltet,spürt man direkt,wie unwohl er sich als unbeweglich singender Automat fühlt. Einmal lässt der Regisseur Papagena und Papageno von der Leine, also wirklich spielen und prompt hat diese Szene Feuer, Charme und pulsierendes Leben. Ja - die armen Regisseure: machen sie nichts, ist es nichts - machen sie zu viel, ist es auch nichts. Dennoch ist diese Zauberflöte ein Dokument für schönsten Mozartgesang und Mozartstil und eine wunderschöne Erinnerung an den so liebenswerten Heinz Holecek. Wo gibt es solche echten, originellen Persönlichkeiten heute noch im modernen Opernbetrieb?

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 4 444

Registrierungsdatum: 19. November 2010

44

Montag, 10. September 2018, 17:59

.....Du musst mir nicht antworten....


Teuerster Fiesco,
ich kann auch nicht antworten, weil ich gar nicht verstanden habe, was Du eigentlich willst! Was ist denn Dein Problem?

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

nemorino

Prägender Forenuser

  • »nemorino« ist männlich

Beiträge: 750

Registrierungsdatum: 31. Dezember 2017

45

Dienstag, 11. September 2018, 09:40

Er wurde geboren am 13.9.1936 in München
Hier muß ich mich korrigieren: Werner Hollweg wurde in Solingen geboren, nicht in München (da bin ich einer falschen Quelle aufgesessen).
Gestorben ist er in Freiburg i.Breisgau.
Die Welt ist ein ungeheurer Friedhof gestorbener Träume (Robert Schumann).

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 689

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

46

Dienstag, 11. September 2018, 09:59

Stimmt genau, lieber nemorino. Zu seiner Geburtsstadt hat er auch immer Kontakt gehalten. Er ist dort verschiendentlich auch bei Konzerten aufgetreten. Davon hat sich einiges erhalten.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

9079wolfgang

Prägender Forenuser

  • »9079wolfgang« ist männlich

Beiträge: 7 165

Registrierungsdatum: 15. April 2010

47

Dienstag, 11. September 2018, 10:14

Schon erstaunlich, daß ich nicht schon früher in diesen Thread eingestiegen bin. Ich habe Werner Hollweg einigemale in Bonn in verschiedenen Opern erlebt. Seine Stimme habe ich sehr geschätzt. Die von Caruso eingestellten Aufnahmen besitze ich auch und werde sie baldigst wieder anhören.

MfG
W.S.

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

48

Samstag, 15. September 2018, 23:53

Liebe Forianer,

hier folgt der zweite Teil der Opern-Discographie von Werner Hollweg, betreffend die Komponisten von Händel bis Monteverdi.

Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden Händels 'Sacred Dramas' - z. B. "Samson", "Hercules", "Belshazzar", "Theodora" und "Jephtha" - in zunehmenden Maße auf der Opernbühne und in Gotteshäusern (als sogenannte 'Kirchenopern') aufgeführt, weil sie aus moderner Sicht wesentlich dramatischer und kraftvoller sind als die oft schematischen Opern Händels mit ihren stereotypischen Inhalten. Daher reihe ich die folgenden vier 'Oratorien' Händels unter die Bühnenwerke ein:

"Saul" (Händel): (Jonathan) mit Monika Lenz (Michal), Paul Esswood (David), Walter Berry (Saul), Alfred Kainz (Samuel), Josef Oberauer (Hexe von Endor) sowie Yasmina Simonida, Stefania Kaluza, Josef Oberauer und Matteo De Monti (Solostimmen) (Die Partie der Merab ist gestrichen.) / Der Chor des Salzburger Landestheaters / Chorltg.: Karl Kamper / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Ralf Weikert (Salzburg, Universitätskirche, 27. 7. 1985 - in englischer Sprache) Bisher unveröffentlicht. Händels erstes großes 'Sacred Drama' wurde mit einem Schauspieler (Georges Ourth) als Erzähler der Handlung - mit Bühnenbild und in Kostümen - aufgeführt

"Joseph und seine Brüder" (Joseph and his Brethren) (Händel): (Simeon) mit Emilia Petrescu (Asenath), Thomas Böker (Knabensopran) (Benjamin), Alfred Deller (Joseph), Helmuth Kretschmar (Judah), Friedreich Melzer (Phanor), Paul Medina (Reuben) und Kurt Moll (Pharao) / Der Göttinger Knabenchor / Chorltg.: Franz Herzog / Das Händel-Festspielorchester Göttingen / Dirigent: Günther Weißenborn (Göttingen, Stadthalle, 17. 6. 1969 - konzertant, in deutscher Sprache) Bisher unveröffentlicht.

"Hercules" (Händel): (Hyllus) mit Yolanta Radek (Iole), Sarah Walker (Dejanira), Marjana Lipovsek (Lichas), Roderick Kennedy (Hercules) und Walter Zeh (Ein Priester des Jupiter) / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Der Concentus Musicus Wien / Dirigent: Nikolaus Harnoncourt (Wien, Konzerthaus, 7. 6. 1985 - in englischer Sprache) Bisher unveröffentlicht.

"Jephtha" (Händel): (Titelrolle) mit Elizabeth Gale (Iphis), Glenys Linos (Storge), Gabriele Sima (Engel), Paul Esswood (Hamor) und Friedemann Hanke (Zebul) / Dirigent: Ivan Fischer (Ossiach, Stiftskirche, 9. 7. 1978 - englisch gesungen) Bisher unveröffentlicht. Dieses (letzte) Oratorium Händels wurde beim 'Carinthischen Sommer 1978' als 'Kirchenoper'.inszeniert.

dto.: (Titelrolle) mit Elizabeth Gale, Glenys Linos, Gabriele Sima, Paul Esswood und Thomas Thomaschke (Zebul) / Die Mozart-Sängerknaben / Ltg.:Erich Schwarzbauer / Der Arnold-Schönberg-Chor / Chorltg.: Erwin Ortner / Der Concentus Musicus Wien / Dirigent: Nikolaus Harnoncourt (Wien, Casino Zögernitz, September 1978) (LP und CD) Als Zebul war ursprgl. Robert Holl vorgesehen. Während der Schallplatten-Aufnahmen wurde das Werk auch - in englischer Sprache - in einem Konzert am 29. 9. 1978 im Wiener Konzerthaus aufgeführt.

dto.: (Titelrolle) mit Monika Lenz, Glenys Linos, Yasmina Simonida, Paul Esswood und Boris Rubaschkin / Erzähler: Georges Ourth / Der Chor des Salzburger Landestheaters / Chorltg.: Karl Kamper / Das Mozarteum-Orchester Salzburg / Dirigent: Ralf Weikert (Salzburg, Universitätskirche, 27. 7. 1984 - in englischer Sprache) Bisher unveröffentlicht. (Auch 1985 und 1986 sang Werner Hollweg den Jephtha in den Aufführungen in der Salzburger Universitätskirche).

"Armida" (Haydn): (Ubaldo) mit Gundula Janowitz (Armida), Nancy Burns (Zelmira), Waldemar Kmentt (Rinaldo), Horst R. Laubenthal (Clotarco) und Günter Reich (Idreno) / Die Cappella Coloniensis / Dirigent: Ferdinand Leitner (Köln, Funkhaus des WDR, 12. 1. 1968 - Live-Aufnahme) 'Ponto' (CD) Für die CD-Veröffentlichung wurden die deutschen Zwischentexte von Franz Willnauer - gesprochen von Gert Westphal - eliminiert.

"Der Meister und Margarita" (Höller): (Levi Matthäus, ein Jünger Jesus' - in den 'Pontius Pilatus'-Szenen) mit u. a. Karan Armstrong (Margarita, Geliebte des Meisters), Roland Hermann (Der Meister, ein Schriftsteller), James Johnson (Voland, der Satan), Pierre-Yves Le Maigat (Berlioz, ein Chefredakteur), Ian Caley (Besdomny, ein junger Dichter), Christian Tréguier (Dr. Strawinski, ein Irrenarzt), Klaus Schneider (Stjopa) und Doris Lamprecht (Frau Stjopa) / Die Gehilfen Volands: Elizabeth Laurence (Behemoth), Nicholas Folwell (Korowjew), Andreas Jäggi (Asasello) / In den 'Pontius Pilatus'-Szenen: Richard Angas (Pontius Pilatus) / Choeurs et Orchestre du Théâtre National de l' Opéra, Paris / Chorltg. Jean Laforge / Dirigent: Lothar Zagrosek (Paris, Palais Garnier, 20. 5. 1989 - Uraufführung in deutscher Sprache; insgesamt fünf Vorstellungen) Bisher unveröffentlicht. Wie schon Sergei Slonimskii und Rainer Kunad vor ihm, vertonte auch York Höller (auf ein eigenes Libretto) Mikhail Bulgakovs phantastischen, bilderreichen Roman mit seinen vielen Deutungsebenen - vordergründig eine Satire auf die Sowjetunion während der Stalin-Zeit. Den Auftrag zur Komposition erhielt Höller, der einige Jahre beim u. a. von Pierre Boulez gegründeten IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique - Musique) mitarbeitete, von der Pariser Oper. Allerdings versperrte die typisch 'verquere' Inszenierung von Hans Neuenfels Kritikern und Publikum den Zugang zu diesem Werk. Die deutsche Erstaufführung an der Kölner Oper war am 1. 11. 1991 - ohne die Mitwirkung von Werner Hollweg; eine spätere Aufführung wurde mitgeschnitten und bei 'col legno' auf CD veröffentlicht. Die Sänger sind: Marilyn Schmiege (Margarita), Richard Salter (Der Meister), Franz Mazura (Voland), Dieter Schweikart (Berlioz), William Pell (Besdomny), Reinhard Dorn (Dr. Strawinski), Camillo Meghor (Stjopa), Eva Tamassy (Frau Stjopa), Ulrich Hielscher (Pontius Pilatus), Martin Finke (Levi Matthäus), Etsuko Katagiri (Behemoth), Matteo De Monti (Korowjew) und Barry Ryan (Asasello) - es dirigierte auch hier Lothar Zagrosek. (Die genannten Rollennamen entsprechen der deutschen Erstaufführung.)

"Karl V." (Krenek): (Francisco Borgia / Ein Anhänger Luthers) mit u. a. Turid Karlsen (Eleonore), Franziska Hirzel (Isabella), Anne Gjevang (Juana), David Pittman-Jennings (Karl V.), Alfons Eberz (Ferdinand), Andreas Conrad (Franz I.), Axel Mendrok (Frangipani) und Tom Sol (Luther) / Ceský filharmonický sbor Brno (Der Philharmonische Chor Brünn) / Chorltg.: Petr Fiala / Das Orchester der Beethovenhalle Bonn / Dirigent: Marc Soustrot (Bonn, Beethovenhalle, 8. - 14. 10. 2000) 'Dabringhaus und Grimm' (2 CDs)

"Il combattimento di Tancredi e Clorinda" (Monteverdi): (Testo) mit Trudeliese Schmidt (Clorinda) und Kurt Equiluz (Tancredi) / Der Concentus Musicus, Wien / Dirigent: Nikolaus Harnoncourt / (Wien, Casino Zögernitz, 1983) LP und CD auf 'Teldec'. (Die LP, die ich habe, enthält außerdem aus dem 8. Madrigalbuch die Madrigale "Ogni amante è guerrier" - mit Werner Hollweg, Philip Langridge und Hans Franzen - sowie "Lamento della Ninfa" - mit Ann Murray, Philip Langridge, Kurt Equiluz und Rudolf A. Hartmann - und "Mentre vaga angioletta" - mit Janet Perry, Ann Murray, Felicity Palmer und Anne-Marie Mühle) Elf Stücke aus dem 8. Madrigalbuch wurden in Zürich (Premiere am 23. 6. 1979) von Jean-Pierre Ponnelle auch für die Bühne inszeniert, darunter auch "Il combattimento di Tancredi e Clorinda" mit Werner Hollweg (Testo), Trudeliese Schmidt (Clorinda) und Raimundo Mettre (Tancredi); der Dirigent war Nikolaus Harnoncourt.

"Il ritorno d' Ulisse in patria" (Monteverdi): (L' umana fragilità / Ulisse) mit (im Prolog) Werner Gröschel (Tempo), Renate Lenhart (Fortuna) und Klaus Brettschneider (Amore) / Die Götter: Helrun Gardow (Minerva), Jozsef Dene (Giove), Hans Franzen (Nettuno) und Renate Lenhart (Giunone) / Die Menschen: Ortrun Wenkel (Penelope), Sylvia Greenberg (Melanto), Maria Minetto (Ericlea), Francisco Araiza (Telemaco), Philippe Huttenlocher (Eumete), Peter Keller (Eurimaco), Simon Estes (Antinoo), Peter Straka (Pisandro), Paul Esswood (Anfinomo) und Arley Reece (Iro) / Das Monteverdi-Ensemble des Opernhauses Zürich / Dirigent: Nikolaus Harnoncourt (Wien, Theater an der Wien, 22. 5. 1978) Bisher unveröffentlicht. Mit dem 'Monteverdi-Zyklus' - "L' Orfeo", "Il ritorno d' Ulisse in patria" und "Il coronazione di Poppea" - gastierte das Opernhaus Zürich auch in Hamburg (300-Jahr-Feier 'Oper in Hamburg'), Edinburgh, Berlin, Florenz, Mailand (200-Jahr-Feier der Mailänder Scala) und Wiesbaden; 1978/1979 folgte auch eine Verfilmung für 'Unitel'. (Bei der Kölner Erstaufführung der Fassung von Hans Werner Henze sang Werner Hollweg 1985 die Partie des Eumete.)

Viele Grüße!

Carlo

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

49

Freitag, 21. September 2018, 00:04

Hallo, Taminos!

Der dritte Teil der Opern-Gesamtaufnahmen mit Werner Hollweg umfasst die Werke der Komponisten Myslivecek bis Strauss. Und bevor jemand protestiert: Mozart wird in einem gesonderten Beitrag folgen, wie auch die Operetten- und Konzert-Einspielungen und TV-Produktionen mit diesem Tenor. Nur Geduld!

"Abramo e Isacco" (Myslivecek): (Abraham) mit Barbara Hendricks (Isaak), Yolanta Omilian (Der Engel), Ruthild Engert (Sarah) und Martin Egel (Gamari) / Der Chor des Süddeutschen Rundfunks / Chorltg.: Marinus Voorberg / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Dirigent: Peter Maag (Schwetzingen, Rokokotheater, 13. 5. 1979) 'Schwetzinger Festspiele 1979' (LP) Die Revision dieser 'Azione sacra' (mit dem Text von Pietro Metastasio) des Mozart-Zeitgenossen Josef Myslivecek - früher hielt man das Werk tatsächlich für eine Komposition Mozarts - übernahmen Antonín Myslik und Peter Maag. (Mit Hildegard Heichele als Isaak und mit den Münchner Philharmonikern - aber sonst unveränderter Besetzung - wurde das Werk auch konzertant am 12. und 13. 7. 1979 im Münchner Cuvilliés-Theater aufgeführt.) 1988 hat Werner Hollweg das Oratorium als 'Kirchenoper' inszeniert und (teilweise) den Abraham gesungen: am 29. 5. im Ursulinenkloster in Linz (Donau) und am 9. 7. in der Stiftskirche in Ossiach (Kärnten) - die Sänger waren Anikó Kóródi (Isaak), Donna Ellen (Der Engel) und Althea Bridges (Sarah). Der Tenor Bruce Reed von der New Yorker City Opera sang die virtuosen Arien des Abraham; Ernst Dunshirn war der Chorleiter und Roman Zeilinger der Dirigent. Ein Erzähler (Friedrich Wagner) führte durch die Handlung dieses in italienischer Sprache gesungenen Werks.

"Tancredi" (Rossini): (Argirio) mit Fiorenza Cossotto (Tancredi), Lella Cuberli (Amenaide), Helga Müller-Molinari (Isaura), Lucia Rizzi (Ruggiero) und Nicolai Ghiuselev (Orbazzano) / Der Herrenchor des Kölner Rundfunkchors / Chorltg.: Herbert Schernus / Die Cappella Coloniensis / Dirigent: Gabriele Ferro (Lindlar, Schulzentrum 6. - 18. 10. 1978) 'Italia' (LP) und 'Warner Fonit' (CD) (Die Aufnahme bringt die Fassung der Uraufführung nach der Edition der Fondazione Rossini in Pesaro.)

"Fredigundis" (Franz Schmidt): (Landerich) mit Dunja Vejzovic (Fredigundis), Olga Sandu (Rulla), Martin Egel (Chilperich), Reid Bunger (Drakolen) sowie Wolfgang Witte, Robert Riener und Neven Belamaric (Drei Gewappnete) / Der ORF-Chor und das ORF-Symphonieorchester / Chorltg.: Gottfried Preinfalk / Dirigent: Ernst Märzendorfer (Wien, Musikverein, 27. 9. 1979) 'Voce' (LP) Am 25. 9. 1979 wurde diese Oper in gleicher Besetzung konzertant im Brucknerhaus in Linz aufgeführt.

"Lazarus" (Schubert): (Titelrolle) mit Edith Mathis (Maria), Cornelia Wulkopf (Martha), Hanna Schwarz (Jemina), Horst Laubenthal (Nathanael) und Hermann Prey (Simon) / Der Südfunkchor / Chorltg.: Wolfgang Isenhardt / Das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart / Dirigent: Gabriel Chmura (Urach, St. Amandus-Kirche, 2. - 4. 10. 1981) 'Orfeo' (LP und CD) Gekoppelt mit Schuberts "Salve Regina" D 676 (Edith Mathis / Das Radiosinfonie-Orchester Stuttgart / Dirigent: Gabriel Chmura).
dto.: (Titelrolle) mit Edith Mathis (Maria), Gabriele Sima (Martha), Gabriele Fontana (Jemina), Thomas Moser (Nathanael) und Klaus-Jürgen Küper (Simon) / Der ORF-Chor und das ORF-Symphonieorchester / Chorltg.: Gottfried Preinfalk / Dirigent: John Perras (Wien, Musikverein, 17. 11. 1981) Bisher unveröffentlicht. (Dieses unvollendete 'Religiöse Drama' wurde bereits mehrfach für die Bühne inszeniert, so z. B. 1997 im Serapionstheater in Wien (mit Rainer Trost unter Richard Hickox) oder 2013 im Theater an der Wien (mit Kurt Streit unter Michael Boder).

"Fierrabras" (Schubert): (Titelrolle) mit Margherita Rinaldi (Emma), Viorica Cortez (Florinda), Luisa Gallmetzer (Maragond), Norbert Orth (Eginhard), Ernst Gerold Schramm (Roland), Dimiter Petkov (Boland), Nikolaus Hillebrand (König Karl), Andrea (Andrzej) Snarski (Brutamonte) und Ezio Di Cesare (Ogier) / Coro e Orchestra Sinfonica di Roma della RAI (Radiotelevisione Italiana) / Chorltg.: Gianni Lazzari / Dirigent: Gabriel Chmura (Perugia, Teatro Morlacchi, 16. 9. 1978 - konzertante Aufführung während der 'Sagra Musicale Umbria') 'House of Opera' (CD)

"Olympie" (Spontini): (Cassandre) mit Yasuko Hayashi (Olympie), Alexandrina Milcheva (Statire), Alexander Malta (Antigone), Alexander Zagrabelni (L' Hiérophante) und Mario Luperi (Hermas / Un Prêtre) / Coro e Orchestra Sinfonica di Roma della RAI (Radiotelevisione Italiana) / Chorltg.: Gianni Lazzari / Dirigent: Gianandrea Gavazzeni (Perugia, Teatro Morlacchi, 15. 9. 1979 - konzertante Aufführung in französischer Sprache während der 'Sagra Musicale Umbria' ) 'MRF' (LP)

"Capriccio" (Strauss): (Monsieur Taupe) mit Kiri Te Kanawa (Die Gräfin), Brigitte Fassbaender (Clairon), Anna Rita Taliento (Eine italienische Sängerin), Uwe Heilmann (Flamand), Roberto Saccà (Ein italienischer Tenor), Olaf Bär (Olivier), Hakan Hagegard (Der Graf), Victor von Halem (La Roche), Gottfried Hornik (Der Haushofmeister) und Hans Hotter (Ein Diener) / Acht Diener: Erich Wessner, Nikolaus Simkowsky, Johann Reinprecht, Walter Zeh, Josef Stangl, Wolfgang Holzherr, Jörg Schneider und Gerhard Panzenböck / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Ulf Schirmer (Wien, Konzerthaus, Dezember 1993) 'Decca' (CD)

Herzliche Grüße!

Carlo

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

50

Sonntag, 7. Oktober 2018, 00:20

[size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Liebe Taminos,[/font][/size]
[size=10][/size]
[size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']hier ist der vierte Teil der Opernaufnahmen von und mit Werner Hollweg!
[/font][/size]
[size=10][/size]
[size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']"Oedipus Rex" (Stravinskii): (Titelrolle) mit Brigitte Fassbaender (Jocaste), Heinz Zednik (Der Hirte), Siegmund Nimsgern (Creon), Robert Holl (Tiresias) und Artur Korn (Der Bote) / Erzähler: Ernst Meister / Slovenský filharmonický zbor v Bratislave (Der Chor der Slowakischen Philharmonie Bratislava) / Chorltg.: Lubomír Mátl / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Erich Leinsdorf (Wien, Konzerthaus, 2. 6. 1977) Bisher unveröffentlicht.[/font][/size][size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']
dto.: (Titelrolle) mit Sylvia Lindenstrand (Jocaste), Peter Baillie (Der Hirte), Artur Korn (Creon / Der Bote), Nikolaus Hillebrand (Tiresias) / Erzähler: Alexander Trojan / Der Herrenchor des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde Wien / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Gary Bertini (Wien, Musikverein, 3. - 6. 5. 1979 - vier Aufführungen) Bisher unveröffentlicht.

dto.: (Titelrolle) mit Marjana Lipovsek (Jocaste), Heinz Zednik (Der Hirte), James Johnson (Creon / Der Bote) und Kurt Rydl (Tiresias) / Erzähler: Hans Hollmann / Der Wiener Jeunesse Chor / Chorltg.: Günther Theuring / Das ORF-Symphonieorchester / Dirigent: Lothar Zagrosek (Wien, Konzerthaus, 15. 10. 1982) Bisher unveröffentlicht.

dto.: (Titelrolle) mit Gabriele Schreckenbach (Jocaste), Aldo Baldin (Der Hirte), Roland Hermann (Creon / Der Bote) und Roland Bracht (Tiresias) / Erzähler: Jochen Bartels / Der Herrenchor des RIAS-Kammerchors / Chorltg.: Marcus Creed / Der Herrenchor des Chors der Oper Bonn / Chorltg.: Georg Achim Földes / Das Sinfonieorchester des Südwestfunks Baden-Baden / Dirigent: Ferdinand Leitner (Baden-Baden, Hans-Rosbaud-Studio des SWF, Juni 1989) 'Intercord' (CD)

"Otello" (Verdi): (Cassio) mit Katia Ricciarelli (Desdemona), Hanna Schwarz (Emilia), Plácido Domingo (Otello), Sherrill Milnes (Jago), Heinz Kruse (Rodrigo), Harald Stamm (Lodovico), Herbert Fliether (Montano) und Heinz-Jürgen Demitz (Herold) / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Günther Schmidt-Bohländer / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: James Levine (Hamburg, Staatsoper, 28. 9. 1975) 'Ed Rosen Recordings' (LP) und 'House of Opera' (CD) (Dies war das Rollendebüt von Plácido Domingo und das Deutschland-Debüt von James Levine.)

"Tannhäuser" (Wagner): (Walther von der Vogelweide) mit Helga Dernesch (Elisabeth), Christa Ludwig (Venus), Ein ungenannter Solist der Wiener Sängerknaben (Ein Hirtenknabe), René Kollo (Tannhäuser), Kurt Equiluz (Heinrich der Schreiber), Victor Braun (Wolfram von Eschenbach), Hans Sotin (Landgraf Hermann), Manfred Jungwirth (Biterolf) und Norman Bailey (Reinmar von Zweter) / Die Wiener Sängerknaben / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Wilhelm Pitz und Norbert Balatsch / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Georg Solti (Wien, Sofiensäle, Oktober 1970) 'Decca' (LP und CD). Für die Aufnahme wurde die sogen. 'Wiener Fassung' verwendet, die auf der Pariser Version von 1861 basiert, in der z. B. auch das kurze Solo Walthers "Den Bronnen, den uns Wolfram nannte" im 2. Akt gestrichen ist. (Die Einspielung entstand in quadrophonischer Technik, wurde aber nur stereophonal herausgebracht.) Nebenbei gesagt: Ursprünglich sollten Régine Crespin (Elisabeth) und Marilyn Horne (Venus) singen; beide Damen sagten sehr kurzfristig ab - Insider kennen den delikaten Hintergrund!

"Die drei Pintos" (Weber / Mahler): (Gaston de Viratos) mit Lucia Popp (Clarissa), Kari Lövaas (Laura), Jeanette Scovotti (Inez), Heinz Kruse (Gomez de Freiros / Der Haushofmeister), Franz Grundheber (Pantaleone Roiz de Pacheco / Der Wirt), Hermann Prey (Ambrosio) und Kurt Moll (Pinto de Fonseca) / Het NCRV Vocaal Ensemble Hilversum (Das Niederländische Vokal-Ensemble) / Chorltg.: Marinus Voorberg / Die Münchner Philharmoniker / Dirigent: Gary Bertini (München, Bürgerbräukeller, Januar 1976) 'RCA' (LP) und 'Sony' (CD). Werner Hollweg ersetzte kurzfristig den ursprünglich vorgesehenen Peter Schreier. (Carl Maria von Weber begann 1820 mit der Komposition und gab vier Jahre später die Arbeit daran auf - von 17 geplanten Nummern wurden nur 7 im Vokalsatz konzipiert. Webers Enkel beauftragte Gustav Mahler mit der Vervollständigung des kompositorischen Torsos unter Verwendung einiger unbekannter Lieder und Kantaten Webers, wobei Mahler die komplette Instrumentierung übernahm und das Werk auf 21 Nummern erweiterte.)

"Der Freischütz" (Weber): (Max) mit Marita Napier (Agathe), Jutta-Renate Ihloff (Ännchen), Siegmund Nimsgern (Kaspar), Donald Bell (Ottokar), Francois Castel (Kilian), Franz Crass (Ein Eremit) und Louis Hendrikx (Kuno) / Les Choeurs du Grand Théâtre de Genève / Chorltg.: Paul-André Gaillard / L' Orchestre de la Suisse Romande / Dirigent: Jacques Delacôte (Genf. Grand Théâtre de Genève, 30. 11. 1976) Bisher unveröffentlicht. (Ein Statist verkörperte den 'Samiel', der in dieser Inszenierung von Giancarlo Del Monaco fast durchgehend auf der Bühne präsent war und dessen Stimme in der 'Wolfsschluchtszene' von einem Tonband ertönte.)

"Oberon" (Weber): (Titelrolle) mit Ingrid Bjoner (Rezia), Julia Hamari (Fatime), Hanna Schwarz (Puck), Olivera Miljakovic (Meermädchen), Karl-Josef Hering (Hüon) und Siegmund Nimsgern (Scherasmin) / Chor-Solisten: Gianna Lollini, Corinna Vozza und Athos Cesarini / Coro e Orchestra Sinfonica di Roma della RAI / Chorltg.: Gianni Lazzari / Dirigent: George Alexander Albrecht (Rom, L' Auditorio del Foro Italico, 7. 2. 1974 - die von Giorgio Bandiera gesprochenen verbindenden Worte wurden für die CD-Veröffentlichung eliminiert.) 'Ponto' (CD - gekoppelt mit der Gesamtaufnahme von "Der Freischütz" unter Wolfgang Sawallisch, aufgenommen am 27. 1. 1973 bei der RAI in Rom.)

"Der Corregidor" (Wolf): (Don Eugenio de Zuniga) mit Helen Donath (Donna Mercedes), Doris Soffel (Frasquita), Gabriele Schreckenbach (Manuela), Kaja Borris (Die Duenna), Peter Maus (Pedro / Ein Nachbar), Dietrich Fischer-Dieskau (Tio Lucas), Kurt Moll (Juan Lopez), Victor von Halem (Repela) und Helmut Berger-Tuna (Tonuelo / Ein Nachtwächter) / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Uwe Gronostay / Das Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Dirigent: Gerd Albrecht (Berlin, Jesus-Christus-Kirche, 1. - 6. 7. 1985) 'Schwann' (LP und CD)

NACHTRAG:

"La Damnation de Faust" (Berlioz): (Titelrolle) mit Agnes Baltsa (Marguerite), Siegmund Nimsgern (Méphistophélès) und Günter Wewel (Brander) / Der Chor der St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin / Die Berliner Philharmoniker / Chorltg. und Dirigent: Roland Bader (Berlin, Philharmonie, 25. 10. 1975) Bisher unveröffentlicht.


"Alessandro Stradella" (von Flotow): (Titelrolle) mit Hildegard Uhrmacher (Leonore), Heinz Kruse (Barbarino), Josef Greindl (Bassi) und Victor von Halem (Malvolino) / Der Berliner Konzert-Chor / Das Symphonische Orchester Berlin / Chorltg. und Dirigent: Fritz Weisse (Berlin, Philharmonie, 7. und 8. 6. 1975) Bisher unveröffentlicht.

[/font][/size]
[size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']"Acis and Galatea" (Händel): (Acis) mit Helen Donath (Galatea), Catherine Gayer (Damon) und Peter Meven (Polyphemus) / Der Kammerchor Ernst Senff / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Rafael Kubelik (Berlin, Philharmonie, 24. 4. 1974 - Aufführung in deutscher Sprache) Bisher unveröffentlicht.
[/font][/size]
[size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Viele Grüße![/font][/size]
[size=10][/size]
[size=10][font='Arial, Helvetica, sans-serif']Carlo[/font][/size]
[size=10][/size]

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

51

Sonntag, 7. Oktober 2018, 00:44

Liebe Taminos,
das kommt davon, wenn man einen neuen Computer mit einer neuen Software bekommt!
Der erste Abschnitt lautet: "Oedipus Rex" (Stravinskii): (Titelrolle) mit Brigitte Fassbaender (Jocaste), Heinz Zednik (Der Hirte), Siegmund Nimsgern (Creon), Robert Holl (Tiresias) und Artur Korn (Der Bote) / Erzähler: Ernst Meister / Slovenský filharmonický zbor v Bratislave (Der Chor der Slowakischen Philharmonie Bratislava) / Chorltg.: Lubomir Mátl / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Erich Leinsdorf (Wien, Konzerthaus, 2. 6. 1977) Bisher unveröffentlicht.
Der letzte Abschnitt lautet: "Acis and Galatea" (Händel): (Acis) mit Helen Donath (Galatea), Catherine Gayer (Damon) und Peter Meven (Polyphemus) / Der Kammerchor Ernst Senff / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Rafael Kubelik (Berlin, Philharmonie, 24. 4. 1974 - Aufführung in deutscher Sprache) Bisher unveröffentlicht.
Carlo

Stimmenliebhaber

Prägender Forenuser

  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 999

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

52

Sonntag, 7. Oktober 2018, 01:10

Lieber "Carlo",
einmal mehr herzlichen Dank für deine Auflistung!
Nebenbei gesagt: Ursprünglich sollten Régine Crespin (Elisabeth) und Marilyn Horne (Venus) singen; beide Damen sagten sehr kurzfristig ab - Insider kennen den delikaten Hintergrund!
Von dieser ursprünglichen Besetzung wusste ich bisher nichts, noch weniger kenne ich den Hintergrund. Also bitte: Butter bei die Fische! :D :yes: :hello:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

53

Samstag, 13. Oktober 2018, 23:17

Hallo, Taminos!

Heute beginne ich damit, die Aufnahmen aus dem Konzert-Repertoire von Werner Hollweg aufzulisten.

Wie diese Aufstellung zeigt, hatte er ein sehr großes Spektrum an Werken der Geistlichen Musik und der Konzert-Literatur vorzuweisen. Konzertauftritte und Liederabende wurden ihm mit den Jahren immer wichtiger und er versuchte auch, den Stempel des 'Mozart-Sängers' loszuwerden. Deshalb bleibt dieser Komponist in der folgenden Aufstellung unberücksichtigt und wird später einen eigenen Beitrag erhalten. Auch die Operetten-Einspielungen und TV-Auftritte dieses Sängers werde ich separat nennen.

"Johannes-Passion" (Bach): (Tenor-Arien) mit Elly Ameling (Sopran-Arien), Julia Hamari (Alt-Arien), Hermann Prey (Bass-Arien) / Dieter Ellenbeck (Evangelist), Walter Berry (Jesus) / Marianne Koehnlein-Goebel (Magd), Allan Ahrans (Pilatus), Manfred Ackermann (Petrus) und Wolfgang Isenhardt (Diener) / Die Stuttgarter Hymnus-Chorknaben / Chorltg.: Gerhard Wilhelm / Das Stuttgarter Kammerorchester / Dirigent: Karl Münchinger (Ludwigsburg, Schlosskirche, Juli und Oktober 1974) 'Decca' (LP und CD)

"Matthäus-Passion" (Bach): (Tenor-Arien) mit Elisabeth Speiser (Sopran-Arien / Erste Magd / Pilati Weib), Norma Procter (Alt-Arien / Zweite Magd), Siegmund Nimsgern (Bass-Arien / Judas / Pilatus / Petrus) / Peter Schreier (Evangelist), Ernst-Gerold Schramm (Jesus) / Die Wiener Sängerknaben / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Hanns.Martin Schneidt (Wien, Musikverein, 20. und 21. 3. 1971) Bisher unveröffentlicht.

"Hohe Messe in h-Moll" (Bach): mit Gundula Janowitz, Birgit Finnilä, Robert Kerns und José van Dam / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Berlin, Philharmonie, 29. 9. und 30. 9. 1973) Bisher unveröffentlicht.

"Der Streit zwischen Phoebus und Pan" (Bach): (Tmolus) mit Janet Perry (Momus), Brian Gordon (Mercurius), Kurt Equiluz (Midas), Robert Holl (Phoebus) und Benjamin Luxon (Pan) / Die genannten Solisten sangen auch den Eingangs- und Schlusschor. / Der Concentus Musicus Wien / Dirigent: Nikolaus Harnoncourt (Wien, Musikverein, 6. 6. 1982) Bisher unveröffentlicht. (Außerdem erklangen Orchesterwerke von Händel und Vivaldi.) Dieses 'Dramma per musica' von Johann Sebastian Bach wurde auch schon für die Bühne inszeniert, so z. B. durch die Berliner Staatsoper (mit einer TV-Aufzeichnung im Pergamon-Museum).

"Missa Solemnis" (Beethoven): mit Martina Arroyo, Julia Hamari und Robert Amis El Hage / Prazský filharmonický sbor (Philharmonischer Chor Prag) / Chorltg.: Josef Veselka / Orchestra Sinfonica di Roma della RAI / Dirigent: Carlo Maria Giulini (Rom, L' Auditorium RAI del Foro Italico, 20. 12. 1969) 'Arkadia' (CD)
dto.: mit Gundula Janowitz, Agnes Baltsa und José van Dam / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Berlin, Philharmonie, 29. und 30. 9. 1974) Bisher unveröffentlicht.
dto.: mit Helen Donath, Julia Hamari und Thomas Thomaschke / Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor / Chorltg.: Norbert Balatsch / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Carlo Maria Giulini (Wien, Konzerthaus, 22. 6. 1975) Bisher unveröffentlicht.
dto.: mit Urszula Koszut, Ruza Baldani und Robert Holl / Der Städtische Musikverein zu Düsseldorf / Chorltg.: Hartmut Schmidt / Das Niederösterreichische Tonkünstlerorchester / Dirigent: Miltiades Caridis (Wien, Musikverein, 6. und 7. 12. 1981) Bisher unveröffentlicht.
dto.: mit Ursula Fiedler, Barbara Hölzl und Jakob Stämpfli / Detskiii Khor Moskovskogo Radio (Der Kinderchor des Moskauer Rundfunks) / Khor 'Aleksandr Sveshnikov' (Der 'Sveshnikov'-Chor) / Chorltg.: Viktor Popov / Russkii Nationalnii Orkestr (Das Russische Nationalorchester) / Dirigent: Rudolf Barshai (Moskau, Chaikovskii-Konservatorium, 1993, Live-Aufnahme) 'Laserlight' (CD)

Bemerkenswert ist, dass Werner Hollweg in den Silvester- bzw. Neujahrskonzerten der Wiener Symphoniker im Wiener Konzerthaus - mit der traditionellen Aufführung der 9. Symphonie Beethovens - ab dem 31. 12. 1975 an fünf Jahreswechseln mitgewirkt hat - mit Dirigenten wie Erich Leinsdorf, Carlo Maria Giulini (zweimal), János Ferencsik und Erich Bergel (eingesprungen für Gerd Albrecht). In allen 10 Konzerten sang Sona Ghazarian das Sopran-Solo. (Laut eigener Aussage hat Hollweg 176 Mal das Tenorsolo im Laufe seiner Karriere gesungen!)

"Neunte Symponie" (Beethoven): mit Liselotte Rebmann, Brigitte Fassbaender und Zoltán Kélémen / 'The Beethoven Bicentennial Celebration Chorus' / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Osaka, Festival Hall, 13. 5. 1970) Bisher unveröffentlicht.
dto.: mit Gundula Janowitz, Anna Reynolds und Walter Berry / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Wien, Musikverein, 14. 6. 1970) Bisher unveröffentlicht.
dto.: mit Helen Donath, Oralia Dominguez und Karl Ridderbusch / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Berliner Philharmoniker / Dirigent: Herbert von Karajan (Bonn, Beethovenhalle, 16. 9. und 17. 9. 1970) Bisher unveröffentlicht.
dto.: mit Margaret Price, Yvonne Minton und Norman Bailey / The New Philharmonia Chorus and Orchestra / Chorltg.: Wilhelm Pitz / Dirigent: Rafael Kubelik (London, Royal Festival Hall, 14. 1. 1974) 'BBC Legends' (CD) "The Otto Klemperer Memorial Concert"
dto.: mit Elisabeth Jungblut, Trudeliese Schmidt und Matti Salminen / Der Städtische Chor Leverkusen / Die Chorgemeinschaft Bergisch Gladbach / Mitglieder des Chors der Kölner Oper / Die Bayer-Philharmoniker / Dirigent: Rainer Koch (Leverkusen, Erholungshaus der Bayer AG, 11. 1. und 24. 1. 1977) 'Aulos' (LP)
dto..: mit Margaret Price, Lucia Valentini Terrani und John Shirley-Quirk / Coro e Orchestra del Teatro alla Scala / Chorltg.: Romano Gandolfi / Dirigent: Carlo Maria Giulini (Mailand, Teatro alla Scala, 19. 10. 1977) Bisher unveröffentlicht.
dto.: mit Helen Donath, Alfreda Hodgson und Marius Rintzler / The Philharmonia Chorus and Orchestra, London / Chorltg.: Walter Hagen-Groll / Dirigent: Carlo Maria Giulini (Barcelona, Palau de la Musica Catalana, 29. 3. 1978) Bisher unveröffentlicht.

dto.: mit Gabriela Benackova, Marjana Lipovsek und Siegmund Nimsgern / Die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor / Chorltg.: Helmuth Froschauer / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Carlo Maria Giulini (Wien, Konzerthaus, 30. 9. 1990) Bisher unveröffentlicht.
Nächste Woche folgen die Komponisten Hector Berlioz bis Franz Liszt.
Viele Grüße!
Carlo

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 87

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

54

Montag, 15. Oktober 2018, 22:24

Liebe Taminos,
bevor man mich auch der Unhöflichkeit beschuldigt: ich habe "Stimmenliebhaber" (Beitrag Nr. 52) bereits per E-Mail geantwortet und auch eine dankende Rückantwort von ihm erhalten.
Gruß,
Carlo