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chrissy

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1

Dienstag, 25. September 2018, 14:07

Joh. Seb. Bachs h-moll-Messe in Görlitzer Kreuzkirche

Im Rahmen der diesjährigen Görlitzer Bach - Woche, erklingt die "h - moll Messe" als krönendes Abschlußkonzert in unserer Kreuzkirche.
Ich finde es im Vorfeld höchst bewundernswert, welche große Leistung, neben den anderen Musikern, hier unser "Görlitzer Bachchor" zu bewältigen hat,
zumal dieser fast ausschließlich aus Laienmusikern besteht.
Wir freuen uns auf dieses Konzert, insbesondere, weil wir auf Anfrage und Bitte unserer kirchlichen Leitung, bei dieser Veranstaltung bei der Vorbereitung
und Durchführung wieder organisatorisch helfend mit dabei sollen. Dies betrachten wir als große Ehre und selbstverständlich haben wir zugesagt.


CHRISSY
http://www.bachchor-goerlitz.de/termin-03102018.html
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chrissy

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2

Sonntag, 21. Oktober 2018, 15:11

Wie im Eingangsbeitrag zu sehen, war am 3. Oktober in userer heimatlichen Kreuzkirche eine Aufführung der "h Moll Messe" von Joh. Seb. Bach.
Diese Messe ist schon ein gewaltiges Konzert von durchgehend etwa 2 Stunden.
Ich habe die h - Moll Messe zwar als GA auf Schallplatten, habe sie aber seit Ewigkeiten nicht mehr gehört.
Es ist ein anspruchsvolles, schwieriges Werk, sowohl für die Darbietenden, wie auch für die Zuhörer.
Es ist eine Messe in 27 Abschnitten /Teilen, wo sich Chor und Solisten abwechseln, bzw. gemeinsam musizieren und musikalisch kommunizieren.
Vom musikalischen Klang und Höreindruck ist es typisch Joh. Seb. Bach. Dies hört und spürt man auch besonders eindringlich und deutlich am Klang
bei Solostellen von Querflöten, Trompeten und Pauken.
Und was da von allen Beteiligten geleistet wurde, das nötigt größte Hochachtung ab. Vor allem auch die Leistung des Chores von ca. 70 Damen und Herren,
die ja fast ausschließlich Laienmusiker sind. Ich weiß, daß die intensiven Proben für dieses Werk bereits im zeitigen Frühjahr begannen.
Insgesamt war es von allen Akteuren unter dem bewährten Dirigat unseres KMD Reinhard Seeliger, eine rundum gelungene, geschlossene Darbietung.
Großartig und ohne Fehl und Tadel das Orchester, sowie auch die Leistung der fünf Solisten - 2 Soprane, Alt, Tenor und Bass.
Die Kirche war sehr gut besucht - auch die Seitenränge. Ich weiß zwar keine genauen Zahlen, schätze aber so um die 400 Zuhörer waren es ganz sicher,
die am Schluß mit stehenden Ovationen begeistert und dankbar Beifall spendeten. Für uns war es ein schönes Live - Erlebnis.

CHRISSY
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musikwanderer

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3

Sonntag, 21. Oktober 2018, 17:07

Hallo chrissy, vielen Dank für Deinen Bericht. Die h-Moll-Messe Live zu hören ist mir bisher nur einmal gelungen, und zwar im Juni 1986 in Duisburg während des Bach-Festes. Schirmherr war der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Johannes Rau. Vielleicht hat die Erinnerung ja einiges verklärt, aber es war eine wundervolle Aufführung.

Wenn Du schreibst, dass gerade dieses Werk den Interpreten, zumal dem nur aus Laien bestehenden Chor, viel abverlangt, darunter monatelange Proben, dann vermag ich das durchaus nachzuvollziehen. Das unter diesem Aspekt die Zuhörer begeistert Ovationen spendeten, auch. Und für soviel Einsatz ist der Beifall auch bestimmt der richtige Lohn. Dass das Werk außerdem auch den Zuhörern einiges abverlangt, auch das stimmt - nur der Bach-Verehrer hat damit keine Schwierigkeiten. Und zu diesen gehöre ich. Insofern wäre ich gerne auch dort gesessen und hätte mir die 'Kathedrale der Musikkunst' (Hermann Kretzschmar) angehört.

Wurde die Aufführung mitgeschnitten? Wird dieser, wenn ja, auch zum Kauf angeboten? Es könnte mich interessieren...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

chrissy

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4

Sonntag, 21. Oktober 2018, 18:21

Vielen Dank, lieber Musikwanderer, für Deine Antwort und Dein Interesse.
Daß Du als "Bach - Kenner und Liebhaber" gern mit dabei gewesen wärst, glaube ich Dir.
Und als solcher bin ich mir ganz sicher, daß Du ein begeistertes, zufriedenstellendes und beglückendes musikalisches Erlebnis gehabt hättest.
Ob es einen Mitschnitt gegeben hat, glaube ich eher nicht, das hätte ich mitbekommen.
Aber ich werde mich erkundigen. Wenn doch, bekommst Du diesen selbstverständlich, versprochen.
Jetzt freue ich mich schon auf das nächste Konzert, auf "unser" Weihnachtsoratorium am 13. Dezember.

Das zu sagen klingt zwar so wie zeitlich noch weit weg, aber nein, das ist ja schon in knapp acht Wochen...
Herzliche Grüße und einen schönen Sonntagabend wünscht
CHRISSY
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dr.pingel

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5

Sonntag, 21. Oktober 2018, 18:24

Danke, lieber chrissy, ich habe jetzt aufgrund deines Eintrages in einem anderen Thema deine Rezension nachgelesen. Ich kann gut verstehen, dass du beeindruckt warst. Ich habe die h-Moll-Messe noch nie live gehört, aber wir hätten sie beinahe selbst gesungen, mit einem anderen Vokalensemble zusammen (und das im Xantener Dom). Wir haben lange diskutiert und es dann gelassen. Wir konnten uns nicht einigen, weil die eine Hälfte sie singen wollte, die andere meinte, dass es zu viele Proben seien. Außerdem musste man sich fragen, ob für eine Aufführung der finanzielle Aufwand sich rechtfertigt, denn dann gibt es keine anderen Projekte.
Es gibt einige gute Aufnahmen, mir gefällt die mit dem RIAS-Kammerchor am besten.
Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

sagitt

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6

Sonntag, 21. Oktober 2018, 22:56

Sagitt meint:für Laien im Grenzbereich,selbst mehrfach mitgesungen,u.a.Bremer Dom und bitte keine Mitschnitte hoeren.Gegenüber den profiAufnamen muessen sie verblassen.Ueberwaeltigen Gardiner bei den Proms (youtube)

musikwanderer

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7

Montag, 22. Oktober 2018, 20:07

Ich kann Dir, lieber sagitt, hinsichtlich der Aufnahmen von Laienchören nicht grundsätzlich widersprechen, im Einzelfall schon. Aus meiner aktiven Sängerzeit (Ende 1950er bis Ende 1960er Jahre und nein, keine Soli, nur Tenor in einer Kantorei) weiß ich von Mitschnitten bei Konzerten (oder auch den Generalproben), die (in der Anfangszeit des Chores) mal zum Lachen oder auch Weinen (je nach Emotionalität) reizten. Aber die Nach-Konzert-Kritik war für alle immer lehrreich. Leider durften die Aufnahmen nie kopiert werden, weil die Profi-Solisten (zumeist aus dem Herforder Wilhelm-Ehmann-Dunstkreis) sonst nicht zugestimmt hätten. In der Tat hat unser damaliger, inzwischen verstorbener Kantor diese Mitschnitte immer unter Verschluss gehalten. Was daraus geworden ist, kann ich, weil längst nicht mehr in meiner Geburtsstadt lebend, nicht sagen.

Vor diesem Hintergrund kann ich mir das Abhören von Laienchor-Konzerten durchaus vorstellen, folglich auch die Görlitzer Aufführung der h-Moll-Messe. Es ist das Eintauchen in eine wahrscheinlichst hochkomplexe Arbeit für Laiensänger und was daraus akustisch wurde. Der dortige KMD Seeliger wird seine Sängerschar sicher gut getrimmt haben - dennoch, auch darin stimme ich Dir zu, wird er natürlich nie mit einem Gardiner (oder wem auch immer) mithalten können.

:hello:
.

MUSIKWANDERER