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Gerhard Wischniewski

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Beiträge: 4 582

Registrierungsdatum: 7. April 2011

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Sonntag, 24. Juni 2018, 14:52

ASSAFJEW, Boris: LES FLAMMES DE PARIS

Boris Assafjew ( 1884 – 1949 )
Les Flammes de Paris
(Die Flammen von Paris)

Ballett in zwei Akten und 4 Szenen
Uraufführung 1932, St. Peterburg
Libretto: Nicolai Volkov and Vladimir Dmitriev
Neufassung von Alexej Ratmanski

PERSONEN DER HANDLUNG
Philippe, ein junger Marseiller
Jeanne, ein Bauernmädchen
Jerome, ihr Bruder
Gilbert, Führer der Aufständischen
Marquis Costa de Beauregard
Adeline, seine Tochter
König Louis XVI und Marie Antoinette
Rinaldo und Armida, Figuren aus dem Ballett am königlichen Hof
Jeanne und Jeromes Eltern, Aufständische, Volk, Gefolge des Marquis, Gäste des Königs

Ort und Zeit der Handlung: Marseille und Paris 1792

INHALTSANGABE

ERSTER AKT
Szene 1: Eine Vorstadt von Marseille
Eine Gruppe Marseiller befindet sich aus dem Weg nach Paris. Sie führen eine Kanone mit sich, die ihre Absichten erkennen lässt. Zu der Gruppe gehört auch Philippe. Hier lernt er das Bauernmädchen Jeanne kennen. Deren Bruder Jerome möchte sich den Aufständischen anschließen.
Der Marquis Costa de Beauregard, Herrscher dieses Vororts tritt mit Jägern und seiner Tochter Adeline auf. Er macht bei Jeanne Annäherungsversuche. Sie versucht, sich von ihm zu befreien, was aber nur mit Hilfe ihres Bruders gelingt. Jerome wird vom Gefolge des Marquis gefangen genommen und ins Gefängnis gebracht. Adeline, die die Szene beobachtet hat, befreit ihn und die beiden verlieben sich.
Jarcasse, eine finstere alte Frau, die vom Marquis angeworben ist, auf seine Tochter zu achten, hat das beobachtet und verständigt den Marquis davon. Dieser schlägt seine Tochter und zwingt sie in eine Kutsche. Sie fahren nach Paris.
Jerome und seine Schwester verabschieden sich von ihren Eltern, um sich mit in einer Abteilung der Marseiller auf den Weg nach Paris zu begeben, weil sie hier unter der Herrschaft des Marquis nicht mehr leben können.
Freiwillige lassen sich in die Abteilung aufnehmen. Zusammen mit der Menge tanzen die Marseiller eine Farandole. Jerome wird mit der Uniform der Aufständischen eingekleidet. Der Leiter der Aufständischen, Gilbert reicht ihm ein Gewehr. Jerome und Philippe begeben sich an die Kanone. Die Abteilung zieht unter den Klängen der Marseillaise in Richtung Paris.

Szene 2: Im königlichen Palast

Der Zeremonienmeister begrüßt die Gäste – unter ihnen auch Marquis Costa de Beauregard mit seiner Tochter - und der Ball beginnt. Danach wird das Ballett „Rinaldo und Armida“ mit folgendem Inhalt aufgeführt:
Armida und ihre Freunde treten auf. Armidas Streitkräfte kommen von einem Feldzug zurück. Sie führen Gefangene mit sich, darunter Prinz Rinaldo.
Amor schickt einen Pfeil in die Herzen Armidas und Rinaldos. Armida befreit Rinaldo.
Das Phantom von Rinaldos Braut erscheint. Rinaldo verlässt Armida und folgt dem Phantom in einem Boot. Armida beschwört einen Sturm herauf. Die Wellen spülen Rinaldo an den Strand, er wird von Furien umringt und fällt tot zu Armidas Füßen

König Ludwig XVI und Marie Antoinette kommen herein und werden mit militärischen Ehren empfangen. Der Tanz geht weiter.
Der Marquis hat sich als neues Opfer die Tänzerin der Armida ausgewählt und macht Ihr Avancen.
Plötzlich hört man die Klänge der Marseillaise. Die Revolutionäre dringen ein und die Höflinge fliehen in Panik. Adeline entkommt aus dem Palast, um ihrem Jerome zu folgen.

ZWEITER AKT
Szene 3: Ein Platz in Paris
Die Revolutionäre versammeln sich.
Adeline sucht und findet Jerome. Doch die alte Jarcasse ist ihr gefolgt und beobachtet die Szene.
Weinfässer werden gebracht und Tänze zu Ehren der angekommenen Marseiller aufgeführt. Stoffpuppen des Königs und Marie Antoinettes werden herein getragen und vom Volk zerrissen.
Adeline ist verängstigt und Jerome entfernt sich mit ihr von dem, was um sie herum vorgeht.
Philippe zündet eine Kanonensalve und das Volk beginnt, die Tuillerien zu stürmen. Sie werden von Jeanne angeführt, die eine Fahne voranträgt.
Adeline und Jerome bleiben zurück und erklären sich ihre Liebe.
Die Menge stürmt wieder herein und kämpft mit den Verteidigern, während man im Hintergrund die Brände aufflammen sieht. Einige Opfer bleiben auf dem Schlachtfeld zurück.

Szene 4: Ein anderer Platz in Paris
Die Menge feiert. Fahnen werden geschwenkt. Die Mitglieder des neuen Nationalkonvents betreten die Tribüne. Die Tänzer, die in der zweiten Szene für die königliche Gesellschaft getanzt haben, führen nun einen Freiheitstanz für das Volk vor.
Der Präsident des Konvents vereinigt Jeanne und Philippe, die einen Hochzeitstanz darbieten. Die Balletttänzerin wird auf einem Traggestell mit der Fahne der Revolution herein getragen.
Danach werden Gefangene zur Guillotine geführt. Unter ihnen ist auch der Marquis. Als Adeline ihren Vater erkennt, eilt sie zu ihm, aber Jerome, Jeanne und Philippe halten sie zurück und bitten sie, sich nicht selbst aufzugeben. Doch die alte Jarcasse jedoch verrät Adeline und enthüllt ihre Herkunft. Daraufhin fordert die Menge Adelines Tod. Jerome versucht vergeblich, sie zu retten. Adeline wird zum Fallbeil geschleppt. Um ihr Leben fürchtend halten Jeanne und Philippe den verzweifelten Jerome zurück.
Die Revolutionsfeier geht weiter. Zu den Klängen von „Ca ira“ schreiten die Revolutionäre langsam auf den Zuschauerraum zu.
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Gerhard Wischniewski

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Sonntag, 24. Juni 2018, 14:55

Anmerkungen:
Boris Assafjew war Schüler von Nikolai Rimski-Korsakow und Anatoli Ljadow. Er schrieb Opern, Operetten und eine Reihe von Balletten
Dieses Ballett war bis 1964 eines der erfolgreichsten Ballette in Russland. 2008 wurde es vom Bolschoi-Theater wieder aufgenommen und Alexej Ratmanski sowohl im Libretto als auch choreographisch neu überarbeitet. Die Inhaltsangabe stützt sich auf die überarbeitete Fassung, die es als DVD gibt:


Auch auf youtube ist sie als Gesamtaufnahme zu sehen:


Die vorstehende Inhaltsangabe basiert auf dieser Inszenierung
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)