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Timo

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1

Donnerstag, 19. April 2018, 12:26

Musik, die euch zum Weinen bringt

(Es gibt schon einen verwandten Thread: Gänsehautstellen)

Was sind Werke oder genauer Stellen in Werken, die euch zum Weinen gebracht haben?

Ich musste bis jetzt genau einmal bei Musik weinen: Ich hatte die Matthäuspassion zunächst immer nur von CD gehört, aber bei meiner ersten Live-Aufführung standen mir beim Eingangschor an der Stelle, wo der Cantus firmus einsetzt, die Tränen in den Augen, auch, weil ich da zum ersten Mal sah, wie er von einem Kinderchor gesungen wird. Der Eingangschor ist ja schon relativ vielschichtig, aber der Cantus firmus setzt noch einmal etwas oben drauf.

teleton

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2

Donnerstag, 19. April 2018, 22:48

Was sind Werke oder genauer Stellen in Werken, die euch zum Weinen gebracht haben?

Schöner Thread kann das werden, Timo,
je nach dem wie die Beteiligung sein wird ... 8o ich bin mal gespannt was heraus kommt.


Bei mir hängt das stark von der persönlichen Tagesform wie auch von der Jahreszeit ab. Jetzt wo es auf den Sommer zugeht und bei dem derzeit TOP-Wetter , habe ich wenig Zeit intensiv Klassik zu hören - da ist mir die Nutzung des schönen Wetters (auf das wir nach dem laaaangen Winter lange warten mussten) einfach wichtiger ... E-Bike, Boot, Kajak, Motorroller, Urlaub, Strand, Monte Mare warten auf mich ...

Aber wenn ich intensiv höre, dann bin ich bei den Schostakowitsch - Sinfonien derart ergriffen, dass da schon öfter mal ein Tränchen kullern kann. Ich möchte jetzt aus Zeitgründen keine Stellen nennen (nur die entsprechenden Sinfonien = können bei mir natürlich nur die Nr. 1 ,4 ,5 ,6 ,7 ,8 ,9 ,10 ,11 ,12 ,15 ohne störenden Gesang sein).

*** Konkret hällt aber auch mein absolutes Lieblings-Violinkonzert, das Schostakowitsch VC Nr.1 so einige Stellen bereit die mich tief bewegen:
- speziell der 3.Satz die Passcacaglia: Andante ist in dieser Hinsicht der helle Wahnsinn an Gefühl mit Tränenreizen (je nach der genannten Tagesform und wie intensiv man zuhören kann).
Gruß aus Bonn, Wolfgang

William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

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3

Freitag, 20. April 2018, 00:47

Bei der richtigen Musik habe ich sehr nah am Wasser gebaut, aber sie muss natürlich sehr gut gespielt sein. Das erste Mal, dass mir beim Hören die Tränen in die Augen traten, war, wenn ich mich recht entsinne, etwa um 1963, als ich begann, die 9 Sinfonien Beethovens in einer Subskription in der Interpretation Herbert von Karajans zu erwerben, für 25 DM pro LP, und zwar ganz genau dann, als ich die Zweite

auflegte und Karajan das Larghetto dirigierte, den zweiten Satz, in dem Beethoven am Ende der Durchführung eine fantastische Streichersteigerung komponiert hat und Karajan dies fantastisch dirigierte. Immer, wenn ich heute noch diese Zweite auflege, kommen die Tränen, ganz automatisch. Das kann ich und will ich gar nicht verhindern. Ich habe seitdem immer, wenn ich eine neue Gesamtaufnahme erworben habe, zuerst die Zweite aufgelegt, und es sind mir bei der Mehrzahl der Aufnahmen an dieser Stelle keine Tränen gekommen, aber bei über 50 Gesamtaufnahmen kommen schon einige zusammen, bei denen ich weinte, u. a. Sergiu Celibidache.

Das erste Solostück war im Impromptu Nr. 1 f-moll D.935 (op. 142)

das überirdische Seitenthema von Franz Schubert in der Interpretation von Alfred Brendel. Das gleiche Stück hat dann nur noch in der Interpretation Radu Lupus bei mir diese starke Reaktion ausgelöst.
Wenn der Thread ins Laufen kommt, bin ich gerne bereit, mehr solcher Beispiele zu bringen. Ich habe davon noch genug in petto.



Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Melot1967

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4

Samstag, 21. April 2018, 10:54

Bei Schuberts An die Musik kommen mir fast immer die Tränen. Während eines Konzerts oder einer Opernaufführung kommt das bei bestimmten Werken auch vor, vor allem wenn sie besonders gut gespielt werden, z. B. bei Schostakowitsch 4 und 13 oder während Wotans Abschied. Und am Ende der Winterreise (beim Leiermann).
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich

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5

Samstag, 21. April 2018, 11:05

Als Operngänger kann ich mir bei dem Schluß von La Boheme oder Rigoletto ab und an eine Träne nicht unterdrücken. Und im Musical finde ich den Schluß von Les Miserables immer sehr traurig und hab auch ab und an geweint , wenn ich das Musical in Duisburg oder London gesehen habe.

chrissy

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6

Samstag, 21. April 2018, 15:30

Als Operngänger kann ich mir bei dem Schluß von La Boheme oder Rigoletto ab und an eine Träne nicht unterdrücken.
Lieber Rodolfo
... und ergänzen möchte ich ebenfalls das Finale von "La Traviata".
Voraussetzung dabei ist aber eine werkgetreue Inszenierung und hervorragende Solisten, wo solch eine emotionale Stimmung erzeugt werden kann.

Herzliche Grüße
CHRISSY

PS.: Die Tränen können einem allerdings auch kommen, bei solch "genialen Inszenierungen" wie der unlängst gesehenen "Salzburg - Tosca",
oder so was, wie die von Dir erwähnte Boheme, die im Weltall spielt. Beispiele gibt es da leider viele!
Allerdings kommen einem da bestimmt nicht die Tränen vor Rührung und Begeisterung!!!
Jegliches hat seine Zeit...

Friese

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7

Samstag, 21. April 2018, 17:48

Ich muss ja leider zugeben, dass mir das bisher nicht passiert ist. Von daher kann ich nichts konstruktives beitragen. Wollte es aber auch nicht unkommentiert lassen. :)

chrissy

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  • »chrissy« ist männlich

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8

Samstag, 21. April 2018, 18:13

Ergänzung:
Ich erinnere mich noch genau an meine erste auf der Bühne erlebte "Boheme" vor vielen Jahren an der Deutschen Staatsoper Berlin.
Wir hatten Plätze im Parkett. Und als nach dem Finale das Licht im Zuschauerraum wieder anging, hatten etliche Zuschauer ihr Taschentuch
nicht nur an der Nase - und das waren nicht nur Damen - auch viele Herren.

CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

dr.pingel

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Registrierungsdatum: 29. Juni 2009

9

Samstag, 21. April 2018, 23:34

Der Schluss der "Sache Makropulos" von Janacek.
Eichendorff, In der Fremde.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot/ da kommen die Wolken her,/ aber Vater und Mutter sind lange tot,/ es kennt mich dort keiner mehr./ Wie bald, wie bald kommt die stille Zeit,/ da ruhe ich aus und über mir/ rauscht die schöne Waldeinsamkeit,/ und keiner kennt mich auch hier (vertont von Robert Schumann).

Siegfried

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10

Sonntag, 22. April 2018, 00:26

Seit früher Kindheit nimmt mich Tschaikowskys 5. Sinfonie emotional sehr stark mit und es gab Zeiten, da hab ich Rotz und Wasser geheult.
Auch Posas Tod in Verdis Don Carlo ist eine Szene, bei der ich stets kämpfen muss. Beim Trauermarsch in der Götterdämmerung ist es dann gänzlich um mich geschehn.
Freundliche Grüße Siegfried

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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11

Sonntag, 22. April 2018, 08:21

Da ich generell rasch emotional reagiere kommt es bei Live-Aufführungen schon vor, dass die Augen feucht werden. Beim Abspielen von Tonträgern werde ich nicht so stark ergriffen. Spontan fallen mir zwei Beispiele ein, bei denen ich emotional stark berührt war: Zum einen war es am 26. Januar 1985 beim letzten öffentlichen Auftritt von Gottlob Frick bei einem Konzert im Schießhaus in Heilbronn. 3 Arien waren angekündigt, 7 wurden es dann letztlich. Als dann als letzte Zugabe noch das Lied mit "Wohin ist das alles, wohin?" kam, sind bei zahlreichen Zuhörern die Tränen geflossen. Jeder war sich bewußt, dass sich eine ganz große Sängerkarriere unwiderruflich ihrem Ende zuneigte. Ganz ähnlich war es bei einem anderen Bassheroen: Kurt Moll gab seinen letzten Liederabend in Bad Urach. Es hatte sich herumgesprochen, dass der Sänger gesundheitlich angeschlagen war und die Durchführung des Abends fraglich war. Besonders am Anfang war zu spüren, wie schwer dem Sänger dieser Auftritt fiel. Dann trat das Wunder ein, dass Moll sich von Lied zu Lied steigerte, zu gewohnter Form fand und besonders die Loewe Balladen außerordentlich gefühlvoll gestaltete. Höhepunkt war dann die Zugabe des heiteren Liedes "Die Heinzelmännchen". Hier war der große Bassist selbst ergriffen. Am Schluss zunächst kein Beifall. Das Publikum erhob sich, blieb schweigend stehen, ehe dann doch der Beifall losbrach. Ein Moment mit höchster Emotionalität.
Beide Ereignisse waren allerdings mit Abschied verbunden und meine Frau und ich hatten das Glück, dass wir mit beiden Weltklassebassisten eng befreundet waren.
Ich meine man sollte gegen emotionale Ergriffenheit, sogar wenn diese einen übermannt, nur bedingt ankämpfen und den Gefühlen freien Lauf lassen. Solche Momente sind prägende Erlebnisse mit Tiefgang für einen seelisch offen und sensibel gebliebenen Musikfreund.

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

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12

Sonntag, 22. April 2018, 09:34

Lieber Siegfried


Seit früher Kindheit nimmt mich Tschaikowskys 5. Sinfonie emotional sehr stark mit und es gab Zeiten, da hab ich Rotz und Wasser geheult.


Deine markante Aussage mit Rotz und Wasser hat mich unmittelbar zurückgeführt in eine Situation meiner frühen Jugend, ich lag auf einem Sofa und las die Bürgschaft von Schiller. Der unerwartete Schluss traf mich wie ein Blitzschlag und das Heulen nahm kein Ende, später hat mir in ähnlichem Umfang La Traviata zu schaffen gemacht, sicher auch deshalb, weil der Roman von Dumas, Sohn, einem Sensibelchen wie mir einiges abforderte, dann auch noch die Verfilmung mit der Garbo einen draufsetzte ganz zu schweigen von Verdis Vertonung und der Gesamtaufnahme mit der Callas 1955.

Danke, dass Du diese Erinnerung in mir wachgerufen hast.

Dieterjohannes

La Roche

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Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

13

Sonntag, 22. April 2018, 10:37

Zum einen war es am 26. Januar 1985 beim letzten öffentlichen Auftritt von Gottlob Frick bei einem Konzert im Schießhaus in Heilbronn. 3 Arien waren angekündigt, 7 wurden es dann letztlich. Als dann als letzte Zugabe noch das Lied mit "Wohin ist das alles, wohin?" kam, sind bei zahlreichen Zuhörern die Tränen geflossen. Jeder war sich bewußt, dass sich eine ganz große Sängerkarriere unwiderruflich ihrem Ende zuneigte.
Lieber Hans,

ähnliche Auflösungserscheinungen haben wir (Hannelore und ich) jedesmal, wenn wir von Gottlob Frick hören "Auf dem Iselberge steh ich". Wehmut vermischt sich mit den Empfindungen, die der Text dieses Liedes hergibt, denn auch aus meinem Studentenkreis sind einige schon nicht mehr unter uns. Und wir treffen uns jährlich im Mai, so auch in 3 Wochen, diesmal im Eisenberger Mühltal in Thüringen, was ich organisieren durfte. Ich überlege, dieses Lied zu spielen, aber ich glaube, das würde die fröhliche Stimmung dämpfen und den Bierkonsum zum Vergessen in die Höhe treiben.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Friese

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14

Sonntag, 22. April 2018, 11:04

Es ist keine Musik, aber der dritte Teil von Winnetou hat mir auch das Wasser in die Augen getrieben. Da war ich doch sehr emotional dabei. Anders als bei klassischer Musik. Vielleicht höre ich einfach anders, oder der emotionale Zugang zur Musik entwickelt sich erst mit der Zeit. Ich weiß es nicht. :|

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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15

Sonntag, 22. April 2018, 12:15

Ich überlege, dieses Lied zu spielen, aber ich glaube, das würde die fröhliche Stimmung dämpfen und den Bierkonsum zum Vergessen in die Höhe treiben.
Lieber Ulli,

wenn Du es fühlst, spiele es an der richtigen Stelle und es wird seine Wirkung nicht verfehlen. Ein wenig Melancholie ist bei solchen Treffen ebenfalls verbindend.
Uns rührt das Lied "Abschied hat der Tag genommen" noch weit mehr. Ich werde es bei meiner Beerdigung als letztes Stück spielen lassen.

Mit lieben Grüßen auch an Hannelore
Herzlichst
Ingrid und Hand
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Erich Ruthner

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16

Sonntag, 22. April 2018, 13:48

In meiner Jugend konnte ich nicht verstehen, dass so vielen Leuten der Schlussakt von "Jenufa" das Wasser in die Augen treibt - heute verstehe ich das.

Beim ersten Mal hat das Musical "Carousel" (in den 1970ern, mit Bernd Weikl) mich im zweiten Teil zu Tränen gerührt und in der jetzt abgespielten Serie in der Volksoper war ich wieder nahe am Wasser gebaut.
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Fiesco

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17

Sonntag, 22. April 2018, 17:28

Da ich im momentan ausschließlich Barock Musik höre (habe manchesmal das Gefühl als wenn ich nichts mehr anderes hören wollte )....und da gibt es diese Arie der Maria Magdalena Notte funesta....Ferma l'ali aus dem Oratorium zur Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus "La Resurrezione" von Händel das ist so ergreifend schön, nicht nur textlich kullern da die Tränen auch in den Augen vom Fiesco!

Cecilia Bartoli

Und ja, mit diversen Aufnahmen bestückt singt es doch letztlich keine so gefühlvoll wie Cecilia Bartoli ! :hail:

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

Timo

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18

Sonntag, 22. April 2018, 17:42

Da ich im momentan ausschließlich Barock Musik höre (habe manchesmal das Gefühl als wenn ich nichts mehr anderes hören wollte )....und da gibt es diese Arie der Maria Magdalena Notte funesta....Ferma l'ali aus dem Oratorium zur Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus "La Resurrezione" von Händel das ist so ergreifend schön, nicht nur textlich kullern da die Tränen auch in den Augen vom Fiesco!
LG Fiesco

Welche Aufnahme hörst du da?

Fiesco

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19

Sonntag, 22. April 2018, 17:59

Da ich im momentan ausschließlich Barock Musik höre (habe manchesmal das Gefühl als wenn ich nichts mehr anderes hören wollte )....und da gibt es diese Arie der Maria Magdalena Notte funesta....Ferma l'ali aus dem Oratorium zur Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus "La Resurrezione" von Händel das ist so ergreifend schön, nicht nur textlich kullern da die Tränen auch in den Augen vom Fiesco!
LG Fiesco

Welche Aufnahme hörst du da?

Lieber Timo, aus dem Bartoli Recital > Opera Proibita < !


LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

dr.pingel

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20

Montag, 23. April 2018, 11:51

Ich habe in vier Kammerchören (mit entsprechend kleinem Orchester) die Johannespassion gesungen. Emotional waren hier die beiden Chöre "Kreuzige, kreuzige, "Weg, weg, kreuzige" und natürlich der Schlusschor "Ruhet wohl, ihr heiligen Gebeine".
Da muss man sich sehr auf die Noten konzentrieren, um sich nicht von den Gefühlen überwältigen zu lassen.
Eichendorff, In der Fremde.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot/ da kommen die Wolken her,/ aber Vater und Mutter sind lange tot,/ es kennt mich dort keiner mehr./ Wie bald, wie bald kommt die stille Zeit,/ da ruhe ich aus und über mir/ rauscht die schöne Waldeinsamkeit,/ und keiner kennt mich auch hier (vertont von Robert Schumann).

Timo

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21

Montag, 23. April 2018, 11:54

Mein Musiklehrer in der elften Klasse meinte zu mir, als ich ihn fragte, warum Bach an den Schlusschor der Johannespassion noch den Choral "Ach Herr, lass dein lieb Engelein" angehängt hat, dass das das vielleicht Schönste sei, was Bach getan hat. Ich kann mir vorstellen, dass an dieser Stelle auch einigen die Tränen in den Augen standen.

dr.pingel

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22

Montag, 23. April 2018, 12:08

Ich könnte mir vorstellen, dass er einen zuversichtlichen Schluss anhängen wollte, was bei der Matthäuspassion nicht geschah.
Eichendorff, In der Fremde.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot/ da kommen die Wolken her,/ aber Vater und Mutter sind lange tot,/ es kennt mich dort keiner mehr./ Wie bald, wie bald kommt die stille Zeit,/ da ruhe ich aus und über mir/ rauscht die schöne Waldeinsamkeit,/ und keiner kennt mich auch hier (vertont von Robert Schumann).

seicento

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23

Montag, 23. April 2018, 13:44

Da ich im momentan ausschließlich Barock Musik höre (habe manchesmal das Gefühl als wenn ich nichts mehr anderes hören wollte )....

Mir geht es ganz genauso. Ich höre dabei vorwiegend Instrumentalmusik. Wie ich schon andernorts geschrieben habe, empfinde ich dabei oft eine Art Glücksgefühl, das sich wie ein gleichzeitiges Lachen und Weinen anfühlt oder die zeitweise Linderung einer tiefen Wehmut - zum Beispiel bei Musik von Telemann, Carlo Farina, Samuel Scheidt .... manchmal auch ausgelöst durch den zarten, zerbrechlichen klang der Originalinstrumente.

Fiesco

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24

Montag, 23. April 2018, 15:28

Zitat

seicento
manchmal auch ausgelöst durch den zarten, zerbrechlichen klang der Originalinstrumente.


Ganz genau, das war auch letztendlich bei mir der Auslöser!

LG Fiesco

Ps.: Wenn ich nur daran denke, Bach, Vivaldi usw. z.B. mit Karajan hören zu müssen wird mir schlecht! Aaaaaber Gott sei Dank muss man das nicht mehr! :thumbsup:
Il divino Claudio
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dr.pingel

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25

Montag, 23. April 2018, 23:40

Mahler!!!

1. Lieder eines fahrenden Gesellen, 3. Lied: "Ich wollt, ich läg auf der schwarzen Bahr, könnt nimmer die Augen aufmachen!"
2. Mahler "Nicht wiedersehn" in der Orchesterfassung (nicht von Mahler), mit Daniele Gatti und Ruth Ziesack.
3. Lied von der Erde: "Der Abschied"
Eichendorff, In der Fremde.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot/ da kommen die Wolken her,/ aber Vater und Mutter sind lange tot,/ es kennt mich dort keiner mehr./ Wie bald, wie bald kommt die stille Zeit,/ da ruhe ich aus und über mir/ rauscht die schöne Waldeinsamkeit,/ und keiner kennt mich auch hier (vertont von Robert Schumann).

WoKa

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26

Montag, 23. April 2018, 23:45

Hallo!

Ich habe eben mit Freunden den Film "Zeugenaussage" über Dmitri Schostakowitsch gesehen. Das Andante aus dem zweiten Klavierkonzert - da kommen mir regelmäßig die Tränen.

Gruß
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

operus

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27

Dienstag, 24. April 2018, 09:12

Ein Stück, das mich auch immer sehr berührt ist das Adagio aus dem Violinkonzert Nr 1, g-moll von Max Bruch. In der Tat zum Weinen schön.
Herzlichst
Operus
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automat

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28

Dienstag, 24. April 2018, 11:27

Sbogom / Trauriger Abschied von Georgi Petrov

Sbogom / Trauriger Abschied von Georgi Petrov


Wem das nicht klassisch genug ist ergänze ich um das ähnlich wirkende 'Bailero' (Shepherd's Song) Songs of the Auvergne von Joseph Canteloube,
gesungen von Frederica von Stade:



Absolut was für Weicheier wie mich. ;)
Bei den großen Dingen genügt es sie nur gewollt zu haben.

teleton

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29

Dienstag, 24. April 2018, 13:04

Ravel: Klavierkonzert G-Dur

Nachdem WoiKa das Andante aus dem KK NR.2 von Schostakowitcsh erwähnte (dem ich mich gefühlsmässig anschliessen kann), fiel mir sofort ein Klavierkonzertsatz ein, den man nicht direkt auf dem Schirm hat:
Das Ravel - Klavierkonzert G-Dur
Beim 2.Satz Adagio assai bin ich immer ergriffen, besondern in der 2.Hälftze des Satzes - Tränen kommen dann auch ... aber nicht immer; wie gesagt = eben dann nach persönlichem Befinden.

:hail: Am liebsten in meiner absoluten Favoritenaufnahme, die für meinen Geschmack nie mehr von anderen getoppt werden konnte - mit Alicia Larrocha:

... ich habe nich die UR-Decca-Version =
Decca, 1974, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Dritte Dame

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30

Mittwoch, 9. Mai 2018, 23:35

Darf ich da auch noch rasch etwas beitragen?
Die letzten Takte von Wagners "Götterdämmerung"!

Liebe Grüße, die Dritte Dame