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Joseph II.

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Beiträge: 11 658

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151

Dienstag, 27. Oktober 2015, 16:43

Ich möchte an dieser Stelle mal auf eine geniale Seite im Netz verweisen: "Peter's Planets". Ein Fleißprojekt, das (fast) alle erhältlichen Aufnahmen auflistet und auch bewertet.

Die Top 20 sieht dort wie folgt aus:

1. Charles Dutoit, Orchestre symphonique de Montréal, 1986
2. Seiji Ozawa, Boston Symphony Orchestra, 1979
3. Sir Mark Elder, The Hallé Orchestra, 2001
4. Sir Malcolm Sargent, BBC Symphony Orchestra, 1958
5. Gustav Holst, London Symphony Orchestra, 1926
6. Roy Goodman, New Queens Hall Orchestra, 1996
7. Andrew Litton, Dallas Symphony Orchestra, 1997
8. Sir Colin Davis, Berliner Philharmoniker, 1988
9. Sir Charles Groves, Royal Philharmonic Orchestra, 1987
10. Sir Adrian Boult, Philharmonic Promenade Orchestra, 1954
11. Zubin Mehta, Los Angeles Philharmonic Orchestra, 1971
12. Leonard Bernstein, New York Philharmonic, 1971
13. William Boughton, Philharmonia Orchestra, 1988
14. James Levine, Chicago Symphony Orchestra, 1990
15. Leopold Stokowski, Los Angeles Philharmonic Orchestra, 1956
16. James Judd, Royal Philharmonic Orchestra, 1991
17. Vernon Handley, Royal Philharmonic Orchestra, 1993
18. Sir Andrew Davis, Toronto Symphony Orchestra, 1986
19. Richard Hickox, London Symphony Orchestra, 1987
20. Sir Neville Marriner, Royal Concertgebouw Orchestra, 1978

Obwohl ich dem Verfasser nicht in jedem Punkt folge, ist dies ein sehr nachvollziehbares Ranking. Auffällig: Viele Briten darunter. Denen liegt die Musik Holsts vielleicht wirklich besonders.

Und die am schlechtesten bewerteten 20 sind:

59. Zubin Mehta, New York Philharmonic, 1990
60. Yan Pascal Tortelier, BBC Philharmonic, 1996
61. José Serebrier, Melbourne Symphony Orchestra, 1977
62. Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker, 1981
63. John Williams, Boston Pops Orchestra, 1986
64. Robert Ashley, London Festival Orchestra, 2001
65. Sir Andrew Davis, BBC Philharmonic Orchestra, 1994
66. Roman Brogli-Sacher, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, 2009
67. Dennis Russell Davies, Bruckner Orchester Linz, 2001
68. Yevgeny Svetlanov, The Philharmonia, 1992
69. Sir Adrian Boult, Vienna State Opera Orchestra, 1960
70. Sir Roger Norrington, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, 2001
71. Lorin Maazel, L’orchestre de France, 1981
72. Jansug Kakhidze, Tbilisi Symphony Orchestra, 2003
73. Jahni Mardjani, Georgian Festival Orchestra, 2003
74. Thomas Kalb, Philharmonisches Orchester Heidelberg, 1999
75. Gustav Holst, London Symphony Orchestra, 1922, 1923, 1924
76. Gennadi Rozhdestvensky, BBC Symphony Orchestra, 1980
77. Sir Colin Davis, London Symphony Orchestra, 2003
78. Bernard Herrmann, London Philharmonic Orchestra, 1970
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Uranus

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152

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 10:59

DAAANKE für diesen Hinweis, ich stürze mich gleich mal drauf... :thumbsup:
Herzliche Grüße
Uranus

teleton

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153

Mittwoch, 28. Oktober 2015, 15:55

11. Zubin Mehta, Los Angeles Philharmonic Orchestra, 1971
12. Leonard Bernstein, New York Philharmonic, 1971

Es ist schon sehr anerkenneswert, was dieser "englische Peter" da zusammengestellt hat - auf jeden Fall eine Interessante Seite, zumal er alle Aufnahmen auch inhaltlich beschreibt.

Trotzdem kommt mit einiges etwas sehr austauschbar vor.
So steht (gem Zitat) zum Beispiel meine persönliche Lieblingsaufnahme Metha / Los Angels PO (Decca, 1971) zusammen mit Bernstein / New Yorker PH (CBS, 1971) zusammen auf den Plätzen 11 und 12. Die beiden Aufnahmen könnten nicht unterschiedlicher sein.
*** Metha zeichnet sich durch eine unwarscheinlich vorwärsdrängende und spannende Sichtweise aus; dabei orchestral absolut perfekt wirkend mit allen präsenten Instrumentengruppen.
*** Bernstein sehe ich eher als eine Aufnahme der Mitte, die mich nie ganz packen konnte ... ich finde (auch als Bernstein-Fan) sogar - eine seiner schwachen Aufnahmen. Von der entsprechende SONY-CD habe ich mich sogar getrennt, nun nicht wegen Bernstein allein, sondern weil da so ein "fürchterliches" Werk von Walton-Facade auf der CD gekoppelt war.
Die Aufnahme erscheint mir also eher entbehrlich.

Das sich bei dem GB-Peter dann Steinberg (DG) und Solti (Decca) nur im Mittelfeld und Swetlanow (Brillant) sowie Karajan (DG) sogar im unteren Feld finden, kann ich auch wenig nachvollziehen.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Uranus

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154

Freitag, 30. Oktober 2015, 13:06

Lieber Wolfgang,

Du kannst Dir sicher vorstellen, dass auch ich mit der Bewertung von "Peter" in vielen Punkten nicht übereinstimme. Die krassesten Abweichungen zu meiner Bewertung werde ich noch beschreiben.
Herzliche Grüße
Uranus

Joseph II.

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155

Freitag, 30. Oktober 2015, 13:32

Liebe Freunde,

die Seite von Peter, der offenbar Australier ist, lädt natürlich in einigen Punkten geradezu zum Widerspruch ein. Aber das ist umso anregender für eine neue Diskussion in diesem Thread.


Am meisten hat mich, ehrlich gesagt, erstaunt, dass er die ausgezeichnete und vielfach als Referenz gehandelte Einspielung von William Steinberg mit dem Boston Symphony Orchestra von 1970 recht weit unten einordnet. Der Rezensent beklagt einige marginale Schnitzer im Orchesterspiel, die mir eigentlich erst seitdem überhaupt auffielen.

1943
1956

Andererseits brachte mich die Seite auf zwei andere Aufnahmen, die wirklich aller Ehren wert sind: Leopold Stokowski mit dem NBC Symphony Orchestra 1943 live und mit dem Los Angeles Philharmonic 1956 im Studio. Letzteres ist sogar die allererste Stereoaufnahme dieses Werkes. Die Aufnahme von 1943 klingt für das extreme Alter wirklich sehr ordentlich und bietet eine der mitreissendsten Interpretationen, die ich je hörte. Die spätere Neueinspielung, die sehr gut klingt, genießt insbesondere in Amerika Kultstatus, trotz (oder gerade wegen) einiger Freiheiten des Dirigenten, etwa ein effektvolles Tamtam am Ende des Mars.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

teleton

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156

Mittwoch, 17. Januar 2018, 20:10

James Levine

Ganz kurz und Bündig:

Eine :angel: Hammeraufnahme ((:baeh01: an die, diese Bezeichnung von mir nicht lesen wollen )) erreicht mich diese Woche in meiner 23CD-Box "The Art of James Levine" (DG).

Diese Aufnahme kann sich ohne wenn und aber zu den Allerbesten einreihen.
:thumbup: :thumbup: :thumbup: Das Chicago SO in ausgezeichneter Klangqualität mit einem Dirigenten voller Biss und Energie:


DG, 6/1989, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Uranus

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157

Montag, 22. Januar 2018, 14:51

Hallo Wolfgang,

Du scheinst ja gerade auf Levine-Exkursion zu sein... :) :) :)

Deine Bewertung teile ich - auf die Aufnahme hatte mich einst Alfred himself aufmerksam gemacht und ich habe dann gleich zugeschlagen. Sie ist in der Tat hervorragend.
Herzliche Grüße
Uranus