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Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 6 485

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

61

Samstag, 10. Februar 2018, 18:37

Erstens ist es nicht Taminos einziger Phantom-Thread zu Opernpremieren.
Zweitens erhalten derlei Phantom-Threads ausgesprochen regen Zuspruch.
Das ist wirklich genial, lieber Amfortas. Da denkt man gleich an das aus der Psychologie bekannte Phantom-Glied und Phantomschmerzen! Das hier präsente Phantom einer Opernaufführung erregt bei den Nicht-Operngehern heftigste Phantomschmerzen!!! Göttlich!!! :D :D :D :D :D

Ein schönes Wochenende wünscht
Holger

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

Beiträge: 4 108

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

62

Samstag, 10. Februar 2018, 20:40

Hallo,

kurzgefasste Bemerkungen (nicht nur zum Thread Rheingold).

Viele Erzählungen, Märchen, Sagen haben neben dem tatsächlichen Handlungsablauf als „Zweck“ ein/e Lehrstück/ Parabel zum Inhalt - z.B. „Rotkäppchen“ (da ändert sich im Zeitverlauf allerdings der „Zweck“), „Die Nibelungen Sage“, „Die Frau ohne Schatten“ usw.
Das Lehrstück verdeutlicht das allgemein Gültige des Handlungsablaufs im Leben der Menschen (also die Folgen von zu viel oder zu wenig Empathie, Egoismus, Selbstverliebtheit, Harmoniesucht, Machtstreben usw.)

Wagner hat aus Teilen der Nibelungensage als Textinszenator (weit betrachtet) die Textvorlage/Libretto zu seiner Operntrilogie „Der Ring der Nibelungen“ entwickelt und dann als Komponist und Theatermacher/Regisseur zu einem meisterhaften Musik-Gesamtkunstwerk vervollständigt.

Welche Gewichtung in diesem Gesamtkunstwerk dem tatsächlichen Handlungsablauf oder dem Lehrstück oder der Musik zukommt, wäre eine gesondert zu lösende Frage. Dabei kann dem Lehrstück/Parabel eine besondere Bedeutung beigemessen werden, führt es/sie in das gemeinsame Leben der Menschen besonders tief ein. Alle 3 Bestandteile zusammen/gemeinsam zu verstehen bedarf es einer intensiven Beschäftigung mit viel Zeitaufwand (bei der Musik kommt die Leitmotivtechnik hinzu).

In welcher Zeit Wagner das Gesamtkunstwerk angesiedelt hat, ist dem Libretto und den Regieanweisungen zu entnehmen, wovon der Teil Lehrstück/Parabel allerdings zumeist nicht betroffen ist!

Meint ein heutiger Theatermacher/Regisseur dem Lehrstück im Musiktheater mehr Bedeutung zu geben und dies durch eine vom Komponisten abweichende Zeitvorgabe besser erreichen zu können, so ist dies seine Entscheidung, auch Wagner hat über die Zeitwahl entschieden..

Jedem Musikfreund bleibt unbenommen, wie intensiv und mit welcher Gewichtung er handlungsbezogene Musik hören will. Es kann selbstverständlich auch mit der Meinung (im übertragenen Sinn) „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht und schickt es in die Stadt“ Musik gehört werden, nur könnte dann von Bewertungen des Gesamtwerkes Abstand genommen werden.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 707

Registrierungsdatum: 9. August 2004

63

Samstag, 10. Februar 2018, 22:32

Zitat

„Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht und schickt es in die Stadt“ Musik gehört werden, nur könnte dann von Bewertungen des Gesamtwerkes Abstand genommen werden.


Das Gesamtkunstwerk ist längst bewertet, denn der "Bauer" weiß genau wie der Librettist sein Werk angelegt hat. Und er will, daß nichts daran verändert wird. Und hier wird er mit allem Nachdruck seiner "Bewertung" Nachdruck verleihen und auch seinen Einfluß - so vorhanden - einsetzen um missliebige Produktionen zu boykottiern, verbieten oder zu vernichten.

Agner, der hier genannt wurde, war ein Genie, seine Verfälscher sind es hingegen (freundlich ausgedrückt) nicht.
Sie segeln unter falscher Flagge und verstecken ihr (Euphemismus) Mittelmaß himter großen Namen
Als das Publikum mehrheitlich ihre "schöpfungen" ablehnte oder negierte stellten sie das Postulat vom nicht kunstverständigen Publikum auf - und bekamen von der Politik, die ja auch nicht immer aus Schöngeistern und Geisteriesen besteht - oft sogar Unterstützung. Aber die Gesellschaft ist im Umbruch begriffen, man sagt wieder was man denkt - und das ist nicht immer freundlich.
Und ich behaupte, daß man oft schon an EINEM Bühnenbild Mist als solche erkennen kann. Neu ist lediglich, daß man das in Hinkunft - nach vielen Jahren des Schweigens - wieder zum Ausdruck bringen wird. Und zwar ohne Rücksicht ob das jemandem passt oder nicht....
Ich möchte hier - nur SCHEINBAR vom Thema abweichend ein Gleichnis bringen, wobei ich kleider keine Namen nennen kann.
Es gibt einiege wenige Firmen, die ziemlich all das herstellen was eines große Markenhersteller in erstklassiger Qualität produzierten.
Man findet deren Produkte in jedem Technik-Consumermarkt. Sie haben mit der Zeit fast alle brauchbaren Produkte durch ihre ersetzt. Eich brauch von denen gar ncihts mehr zu kaufen. Ich lese den Namen und weiß, daß ich das NICHT kaufen werde.Und ich brauche das auch nicht zu PROBIEREN um nacheher - wenn ich mein gutes Geld bereits dorhin verschoben habe, die erkenntnis zu bekommen, die ich schon VORHER hatte. Und der Billigprodukthersteller (meist handelt es sich um Billigstware aus China, die hier unter einer "MARKE" teuer verkauft wird.
Genauso geht es mit beilm Lesen von Namen bestimmter Regisseure, unterstützt von ein oder 2 Bühnenbildern und Kostümen.
Da ist es dann kein "Vorurteil" - sondern ich nütze bereits bestehendes Wissen, bzw Erfahrungen anderer um gewissen Produkten auszuweichen. Ich weiß a proiri, daß ich dort nicht das bekomme was ich will.
Man könnte hier sagen: Na gut - wenns Dir nicht passt. Du musst es ja nicht kaufen (anschaun etc etc.)
Aber so einfach ist das auch wieder nicht, Denn diese Leute, Firmen etc drängen MEINE Wunschware vom Markt und ersetzen sie wie ein Virus durch ihre Produkte. Aber es gibt Hoffnung. Im Internet werden durch Private minderwertige Produkte an den Pranger gestellt und ich habe mir durch solche Warnungen schon viel Ärger erspart.
Genauso ist es bei Inszenierungen. Tamino thematisiert sie - und es kommt zur Diskussion.
Man hat sich immer wieder gewundert, warum ich RT Befürwortern hier volle Meinungsfreiheit gewähre (manche hätten das nicht erwartet)
Wie immer, wenn ich Entscheidungen treffe, erwäge ich die möglichen Auswirkungen
Im konkreten Fallwäre das:
1) wir bekommen Dynamil ins Forum

2) Wie machen auf die Inszenierung aufmerksam
das wurde oft schon fälschlicherweise als "Werbung für RT Inszenierungen" gedeutet.
Aber das ist eine Fehlinterpretation.
Der Interessent wird neugierig und schaut sich ein paar Szenenfotos an
In Gegensatz zu Rezensionen sind die wahrheitsgetreu, sie können nicht schöngefärbt werden.
Der Interessent erblickt das Bild - und wendet sich mit Grauen ab - und bleibt der Vorstellung fern.

Einigen wenigen wird es vielleicht denoch gefallen
Soll sein.
Denen kann ich dann auch nicht mehr helfen.

Mehr ist von meiner Seite dazu nicht zu sagen. Weiteres ist aus meiner Sicht nicht diskutierbar.
Ich versuche niemanden zu überzeugen oder umzustimmen
sondern stelle hier lediglich meinen festzementierten Standpunkt vor

Beste Grüße aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Damiro

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Registrierungsdatum: 13. Dezember 2017

64

Sonntag, 11. Februar 2018, 04:14

Alfred, alle,

ich finde es ziemlich überzeugend und abrundend, wie du deine Position hier dargelegt hast, denn du gibst den liberalen Grundhaltungen hier ihren - manchmal schwer zu verteidigenden- Rang, du lässt ihnen ihre Positionen, ihren Rahmen. Sollte das auch in Zukunft so bleiben, bin ich dankbar und weiterhin hier.

Weil ich kein grosser Opernfreund bin (das Gesamtkunstwerk lenkt mich vom Hören ab !), möchte ich auch die Bilder, von denen natürlich im Thread öfter die Rede ist, nicht überbewerten. Sie schrecken mich in der Regel nicht ab, stillzuhalten oder aber auch nachzufragen oder Erklärung zu fordern oder mir zu verschaffen. Dennoch habe ich eine Grenze, die ich schwer kontrollieren kann und auch nicht will. Dann möchte ich raus gehen und ich habe es auch schon getan, zum Leidwesen meiner Ehefrau, welche eine Opernfreundin (aber nur bis ca. 3,5 Std. ?( :thumbup: ) ist. Insofern kann ich der RT- ablehnenden Fraktion nachfühlen. Dass sich hier beide Seiten um möglichst deutliche Darlegung der Positionen bemühen, spricht für sich.
" Die meisten Zeitungsartikel (und Arztrechnungen) gleichen gestopften Würsten (nach Konrad Haste...)

La Roche

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65

Sonntag, 11. Februar 2018, 09:46

Im Grunde brauche ich meine Position nicht nochmals darzustellen. Alfreds Beitrag Nr 63 zwingt mich allerdings dazu, mein 100%iges Einverständnis zum Ausdruck zu bringen.

ch versuche niemanden zu überzeugen oder umzustimmen

sondern stelle hier lediglich meinen festzementierten Standpunkt vor
Besonders sein o.g. Schlußsatz ist es, der immer wieder Emotionen hochkommen läßt. Ein Gegner solcher Inszenierungen bringt seine Ablehnung zum Ausdruck, und einige fallen über ihn her. Man traut sich wieder zu sagen, was man denkt. Was ist daran falsch? Mit bestimmten Operninszenierungen nicht einverstanden zu sein ist auch noch kein Ausdruck einer bestimmten politischen Gesinnung. Es ist das Festhalten an einer über einen längeren Zeitraum gewonnen Erkenntnis und Abneigung, nichts anders. Und das möchte ich respektiert wissen!

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Bertarido

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Registrierungsdatum: 24. April 2014

66

Sonntag, 11. Februar 2018, 09:57

Lieber La Roche,

wieder einmal stellst Du den Diskussionsverlauf nicht richtig dar. Niemand "fällt über Dich her", wenn Du Deine Meinung sagst. Aber Sätze wie "die Macher sollten sich schämen, Wagner und deutsches Kulturerbe so zu zerstören" gehen über eine Meinungsäußerung hinaus. Damit sagst Du nicht "mit gefällt die Inszenierung aus den und den Gründen nicht", sondern Du erhebst Deine Meinung zu einem verbindlichen Maßstab, an den sich Regisseure zu halten haben, wenn sie nicht Zerstörer deutschen Kulturerbes sein wollen. Dass eine solche Äußerung Widerspruch hervorruft und in ihrer Übertreibung ironische Repliken provoziert, sollte Dich nun wirklich nicht wundern.

Gerhard Wischniewski

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67

Sonntag, 11. Februar 2018, 10:12

Lieber Alfred,

ich wollte eigentlich in diesem Thema nichts mehr sagen, und ich werde auch denjenigen, die mich am liebsten in der Luft zerreißen würden, kein Wort mehr gönnen, denn inzwischen sehe ich - glücklicherweise - ihre Beiträge aufgrund der Ignorierfunktion überhaupt nicht mehr. Aber ich will hier nur noch für deine eindeutige Stellungnahme danken und - wie La Roche - mein völliges Einverständnis erklären.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

MSchenk

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68

Sonntag, 11. Februar 2018, 11:10

Ich versuche niemanden zu überzeugen oder umzustimmen, sondern stelle hier lediglich meinen festzementierten Standpunkt vor
Nichts, aber auch gar nichts gegen einen Standpunkt, aber Menschen, die einen solchen festzementieren, bezeichnend man in anderen Zusammenhängen gerne als Betonköpfe ... :untertauch:
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Amfortas08

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69

Sonntag, 11. Februar 2018, 11:54

Ein Gegner solcher Inszenierungen bringt seine Ablehnung zum Ausdruck, und einige fallen über ihn her. Man traut sich wieder zu sagen, was man denkt. Was ist daran falsch? Mit bestimmten Operninszenierungen nicht einverstanden zu sein ist auch noch kein Ausdruck einer bestimmten politischen Gesinnung.
Das liest sich ausgesprochen komisch, weil es sich um eine Inszenierung handelst, die du nicht mal besuchst hast. Vielleicht sollte dieser Thread in den Satire-Bereich verschoben werden. Aber das ginge doch wiederum auf Kosten seines stetig anwachsenden Spaß-Faktors.
ich wollte eigentlich in diesem Thema nichts mehr sagen, und ich werde auch denjenigen, die mich am liebsten in der Luft zerreißen würden, kein Wort mehr gönnen, denn inzwischen sehe ich - glücklicherweise - ihre Beiträge aufgrund der Ignorierfunktion überhaupt nicht mehr. Aber ich will hier nur noch für deine eindeutige Stellungnahme danken und - wie La Roche - mein völliges Einverständnis erklären.
ts ts ts .. du wirst doch auch nicht - wie La Roche - deine zahlreichen Fans so früh enttäuschen wollen. Denn die Qualität eures Postings übersteigt – ohne jeden Zweifel – alle Beiträge derjenigen User, die ihr als Sprachrohr einer ominösen Verunstalltungs-Fraktion identifizieren wollt.
Wenn ihr also bereits so früh kneift, liegt das überhaupt nicht im Interesse eures siegreichen Kampfes gegen Opern- bzw. Kulturzerstörer. Um auf Alfred zu rekurrieren: Wo bleibt denn dann eurer Dynamit im Forum ?

Dr. Holger Kaletha

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

70

Sonntag, 11. Februar 2018, 12:23

Das Gesamtkunstwerk ist längst bewertet, denn der "Bauer" weiß genau wie der Librettist sein Werk angelegt hat. Und er will, daß nichts daran verändert wird.
Eduard Hanslick war da anderer Meinung: Ein Libretto ist sehr veränderlich. Aber Hanslick war auch leider kein Bauer! :D :angel:
Aber die Gesellschaft ist im Umbruch begriffen, man sagt wieder was man denkt - und das ist nicht immer freundlich.
Genau: nationalistische Ressentiments, Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit, all das ist heute sogar regierungsfähig, wie man in Österreich ja sieht.
Und ich behaupte, daß man oft schon an EINEM Bühnenbild Mist als solche erkennen kann. Neu ist lediglich, daß man das in Hinkunft - nach vielen Jahren des Schweigens - wieder zum Ausdruck bringen wird. Und zwar ohne Rücksicht ob das jemandem passt oder nicht....
Wenn jemand abstrakte Malerei für "Mist" hält, erkennt er in jedem abstrakten Bild, was er auch nur flüchtig sieht, den Mist. Ein solches Urteil hat aber keinerlei Objektivität, sondern ist lediglich Ausdruck eines sehr subjektiven Vorurteils. Ein Bühnenbild sagt erst einmal nur etwas aus über die Bildästhetik, und wenn der Betrachter sie nicht mag, dann mag er sie nicht. Von der Bildästhetik eines Einzelbildes auf die Qualität einer Inszenierung zu schließen ist nun aber schlicht und einfach "Mist". Schon fragwürdig ist die Überbetonung des Bühnenbildes und der Bühnenausstattung, die typisch ist für antiintellektualistisch eingestellte Genusshörer, als ob sie das Zünglein an der Waage wären. Viel wichtiger für die Berwertung der Inszenierung ist nämlich all das, was mit der Darstellung der Handlung zu tun hat: Mimik, die Bewegung der Figuren etc. Über all das sagt ein einzelnes Foto Null komma Nichts aus.
Und der Billigprodukthersteller (meist handelt es sich um Billigstware aus China, die hier unter einer "MARKE" teuer verkauft wird.
Genauso geht es mit beilm Lesen von Namen bestimmter Regisseure, unterstützt von ein oder 2 Bühnenbildern und Kostümen.
Der Vergleich ist schön - und ein schönes Eigentor. RT-Regisseure verkaufen ihre teuren Markenartikel in der Nobel-Boutique, nämlich in teuren und teuersten Häusern wie Zürich, Berlin, München etc. Konventionelles gibt es dagegen in der Provinz und als Show-Event, wo dann die Plebs in Massen hinfährt.
Im Internet werden durch Private minderwertige Produkte an den Pranger gestellt und ich habe mir durch solche Warnungen schon viel Ärger erspart.
Der mittelalterliche Pranger funktioniert heute im Internet als Filterblase mit Echokammereffekt. RT-Hasser lesen grundsätzlich nur das, was andere RT-Hasser schreiben. Die Gegenmeinung ignorieren sie.
In Gegensatz zu Rezensionen sind die wahrheitsgetreu, sie können nicht schöngefärbt werden.
Der Interessent erblickt das Bild - und wendet sich mit Grauen ab - und bleibt der Vorstellung fern.
Die Wahrheit muss man erst einmal erkennen. Was man bei einem Bild erkennt ist eine bestimmte Bildästhetik - nicht mehr und nicht weniger, s.o.!
Einigen wenigen wird es vielleicht denoch gefallen
Soll sein.
Denen kann ich dann auch nicht mehr helfen.
Hier kann man den Spieß aber auch einfach umdrehen! :D
Ein Gegner solcher Inszenierungen bringt seine Ablehnung zum Ausdruck, und einige fallen über ihn her. Man traut sich wieder zu sagen, was man denkt. Was ist daran falsch? Mit bestimmten Operninszenierungen nicht einverstanden zu sein ist auch noch kein Ausdruck einer bestimmten politischen Gesinnung. Es ist das Festhalten an einer über einen längeren Zeitraum gewonnen Erkenntnis und Abneigung, nichts anders. Und das möchte ich respektiert wissen!
Falsch daran ist erst einmal, dass die komplette "Meute" der RT-Gegner wieder einmal über eine Inszenierung herfällt, die sie gar nicht gesehen hat und zweifellos ihre Qualität von daher auch nicht ernsthaft beurteilen kann. Das ist eine Art kollektiv praktiziertes Mobbing gegen RT und eines Forums wie Tamino unwürdig. Und zweitens ist es seltsam, dass man für die Haltung der Respektlosigkeit, die man gegenüber nicht geliebten Künstlern zeigt, die bis zur Beschimpfung und Diffamierung als Kulturschänder geht, Künstler also wie Verbrecher behandelt, auch noch Respekt verlangt und dazu noch diejenigen, die einer solchen Kunst durchaus Respekt zollen, respektlos als "hirnkrank" bezeichnet. Respekt ist keine Einbahnstraße. Wenn man partout Respekt zu zeigen nicht bereit ist, darf man auch als Antwort darauf keinen Respekt erwarten.

Schöne Grüße
Holger

Gerhard Wischniewski

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71

Sonntag, 11. Februar 2018, 12:30

Lieber Michael,

du gehörst bisher (noch) nicht zu den bei mir Ausgeschlossenen, deren Beiträge mir - glücklicherweise - nicht mehr angezeigt werden. Einem "Betonkopf" bleibt nicht anders übrig, als anderen Betonköpfen zu antworten. Einige Betonköpfe haben also in ihrem Kopf zementiert und fordern, dass alle Werke heute über den Haufen geworfen werden sollten und Andersdenkende, die sich das echte Werk wünschen, keine Chance mehr haben sollten, dieses zu sehen zu bekommen.
Ich habe immer gesagt, dass es für Leute, die so etwas brauchen, durchaus Vorstellungen geben soll (meinetwegen 50 %), aber dass wir, die die wahren Werke lieben, auch wenn nach meinen Erkenntnissen weit mehr davon gibt als die Zerstörer, wenigstens ebenfalls einen gleichen Anteil bekommen. Das ist in Deutschland aber nicht mehr der Fall. "German trash" regiert.
Außerdem sollten die verunstalteten Werke entsprechend gekennzeichnet, also für den normalen Opernfreund sofort erkennbar sein. Da legt man es jedoch auf Zuschauertäuschung an.
Es bleibt uns also leider nichts anderes übrig, als an Bildern oder Trailern zu erkennen, "wohin der Hase läuft", und auch andere zu warnen, damit sie sich das nicht antun. Argumente, die fordern, man solle doch, bitteschön, ins Opernhaus gehen, seine Zeit und sein Geld für ein Ärgernis verschwenden, um mitreden zu können, sind für mich völlig absurd!
Hinzu kommen hier z.B. noch selbsternannte "Wagnerkenner", die bei allen Wagnerzitaten behaupten, Wagner habe das genau anders gemeint, als er es geschrieben habe. Wagner kann sich ja nicht mehr wehren.
Weiterhin sin da noch diejenigen, die - soweit ich es aus den Gegenreaktionen entnehmen konnte - Leute, die die Theaterhefte nicht lesen oder in sogenannte "Opernfrühstücke" gehen, wo ihnen der "wahre" - jedesmal andere - Inhalt des Werkes vorgestellt würde, Ignoranten schimpfen. Für mich gibt es nur ein eindeutiges Theaterheft: Das vom Komponisten selbst geschriebene oder verwendete Libretto

Ich muss also fragen: Wer sind denn nun die wahren Betonköpfe, diejenigen, die für das echte Werk und damit für die Achtung des Komponisten kämpfen oder diejenigen, die sich für sich den Missbrauch dieser Werke für völlig andere Inhalte festbetoniert haben möchten?

Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

La Roche

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72

Sonntag, 11. Februar 2018, 12:54

Nichts, aber auch gar nichts gegen einen Standpunkt, aber Menschen, die einen solchen festzementieren, bezeichnend man in anderen Zusammenhängen gerne als Betonköpfe
Lieber MSchenk,

und Leute, die je nach Stimmungslage ihre Gesinnung ändern, nennt man die nicht Wendehälse? Was ist Schulz`s Meinung nach seinen ständigen Meinungswechseln noch wert, was die von Seehofer u.a.?

Dann doch lieber bei einer zementierten Meinung stehen und glaubwürdig bleiben!?

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


MSchenk

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73

Sonntag, 11. Februar 2018, 12:55

Lieber Gerhard,

inhaltlich möchte ich mich zum allfälligen Thema Regietheater - Pro vs. Contra aktuell garnicht äußern; zumindest nicht in allzu grundsätzlicher Form, im konkreten Verweise da eher auf auf das Konkrete (siehe z.B. Ein spannender neuer Fidelio (Beethoven) an der Hamburgischen Staatsoper). Und irgendwann bin ich sicher auch wieder streitlustiger und mache wieder mit beim "Förmchen-Weitwurf" mit - Auf welcher Seite dabei die größeren oder stabileren Betonköpfe sitzen, mag mit der Zeit durchaus wechseln und auch ganz unabhängig von der normativen Kraft des Faktischen hat da jeder inklusive meinerselbst ein mehr oder weniger dezidierte Meinung.

Worum es mit mit meiner Äußerung aber eigentlich ging ist, dass ich es für einen denkenden Menschen - und das ist Alfred mit Sicherheit - tatsächlich für eine intellektuelle Bankrotterklärung halte, seine Standpunkt als festzementiert zu behaupten. Entweder man hat Argumente, mit welchen man einen Standpunkt verteidigen kann oder man hat sie nicht, dann muss man zementieren. Soetwas erwarte ich nicht anders von einem Trump, einem Putin, einem Erdogan, aber nicht von einem Gegenpart in einer Diskussion ... so sad, true story!
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Dr. Holger Kaletha

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74

Sonntag, 11. Februar 2018, 14:17

du gehörst bisher (noch) nicht zu den bei mir Ausgeschlossenen,
Hast Du die eindeutige Warnung auch verstanden, lieber Michael?! :D
Außerdem sollten die verunstalteten Werke entsprechend gekennzeichnet, also für den normalen Opernfreund sofort erkennbar sein.
Was es doch so alles an tollen Vorschlägen gibt. Erkennungsmarken, hell leuchtend wie ein Stern, für alle sofort sichtbar nun für die RT-Brust. Äääähm. Hatten wir das alles nicht schon einmal? :no:
tatsächlich für eine intellektuelle Bankrotterklärung halte, seine Standpunkt als festzementiert zu behaupten. Entweder man hat Argumente, mit welchen man einen Standpunkt verteidigen kann oder man hat sie nicht, dann muss man zementieren.
Was Du da formulierst, ist eine alte Skeptikerweisheit. :D Die Tugend der constantia braucht keinen Zement, weil sie auf einem soliden Fundament steht. :angel:

Schöne Grüße
Holger

Alfred_Schmidt

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

75

Sonntag, 11. Februar 2018, 14:24

Ich antworte hier auf einige "Angriffe" - kühl und unbeteiligt - und erwarte das gleiche von der Gegenseite

Zitat

Wenn jemand abstrakte Malerei für "Mist" hält, erkennt er in jedem abstrakten Bild, was er auch nur flüchtig sieht, den Mist.


PRINZIPIELL ist das richtig - ABSOLUT gesehen aber nicht.
Es ist durchaus möglich etwas zu malen, das absoklut NICHTS darstellt, aber durch seine edle Farb- und Formkomposition angenehme Gefühle hervorroft, etwas das man im weitesten Sinne des Wortes als "schön" bezeichnen kann. Ich würde das indes eher dem "Kunsthandwerk" zuordnen als realer Kunst. Abgesehen davon hängt es davon ab, WOFÜR es eingesetzt wird. Ob ich eine Wand eines Bankinstitutes mit einer wirkungsvollen Wand, die die Begriffe "Reichtum", " Gegenwart" und "Durchsetzungskraft" ausstrahlen soll dekorieren will, oder ob die eigentliche Aufgabe ein Bühnenbild (Prunkvoller Saal in einem venezianischen Palast des 16. Jahrhunderts mit dem versammelten Adel etc etc) ist, das ist dann schon ein Unterschied.
Es ist eine freche Anmaßung der Regie und des Ausstatters hier eigenmächtig einzugreifen. Dazu mehr im weiteren Text.

Nun zu den Betonköpfen und ähnlichen Bezeichnungen

In Österreich gab es einen führenden Gewerkschafter (für Beamte des öffentlichen Dienstes) namens Fritz Neugebauer *1944) noch dazu aus der ÖVP (!!)
Er bekam ebenfall den Titel "Betonkopf", weil er über 20 Jahre alle sogenannten"Reformen" blockierte die sich zum Schaden seiner Klientel (Privilegienabbau) ausgewirkt härre. So gesehen ist die "Schmähung" sogar als Ehrentitel zu verstehen.

Man "zementiert" eigentlich nur dann, wenn jegliche Veränderung der Situation eine Verschlechterung der eignen Position darstellte.

Zitat

Soetwas erwarte ich nicht anders von einem Trump, einem Putin, einem Erdogan, aber nicht von einem Gegenpart in einer Diskussion


Was haben die als Negativbeispiel genannten Personen eignetlich miteinander GEMEINSAM ?
Sie sind ERFOLGREICH - und zwar weil sie nicht diskutieren sondern ihr Ziel verfolgen -ohne Rücksicht auf Verluste.

Immer wieder werden sie angegriffen und sogar für dumm hingestellt - TRUMP hätte keine Chance gewählt zu werden etc etc.
Und er hat alle das Fürchten geleht und wird es vermutlich noch für einige Zeit tun. Und er wird mit eine Mischung aus Strategie, und Brutalität alle jene ausschalten, die seinem Weltbild im Wege sind. Und er ist auf dem besten Wege dazu sich die Zustimmung der Mächtigen und Einflußreichen seines Landes zu sichern.

Putin - ein Intellektueller und Geheimdinstmann: Er vermag es zu schweigen, sein Gefühle unter Kontrolle zu halen und im Hintergrund die Fäden zu ziehen (was er auch ganz vordergündig tun könnte - es aber vermeidet)

Zitat

Genau: nationalistische Ressentiments, Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit, all das ist heute sogar regierungsfähig, wie man in Österreich ja sieht
.
Diese Regierung wurde DEMOKRATISCH gewählt (ich habe sie übrigens aus strategischen Gründen wider Erwarten NICHT gewählt ) und nun mögen diejenigen, die immer nach DEMOKRATIE schreien sich einmal vergegenwärtigen was Demokratie WIRKLICH bedeutet und was nicht.
Demokratie ist kein Selbstbedienungsladen, wo das "Volk" immer das zu wählen hat was die Herrscenden als angenehm empfinden. In Österreich will man - scheinheiligerweise - die "Volksabstimmung" stärekn - aber sicherheitshalber verbieten über das Thema ÖXIT abzustimmen. Und man weiß genau warum. Die Österreicher - auich wenns in der Zeitung anders steht - hassen die EU ! Wer will schon bei einem Verein sein, wo man mehr einzahlt als man rausbekommt ?

Die Ausländer- und Fremdenfeindlichkeit ist übrigens nicht nur eine österreichisch Spezialität - sie entwickelt sich international - und das schneller als man zugibt. Immerhin wurden Flüchtlingslager vorzugsweise in anderen Ländern niedergebrannt.

Un nun kurz zum Umgang mit den Produzenten des Regietheaters

Es geht hier nicht in erster Linie um Bildästhetik
sondern um Tabubruch.

Wer ein Tabo zu brechen versucht oder es bricht, der sieht sich in der Regel einer Menge von Leuten gegenüber, die denjenigen der das Tabu bricht "kaltstellen" möchte - und das in jeder Ausformung.
Die katholische Kirche hat "Ketzer" sogar auf dem Scheiterhaufen verbrannt - und es hat ihrer Reputation nicht mal signifikant geschadet.
RT hat sich nur so entwickeln können, weil es von den damals an den Hebeln der Kulturmacht sitzenden als "lächerlich" und unbedeutend" und daher "ungefährlich" eingestuft wurde. Ich persönlich als eher ängstlicher, pestimistischer Taktiker wär hier kein Risiko eingegangen und hätte die Entwicklung im Keim erstickt. Dazu bedarf es keiner "brutalen Gewaltmaßnahmen" Man muß nur darauf achten, mit wem man Schlüsselpositionen besetzt und wem man sie verwehrt, welche Theate subventioniert werden und welche nicht. etc etc...
Die "Progressiven" (nennen wir sie mal freundlicherweise so) haben ihre Chance genutzt und für vile Jahre ein Vormachtstellung errungen. Gegener wurden lächerlich gemacht, teilweise unter Zuhilfenahme der Presse.
Die Zeiten haben sich gewandelt. Der Einfluss des RT schrumpft allmählich, vielleicht weil die subventionierenden Staatskassen sich leeren, oder aber weil der Zeitgeist im Wandel ist.
Und nun passiert etwas, das von der Physik her bekannt ist. Die mit Gewalt zurückgebogene Feder schnalzt zurück - und zwar mit ungeheurer Gewalt, alse zemalmend was ihr in die Quere kommt.
In der Gesellschaft versucht der bedroht Teil in solchen Fällen so zu agieren, als ob er sich der "Kathastrophe nicht bewusst sei - er negiert die Situation (siehe auch die Passagiere der Titanic)
UND er tritt offt ein LETZTES MAL besonders siegessicher auf - in der Hoffnung das Ruder nochmals herumreissen zu können.
So mietete vor vilene Jahren eine bereits vom wirtschaftlichen Tode gezeichnete österreichische Firma auf einer Messe als Aussteller einen riesigen Ausstellungsstand und ließ in von einem berühmten Bühnenbildner der Wiener Staatoper im Jugenstil ausstatten......

Ich hoffe, daß es mir auch diesmal gelungen ist persönliche Angriffe zu vermeiden
Der Artilel ist nicht eigentlich an die Mitglieder des Forums gerichtet, sondern ich hoffe , nich ich bin mir sicher - eine gewaltige Aussenwirkung zu erzielen, denn das Forum bekommt im Monat einige zigtausend Seitenaufrufe.

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Amfortas08

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76

Sonntag, 11. Februar 2018, 14:30

Außerdem sollten die verunstalteten Werke entsprechend gekennzeichnet, also für den normalen Opernfreund sofort erkennbar sein. Da legt man es jedoch auf Zuschauertäuschung an.
Es bleibt uns also leider nichts anderes übrig, als an Bildern oder Trailern zu erkennen, "wohin der Hase läuft"
,
Warum sollten denn zusätzlich die „verunstalteten Werke entsprechend gekennzeichnet, also für den normalen Opernfreund sofort erkennbar sein“ . wenn ausreichend Infos anhand von Bildern oder Trailern zur Verfügung stehen ?
Sollten die vielleicht extra "gekennzeichnet" werden z.B. auf weißen Grund/hellen Fleck und schwarzer Inschrift „Verunstaltung“ ?
Da legt man es jedoch auf Zuschauertäuschung an.
Wieso Zuschauertäuschung ? Behauptest du doch ständig selbst, dass bereits Trailer und Bilder – auf die jeder geneigte User zurückgreifen kann - sowieso genug darüber aussagen, dass die Aufführung zur Verunstaltung geriet.

Also kannste doch ganz gechillt dir diese Mühe schon mal ersparen:
auch andere zu warnen, damit sie sich das nicht antun


Für mich gibt es nur ein eindeutiges Theaterheft: Das vom Komponisten selbst geschriebene oder verwendete Libretto
Merkwürdig, dass du als „normaler“ Opernfreund, damit die komponierte Mucke des Komponisten bloß als marginal abtust. Denn Verunstalter wie z.B. Ponelle, Konwitschny oder Kosky nutzen/nutzten während ihren mühevollen Zerstörungen als Theaterheft vor allem auch die Noten.

und Leute, die je nach Stimmungslage ihre Gesinnung ändern, nennt man die nicht Wendehälse? Was ist Schulz`s Meinung nach seinen ständigen Meinungswechseln noch wert, was die von Seehofer u.a.?

Dann doch lieber bei einer zementierten Meinung stehen und glaubwürdig bleiben!?
klar, denn deine Behauptung „Wagner und deutsches Kulturerbe so zu zerstören“ kann an Glaubwürdigkeit doch kaum übertroffen werden.

Amfortas08

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Sonntag, 11. Februar 2018, 15:33

Ob ich eine Wand eines Bankinstitutes mit einer wirkungsvollen Wand, die die Begriffe "Reichtum", " Gegenwart" und "Durchsetzungskraft" ausstrahlen soll dekorieren will, oder ob die eigentliche Aufgabe ein Bühnenbild (Prunkvoller Saal in einem venezianischen Palast des 16. Jahrhunderts mit dem versammelten Adel etc etc) ist, das ist dann schon ein Unterschied.
Es ist eine freche Anmaßung der Regie und des Ausstatters hier eigenmächtig einzugreifen. Dazu mehr im weiteren Text.
Gegen wen frech ? Komponist/Librettist haben doch bereits seit langen ausgecheckt. .
Gegen die Besucher ?
Einige von denen fänden das blöd. Ein Teil von denen würde darüber denken wie du und erfreulicherweise in Tamino darüber posten.
Ein anderer Teil von denen würde es tolerieren, ohne es zu akzeptieren.
Andere erwarten genau das, was du als eigenmächtig beklagst. Die würden es u.U. als anmaßend und frech betrachten, wenn sie den Einheitsbrei vor 50 Jahren, statt einen wie in der Gegenwart üblichen, vorgeknallt bekämen.
Manchen anderen ist das möglicherweise egal.
Es geht hier nicht in erster Linie um Bildästhetik
sondern um Tabubruch.
Mal ganz beiseite gelassen, dass sich Entwicklung/Geschichte der einzelnen Künste eher selten organisch ablief, sondern eher in Brüchen sich vollzog..
Woraus spießt sich diese Behauptung ? Wer sich natürlich in Regie-Ästhetik vor 50 Jahren inkrustiert, für den ist heutige Mucken-Theater Tabu-Bruch, wie etwa vor 60 Jahren Wieland Wagners Arbeiten von einigen als Tabubruch erfahren wurde. Ist doch okay.

Die allerwenigsten RT-Arbeiten kommen aber einen als Tabubruch rüber. Wäre auch schwer möglich, weil Tabu-Brüche bzw. Schocks- wie z.B. den durch die freie Atonalität Schönbergs- nicht konservierbar. Und wenn dem ausnahmsweise so wäre, störte es zunächst nicht prinzipiell, wenns Ergebnis schlüssig rüberkommt. Im Gegentum. Das wiederum hängt aber vom Einzelfall ab.
RT hat sich nur so entwickeln können, weil es von den damals an den Hebeln der Kulturmacht sitzenden als "lächerlich" und unbedeutend" und daher "ungefährlich" eingestuft wurde. Ich persönlich als eher ängstlicher, pestimistischer Taktiker wär hier kein Risiko eingegangen und hätte die Entwicklung im Keim erstickt.
Also demnach müsste RT inzwischen so gefährlich sein, dass es zu einer bedeutenden ästhetisch -politischen Revolte gegen z.B. „bürgerliche Werte“ mutierte, weil inzwischen Opernhäuser und Theater ja auch so zahlreich von Besuchern frequentiert, wie z.B. Fußballstadien. In den Metropolen würden im Anschluss einer RT-Inszenierung vom aufgehetzten und agitierten Mob sofort Barrikaden errichtet und skandiert werden „Wir sind das Volk“. Sehr abenteuerliche Vorstellung.
Der Einfluss des RT schrumpft allmählich,
dann wiederum ist doch die ganze Aufregung ums RT unverständlich.

Und nun passiert etwas, das von der Physik her bekannt ist. Die mit Gewalt zurückgebogene Feder schnalzt zurück - und zwar mit ungeheurer Gewalt, alse zemalmend was ihr in die Quere kommt
Ist die Phalanx bestehend aus Opernzerstörern so gewaltätig geworden, dass bereits Terroranschläge von zusammengerotteten Gruppen von Opernzerstörern zu erwarten wären ?

Mme. Cortese

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78

Sonntag, 11. Februar 2018, 15:42

Warum sollten denn zusätzlich die „verunstalteten Werke entsprechend gekennzeichnet, also für den normalen Opernfreund sofort erkennbar sein“ . wenn ausreichend Infos anhand von Bildern oder Trailern zur Verfügung stehen ?
Sollten die vielleicht extra "gekennzeichnet" werden z.B. auf weißen Grund/hellen Fleck und schwarzer Inschrift „Verunstaltung“


Es soll, gerade unter älteren Opernfreunden, noch einige geben, die weder Smartphone noch Computer besitzen und diese Möglichkeiten eben nicht haben - ich kenne einige.
Man braucht auch nicht "Verunstaltung" oder ähnliches dazuzuschreiben, wenn man den Titel adäquat zur Inszenierung gestaltet. So habe ich beispielsweise vor ein paar Jahren in Hannover eine Aufführung gesehen, die ich betiteln würde: "Das Schloss der wandelnden Leichen", ein Stück von D. Hilsdorf zur Musik von Antonin Dvoraks "Rusalka". Dann wüsste wenigstens jeder gleich, woran er ist!

Für Interessierte hier der Trailer:

Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Caruso41

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79

Sonntag, 11. Februar 2018, 15:58

Schön, dass du mit diesem Trailer neugierig auf eine ganz spannende Produktion der Hannöverschen Oper machst. Leider gibt es die aber nicht mehr!

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Amfortas08

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80

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:04

Man braucht auch nicht "Verunstaltung" oder ähnliches dazuzuschreiben, wenn man den Titel adäquat zur Inszenierung gestaltet. So habe ich beispielsweise vor ein paar Jahren in Hannover eine Aufführung gesehen, die ich betiteln würde: "Das Schloss der wandelnden Leichen", ein Stück von D. Hilsdorf zur Musik von Antonin Dvoraks "Rusalka".
hab mir diese Wiedergabe 2 x reingezogen. Das 2. Mal auf Bitten der Begleitung, obwohl sie Rusalka ebenso gerne im Märchenambiente goutiert.
www.youtube.com/watch?v=jfdXa5-8M4U



"Das Schloss der wandelnden Leichen", ein Stück von D. Hilsdorf zur Musik von Antonin Dvoraks "Rusalka".würde durchaus nicht nur zum Regiekonzept, sondern auch zur Oper Rusalka generell passen, weil Tod darin ein zentrales Motiv. Andererseits könnte der veränderte Titel anbiederend bzw. einschleimend auf potentielle Besucher rüberkommen...
Mich hat die Hilsdorfsche Inszenierung durchaus beeindruckt; und das Hannover-Orchester sogar ungleich stärker als das von der Münchner DVD (die wir gemeinsam, wie auch die NYC-Wiedergabe), uns vorher eingeschmissen hatten.

https://www.youtube.com/watch?v=kmzShqRrwDE



Die Personenführung durch Kusej kam mir vergelichweise noch etwas ausgefeilter und detailreicher rüber

Alfred_Schmidt

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81

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:12

Zitat

heutige Mucken-Theater Tabu-Bruch

Wie sage ich es - ohne persönlich beleidigend zu wirken, aber ich empfinde den Begriff "Mucke" irgendwie als "der Unterschicht entlehnt"
WIKIPEDIA schreibt hierzu:

Zitat

umgangssprachlich Musik oder eine musikalische Gelegenheitstätigkeit,


Irgendwie werde ich aber den Eindruck nicht los, daß der Verfasser der Definiton in geschellschaftlichen Kreisen verkehrt, die sich umgangssprachlich solcher Ausdrücke bedient, die mir aber doch fremd sind und deren (zumindest !!) flapsiger Grundton einem Internetforum mit elitärer Thematik nicht unbedingt entsprechen.
Dazu passen dan die anderen Aussagen, die prinzipiell überlieferte Gesellschaftsregeln in Frage stellen

Zitat

Gegen wen frech ? Komponist/Librettist haben doch bereits seit langen ausgecheckt. .


Schon wieder eine Formulierung mit eigentlich veräterischer Botschaft.
Denn SELBSTVERSTÄNDLICH kann ich auch vor dem Werk eines Verstorbenen Achtung haben
Und SELBSTVERSTÄNDLICH sind historische Kunstwerke als solche zu sehen und unberührt zu belassen
Ich weiss, daß es speziell im Museumsbereich Bestrebungen von Kuratoren und Reatauratoren gibt, die Institute fürs
"gemeine Volk" (natürlich wird das eleganter formuliert) nicht zugängig zu machen, weil man hier die Erhaltung der Bestände gefährdet und man hier ohnedies Perlen vor die Säue wirft.
Man kann diese Sichtweise kritisch sehen - aber im Kontext mit den oben genannten Formulierungen - werden sie zumindest verständlicher.

Zitat

Andere erwarten genau das, was du als eigenmächtig beklagst.

Ja - das falsche Publikum.
Das sollte sich auf seine POP Veranstaltungen begeben und einen weiten Bogen um den Bereich KLASSIK und OPER machen
Damit wäre ALLEN gedient.

Auch wenn sich das heute nur mehr wenige vorstellen können:
Es gibt Opernfreunde, die sich werde für die Namen der Regisseure noch für Internet etc interessieren. Die können sich gar nicht vorstellen, wenn sie in "Cosi Fan Tutte" gehen etwas anderes gezeigt wird wie permanent seit knapp 250 Jahren.

WIr bekommen einen neuen Operndirektor - schnell noch von der scheidenden Regierung installiert bevor sie in die Wüste geschickt wird. Ob die neue Regierung unter dem Einfluß ihrer Klientel an dieser Entscheidung festhält bleibt abzuwarten, denn sie neuen haben schon etliche Neuerungen der letzten Monate zurückgenommen.....

mfg aus Wien
Alfred

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m.joho

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82

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:23

Lieber Alfred,
Wenn man die letzten Neuigkeiten liest, muss man für Wien das Schlimmste erwarten: Roscic hat soeben das Führungsteam aus Stuttgart engagiert. :cursing:

Kinderstück

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83

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:23

aber ich empfinde den Begriff "Mucke" irgendwie als "der Unterschicht entlehnt"
diese "Kreise" sind ganz normale (E-)Musiker.

Amfortas08

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84

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:37

Denn SELBSTVERSTÄNDLICH kann ich auch vor dem Werk eines Verstorbenen Achtung haben
... und es gibt Besucher, die das, was du als eigenmächtige Eingriffe bezeichnest, als Achtung vor dem Werk verstehen und dagegen eine sich iinkrustierende Ästhetik als Mißachtung.
Und SELBSTVERSTÄNDLICH sind historische Kunstwerke als solche zu sehen und unberührt zu belassen
seit ihrer 1.Vorstellung sind Opern nicht mehr "unbrührt", weil sie wie du ganz zu recht einräumst "historisch" sind. Bereits sich wandelnde Bühnentechnik sorgt für Veränderung. Wurde bereits alles zig Mal durchgekaut.
Nebenbei: wer ist überhaupt dafür autorisiert sowas zu dekretieren ?
Ja - das falsche Publikum.
Das sollte sich auf seine POP Veranstaltungen begeben und einen weiten Bogen um den Bereich KLASSIK und OPER machen
Damit wäre ALLEN gedient.
Ein Teil der Besucher will aber nicht in Pop-Veranstaltungen, sondern in eine Cosi fan tutte, die einige User bloß als Verunstaltung betrachten. Also wäre damit keinesfalls "ALLEN" gedient..
Auch wenn sich das heute nur mehr wenige vorstellen können:
Es gibt Opernfreunde, die sich werde für die Namen der Regisseure noch für Internet etc interessieren. Die können sich gar nicht vorstellen, wenn sie in "Cosi Fan Tutte" gehen etwas anderes gezeigt wird wie permanent seit knapp 250 Jahren.
permanent seit knapp 250 Jahren, davon kann überhaupt keine Rede sein. Allein darin Kürzungen, Verhackstückungen in der Tradition...
Und auch Tamino sorgt dafür, dass auch heute weiterhin viele sich vorstellen können, dass es Opernbesucher gibt, die "Cosi fan tutte" sehen wollen wie vor ca. 50 jahren und Besucher mit gegenteiligen Erwartungen ....

Joseph II.

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85

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:50

WIr bekommen einen neuen Operndirektor - schnell noch von der scheidenden Regierung installiert bevor sie in die Wüste geschickt wird. Ob die neue Regierung unter dem Einfluß ihrer Klientel an dieser Entscheidung festhält bleibt abzuwarten, denn sie neuen haben schon etliche Neuerungen der letzten Monate zurückgenommen.....

Ich fürchte, die neue Bundesregierung, besonders die neue Regierungspartei, zählt nicht unbedingt zum kulturell interessierten Klientel, von dem man eine nachhaltige Verbesserung erwarten könnte. Aber ich lasse mich gern überraschen. Die Berufung von Roščić wird sich wohl leider nicht mehr aufhalten lassen. Ein Mann wie Eberhard von Waechter wäre die Lösung.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Justin

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86

Sonntag, 11. Februar 2018, 16:51

........."Das kulturpolitische
Zündeln hat er stets geschätzt. „Sprengt die Opernhäuser in die Luft!“ –
so lautet der wohl populärste Ausspruch des Komponisten, Dirigenten und
Musiktheoretikers Pierre Boulez ......"

Villeicht hat er doch recht!

Explosive Grüße
Justin

Mme. Cortese

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Sonntag, 11. Februar 2018, 17:03

Andererseits könnte der veränderte Titel anbiederend bzw. einschleimend auf potentielle Besucher rüberkommen...


Wieso? Genau das wurde doch gezeigt!!
Musikalisch fand ich die Aufführung allerdings auch sehr schön.
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Amfortas08

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88

Sonntag, 11. Februar 2018, 17:37

........."Das kulturpolitische
Zündeln hat er stets geschätzt. „Sprengt die Opernhäuser in die Luft!“ –
so lautet der wohl populärste Ausspruch des Komponisten, Dirigenten und
Musiktheoretikers Pierre Boulez ......"
http://www.klassikakzente.de/news/klassi…oulez-verhaftet

https://www.theguardian.com/world/2001/dec/05/jonhenley

http://www.nytimes.com/2001/12/07/world/…ic-exactly.html
Wieso? Genau das wurde doch gezeigt!!
Eben. Der Titel tendiert m.E. zur Tautologie. Ich selbst, als Opern-Konsument (der zugegebener Weise gerne bequem ist) möchte nicht immer alles abgenommen bekommen. Also mir zuweilen auch selbst Verknüpfungen bilden. Der Titel wäre – mal extrem verglichen – wie, als wenn beim Krimi bereits zu Beginn der Täter feststünde und außerdem gegenüber dem, was orchestral, solistisch und szenisch rüberkam, mir einfach zu plakativ.
=> ist mir „Rusalka“ lieber.....
Musikalisch fand ich die Aufführung allerdings auch sehr schön.
Ja, kam sehr bewegend rüber.

Dr. Holger Kaletha

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89

Sonntag, 11. Februar 2018, 19:40

Rheingold in Chemnitz? ?( ?( ?( ?(

operus

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

90

Sonntag, 11. Februar 2018, 20:30

Ach, wie das wie auf Knopfdruck gleich alles wieder hochkocht. Nur einmal kurz in die Diskussion reingeschaut. Im Grunde die ewig gleiche Leier, die unendliche Melodie. Bin gerade vor einer Stunde vom Faschingswagen herunter gestiegen, habe beim Umzug in Bad Wimpfen in strahlende Kinderaugen gesehen. Auch ansonsten nur Fröhlichkeit. Also eine vernünftige Stellungnahme ist heute von mir nicht mehr möglich. Ob ich mir das allerdings morgen antue weiß ich auch noch nicht. Langsam bin auch ich am Punkt des Resignierens, denn seit Jahren bringen alle Diskussionen nichts. Sagt mir bitte was soll ein halbwegs vernünftiger Mensch in einer solchen Situation tun?
Herzlich
Operus
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