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Rheingold1876

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Sonntag, 4. November 2018, 10:30

Für das D von Ingrid würde sich der David in der Oper "Saul und David" von Carl Nielsen anbieten. Damit gebe ich das D wieder zurück. ;)

In dieser - wie ich finde - packenden Aufnahme wird der David von Alexander Young gesungen:

https://www.youtube.com/watch?v=xeDjMclGOBM
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

La Roche

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Sonntag, 4. November 2018, 10:54

Beim "D" gehe ich zu Gotovac und seiner Oper "Morana", die ich neben "Ero der Schelm" sogar gesehen habe, in Gera. In Morana gibt es die Dane. Musik kommt, wenn ich welche finde, später. Jetzt bin ich arg beschäftigt.
Herzlichst La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


Caruso41

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Sonntag, 4. November 2018, 12:02

würde sich der David in der Oper "Saul und David" von Carl Nielsen anbieten

Es muss ja wohl an das "d" von David angeknüpft werden. Damit LaRoche seine Dane doch noch bringen kann, bringe ich einen anderen David, nämlich den von Darius Milhaud.
Die Oper ist ein Geschenk des Komponisten an den Staat Israel zum 3000sten Jubiläum der Gründung Jerusalems durch König David.

https://www.youtube.com/watch?v=ENkqOvRd49w
;) - ;) - ;)

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dr.pingel

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Sonntag, 4. November 2018, 12:20

Cavalli: La Calisto. Diana, die Göttin der Jagd. Eine Pointe ist, dass Giove sich als Diana verkleidet und statt Bass Falsett singt. Marcello Lippe macht das bei René (hier gehört es doch hin, oder? Ich entwickle langsam eine Accent-aigu-Phobie) Jacobs großartig.
Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

La Roche

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Sonntag, 4. November 2018, 12:58

La Traviata, die Dienerin der Violetta war noch nicht, die Annina. Singen lasse ich sie nicht, sie ist einmal nur im Ensemble zu hören, und was Neues kann ich damit auch nicht einstellen. Die Rolle ist echt winzig.
Herzlichst La Roche
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Caruso41

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Sonntag, 4. November 2018, 13:47

Wieder eine Hauptpartie: Aroldo aus Verdis gleichnamiger Oper!
Das ist eine Oper, die durch Umarbeitungen des Stiffelio entstanden ist. Jetzt spielt das Stück nicht mehr im protestantischen Pfarrhaus sondern im Kreuzfahrermilieu. Die Geschichte ist von Walter Scott und Edward Bulwer-Lytton entlehnt. Aroldo ist jetzt ein sächsischer Kreuzritter! Na wenn die alle so kultiviert gesungen hätten, wie Carlo Bergonzi!

https://www.youtube.com/watch?v=hMEm9a5aEnE
;) - ;) - ;)

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Rheingold1876

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Sonntag, 4. November 2018, 18:31

Ein O also! Der armenische Komponist Armen Tigranja (1879 - 1950) hat eine Oper namens "Anusch" geschrieben, in der ein Ogan vorkommt. Das ist ein armer Dorfbewohner. Nur eine Episodenrolle - aber eine, die dem Buchstaben nach passt. Gelegentlich taucht er auch als Ohan auf. Wie auch immer, es bleibt bei dem O. Ich höre die Oper gern. Die Musik ist sehr kraftvoll. Formal fällt sie etwas auseinander, weil es kaum Ensembles gibt und sich Lieder und Chöre einander abwechseln.


https://www.youtube.com/watch?v=_KpApa-UKOA
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Caruso41

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Sonntag, 4. November 2018, 18:48

Ein O also! Der armenische Komponist Armen Tigranja (1879 - 1950) hat eine Oper namens "Anusch" geschrieben, in der ein Ogan vorkommt. Das ist ein armer Dorfbewohner. Nur eine Episodenrolle - aber eine, die dem Buchstaben nach passt.

Von Komponist und Oper habe ich noch nie was von gehört. Man lernt nie aus!
Ich bringe dann mal eine Rolle, die sicher jeder kennt, obwohl sie nicht groß ist: Ninfa aus L‘ORFEO von Monteverdi. Hier Ilaria Zanetti in der Rolle:

https://youtu.be/-gW-eJ0efcs

;) - ;) - ;)

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Rheingold1876

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Sonntag, 4. November 2018, 19:26

Von Komponist und Oper habe ich noch nie was von gehört. Man lernt nie aus!


Es gibt auch eine Plattenausgabe, die einst bei Westminster erschienen ist und in Sowjetzeiten auch bei der Firma Melodia zu haben war:



Die Armenier sind im Westen ja eine ziemlich große Community. Aus diesen Kreisen gab es viele Bemühungen, armenische Kultur in alle Welt zu tragen. Ich kann allerdings nachvollziehen, wenn sich das Interesse an solchen Werken hier in Grenzen hät und stattdessen Opern bevorzugt werden, die jeder kennt. :)
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WoKa

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Sonntag, 4. November 2018, 23:13

Hallo!

Nachdem ich heute eine hervorragende Medea - Bearbeitung der Jugendbühne Besigheim gesehen habe, kreist mein Interesse um Jason und andere griechische Sagen. Daher komme ich auf Alceste von Gluck. Auf König Admetos fällt meine Wahl beim A:



Gruß
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Rheingold1876

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Montag, 5. November 2018, 00:06

Das anstehende S besetze ich mit Salocha (Solokha), der reichen Witwe aus Rimski-Korsakows "Die Nacht vor Weihnachten", die mit dem Teufel gemeinsames Sache macht. Hier die Orchestersuite:


https://www.youtube.com/watch?v=5GvBOArAebk

Und die historische Gesamtaufnahme von 1947, die ich trotz ihres Alters sehr stimmungsvoll finde:


https://www.youtube.com/watch?v=Go2QUiM30uI
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Caruso41

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Montag, 5. November 2018, 09:23

Es gibt auch eine Plattenausgabe, die einst bei Westminster erschienen ist und in Sowjetzeiten auch bei der Firma Melodia zu haben war:

Lieber Rheingold!

Die habe ich nicht. Allerdings habe ich etliche Opern-Gesamtaufnahmen aus der damaligen Sowjetunion. Wann immer ich in Moskau oder anderswo in der Sowjetunion war, habe ich halt Opern-LPs gekauft. Das Angebot war ja sehr begrenzt und Opern aus Armenien, Georgien und Aserbaidschan lagen in den Regalen wie Blei. Die bekam man immer.

So, nun muss ich an Salocha anknüpfen. Da könnte ich auch aus meiner Erinnerung was erzählen, aber das würde jetzt den Rahmen doch überdehnen!
Also knüpfe ich einfach mit Paolo Albiani aus Verdis "Simon Boccanegra" an. Eine kleine Rolle? Eigentlich nicht, wenn sie -wie an der Deutschen Oper Berlin- stets von José van Dam gesungen wurde. Er wurde immer genau so gefeiert wie Janowitz und Tagliavini, Wixell und Talvela!

Hier singen zwar nicht Janowitz und Tagliavini, aber van Dam ist der Paolo Albiani! Leider ist die Klangqualität nicht optimal. Aber wie leidenschaftlich Lorin Maazel das großartige Werk dirigiert hat, kann man doch erahnen. Und Wixell, Talvela und van Dam lassen auch keine Wünsche offen. Dass Chiara nicht mit Janowitz mithalten kann und Cossutta nicht die Klasse von Tagliavini hatte muss man leider hinnehmen
https://www.youtube.com/watch?v=SDarr6PzZtM
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La Roche

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Montag, 5. November 2018, 11:03

Dann packe ich das "O" aus dem Vornamen und renne zu Prokofjews Oper "Der wahre Mensch". Auch da gibt es eine Olga.

Ich kann aber erst nach 13.00 Uhr weitermachen, Musik suchen usw. Aber jetzt haben wir wieder ein "A", und da ist noch viel möglich
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Montag, 5. November 2018, 12:23

Die Ariane aus Paul Dukas "Ariane et Barbe-Bleue" hatten wir natürlich schon aber die Amme noch nicht. Sie kommt gemeinsam mit Ariane in die düstere Burg und unterstützt sie mit Rat und Tat bei dem Versuch, den von Blaubart eingesperrten Frauen ihre Lage bewusst zu machen, ihre Widerstandskraft zu wecken und sie schließlich zu befreien. Ein großartiges Emanzipationsstück, das auf einen Text von Maurice Maeterlinck zurückgeht! Ein Libretto, das erstaunlich aktuelle Themen berührt, und eine Musiksprache die vor Farben und Rausch gerade übersprüht!

https://www.youtube.com/watch?v=IYTrDkrU8kA

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Montag, 5. November 2018, 13:13

Und nochmals zu Prokofjew und "der Wahre Mensch". Darin haben wir den Alexej. Es ist sogar die Hauptrolle

Es kann sein, daß diese Oper in der alten BRD unter dem Namen "Die Geschichte vom wahren Menschen" bekannt wurde, wenn überhaupt. Die Geschichte basiert auf einer Reportage des Jounalisten Boris Polewoi über den Jagdflieger Alexej Maressjew, der im 2. Weltkrieg schwer verwundet wurde. Die letzte Oper Prokofjews (konzertante Uraufführung am 03.12.48 in Leningrad, szenisch 1960 in Moskau) schildert die heroische Ankunft des Kriegsversehrten in seiner Heimat und nach seiner Genesung als Triumph des Willens den Wiedereinsatz als Flugzeugführer.

Prokofjew stand arg unter politischem Druck, er mußte sich an den Beschluß des ZK der KPdSU vom 10.2.1948 halten, wozu er schrieb: "Ich habe mich bei der Oper bemüht, so melodisch wie möglich zu sein, habe versucht, die Melodien so verständlich wie möglich zu machen." Nicht nur Schostakowitsch beugte sich der Diktatur, auch Prokofjew konnte nicht anders. Ich glaube nicht, daß die Oper ein großer Erfolg war. Eine lange Lebensdauer scheint ihr nicht beschieden gewesen zu sein.

Die Musik, die youtube anbietet, ist von so schlechter Bild- und Tonqualität, daß ich eine Einstellung bewußt vermieden habe.

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Montag, 5. November 2018, 13:47

Alles falsch, den gesamten Artikel 1845 hebe ich auf für das nächste "A". Es ist doch das E dran, nicht das "A".
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Montag, 5. November 2018, 13:57

Jetzt machen wir es richtig. Otto Nicolai hat nicht nur die lustigen Weiber gemacht, neben den Templern hat er weitere Opern mit ernstem Hintergrund geschaffen. Dazu gehört "Die Heimkehr des Verbannten" und darin gebührtdem Grafen Edmund ein gewichtiger Anteil.

Die Handlung spielt in England im Jahre 1461 zur Zeit der Rosenkriege. Lord Artur, der Graf von Norton, war vor vielen Jahren gezwungen gewesen, seine Heimat zu verlassen. Im Glauben ihr Mann sei gestorben, verlobte sich Leonore mit dem Grafen Edmund. Einen Tag vor der Hochzeit kehrt Arthur jedoch wieder heim. Schließlich ist Edmund bereit, auf Leonore zu verzichten und setzt beim König die Begnadigung seines Rivalen durch. Leonore, unfähig sich für einen der beiden Männer zu entscheiden, wählt den Freitod.

Die Arie des Edmund singt Christian Gerhaher

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Caruso41

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Montag, 5. November 2018, 15:14

Dann hänge ich jetzt an das "d" von Edmund eine Rolle an, die ich erst seit einer Aufführung in Kiel 2003 kenne: Donna Diana, die Erbprinzessin von Barcelona in der komischen Oper DONNA DIANA von Emil Nikolaus von Reznicek. Die Ouvertüre kannte ich schon seit ich angefangen hatte, mich für klassische Musik zu interessieren. Sie wurde nämlich in jedem zweiten der damals so beliebten Wunschkonzerte im Radio gebracht. Und darüber habe ich mich immer gefreut. Es ist einfach ein quirliges Musikstück mit eingängigen Melodien und köstlichen Effekten. Glänzend instrumentiert! Erstaunlich eigentlich, dass man diese Ouvertüre heute nur noch selten hört!

Wenn ich sie mir heute auflege, nehme ich die wunderbare Karajan-Aufnahme, die sicher jeder Musikenthusiast kennt.
Darum biete ich Emil Nikolaus von Reznicek, der ein Stück seiner Ouvertüre zu "Donna Diana" in einer Filmaufnahme dirigiert.

https://www.youtube.com/watch?v=PKIYMxIk65k

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Montag, 5. November 2018, 15:22

Dann verschiebe ich jetzt den falsch eingestellten 1845 hierher und wir haben das "J".
Und nochmals zu Prokofjew und "der Wahre Mensch". Darin haben wir den Alexej. Es ist sogar die Hauptrolle



Es kann sein, daß diese Oper in der alten BRD unter dem Namen "Die
Geschichte vom wahren Menschen" bekannt wurde, wenn überhaupt. Die
Geschichte basiert auf einer Reportage des Jounalisten Boris Polewoi
über den Jagdflieger Alexej Maressjew, der im 2. Weltkrieg schwer
verwundet wurde. Die letzte Oper Prokofjews (konzertante Uraufführung am
03.12.48 in Leningrad, szenisch 1960 in Moskau) schildert die heroische
Ankunft des Kriegsversehrten in seiner Heimat und nach seiner Genesung
als Triumph des Willens den Wiedereinsatz als Flugzeugführer.



Prokofjew stand arg unter politischem Druck, er mußte sich an den
Beschluß des ZK der KPdSU vom 10.2.1948 halten, wozu er schrieb: "Ich
habe mich bei der Oper bemüht, so melodisch wie möglich zu sein, habe
versucht, die Melodien so verständlich wie möglich zu machen."
Nicht
nur Schostakowitsch beugte sich der Diktatur, auch Prokofjew konnte
nicht anders. Ich glaube nicht, daß die Oper ein großer Erfolg war. Eine
lange Lebensdauer scheint ihr nicht beschieden gewesen zu sein.



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Rheingold1876

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Montag, 5. November 2018, 18:48

Gesucht wird jetzt wieder eine Opernrolle mit einem J. Dann beibe ich im von La Roche gewählten Kulturkreis und entscheide ich mich für Jaromir, den Fürsten von Arkonski in Rimski-Korsakows Oper "Mlada". Er trauert um die tote Mlada. In dieser Produktion des Bolschoi-Theaters wird die Rolle von Oleg Kulko gesungen.


https://www.youtube.com/watch?v=k4_4JVJa2rE
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Montag, 5. November 2018, 19:04

Smetanas "Libusa", leider viel zu wenig bei uns gespielt, führt die Rolle des Radovan. Die Oper gilt als Nationaloper der Tschechen. Warum das so ist, sagt z.B. die Schlußszene der Oper, wo die böhmische Fürstin Libusa singt "Meine geliebte tschechische Nation wird nicht untergehen, sie wird die Schreckenshöllen ruhmhaft überstehen." Ich habe bewußt nicht den Radovan eingestellt, obwohl es ausgezeichnete Aufnahmen mit Antonin Svorc gibt, sondern eine Aufführung des Prager Nationaltheaters von 1968 mit eben dieser Schlußszene, gesungen von Milada Subrtova. Diese kraftvolle Musik verdient mehr Anerkennung . Smetanas sinfonische Dichtung "Vysehrad" beschreibt einen Felsen vor Prag mit der ersten tschechischen Königsburg und seiner kriegerischen Geschichte. Libusa handelt teilweise auf dem Berg mit seiner Burg.

Übrigens ist die ganze Oper zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=mnntnS276Cs

Hier das Finale der Oper:
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Rheingold1876

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Montag, 5. November 2018, 23:24

Beim N kommt man schnell auf die Nebenrollen. Ich entscheide mich für Nicole, den Kammerdiener des Grafen Ferndinand in Othmar Schoecks "Schloss Dürande". Ein akustisches Dokument, das zu verlinken wäre, finde ich nicht. Dafür kann ich mit dem Hinweis auf diese historische Aufnahme dienen:

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Dienstag, 6. November 2018, 09:00

Beim N kommt man schnell auf die Nebenrollen. Ich entscheide mich für Nicole

Auf das "e" passen immer noch Hauptrollen. Ich nehme Emilia, die in Saverio Mercadantes lyrischer Tragödie LA VESTALE die Hauptrolle singt. Und was für eine! In Wexford sang Doriana Milazzo die Rolle sehr eindrücklich! Davon gibt es eine Aufnahme:

https://www.youtube.com/watch?v=tHZHn7P0…jDmGxX_9wpcCMp1


Ich kenne nur eine weitere Aufnahme, die allerdings dem Werk nur mäßig gerecht wird. Dunja Vejzovic singt die Emilia. Man kann zudem Gianfranco Cecchele hören. Immerhin sollte man die Oper kennen und dafür taugt die Aufnahme alle Male.

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Dienstag, 6. November 2018, 09:18

In Tadeusz Szeligowskis Oper "Die Scholaren von Krakau" gibt es den August, den lasse ich jetzt los. Er ist nicht irgendwer, er ist der König von Polen, es handelt um 1549 in Krakau. Die Handlung ist echt verworren und kompliziert. Es geht um einen historischen Studentenaufstand in Krakau, wobei diese aus Protest gegen Ungerechtigkeiten und Unterdrückung ihre Heimat verließen.
Die Oper wurde 1951 in Warschau uraufgeführt, in Deutschland erstmals 1952 in Dresden. Ob man die Oper jetzt noch irgendwo spielt, das weiß ich nicht. Den Namen Szeligowski (geb. 1896 studierte Jura und promovierte auf diesem Gebiet, bevor er sich der Musik zuwandte und sogar eine Professur für Komposition an der Uni Poznan erhielt) kannte ich auch noch nicht.Herzlichst La Roche
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Dienstag, 6. November 2018, 09:32

In August Szeligowskis Oper "Die Scholaren von Krakau" gibt es den August, den lasse ich jetzt los.
Herzlichst La Roche

Wie kommst Du denn auf so ausgefallene Werke?

Ich will jetzt mal testen, ob Da noch weitere Entdeckungen abseits des Bekannten hast, und bringe deshalb eine Rolle, die wieder auf ein "a" endet. Teresa in Berlioz BENVENUTO CELLINI! sie ist die Tochter des Schatzmeister des Papstes und ist Cellini heimlich versprochen....


Hier singt Pretty Yende die Teresa (leider nur zwei Ausschnitte) - eine wunderschöne Rolle und eine echte Hauptrolle:

https://www.youtube.com/watch?v=zXV-cX0Pg58:https://www.youtube.com/watch?v=aV4j5Txa0ec
-
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Dienstag, 6. November 2018, 10:54

Hallo, lieber caruso,
ich habe halt noch alte Opernführer aus der DDR, da stehen Sachen drin, die neue, am westlichen Standard orientierte Opernführer nicht führen und die höchstens im polnischen Wikipedia stehen.

Für mich ist zumindestens der nächste Name nicht so exotisch - Tichon Chrennikow. Seine Oper "Im Sturm" hat mehrere "A"-Rollen, z.B. die aus anderen Opern (der stille Don) bekannte Aksinja (aber die hat ja wieder ein a am Ende), deshalb nehme ich aus dieser Oper den Andrei. Wir haben das "I".

Die Oper hatte 1939 in Moskau Uraufführung, in Deutschland erstmals 1956 in Dresden. Chrennikow dürfte aber bekannt sein. Die Oper handelt während des Bürgerkrieges und nimmt Partei für die revolutionären Kräfte im Kampf gegen die Kulaken und für die Festigung der sowjetischen Ordnung. Aufgrund dieser Handlung sollte sie heute wohl in kaum einem Land mehr Beachtung finden. Nach Angaben meines Opernführers war sie aber in den Nachkriegsjahren auf etlichen Spielplänen der Ostblockstaaten. Die Musik wird beschrieben als volkstümliche Melodik, klare Harmonik und elementarer Rhythmik. Man spricht von gewaltigen Chorszenen und farbenprächtigen sinfonischen Stimmungsbildern. Ich kenne die Musik nicht.
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Dienstag, 6. November 2018, 13:46

ich habe halt noch alte Opernführer aus der DDR, da stehen Sachen drin, die neue, am westlichen Standard orientierte Opernführer nicht führen ......


Aha, Lieber LaRoche, hätte ich mir auch denken können.
Ich habe auch Sigrid Neefs Buch über die russische und sowjetische Oper. Weil im Rundfunk der DDR Opern aus der Sowjetunion übertragen wurden, habe ich das auch reichlich benutzt. In westlichen Nachschlagewerken findet man darüber gar nichts. Auch Chrennikows "Im Sturm" kenne ich daher. Ich fürchte: man wird die Oper nicht so bald an einer Bühne hierzulande hören.

Wenn Du übrigens mal etwas aus der alten Bundesrepublik dazu lesen willst empfehle ich Dir einen Artikel aus der ZEIT von Fred K. Prieberg :

https://www.zeit.de/1965/05/auf-der-such…komplettansicht

Nun will ich noch eine Rolle anknüpfen ehe ich weiter Büsche und Bäume im Garten schneiden muss. Das macht bei dem Spätsommerwetter sogar Spaß! Also denn: Il Grande Inquisitore aus DON CARLOS von Verdi!
Eine Besseren als Martti Talvela habe ich nie gehört! Und es waren sehr viele!

https://www.youtube.com/watch?v=bNS_-jP5DN8
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Dienstag, 6. November 2018, 14:03

Ja, lieber caruso, das ist ein sehr interessanter Artikel. Das Original war ja von 1965, die Überarbeitung von 2012. Interessant die Aussage zur Zwölftonmusik, besonders der Zusammenhang mit der nazistischen Bezeichnung als "entartete Musik" und der Verwendung in einer russischen Oper zur Charakterisierung faschistischer Personen. Die genannte Ansiedlung von Opern in einem Raumschiff ist ja Tatsache geworden, aber wohl anders, als es sich der Verfasser vorstellte.

Ich war ja von 1986 bis 1989 dauerhaft (natürlich hatte ich 3x im Jahr Urlaub) in Perm, und da oft im Opernhaus (nach Tschaikowski benannt, der etliche 100 km entfernt in Wotkinsk geboren war). Allerdings war zu dieser Zeit keine einzige sozialistische Oper auf dem Programm. Die Italiener dominierten, die alten Russen und natürlich das klassische Ballett. Ein rein konservatives Programm, also das richtige für mich.
Nun Schluß damit, wir sind ja im Opernrollen-Thread.
Herzlichst La Roche
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Rheingold1876

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Dienstag, 6. November 2018, 19:34

Il Grande Inquisitore


Dann wäre jetzt ein E an der Reihe. Ich leihe es mir von Esmeralda, der Tänzerin aus dem dritten Akt von Smetanas "Verkaufter Braut". Wenzel verliebt sich auf Anhieb in sie und muss dafür mit dem Spott bezahlen, den er als Tanzbär kassiert. Hier die Oper in einer - sagen wir mal - "echten" Interpretation. ;) Jana Jonášová ist als Esmeralda zuz erleben.


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Dienstag, 6. November 2018, 20:05

Lieber Rheingold!

Esmeralda hatten wir schon!

Aber mit „e“ gibt es ja noch einige Rollen. Ich lasse Dich vor!

Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

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La Roche

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