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Mme. Cortese

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Mittwoch, 26. September 2018, 11:31

Dann hänge ich an den Odysseus die Suzel aus Mascagnis "L´amico Fritz" an:

Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Caruso41

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Mittwoch, 26. September 2018, 12:11

Endlich ein "l"!
Und dann noch mit der unvergleichlichen Aufnahme mit Schipa und Favero!
Da kann ich Lauretta anbringen, die vielleicht die schönste Arie in GIANNI SCICCHI von Puccini hat!

Hat das jemals eine Sopranistin schöner und zärtlicher gesungen als Angela Gheorghiu? Da muss doch der Herr Papa dahinschmelzen!

https://www.youtube.com/watch?v=gQYk-Ntjofo
;) - ;) - ;)

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La Roche

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1 533

Mittwoch, 26. September 2018, 14:11

Zunächst danke für die tollen Aufnahmen. Manchmal schimpfe ich über remasterte Aufnahmen, aber bei Tito Schipa ist es total gut gelungen. Was für ein toller Tenor in einer tollen Oper, die ich leider live noch nie erlebt habe. Und auch Angela Gheorghiu (für mich am Überzeugendsten eigentlich in traurigen Rollen wie Mimi, Violetta, Adriana von Cilea - kaum eine kann so entzetzlich schön traurig gucken wie sie) als Lauretta ist hörens- und sehenswert!
Ich gehe zu Adolphe Adam, zum Postillion vom Lonjumeau. Der Schmied Bijou wird genau wie der ehemalige Postillion Chapelou für die Oper entdeckt. Während der Postillion zum Star aufsteigt, wird aus dem Schmied "nur" ein Chorsänger und heißt jetzt Alcindor. Nach diversen Seitensprüngen und Intrigen gibt es ein Happy end. Aber große Musik für die Baßrolle des Alcindor gibt es nicht, der singende Schmied hat es nicht zu youtube geschafft (oder ich hab nicht lange genug gesucht!).
Herzlichst La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


Caruso41

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Mittwoch, 26. September 2018, 15:31

Während der Postillion zum Star aufsteigt, wird aus dem Schmied "nur" ein Chorsänger und heißt jetzt Alcindor.

Ungerecht! Aber er bleibt ein anständiger einfacher Kerl, der sich nicht in der neuen Welt der Oper verbiegt!

Das bringt eigentlich direkt zu der nächsten Opernrolle, die ich jetzt anhängen will: Regina, die Tochter des reichen Fabrikbesitzers in der erstaunlichen Revolutions- und Befreiungsoper Lortzings.
Sie liebt einen der Vorarbeiter. Die berechtigten revolutionären Forderungen der Arbeiter kann sie durchaus verstehen.
Als es zur Auseinandersetzung zwischen Gemäßigten und Radikalen unter den Arbeitern, die die Fabrik "übernommen" haben, kommt, wird Regina von einem anderen Vorarbeiter, der sie auch liebt, den sie aber abgewiesen hatte, entführt.......
Sie steht also im Zentrum des Konfliktes, der in der Revolution 1848 die Arbeiterschaft in Sozialisten und Kommunisten spaltete.


Nicht nur die Handlung ist erstaunlich auch die Musik ist es.
Die Regina singt übrigens Johanna Stojkovic!
Die hörenswerte Aufnahme unter Ulf Schirmer ist als Sammlung von einzelnen Nummern eingestellt.

https://www.youtube.com/watch?v=CXU8yWFU…fCsP9t6AYXox32A
;) - ;) - ;)

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La Roche

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Mittwoch, 26. September 2018, 16:34

Wenn ich mich recht erinnere, lieber Caruso41, war Regina eine der ersten deutschen Revolutionsopern überhaupt. Etwas, was man von Lortzing nie erwartet hätte.
Dann weiter mit "A". Im Mädchen aus dem goldenen Westen bei der Wells Fargo Agentur arbeitet er als Agent, der Mr. Ashby.

Hier ein Ausschnitt aus einer Florenzer Inszenierung. Gesehen habe ich die Oper erst einmal, es war wohl in Dessau. Ist nicht meine Oper, aber ich bin bekennender Westernfan!!

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Caruso41

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Mittwoch, 26. September 2018, 19:38

Eine Rolle, die mit einem "y" beginnt, hab ich nur noch eine auf dem Zettel: Yannakos, den Händler aus "The Greek Passion" von Bohuslav Martinů. Ich habe das eindrucksvolle Werk, das auf dem Roman "Der wiedergekreuzigte Christus" von Nikos Kazantzakis basiert, in Bielefeld und in Bregenz erlebt. Das Stück spielt Anfang der 1920er Jahre während des Griechisch-Türkischen Kriegs mit seinen grausamen Gewalttätigkeiten, Migrationswellen und ethnischen Säuberungen.

Zu Beginn des 2.Aktes zitiert Yannakos das biblische Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld, das für den Fortgang der Geschichte und ihre Deutung eine zentrale Bedeutung hat:

https://www.youtube.com/watch?v=xXE0Y-zSEcw

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dr.pingel

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Mittwoch, 26. September 2018, 20:42

Yniold ist ja schon leider vergeben. Die Griechische Passion wurde vor einigen Jahren in Wuppertal gespielt, eine großartige Opern mit besonders vielen Chören.
Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

La Roche

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Mittwoch, 26. September 2018, 21:55

Die griechische Passion kenne ich leider nicht. Die Musik klingt aber gut und ist hörbar!!

Mache ich mit dem "S" weiter. Am Sonnabend habe ich eine Oper im TV gesehen, die in der Musik nach Tannhäuser klang. Ich habe im Thread "Gestern in der Oper" "Bildgewaltig" den Beitrag 62 darüber geschrieben.

Ich nehme Heinrich den Schreiber. Einen richtigen Soloauftritt hat er ja auch nicht, aber in der eingestellten Aufnahme (Finale 1. Akt) aus der Wiener Stattsoper von 1937 ist Hermann Gallos als Heinrich der Schreiber dabei.


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Mme. Cortese

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Mittwoch, 26. September 2018, 23:34

Dann schließe ich an mit Lord Ruthwen, dem Vampyr aus Marschners gleichnamiger Oper:

Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Caruso41

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Donnerstag, 27. September 2018, 09:22

Ich nehme das "n" von Ruthwen und hänge Niobe von dem Schweizer Komponisten Heinrich Sutermeister an.

Sie begegnet uns in einem Monodrama für Sopran, Doppelchor, Ballett und Orchester. Das heißt auch NIOBE und wurde schon kurz nach dem 2. Weltkrieg geschrieben. 1946 ist es in Zürich am Stadttheater uraufgeführt worden.
Wann und wo das Werk noch gespielt wurde, habe ich nicht recherchiert, da ich immer noch unterwegs bin und nur das Internet zur Verfügung habe. Da finden sich keine Informationen und Bilder. Auch bei Youtube keine Tonbeispiele!

Ich kann mich nur auf Angaben in der Biografie Sutermeisters stützen und hoffen, dass sie stimmen.
Solche Opernrollen kommen nun wohl ins Spiel, wenn wir weiter zu Buchstaben suchen müssen, die schon häufig gefragt waren.

Ich erinnere mich aber, dass ich noch zwei oder drei Namen auf dem Zettel habe, die mit "n" beginnen! Zu Hause!

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La Roche

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Donnerstag, 27. September 2018, 14:57

Noch ist mein Zettel nicht leer, aber einige Buchstaben verlangen doch schon intensives Suchen!
Mit "E" gehe ich zu Bellini und seiner Oper Bianca e Fernando. Die weibliche Hauptrolle wird schon im Titel verraten, sie heißt Bianca. Wie das in der Oper so ist, hat sie natürlich eine Vertraute, mit der sie sicherlich über Whats App kommunizert und sich mit ihr darüber austauscht, daß sie gerade Wäsche wäscht, beim Doktor sitzt oder auf ihren Mann wartet. Diese Vertraute heißt in Bellinis Oper Eloisa. Wer kennt sie nicht!?
Immerhin darf sie singen, hier singt sie in Catania. Wo sonst sollte man Bellini hören? Wie die Sängerin heißt, das weiß ich nicht. Ist es die angegebene Youngok Shin?


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Caruso41

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Donnerstag, 27. September 2018, 17:55

Diese Vertraute heißt in Bellinis Oper Eloisa. Wer kennt sie nicht!?
Immerhin darf sie singen, hier singt sie in Catania. Wo sonst sollte man Bellini hören? Wie die Sängerin heißt, das weiß ich nicht. Ist es die angegebene Youngok Shin?


Nein, lieber LaRoche, die Eloisa ist Emily Manhart! Youngok Shin singt die Bianca.

Ich bringe das Spiel jetzt weiter mit Agnes Sorel aus Tschaikowskis DIE JUNGFRAU VON ORLEANS. Sie war die Mätresse des französischen Königs Karl VII. - wohl die erste offizielle Mätresse am Königshof in der französischen Geschichte!

In dieser Gesamtaufnahme, deren Star natürlich Irina Arkhipova ist, singt die Partie der Agnes Sorel die Mezzosopranistin Claudia Radchenko.

https://www.youtube.com/watch?v=kmpp6RGVsro
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Donnerstag, 27. September 2018, 19:40

Danke für die Antwort, lieber Caruso41, und schnell weiter zum Trittico von Puccini (da muß WoKa nochmal hingucken in der letzten Zusammenstellung, da stimmt was nicht. Die Oper heißt Tabarro = der Mantel, und ist eines der 3 Werke des Il Trittico, neben der Angelika und Gianni Schicchi)
Aus dem Tabarro nehme ich den Luigi (auch Henri genannt), den Mann, der den Michele mit dessen Ehefrau Giorgetta betrügt. Der bringt den Luigi um, versteckt ihn unter seinem Mantel und öffnet diesen, als seine Frau kommt. Eine ungeheuer tragische Oper mit dramatischer Musik. Hier eine Aufnahme aus der Met 1994 mit Teresa Stratas und Placido Domingo. Stratas überzeugt wie immer mit ihrem darstellerischenm Talent, stimmlich war sie nicht mehr auf dem Höhepunkt. Ihre Maskenbildnerin hat tolle Arbeit geleistet. Domingos Präsenz ist schon beeindruckend.


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Caruso41

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Donnerstag, 27. September 2018, 22:59

„Il Tabarro“ ist eine tolle Oper mit großartigen Rollen. In ANDREA CHENIER gibt es auch großartige Rollen. Aber auch die Nebenrollen sind ungemein plastisch charakterisiert - genau wie im Tabarro. Darum schließe ich jetzt eine Nebenrolle aus Giordano Chenier an: Un Incredibile

Ein Geheimpolizist. Ein Spion. Einer der alles sieht, ohne selbst gesehen zu werden. Aktueller geht es wirklich nicht. Natürlich hat er auch keine Arie zu singen. Und doch ist er so trefflich gezeichnet, dass man ihn nicht vergessen wird. Eine Partie für Tenöre, die mit wenigen Takten einer Figur Profil geben können. Also die Piero di Palma oder Andrea Velis. Aber 1961 hat im Palacio de las Bellas Artes (México) tatsächlich Plácido Domingo die Rolle verkörpert. Ein Mitschnitt beweist es! Der Chenier war damals Giuseppe di Stefano.

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La Roche

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Freitag, 28. September 2018, 09:24

Dann nehme ich eine Oper, die ich nicht liebe und wo ich auch den Komponisten nicht mag. Obwohl die Oper sicher manchem gefällt. Ich kanns nicht erklären, die Abneigung ist nicht zu löschen. Vielleicht liegt es am 13.2.1945. Aber das Spiel geht weiter.

Ich meine Benjamin Britten und seine Oper Billy Budd. Der Kapitän des Schiffes, auf dem Billy Budd angeheuert hat, heißt Edward (die weiteren Namen lasse ich weg, ich will kein X und erstmal kein N als Fortsetzung, also nicht Fairfox Vere). Hier ein Auschnitt aus Madrid 2017 mit Toby Spence als Käpt´n.

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Caruso41

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Freitag, 28. September 2018, 09:57

Ich meine Benjamin Britten und seine Oper Billy Budd. Der Kapitän des Schiffes, auf dem Billy Budd angeheuert hat, heißt Edward (die weiteren Namen lasse ich weg, ich will kein X und erstmal kein N als Fortsetzung, also nicht Fairfox Vere)

Schade. lieber LaRoche! Sehr schade!
Ich hätte gern Xenia Borisovna Godunova aus Antonín Dvořák DIMITRIJ angeschlossen! Die gab es bisher noch nicht!

Caruso41

PS.: Dass Du BILLY BUDD nicht magst, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!
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Freitag, 28. September 2018, 10:52

Eine neue Rolle habe ich noch nicht, ich muss mich in dieses tolle Thema erst richtig einarbeiten. Billy Budd ist auch für mich eine tolle Oper, es gab vor Jahren in Düsseldorf eine großartige Inszenierung. Wenn ich Billy Budd inszenieren würde, wäre die Inszenierung traditionell. mit einer Ausnahme. Alle Uniformmützen würden das Schild "TITANIC" tragen. Im Allgemeinen bin ich nicht dafür, in einer Oper zusätzliche Personen zu erfinden. Hier war das überzeugend. Eine stumme weibliche Rolle, eine "NURSE". Sie war auf dem Schiff und pflegte Cptn. Vere im Alter.
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dr.pingel

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Freitag, 28. September 2018, 10:59

Ich sehe gerade, dass A dran ist. Ich weiß gar nicht, ob meine Rolle erlaubt ist, denn sie singt nicht, sie spielt nicht, von ihr wird nur erzählt. In einer der grandiosesten Szenen der Operngeschichte erzählt Schischkov im "Totenhaus" von seiner unglücklichen Verheiratung und dem Mord an seiner Frau Akulina. Ich habe zwei Aufnahmen davon, eine aus Salzburg unter Abbado mit Monte Pedersen, die andre habe ich vergessen, ich weiß nur, dass Gerd Grochowski Schischkow gesungen hat. Ich kenne ihn von früher, er war Mitglied im Kölner WDR-Chor. Er hat oft bei Aufführungen unseres Vokalensembles Bass-Solo-Partien gesungen. Von da hat er eine Weltkarriere gestartet. Leider ist er vor zwei Jahren gestorben, ich glaube, sogar auf der Bühne.
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Freitag, 28. September 2018, 13:05

In einer der grandiosesten Szenen der Operngeschichte erzählt Schischkov im "Totenhaus" von seiner unglücklichen Verheiratung und dem Mord an seiner Frau Akulina.

Lieber Dottore Pingel! Das ist in der Tat eine der grandiosesten Szenen der Operngeschichte. Das allein rechtfertigt, die Akulina hier einzustellen.

Da hänge ich Alcindor von Gasparo Spontini an! Das ist der Beherrscher der Goldinsel in einer frühen Oper, einer Zauberoper, die kein großer Erfolg war. Spontini hat aber immer wieder Szenen daraus in Konzerten gespielt. Grandios aber waren sie nach Meinung E.T.H. Hoffmanns eher nicht. Allein eine Arie des Alcindor fand Gnade vor seinen Ohren. Trotzdem gibt es davon keine Aufnahme. Schade eigentlich.
Also es geht weiter ohne Musikbeispiel!
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Freitag, 28. September 2018, 13:24

Cedric v. Rotherwood, Der Templer und die Jüdin, Heinrich Marschner

Cedric v. Rotherwood aus Marschners Der Templer und die Jüdin kommt für das R.

Ich verweise nur auf Beitrag 1340, in dem die komplette Oper verlinkt ist.
Aus den Zusammenfassungen ist der alte Cedric meist gestrichen.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

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Freitag, 28. September 2018, 14:05

Cedric v. Rotherwood.....Aus den Zusammenfassungen ist der alte Cedric meist gestrichen.

Ich habe die Oper in Bielefeld konzertant gehört. Da gab es keinen Cedric!
Gestrichen.....

Das könnte mit der Rolle, die ich jetzt an das "c" knüpfe niemand machen. Ich bringe nämlich keinen Geringeren als Cavaradossi aus Puccinis Tosca!

Vielleicht hatte mancher Opernfreund noch nicht die Gelegenheit, Miguel Fleta als Cavaradossi zu hören. Das sollte dann schnellstens nachgeholt werden! Die Überspielung klingt zwar merkwürdig topfig, aber die Gesangskunst Fletas kann man bestens hören! Auch seine unnachahmliche maniera!

https://www.youtube.com/watch?v=Mw2L1-V3J08

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Freitag, 28. September 2018, 14:16

Also "I", da bin ich bei Otto Nicolai dabei und nehme aus dessen Il Templario denVilfriedo d´Ivanhoe. Hier eine Aufnahme des wunderbaren Juan Diego Florez. Man verzeihe mir den gestrichenen Apostroph, aber eigentlich ging es mir um den Sänger. Weniger um die Oper. Und danke für den Miguel Fleta, den wir an anderer Stelle im Forum schon bewunderten.



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Freitag, 28. September 2018, 15:45

Vilfriedo d´Ivanhoe.


Ich habe ja über die Salzbuger Aufführung mit Florez und der Margaine schon geschwärmt.
Jetzt hat mich Dein Apostroph auf eine andere Spur gebracht: Ich hänge wieder mal eine französische Opernrolle an und zwar von Vincent d'Indy, der bisher noch keinen Platz in diesem Spiel hat.
Eine der erstaunlichsten Rollen in seinen Werken ist L'Étranger in der von Romain Rolland geradezu euphorisch gepriesenen Oper 'L'Etranger'. Das ist französischer Wagnerismus pur! Ich habe das Werk in Montpellier live gehört. Der Fremde ist hier geradezu ein Wiedergänger - zumindest - von Parsifal, wenn nicht von Christus selbst!
In Montpellier sang die Rolle Ludovic Tézier. (Ich hätte mir eine rundere und dunklere Stimme gewünscht. Auch einen charismatischeren Sänger. Idealerweise Josè van Dam)
Hier ein Ausschnitt aus dem 2, Akt.

Es gibt die Aufnahme aber auch komplett auf Youtube! Häppchenweise! Als Puzzle! Verstehe ich nicht, warum das so eingestellt wird!

https://www.youtube.com/watch?v=WdMlGzl1qpQ
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Freitag, 28. September 2018, 17:41

Dann nochmals zu Otto Nicolai, seine Templer wurden ja 2008 nach langer Vergessenheit in Chemnitz wieder ausgegraben. Hier eine Ausschnit mit der weiblichen Rolle der Rovena.

Ich könnte mich immer noch ärgern, daß ich diese Aufführung verpaßt habe, damals dirigierte auch noch Frank Beermann, der jetzt in Minden mit dem Ring für Furore sorgt.

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Freitag, 28. September 2018, 19:13

Na dann führe ich endlich die Contessa Almaviva aus LE NOZZE DI FIGARO von Wolfgang Amadeus Mozart ein. Ich staune immer wieder, wie viele prominente Opernrolle noch nicht im Speil sind.

LE NOZZE DI FIGARO ist nun wirklich die Oper, die ich öfter als jede andere gehört habe. Die Contessa war eigentlich meist ausgezeichnet besetzt. Wenn ich die hervorragendsten Interpretinnen der Rolle nennen soll, die ich live gehört habe, müsste ich mit Grümmer anfangen, dann Jurinac, de los Ángeles, Lorengar, Janowitz, Te Kanawa, Margret Price nennen und dürfte bei Véronique Gens noch nicht mal aufhören!
Und vergessen dürfte ich Jessye Norman nicht, obwohl ich sie nur einmal live gehört habe und sie die Partie dann auch nie wieder auf der Bühne gesungen hat.

Deshalb stelle ich hier die Arie der Contessa von Jessye Norman ein.

https://www.youtube.com/watch?v=vGpXiGnJtqA



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Freitag, 28. September 2018, 19:52

Es gibt noch viele "A", doch die meisten führen wieder zu "a" oder "o". Deshalb nehme ich die Jakobiner von Dvorak. Der Antonin hat darin einem Adolf die Chance gegeben, hier erwähnt zu werden. Hier das Vorspiel:
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Freitag, 28. September 2018, 21:36

Es gibt noch viele "A", doch die meisten führen wieder zu "a" oder "o". Deshalb nehme ich die Jakobiner von Dvorak. Der Antonin hat darin einem Adolf die Chance gegeben, hier erwähnt zu werden.

Da ich in Hamburg gerade in Verdis LUISA MILLER war, bringe ich Federica Herzogin von Ostheim.
Den vollen Rollennamen stelle ich ein, damit es nicht wieder mit "a" weitergehen muss. Ich war in der Aufführung wegen Joseph Calleja, der meine hohen Erwartungen eindrucksvoll übertroffen hat.
Die Federica wurde in der Aufführung von Nadezhda Karyazina gesungen. Das ist eine junge Mezzosopranistin, die ich gern in dem Thread NEUE STIMMEN vorstellen würde. Die Arbeit werde ich mir aber wohl lieber sparen, da es im Forum ja gegenwärtig leider keinerlei Interesse für die nächste Sängergeneration zu geben scheint. So begnügen ich mich damit, den allenfalls Interessierten wenigstens den Namen mit einer nachdrücklichen Empfehlung ans Herz zu legen.

Zudem stelle ich den Hamburger Trailer ein, obwohl da teilweise andere Sänger zu hören sind:

https://www.youtube.com/watch?v=G6ERLugWtdg



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Samstag, 29. September 2018, 09:31

Dann auf zur Boheme, natürlich die von Puccini, und offen ist noch die Musette.


Auf denn ins Quartier Latin und lassen Erna Berger den Walzer singen. Es war 1940, und es erstaunt mich doch, daß gerade Erna Berger diese Rolle gesungen hat.

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Samstag, 29. September 2018, 10:36

Wieder eine kleinere aber wichtige Rolle:
ich bringe Enéas den Verlobten der Parséis (das ist Esclarmondes Schwester) in Massenets ESCLARMONDE.
In der Gesamtaufnahme unter Richard Bonynge singt diese Partie Ryland Davies.

Hier, in der Londoner Aufführung, singt er auch:

https://www.youtube.com/watch?v=0i8gFzEcAnk

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Samstag, 29. September 2018, 10:42

Dann zu den Königskindern von Humperdinck. Mit S bietet sich der Spielmann an, dessen Lied "Verdorben! Gestorben!..." ich unzählige Male mit Wolfgang Anheisser gehört habe. Außer der herrlichen Melodie imponiert mir die nahezu Wagnersche Dimension der Musik.

Hier eine Aufnahme mit Hermann Prey von 1956, dessen an Metternich erinnerndes Timbre (trotz der nasalen Aussprache) nicht nur mir Freude bereitet. Die eingestellte Aufnahme ist für mich einfach nur herrlich.
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