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Gregor

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  • »Gregor« ist männlich
  • »Gregor« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 223

Registrierungsdatum: 25. Januar 2008

1

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 23:57

Mezzo-Ereignis mit Flair und Charisma - Anita Rachvelishvili

Anita Rachvelishvili wurde am 28. Juni 1984 im georgischen Tiflis geboren.
Nach einem Klavier- und Gesangsstudium und dem Gewinn eines Gesangswettbewerbes im Jahr 2007 debütierte sie am Staatstheater in Tiflis als Maddalena in Rigoletto.

Im selben Jahr kam sie ans Opernstudio der Mailänder Scala an der sie als Carmen - an der Seite von Jonas Kaufmann als Don José - für große Aufmerksamkeit sorgte. Danach ging es steil bergauf mit ihrer Karriere. Die Carmen hat sich inzwischen zu ihrer Paradepartie entwickelt mit der sie an vielen Häusern für Furore sorgte: Metropolitan Opera New York, San Francisco Opera, Bayerische Staatsoper München, Deutsche Oper Berlin, Semperoper in Dresden, Arena di Verona, Opera Roma, Royal Opera in London, um nur einige zu nennen.

Zu ihrem Rollenrepertoire gehören aber auch Isabella in L’Italiana in Algeri, Orfeo in Gluck’s Orfeo ed Euridice, Lyubasha in Die Zarenbraut, Marfa in Chowanschtschina, Kontschakovna in Fürst Igor, Principessa di Bouillon in Adriana Lecouvreur, Azucena in Il Trovatore oder Saint-Saëns' Dalila.

2013 sang sie erstmalig die Amneris in Aida – eine Partie, mit der sie ebenfalls an bedeutenden Opernhäusern beachtliche Erfolge feiert. Genauso wie mit dem Mezzo-Part in Verdi’s Requiem.

Für 2018 geplant ist ihre erste Santuzza in Cavalleria Rusticana an der Oper in Rom sowie ihr Debüt an der Wiener Staatsoper als Amneris.

Rachvelishvili verfügt nicht nur über einen farbenreichen Mezzosopran, der in der Höhe als auch in der Tiefe Eindruck macht und zu üppiger Klangfülle fähig ist, sie ist zudem auch eine sehr engagierte Schauspielerin, die sich mit Leidenschaft in ihre Rollen wirft. Kritiker beschreiben sie gar als ein Naturereignis und als eine Sängerin, die einen sofort in ihren Bann zieht.







Auf DVD sind folgende Mitschnitte mit Anita Rachvelishvili erschienen:





Gregor

Hosenrolle1

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  • »Hosenrolle1« ist männlich

Beiträge: 995

Registrierungsdatum: 3. August 2017

2

Freitag, 22. Dezember 2017, 00:35

Ein mir unbekannter Mezzo, der Carmen singt - das musste ich mir sofort anhören!



Jedoch gefiel mir das nicht wirklich gut, speziell bei den langen "l´amour" (ab T.2 nach RZ 29) ist das Vibrato schon extrem stark und eiert fast, in der Tiefe höre ich da ein leichtes Knödeln, statt einen satten, schönen Mezzo-Klang. Sicher nicht schlecht, aber leider doch nicht meines.

Aber trotzdem Danke für den schönen Eröffnungsbeitrag :)



LG,
Hosenrolle1
„Begreifen wir endlich, dass der emotionale Kult der Tradition nur eine Form unserer geistigen Faulheit ist.“ (Stanislaw Brzozowski)

Rheingold1876

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  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 182

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

3

Freitag, 22. Dezember 2017, 09:11

Auch ich lese Gregors Beiträge immer sehr gern. :hello: Mit gefällt sein Enthusiasmus. Der macht mich immer neugierig. Anita Rachvelishvili ist - wenn man so will - stimmlich schon ein Naturereignis. In meinem Ohren klingt so wie ein Rohdiamant, der noch einen edleren Schliff vertragen würde. Dann glänzte und leuchtete er mehr. Wie ich finde, singt sie ziemlich äußerlich, zu sehr auf Effekte bedacht. Mehr Innerlichkeit wäre besser. Die Prinzessin Eboli ist so ein Fall, wie ich finde. Ihr Lied sollte in Wahrheit viel raffinierter und auch ironischer klingen. Man muss sich den Text und seinen Inhalt genau vergegenwärtigen. Die Dalila ist offenbar auch deshalb für meine Vorstellung nicht ausgeschöpft, weil ich die Inszenierung in dem ausgewählten YouTube-Clip für total verunglückt halte. Die Verführung findet in Wahrheit mit der Stimme statt und nicht mit dem roten Spitzenunterrock in einem Lust töteten Hotelzimmer. Diese Privatisierung dieser hinreißend erotischen Musik macht sie klein und unbedeutend. Irrtümer der Regie führen dazu, dass die Sänger ihre Potenziale nicht immer ausspielen können. Außerdem ist der Klang dieser YouTube-Schnipsel meistens ziemlich fatal. Ich fürchte, wir gewöhnen uns zu sehr daran.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

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  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 3 482

Registrierungsdatum: 19. November 2010

4

Freitag, 22. Dezember 2017, 10:54

Lieber Gregor, lieber Rheingold!
Auch ich lese Gregors Beiträge immer sehr gern. :hello: Mit gefällt sein Enthusiasmus.

Ich auch!
Du, lieber Gregor,bist einer der wenigen im Forum, den ich wirklich als passionierten Melomanen erlebe!
...ein Rohdiamant, der noch einen edleren Schliff vertragen würde....

Das hast Du sehr höflich und fein formuliert, lieber Rheingold! Ich fürchte, ich hätte mich weniger diplomatisch und galant zu Anita Rachvelishvili geäussert. Aber Deinen Bemerkungen kann ich voll zustimmen.
In den Zeiten als es noch die Sowjetunion gab, war ich oft in Moskau. Ich musste immer persönlich dorthin fliegen, da es ja damals kein Internet und keine EMails gab, die Telefonverbindungen ständig überlastet waren und Briefe nicht selten einen ganzen Monat brauchten - wenn sie denn überhaupt ankamen.
Meistens war ich dann für vier oder fünf Tage in der Stadt. Nach 16:00 Uhr aber konnt man keine Termine mehr machen! Was also sollte ich an den Abenden anderes tun als Aufführungen im Bolschoi zu besuchen. Dort begegnete man immer wieder Stimmen, die höchst eindrücklich waren aber völlig ungezähmt ihr Potential und ihre Leidenschaft verschleuderten. Daran muss ich denken, wenn ich Anita Rachvelishvili höre! Sie hat ja nicht nur eine eindrucksvolle Stimme, sie singt auch technisch durchaus versiert! Aber Disziplin, Geschmack und Stil sind ihr nicht gegeben. Leider!

Beste Grüße euch beiden!

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Gregor

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  • »Gregor« ist männlich
  • »Gregor« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 223

Registrierungsdatum: 25. Januar 2008

5

Freitag, 29. Dezember 2017, 00:18

Auch ich lese Gregors Beiträge immer sehr gern. :hello: Mit gefällt sein Enthusiasmus.

Noch ist er vorhanden, lieber Rüdiger. Noch. 8-)

Du, lieber Gregor,bist einer der wenigen im Forum, den ich wirklich als passionierten Melomanen erlebe!

Das freut mich natürlich, lieber Caruso. In den Kreis der Sängerinteressierten gehören aber zweifellos auch du und Rüdiger, da ihr zu den ganz wenigen gehört, die immer wieder Sänger vorstellen.

Was Anita Rachvelishvili betrifft, hat das Rüdiger ja schon sehr gut beschrieben - ein Rohdiamant, der noch den nötigen Feinschliff braucht. Das trifft es genau. Sie hat enormes Potential, eine tolle Stimme, und weiß, wie sie mit ihr umgehen muss. Auch stimmtechnisch. Aber vieles kommt eben noch "ungezähmt". Aber geben wir der Sängerin auch noch Zeit sich weiterzuentwickeln. Sie ist ja immer noch sehr jung. Gerade mal 33.
Hoffentlich findet sie auch noch den Stil, von dem Caruso meint, dieser würde ihr abgehen. ;)
Es ist schon mal erfreulich, dass ihr beide euch schon früher mit Rachvelishvili beschäftigt habt. Außer euch ist wohl noch niemand hier im Forum der Sängerin auf der Bühne begegnet.

Und bald werden wir ja wieder die Möglichkeit haben sich mit der Entwicklung der Sängerin befassen zu können. Denn erst vor wenigen Tagen wurde Rachvelishvili als neue Exklusiv-Künstlerin bei Sony Classical bestätigt. Ihr erstes Arien-Recital hat sie bereits aufgenommen, welches im Frühjahr auf den Markt kommt. :)

Gregor

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 176

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

6

Freitag, 29. Dezember 2017, 01:10

Außer euch ist wohl noch niemand hier im Forum der Sängerin auf der Bühne begegnet.
Doch, 2013 in der "Zarenbraut" im Berliner Schiller-Theater. War von ihr durchaus eindrucksvoll.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)