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MSchenk

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  • »MSchenk« ist männlich

Beiträge: 2 657

Registrierungsdatum: 5. März 2011

31

Freitag, 5. Mai 2017, 19:15

Hier noch ein wenig Zucker für unsere three Stooges H., D. und M.

Du meinst wahrscheinlich Holger, Dieter und Mich(ael), traust Dich aber nicht, es zu schreiben? - Von mir aus darfst Du ruhig :untertauch:
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

Beiträge: 767

Registrierungsdatum: 1. Juni 2006

32

Freitag, 5. Mai 2017, 22:12

Wie wenig die Sache gewachsen sei und einem nach dem Motto "Friss oder stirb" serviert worden sei.
Das ist nun historisch und sachlich ganz und gar falsch. In dieser wissenschaftlichen Untersuchung wird deutlich, dass kein Geringerer als Goethe der Urvater des Regietheaters ist:

https://books.google.de/books?id=gr0v47d…heaters&f=false

Schöne Grüße
Holger

Lieber Holger, das geht meines Erachtens am Kern von Goehtes Theaterbegriff vorbei. Er wandte sich ab 1791, als er die Leitung des Weimarer Theaters übernahm, gegen die vorherrschende naturalistische Richtung ("bürgerliche Einfachheit einerseits und kraftgenialische Roheit andererseits") und setzte dieser ein absolutes Theater entgegen, das auf Kunstwahrheit zielt: Ein Theater, dessen Sprache, Personen, Bewegungsstil und Requisiten eine Welt reinen symbolischen Scheins bilden. Es mag da Überschneidungen zum heutigen Regietheater geben, aber nach meinem Verständnis zielt der Vergleich an der Sache vorbei, da es Goethe natürlich nicht um Dekonstruktion ging (was Regietheater ja oft ist), sondern um eine Abkehr vom naturalistischen Illusionstheater hin zu einem absoluten Theater. Gut nachzulesen bei Dieter Borchmeyer ("Weimarer Klassik"), dem ich hier mehr vertraue als der von Dir verlinkten Studie.

Viele Grüße
Christain

Dieter Stockert

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Beiträge: 962

Registrierungsdatum: 27. September 2014

33

Freitag, 5. Mai 2017, 22:26

Für mich ging es im Kern darum, dass eine Inszenierung etwas anderes, als Kunstwerk Eigenständiges sei gegenüber dem Libretto. Und da sehe ich keinen Widerspruch.
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

Dr. Holger Kaletha

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Beiträge: 7 045

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

34

Freitag, 5. Mai 2017, 22:35

Lieber Holger, das geht meines Erachtens am Kern von Goehtes Theaterbegriff vorbei. Er wandte sich ab 1791, als er die Leitung des Weimarer Theaters übernahm, gegen die vorherrschende naturalistische Richtung ("bürgerliche Einfachheit einerseits und kraftgenialische Roheit andererseits") und setzte dieser ein absolutes Theater entgegen, das auf Kunstwahrheit zielt: Ein Theater, dessen Sprache, Personen, Bewegungsstil und Requsiten eine Welt reinen symbolischen Scheins bilden. Es mag da Überschneidungen zum heutigen Regietheater geben, aber nach meinem Verständnis zielt der Vergleich an der Sache vorbei, da es Goethe natürlich nicht um Dekonstruktion ging (was Regietheater ja oft ist), sondern um eine Abkehr vom naturlistischen Illusionstheater hin zu einem absoluten Theater. Gut nachzulesen bei Dieter Borchmeyer ("Weimarer Klassik"), dem ich hier mehr vertraue als der von Dir verlinkten Studie.

Lieber Christian,

ja, theoretisch ist "Regietheater" auch ein ziemlich schwammiger Begriff. Zudem gibt es natürlich jede Menge Äquivokationen. Die verlinkte Arbeit zitiert die Fischer-Lichte-These, wonach es eine Entwicklung vom "Schauspieler-" zum "Regie-"Theater gibt. Gemeint ist, dass Goethe der Erste ist, bei dem die "Regie" als eigenständige und autonome künstlerische Leistung begriffen wird, wo durch die Regie ein zusammenhängendes, ideelles Ganzes geschaffen wird, was nicht nur in der "Nachahmung" der Textvorlage besteht. Das ist wie es aussieht wohl richtig (und das können sich hier allerdings diejenigen, welche die Regie als eigenständige künstlerische Arbeit nicht anerkennen wollen, sondern statt dessen den Regisseur zu einem Handwerker und Handlanger herabwürdigen möchten, der Libretto-Vorgaben lediglich praktisch umsetzt, hinter die Ohren schreiben :D ). Das ist aber ein sehr weiter Begriff von "Regie"-Theater, der mit dem verengten seit den 60iger Jahren des 20. Jhd. ganz sicher nicht gleichzusetzen ist. Die Traditionsstränge, die alle unter "Regie-"Theater subsumiert werden, sind so unterschiedlich, dass als Gemeinsames fast nur noch der Name übrig bleibt. Genau das behagt mir - gerade auch als Theoretiker - ebenso wie Dir ganz und gar nicht. So was fordert Nominalismuskritik geradezu heraus. Viel sinnvoller ist es, die verschiedenen Traditionen zu benennen, als die Vielfalt der deutschen Theatertradition mit dem Schlagwort "Regietheater" totzuschlagen. Es wird so auch der falsche Eindruck erweckt, dass es so eine Dichotomie traditionelles Theater-Regietheater gibt, was aber nur ein Kontrastbegriff letztlich ist. Da wird ziemlich willkürlich etwas unter eine zweifelhafte Kategorie subsumiert (alles ohne Unterschied, was keine "traditionelle" Inszenierung ist wie man sie gerne hätte, ist dann (ganz böses) "Regietheater"). Das ist aber letztlich Feuilleton und hält einer seriösen wissenschaftlichen oder ästhetischen Betrachtung nicht Stand. :hello:

Herzlich grüßend
Holger

Knusperhexe

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Beiträge: 3 142

Registrierungsdatum: 29. November 2006

35

Samstag, 6. Mai 2017, 11:26

Hier noch ein wenig Zucker für unsere three Stooges H., D. und M.

Du meinst wahrscheinlich Holger, Dieter und Mich(ael), traust Dich aber nicht, es zu schreiben? - Von mir aus darfst Du ruhig :untertauch:

Ob X., Y., Z., Tick, Trick und Track oder A-Hörnchen, B-Hörnchen und C-Hörnchen – In Euren Statements seid Ihr berechenbar wie eine Kuckucksuhr auf Koks. In Eurem Bemühen, jeden Thread zu annektieren und zu sprengen austauschbar mit den drei Vertretern aus den Anfangsphasen des Forums. Auch damals gab es diese Dreierkonstellation: Der Obermotz, der damals allerdings wirklich noch Gehaltvolles zu sagen hatte, jedoch auch immer in das verallgemeinernde "wir" verfiel und das letzte Wort haben musste. Seine zwei Jünger, der eine mit knirschenden Bonmots. Der andere Wissen vortäuschend, das kaum einer Hinterfragung standhält. Geschenkt. Das Forum wird auch die aktuellen Social Justice Warrior überleben – und das Theater sowieso.
Regietheater? Nein, danke!

Bertarido

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Beiträge: 2 954

Registrierungsdatum: 24. April 2014

36

Samstag, 6. Mai 2017, 12:38

In Euren Statements seid Ihr berechenbar wie eine Kuckucksuhr

Und das gilt für Deine Statements nicht? :hahahaha: Der Unterschied besteht nur darin, dass Holgers Aussagen stets wohlbegründet und mit Gewinn zu lesen sind, während Du und andere Regietheater-Hasser immer nur dasselbe "Gefällt mir nicht, weil falsche Kostüme/Kulissen" wiederkäuen.

MSchenk

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Beiträge: 2 657

Registrierungsdatum: 5. März 2011

37

Samstag, 6. Mai 2017, 12:49

In Euren Statements seid Ihr berechenbar wie eine Kuckucksuhr auf Koks.

Richtig, aber zwangsläufig: Schließlich reagieren war dabei zumeist ja auch nur auf den stets gleichen Unsinn, den andere Leute verbreiten.
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 7 045

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

38

Samstag, 6. Mai 2017, 16:16

Der Verfolgungswahn von RT-Hassern ist einfach immer wieder putzig. Keiner hat hier geschrieben, dass er diese Bühnenbilder schlecht oder unästhetisch findet. Ich habe mir z.B. die Webseite des Künstlers angeschaut. Der Mann kann etwas, ohne Frage. (Für Malerei habe ich eine Schwäche, weil ich selber male seit meiner Kindheit und aus einer künstlerischen Familie stamme. Mein Vater ist Architekt und Maler.) Ein Bühnenbilder bekommt natürlich einen Auftrag und gewisse Vorgaben, und die hat er wohl sehr gut erfüllt. Ob man das mag, ist wiederum eine andere Frage, dafür müsste man das Gesamtkunstwerk dieser Inszenierung kennen. Diese hyperrealistische Ästhetik in Richtung Filmkulisse ist jedenfalls nicht originär japanische Kultur. Verständlich wird das eher aus dem Bedürfnis heraus, etwas "typisch Europäisches/Romantisches" sehen zu wollen. Da kann man nun ganz unaufgeregt festellen, dass dieses verständliche Bedürfnis eine Außensicht auf unsere Kultur darstellt. Von der Innensicht her sind die Bedürfnisse vornehmlich andere - insofern darf man bezweifeln, ob so eine Bühnenästhetik bei uns ebenso gefragt ist wie in Japan. Und Künstler wollen schließlich arbeiten. Wenn sie Anhänger einen bestimmten Ästhetik sind und eine Nachfrage im Ausland besteht, dann nehmen sie das Angebot selbstverständlich an. Das ist auch völlig legitim. Und wer das schön findet und den Mainstream des sogenannten Regietheaters nicht leiden kann, der soll sich freuen, nach Japan fahren oder sich DVDs von solchen Inszenierungen besorgen. Was soll an solchen Aussagen "berechenbar" sein?

Schöne Grüße
Holger

chrissy

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  • »chrissy« ist männlich

Beiträge: 3 714

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2010

39

Sonntag, 7. Mai 2017, 12:20

In Euren Statements seid Ihr berechenbar wie eine Kuckucksuhr
Und das gilt für Deine Statements nicht? :hahahaha: Der Unterschied besteht nur darin, dass Holgers Aussagen stets wohlbegründet und mit Gewinn zu lesen sind, während Du und andere Regietheater-Hasser immer nur dasselbe "Gefällt mir nicht, weil falsche Kostüme/Kulissen" wiederkäuen.

... ergänzend dazu kommt noch Zeitverschiebung, falsche Örtlichkeiten, bis hin zu Verunstaltungen etc.

Hallo, Bertarido

Ich habe mich ja aus solchen Diskussionen und Disputen wohlweislich und bewußt, aus der Erfahrung früherer Jahre mit gewissen Leuten, herausgehalten.
Eiine Frage sei gestattet - es ist aber schon noch erlaubt, daß man seiner eigenen Freude, Begeisterung und Genuß über eine gelungene und beglückende Aufführung, mit persönlich empfundener und eingeschätzter werkgetreuer Inszenierung /Regie, mit tollen Kulissen und Kostümen, in einem Bericht /einer Rezension Ausdruck verleiht?

CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Bertarido

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Beiträge: 2 954

Registrierungsdatum: 24. April 2014

40

Sonntag, 7. Mai 2017, 12:50

Eiine Frage sei gestattet - es ist aber schon noch erlaubt, daß man seiner eigenen Freude und Genuß über eine gelungene und beglückende Aufführung, mit persönlich empfundener und eingeschätzter werkgetreuer Inszenierung /Regie, mit tollen Kulissen und Kostümen, in einem Bericht /einer Rezension Ausdruck verleiht?

Erlaubt ist alles, was Alfred oder die Moderatoren nicht verbieten. ;) Ich persönlich gönne es jedem von Herzen, sich an Aufführungen seines oder ihres Geschmacks zu erfreuen und darüber zu berichten. Und ich finde es auch unangebracht, solche Berichte dann durch "Ich finde das aber scheußlich" oder "Wie kann man das nur gut finden"-Kommentare zu stören. Mein Eindruck ist allerdings, dass gerade einige der RT-Gegner dieser Versuchung nicht immer widerstehen können, ich denke da an einen Bericht von Holger aus dem Theater Münster, wo sich durch genau solche Kommentare eine unsägliche Diskussion ergeben hat (da warst Du noch nicht zurück, glaube ich).

In Diskussionsthemen, und dazu zähle ich auch diesen Thread, finde ich es hingegen angebracht und erwünscht, abweichende Meinungen zu äußern.

chrissy

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  • »chrissy« ist männlich

Beiträge: 3 714

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2010

41

Sonntag, 7. Mai 2017, 13:03

... wo sich durch genau solche Kommentare eine unsägliche Diskussion ergeben hat (da warst Du noch nicht zurück, glaube ich).

Doch, da war ich schon zurück. Habe mich aber, aus gutem Grund, ganz sicher nicht beteiligt.
Ich habe nicht mal mitgelesen, deshalb kann ich zu dieser Diskussion auch nichts sagen, auch nichts nachträglich beitragen.

CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...