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m-mueller

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Donnerstag, 27. April 2017, 19:39

Innige Interpretationen bachscher Klavierstücke

Dies ist der Parallelthread zu den "rauschhafte Interpretationen". Hier geht es nicht um besonders schnell und nähmaschinenartig, sondern um langsam mit starkem Ausdruck.

Als erstes Beispiel sei Glenn Gould genannt, der in einer Aufzeichnung des Senders Arte die Fuge aus BWV 878 (WTK II, E-Dur) spielt, und zwar so langsam, daß sie mehr als doppelt so lange dauert (5:05 min) wie bei seiner Einspielung des WTK, die ich auf CD habe (1:51 min)

Dies ist die CD



und hier die gnadenlos gute Einspielung der Fuge bei Arte:



Auf der CD fällt die Fuge kaum auf, sie rauscht so vorbei ohne rauschhaft zu sein, in der Arte-Version kann sich Ton für Ton eine besondere Schönheit entfalten, die in der Sequenz ab 4:00 min bis zum Ende ihren Höhepunkt findet.

Aus Wikipedia: "Nun schweben die drei Oberstimmen gleichsam schwerelos herunter; der Bass bringt das Thema zum letzten Mal, der Sopran begleitet seine Abwärtsbewegung in Sekundschritten, und die Fuge schließt mit einer innigen Wendung, die uns wieder auf die Erde zurückführt."

Und hier erläutert Glenn Gould seine Sicht auf die Fuge:

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Donnerstag, 27. April 2017, 22:30

Valentina Lisitsa spielt BWV 855a in der Version von Siloti - ungeheuer intensiv, eine der besten Interpretationen dieses genialen Stückes


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Donnerstag, 27. April 2017, 22:30

Weissenberg ist noch ein bißchen langsamer und spielt auch nur einen Teil - trotzdem sehr eindringlich




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Sonntag, 30. April 2017, 17:21

Die Siziliana aus der Flötensonate BWV 1031 (Transkription Wilhelm Kempff) gehört zu dieser Gattung:




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Sonntag, 30. April 2017, 17:46

Und natürlich "Jesu bleibet meine Freude" aus der Kantate BWV 147 in der Transkription von Myra Hess:

,

wobei es hier gar nicht so einfach war, eine angemessene Interpretation zu finden. Es darf nicht zu langsam sein, und in der Mitte darf nicht zu dick aufgetragen werden, das Tempo muß gleichmäßig und die Tonqualität nicht zu schlecht sein - dann ist es ein sehr inniges Stück mit großer Kraft und Würde.

Da es aber auch verhältnismäßig einfach zu spielen ist, gibt es auf youtube so etliche Amateur-Versionen, die man nur in den Fremdschäm-Thread "you fail" von Dr. Pingel einstellen kann.

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Sonntag, 30. April 2017, 18:47

BWV 639 in der Transkription von Ferrucio Busoni, gespielt von Valentina Lisitsa:


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Montag, 8. Mai 2017, 23:31

Glenn Gould - die Aria aus den Goldbergvariationen, das erste und letzte Stück, in der langsamen Version aus 1981.

Da schwingt soviel Tragik mit, es ist schwer, nicht gerührt zu sein.




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8

Montag, 8. Mai 2017, 23:45

Ähnlich, wie Gould die Kunst der Fuge beginnt: voller Respekt und Versunkenheit:




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9

Donnerstag, 11. Mai 2017, 23:05

Ein Stück aus den "Fünf kleine Präludien" (BWV 941) ist, wenn nicht "innig", so zumindest "warmherzig", singbar und "heimelig"; schade, daß es so kurz ist, der Textur des Stückes könnte man viele Minuten lang zuhören.

Von den großen Pianisten habe ich keine Interpretationen bei youtube gefunden, anscheinend schätzen sie so leichte Stücke nicht, und so muß ein Amateur ran, der es aber, wie ich finde, sehr gut macht.


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Freitag, 12. Mai 2017, 00:04

Richtig innig wird es bei BWV 855 (WTK I, 10); e-moll scheint ohnehin die zur Innigkeit passende Tonart zu sein (kann ich auch für die Gitarre bestätigen) - Gavrilov spielt nicht schlecht:

, ab 0:32 min

Das Ende des Präludiums 855 sowie die dazugehörige Fuge kann man dann bei "rauschhaft" einordnen.

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Sonntag, 14. Mai 2017, 23:41

Kleines Präludium D-Dur, BWV 925, Maria Tipo spielt.

Anders als bei den "Rauschhaften", die keine Tempovariationen vertragen, können die "Innigen" durchaus romantisch (verschleppt) gespielt werden, und sie wirken immer noch.

, ab 1:08 min

Leider ist die Tobqualität recht mäßig.

Ich verzichte mal auf die Referenz zur CD, weil die bei jpc gar nicht und bei Amazon für den Schnäppchenpreis von 244 Schleifen angeboten wird...

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Donnerstag, 18. Mai 2017, 22:37

Sehr intensiv und innig: Emil Naoumoff, ein französischer Pianist, spielt seine eigene Transkription der BWV 721: Erbarm´ Dich mein, oh Herre Gott


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13

Freitag, 19. Mai 2017, 20:59

Evgeni Bozhanov: Largo aus Konzert d-moll, BWV 596 (nach Vivaldi)