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Melot1967

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  • »Melot1967« ist männlich

Beiträge: 1 397

Registrierungsdatum: 23. Februar 2006

31

Samstag, 1. April 2017, 01:20

Ich vermisse Meinungen zu noch lebenden und aktiven Sängern dieser Partie.
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 8 023

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

32

Samstag, 1. April 2017, 01:30

Ich vermisse Meinungen zu noch lebenden und aktiven Sängern dieser Partie.
Meine drei live erlebten Lieblings-Lohengrine waren Peter Seiffert, Klaus König und Johan Botha, wobei ich gerade in dieser Rolle Seiffert den ersten Preis zuerkennen würde, weil er er mit viel Schmelz und Legatokultur trotzdem immer das nötige Volumen und an den erforderlichen Stellen auch heldische Attitüde hatte. Letzteres hatten die anderen beiden Genannten nun wirklich auch, aber nicht ganz so viel Schmelz in der Stimme.

Leider scheint ausgerechnet Seifferts Gralserzählung bei Youtube nicht vorhanden zu sein, sehr schade!

Herrn Vogt hatte ich live erst einmal als Lohengrin, 2015 in der riesigen Deutschen Oper Berlin - und war erstaunt, wie gut die Stimme trug und über das Orchester kam. Ausrucksmäßig hat er auch Defizite, aber seine Lohengrin-Karriere kommt nicht von ungefährt und ist absolut berechtigt.

Herrn Kaufmann hatte ich 2009 (oder 2010?) in München und war nicht sonderlich angetan, mir gefällt einfach sein Stimmklang nicht, da fehlte mir gerade auch bei der Gralserzählung genau der Schmelz, den Peter Seiffert hatte.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 377

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

33

Samstag, 1. April 2017, 14:05


Erschlag mich, aber ich mag auch das:

Lauritz Melchior


Abgesehen davon, dass bei dieser Aufnahme die Spitzentöne nicht ganz so mühelos sind wie bei den MET-Mitschnitten, "turnt" mich dieser heldentenorale Duktus beim "Lohengrin" irgendwie auch an. Es Siegfrieds triumphaler "Sei mein!"-Duktus und strahle eine Überlegenheit aus, die zu dieser Erzählung meines Erachtens gar nicht so schlecht passt.

Ist Lohengrin also eher ein Tamino oder eher ein Siegfried? Schwer zu sagen, vermutlich weder noch, doch eine Siegfried-nähere Interpretation finde ich eigentlich spannender als eine Tamino-nahe, wo die Erzählung sehr schnell in langweilige Belanglosigkeit abgleiten kann.

Melchiors Stimme hat für mich einfach einen derartigen "Wow"- und Überwältigungseffekt, dass ich da bezüglich Stilistik auch mal ein Auge zudrücke.


Lieber Stimmenliebhaber,

Melchior hat zwar Heldengewicht, aber er kann lyrische Phrasen kultiviert aussingen! Keine Frage: Er war ein großer Lohengrin. Ich hatte sogar überlegt, ihn auf meine Favoritenliste zu setzen, dann aber darauf verzichtet, weil sie nicht zu lang werden sollte. Seine Met-Mitschnitte sind einfach fabelhaft.
Mit meiner Bemerkung, auf die Du Dich wohl beziehst, hatte ich eigentlich eher die Tenöre gemeint, die nur Kraft einsetzen und der Gralserzählung jedes Geheimnis und das Wunder schuldig bleiben. (Herodias: "Er hat Deinen Namen nicht genannt!") Dazu gehört Melchior definitiv nicht. Bei ihm wird das Myterium erlebbar!

Im Übrigen bin ich der Meinung, "Tamino-nahe Interpretationen" sind genau so legitim wie "Siegfried-nähere Interpretationen" . Du hast ja selbst mit dem vorzüglichen Eberhard Büchner einen Tenor eingestellt, der "Tamino-nahe" ist. Auch Tauber, Jadlowker oder Kullmann würde ich als "Tamino-nahe" bezeichnen.

Es gibt noch eine weitere Option, die ich höchst spannende finde, und das sind die Tenöre die mit viel Schmelz und italienischer Belcanto-Kultur singen. Aureliano Pertile, Miguel Fleta, Alfred Piccaver, Sandor Konya, Placido Domingo wären hierfür Beispiele.

Schließlich gibt es des weiteren Tenöre, die gewissermaßen von Meyerbeer her kommen. Die erste Aufnahme der Gralserzählung hat immerhin Francisco Viñas eingespielt. Aber auch Tenöre wie Jacques Urlus, Paul Franz oder George Thill kamen ja aus der französischen Gesangstradition und haben vorzügliche Aufnahmen hinterlassen!

Beste Grüße
Caruso41

-----------------------------

Lieber Operus,

Clemens Bieber hat meines Wissens den Lohengrin nicht gesungen. Das ginge auch allenfalls an einem sehr kleinen Haus!
Er hat sich ja inzwischen an der Parsifal herangewagt aber - um Hans Beirer zu zitieren - "da hat man ja nur eine halbe Stunde zu singen".

Von einer Aufnahme der Gralserzählung mit Bieber habe ich bisher nichts gehört.

Beste Grüße

Caruso41
Lieber Caruso,

wie bereits ausgeführt sang Bieber diese Partie mit großem Erfolg bei Publikum und Presse bei den Wagner-Festpielen in Wels und danach von mir engagiert mit Ausschnitten aus Lohengrin Brautgemach und Gralserzählung beim Künstlertreffen 2012 bei der Gottlob-Frick-Gesellschaft. Wiederum auch vom anwesenden Fachpublikum voll anerkannt. Seine Partnerin war Huyana Ko, Wien. Wie immer war eine ganze Reihe von kompetenten Taminos bei dem Konzert anwesend und diese Freunde können sicherlich eigene Eindrücke beisteuern.

Hezrlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 567

Registrierungsdatum: 7. April 2011

34

Samstag, 1. April 2017, 19:29

Lieber Hans,

meine volle Zustimmung: Ich schätze Herrn Bieber nicht nur mit seinem hervorragenden Lohengrin 2012 beim Gottlob-Frick-Künstlertreffen, sondern vor allem auch als Mensch sehr.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Sixtus

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  • »Sixtus« ist männlich

Beiträge: 984

Registrierungsdatum: 2. Dezember 2015

35

Samstag, 1. April 2017, 20:00

Zu der immensen Zahl von Kandidaten für den idealen Lohengrin möchte ich keine weiteren Namen hinzufügen, um die Sache nicht weiter zu inflationieren.
Aber zu meinen 3 Favoriten (die hier alle schon genannt wurden), will ich etwas sagen: Franz Völker mit seiner vorbildlichen klangreichen und dynamisch abgestuften Interpretation dürfte noch lange zu den besten Interpreten der Gralserzählung - und der ganzen Partie - gehören. Und der stimmschönste Kandidat war zweifelllos Jussi Björling.
Daneben halte ich Sandor Konya für einen aussichtsreichen Kandidaten, besonders was den Farbenreichtum seines Timbres anbetrifft. Er war übrigens auch ein hervorragender Tenor fürs italienische Lirico-Spinto-Fach. Sein Riccardo im Ballo in Stuttgart ist mir immer noch im Gedächtnis.
In diese Reihe, lieber Operus, einen Clemens Biber zu stellen, erscheint mir doch etwas kühn. Ich kenne da einige Zuhörer in Ölbronn, die das etwas anders sehen. Meine Rezension für den Merker habe ich aus verständlichen Gründen höflich gehalten.

Rheingold1876

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  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 709

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

36

Sonntag, 2. April 2017, 09:18

Ich möchte noch mal eine andere Aufnahme einstellen. Sie stammt von Alfred Piccaver, der vielleicht die schönste aller Tauben vom Himmel fliegen läßt. Überhaupt ist sie herrlich gesungen! Vielleicht noch nicht im ersten Teil aber bestimmt ab der Stelle, wo die Taube kommt! Die Höhen klingen in kaum einer anderen Aufnahme prächtiger und glanzvoller und die Aufnahme gewinnt hier genau dadurch ihre Grandeur! Einschränkungen? Leider aber muss man sich mit Vokalverfärbungen und weichen Konsonanten abfinden.


Lieber Caruso, Du hattest mich an anderer Stelle nach meiner Meinung zu Piccaver gefragt. Eigentlich hast Du das, was ich zu sagen hätte, bereites vorweggenommen. Ich schätze diese Aufnahme sehr, die sich in Beitrag 18 findet. Zu Beginn hätte ich - um es konkreter auszudrücken - dieses nachgesetzte "e" bei Konsonanten kritisch anzumerken:

In fernem Land, unnahbar euren Schritten(e),
liegt eine Burg(e), die Monsalvat genannt;
ein lichter Tempel stehet dort inmitten(e),
so kostbar als auf Erden(e) nichts bekannt ...

Eine Unsitte, die sich im Fortschreiten des Stückes aber verliert. Es ist, als hätte sich der Tenor erst finden müssen. Bei den Umständen, unter denen Schelllacks entstanden sind, war wohl eine Wiederholung ökonomisch nicht vertretbar. Es musste von Anfang an sitzen. Und man war damals wohl auch nicht so penibel. Grundsätzlich ist es Geschmacksache, ob man die Gralserzählung fast schon in die Nähe des Falsetts verlagert, hören möchte. Das geht natürlich auf Kosten des Heldischen. Ich habe da aber kein Problem mit. Mit sind die weichen, introvertierten Lohengrine lieber. Meine Einwände schmälern nicht den überwältigenden Gesamteindruck. So kulturvoll ist das nicht mehr zu hören. Piccaver singt aus einem Guss - ohne hörbar Atem zu holen. Perfekt verblendet. Für meinen Endruck ist dieses Dokument ein ganz typischer Solitär. Eine aus dem Zusammenhang des ganzen herausgenommene Gralserzählung, vorgetragen wie ein Lied. Das ist oft so bei einzelnen Einspielungen dieser Szene. Wenn ich ehrlich bin, höre ich die Gralserzählung fast nie mehr separat, sondern nur im Zusammenhang mit dem kompletten Werk. Erst jetzt durch diese Thread, fühlte ich mich wieder einmal veranlasst, sie einzeln zu hören. Nun hat ja Alfred Piccaver etwa zur gleichen Zeit (wenn ich mich nicht irre, 1929), in der die Aufnahme entstand, die Rolle auch in in der Wiener Staatsoper gesungen. Nur dreimal, aber immerhin. Vorstellen kann ich mir das nicht. Offenbar hat die Stimme aber doch in dem großen Haus getragen.

Interessant am Rande. Dirigent der Einspielung ist Manfred Gurlitt, der auch eine Oper "Wozzeck" nach Georg Büchner geschrieben hat. Kurz nach deren Uraufführung wurde er 1928 Gastdirigent an der Staatsoper Berlin und arbeitete auch beim Berliner Rundfunk. Er machte zahlreiche Schallplattenaufnahmen für die Deutsche Grammophon Gesellschaft und die Odeon.

Beste Grüße in die Runde von Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

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  • »Caruso41« ist männlich

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37

Sonntag, 2. April 2017, 19:01

Alfred Piccaver

......den überwältigenden Gesamteindruck. So kulturvoll ist das nicht mehr zu hören. Piccaver singt aus einem Guss - ohne hörbar Atem zu holen. Perfekt verblendet. Für meinen Endruck ist dieses Dokument ein ganz typischer Solitär......


Ja, lieber Rheingold,

das trifft es: Die Aufnahme der Gralserzählung von Alfred Piccaver ist ein Solitär!
Und zwar in mehrfacher Hinsicht!

Zunächst wegen der unglaublichen Schönheit der Stimme. Lotte Lehmann hat gestanden, nie eine schönere Stimme gehört zu haben. Und sie hat ja nun wirklich mit den besten Tenören zusammen gesungen. Der Klang ist so reich und dunkel golden, dass man sagen muß: unvergleichlich! Und wie er in der Höhe silbern aufhellt ohne die Rundung zu verlieren, das grenzt an ein Wunder.

Das hat natürlich mit Technik zu tun. Und auch in dieser Hinsicht ist die Piccaver-Aufnahme ein Solitär: Wie die Töne samtig weich angesetzt werden, wie sie ganz natürlich einschwingen und eine üppige Resonanz entfalten, wie - Du hast es gesagt - pantastisch die Lagen verblendet sind, wie natürlich das Legato fließt....das alles zeugt von einer einzigartigen Atemtechnik und Stimmbeherrschung.

Und schließlich die Gestaltung der Szene als wäre sie ein in sich abgeschlossenes Kunstwerk. Du hast gesagt: "wie ein Lied"! Ja vielleicht. Aber bestimmt nicht wie ein intimes Klavierlied sondern eher wie eine Hymne. Das ist eigentlich bei vielen Aufnahmen Piccavers zu konstatieren: er singt sie nicht so, als wären sie einfach aus dem Handlungsablauf herausgeschnitten, sondern wie ein Konzertstück mit Eigenrecht.
Ein Solitär eben, ein besonders schöner, wertvoller Musik-Edelstein!

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

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Caruso41

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38

Sonntag, 2. April 2017, 19:08

Clemens Bieber

Lieber Operus,

ich habe Clemens Bieber nicht als Lohengrin gehört, aber ich kenne ihn seit Jahren und habe ihn immer wieder in verschiedenen Partien seines Faches gehört! Danach denke ich , dass er gut beraten wäre, bei Partien wie Walther von der Vogelweide, Steuermann und David zu bleiben.

Beste Grüße

Caruso41
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Rheingold1876

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39

Sonntag, 2. April 2017, 19:30

Lieber Caruso, danke für Deine ausführliche Antwort, die ich mit Erbauung und neuer Einsicht gelesen habe. Zustimmung auf der ganzen Linie - auch Deine Bewertung von Clemens Bieber betreffend. Wenn er den Lohengrin in Wels gesungen hat, mag das noch gegangen sein. Wels ist ja eine Art Ballsaal, nicht sehr groß - und kein Opernhaus. Von einem anderen Auftritt habe ich nichts gehört. Vielleicht wissen ja Operus und Gerhard mehr.
Es grüßt Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

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40

Sonntag, 2. April 2017, 21:55

Lieber Operus,

ich habe Clemens Bieber nicht als Lohengrin gehört, aber ich kenne ihn seit Jahren und habe ihn immer wieder in verschiedenen Partien seines Faches gehört! Danach denke ich , dass er gut beraten wäre, bei Partien wie Walther von der Vogelweide, Steuermann und David zu bleiben.

Beste Grüße

Caruso41
Er singt im kommenden Herbst ja den Erik an der Deutschen Oper Berlin.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Caruso41

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41

Montag, 3. April 2017, 09:06

Clemens Bieber

Er singt im kommenden Herbst ja den Erik an der Deutschen Oper Berlin.


Lieber Stimmenlienhaber!
Die Ankündigung habe ich auch gesehen. Ob es allerdings ratsam für Clemens Bieber ist, ins schwere Fach zu wechseln, bezweifle ich.
Aber es gab ja schon immer Tenöre, die von Partien wie Pedrillo , Wenzel und David zum Heldentenorfach gewechselt sind. Meist über das lyrische Fach allerdings auch öfter ohne diesen Umweg! Ich erinnere etwa an Heinz Kruse.
Aber das muß uns in diesem Thread nicht beschäftigen. Es gibt ja offenbar keine Aufnahme von der Gralserzählung mit Bieber. Und allein um die geht es schließlich hier!

Beste Grüße

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Joseph II.

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42

Montag, 3. April 2017, 12:41

Herzlichen Dank für den Hinweis auf Alfred Piccaver, dessen Aufnahme mich auch sehr berührt hat.

Das ist ein Lohengrin, wie man ihn heute nicht mehr erleben kann, insofern ähnlich wie Koslowski und Völker.

Weiß man, von wann diese Einspielung stammt?
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

operus

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43

Montag, 3. April 2017, 12:46

In diese Reihe, lieber Operus, einen Clemens Biber zu stellen, erscheint mir doch etwas kühn. Ich kenne da einige Zuhörer in Ölbronn, die das etwas anders sehen. Meine Rezension für den Merker habe ich aus verständlichen Gründen höflich gehalten.
Lieber Sixtus,

Du hast Deine Erfahrungen, ich meine. Wobei es wahrscheinlich so ist, dass man mir auch nicht wehtun will und deshalb eine Leistung auch schön redet. Wobei das weitere und nachfolgende Konzert mit Clemes Bieber, wo er den Höllenritt von Lyonel über Max bis hin zum Florestan wagte, noch beeindruckender für mich war. Ich empfinde es als eine Stärke von Dir, dass Du gerade keine höflichen Wunschkritiken schreibst, sondern das offen ansprichst, was Du empfindest. Nur die ehrliche Meinung ist für den Veranstalter eine Basis der Verbesserung und Weiterentwicklung. :jubel:

Herzlichst
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operus

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44

Montag, 3. April 2017, 12:55

Die Ankündigung habe ich auch gesehen. Ob es allerdings ratsam für Clemens Bieber ist, ins schwere Fach zu wechseln, bezweifle ich.
Lieber Caruso,

da Clemens Bieber auch ein kluger Sänger ist hat er beim Rangehen an schwere Partien sehr lange gewartet. Jetzt scheint mir der Zeitpunkt gekommen, wo er einige jugendlich-heldische Partien angehen kann. Ein Siegfried oder Tristan wird er sicherlich nie werden. Bei Florestan und höchstens Siegmund, scheinen auch mir die natürlichen Grenzen zu liegen.

Herzlichst
Operus
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Caruso41

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45

Montag, 3. April 2017, 16:28

Alfred Piccaver und Hermann Jadlowker

Herzlichen Dank für den Hinweis auf Alfred Piccaver, dessen Aufnahme mich auch sehr berührt hat.
Das ist ein Lohengrin, wie man ihn heute nicht mehr erleben kann, insofern ähnlich wie Koslowski und Völker.
Weiß man, von wann diese Einspielung stammt?


Lieber JosephII!

Es freut mich sehr, dass die Aufnahme dich berührt hat. Wie herrlich muß die Stimme erst live geklungen haben, wenn sie schon auf Schellack so golden klingt! Roswaege hat geschrieben, die Stimme sei wie "purer Goldregen"!

Die Aufnahme ist übrigens von 1929.
Er hat im gleichen Jahr auch "Wenn ich im Kampfe für Dich siege" und "Das süße Lied verhallt" mit Margit Angerer aufgenommen. Natürlich auch die Abschied. Herrlich!!!!!

Ich traue mich, gleich noch einen großen Tenor aus einer noch früheren Zeit nachzuschieben:
Hermann Jadlowker mit einer Aufnahme von 1908!
Ich finde einfach großartig mit welcher Dringlichkeit er "des Ritter drum sollt Zweifel Ihr nicht hegen" singt, wie viel Ahnung in "...dann muß er von Euch ziehn" aufklingt und welch heiliges Pathos er für "Vom Gral ward ich zu Euch dahergesandt.... " mitbringt. Das ist nun wirklich ganz anders erzählt als bei Piccaver! Da sieht man, was man durch Vergleiche über ein Stück und seine Interpretationsoptionen lernen kann!



Bin gespannt, was Du zu der Aufnahme sagst und wie sie bei anderen interessierten Melomanen ankommt.

Interessant übrigens : Hermann Jadlowker (1877 bis 1953), Sohn strenggläubiger Juden, war der erste Parsifal an der Berliner Hofoper:
Es gibt ein Bild von der Aufführung, das zeigt ihn, als wäre er Christus von Bertel Thorwaldsen in Marmor gehauen! Ich finde das nur in einer Wiedergabe, die sich nicht kopieren läßt. Gehört ja auch nicht in diesen Thread!


Beste Grüße
Caruso41
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operus

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46

Montag, 3. April 2017, 17:56

Lieber Caruso,

wie schön und danke, dass Du uns immer wieder solche ausgesuchte Raritäten vorstellst.

Herzlichst
Operus
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Rheingold1876

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47

Montag, 3. April 2017, 19:17



Peter Anders
Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester
Richard Krauss
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Rheingold1876

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48

Montag, 3. April 2017, 19:20



Mario del Monaco
Orchestra dell"Accademia di Santa Cecilia Roma
Alberto Erede
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Rheingold1876

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49

Montag, 3. April 2017, 19:22



Rudolf Schock
Orchester des NWDR
Wilhelm Schüchter
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m.joho

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50

Montag, 3. April 2017, 19:53

Nachdem hier auch Exoten, wie del Monaco eingestellt werden, erlaube ich mir auch, meinen "Liebling", der (in diesem Forum) nicht sehr hoch gehandelt wird, live, in einer konzertanten Aufführung der zweiten Szene des 3. Aktes aufzuführen. Nach Völker und Konja ist er für mich die Nummer 3.. Die Konsonanten werden zwar ziemlich verwaschen, aber die Atemtechnik und der Ausdruck ist (für mich) grossartig!

Caruso41

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51

Dienstag, 4. April 2017, 08:53

Nachdem hier auch Exoten, wie del Monaco eingestellt werden, erlaube ich mir auch, meinen "Liebling", der (in diesem Forum) nicht sehr hoch gehandelt wird, live, in einer konzertanten Aufführung der zweiten Szene des 3. Aktes aufzuführen. Nach Völker und Konja ist er für mich die Nummer 3.. Die Konsonanten werden zwar ziemlich verwaschen, aber die Atemtechnik und der Ausdruck ist (für mich) grossartig!


Lieber m.joho!
Schön, dass Du Windgassen eingestellt hast. Ganz ohne Zweifel gehört er in die Championsleague der Lohengrin-Interpreten. Sein Mitschnitt aus Bayreuth mit Steber, Varnay und Uhde ist für mich eine der ganz großen Aufnahmen des Werkes!

Zum Glück gibt es sie jetzt in guer Klangqualität!



Beste Grüße

Caruso41
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Caruso41

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52

Dienstag, 4. April 2017, 09:04

Lieber Rheingold,

die Aufnahme von Peter Anders hatte ich lange nicht gehört. Das Wiederhören fand ich etwas ernüchternd! Natürlich ist die Stimme großartig und er singt auch ohne Fehl und Tadel, aber doch auch ohne poetische Phantasie und Kraft.

Bin ich ungerecht?

Beste Grüße

Caruso41
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Rheingold1876

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53

Dienstag, 4. April 2017, 09:07

Bin ich ungerecht?


Ja! ;)

Gruß Rheingold, Peter-Anders-Verehrer
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La Roche

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54

Dienstag, 4. April 2017, 14:25

Nach dem Anhören von Piccaver, Björling, Anders und Monaco bleibe ich bei meiner Reihenfolge:

1. Franz Völker
2. Sandor Konya
3. Lauritz Melchior

Aber das Ganze ist sehr, sehr eng und vom persönlichen Geschmack beeinflußt. Und morgen könnte auch schon die persönliche Stimmung anders (Anders?) entscheiden.

Herzlichst La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


Caruso41

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55

Donnerstag, 6. April 2017, 09:18

Da ich in dem Thread "Il mio tesoro" gerade Charles Kullmann mit einer Aufnahme vorgestellt habe, über die man sicher und mit gutem Grund streiten kann, möchte ich ihn gleich auch hier noch mit der Gralserzählung vorstellen. Über diese Aufnahme wird man sicher nicht streiten müssen! In einer Zeit, in der man nur die Wahl hat zwischen Jonas Kaufmann und Klaus-Florian Vogt hat, ist es besonders schön, einen Tenor zu hören, der vom Ansatz zwar lyrisch ist, aber in den Höhen wunderbar kraftvoll und hell strahlend klingt und deshalb der Partie auch das nötige heldische Profil geben kann!

Die Artikulation ist eigentlich vorbildlich - aber deshalb fallen leider einige Vokalverfärbungen und weiche Konsonanten schon auf!



Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

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Joseph II.

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56

Donnerstag, 6. April 2017, 12:24

Ich wollte mich eigentlich schon früher äußern zu Hermann Jadlowker. Die tontechnischen Beschränkungen verleiden mir diese uralten Aufnahmen leider ziemlich. Was für ein Quantensprung doch zwischen 1908 und 1929 (Piccaver) stattfand. Echte Melomanen schreckt das natürlich nicht ab.

Peter Anders kannte ich bereits (es muss noch eine weitere, schneller dirigierte und weniger überzeugende Aufnahme geben). Ich finde ihn sehr gut. Mangelnde Gestaltungskraft kann ich hier eigentlich nicht erkennen.



Von Del Monaco gibt es auch noch eine spätere Einspielung in Stereo. Leider scheitert er ziemlich offenkundig an der deutschen Diktion. Das italienische Temperament blitzt auch hie und da überdeutlich durch. Ich finde ihn bereits in der eingestellten Aufnahme von 1955 eigentlich zu reif für den Lohengrin, was noch deutlicher für die 1964er Aufnahme gilt.

Erstaunlich gut auch der oft abgewertete Rudolf Schock auf seinem stimmlichen Zenit, vielleicht ohne das letzte Fünkchen Überzeugungskraft. Über Windgassen muss man wenige Worte verlieren: Ich finde ihn auch als Lohengrin überzeugend.

Reden wir doch mal über Jonas Kaufmann.


2010


2017 (ab 2:17)
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Caruso41

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57

Donnerstag, 6. April 2017, 15:15

Lieber JosephII!

Zu Kaufmann habe ich mich indirekt ja schon geäußert, als ich Charles Kullmann vorstellte.

Von den Aufnahmen, die Du eingestellt hast, kann ich die erste nicht hören (Urheberrecht!). Das macht aber nichts, denn ich habe die Mitschnitte aus München von 2009, Bayreuth 2010 und Mailand 2012. Die Pariser Aufführung von 2017 habe ich in der Übertragung gehört.

Grundsätzlich finde ich Kaufmann in den früheren Aufnahmen schon gut, wenn mir auch die Stimme zu dunkel ist. Das mag aber Geschmacksache sein. Ganz und gar nicht Geschmacksache ist aber, dass Kaufmann in Paris 2017 nun die Stimme wirklich nie natürlich fließen läßt. Über weite Strecken regelt er sie auf ein gesäuseltes Piano runter, das beengt klingt. Zwar versucht er, dem Piano Farben zu geben, aber richtig frei und authentisch klingt das nicht sondern studiert! Wenn er dann - meist abrupt - ins Forte geht, klingt die Stimme nasal, oft sogar knödelig und gequetscht. Die Höhen haben keinen rechten Glanz, wie ihn etwa ein Charles Kullmann verströmt. Sie sind erzwungen.

Dass ihm gestalterisch manche Feinheiten gelingen, will ich nicht verschweigen. Daran kann ich mich aber nie so recht freuen, weil der natürliche Fluß einfach fehlt.

Da war - Du hast zu Recht darauf hingewiesen - der oft geschmähte Rudolf Schock einfach überzeugender: Wenigstens in den Aufnahmen von 1951(RIAS) und 1953 (NWDR)! Die Aufnahmen, die er nach 1955/56 gemacht hat, sollte man allerdings getrost vergessen!

Beste Grüße

Caruso41

PS.: Von der Tontechnik muss sich keiner abschrecken lassen, Charles Kullmann zu hören. Und wer zögert, Hermann Jadlowker zu hören, nur weil die Aufnahme noch etwas älter ist, dem ist nicht zu helfen.

Übrigens inzwischen habe ich das erwähnte Bild von Hermann Jadlowker als Parsifal in Berlin gefunden:
Sieht er da nicht aus wie Thorwaldsen Christus?

*
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

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58

Donnerstag, 6. April 2017, 16:49

Ich vermisse Meinungen zu noch lebenden und aktiven Sängern dieser Partie.


Live als Lohengrin habe ich folgende 21 Tenöre erlebt:

  • Araiza
  • Beczala
  • Botha
  • Büchner
  • Elming
  • Frey
  • Fritz
  • Heppner
  • Homrich
  • Jerusalem
  • Kaufmann
  • Seiffert
  • Skelton
  • Smith
  • Sritheran
  • Sunnegardh
  • Vinke
  • Vogt
  • Weinius
  • Winbergh
  • Wottrich



Am häufigsten habe ich Seiffert und Vogt gehört. Meine Reihenfolge lautet Seiffert (mit Abstand), Beczala, Botha.



Vor einigen Wochen hatte ich mir mal etliche Sänger auf YT mit der Gralserzählung angehört. Da schneidet zum Beispiel Heppner im Gegensatz zu meinem Live-Erlebnis sehr gut ab. Auch Björling gefällt mir sehr gut. Demnächst vielleicht mal mehr dazu.

Stimmenliebhaber

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59

Donnerstag, 6. April 2017, 17:42

Ich vermisse Meinungen zu noch lebenden und aktiven Sängern dieser Partie.


Live als Lohengrin habe ich folgende 21 Tenöre erlebt:

  • Araiza
  • Beczala
  • Botha
  • Büchner
  • Elming
  • Frey
  • Fritz
  • Heppner
  • Homrich
  • Jerusalem
  • Kaufmann
  • Seiffert
  • Skelton
  • Smith
  • Sritheran
  • Sunnegardh
  • Vinke
  • Vogt
  • Weinius
  • Winbergh
  • Wottrich



Am häufigsten habe ich Seiffert und Vogt gehört. Meine Reihenfolge lautet Seiffert (mit Abstand), Beczala, Botha.



Vor einigen Wochen hatte ich mir mal etliche Sänger auf YT mit der Gralserzählung angehört. Da schneidet zum Beispiel Heppner im Gegensatz zu meinem Live-Erlebnis sehr gut ab. Auch Björling gefällt mir sehr gut. Demnächst vielleicht mal mehr dazu.
Stig Andersen, Francisco Araiza, Johan Botha, Poul Elming, Reiner Goldberg, Ben Heppner, Horst Hoffmann, Siegfried Jerusalem, Jonas Kaufmann, Klaus König, Wolfgang Neumann, Wolfgang Schmidt, Robert Dean Smith, Peter Seiffert, Thomas Sunnegardh, Klaus Florian Vogt- das dürften die Lohengrine sein, die ich (teilweise vielfach) erlebt habe.

Meine live erlebten Lieblings-Lohengrine waren:
1. Peter Seiffert
2. Klaus König
3. Johan Botha

Zur Begündung könnte ich auch nur das wiederholen, was "Caruso41" in seinem Kullman-Beitrag zu Kaufmann und Vogt geschrieben hat.

Trotzdem war Vogt bei meinem einen Lohengrin-Live-Erlebnis so überzeugend, dass ich ihn beinahe auf Platz 4 setzen würde.

(Die mäßigen hießen Andersen, Elming, Hoffmann, Jerusalem und W. Neumann. Danach müsste ich fast schon bei Kaufmann weitermachen...)
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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operus

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60

Donnerstag, 6. April 2017, 17:51

Ein respektabler Lohengrin, der noch nicht genannt wurde, war Fritz Uhl zumindest in seinen besten Jahren. Ich habe ihn live gehört und auch über ihn geschrieben. Das war eine Stimme, die damals durchaus noch lyrischen Schmelz hatte, gepaart mit jugendlich heldischer Strahlkraft. Ein kultivierter Sänger und guter Gestalter war Uhl in vielen seiner Wagner-Partien. Alles Voraussetzungen, dass man seinen Schwanenritter nicht vergessen sollte.

Herzlichst
Operus
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