Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Don_Gaiferos

Prägender Forenuser

  • »Don_Gaiferos« ist männlich
  • »Don_Gaiferos« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 282

Registrierungsdatum: 4. Juni 2013

1

Mittwoch, 25. Januar 2017, 23:39

Georg Philipp Telemann: Kammermusik ohne basso continuo (TWV 40)

Tausendsassa Telemann hat in seinem riesigen Oeuvre in der Abteilung Kammermusik auch Werke für Soloinstrumente verfasst, als da wären:


TWV40 – Kammermusik ohne basso continuo

12 Fantasien für Solo Flöte, TWV 40: 2–13
12 Fantasien für Solo Violine, TWV 40: 14–25
Sechs Sonaten ohne Bass, TWV 40: 101–106
Sechs kanonische Sonaten, TWV 40: 118-123
Konzerte für Vier Violinen, TWV 40: 201–204

Mir ist, befeuert durch meine in jüngster Zeit auflodernde Telemann-Begeisterung, folgende CD beim Wühlen im privaten Schall-Archiv in die Hände gefallen:
Also, ich gehe davon aus, dass es sich um dieselbe CD handelt, die auch mir vorliegt: mein Exemplar wurde beim Label Denon gefertigt, die Abbildung zeigt wohl eine Neuauflage -- ich nehme eher nicht an, dass Heinz Holliger diese Werke mehrfach eingespielt hat. Meine Aufnahme datiert von 1979 und wurde in Japan aufgezeichnet - bemerkenswerterweise damals schon voll digital, und tatsächlich ist das Klangbild sehr rein und klar, da bleiben keine Wünsche offen. Die Fantasien für Oboe, die hier zu hören sind, wurden eigentlich für die Flöte geschrieben. Lange Zeit schlummerte diese Aufnahme ungehört in meinen Beständen, ich hegte insgeheim die Befürchtung, mich wohl beim Anhören dieser Stücke für Soloinstrument langweilen zu können -- jedoch weit gefehlt. Die Stücke sind sehr charakteristisch und originell und sind alles andere als monochrom. Sie spiegeln eine große Palette von Stimmungen und Emotionen wieder und sind sehr hörenswert. Dass Heinz Holliger ein Meister auf seinem Instrument und ein herausragender Musiker ist, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung. Alles in allem ergo eine sehr hörenswerte CD, die eine interessante Facette des Komponisten Telemann als Komponist für Kammermusik zutage treten lässt.

Nun denn, Freunde der Kammermusik - mit welchen der obigen Werke seid ihr vertraut? Oder habt sie schon einmal im Konzert gehört - oder gar selbst gespielt?

dr.pingel

Prägender Forenuser

  • »dr.pingel« ist männlich

Beiträge: 4 299

Registrierungsdatum: 29. Juni 2009

2

Donnerstag, 26. Januar 2017, 12:21

Im Telemann-thread findet sich ein Hinweis von mir auf Werke, die sich Konzert für 4 Violinen ohne Bass nennen. Ob eines davon dabei ist, was du hier oben nennst, müsste sich anhand des Werkverzeichnisses feststellen lassen.
Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 19 210

Registrierungsdatum: 9. August 2004

3

Sonntag, 28. Oktober 2018, 17:22

TELEMANN Georg Philipp:12 Fantasien für Solovioline TW 40 Nr 14-25

Heute habe ich mir die angezeigte Aufnahmen mit 12 Fantasien für Solovioline TW 40 Nr 14-25 angehört. Es hat einige Minuten gedauert, bis ich mich eingehört hatte, die Violine erschien mir zu grell. Ein Dreh am Klang. und am Lautstärkeregeler brachte das in Ordnung. Irgensiw hatte ich die Befürchtung 71 Minuten Violine Solo könnten eintönig werden, dem war aber nicht so. Es war ein völlig enspanntes hören und ich bewunderte Telemann, wie abwechslungsreich er die Stücke gestaltete, die eigentlich gar nicht für den Kontertsaal gedacht waren, sondern als Hausmusik , als Lehr und Übungsstücke. Deshalb sind sie auch bewusst spieltechnisch einfacher gestaltet als die Vergleichswerke von Johann Sebastian Bach. Im Harenberg Kammermusikführer gibt es dazu, die Bemerkung, daß es aus diesem Grunde auch kaum Einspielungen davon gäbe. Diese Bemerkung ist nun aber schon obsolet, wie das vorhandene Angebot zeigt. Ich selbst habe die Stücke in der Aufnahme mit Federice Guglielmo (für BRILLIANT CLASSICS) gehört.
Eine weitere Notiz im Kammermusikführer (1998) ist ebenfalls überholt, nämlich jene, welche sich auf die verlorenen "12 Fantasien für Viola da Gamba" bezieht, von der man lediglich wusste, daß es sie gibt, weil durch ein Versehen das entprechende Titelblatt auf ein anderes Werk geheftet worden war.

Diese Fantasien wurden inzwischen wieder entdeckt
https://www.telemann.org/telemann-zentrum/news/109.html
und es gibt bereits EINIGE Aufnahmen davon.....

mfg aus Wien
Alfred

MIT ARBEIT VERSAUT MAN SICH DIE GANZE FREIZEIT