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Don_Gaiferos

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  • »Don_Gaiferos« ist männlich
  • »Don_Gaiferos« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 276

Registrierungsdatum: 4. Juni 2013

1

Samstag, 21. Januar 2017, 15:50

MOZART Wolfgang Amadeus: Klavierkonzert Nr 13 in C-dur KV 415

Dieses Konzert wurde 1782/1783 komponiert. Zusammen mit den beiden vorhergehenden Klavierkonzerten waren es die ersten Klavierkonzerte, die in Wie komponiert wurden. Sie zielten darauf ab, sowohl dem Amateur als auch dem versierten Musikexperten Interessantes zu bieten, in Mozarts Worten:

„Die Concerten sind eben das Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht. Sie sind sehr brillant – angenehm in die Ohren – natürlich ohne in das Leere zu fallen. Hie und da können auch Kenner allein Satisfaction erhalten – doch so – dass die Nichtkenner damit zufrieden sagen müssen, ohne zu wissen warum.“

Die Sätze sind:

1. Allegro

Die Melodie schwingt sich gleich zu Beginn, von den Streichern getragen, immer höher auf, wirkt dabei ungemein feierlich, erhaben und majestätisch, dennoch aber feinsinnig und elegant; mich hat es an die Jupitersinfonie erinnert. Unmittelbar darauf, im harten Kontrast, hält die Musik inne, ebbt ab, kehr sich nach innen, um dann mit neuem Schwung wieder aufzusteigen. Der einsetzende Klavierpart ist graziös, mit flinken, behenden, lang ausschweifenden Läufen.

2. Andante

Der langsame Satz ist ungeheuer exquisit, sehr schlicht, voller Behutsamkeit und Zartheit, sehr anrührend und feinsinnig.

3. Allegro
Der Schlusssatz ist ein Wechselbad aus energischen, temperamentvollen Ausbrüchen, die von nachdenklichen, melancholischen Einschüben abgelöst werden...wunderschön auch dieser Satz.

Im Moment höre ich sehr gerne diese glanzvolle Einspielung, die mit dem historisch inspirierten Instrumentarium einen sehr feinen, warmen, detail- und nuancenreichen Klang erzeugt.



Eine ganz besonders hörenswerte CD ist auch diese hier, wobei ein moderner Flügel und lediglich Streicher zum Einsatz kommen:



Es gäbe noch weitere Aufnahmen zu nennen, glücklicherweise besteht da ja kein Mangel - aber jetzt seid erst einmal Ihr dran:

Wie steht Ihr zu dieser Komposition? Hört Ihr sie oft und gerne, oder eher selten? Welche Einspielung favorisiert Ihr?

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 504

Registrierungsdatum: 12. August 2005

2

Samstag, 21. Januar 2017, 17:23

Für die Konzerte KV 413-15 (evtl. auch noch 449?) hat Mozart "offiziell" erlaubt, dass sie ggf. auch ohne Bläser aufgeführt werden können. Ich habe sie allerdings noch nicht in solchen Versionen gehört und gerade das vorliegende Werk, das als einziges von denen sogar Trompeten/Pauken hat, dürfte gegenüber den ohnehin kammermusikalischeren Vorgängern ohne Bläser doch etwas an Wirkung verlieren.

Das Stück hat es nachvollziehbarerweise ein bißchen schwer gegen die grandiosen C-Dur-Konzerte KV 467 und 503. (Aufgrund der marschartigen Themen in den Kopfsätzen, die diese Werke mit KV 451, 453, 456, 459 teilen, wobei die Themen manchmal zum Verwechseln ähnlich sind, ähnelt es diesen großen Werken vielleicht zu sehr, als dass es sich einen eigenen Platz im Repertoireverteidigen könnte - aus der Dreiergruppe ist meinem Eindruck nach KV 414 das beliebteste Werk.) Die durchaus originelle Idee mit den langsamen Einschüben im Finale hatte Mozart eben schon überzeugender in dem unglaublichen KV 271 gebracht. Ungeachtet dessen ist es natürlich ein sehr gutes Stück, vielleicht ein bißchen unpersönlich gegenüber den späteren Meisterwerken. Unfair, es deswegen zurückzusetzen, aber die Konkurrenz bei Klavierkonzerten (selbst nur bei Mozart) ist eben riesig.