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Dr. Holger Kaletha

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61

Donnerstag, 23. März 2017, 15:28


... wäre für mich kein Problem, denn ich hätte keine Karte gekauft! Er hat halt das Pech, dass ich ihm die hübsche chinesische Dame Yuja Wang bei weitem vorziehe. Vor allem kann die (im Unterschied zu ihm) wirklich Beethoven und Chopin spielen... :D

MSchenk

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62

Samstag, 22. April 2017, 10:15

mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

MSchenk

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63

Mittwoch, 3. Mai 2017, 11:20

Der Mai ist gekommen und ganz langsam neigt sich meine erste Elbphilharmonie-Saison dem Ende entgegen. Immerhin stehen bis Mitte Juni mit den Gurreliedern, dem Rheingold und schließlich Bruckners Symphonie Nr.5 B-Dur noch drei Konzerte auf dem Programm und über das zuletzt am vergangenen Freitag, den 28.Mai 2017 besuchte möchte ich hier berichten:

G.Mahler, Symphonie Nr.8 Es-Dur "Symphonie der Tausend"

Sarah Wegener, Jacquelyn Wagner, Heather Engbretson (Sopran)
Daniela Sindram, Dorottya Láng (Alt)
Burkhard Fritz (Tenor)
Kartal Karagedik (Bariton)
Wilhelm Schwinghammer (Baß)

Staatschor Latvija
Chor der Staatsoper Hamburg
Hamburger Alsterspatzen
Philharmonisches Staatsorchester unter der Leitung von Eliahu Inbal

Lichtskulptur rosalie

(Bereich 16/Z, Reihe 1, Platz 10)

Wenn meine an anderer Stelle aufgestellte Behauptung, dass "selbst der regelmäßige Konzertbesucher vermutlich höchstens ein- oder zweimal im Leben in den Genuß kommen [wird], dieses Werk live zu erleben", als richtig erweisen sollte, hätte ich mit diesem Konzert also mein (Lebens-)Pensum erreicht ... Aber dann hat es sich immerhin gelohnt:

Ein Vergleich zur damaligen Aufführung am 20.05.2011 mit dem NDR-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach ist praktisch nicht möglich; zu groß ist doch der Unterschied zwischen dem Event in einer Sportarena und dem Symphonie-Konzert in einem entsprechenden Saal. Und so muss - ohne dabei das Event kleinreden zu wollen - einfach festgestellt werden, dass die Elbphilharmonie, wie es scheint, geradezu für Mahlers 8te gebaut wurde. Allein das akustische Erlebnis, das Klangbild ist hier selbst an den lautesten Stellen immer noch äußerst angenehm und transparent. An keiner Stelle hate ich den Eindruck, der Saal würde auch nur Gefahr laufen zu "übersteueren".
Das siebenköpfige Solisten-Ensemble wurde, wie es inzwischen in der Elbphilharmonie die Regel ist, hinter dem Orchester platziert, Fernorchester und Heather Engbretson als Mater gloriosa wiederum waren auf halber Höhe im Bereich 15Q platziert. Allgemein sangen die Damen stärker, als die Herren; so hatte insbsondere Burkhard Fritz (Doctor marianus) mit einem etwas "schwachbrüstigen" Tenor Probleme, vernehmlich bis zu meinem Sitzplatz durchzudringen (hier würde ich gerne einmal KVF mit dem ausrufenden "Blicket auf!" hören, welches m.E. sehr zu seinem silbrigen Ton passen sollte). Ebenso etwas schwächer Wilhelm Schwinghammer in der Partie des Pater profundus - auch eher nach meinen Erfahrungen stimmlich nicht immer "die Bank", sondern häufiger lediglich solide. Mit großem Ton und langem Atem hingegen Karagediks Pater ecstaticus. Auf der anderen Seite wirklich berückend schön gesungen hat z.B. Jacquelyn Wagner, die am Ende des ersten Teils ("Gloria Patri Domino") stimmlich über dem gesamten Orchester und Chor zu schweben schien.
Als großes Glück erwies sich auch, dass für den kurzfristig erkrankten Kent Nagano kein geringerer, als der inzwischen 81jährige Mahler-Exeget Eliahu Inbal gewonnen werden konnte. Mit präziser und erstaunlich agiler Hand leitete er Chor und Orchester, wobei er ein recht zügiges Tempo anschlug - was allerdings auch die Frage aufwirft, ob man ein Werk, wie dieses in der Elbphilharmonie auch langsamer, romantischer nehmen kann, ohne dabei aufgrund der recht kurzen Nachhallzeit nach den großen Steigerungswellen in akustische "Löcher" zu fallen. Am überzeugendsten gelang ihm neben dem großen Chorus mysticus am Schluß der Symphonie sicher der Beginn des zweiten Teils (Poco adagio) mit dem geradezu disparat angelegten Eingangschor "Waldung, sie schwankt heran".

Unterlegt oder besser überbaut war die Aufführung mit einer Installation der Lichtkünstlerin rosalie. So hingen sieben große Panele von der Decke herab, welche sich abwechselnd verschiedenfarbig in Wellenform illuminiert präsentierten. Tatsächlich war ich jedoch durch die musikalische Darbietung so sehr gebannt, dass mich dieses Lichtspiel zwar nicht gestört, aber auch nicht wirklich erreicht hat.
mfG Michael

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La Roche

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64

Mittwoch, 3. Mai 2017, 14:18

Neid, geh weg!! Man muß auch gönnen können. Ich gönne Dir dieses Erlebnis, aber der Neid bleibt.

Und dann noch die Gurrelieder (hoffentlich dann nicht mit Fritz, denn bei Schönberg hat es der Tenor noch schwerer als bei Mahler!).

Herzlichst La Roche

MSchenk

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65

Mittwoch, 3. Mai 2017, 14:36

Neid, geh weg!! Man muß auch gönnen können. Ich gönne Dir dieses Erlebnis, aber der Neid bleibt.
Tröste Dich! Da inzwischen wirklich jeder Vierländer Bauer :untertauch: geschnallt hat, das die Elbphilharmonie fertig geworden ist, rechne ich mit massiven Problemen, in der nächsten Saison noch an Karten zu kommen. Andererseits wird nach dieser wirklich fulminanten ersten Saison auch deutlich einen Gang zurückgeschaltet und echte Highlights sind rarer gesät, so dass ich mich im Zweifel auch gerne wieder mehr in der Oper und bei Tates Symphonikern in der Musikhalle tummeln werde. Immerhin, und dies zeichnet sich auch in vielen privaten Gesprächen ab, will jeder mal in den Großen Saal - vollkommen egal, wer da was spielt, notfalls kann man ja zur Pause gehen ... ?(


Und dann noch die Gurrelieder (hoffentlich dann nicht mit Fritz, denn bei Schönberg hat es der Tenor noch schwerer als bei Mahler!).
Mal schauen, angekündigt ist Torsten Kerl. Aber auch hier "stechen" eher die Damen mit Dorothea Röschmann (Tove), Claudia Mahnke (Waldtaube) und Anja Silja(!) als Sprecherin (siehe hier). Ich werde berichten :hello:
mfG Michael

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MSchenk

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66

Freitag, 19. Mai 2017, 20:16

Ein weiterer Bericht über einen Besuch eines Taminos (Danke an Ralf Beck!) in der Elbphilharmonie: Ariodante (Händel), Elbphilharmonie, 14.05.17
mfG Michael

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La Roche

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Samstag, 20. Mai 2017, 10:19

Mal schauen, angekündigt ist Torsten Kerl. Aber auch hier "stechen" eher die Damen mit Dorothea Röschmann (Tove), Claudia Mahnke (Waldtaube) und Anja Silja(!) als Sprecherin (siehe hier). Ich werde berichten
Gut. Aber die Damen haben ja zusammen nicht so viel zu tun wie der Tenor alleine. Torsten Kerl wird das hoffentlich schon stemmen.

Herzlichst La Roche

MSchenk

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68

Montag, 22. Mai 2017, 21:17

Ungeplanter "Zwischenstopp" in der Elbphilharmonie!

J.Sibelius, Symphonische Dichtung "Tapiola" op.112 & C.Nielsen, Symphonie Nr.4 op.29 "Det Uudslukkelige"

NDR Elbphilharmonieorchester unter der Leitung von Hannu Lintu

(Bereich 16/Y, Reihe 2, Platz 7)

Ursprünglich sollte Christoph von Dohnányi, ehemaliger Chefdririgent des NDR-Sinfonieorchesters, die Mai-Abonnement-Konzerte, sowie das zusätzlich unter dem Label Klassik Kompakt firmierende Ein-Stunden-Konzert am vergangenen Sonntag leiten. Programmiert war Anton Bruckners "Romantische" Symphonie Nr.4 Es-Dur - allerdings nicht auf meinem Programm. Nachdem jedoch in Hamburg anscheinend die "Dirigenten-Pest" grassiert (Mahlers Sinfonie der Tausend mit Inbal für Nagano und kommenden Freitag Wagners Rheingold (konzertant) unter Janowski(!) für Hengelbrock), "musste" der finnische Dirigent Hannu "The Grinch" Lintu (seit 2013 als Nachfolger Sakari Oramos Chefdirigent des Finnischen RSO) einspringen (Interview: Nachgefragt: Dirigent Hannu Lintu (zuletzt aufgerufen am 22.05.2017)).

Wie gesagt hatte ich weder das reguläre Abonnements-Konzert, noch das Zusatzkonzert in meiner Planung, doch andererseits steht Lintu nach einigen auf arte-concert verfolgten Übertragungen schon seit einiger Zeit auf meiner "Will ich mal live sehen!"-Liste. Jetzt mögen manche lachen, da die Konzerte ja in der inzwischen sprichwörtlich ausverkauften Elbphilharmonie stattfinden sollten, aber tatsächlich kommt es durchaus häufiger vor, dass insbesondere der NDR kurz vor den Terminen vereinzelte Karten (vermutlich aus Anrechts-Rückläufern und/oder Pressekontingenten) in den Verkauf gibt. Also einfach mal geschaut und - zur Freude der ganzen Familie - vier Karten (günstigste Kategorie) für das "Kompakt"-Konzert gesichert. Gegenüber dem "Großen" Konzert fehlte nur Bergs Violinkonzert (Solist: Vadim Gluzman).

Was soll man schreiben? - Auch, wenn es schon fast etwas langweilig anmuten mag, aber auch an diesem Abend überzeugte der Saal durch seine sicher spezielle, aber m.E. hervorragende Akkustik: Insbesondere das "Paukenduell" im letzten Satz der Nielsen-Symphonie kam zumindest auf unseren Plätzen in höchster Höhe vollkommen transparent, ja geradezu "glasklar" an. Wie immer beeindruckte der Solo-Paukist des NDR Elbphilharmonie Orchesters Stephan Cürlis an seinem Instrument (leider fehlt im Programmheft die Spiel-Besetzung, so dass ich den zweiten Paukisten nicht benennen kann). Aber auch z.B. Christopher Franzius wusste seine Solo-Cello-Passage perfekt zu meistern. Der Interpretation beider Werke war deutlich anzumerken, wie sehr sich Lintu in diesem Bereich zuhause fühlt. So bleibt zu hoffen, dass diese Premiere - Orchester und Dirigent hatten zuvor m.W. noch keine gemeinsamen Konterte - demnächst eine Fortsetzung findet.
mfG Michael

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