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dr.pingel

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Freitag, 21. Oktober 2016, 18:41

Bellezza

Auf dieses Thema bin ich durch Caruso gekommen, der diesen wunderbaren Auftritt von Anna Lucia Richter in Mahlers 8. vorgestellt hat (im Thread Neue Stimmen). Er hat mich auch ermuntert, dieses Thema hier zu starten.
Da dachte ich daran, was dieser optisch wie musikalisch gelungene Auftritt in uns auslöst: es ist die pure Schönheit der Musik, bei der man jede Kritik ausschaltet und nur genießt. Allerdings setzt das eine makellose Interpretation voraus. Ich denke, jeder von uns kennt das. Definieren und theoretisch eingrenzen kann ich das nicht, denn ich handle nach dem Motto "Wenn ich einen Elefanten sehe, weiß ich, dass das ein Elefant ist!"

Zwei Bitten: vielleicht immer nur 1 Beitrag und einen Link zu YouTube.

Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste (M.Brzoska, dt. Aphoristiker)

dr.pingel

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Freitag, 21. Oktober 2016, 20:34

Die silberne Rose

Diana Damrau und Joyce diDonato

Der Mensch hat drei Wege, klug zu handeln. Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste (M.Brzoska, dt. Aphoristiker)

Bertarido

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Freitag, 21. Oktober 2016, 22:42

es ist die pure Schönheit der Musik, bei der man jede Kritik ausschaltet und nur genießt. [...] Ich denke, jeder von uns kennt das.

Ein schönes Thema, lieber Dottore. Ja, jeder Musikliebhaber kennt wohl diese Momente der Verzückung, der Ekstase, des Ertrinkens in Schönheit. Auch wenn sicher nicht für jeden die gleiche Musik ein solches Erlebnis bewirkt. Ich könnte hier vieles nennen. Zu der Musik, die mir als erstes in den Sinn kommt, gehört Thomas Tallis' wundervolle Motette "Spem in alium", ein Meisterwerk der Polyphonie. Ich hatte kürzlich wieder einmal die Gelegenheit, einer Aufführung beizuwohnen. Einen YouTube-Link anzugeben, erscheint mir fast wie ein Sakrileg, kommt es doch hier auf eine nicht nur interpretatorisch, sondern auch akustisch perfekte Wiedergabe an. Aber ich tue es dennoch. Auf meiner (bislang) liebsten Einspielung singt die Oxford Camerata unter Jeremy Summerly. Ich habe das Glück, diese Aufnahme als DVD-Audio zu besitzen, der Surround-Sound ist hier ein gewaltiger Pluspunkt. Aber am besten hört man das Werk live.




dr.pingel

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4

Freitag, 21. Oktober 2016, 23:48

Ich war verblüfft, lieber Bertarido, dass deine Aufnahme von "Spem in alium" die mit der Oxford Camerata unter Jeremy Summerly war. Ich kenne viele Aufnahmen dieses grandiosen Stücks, aber in keiner war die Wucht und die Differenzierung so groß wie bei dieser. Außerdem ist das fast die einzige Aufnahme, in der die Dissonanzen so deutlich zu hören sind. Und inzwischen brauche ich dir auch nicht zu erzählen, wie oft ich sie gehört habe. Du hast natürlich Recht, dass das nichts für YouTube ist. Dass es eine DVD gibt, war mir neu. Die werde ich mir zulegen.
Genauso großartig sind die Lamentationes Jeremiae von Tallis; hier gibt es eine Menge von guten Aufnahmen, besonders im englischen Kulturkreis. Die Chöre, besonders die Knabenchöre, wachsen damit auf, wie etwa unser schmerzlich vermisster gombert. Ich habe diese Motette drei Mal gesungen, zwei Mal im Alt, einmal im Tenor. Das gehört zu meinen stärksten Singeerlebnissen überhaupt.
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Bertarido

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5

Freitag, 21. Oktober 2016, 23:58

Ich habe diese Motette drei Mal gesungen, zwei Mal im Alt, einmal im Tenor. Das gehört zu meinen stärksten Singeerlebnissen überhaupt.
Darum beneide ich Dich. Ich kann leider überhaupt nicht singen. :(


Dass es eine DVD gibt, war mir neu. Die werde ich mir zulegen.
Das ist eine DVD-Audio, d.h. da ist kein Video drauf, sondern nur Audio im 5.1-Format (und ein paar Standbilder). Das lohnt sich nur, wenn Du Surround-Boxen hast.

dr.pingel

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6

Montag, 24. Oktober 2016, 20:49



Das Terzett aller Terzette bei den Bässen dürfte das Don Giovanni-Finale (Don Giovanni, Leporello, Komtur) sein. Das Terzett aller Terzette (dem noch ein Duett folgt) bei den Damen ist hier.
Es handelt sich um den Salzburger Rosenkavalier 2004, Adrianne Pieczonka, Angelika Kirchschlager und Miah Persson. Franz Hawlata als Ochs hat hier natürlich nix zu suchen. Dirigent ist Semyon Bychkow.
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Montag, 24. Oktober 2016, 21:04

Ich werd jetzt in die Kirchn gehn

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Dienstag, 25. Oktober 2016, 21:44

Liebst du um Schönheit

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9

Dienstag, 25. Oktober 2016, 21:59



Lascia la spina
Véronique Gens
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Mittwoch, 16. November 2016, 18:51

Giasone von Cavalli - Einleitungsszene

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11

Mittwoch, 16. November 2016, 18:59

Delizie contente mit Michael Chance

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12

Mittwoch, 16. November 2016, 19:22

Oblivion soave



Diese Arie aus Monteverdis Poppea gehört zu den schönsten Arien, die je geschrieben wurden. In Düsseldorf wurde diese Arie immer von Oralia Dominguez gesungen (Holger hat das auch gehört). Aber in der damaligen Oper wird die Nutrice stets von einem kräftigen Mann gesungen, der als Frau ausstaffiert ist und sehr hoch im Falsett singen muss. Ich muss noch rauskriegen, wer die beiden Sänger hier sind; für mich ist es die beste Aufnahme dieses Stücks, das ich kenne.
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Donnerstag, 17. November 2016, 11:46

Pur ti miro - Nero und Poppäa




Philippe Jaroussky und Nuria Rial
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14

Donnerstag, 17. November 2016, 11:51

Nuria Rial als Calisto - piante ombrose

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15

Donnerstag, 17. November 2016, 12:09



Hana Blazikova, L`Arpeggiata unter Christina Pluhar
Cavalli, L´Ormindo
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16

Donnerstag, 17. November 2016, 12:25

Schütz, Selig sind die Toten (Geistliche Chormusik, 1648)



Cambridge Singers unter John Rutter (direkt zum Mitsingen)
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17

Donnerstag, 17. November 2016, 20:33

Palestrina von Pfitzner, Ouvertüre 1. Akt, Berliner Philharmoniker



Eine der schönsten Ouvertüren der Operngeschichte!
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18

Donnerstag, 17. November 2016, 21:17

Het sluwe vosje



Hier folgt nun ein kühnes Unterfangen: eine ganze Oper! Da kann es sich natürlich nur um eine Janacek-Oper handeln: "Het slowe vosje" von Janacek, in einer bemerkenswerten Produktion der Amsterdamer Oper. Modernes Theater aber kein Regietheater, sängerisch, vom Bühnenbild und vom Orchester eine überragende Aufnahme. Wie schön, dass es das noch gibt. Und doppelt schön, dass ein gewisser Marthaler das noch nicht entdeckt hat.
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19

Freitag, 18. November 2016, 21:01

Die tote Stadt



Mariettas Lied; Angela Denoke, Torsten Kerl
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Freitag, 18. November 2016, 21:13

Tote Stadt - Schlussszene

O Freund, ich werde sie nicht wiedersehn - Torsten Kerl

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21

Freitag, 18. November 2016, 21:45

L´ho perduta - Arie der Barbarina

Für mich die schönste Arie, die Mozart geschrieben hat, die Arie der Barbarina im letzten Bild von Figaros Hochzeit. Die Mischung von sordinierten Geigen und einer reinen Mädchenstimme ist unwiderstehlich.

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Freitag, 18. November 2016, 22:08

Urlicht

Maureen Forrester, Leonard Bernstein

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23

Freitag, 18. November 2016, 22:27

O mio babbino caro

Auch wenn es, wie hier, von etlichen Mutti-Registertonnen gesungen wird, klingt die Caballé doch naiver und kindlicher als etwa Maria Callas, die daraus einen Riesenauftritt macht. Mein All-time-favourite, sowohl vom Aussehen wie vom Gesang, ist Anke Krabbe von der Rheinoper.
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24

Samstag, 19. November 2016, 08:28

Lieber Dr. Pingel,

es sind wirklich ausgesucht schöne Beispiele, die Du für Bellezza eingestellt hast. Danke für den Genuss.

Beim Urlicht habe ich Zweifel, ob es wirklich Maureen Forrester ist, die unter Bernstein singt. Ich würde eher annehmen, dass es sich um Janet Baker handelt. Einen Beleg habe ich dafür allerdings nicht.


Liebe Grüße

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25

Samstag, 19. November 2016, 10:11

Hallo!

Ich gestehe, heute erstmals in diesen Thread hinein geschaut zu haben. Und was ich sehe und höre ist ausgesprochen stimmungsvoll und beeindruckend. Bislang sind keine Lieder mit Klavierbegleitung eingestellt, dennoch ist es hoffentlich passend:

L´heure exquise von Reynaldo Han in der Interpretation von Philippe Jaroussky



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

musikwanderer

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26

Samstag, 19. November 2016, 10:29

Beim Urlicht habe ich Zweifel, ob es wirklich Maureen Forrester ist, die unter Bernstein singt.

Das ging mir genau so. Ich könnte mir ebenfalls vorstellen, dass es Dame Janet Baker ist. Mein erster Gedanke war aber ein ganz anderer: Ich dachte an die junge Beatrix aus dem Hause Oranien...

:untertauch:
.

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dr.pingel

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27

Samstag, 19. November 2016, 12:56

Lieber Dr. Pingel,

es sind wirklich ausgesucht schöne Beispiele, die Du für Bellezza eingestellt hast. Danke für den Genuss.

Beim Urlicht habe ich Zweifel, ob es wirklich Maureen Forrester ist, die unter Bernstein singt. Ich würde eher annehmen, dass es sich um Janet Baker handelt. Einen Beleg habe ich dafür allerdings nicht.


Liebe Grüße

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Danke für die Korrektur, du hast vollkommen Recht, es ist Janet Baker!
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Samstag, 19. November 2016, 13:02

Kunstlied

Das Kunstlied ist nicht so meine Stärke, aber ich kenne natürlich sehr viel, besonders von Mahler. Dafür hat Helmut Hofmann ja gesorgt. Wer immer ein solches Lied hier einstellen will, nur zu! Der Reynaldo Hahn war schon ein sehr schönes Beispiel.
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Samstag, 19. November 2016, 15:58

O Mensch!

Dies ist natürlich das Pendant zum Urlicht: Nietzsches Gedicht in Mahler 3. Sinfonie, hier ausgeführt von Waltraut Meier und dem HR-Sinfonieorchester unter Paavo Järvi. Das Video stammt von 2009, nach meiner Einschätzung ist das aufgenommen worden im Kloster Eberbach.

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Alfred_Schmidt

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30

Sonntag, 20. November 2016, 13:46

Ich bin neu hier (in diesem Thread) und habe in einem Parallelthread gelesen, daß hier in Zukunft nur Musik ab 1700 eingestellt werden soll. Ich habe hier ein patriotisches englisches Lied ausgewählt, das allerdings aus der Masque (einer Abart der Oper) "Alfred" stammt. Der Komponist ist Thomas Arne (1710-1778)



Es gibt zahlreiche Versionen, Interpretationen und sogar zumindest eine Parodie zu diesem Stück

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix