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dr.pingel

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Dienstag, 7. Februar 2017, 21:17

Schlummert ein, ihr matten Augen

Diese Arie aus der Bachkantate "Ich habe genug" ist eine der besten und schönsten Arien, die Bach geschrieben hat, und deren gibt es ja etliche. Ich habe sie zum ersten Mal gehört bei der Trauerfeier eines Freundes für seine verstorbene Frau; wir waren alle sehr ergriffen.
Die Arie stammt aus der Kantate "Ich habe genug" für Bass, Oboe und Orchester, BWV 82. Es gibt auch eine Fassung für Sopran und Continuo (BWV 82a), die auch das vorangegangene Rezitativ enthält und Aufnahme im Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach fand, der zweiten Frau Bachs (etwa 1730). Es gibt über hundert Aufnahmen, auch bei YouTube hat man eine reiche Auswahl. Auf der neuen Bach-CD von Nuria Rial mit dem Baseler Kammerorchester unter Julia Schröder ist diese Arie auch drauf, und es ist eine der schönsten Versionen. Auf YouTube fand ich sie nicht, daher nehme ich Andreas Scholl, der immer eine sichere Bank ist.

Alle Kinder können Theater spielen. Für einen Baum oder ein Schwein reicht es immer (Dr. Pingel´s Theaterpädagogik, Band 1, S.655)

dr.pingel

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Freitag, 10. Februar 2017, 20:55



Den 5. Satz des deutschen Requiems hat Brahms nach dem Tode seiner Mutter nachkomponiert; damit setzt er dem ohnehin schon bedeutenden Requiem noch ein weiteres Glanzlicht. Es gibt eine Menge von guten Aufnahmen. Ich bin immer erstaunt, wie das Tempo je nach Dirigent sich unterscheidet.
Dieses Stück ist eines der schönsten für lyrischen Sopran, es ist kein Opernstück. Dafür habe ich ein Beispiel im Thema "YouFail". Da singt - Jessye Norman.
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Bertarido

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Freitag, 10. Februar 2017, 23:46

Ich bin immer wieder hingerissen von der Schönheit der Musik Monteverdis. Gerade verklangen bei mir die letzten Takte des Mitschnitts von "L' incoronazione di Poppea" aus dem Teatro Real unter Leitung von William Christie. Ein Liebesduett muss ich hier einstellen, denn es ist Bellezza pur. Bei der wunderschönen Musik vergisst man fast, wie unsympathisch dieses Liebespaar eigentlich ist. Und nicht nur die Musik ist schön, auch der Text ist hier voller Poesie:

Nerone e Poppea

Né più s’interporrà noia o dimora.
Cor nel petto non ho:
me’l rubasti sì, sì,
dal sen me lo rapì
de’ tuo’ begli occhi il lucido sereno,
per te, ben mio, non ho più core in seno.
Stringerò tra le braccia innamorate,
chi mi trafisse, ohimè!
Non interrotte avrò l’ore beate.
Se son perduto/a in te,
in te mi cercherò,
in te mi troverò,
e tornerò a riperdermi, ben mio,
che sempre in te perduto/a mi troverò,
in te perduto/a esser vogl’io.

Das eigentliche Duett beginnt bei 4:25:


dr.pingel

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Samstag, 11. Februar 2017, 11:44

Seit fast 50 Jahren höre ich Monteverdi und kann auch gar nicht genug davon bekommen. Die Aufnahme hier kannte ich nicht, das wird sich ändern. Stimmlich wie vor allem auch darstellerisch ist großartig. Mir fällt übrigens auf, dass ich bei vier Komponisten mein Prinzip "Ich sammle Musik und keine Interpretationen" aufgebe: Schütz, Monteverdi, Cavalli und Janacek. Außerdem freue ich mich immer wieder über deine Unterstützung, lieber Bertarido.
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Bertarido

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Samstag, 11. Februar 2017, 12:11

Die Aufnahme hier kannte ich nicht, das wird sich ändern. Stimmlich wie vor allem auch darstellerisch ist großartig

Lieber dottore, Mitschnitte aller drei Monteverdi-Opern mit Christie und Les Arts Florissant aus dem Teatro Real Madrid sind auf DVD erschienen. Regisseur ist jedes Mal Pier Luigi Pizzi, der die Stücke gemäßigt modern in Szene gesetzt hat. Am wenigsten gefällt mir davon der "Orfeo", am meisten der "Ulisse", der inzwischen meine Lieblingsaufnahme ist. Daraus auch zwei sehr schöne Ausschnitte:



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Sonntag, 12. Februar 2017, 18:41

Schumann Nänie: Schlummere, schlummere, lieb Vögelein



Dies ist einer der ergreifenden Frauenchöre, die Schumann geschrieben hat und die wir auch gesungen haben (natürlich nur die Frauen). Positiv an dieser Aufnahme sind die jungen Stimmen, negativ, dass sowohl Chor und besonders das Klavier zu laut sind. Geht man auf "Mehr anzeigen", erscheint der Text.
Eine Durchsicht bei YouTube zeigt, dass das Einfache so schwer zu machen ist. Ein Negativbeispiel findet ihr auf YouTube.
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Dienstag, 14. Februar 2017, 21:04

Wesendonck-Lieder

Mein Lieblingswerk von Wagner. Ich kenne zwei orchestrierte Fassungen: die für großes Orchester von Felix Mottl ("Heut gibt der Mottl Tristan/ Hör dir des Trottels Mist an") und eines für Kammerorchester von Hans-Werner Henze.
Hier singt Christa Ludwig, es dirigiert Otto Klemperer, gespielt wird die Mottl-Fassung.

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Donnerstag, 16. Februar 2017, 20:45

Strawinski, Le chant du rossignol

Berliner Philharmoniker, Barbara Hannigan, Pierre Boulez

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Donnerstag, 16. Februar 2017, 21:02



Die Nachtigall, sie war entfernt, der Frühling lockt sie wieder. Was Neues hat sie nicht gelernt, singt alte liebe Lieder.
Ein wunderbares Gedicht von Goethe, schlicht und hinreißend komponiert von Mendelssohn, malträtiert von jeder Menge Sänger bei YouTube, aber auch mit schönen Aufnahmen wie hier.
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Donnerstag, 16. Februar 2017, 21:19

Hilary Hahn als "lark ascending"

Von diesem wunderbaren Stück von Ralph Vaughan Williams gibt es eine Menge wunderschöner Aufnahmen, vor allem von Geigerinnen. Ich wähle hier Hilary Hahn aus, weil sie meine Lieblingsgeigerin ist, von der ich nach einem Strawinski-Konzert in Düsseldorf ein Autogramm bekam und einen kleinen Plausch auf Deutsch und Englisch gehabt habe. Danach habe ich sie noch einmal mit diesem Stück erlebt.

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Sonntag, 5. März 2017, 16:47

Pulcinella - Strawinskis Hommage an die Barockmusik

Eines meiner absoluten Lieblingswerke ist die Pulcinella-Suite (Version von 1947), am liebsten in der Version für kleines Orchester, drei Sänger (Theresa Berganza, Ryland Davies, John Shirley-Quirk) unter Claudio Abbado.



Dazu gibt es bei YouTube eine Aufnahme, die alle die Vorlagen enthält, derer sich Strawinski bedient hat. Da kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Außer Pergolesi sind noch andere Komponisten beteiligt.

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Montag, 6. März 2017, 17:47

Abend-Andacht

von Johann Krieger (1649-1725)



Aus der wunderbaren CD von Annette Dasch mit Barockliedern ist dieses Lied in seiner Schlichtheit sehr ergreifend. Das ist ja ein Rezept, das auch Matthias Claudius konnte.

1. Strophe (unbegleitetes Solo)
Hilf Gott, der Tag ist wieder hin,
Daß ich dem Tode näher bin.
Nun eil ich zu dem Bette.
Da leg ich alle Kleider ab,
Als wenn ich schon ein sanftes Grab
In meinem Lager hätte.

2. Strophe (Sopran und Laute)
Das ist die beste Wissenschaft,
Wenn ich, o Herr,
An deine Krafft und an den Tod gedenke.
So bin ich aller Furcht befreyt
Und hab in Tod und Lebens-Zeit
Den Frieden zum Geschenke.

3. Strophe (Sopran, Streicher, Orgel)
Nun, liebster Gott, ich lege mich,
Allein der Feind entsetzet sich
Vor dir und deinem Nahmen:
Drum nenn ich dich mein Heil und Licht
Und sag in solcher Zuversicht
Ein unbetrognes Amen.

4. Strophe: nur Geige und Laute
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Montag, 13. März 2017, 18:35

Albert - Dach - Dasch - Der Baum ein Speisemarkt der Bienen



Annette Dasch singt ein Winterlied von Heinrich Albert mit einem Text von Simon Dach.
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