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Caruso41

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91

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 18:30

Lieber Rudolfo!
Mir hat nicht nur die Stimme von Frau Richter gefallen, lieber Caruso. Kann es sein, daß sie sie Tochter unseres ehemaligen Rheinoper Intendanten Tobias Richter ist ?


Das kann ich nicht sagen.In ihrer Biografie gibt sie an, aus einer Musikerfamilie zu stammen. Ihre Mutter hieß Regina Dohmen. Ihr Vater ist Dozent an der Musikhochschule in Köln. Aufgewachsen ist sie in Köln.

Jetzt funktioniert es bei mir auch, daß ich die Links kopieren kann und werde mich auch häufiger beteiligen.


Das ist ja prima! Vielleicht stellst Du auch mal junge Sänger vor. Sicher gibt es an Rhein und Ruhr viele, die interessant wären.

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

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rodolfo39

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92

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 20:04

Auch wenn es langsam langweilig wird, hier noch mal ein nachgetragener Clip zu Piero Pretti als Manrico in Amsterdam, wo ich ihn das erste Mal live erlebt habe und sofort begeistert war.


rodolfo39

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93

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 20:16

Jetzt möchte ich noch einen clip zu der Sopranistin Julie Fuchs nachtragen. Sie hat mich im Livestream als Regimentstochter aus Wien sängerisch und darstellerisch begeistert. Sie hat eine sehr schönen Sopran, beherrscht sowohl die Piano Stellen , kann aber auch die hohen Töne singen ohne das man Ohrenschmerzen bekommt. Sie studierte Gesang in Avigon und ist seit 2013 Ensemble Mitglied in Zürich.

https://youtu.be/BolaEAYbjfc

Und hier noch mal ein clip aus Lusanne als Marie in der Regimentstochter

https://youtu.be/BpkXqm1pXFk

rodolfo39

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94

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 21:18

Leider gib es nicht viele Video Clips vom Tenor Corby Welch, der Ensemble Mitglied an der Rheinoper ist. Seine Entwicklung an der Rheinoper konnte ich von Anfang an vefolgen. Er fing als lyrischer Tenor an und hat hauptsächlich Mozart Partien gesungen.

Der amerikanische Tenor Corby Welch studierte an der University of Minnesota und Mannheim. Es folgten Engagements an die Hamburgische Staatsoper, nach Essen, Braunschweig, Athen, zu den Ludwigsburger Festspielen und den Schwetzinger Festspielen. Seit 2003 gehört Corby Welch zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein und sang hier u.a. Mozart-Partien wie Belmonte („Die Entführung aus dem Serail“), Don Ottavio („Don Giovanni“), Belfiore („La finta giardiniera“) und Titus, den Prinzen (Prokofjew „L’amour des trois oranges“), Lysander (Britten „A Midsummer Night’s Dream“) oder die Titelpartie in Scarlattis „Telemaco“. Zuletzt war er hier in Brittens „The Turn of the Screw“, als Kaiser (Strauss „Die Frau ohne Schatten“), Chevalier (Poulenc „Dialogues des Carmélites“) und Erik (Wagner „Der fliegende Holländer“) zu erleben. 2011 debütierte Corby Welch als Siegmund (Wagner „Die Walküre“) in Weimar und sang diese Partie auch an der Deutschen Oper am Rhein, wo er auch als Peter Grimes (Britten), Lohengrin (Wagner), Matteo (Strauss „Arabella“) und Bacchus (Strauss „Ariadne auf Naxos) zu erleben war. 2013 gastierte er als Loge (Wagner „Das Rheingold“) in Genf, 2016 wurde er in der Titelpartie von William Bolcoms „McTeague“ in Linz gefeiert. An der Deutschen Oper am Rhein ist Corby Welch 2016/17 u.a. als Prinz Gwidon (Rimski-Korsakow „Der goldene Hahn“), Bacchus, Erik, Belmonte und Lohengrin zu erleben.
Hier noch ein Clip wo er den Erik im fliegenden Holländer aus Lüttich singt :

https://youtu.be/I58wk8O6SEY

Caruso41

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95

Freitag, 21. Oktober 2016, 10:05

Corby Welch

Lieber Rudolfo!
Ich würde eigentlich Corby Welch nicht als "Neue Stimme" bezeichnen. Ich kenne ihn aus seiner Braunschweiger Zeit und die liegt lange zurück. Er müßte wohl inzwischen so Mitte 40 sein.
Aber er drängt ja in jünster Zeit vermehrt ins jugendliche Heldenfach: singt Erik, Lohengrin, Kaiser und Bacchus. Insofern kann man ihn wohl als Neue Stimme begrüßen.

Ich habe ihn seit seiner Braunschweiger Zeit eigentlich nicht mehr gehört und habe keine Ahnung, wie sich die Stimme entwickelt hat. Im Ausschnitt aus dem Holländer macht er ja durchaus einen guten Eindruck. Vielleicht gelingt es Dir ja, noch mehr von ihm aufzutreiben? Dann könnte man mehr über ihn sagen.

Beste Grüße

Caruso41

Hinweis zur Technik:
Wenn Du übrigens die Youtube-Adresse markierst und dann den Youtube-Button drückst (das ist der blau-rote Button genau unterhalb des fetten A ind der Tool-Leiste oberhalb des Fensters in das Du deine Antwort schreibst), dann erscheint in Deiner Antwort gleich eine Vorschau von dem Video!
Du kannst auch erst den Youtube-Button drücken. Dann erscheint im Text zweimal in eckigen Klammern "youtube".
Zwischen den Klammern binkt der Cursor. Da genau setzt du einfach die kopierte Youtube-Adresse durch Drücken von StrgV ein.

Alles klar?
;) - ;) - ;)

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Caruso41

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96

Freitag, 21. Oktober 2016, 16:56

Julie Fuchs

Lieber Rudolfo!
Du hast noch mal auf Julie Fuchs aufmerksam gemacht.
Ich habe mir die Aufnahmen, zu denen Du Links eingestellt hast, jetzt mal angehört. Und noch einges mehr, das ich bei Youtube fand!!!

Die junge Französin ist ja wirklich eine Entdeckung. Eine wundervoll kingende Stimme, glockenhell und beweglich, aber auch in lyrischen Passagen voll Anmut und Poesie. Sie hat richtig Freunde am Singen und ein wahrhaft mitreißendes Temperament, vor allem Charme und Esprit! Sie überzeugt mit Händel, Rameau und Mozart, aber so richtig zu sich selbst kommt sie als Marie (La Fille du Régiment) , Comtesse Folleville (Il viaggio a Reims) und etwa Comtessa Adele (Comte Ory). Da brennt sie ein Feuerwerk an guter Laune und Komödiantik ab. Sie neigt dazu, rhythmisch ein wenig großzügig zu sein, aber ich bin sicher: il doit en être ainsi

Ganz sicher wird die CD, die sie für die DG eingespielt hat, das reine Vergnügen sein:



Da singt sie André Messager, Arthur Honegger, Francis Poulenc, Henri Christiné, Maurice Ravel. Unglaublich dass ich davon zuvor nichts gewußt habe. Ich werde mir die gleich bestellen.

Interessant ist sicher auch:

.

Schönen Dank für den Hinweis!
Beste Grüße

Caruso41
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Alfred_Schmidt

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97

Samstag, 22. Oktober 2016, 00:33

Philipp Kapeller, Tenor aus Innsbruck

Der Thread scheint sich ja in Sachen "Aufmerksam von aussen" zu den Spitzenthreads unseres Forums hinzugesellen.

Wenn ich auf diverse Vorstellungen (noch) nicht antworte, dann liegt das an meiner Überlastung durch das Forum, aber einige bislang genannte Künstler haben bereits meine Aufmerksamkeit erregt und werden in den nächsten Monaten in meiner Sammlung landen. Von manchen scheint es aber bislang noch kaum oder keine kommerziellen Tonaufnahmen zu geben. Das wird leider auch bei einigen meiner Vorstellungen von jungen Stimmen in nächster Zeit der Fall sein. Diese Damen und Herren sind teilweise noch in Ausbildung, haben aber oft schon Engagements an kleineren Theatern. Vielen von Ihnen werden wir im Laufe der nächsten Jahre immer wieder begegnen, einigen davon sogar (hoffentlich) auf Tonträger.

Meine erste Vorstellung in dieser Reihe gilt dem jungen Tenor Philipp Kapeller aus Innsbruck (Tirol) wo er 1989 geboren wurde. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er am Tiroler Landeskonservatorium und an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Univ.-Prof. Karlheinz Hanser.

Die hier verlinkte Aufnahme stammt vom Finalkonzert der 1.st Otto Edelmann Singing Competition - Vienna (2013)
G.Donizetti, La Fille du Régiment, Arie des Tonio: "Ah mes amis"
Schloss Schönbrunn Orchester Vienna
Sie findet im Schloßtheater Schönbrunn statt das vom Reinhard -Seminar und von der Opernabteilung der Universität für Musik und darstellende Kunst bespielt wird. Von hier werde ich in nächster Zeit einige meiner Nachwuchskandidaten für diesen Thread beziehen. Die hier gebotene Darbietung ist nun auch schon 3 Jahre alt und Philipp Kapeller ist nun seit 2014 Ensemblemitglied am Oldenburgischen Staatstheater




mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Caruso41

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98

Samstag, 22. Oktober 2016, 09:43

Philipp Kapeller

Lieber Alfred,

schade, dass Du nicht erst mal was zu den Sängern sagst, die Rudolfo und ich zuletzt vorgestellt haben!
Wenn gleich immer die nächste "Neue Stimme" kommt, wird es schwer, sich über Eindrücke auszutauschen.
Gerade das aber würde den Informationswert des Threads wesentlich erhöhen.

Philipp Kapeller werde ich in dieser Saison zweimal hören und zwar am Staatstheater Oldenburg in

Jacopo Foroni (1825 — 1858): Cristina, Regina di Svezia
Die in italienischer Sprache gesungene Aufführung ist tatsächlich die Deutsche Erstaufführung!
Musikalische Leitung: Vito Cristòfaro
Regie: Michael Sturm
Bühne und Kostüme: Stefan Rieckhoff
Cristina: Helena Dix
Maria Eufrosina: Melanie Lang/ Yulia Sokolik
Oxenstierna: Ill-Hoon Choung
Erik: Timo Schabel
Gabriele de la Gardie: Paulo Ferreira
Carlo Gustavo: Daniel Moon
Arnold Messenius: Tomasz Wija
Johan: Philipp Kapeller
Voce interna: Anna Avakian




Philippe Boesmans: Yvonne, Princesse de Bourgogne

Musikalische Leitung: Vito Cristòfaro
Regie: Andrea Schwalbach
Bühne und Kostüme: Anne Neuser
Le Roi Ignace: Tomasz Wija
La Reine Marguerite: Sarah Tuttle
Le Prince Philippe: Philipp Kapeller
Le Chambellan: Ill-Hoon Choung
Isabelle: Melanie Lang
Cyrille: Emanuel Mendes
Cyprien: Aarne Pelkonen
Innocent: KS Paul Brady
Le mendiant: Timo Schabel


Ich fahre zu den Aufführigen, weil mich die Werke interessieren.
Und natürlich bin ich gespannt auf Helena Dix. Sie hat die Partie der Cristina in Wexford mit sensationellem Erfolg gesungen.

Beide Partien, in denen Philipp Kapeller zu hören ist, sind allerdings keine großen Partien.
Mal sehen, ob ich danach was über den jungen Mann sagen kann.

Caruso41
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dr.pingel

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99

Samstag, 22. Oktober 2016, 17:18

Verdammte Regimentstochter

Ich muss sagen, dass ich dieses Thema ganz hoch schätze. Was ich da an jungen Stimmen gehört habe: Chapeau!
Aber keiner singt mal meine Musik, sondern immer nur die verdammte Regimentstochter. Ich sage mal frech: wie gut Philipp Kapeller ist, kann man bei dieser drittklassigen Musik mit einem viertklassigen Orchester nicht gut entscheiden. Am besten haben mir von den jungen Sängern hier Anna Lucia Richter (der Mahler: märchenhaft schön) und Olena Tokar (was für eine Sicherheit und Reife) und der italienische Tenor Piero Pretti gefallen.
Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

dr.pingel

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100

Samstag, 22. Oktober 2016, 17:30

Kleiner Rückzieher

Ich hab noch mal zurückgeblättert, lieber Caruso, auf deinen Beitrag Nr. 5: Rameau. Den höre ich mir heute abend zum Schlafengehen noch mal an. Die Musik kenne ich schon, aber was für ein tolles Orchester und Chor (auch das weiß ich schon lange). Der Bariton Elliott Madore ist sehr gut, aber richtig toll ist die Sopranistin im Indianerkostüm. Dann etwas, was mir auch hier wieder auffällt: wie oft passiert es, dass die Ausführenden Alter Musik meist gute Laune und sichtlich Spaß an ihrem Treiben haben. Bei Christina Pluhar ist das durchweg so. Wenn denn die Regel gilt, einmal Rameau auf fünf Regimentstöchter, bin ich ja zufrieden.
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Alfred_Schmidt

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101

Samstag, 22. Oktober 2016, 22:09

Lieber Dr. Pingel

Im Namen aller Bewunderer von Donizetti möchte ich erstens Protest einlegen, gegen die Behauptung seine Musik sei drittklassig. und zweitens gegen die Behauptung, das Schloßorchester Schönbrunn, das auch unter dem Namen Festivalorchester der Orangerie Schönbrun firmiert, sei "viertklassig". Wenn das so wäre, wäre das ein Armutszeugnis für meine Stadt, denn immerhin steht es zur Universität für Musik und Darstellende Kunst in einem Naheverhältnis und hat somit keine Besetzungsprobleme. Das Management des Orchesters hat sich indes offenbar entschieden den Markennahmen Schönbrunn auszunutzen und das Orchester auf eine solide Basis zu stellen, was natürlich auch mit Einbindung ins Tourismusgeschäft verbunden ist. Auf diese Weise vermied man pragmatisch das Schicksal des "Orchestra Mozart" Bologna, das nach dem Ton von Claudio Abbado trotz Grammy Nominierung 14 quasi vor dem aus stand, zwei Jahre "pausierte" und heuer anoncierte , daß es einen Neustart "versuchen" will (von mir: Viel Glück dazu !!).
Das Schönbrunn Orchester spielt unter anderem auch im Wiener Musikverein - dort würde ein viertklassiges Orchester in der Tat nicht hin dürfen. Man vermeidet des weiteren "sperriges" Repertoire, das zwar einige Kritiker hoch jubeln lässt, aber meist mit finanziellem Mißerfolg verbunden ist und nützt seine Chancen optimal aus.

Kommen wir zurück zu den Stimmen und den "Samples". Ich habe im Falle von Philipp Kapeller einen clip einer Arie gewählt, die gerne dazu herangezogen wird die belcantotauglich ist und zugleich etwas über die Fähigkeiten des Sängers aussagt saubere Spitzentöne zu singen. Es hätte hier noch eine Arie in der Rolle des Pedrillo gegeben, indes war ich (rein subjektiv !!!) der Meinung, daß Herr Kapeller nicht die Idealbesetzung vom Typ her für diese Rolle ist. Ein weiterer Clip existiert, er wurde von Prof Hanser, bei dem Kapeller studiert, ins Netz gestellt. Er wird wissen warum er ihn ausgesucht hat.
Hier gibt es zu sagen, daß ich hier die Interpretation nicht beurteilen kann, weil Wagner mir fremd ist.
Dazu kommt, daß ein Klavier die Stimme weniger umschmeichelt als ein Orchester UND nicht zuletzt halte ich die Akustik für suboptimal. Ein Gesangsprofessor ist natürlich in der Lage das zu "überhören" und die Stimme gut zu hören. Allerdings ist nicht zu überhören, daß auf Grund der ungünstigen Akustik die Stimme nicht so überzeugend klingt, wie dies auf der Bühne des Schönbrunner Schlosstheaters der Fall war, wo fast professionelle akustische Bedingungen herrschten.



@Caruso 41
Ich sehe diesen Thread einerseits als Glücksgriff (deinerseits) für das Forum - andrerseits auf einen längeren Zeitraum angelegt. Man kann meiner Meinung nach auch lange Zeit nach der Vorstellung auf einen Vorstellungsbeitrag antworten.
Ich zeige die am Beispiel Eliot Madore:

@Caruso 41 - Beitrag 4 - Eliot Madore
Hier würde zu Beginn des eigenen Beitrags gezeigt auf welchen älteren Beitrag man sich bezieht.

mfg aus Wien
Alfred

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Caruso41

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102

Samstag, 22. Oktober 2016, 22:26

Aber keiner singt mal meine Musik, sondern immer nur die verdammte Regimentstochter. Ich sage mal frech: wie gut Philipp Kapeller ist, kann man bei dieser drittklassigen Musik mit einem viertklassigen Orchester nicht gut entscheiden.

Also, dann will ich mal was für Dich Tun, caro Dottore!

Zunächst Sabine Devieilhe







Und dann Clémentine Margaine:









Erst mal genug?

Gute Nacht

Caruso41
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dr.pingel

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103

Samstag, 22. Oktober 2016, 23:14

Lieber Caruso, du sorgst wie eine Großmutter für mich. Auf 3sat lief das Schubertsche Oktett, mit dessen hier gezeigter Interpretation ich nichts anfangen konnte. Also habe ich mich wieder auf diese Seite hier begeben. Meine Kritik an der Regimentstochter: vielleicht habe ich das Stück vom Orchester her falsch beurteilt, es könnte eine vermurkste Aufnahme- Technik sein. An meiner Donizetti-Kritik halte ich fest. Ich erinnere mich sehr gut, dass vor einigen Jahren in meinem Opern-thread, in dem man jede Woche eine Oper streichen musste, bei mir unter den ersten 70 Lieblingsopern nicht ein einziger Donizetti, Bellini, Mascagni, Berlioz und die anderen, die mir jetzt nicht einfallen, dabei war. Das ändert sich auch nicht mehr.
Die beiden jungen Sängerinnen haben mir gut gefallen, wobei ich hier besonders die Altistin meine. Sie ist schon sehr weit in ihrer Entwicklung.
Nach dieser Geschichte habt ihr mal wieder fünf Regimentstöchter frei. Ich muss sie mir ja nicht anhören.
P.S. Noch eine kleine Ketzerei gefällig? Ich höre gerade mal wieder zum xten Mal "Il matrimonio segreto" von Cimarosa. Dieses Stück ist bis heute immer wieder im Spielplan gewesen. Es könnte auch gut im Köchelverzeichnis auftauchen, und es gefällt mir besser als die Entführung, wobei man das vielleicht nicht so recht vergleichen kann. Ich frage mich auch, warum von Cimarosa nur diese eine Oper sich gehalten hat. Übrigens: es wäre doch mal eine Idee, die Nachwuchssänger eine Cimarosa-Arie vortragen zu lassen.
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Alfred_Schmidt

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104

Sonntag, 23. Oktober 2016, 02:18

Lieber dr.pingel

Mit einem "nachwuchssänger" kann ich Dir in Sachen Cimarosa nicht dienen, aber mit einem Sänger, der bislang hierzulange zumindest noch nicht so berühmt ist, daß er es in die deutsche WIKIPEDIA geschafft hat. Immerhin hat er aber doch an einigen großen Häusern gesungen, ist auf Videoaufzeichnungen zu sehen, in zumindest 3 Gesamtaufnahmen von Opern auf CD zu hören und debütierte 2014 an der Wiener Staatsoper als Belcore. Mehr über ihn in Zukunft im bislang noch nicht frequentierten Spezialthread.
Mario Cassi - Bariton aus Arezzo



Caruso41 - er ist der Starter dieses Threads sollte festlegen wie er "neue Stimme" definiert haben möchte, also beispielsweise eine bislang unterschätzte Stimme, die nun entdeckt wird, die auch über 40 sein darf, oder ein Alterslimit, und dann noch die Frage nach talentierten Nachwuchssängern, die natürlich stimmlich noch nicht voll entwickelt sein können. Stimmen reifen und altern, manche altern leider bevor sie reifen......

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred


PS: Um Cimarosas unbekannte Opern , bzw vernachlässigte Opern werde ich mich in diesem Forum in Kürze kümmern....

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dr.pingel

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105

Sonntag, 23. Oktober 2016, 10:18

Danke, lieber Alfred, das habe ich sofort gehört Ein richtig schöner Ausschnitt (nicht schlecht der Gag mit der Zahnbürste), und Mario Cassi singt sehr gut, sehr sicher. Deine Ankündigung, weitere Cimarosa-Aufnahmen auszugraben, habe ich gerne gelesen. Irgendwie wird sich sicher bei mir dann das Cavalli-Gefühl einstellen, nämlich, dass man einen großen Komponisten hier sträflich vernachlässigt hat. Ich besitze übrigens zwei Aufnahmen von der "Matrimonio", nämlich die Barenboim-Aufnahme und die von Nino Sanzogno. In meiner Vorstellung der verschiedenen Don Giovannis habe ich ja hervorgehoben, was es bei Mozart für großartige Ensembles gibt. Diese Kunst beherrschte Cimarosa auch.
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Caruso41

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106

Sonntag, 23. Oktober 2016, 11:14

Caruso41 - er ist der Starter dieses Threads sollte festlegen wie er "neue Stimme" definiert haben möchte, also beispielsweise eine bislang unterschätzte Stimme, die nun entdeckt wird, die auch über 40 sein darf, oder ein Alterslimit, und dann noch die Frage nach talentierten Nachwuchssängern, die natürlich stimmlich noch nicht voll entwickelt sein können.
Lieber Alfred!

Strenge Regeln möchte ich eigentlich nicht festlegen. Jeder und Jede sollte eine Stimme vorstellen können, die er oder sie gerade neu entdeckt hat. Das wird in der Regel ein junge Stimme sein, eine Stimme, die noch nicht im Focus der Aufmerksamkeit steht. Das kann sich freilich schnell ändern: Sabine Devieilhe und Benjamin Appl haben den Gramophone Award 2016 bekommen, Anna Lucia Richter ist im Novemberheft von FonoForum vorgestellt.....
Es kann auch mal ein Sänger sein, der schon eine längere Karriere hinter sich hat und jenseits der 40 ist, bisher aber kaum überregional wahrgenommen wurde oder nun ein neues Fach erobert.

Nur sollten keine Stimmen vorgestellt werden, von denen es nicht valide Tondokumente gibt.
Und es scheint mir auch nicht sinnvoll, dass Stimmen vorgestellt werden, die bereits im Forum einen eigenen Thread haben.

Das bringt mich zu Mario Cassi.


Mario Cassi singt sehr gut, sehr sicher.
Dem wäre nichts hinzuzufügen. Ich habe ihn übrigens bereits 2008 in Lüttich als Lord Cecil in Maria Stuarda und 2012 in Mailand als Marcello in La boheme live gehört.


Cimarosa-Aufnahmen auszugraben
Ich weiß nicht, lieber Dottore Pingel, ob Du das Recital von Amanda Roocroft kennnst, auf dem sie zumindest immerhin zwei Arien von Cimarosa eingespielt hat
Artemisia: Entro quest'anima (5:42)
Il Sacrificio d'Abramo: Chi per pietà mi dice (10:28)
In der Rezension von Gramophone sehr gepriesen: http://www.gramophone.co.uk/review/mozart-his-contemporaries



So ab jetzt geht es wieder um Neue Stimmen.

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Erich Ruthner

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Sonntag, 23. Oktober 2016, 12:25

Verzeiht mir, liebe Freunde, dass ich mich hier mit einem Einwurf zu Wort melde.

Ich verfolge diesen Thread mit Interesse, aber ich habe auch Sorgen damit. Wo sind die "großen" Stimmen, die uns in zehn oder zwanzig Jahren einen guten "Trovatore" oder einen mitreißenden "Othello" auf die Bühne stellen? Oder einen Mozart-Tenor, der uns begeistert?

Bewegt sich das Kern-Repertoire von Verdi/Puccini zu Gluck und Monteverdi?

Oder gibt es - wie in Ölbronn kürzlich - doch junge Stimmen, die uns "unsere" Oper weiterleben lassen?

Erich
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Caruso41

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108

Sonntag, 23. Oktober 2016, 15:36

Ich verfolge diesen Thread mit Interesse, aber ich habe auch Sorgen damit. Wo sind die "großen" Stimmen, die uns in zehn oder zwanzig Jahren einen guten "Trovatore" oder einen mitreißenden "Othello" auf die Bühne stellen?
Lieber Erich,

Du bist ganz herzlich eingeladen, hier junge Tenöre vorzustellen, die - vielleicht - "in zehn oder zwanzig Jahren einen guten "Trovatore" oder einen mitreißenden "Othello" auf die Bühne stellen? "

Rudolfo hatte ja schon Piero Pretti vorgestellt. Der ist noch ein eher lyrischer italienischer Tenor (Rudolfo, Edgardo, Duca), hat aber in diesem Jahr beim Macerata Opera Festival eine umjubelten Manrico gesungen.

Ich habe den Neuseeländer Darren Pene Pati vorgestellt. Er singt zur Zeit das Repertoire, das Pavarotti in den 60er und frühen 70er Jahren gesungen hat. Er ist ein sehr vorsichtiger Mensch und wird nichts überstürzen. Aber: Wer weiß, wohin die Stimme sich entwickelt?

Wenn Du meinst, in Ölbronn Stimmen gehört zu haben, die schon jetzt im schweren Fach singen können, wäre wir alle gespannt, davon etwas berichtet zu bekommen.


Oder einen Mozart-Tenor, der uns begeistert?
An Mozart-Tenören herrscht ja nicht so ein Mangel wie im schweren Fach. Auch hier im Thread "Neue Stimmen" sind einige vorgestellt worden, wenn auch nicht alle mit Mozartpartien.
Ausserdem sind ja kürzlich einige Threads gestartet worden, die Mozart-Tenören gewidmet sind: Pavol Breslik, Poalo Fanale, Daniel Behle, Benjamin Bruns. Weiter könnten folgen.

Insgesamt muss man sagen, dass selten schon junge Sänger im schweren Fach eingesetzt werden können. Sie brauchen Zeit für Entwicklung und Reife. Aber immerhin habe wir hier Maria José Siri vorgestellt, die schon Tosca, Odabella, Aida und Abigail singt. Und wie!!
Und Clémentine Margaine, die wir auch vorgestellt haben, singt schon Dalila und wird auch sicher bald Eboli und Azucena singen.
Anatoli Sivko, auch einer der Sänger, die hier vorgestellt wurden, hat in beim Gesagswettbewerb in Gütersloh mit schweren italienischen und russischen Partien reussiert. Es gäbe noch weitere Beispiele.....

Alles in allem: Es ist wohl nicht wahrscheinlich , dass sich das Kernrepertoire zu "Gluck und Monteverdi" hin bewegen würde. Und dieser Thread muss sich nicht vorwerfen lassen, in diese Richtung zu drängen.
Aber seien wir ehrlich: es gibt für einige Partien im Verdifach im Augenblick wirklich keine erstklassigen Interpreten. Daran kann aber dieser Thread nichts ändern. Leider!!

Beste Grüße

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109

Montag, 24. Oktober 2016, 12:35

Levy Sekgapane

Noch ist er als Graf Almavia, Don Ramiro und Conte di Libenskof unterwegs.
(Also bringt er - noch - keine Lösung des Problems, das Erich Ruther hier aufgeworfen hat.
Ein Tenor, der 2014 in Chemnitz begonnen hat und nun schon in Dresden, Berlin und Hamburg für Begeisterung sorgt.
Wenn er auch gegenwärtig vornehmlich Rossini singt, ist Stimme alles andere als leichtgewichtig, sie hat Körper und Durchschlagkraft.

Levy Strauss Sekgapane



Ich war bereits in Chemnitz in kleineren Partien auf ihn aufmerksam geworden. Als ich ihm in der Deutschen Oper Berlin als Almaviva wieder begegnete, war ich verblüfft, dass er auch in dem großen Haus sich mit seinem strahlenden Tenor mühelos behaupten konnte.
Vergleicht man ihn etwa mit Lawrence Brownlee, dann mag man noch Mängel in der Koloraturtechnik feststellen, auch sind nicht alle Phrasierungen gelungen. Aber die Stimme und die Energie, mit der er singt, entschädigen. Und die hohe Musikalität.
Aber er ist auch kaum ein typischer leggiero tenor. Wir werden ihm sicher bald schon in Boheme, Liebestrank, Traviata und Rigoletto wieder begegnen. Ein Tenor mit großem Potential!



Leider kann ich Dr. Pingel eine weitere Regimentstochter nicht ersparen. Es gibt halt noch nicht so viel von ihm bei Youtube! Aber die Aufnahme wird auch dem Dottore gewiß Freunde machen. Allein schon wegen der unbändigen Lust, mit der dieser junge Mann aus Südafrika singt.





Die Nemorino-Arie ist meines Erachtens trotz der Klavierbegleitung und der wenig angenehm klingende Akustik unbedingt hörenswert:


Karriere-Daten

Zitat

von der Staatsoper Dresden

Levy Sekgapane


Der Tenor Levy Sekgapane wurde in Kroonstad in Südafrika geboren. Er sang schon als Kind in verschiedenen Chören und wurde 2006 in die Tirisano School Eisteddfod aufgenommen. Darüber hinaus war er Mitglied des Fidentia South African Youth Choir und erhielt 2007 ein Stipendium für die Stellenberg High School in Kapstadt. Levy Sekgapane studierte am South African College of Music an der Universität von Kapstadt bei Kamal Khan und Hanna van Niekerk und spezialisierte sich dort auf das Fach Oper. Während dieser Zeit wirkte der Tenor an verschiedenen Opernaufführungen in Südafrika mit, u.a. in »La bohème«, »The Rakeʼs Progress« und »Les Contes d’Hoffmann«. Er war darüber hinaus Mitglied des Chores des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und absolvierte Meisterkurse bei Kobie van Rensburg. 2013 erhielt er den 1. Preis beim Mimi Coertse Gesangswettbewerb sowie beim Gesangswettbewerb der Schock-Stiftung, 2014 den 2. Preis der ATKV Musiqanto und im Juli 2015 den 1. Preis beim Internationalen Belvedere-Gesangswettbewerb sowie im September 2015 den 1. Preis bei der Montserrat Caballé International Singing Competition. Seit Sommer 2015 ist er außerdem Stipendiat der Samro Overseas Foundation. Levy Sekgapane war bei Konzerten wie dem »UCT Symphonic Groove« unter der Leitung von Mike Campbell, Mozarts »Requiem« in der Cape Town City Hall, John Stainers »Crucifixion« mit dem Philharmonia Choir of Cape Town und dem Cape Philharmonic Orchestra, als Solist mit Bryn Terfel unter Kamal Khan sowie als Conte d’Almaviva (»Il barbiere di Siviglia«) und als Chevalier de la Force (»Dialogues des Carmélites«) zu erleben. Seit 2012 nahm der Tenor an der Internationalen Chorakademie in Lübeck teil, wo er das Tenorsolo in Bachs »Johannes-Passion« mit Helmuth Rilling sang. Engagements der Spielzeit 2015/16 führten ihn u.a. mit »Songs of Friendship« an die Scottish Opera in Glasgow, als Graf von Libenskof (»Il viaggio a Reims«) an die Cape Town Opera, als Don Ramiro (»La cenerentola«) sowie Vierter Knappe (»Parsifal«) an das Opernhaus Chemnitz und als Conte d’Almaviva (»Il barbiere di Siviglia«) nach Mönchengladbach. In der Spielzeit 2015/16 war Levy Sekgapane Mitglied im Jungen Ensemble der Semperoper Dresden.


Viel Spaß bei der Entdeckung

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Alfred_Schmidt

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110

Montag, 24. Oktober 2016, 13:55

Zitat

Oder gibt es - wie in Ölbronn kürzlich - doch junge Stimmen, die uns "unsere" Oper weiterleben lassen?

Die gibt es mit Sicherheit. Die Frage ist nur, inwieweit das Interesse an "unserer" Oper besteht. Denn es lässt sich nicht leugnen, daß die Spielpläne einerseits, die Anforderungen an Sänger andrerseits modischen Veränderungen unterworfen sind. Vielleicht sollten wir aber diese, interessante Thema einen anderen Thead widmen, der begleiten zu diesem, in welchen wir gerade schreiben, "Nebenprobleme" behandeln kann.

sobald es diesen Thread gibt - werde ich von hier aus verlinken.

mfg aus Wien
Alfred

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rodolfo39

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111

Montag, 24. Oktober 2016, 19:41

Jetzt möchte ich eine junge Sängerin vorstellen, die mir in der gestrigen Radioübertragung aus München von La Favorite, wo sie die Inez gesungen hat, sehr gut gefallen hat. Elsa Benoit fing im Stadttheater Klagenfurt an und war zwei Jahre im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, wo sie ab dieser Spielzeit zum Ensemble gehört und in drei Premieren mitsingt.




Caruso41

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112

Dienstag, 25. Oktober 2016, 10:40

Elsa Benoit

Lieber Rudolfo,

hab Dank für die Vorstellung von Elsa Benoit.
Ich habe mir die Szene aus Martha angehört. Ein apartes Timbre. Leider aber buchstabiert sie den Notentext zu sehr, singt nicht mit Bindung und bleibt damit dem Zauber dieses Liedes einiges schuldig. Im Duett-Teil kommt sie dann besser.

Das Musical habe ich mir gespart. Nicht, weil ich was gegen Musical habe, aber Opernstimmen kann man danach nicht recht beurteilen. Die "Favorite" aus München habe ich mitgeschnitten. Ich werde sie mir wohl auf CD schneiden. Dann melde ich mich wieder und kann sicher mehr sagen zu Elsa Benoit. Erst mal will ich das schöne Wetter für anstehende Gartenarbeit nutzen.

Wie hat Dir denn Levy Sekgapane gefallen?

Beste Grüße

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dr.pingel

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113

Dienstag, 25. Oktober 2016, 21:09

Im NEW YORKER vom 17.10. findet sich eine Rezension des Tristan (MET) und eine des Rheingolds in Chicago. Hier fand ich diese Sätze bemerkenswert: "The Lyric Opera (i.e. das Chicagoer Haus) cast had impressive depth, with fine younger Germans (Tanja Ariane Baumgartner as Fricka, Okka von der Damerau as Erda)... Habt ihr die irgendwo auf dem Schirm?
Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

Caruso41

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114

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 09:28

Lieber Dottore Pingel,

Tanja Ariane Baumgartner gehört zum Ensemble der Frankfurter Oper und Okka von der Damerau zum Ensemble in München.
Beide habe ich verschiedentlich in kleineren und zuletzt auch in größeren Partien gehört. Beide sind ausgezeichnete Sängerinnen.
Leider komme ich in der nächsten Woche kaum dazu, eine Vorstellung fürs Forum zu verfassen. So ein bisschen Zeit braucht man dafür schon.

Da zu den zuletzt vorgestellten Sängern noch nichts von anderen Taminos gesagt wurde, wollte ich ohnehin noch etwas warten, ehe ich schon wieder mit neuen Stimmen komme. Die Aufnahmefähigkeiten sind irgendwie begrenzt.

Aber:
Warum nimmt Du Dir nicht die zwei Tipps vor und recherchierst ein bisschen? Dann kannst Du sicher beide bestens vorstellen.
Es gibt genug Material.
Oder hast Du Dich noch nicht von der letzten Regimentstochter erholt??? ;) ;) ;)
Beste Grüße

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dr.pingel

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115

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 13:21

Lieber Caruso,

ich muss dich da enttäuschen. Das Recherchieren liegt mir überhaupt nicht, da kann ich euch das Wasser nicht reichen. Aber einen neuen Service werde ich euch anbieten. Gesundheitlich bin ich wieder so fit, dass ich wieder Opern besuchen kann. Düsseldorf ist ja mit Rodolfo bestens versorgt, auf Essen und Dortmund habe ich keine Lust (RT), aber Krefeld und mein Stammhaus Gelsenkirchen, wo ich auch im Förderverein bin, werde ich neu besprechen. Da steht die "Katja" in Krefeld und "The Turn of the Screw" in Gelsenkirchen an!
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Stimmenliebhaber

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116

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 13:30

Tanja Ariane Baumgartner gehört zum Ensemble der Frankfurter Oper und Okka von der Damerau zum Ensemble in München.
Beide habe ich verschiedentlich in kleineren und zuletzt auch in größeren Partien gehört. Beide sind ausgezeichnete Sängerinnen.

So richtig berauschend fand ich Frau Baumgartner am 18.6. dieses Jahres als Brangäne in der Deutschen Oper Berlin nicht, allerdings ist die riesige DOB natürlich auch ein besonders stimmforderndes, wenn nicht gar stimmmordendes Haus.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Caruso41

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117

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 14:15

So richtig berauschend fand ich Frau Baumgartner am 18.6. dieses Jahres als Brangäne in der Deutschen Oper Berlin nicht

Lieber Stimmenliebhaber!

Ich habe Tanja Ariane Baumgartner in anderen Partien gehört: Mary im Holländer, Hexe in Königskinder, Lisa in Passagierin und Fremde Fürstin in Rusalka. Da hat sie mich überzeugt. Auf die Idee, Sie hier vorzustellen, bin aber nicht ich gekommen. Die Idee stammt von Dr. Pingel, der dazu von einer Zeitungskritik angeregt wurde.

Aber was anderes: bei deinem Kunstnamen hier im Forum hätte ich erwartet, dass Du mal was sagst zu den Sängerinnen und Sängern, die hier vorgestellt wurden. Magst Du nicht?

Beste Grüße

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Caruso41

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118

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 14:25

Gesundheitlich bin ich wieder so fit, dass ich wieder Opern besuchen kann. Düsseldorf ist ja mit Rodolfo bestens versorgt, auf Essen und Dortmund habe ich keine Lust (RT), aber Krefeld und mein Stammhaus Gelsenkirchen, wo ich auch im Förderverein bin, werde ich neu besprechen. Da steht die "Katja" in Krefeld und "The Turn of the Screw" in Gelsenkirchen an!

Lieber Dottore Pingel,

das hilft uns hier in diesem Thread leider gar nicht!
Aber vielleicht entdeckst Du ja in Gelsenkirchen tolle junge Sänger, die Du hier vorstellen kannst. Ich habe immerhin Marilyn Horne und Teresa Zylis-Gara das erste Mal in Gelsenkirchen gehört. Das ist lange her!

Hast Du eigentlich meinen Beitrag 106 übersehen? Oder kanntest Du die Aufnahmen von Roocroft schon und hast deshalb nicht reagiert.

Beste Grüße

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dr.pingel

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119

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 15:48

Lieber Caruso, 106 habe ich tatsächlich übersehen; wird nachgeholt (heute habe ich Chor und dann ist Fußball). Teresa Zylis-Gara war eine meiner Lieblingssängerinnen in Düsseldorf. Mario Brell hatte seinen Anfang in Gelsenkirchen, Torsten Kerl auch, dazu Anja Harteros. Die hat einmal im Wildschütz so gut gesungen, dass ich damals gleich an eine große Karriere gedacht habe. In Gelsenkirchen wird noch am Ensemble-Betrieb festgehalten, was sich durchweg positiv auf die Karrieren gerade junger Sänger auswirkt.
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dr.pingel

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120

Sonntag, 30. Oktober 2016, 12:01

Amanda Roocroft

Lieber Caruso, ich kannte die Sängerin schon vom Namen her. Den Artikel in "Gramophone" habe ich auch gefunden. Was ich dort und bei YouTube nicht gefunden habe, war ein Cimarosa, den sie gesungen hat. Auf der CD finde ich übrigens auch "Berenice, che fai" von Haydn. Eine meiner Lieblingskantaten!
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