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Caruso41

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601

Sonntag, 4. Februar 2018, 09:58

Noch zu Jared Schwartz

im vorigen Beitrag ist mir aus meiner Internernetastenie (eine von mir soeben kerierte Wortschöpfung analog Legastenie) herührende Schwäche im Internet ein Beitrag über den jungen Bassisten Jared Schwartz in Ausführungen über die Sängerin Jennifer Rowley hineingerutscht.


Das werden doch unsere Moderatoren sicher wieder ins Lot bringen, damit es übersichtlicher ist

Lieber Operus,
zu Jennifer Rowley habe ich in Deinem Beitrag nichts gefunden. Hattest Du über die neueste Entdeckung auch was geschrieben, was nun verloren gegangen ist?

Was Du zu Jared Schwartz geschrieben hast, bestätigt eigentlich auch meine Höreindrücke. Ich hatte ja auch geschrieben:
.....empfehle ich allen Interessierten, ihn möglichst über seine Liszt-CD kennen zu lernen:

Die nur von Klavier begleiteten Opernausschnitte, die es bei Youtube gibt, haben für mich nicht die gleiche Qualität. Sie sind wesentlich oberflächlicher gestaltet als die Lieder.


Trotzdem kann man natürlich auch in den Opernaufnahmen einstaunliche Qualitäten hören. Das "Hear me, oh Lord" aus Floyd's SUSANNAH finde ich nicht nur sehr intensiv, sondern ungemein differenziert gestaltet.

Um allerdings nachvollziehen zu können, warum Voix des Artes ihn mit Kurt Moll vergleicht, muss man schon seine seine Liszt-CD, die als BEST LIEDER RECORDING OF 2017 ausgezeichnet wurde, gehört haben! Da würdest Du dann auch eine Mezza Voce-Kultur hören, die man ihm nach den Opernausschnitten nicht unbedingt zutraut. Er kann sogar in der Höhe eine Mezza-Voce-Phrase morrendo verlöschen lassen! Das ist schon große Gesangskunst!
Die CD hast Du aber bisher wohl noch nicht gehört?

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

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operus

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602

Montag, 5. Februar 2018, 09:08

im vorigen Beitrag ist mir aus meiner Internernetastenie (eine von mir soeben kerierte Wortschöpfung analog Legastenie) herührende Schwäche im Internet ein Beitrag über den jungen Bassisten Jared Schwartz in Ausführungen über die Sängerin Jennifer Rowley hineingerutscht.


Das werden doch unsere Moderatoren sicher wieder ins Lot bringen, damit es übersichtlicher ist

Lieber Operus,
zu Jennifer Rowley habe ich in Deinem Beitrag nichts gefunden. Hattest Du über die neueste Entdeckung auch was geschrieben, was nun verloren gegangen ist?

Was Du zu Jared Schwartz geschrieben hast, bestätigt eigentlich auch meine Höreindrücke. Ich hatte ja auch geschrieben:
.....empfehle ich allen Interessierten, ihn möglichst über seine Liszt-CD kennen zu lernen:

Die nur von Klavier begleiteten Opernausschnitte, die es bei Youtube gibt, haben für mich nicht die gleiche Qualität. Sie sind wesentlich oberflächlicher gestaltet als die Lieder.


Trotzdem kann man natürlich auch in den Opernaufnahmen einstaunliche Qualitäten hören. Das "Hear me, oh Lord" aus Floyd's SUSANNAH finde ich nicht nur sehr intensiv, sondern ungemein differenziert gestaltet.

Um allerdings nachvollziehen zu können, warum Voix des Artes ihn mit Kurt Moll vergleicht, muss man schon seine seine Liszt-CD, die als BEST LIEDER RECORDING OF 2017 ausgezeichnet wurde, gehört haben! Da würdest Du dann auch eine Mezza Voce-Kultur hören, die man ihm nach den Opernausschnitten nicht unbedingt zutraut. Er kann sogar in der Höhe eine Mezza-Voce-Phrase morrendo verlöschen lassen! Das ist schon große Gesangskunst!
Die CD hast Du aber bisher wohl noch nicht gehört?

Beste Grüße

Caruso41
Lieber Caruso,

der Beitrag über Jared Schwartz ist irrtümlicher Weise unter die Beiträge über die Sängerin geraten. Ich dachte, dass er deshalb schwer zuzuordnen sein wird. Verloren ist nichts. Nach allem was geschrieben wurde wird Schwarz wohl für besondere Projekte prädistiniert sein.
Herzlichst
Operus
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Caruso41

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603

Montag, 5. Februar 2018, 11:17

Verloren ist nichts.


Lieber Operus,

da bin ich ja beruhigt!

Trotzdem hätte ich eigentlich erwartet, dass einer der Moderatoren meiner Bitte nachkommt und die versehentlich eingefügten Teile Deines Beitrages herausnimmt! Ist das zu viel verlangt?????

Auf jeden Fall solltest Du aber Jennifer Rowley mal anhören.
Die eingestellten Videos klingen durchweg manierlich!

Vor einem Monat war sie so gut wie unbekannt und nach dem Einspringen als Tosca und and Trovatore-Leonore schwärmen die amerikanischen Zeitungen und Magazine in höchsten Tönen von ihr! Alle wollen Exklusiv-Interviews. Wahnsinn. Aber die New Yorker Met spielt im kulturellen Leben der Stadt und des Landes eben eine Rolle. Wenn da eine Sängerin - zumal wenn sie Amerikanerin ist - als Einspringerin einen exorbitanten Erfolg hat, interessiert das auch Menschen, die sonst mit Oper nichts am Hut haben!

Beste Grüße

Caruso41
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Fiesco

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604

Dienstag, 6. Februar 2018, 12:34

Re.
Jakub Józef Orliński


Die neue CD Enemies in Love erscheint am 2.März ....
Und diese CD Carnevale di Venezia gibt es schon ....mit zwei Mezzos, Miriam Albano, Jakub Jozef Orlinski, Natalia Kawalek.

Hier eine Rezension

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

operus

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605

Dienstag, 6. Februar 2018, 14:04

Re.
Jakub Józef Orliński


Die neue CD Enemies in Love erscheint am 2.März ....
Und diese CD Carnevale di Venezia gibt es schon ....mit zwei Mezzos, Miriam Albano, Jakub Jozef Orlinski, Natalia Kawalek.

Hier eine Rezension

LG Fiesco
Lieber Fiesco,
Diese Meldung freut mich sehr. Jakub Jozef Orlinski hatten wir ganz am Start seiner Karriere beim Heilbronner Sinfonie Orchester und Natalie Kawalek ist im Herbst dieses Jahres beim Galakonzert der Gottob-Frick-Gesellschaft und in einem Mietekonzert bei uns. :jubel: Der Musikkritiker der Heilbronner Stimme, Uwe Grosser, nannte mich einmal das Trüffelschwein des Heilbronner Sinfonie Orchesters, weil ich immer die jungen Solisten ausfindig mache. Damals war ich etwas pikiert. Inzwischen kann ich mich mit der Titulierung anfreunden und akzeptiere mein "schweinisches" Dasein.
Herzlichst
Operus
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Caruso41

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606

Mittwoch, 7. Februar 2018, 17:52

Jakub Józef Orliński....
Die neue CD Enemies in Love erscheint am 2.März ...


Lieber Fiesco, die Information überrascht mich, da ich die CD schon seit dem 2. Januar habe und bereits mehrfach gehört habe! Aber: Ist ja egal!

Sollten wir nicht jetzt auch mal einen eigenen Thread für Orliński eröffnen? Kannst Du das vielleicht machen, lieber Fiesco? Dazu könntest Du - wenn Du willst - gerne Teile aus meiner Vorstellung des Sängers und aus meinem Versuch, seine Stimme und seinen Gesang zu beschreiben, benutzen.

Jakub Jozef Orlinski hatten wir ganz am Start seiner Karriere beim Heilbronner Sinfonie Orchester und Natalie Kawalek ist im Herbst dieses Jahres beim Galakonzert der Gottob-Frick-Gesellschaft und in einem Mietekonzert bei uns. :jubel: Der Musikkritiker der Heilbronner Stimme, Uwe Grosser, nannte mich einmal das Trüffelschwein des Heilbronner Sinfonie Orchesters, weil ich immer die jungen Solisten ausfindig mache.


Lieber Operus!

Herzliche Glückwunsch zu der merkwürdigen, vermutlich jedoch nett gemeinten Etikettierung!

Aber: warum hast Du denn die Entdeckung nicht hier im Forum mitgeteilt?

Euch beiden beste Grüße

Caruso41
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Fiesco

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607

Mittwoch, 7. Februar 2018, 19:23

Zitat

Caruso41
Lieber Fiesco, die Information überrascht mich, da ich die CD schon seit dem 2. Januar habe und bereits mehrfach gehört habe! Aber: Ist ja egal!


Verstehe ich jetzt nicht ganz, am 6.1.war der erste Post und du hast nichts davon erwähnt, wir haben nur herum geeiert wo und wann die CD zu haben ist. Und jetzt sagst du du hast sie schon seit 2.1. verstehe wer will! 8|
Die untere CD gibt es seit Januar, aber das schrieb ich ja auch!

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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608

Mittwoch, 7. Februar 2018, 19:50

Zitat

Caruso41
Lieber Fiesco, die Information überrascht mich, da ich die CD schon seit dem 2. Januar habe und bereits mehrfach gehört habe! Aber: Ist ja egal!


Verstehe ich jetzt nicht ganz, am 6.1.war der erste Post und du hast nichts davon erwähnt, wir haben nur herum geeiert wo und wann die CD zu haben ist. Und jetzt sagst du du hast sie schon seit 2.1. verstehe wer will! 8|
Die untere CD gibt es seit Januar, aber das schrieb ich ja auch!

LG Fiesco

Rumgeeirt habe ich eigentlich nicht. Ich hatte Dir die Kontaktdaten der Firma gegeben und geschrieben, dass ich nicht weiß, wann die CD erscheint. Ausdrücklich habe ich zugefügt, dass sie in Polen schon erschienen ist.

Hättest Du nicht Lust, einen Thread für Orlinski zu eröffnen???

Beste Grüße
Caruso41

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Von meinem iPhone gesendet
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609

Samstag, 10. Februar 2018, 16:26

Heute möchte ich anstelle einer Vorstellung von einer NEUEN STIMME mal eine Tipp platzieren.

Auf HR2 gibt es eine Übertragung von Leo Delibes LAKMÉ mit einer ausgesprochen jungen Besetzung:

Zitat


Léo Delibes' Oper "Lakmé"

Lakmé - Svetlana Moskalenko
Gérald - Leonardo Ferrando
Nilakantha - Taras Shtonda
Mallika - Matilda Paulsson
Ellen - Julie Mathevet
Rose - Laine Quist
Frédéric - Jakob Högström
Mistress Bentson - Maria Streijffert
Hajdi - Eric Lavoipierre

Chor und Orchester der Oper Malmö
Leitung: Philippe Auguin
(Aufzeichnung vom 7. Oktober 2017 aus der Oper)

Vor allem die junge Russin Svetlana Moskalenko ist ein Talent, das Beachtung verdient!
Aber auch Leonardo Ferrando scheint den Sprung vom Rossini-Tenor zum französischen Tenor bestens geschafft zu haben!

Vielleicht können wir uns ja über diese beiden hoffnungsvollen Sänger austauschen?
Wer die Oper nicht auf HR2 hören will oder kann. der findet sie auch im Internet:

https://www.youtube.com/watch?v=dYpakSNhXxc

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Caruso41

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610

Dienstag, 13. Februar 2018, 10:46


Heute möchte ich anstelle einer Vorstellung von einer NEUEN STIMME mal eine Tipp platzieren.
Auf HR2 gibt es eine Übertragung von Leo Delibes LAKMÉ mit einer ausgesprochen jungen Besetzung:

Vor allem die junge Russin Svetlana Moskalenko ist ein Talent, das Beachtung verdient!
Aber auch Leonardo Ferrando scheint den Sprung vom Rossini-Tenor zum französischen Tenor bestens geschafft zu haben!

Vielleicht können wir uns ja über diese beiden hoffnungsvollen Sänger austauschen?
Wer die Oper nicht auf HR2 hören will oder kann. der findet sie auch im Internet.


Dieser Versuch ist leider gründlich fehlgeschlagen!

Aber auf die letzte Vorstellung von Jennifer Rowley, die mich einige Zeit gekostet und mit der ich mir viel Mühe gegeben hatte, gab es ja auch nicht eine einzige Reaktion!
Die Bereitschaft für einen Austausch über Stimmen und Gesangskunst ist im Augenblick halt ganz allgemein im Forum sehr begrenzt! Aber vielleicht gibt es ja wieder mal einen Wandel! Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Caruso41
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611

Dienstag, 13. Februar 2018, 10:54

Lieber Caruso,

Jennifer Rowly hat ja die Leonora in Il Trovatore an der MET gesungen. Was mir bei ihr aufgefallen ist , daß ihre Stimme noch etwas Feinschlif bekommen könnte und sie vor allem sehr laut ist und die anderen Sänger in den Ensemble Szenen übertönt.

Caruso41

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612

Dienstag, 13. Februar 2018, 15:27

Jennifer Rowly hat ja die Leonora in Il Trovatore an der MET gesungen.


Lieber Rodolfo!
Sie ist für Maria Agresta eingesprungen und hat ein ganze Staffel von Vorstellungen des "Trovatore" singen können. Ich hatte das ja erwähnt. Eine davon scheint übertragen worden zu sein. Ich weiß aber nicht auf welchem Sender wir das hätten hören können!
Wo hast Du es denn gehört?

Was mir bei ihr aufgefallen ist , daß ihre Stimme noch etwas Feinschlif bekommen könnte und sie vor allem sehr laut ist und die anderen Sänger in den Ensemble Szenen übertönt.

Die Stimme ist ja ausgesprochen groß und ausladend. Die Leonore im "Trovatore" verlangt aber eine eher geschmeidige und bewegliche Stimme. Da hört man gerne die Koloraturen virtuoser ausgeführt, als sie das vielleicht kann! In den Partien die ich von ihr gehört habe (Das waren wie gesagt: Roxane und Vanessa), hatte ich nicht den Eindruck dass mehr Feinschliff nötig wäre. Die Stärken der Stimme entfalten sich nach meinem Eindruck in der großen dramatischen Geste am besten! Leidenschaft und Feuer sind ihre Trümpfe und eine Hingabe an die Partie.
Dass sie in der von Dir gehörten Übertragung die anderen Solisten an die Wand gesungen hat, ist natürlich unschön! Es könnte allerdings auch daran liegen, dass die für ihre Partien nicht das geeignete stimmliche Format hatten. Yonghoon Lee und Quinn Kelsey zumindest haben ja doch Grenzen im Volumen! Aber das ist reine Spekulation.

Liebe Grüße

Caruso41
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rodolfo39

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613

Dienstag, 13. Februar 2018, 17:29

Lieber Caruso,
wahrscheinlich wäre Maria Agresta eine bessere Wahl als Leonora gewesen. Ich habe die erste Übertragung mit Quinn Kelsey auf WRTI Radio verfolgt, die alle Matineen aus der MET übertragen und heute morgen hab ich mir die Aufnahme von gestern Abend angehört über das Metropolitan Opera Radio. Da würde der Luna von Luca Salsi gesungen. Zu ihren darstellerischen Fähigkeiten kann ich leider nichts sagen.

Caruso41

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614

Mittwoch, 14. Februar 2018, 10:59

Lieber Rodolfo!
....wahrscheinlich wäre Maria Agresta eine bessere Wahl als Leonora gewesen.

Ja, vielleicht ist sie in dieser eher passiven Partie eine bessere Besetzung! Obwohl die Partie schon mit Passion und Feuer gesungen werden sollte.
Ich habe die erste Übertragung mit Quinn Kelsey auf WRTI Radio verfolgt, die alle Matineen aus der MET übertragen und heute morgen hab ich mir die Aufnahme von gestern Abend angehört über das Metropolitan Opera Radio.


Besten Dank für diese Hinweise auf die Stationen, über die man Aufführungen der MET hören kann. Ich werde dem mal nachgehen - obwohl ich eigentlich nicht wüsste, wie ich mir die Zeit freischaufeln sollte, noch mehr Direktübertragungen zu hören! Aber wenn mal interessante Besetzungen sind, müsste das denn auch gelingen!

Im Zweifelsfall ziehe ich sowieso Oper "in the flesh" vor. Darum fliege ich auch diesen Monat noch ein paar Tage in die Neue Welt! Aber nicht nach New York! Eigentlich muss ich ja arbeiten. In Chicago werde ich allerdings eine Aufführung von "I Puritani" hören - mit Albina Shagimuratova und Lawrence Brownlee! Mal sehen, was sonst so am Wege liegt!

Liebe Grüße

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615

Sonntag, 18. Februar 2018, 14:15

Adriana Gonzalez - Sopran aus Guatemala

Liebe Melomanen und Stimmengourmets!

Da sich wohl ausser Rodolfo niemand zu Jennifer Rowly äussern mag möchte ich heute eine Sängerin vorstellen, die ich im Rahmen des "Glyndebourne Opera Cup" kennen gelernt und bisher nur als Corinna in "Viaggio a Reims" am Gran Teatre del Liceu in Barcelona gehört habe.

Adriana Gonzalez




Die Sopranistin ist 26 Jahre alt, stammt aus Guatemala und steht noch ganz am Beginn ihrer Laufbahn als Opernsängerin.
Erste Erfahrungen hat sie auf Bühnen in Guatemale gemacht: als Susanna und Fiordiligi, Gretel und Amor in Glucks Orpheus. 2014 hat sie den Schritt nach Europa gewagt. Am Théâtre Roger Barat in Herblay hat sie unter anderem in Zanetto von Mascagni gesungen!
Danach schloss sie sich dem Atelier Lyrique/Académie de l’Opéra National de Paris an, wo sie in verschiedenen Produktionen mitwirkte. 2017 suchte sie neue Erfahrungen und Entfaltungsmöglichkeiten! Sie sang auf der Burg Gars in Österreich die Pamina und am Gran Teatre del Liceu eben die Corinna.
In Zürich singt sie in dieser Saison die Flora in der "Traviata", die Berta in "Barbiere der Sevilla" und das Erste Blumenmädchen der ersten Gruppe im "Parsifal". So haben ja Gundula Janowitz und Sharon Sweet auch mal angefangen.
In Paris wird sie für die Gianetta in " L'elisir d'amore" sowie die Brigitta in "Jolanthe" angekündigt. Und im Sommer wird sie in der Opéra Bastille einen Soloabend mit spanischen und französischen Kompositionen geben.

Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass sie bald schon in größeren Partien eingesetzt wird, denn die Stimme ist groß und ganz außergewöhnlich reich!
Adriana Gonzalez verfügt eine klangvolle tiefe Lage, hat eine füllige Mittellage, die ausdrucksstark und farbenreich, bisweilen auch etwas rauchig klingt, und sie leuchtet in der Höhe mit einer unerwarteten Intensität. Das ist nicht eine der Stimmen, wie man sie heute im lyrischen Fach meist hört und die man nicht recht unterscheiden kann. Die Stimme hat die klangliche Substanz und die Farben für das dramatischere Fach! Sie ist nicht glatt und geschniegelt. Auch die Technik ist nicht perfekt. Manche Phrase würde man sich geschmeidiger wünschen, manchen Übergang feiner gestaltet. Aber wichtig ist mir etwas anderes: die Stimme ist unverkennbar und letztlich einzigartig. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie mit großer Passion, mit Herzblut und Leidenschaft eingesetzt wird! Da ist viel Begeisterung und Risikobereitschaft in ihrem Singen. Es gelingt denn vielleicht auch nicht alles wirklich fehlerlos. Aber die Innerlichkeit ihres Pianos und die Ausdruckskraft ihrer großen dramatischen Bögen entschädigen dafür reichlich.

Mehr will ich über die Stimme und das Singen von Adriana Gonzalez erst mal noch nicht sagen! Gerade diese Stimme ist sicher Geschmacksache und ihre Interpretationen schon auch! Aber diese junge Frau aus Guatemala hat etwas, was mir die Lebendigkeit der Oper einmal mehr sehr bewusst gemacht hat!
Und nun soll man sie mit Mitschnitten von Konzertauftritten kennen lernen, die zudem nicht wirklich optimal klingen?
Ist natürlich schwierig! Immerhin gibt es bei Youtube einige recht anständig klingende Kostproben:

Gounod: Roméo et Juliette
https://www.youtube.com/watch?v=pLGYzk8H5eE



Dvorak: Rusalka - Mondlied
https://www.youtube.com/watch?v=oKyAg8mQY0o



Bizet: Carmen - Michaelas Arie
https://www.youtube.com/watch?v=13NTGBu2Isk



Richard Strauss: Lieder (Ruhe meine Seele, Cäcilie, Morgen)
https://www.youtube.com/watch?v=GKoAMdU-6oc



Ich bin gespannt auf eure Höreindrücke und Urteile.

Beste Grüße

Caruso41
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Mittwoch, 21. Februar 2018, 09:22

Liebe Melomanen und Stimmenliebhaber!

Seit der Vorstellung von Jennifer Rowley ist schon eine ganze Woche vergangen. In der Zeit hat es fast 500 Besuche des Threads gegeben. Aber außer Rodolfo hat niemand etwas zu der glutvollen Stimme von Jennifer Rowley sagen wollen. Eigentlich nicht ganz verständlich, aber für Sänger gibt es halt gegenwärtig im Forum kein besonderes Interesse. Schon gar nicht für junge Sänger.

Ich bin jetzt erst mal zwei Wochen weg.

Wer jedoch eine NEUE STIMME vorstellen möchte oder doch noch seine Eindrücke zu der Einen oder der Anderen der bereits vorgestellten Stimmen mitteilen will, ist natürlich herzlich eingeladen, das zu tun!
Ich bitte allerdings um Verständnis, dass ich darauf erst nach meiner Rückkehr eingehen kann!

Tschüß - addio - lebt wohl - auf bald - bye-bye - cheerio - ciao - machts gut - behüt euch Gott - adschüs - servus - pfiat ehna - adieu - ade - gehabt euch wohl!

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617

Mittwoch, 28. Februar 2018, 12:59

Ende März erscheint eine neue CD von Benjamin Appl mit Liedern von Brahms. Es wäre darüber nachzudenken ob er nich allmählich einen eignen Thread bekommen sollte. Ich werd das nicht achen, da gibts im Forum auf diesem Gebiet kompetentere als mich.
Anmerkung am Rande, Irgendwie wird er mr allmählich unheimlich. Die neue Aufnahme ist für Hyperion, War da nicht vor kurzem die Rede von einem "langfristigen" Vertrag mit SONY ?
Mit sind solch unruhigen Geister stets suspekt. Denn bei "Labeljumpern" klingt die Stimme bei jeder Plattenfirma sanders, da der Tontechniker und das Equipment doch auch einen entscheidenden Einfluß auf die Klangfarbe haben.....

mfg aus Wien
Alfred

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Mittwoch, 28. Februar 2018, 17:09

Hallo Alfred,
Der gute Benjamin Appl ist hier nur dabei wegen des Brahms Projekts, das war bei Strauss und Schubert damals genauso mit den Künstlern!

LG Fiesco
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Sonntag, 4. März 2018, 15:23

Ende März erscheint eine neue CD von Benjamin Appl mit Liedern von Brahms. Es wäre darüber nachzudenken ob er nich allmählich einen eignen Thread bekommen sollte.......


Lieber Alfred!

Schön, dass Du auf die Veröffentlichung von Benjamin Appls Album mit Brahms-Lieder hingewiesen hast. Ich hatte sie mir auch notiert! Aber ich wollte aber erst das Erscheinen abwarten, damit ich zumindest erste Eindrücke mitteilen kann. Ich finde es nicht so wahnsinnig interessant, wenn hier im Forum Aufnahmen einfach nur erwähnt werden, ohne dass etwas dazu gesagt wird. Aber das ist inzwischen eher die Regel. Dabei könnten ein paar Eindrücke und Wertungen einfach eine kleine Orientierungshilfe sein!

Natürlich wäre es sinnvoll, für Benjamin Appl einen eigenen Thread zu eröffnen! Hier im Thread NEUE STIMMEN gehen vermutlich Informationen und Eindrücke, die lange nach der Vorstellung eingestellt werden leicht unter.

... nachzudenken ob er nicht allmählich einen eignen Thread bekommen sollte. Ich werde das nicht machen, da gibts im Forum auf diesem Gebiet kompetentere als mich......

Das solltest denn schon Du machen, da Du Benjamin Appl auch vorgestellt hast. Dabei kannst Du ja Teile der Vorstellung in diesem Thread und Reaktionen darauf gleichsam als 'Material' benutzen! So habe ich das auch gemacht, als ich Threads für Marianne Crebassa und Sabine Devieilhe eröffnet habe!

Marianne Crebassa - eine französische Mezzospranistin

Sabine Devieilhe - eine französische Koloratursopranistin

Es gibt ja sicher noch etliche Kandidaten, die hier als NEUE STIMMEN vorgestellt wurden und für die man nun doch eigene Threads eröffnen sollte. Dabei sollte man nicht allein darauf schauen, ob eigene Solo-Alben oder Gesamtaufnahmen von ihnen greifbar sind. Etliche Sänger machen Karriere, singen erste Partien an renommierten Häusern, aber bekommen keine Chance, CDs aufzunehmen.
In diesem Monat werde ich beispielsweise Brian Jagde, den ich vor einigen Monaten vorgestellt hatte, in der Deutschen Oper Berlin in Korngolds "Das Wunder der Heliane" mit der höllisch schweren Partie des Fremden hören. Darauf hin ich sehr gespannt. Ich könnte mir gut vorstellen. dass ich danach motiviert bin, hier etwas über seine Leistung zu schreiben. Das macht dann nur Sinn, wenn es in einem eigenen Thread platziert wird.
Brian Jagde singt ja inzwischen nicht mehr allein in den USA, sondern ist auch ein Europa zu hören. In London hat er Maurizio in "Adriana Lecouvreur" gesungen in Berlin und Zürich den Cavaradossi und im kommenden Jahr wird er in Paris als Alvaro angekündigt.

Kandidaten für eigene Thread wäre wohl auch schon Piero Pretti, Clémentine Margaine, Julie Fuchs, Anna Lucia Richter, Mario Cassi, Levy Sekgapane, Raffaele Pé, Florian Sempey, Davide Luciano, Liparit Avetisyan, Philippe Sly, Cyrille Dubois und sicher noch manch andere.
Sie alle sind in einem ganz spannenden Abschnitt ihrer Laufbahn. Da gäbe es Manches zu berichten und zu diskutieren! Die spannende Frage ist doch: schaffen sie den Durchbruch oder bleiben sie ewige Talente?

Liebe Grüße

Caruso41
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620

Montag, 5. März 2018, 13:41

Lieber Caruso,

wenn Du von Deiner Opernexkursion zurück bist höre Dir bitte doch einmal die Mezzosopranistin Josy Santos an. Eine Stimme mit einem sinnlichen Timbre, technisch beachtlich, stimmlich schön, bereits mit Anlage zur Virtuosität in der Stimmführung, ausdrucksmäßig mitreissend erinnert mich ungemein an die junge Julia Migenes. Wenn man die rassige Brasilianerin dann noch sieht , dann reisst es selbst einen so alten Operngourmet wie mich fast vom Hocker. Die Gottlob-Frick-Gesellschaft präsentierte Josy Santos beim letzten Künstlertreffen. Selbst bei diesem Auftritt vor dem kritischsten Publikum der Welt gab es von allen Seiten nur Lob. Die seit dieser Saison zum Ensemble der Staatsoper Hannover gehörende Sängerin gewann gerade beim Emerich Smola Gesangswettbewerb des SWR den mit € 10.000 dotierten 1. Preis. Leider kann ich keine Aufnahmen einstellen. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Aufnahmen mit Josy auf You Tube. Wärst Du oder ein anderer Tamino so nett von Josy eine Aufnahme und ein Bild einzustellen? Danach könnten wir über diesen sängrischen Rohdiamanten weiter diskutieren.

Herzlichst
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orsini

Profi

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621

Montag, 5. März 2018, 21:01

bitte sehr, lieber operus, ein paar Gesangsbeispiele und ein Foto von Josy Santos




Dimitri Cervo - Uma Voz (Homenagem a Ferreira Gullar)


«Werther, Werther», Charlotte | Werther, Jules Massenet


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Curt Goetz

Gregor

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Dienstag, 6. März 2018, 02:10

Rosa Feola

Ich möchte die italienische Sopranistin Rosa Feola vorstellen, deren große Erfolge der letzten Zeit die Vermutung nahe legen, dass hier eine junge Sängerin wohl auf dem Sprung zu einer ganz großen Karriere ansetzt.
Die 1986 geborene Rosa Feola (die Betonung im Namen liegt auf dem "e") studierte Gesang am Konservatorium in Rom und in Meisterklassen an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Die Sopranistin machte bei Placido Domingo's Gesangswettbewerb Operalia im Jahr 2010 auf sich aufmerksam als sie den Zweiten Preis, den Zarzuela Preis und den Preis des Publikums gewinnen konnte.
Zu ihrem Repertoire zählen Partien wie Corinna in Il viaggio a Reims, Adina in L'elisir d'amore, Norina in Don Pasquale, Gilda in Rigoletto, Nanetta in Falstaff, Susanna in Le nozze di Figaro, Zerlina in Don Giovanni oder Lauretta in Gianni Schicchi. Feola besitzt einen klaren lyrischen Koloratursopran, der selbst in den hohen Registern noch glänzend ist und technisch sauber geführt wird. Sie weiß zu phrasieren, gibt dem Text Farben und jeder Note eine Bedeutung.
Sie gilt als Liebling von Riccardo Muti, in dessen Projekten sie immer wieder gerne verpflichtet wird. So taucht sie auch in einer von Muti geleiteten Gesamtaufnahme von Mercadante's I due Figaro auf. 2017 trat Feola beim Neujahrskonzert im Teatro La Fenice auf. Bei ihrem Debüt an der Lyric Opera in Chicago 2017 sorgte sie mit ihrer Gilda für wahre Begeisterungsstürme. Mit der gleichen Partie soll sie 2019 an der Metropolitan Opera in New York debütieren. Bei Opus Arte ist ihre erste CD Musica e Poesia - mit weniger bekannten Liedern von unter anderen Liszt und Respighi - erschienen.














Gregor

operus

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Dienstag, 6. März 2018, 08:52

Danke, lieber Orsini, für die kollegiale Hilfe. Wir könnten nun in die Diskussion eintreten, nachdem ich bereits dazu einiges geschrieben habe. Machst Du die Fortsezung?

Herzlichst
Operus
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Dienstag, 6. März 2018, 10:44

Josy Santos

...wenn Du von Deiner Opernexkursion zurück bist höre Dir bitte doch einmal die Mezzosopranistin Josy Santos an....


Lieber Operus,
ich habe bei meiner Exkursion arbeiten müssen. Sogar recht viel! Trotzdem habe ich drei Opernaufführungen mitbekommen. Immerhin die "Puritani" mit Albina Shagimuratova und Lawrence Brownlee! Einfach atemberaubend und hinreißend! Zum niederknien!

Du hast inzwischen eine neue Stimme eingestellt und, Du lieber Orsini hast die Vorstellung höchst effektiv unterstützt!
Euch beiden dafür ganz herzlichen Dank!

Josy Santos habe ich sogar schon dreimal auf der Bühne erlebt! Sie ist ja Ensemblemitglied der Niedersächsischen Staatsoper Hannover. Ich habe sie als 2. Dame in der "Zauberflöte", als Pagen in der "Salome" und als Frau von Hufnagel in "Der junge Lord" gehört. Alles drei Partien, die nicht viel Gelegenheit bieten, sich zu zeigen! Immerhin ist mir ihre schön timbrierte Stimme jedes Mal positiv aufgefallen. Als Frau von Hufnagel, die in der Berliner Produktion immerhin die junge Ruth Hesse sang, blieb sie allerdings eher etwas unauffällig und farblos. Das könnte freilich an der Inszenierung gelegen haben , die auf eine scharfe Charakterisierung der Figuren der Kleinstadtgesellschaft verzichtet hat. Demnächst werde ich sie als La Marchesa Melibea in "Viaggio a Reims" hören. Da kann man dann sicher eine genaueres und begründeteres über diese Stimme sagen! Das war immerhin die Partie einer Lucia Valentini Terrani, Daniela Barcellona oder Stephanie Blythe.

Auf dem Opernball ist sie auch aufgetreten.
Der NDR nahm das zum Anlass, die Sängerin kurz in seinem Magazin "Hallo Niedersachsen" vorzustellen:

http://www.ardmediathek.de/tv/Hallo-Nied…mentId=50330676

Ich gebe hier mal noch die biografischen Angaben wieder , die sich auf der Homepage der Staatsoper Hannover finden!

Zitat

Josy Santos wurde in Bahia (Brasilien) geboren und studierte an der Universität Cruzeiro do Sul. 2009 schloss sie ihr Studium mit dem Bachelor für Gesang ab. Ihr weiterer Studienweg führte die Mezzosopranistin an die HfMDK Frankfurt zur Prof. Ursula Targler-Sell.
Bühnenerfahrungen und Repertoirekenntnisse sammelte sie seit ihrem Debüt 2010 in Brasilien und seit 2013 in Deutschland (Dardano in Händels »Amadigi di Gaula«, Zita in Puccinis »Gianni Schicchi«, Angelina in Rossinis »La Cenerentola«, Maddalena in Verdis »Rigoletto«, Mercédès in »Carmen« sowie Enrichetta di Francia in Belliniy»I puritani«).
Von 2015 bis 2017 war Josy Santos an der Oper Stuttgart als Elevin in viele zahlreichen Partien wie Siebel in Gounods »Faust«, Oberto in Händels »Alcina«, 2. Magd in Strauss‹ »Elektra« und Cherubino in Mozarts »Die Hochzeit des Figaro« zu erleben.
Seit Beginn der Spielzeit 2017/18 ist Josy Santos festes Ensemblemitglied an der Staatsoper Hannover. Dort ist sie unter anderem als Frau von Hufnagel in Hans Werner Henzes »Der Junge Lord«, Page in Richard Strauss‹ »Salome«, Ein Musiker in Puccinis »Manon Lescaut«, Zweite Dame in Mozarts »Die Zauberflöte« und Marchesa Melibea in Rossinis »Die Reise nach Reims« zu erleben. Zudem wird sie auch in der Spielzeit 2017/18 an der Opera National du Rhin (Frankreich) erneut die Samaritana in Riccardo Zandonais »Francesca da Rimini« singen.
Sie arbeitet mit Regisseuren wie Frank Castorf, Peter Konwitschny, Jossi Wieler sowie Dirigenten wie Sylvain Cambreling, Ulf Schirmer, Marc Soustrot und Lorenzo Viotti zusammen.
Das Konzertrepertoire der Solistin umfasst Bach-Kantaten, Garcias h-moll Messe, Haydns sowie Pergolesis »Requiem« und Saint-Saëns‹ »Oratorio de Noël«.
Josy Santos ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe in Deutschland und in Brasilien sowie Finalistin des 36. International Hans Garbor Belvedere Gesangs Wettbewerb in Moskau (Russland). Weiterhin nahm sie an vielen internationalen Festivals teil, z.B. am Rheingau Musik Festival und an der Kammeroper Schloss Rheinsberg.


Liebe Grüße
Caruso41

---------

Lieber Gregor!

Auch Dir ganz herzlichen Dank für Deine Vorstellung von Rosa Feola. Sie kenne ich nicht und mit ihr werde ich mich erst mal beschäftigen. Das könnte leider aber noch etwas dauern!

Liebe Grüße

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Dienstag, 6. März 2018, 13:14

Auf dem Opernball ist sie auch aufgetreten.

Wer das von Caruso eingestellte Video ansieht sollte eigentlich hingerissen sein. Ich lehne mich einmal weit aus dem Fenster: Große Karriere mit hoher Wahrscheinlichkeit prognostiziert. Wir sprechen uns dann in 10 -15 Jahren. Ich teile dann vorher eine Rufnummer im Jenseits mit. Josy braucht nicht all zu viel zu singen. Sie ist eine der Künsterlinnen, wo es die Austrahlung und das Charisma fast von allein macht - und gut singen tut sie auch noch :jubel: :jubel: :jubel:

Herzlichst
Operus

Kaum zu fassen der alte Gockel gerät ins Schwärmen - vielmehr ist auch nicht mehr möglich und mein Schätzle ist und bleibt die ewige Herzdame. :angel:
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Dienstag, 6. März 2018, 19:05

Wer das von Caruso eingestellte Video ansieht sollte eigentlich hingerissen sein.


Lieber Operus,
was meinst Du , warum ich dieses kleine Video eingestellt habe?
Ich wollte Dir damit ein besonderes Vergnügen gönnen!
Nun bin ich gar nicht zum Anhören der Aufnahmen gekommen, die Orsini dankenswerterweise eingestellt hatte, weil ich mich so lange mit den Martern aller Arten beschäftigt habe. Mal sehen, wann dafür denn nun Zeit wäre!

Beste Grüße

Caruso41
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Gregor

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Mittwoch, 7. März 2018, 00:58

Auch Dir ganz herzlichen Dank für Deine Vorstellung von Rosa Feola. Sie kenne ich nicht und mit ihr werde ich mich erst mal beschäftigen. Das könnte leider aber noch etwas dauern!

Das überrascht mich jetzt doch sehr, dass du als Kenner vieler noch wenig bekannter Stimmen ausgerechnet Rosa Feola noch nicht begegnet bist, lieber Caruso. ?( Gerade in den letzten Monaten kam man an ihr ja nicht vorbei, springt sie doch von einem Erfolg zum nächsten. Deswegen, und weil sie inzwischen auch auf dem CD-Markt angekommen ist, habe ich mit dem Gedanken gespielt, ob man ihr nicht gleich einen eigenen thread widmen sollte, habe mich aber vorerst für eine Vorstellung in diesem thread entschieden.

Ihre nächsten Opernauftritte:
April 2018: Don Pasquale (Norina) - Mailänder Scala
Juni 2018: Rigoletto (Gilda) - Bayerische Staatsoper
Juli 2018: Lauretta (Gianni Schicchi) - Bayerische Staatsoper

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Freude bei der Entdeckung von Rosa Feola. :)

Gregor

Caruso41

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Mittwoch, 7. März 2018, 10:18

Das überrascht mich jetzt doch sehr, dass du als Kenner vieler noch wenig bekannter Stimmen ausgerechnet Rosa Feola noch nicht begegnet bist, lieber Caruso. ?( Gerade in den letzten Monaten kam man an ihr ja nicht vorbei, springt sie doch von einem Erfolg zum nächsten.


Lieber Gregor,

inzwischen habe ich tatsächlich bemerkt, dass ich Rosa Feola doch schon mal gehört habe: 2016 als Susanna in Glyndebourne!
Das an Audrey Hepburn erinnernde Gesicht und Minenspiel habe ich nicht vergessen und ich war auch von der gesanglichen Leistung angetan. Mir waren ihre ausgezeichnete Diktion und ihr pointiertes Timing besonders positiv aufgefallen.
Dass sie mir aus den Augen und Ohren kam, muss wohl daran liegen, dass ich nicht mehr oft nach München komme - zumal nicht für Repertoireaufführung von Rigoletto und Gianni Schicchi. Und Wien und Mailand sind fast ganz aus meinen Itineraren verschwunden. Das hängt daran, dass es doch meist berufliche Gründe sind, die mich aus größere Reisen bringen. Da stehen dann andere Städte an!

Beste Grüße

Caruso41
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Mittwoch, 7. März 2018, 20:22


Adriana Gonzalez
Die Sopranistin ist 26 Jahre alt, stammt aus Guatemala und steht noch ganz am Beginn ihrer Laufbahn als Opernsängerin.


Mit dieser Sängerin ist Caruso wieder ein Treffer gelungen. :) Ich habe mir die eingestellten Tonbeispiele mehrmals genau zu Gemüte geführt und mich sogar überwunden, über die missliche Akustik vor allem bei den Strauss-Liedern hinwegzuhören. YouTube hat eben Grenzen. Das ist mir wieder sehr bewusst geworden, obwohl ich die Plattform wegen ihre Vielseitigkeit sehr zu schätzen weiß. Eines aber ist auch deutlich geworden. Eine gut sitzende Stimme triumphiert eben auch über technische Unzulänglichkeiten. Das war schon auf Schelllackplatten so. Der Vergleich mag zwar auf den ersten Blick ziemlich weit hergeholt erscheinen. Es ist nach meiner Überzeugung aber etwas dran. Adriana Gonzalez' Kunst scheint mir nicht so schnell verletzbar. Ich höre da eine gewisse Robustheit, eine Tendenz zur Härte heraus. Die Stimme ist flammend in der Steigerung, etwas veristisch und brustig in der Tiefe. Deshalb wohl für die Oper besser geeignet als für den Liedgesang. Bei den Strauss-Liedern hatte ich den Eindruck, als müsse sie sich zurücknehmen. Sie kommt nicht an Grenzen und lotet die nicht aus, was mir gefällt. Für mich ist es wichtig, dass Sänger nicht ihre gesamtes Potenzial ausschöpfen. Es sollte immer noch Luft nach oben bleiben, eine heimliche Reserve, die unangetastet bleibt. Ich sehe diese begabte Sängerin schon jetzt im darmatischen Fach. Als Sieglinde könnte ich sie mir gut vorstellen. Dafür müsste sie aber an der deutschen Aussprache feilen. Ihre Rusalka geht schon in diese Richtuing. Die Michaela, so überzeugend sie die Szene auch macht, finde ich etwas zu groß vorgetragen. Eine sopranige Carmen, die mein eigenes Ideal ist, würde ich lieber von ihr gehört haben. Kein Zweifel, von dieser jungen sympathischen Sängerin werden wir noch viel erwarten können. Ich bin gespannt und danke Caruso, dass er uns mit ihr bekannt gemacht hat.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

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Donnerstag, 8. März 2018, 19:13

Lieber Rheingold!
Mit dieser Sängerin ist Caruso wieder ein Treffer gelungen. :)

Beste Dank für die Blumen. Hättest Du sie als Corinne in "Viaggio a Reims" gehört, hättest Du sie sicher auch gleich als Entdeckung vorgestellt!

Eines aber ist auch deutlich geworden. Eine gut sitzende Stimme triumphiert eben auch über technische Unzulänglichkeiten.

Das Klagen über die schlechte Tonqualität vieler Youtube-Aufnahmen ist natürlich berechtigt. Vor allem wird dadurch das naive Genießen einer Stimme und das Erkennen ihrer klanglichen Eigenheiten ziemlich erschwert.
Ich kann aber nicht akzeptiren, wenn gesagt wird, dass man infolge der miserablen Aufnahme-Qualität mancher historischer oder auch aktueller Aufnahmen nichts über die Sänger sagen könnte. Über den Sitz der Stimme, die Intonation, die Gesangstechnik, die Manier, den Stil und die Gestaltung sind durchaus begründete Aussagen möglich! Da muss man sich freilich einhören. Das ist ein Lernprozeß. Aber ist nicht das Hören von Musik immer eine Kulturtechnik, die erlernt werden will?

Im konkreten Fall hast Du ja bewiesen, dass Du Dir allein an Hand einiger Aufnahmen ein sehr zutreffendes Bild von Adriana Gonzalez machen konntest! Deine Höreindrücke kann ich auf Grund der Live-Begegnungen nur voll und ganz bestätigen!

Für mich ist es wichtig, dass Sänger nicht ihre gesamtes Potenzial ausschöpfen. Es sollte immer noch Luft nach oben bleiben, eine heimliche Reserve, die unangetastet bleibt. Ich sehe diese begabte Sängerin schon jetzt im darmatischen Fach. Als Sieglinde könnte ich sie mir gut vorstellen.

Dass Adriana Gonzalez eine Zukunft im dramatischen Fach haben könnte, glaube ich auch. Die Stimme füllt schon jetzt ein so riesiges Haus wie das Teatro Liceu höchst eindrucksvoll! Allerdings würde ich ihr nicht raten, den Schritt zu forcieren. Ich verstehe oft den Ehrgeiz nicht, ins damatische Fach zu drängen! Selbst eine so vorzügliche Sängerin wie die Freni mochte ich einfach nicht mehr hören, als sie in Partien wie Elisabeth, Tosca, Elvira oder Aida angesetzt wurde. Da hatte man immer den Eindruck, sie sänge auf den Felgen. "Luft nach oben" war da nicht mehr.
Volle Zustimmung also auch in diesem Punkt!

Ich bin gespannt, ob sich noch mehr Melomanen mit den Aufnahmen von Adriana Gonzalez so intensiv beschäftigen werden wie Du und dann auch etwas über ihre Höreindrücke mitteilen werden!

Liebe Grüße

Caruso41
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