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Siegfried

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  • »Siegfried« ist männlich

Beiträge: 4 708

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

271

Samstag, 4. März 2017, 17:08

Eure DDR-Sänger in Ehren, doch "neue Stimmen" sind das wahrlich nicht. Ich halte es für sinnvoll, den Thread hier nicht zu verwässern.
Freundliche Grüße Siegfried

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 8 059

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

272

Samstag, 4. März 2017, 17:19

So wenig wie deine Lieblingssänger aus dem schönen Baden-Württenberg vor etwa einem halben Jahrhundert. Wie sinnvoll es also ist, dass man nun, wenn man diese Seite aufruft, jetzt immer zuerst ganz oben deinen Beitrag liest, weiß ich auch nicht...
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Siegfried

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  • »Siegfried« ist männlich

Beiträge: 4 708

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

273

Samstag, 4. März 2017, 18:35

...dass man nun...

nur der guten Ordnung halber ;)
Freundliche Grüße Siegfried

Rheingold1876

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  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 774

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

274

Samstag, 4. März 2017, 18:42

Oder hast Du und andere schon mal "Isabella Nawe, Gisela Schröter, Fritz Hübner, Eberhard Büchner, Siegfried Vogel", um nur einige zu nennen, gehört oder gesehen?
Meinungen und Äußerungen im Vergleich zu heutigen "Stars" würden sich nun anbieten und wären bestimmt interessant.
Auch über den damaligen interpretatorischen Zeitgeist vor rund 40 Jahren im Gegensatz zu heute, könnte man diskutieren.
Und darüber hinaus sind in den jeweiligen Szenenausschnitten auch Kostüme und Bühnenbilder zu sehen, über die man im Vergleich zur Gegenwart, ebenfalls diskutieren könnte.


Hallo Chrissy, Du sagst es selbst - das alles ist um die vierzig Jahre her. Das Gala-Doppelalbum, das jetzt bei Berlin Classics neu aufgelegt wurde und auch in dem von Dir genannten Thread Erwähnung fand, entstand 1987! Vielen unseren Musikfreunden aus dem anderen Teil Deutschlands, aus Österreich oder aus der Schweiz sagen manche Namen wirklich nichts. Die Tonträger-Lage ist nicht immer befriedigend. Tatsächlich wurde im Westen sehr viel mehr produziert und auch veröffentlicht. Und die Youtube-Dokumente aus der DDR taugen oft nur zur Information. Klanglich schrecken sie nicht selten mehr ab, als dass man sich darauf einlassen könnte, um eine Stimme zu entdecken. Da muss man sehr hartgesotten und geübt sein im Hören. Ich muss mich auch davor hüten, dass ich mir dadurch nicht meinen Geschmack verderbe, weil ich selbst solche Dokumente zitiere und sie auch auf meinen Festplatten speichere. Aber wir haben nicht immer die Wahl.Ein Großteil dessen, was in der DDR aufgenommen wurde, liegt nahezu unzugänglich im Deutschen Rundfunkarchiv. Wer etwas davon haben will, muss tief in die Tasche greifen.

Im Moment geht der Trend im Forum zur Gegenwart, zu neuen Stimmen, zu Sängern also, die noch leben. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Ob sie anhält, wird sich zeigen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eines Tages das historische Interesse wieder die Oberhand gewinnt. Solche Trends sind auch abhängig von den Mitgliedern, die sich dafür engagieren. Im Moment müssen sich Mitglieder, die sich ehr rückwärtsgewandt einbringen, auch Kritik gefallen lassen. So ist das nun mal. Ich gehe inzwischen viel zu wenig in die Oper, um hier mitreden zu können. Niemand wird Dich aber davon abhalten, Threads zu eröffnen, Sänger vorzustellen, die Dir wichtig sind, Vergleich anzustellen usw. Gelesen wirst Du bestimmt. Nicht immer gibt es Reaktionen, wie sie jeder sich wünscht. Nicht verzagen!

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

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275

Samstag, 4. März 2017, 20:50

Schade , lieber Rheingold, ich hatte je insgeheim gehofft, dass Du schreiben würdest, Du hättest Interesse an einem Thread über Meyerbeer, seine Opern und Ihre Interpreten. Dann hätte ich mut gehabt, so einen Thread zu starten.

So jetzt sollte aber wieder das eigentliche Thema dieses Threads diskutiert werden! Noch ist ja wohl längst nicht alles zu Davide Luciano, Marianne Crébassa, Florian Sempey, Anna Lucia Richter, Kristian Benedikt, Clémentine Margaine und den anderen hier vorgestellten "Neuen Stimmen" gesagt.

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

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hart

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  • »hart« ist männlich

Beiträge: 1 887

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2009

276

Sonntag, 5. März 2017, 00:23

Der junge Bariton Samuel Hasselhorn holt ganz aktuell noch einen Preis

Der Bariton Samuel Hasselhorn ist 1990 geboren und war 2016 dritter Preisträger des Internationalen Hugo-Wolf-Lied-Wettbewerbs, Gewinner der Young Concert Artists Auditions in New York und 2. Preisträger des Wigmore Hall Song Competition 2015. Im Herbst 2013 errang er den 1. Preis beim Internationalen Schubert Wettbewerb in Dortmund und den »Prix de Lied« beim Boulanger-Wettbewerb in Paris als bester Liedsänger. In Folge dessen war er im Sommer 2014 Stipendiat des Ravinia Music Festivals in Chicago und im Januar 2015 an der Carnegie Hall in New York zu hören.

Die Grundlage zu diesen Erfolgen erarbeitete sich der junge Bariton Im Rahmen von Meisterkursen und Studien bei Kiri Te Kanawa, Kevin Murphy, Prof. Thomas Quasthoff, Helen Donath, Annette Dasch, Prof. Günter Binge, Irwin Gage, Angelika Kirchschlager, Prof. Edith Wiens ...

Liederabende führten ihn bereits nach Japan, in die USA, die Schweiz, Belgien, Luxemburg, Frankreich und Deutschland.

Seinen allerneuesten Erfolg errang er gestern Abend, wo ihm beim Wettbewerb »Das Lied - International Song Competition« in Heidelberg von einer hochkarätig besetzten Jury der erste Preis zuerkannt wurde - also neuer geht´s kaum ...

Rheingold1876

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  • »Rheingold1876« ist männlich

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277

Sonntag, 5. März 2017, 08:52

Ja, lieber hart, den Samuel Hasselhorn wird man sich merken müssen - und wollen. Sehr schönes üppiges Material, das er noch etwas zu vordergründig einsetzt in den Dokumenten, die ich kenne. Das macht aber rein gar nichts. An der Ausgestaltung wird er arbeiten müssen. Ganz bestimmt dürfen wir aber von jungen Sängern keine an den alten orientierte Interpretation erwarten. Die sollen ja wie 2017 singen und nicht wie 1950. Lernen können sie immer den genauen Umgang mit dem Wort und der Interpunktion. Mich überrascht sehr positiv, dass sich diese neue Generation dem Lied zuwendet. Kasselhorn sogar Pfizner Auch wenn es vielleicht nur eine Zwischenstation ist, legt die Erarbeitung von Liedern bleibende Grundlagen. Kasselhorn wird bestimmt bei diesem Genre bleiben. Dafür ist die hörbare Freude daran, die sich mitteilt, zu stark. Sein dramatischer "Feuereiter" hat schon Klasse.



Eine CD habe ich auch gefunden - aber nicht gehört:




Weiter oben und an anderer Stelle ist sein Name bereits gefallen: Benjamin Appl. Alfred hatte auf seine neue CD verwiesen, die hier auf meinem Tisch liegt:



Das Besondere daran ist ihr Thema: Heimat. Ihm folgt die Auswahl der Lieder, in deren Texten das Wort Heimat in direkter Form gar nicht vorkommt. Ich habe das genau nachgelesen. Die Auswahl ist assoziativ. Mir gefällt, dass sich ein junger Künstler, der aus Regensburg stammt und jetzt vornehmlich in London lebt, Gedanken über Heimat macht, über diesen auch sehr belasteten Begriff. Wobei er selbst doch durch und durch europäisch geprägt ist. Im Booklet äußert er dazu einige kluge Gedanken. Appl ist sehr unbefangen in der Äußerung seiner Gefühle. Wenn er die jetzt noch stärker in seiner Interpretation platzieren könnte, wäre es perfekt.

Ich bin sehr angetan vom Nachwuchs und beneide diejenigen, die mehr davon live erleben können. Apple macht mit seiner CD eine große Tournee, hier in Berlin legt er leider kleine Station ein. Mir scheint, in Berlin ist der Fokus zu stark auf dem Glamourfaktor gerichtet. Ich wünsche mir Liederabende mit jungen - aber auch mit gestandenen Sängern als eine feste verlässliche Institution. Möglich vormittags.

Nun, lieber Caruso, mit dem Meyerbeer wird das meinerseits wohl nichts. Dafür habe ich zu wenig Bezug zu diesem Komponisten. Ich kenne zwar die Opern ganz gut, was aber nicht genug ist. In Berlin habe ich mir die neuen Inszenierungen - Vasco und Huguenots - sogar jeweils zweimal angesehen, weil ich vor allem die Tenöre hören wollte. Über Vasco und das Schiffchen wurde ja anderenorts heftig gestritten. Da hatte ich mich auch beteiligt. Allerdings ging die Debatte in eine Richtung, die mir nicht so zusagte. Leider komme ich nicht mehr so häufig in die Oper. Viele Werke interessieren mich auf der Bühne nicht mehr so brennend wie früher. Ich höre sie lieber. Wenn es aber den französischen "Tannhäuser" von 1861 in Monte-Carlo gibt, dann scheue ich nicht die sehr aufwändige Reise dorthin. So ist das. Am 1. April gibt es im Landestheater Dessau "Cavalleria" von Mascagni gekoppelt mit "A Santa Lucia" von Pierantonio Tasca. Das finde ich spannend, das muss ich sehen und hören.

Herzliche Grüße in die Runde und von Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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Caruso41

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278

Sonntag, 5. März 2017, 09:26

Samuel Hasselhorn

Lieber Hart!
Hab Dank, dass Du uns Samuel Hasselhorn vorgestellt hast.
Und gleich mit einem tollen, ganz neuen Preis im Gepäck! Glückwunsch dem Bariton!

Ich kannte Samuel Hasselhorn bisher nicht und habe gleich mal ein paar Aufnahmen von ihm angehört. Rheingold war schneller und hat schon die Stimme und seine Gesangskunst charakterisiert. Dem kann ich voll zustimmen. Es ist schön, wie er die Interpretation ganz aus dem Wort entwickelt ohne maniriert zu werden oder Klang und Linie zu vernachlässigen.

Ich will ihn mal noch mit "Die beiden Grenadiere" von Heine/Schumann vorstellen, weil auch da seine Fähigkeit, eine Geschichte zu erzählen, schön zu hören ist. Vielleicht noch etwas vorgründig, auch ohne Heines Ironie, aber sehr persönlich gestaltet! Und fesselnd!


Wenn man ihn dann mit dem Lied an den Abendstern aus dem Tannhäuser hört - leider nur mit Klavierbegleitung - dann ist man erstaunt, wie viel Volumen, Fülle und dunkle Farbe er dem Stück geben kann. Und wie viel kantable Schönheit!



Ganz sicher ein Sänger, den wir im Auge behalten müssen!

Lieber Rheingold!

Schade, dass Du in einem Thread über Meyerbeer nicht mitmachen willst. Aber das sollten wir hier nicht verhandeln. Es passt nicht in diesen Thread, obwohl Uwe Stickerts Raoul und Sixtus merkwürdige Wertung seiner Gesangsleistung den Anstoßdazu gegeben haben.

Euch beiden
Eine schönen Sonnatg

Caruso41
;) - ;) - ;)

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m.joho

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279

Dienstag, 7. März 2017, 17:07

Nun möchte ich auch einmal eine "neue" Stimme hier einstellen:
Nelson Martinez, geboren 1981 in Kuba, der soeben einen grossen Erfolg an der Met als Giorgio Germont erlebt hat, könnte uns von der momentanen Misere im Fach des dramatischen Baritons erlösen, so dass man künftig nicht mehr auf Thomas Hampson (für den er eingesprungen ist) oder gar den Baritenor Domingo zurückgreiffen muss:

Caruso41

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280

Dienstag, 7. März 2017, 18:55

Nelson Martinez

Ganz toll, lieber m.joho, dass Du hier ein richtiges Schwergewicht eingestellt hast!
Ich habe Nelson Martinez mal als Monterone gehört und seine Verfluchung Rigolettos war ein mächtiger Orkan, den ich so schnell nicht vergessen werde. Ich glaube er singt hauptsächlich an der Miami Lyric Opera! Ich habe ihn aber etwas aus den Blick verloren.

Jetzt muss ich weg.
Morgen will ich aber gerne mal etwas recherchieren.
Jetzt vielleicht nur ein weiteres Video, das ich kürzlich schon mal gehört hatte und eindrücklich fand.



Noch braucht er einigen Feinschliff, aber eine Prachtstimme und eine gute Technik sind da!

Liebe Grüße

Caruso41
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Caruso41

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281

Mittwoch, 8. März 2017, 11:26

Nelson Martinez

Zu der Biographie und Karriere von Nelson Martinez haben ich nur Informationen im Netz finden können, die von seiner Agentur veröffentlicht wurden.

Zitat

Cuban-American Baritone Nelson Martinez, began his operatic career at the young age of 19 singing to great praise and critical acclaim throughout opera houses around the world, with a variety of Italian and French Operas, as well as Cuban and Spanish Zarzuelas. Mr. Martinez’ voice is that of a high dramatic Verdian baritone, combining elegant legato with insightful musicality. He has a commanding and dominating stage presence.

Mr. Martinez joined the Metropolitan Opera’s roster in 2016 covering Count di Luna in The Met’s production of Il trovatore and returned in 2017 singing the role of Monterone in Rigoletto and Giorgio Germont in La traviata to great reviews.

Critics described Mr. Martinez as “the real deal, his voice is huge, his presence powerful, and when necessary, scaled down for moments of sensitivity and pathos. The sweetness that is essential for the father-daughter duets is mesmerizing. This is a true Verdi baritone”, for his performance of Nabucco in Nabucco with Florida Grand Opera. In the 2013-14 season Mr. Martinez made his debut with the Greek National Opera in the title role of Rigoletto in Rigoletto, Nabucco in Nabucco with the Florida Grand Opera and Falstaff in Falstaff with the Theatro Municipal de Sao Paolo.

Mr. Martinez has also performed with such opera companies as, The Metropolitan Opera, Greek National Opera, Theatro Municipal de Sao Paulo, Winter Opera St. Louis, Opera Carolina, Knoxville Opera, Miami Lyric Opera, Metro Lyric Opera of New Jersey, Baltimore Opera, Sociedad Pro Arte Gratelli of Miami among others.

Mr. Martinez began his vocal studies in Cuba under the direction of Mr. Raul Camayd and later with Nayade Proenza.

Future engagements include Conte di Luna in Il trovatore and Enrico in Lucia di Lammermoor with the Metropolitan Opera.

Mr. Martinez resides in Miami, FL where he studies with Hilda del Castillo.


Es gibt immerhin etliche Rezensionen, die interessant sind. Davon habe ich mal zwei ausgewählt!

Über seinen Scarpia schrieb South Florida Classical Review Sun Aug 28, 2016

Zitat

The role of Scarpia can seem a stock villain but Nelson Martinez made the conniving commander into a larger-than-life figure. Recently signed by the Met, Martinez’s dark, booming baritone commanded attention from his first appearance. In the “Te Deum” that closes the opera’s first act, Martinez managed to combine sheer vocal power, elegance and malevolence in a striking manner with his voice easily resounding over the full orchestra and chorus. The tension was palpable in his scenes with Avila, Martinez registering Scarpia’s evil intentions even when he seemed to act with dignity and kindness.


Über das Einspringer-Debut an der Metropolitan Opera schrieb die New York Cassical Review Mar 02, 2017

Zitat

Thomas Hampson was too ill to go on Wednesday as Germont père, opening the door for his cover, Nelson Martínez, to become the surprise star of the evening, sporting a cavernous, mahogany voice of generous size and wooly texture. He was a little stiff when he first entered, projecting almost too much authority, yet this made his transition to humility only more effective, as he melted into the tender “Pura, siccome un angelo” and the sighing aria “Di Provenza il mar,” in which he pleads with Alfredo to come home.


Die dunkle voluminöse Stimme wird mit großer Sorgfalt sowie mit Musikalität und Stilbewußtsein geführt! Er verfügt über ein elegantes Legato und kann mit mächtigen Spitzentönen prunken. Das macht Lust, ihn wieder zu hören! Es ist ihm zu wünschen, dass er jetzt nicht einfach in die großen Rollen an großen Häusern geworfen wird, sondern mit guten Dirigenten sorgfältig an Phrasierung und Gestaltung arbeiten kann.

.....noch eine Aufnahme, die allerdings schon etwas älter ist:




Caruso41
;) - ;) - ;)

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Caruso41

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282

Montag, 13. März 2017, 09:18

Lieber m.joho!

"Nulla!......Silenzo!"

Damit hast Du vor einer Woche Nelson Martinez vorgestellt.

Leider hat auch diese Vorstellung wieder keine Reaktion bei Tamino hervorgerufen!

"Nulla!......Silenzo!"

Nelson Martinez wird trotzdem seinen Weg gehen!
Ganz sicher!

Beste Grüße
Caruso41
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rodolfo39

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283

Montag, 13. März 2017, 11:05

Das sehe ich auch so lieber Caruso das er seinen Weg machen wird. ÜEine wunderbare Stimme die angenehm zu hören ist.

rodolfo39

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284

Mittwoch, 22. März 2017, 18:13

Gehört zwar eigentlich nicht hierher, aber der Tenor Paolo Fanale, der hier Ich schon vorgestellt worden ist, ist heute Abend auf Radio Rai 3 ab 19.50 Uhr in einer Live Übertraging aus der Oper Rom als Roberto in Maria Stuarda von Donizetti zu hören.

Beiträge: 83

Registrierungsdatum: 22. Februar 2007

285

Donnerstag, 23. März 2017, 15:57

Egal, ob es hier eine aktive Beteiligung gibt oder nicht, dieser Thread ist hochinteressant! Vielen Dank dafür! Vielleicht beteilige ich mich demnächst auch einmal.

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

286

Donnerstag, 23. März 2017, 19:24

Lieber Kapellmeister Storch,
Deine Mitgliedschaft stößt auf Interesse, wahrscheinlich nicht nur bei mir. Wärst Du vielleicht so nett sein im Thread: "Neue Mitglieder Stellen sich vor," ein bßchen etwas von Dir erzählen. Ich bin gespannt - einstweilen bereits herzlich willkommen.
Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Stimmenliebhaber

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Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

287

Donnerstag, 23. März 2017, 22:42

Wenn ich sein Eintrittsdatum sehe, ist er länger dabei als du!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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chrissy

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288

Freitag, 24. März 2017, 22:52

Liebe Melomanen,
wir entdecken doch immer wieder gerne neue Stimmen.
Und die wollen wir dann auch anderen vorstellen.
Wollen erfahren, wie sie ihnen gefallen.
Ich starte jetzt mal einen Thread, wo man einfach solche neuen Stimmen, die uns aufgefallen sind, die wir schön, interessant oder reizvoll fanden und von denen wir uns einiges erwarten können, vorstellen - ohne gleich einen eigenen Thread für sie anzulegen.
Titusz Tóbisz ungar. Tenor
Da möchte ich aus aktuellem Anlaß mal vorgreifen und einen Tenor vorstellen, den ich bisher nicht kannte und auch noch nie von ihm gehört habe.
Der aktuelle Anlaß ist, daß ich ihn morgen live hören und sehen werde.
Wir fahren am Sonnabend nach Liberec /Reichenberg zu "Jenufa" und dort singt er die Partie des "Laca Klemen".
Mal sehen, ob ich da etwas mehr über ihn erfahre. Bis jetzt weiß ich nur, er ist ein ungar. Tenor, der nicht fest zum Haus gehört, sondern in der Partie gastiert .
Ich habe versucht im Netz etwas über ihn zu erfahren, aber nicht viel gefunden und das Wenige in ausländischer Schrift.
Dafür habe ich aber bei Youtube ein paar Aufnahmen gefunden, die ich reinstelle. Ich sage mal, rein optisch sieht er schon etwas verwegen aus, ganz anders, als man sich
herkömmlich einen seriösen Tenor vorstellt. Aber seine Stimme klingt sehr interessant. Ich bin jedenfalls neugierig und sehr gespannt auf morgen abend.
CHRISSY

Vesti la giubba https://www.youtube.com/watch?v=G8MQHn7rr40

Nessun dorma https://www.youtube.com/watch?v=b5r2YxSs7XE

Che gelida manina https://www.youtube.com/watch?v=yGhIQlrxpmQ

E luccevan le stelle https://www.youtube.com/watch?v=dDw1PnTiSAk
Jegliches hat seine Zeit...

La Roche

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289

Samstag, 25. März 2017, 10:29

"Nulla!......Silenzo!"
Lieber Caruso41, ich weigere mich seit 60 jahren, englisch zu lernen. Das wird sich nicht ändern.
Ich bin fremdsprachlich total unbegabt. Ich weiß immerhin, daß o.g. Aussage nicht englisch ist.

Trotzdem lese ich alle Beiträge hier, aber um mitreden zu können, fehlt mir das Hörerlebnis. Aber es interessiert mich schon, was hier geschrieben steht.

Herzlichst La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


Caruso41

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290

Mittwoch, 29. März 2017, 10:58



"Nulla!......Silenzo!"


Lieber Caruso41, ich weigere mich seit 60 jahren, englisch zu lernen. Das wird sich nicht ändern.
Ich bin fremdsprachlich total unbegabt. Ich weiß immerhin, daß o.g. Aussage nicht englisch ist.

Trotzdem lese ich alle Beiträge hier, aber um mitreden zu können, fehlt mir das Hörerlebnis. Aber es interessiert mich schon, was hier geschrieben steht.

Herzlichst La Roche


Lieber La Roche,

nein, englisch ist das Zitat nicht.
Es handelt sich um die erste Worte der Arie aus Puccinis IL TABARRO (Der Mantel), mit der m.joho den Bariton Nelson Martinez vorgestellt hat! Und natürlich singt er italienisch - obwohl er Binnenschiffer auf der Seine ist und in Paris ankert! Ja so ist das mit den Fremdsprachen!

Und was heißt das nun?
"Nulla!......Silenzo!"
"Nichts!.......Schweigen!"

Ich hatte diese Worte aus der letzten Vorstellung einer Neuen Stimme zitiert, weil sie auch die Reaktion aus diese Vorstellung treffend beschreiben.

Nachdem wir das geklärt hätten, zu Wichtigerem:
Dass Du nämlich nicht mitreden kannst, weil Dir Hörerlebnisse fehlen, leuchtet mir nicht ganz ein. Jeder Sänger bisher ist ja mit Videos vorgestellt worden, die Du hättest anhören können. Du beschreibst ja öfter Deine Hörerlebnisse zum Beispiel von Roswaenge. Warum kannst Du nicht auch über Tenöre wie Yosep Kang, Jean-Noel Briend, Piero Pretti, Levy Sekgapane oder Kristian Benedikt schreiben? Vielleicht auch über Baritöner, Soprane und Mezzos?

Titusz Tóbisz ungar. Tenor
Da möchte ich aus aktuellem Anlaß mal vorgreifen und einen Tenor vorstellen, den ich bisher nicht kannte und auch noch nie von ihm gehört habe.
Der aktuelle Anlaß ist, daß ich ihn morgen live hören und sehen werde.
Wir fahren am Sonnabend nach Liberec /Reichenberg zu "Jenufa" und dort singt er die Partie des "Laca Klemen".


Lieber Chrissy,

sehr schön, dass Du Dir ein Herz gefasst und auch eine Neue Stimme vorgestellt hast. Ich bin gespannt auf Deinen Bericht, wenn Du ihn live - und vor allem: in der Oper gehört hast.
Nach den eingestellten Videos kann man schwer etwas über die Stimme sagen, da halt Rockmusik ziemlich andere Anforderungen an den Sänger stellt als Operngesang. Er nimmt Hit-Arien aus Opern, singt sie aber nicht nach den Regel der klassischen Gesangskunst. Ihm geht es um anderes. Da ist es unfair nach Regeln zu messen, was nicht nach den Regeln ist (um das bekannte Meistersinger-Zitat etwas abzuwandeln). Man könnte natürlich fehlende Atemstütze, mangelndes Legato und so weiter bemängeln. Aber braucht es das für Rockmusik?
Seinem Publikum scheint es ja gefallen zu haben!

Ich bin gespannt, wie er in der Oper gesungen hat!

Mit lieben Grüßen

Caruso41
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La Roche

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291

Mittwoch, 29. März 2017, 13:48

Ich bin fremdsprachlich total unbegabt. Ich weiß immerhin, daß o.g. Aussage nicht englisch ist.
Lieber Caruso41,

danke für die Belehrung. Aber mitbekommen habe ich schon, daß Dein Spruch "Nulla!... Silenzio" nicht aus dem Englischen kommt.

Immerhin mußte ich 3 Jahre Latein lernen, trotz alledem auch 5 Jahre englisch (mit einer 4 im Abizeugnis) und 10 Jahre russisch. Meine Unbeholfenheit im Gebrauch fremder Vokabeln hat dann auch dazu geführt, daß ich während meiner 3 Jahre Tätigkeit im Ural bei den kleinsten Gesprächen mit russischen Partnern einen Dolmetscher brauchte. Die 10 Jahre waren umsonst. Sicher lag es auch an mir, ich hatte einfach kein Interesse.

Herzlichst La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


chrissy

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292

Mittwoch, 29. März 2017, 15:09

Titusz Tóbisz ungar. Tenor
Da möchte ich aus aktuellem Anlaß mal vorgreifen und einen Tenor vorstellen, den ich bisher nicht kannte und auch noch nie von ihm gehört habe.
Der aktuelle Anlaß ist, daß ich ihn morgen live hören und sehen werde.
Wir fahren am Sonnabend nach Liberec /Reichenberg zu "Jenufa" und dort singt er die Partie des "Laca Klemen".
Lieber Chrissy,
sehr schön, dass Du Dir ein Herz gefasst und auch eine Neue Stimme vorgestellt hast. Ich bin gespannt auf Deinen Bericht, wenn Du ihn live - und vor allem: in der Oper gehört hast.
Nach den eingestellten Videos kann man schwer etwas über die Stimme sagen, da halt Rockmusik ziemlich andere Anforderungen an den Sänger stellt als Operngesang. Er nimmt Hit-Arien aus Opern, singt sie aber nicht nach den Regel der klassischen Gesangskunst. Ihm geht es um anderes. Da ist es unfair nach Regeln zu messen, was nicht nach den Regeln ist (um das bekannte Meistersinger-Zitat etwas abzuwandeln). Man könnte natürlich fehlende Atemstütze, mangelndes Legato und so weiter bemängeln. Aber braucht es das für Rockmusik?
Seinem Publikum scheint es ja gefallen zu haben!
Ich bin gespannt, wie er in der Oper gesungen hat!
Mit lieben Grüßen
Caruso41
Hallo, Caruso
Vielen Dank für Deine Antwort und Dein Interesse.
Du hast natürlich mit Deiner Meinung und Einschätzung, zu den von mir reingestellten Musik - Videos, völlig recht. Die Qualität ist nicht richtig gut,
die Stimme klingt etwas dumpf und der musikalische Rahmen, das Umfeld, ist auch nicht gerade ideal. Aber ich habe leider keine anderen gefunden.
Ich habe diese, wie geschrieben, aus aktuellem Anlaß reingestellt, weil ich wußte und neugierig war, diesen Tenor dann am nächsten Tag live zu erleben.
Auch wenn ich das Erlebte hier nicht deutlich machen kann, ich war positiv überrascht und beeindruckt - er war wirlich richtig gut, ganz anders und viel besser,
als man es anhand der Videos, auch von seinem dortigen Erscheinungsbild her, vermutet.
Siehe auch meinen Btr. im Thread "Gestern in der Oper" "Jenufa" in Liberec /Reichenberg - eine großartige, beeindruckende Ensembleleistung
Herzlichst
CHRISSY
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Caruso41

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293

Mittwoch, 29. März 2017, 15:54

Titusz Tóbisz

Auch wenn ich das Erlebte hier nicht deutlich machen kann, ich war positiv überrascht und beeindruckt - er war wirlich richtig gut, ganz anders und viel besser, als man es anhand der Videos, auch von seinem dortigen Erscheinungsbild her, vermutet.


Sein Erscheinuungsbild könnte irgendwie auf einen trefflichen Siegmund oder Siefried deuten!



Titusz Tóbisz, Tenor, kommt aus Rimavská Sobota (Stadt im Landesbezirk Banská Bystrica im Süden der Slowakei nahe der ungarischen Grenze! Auf deutsch Großsteffelsdorf, ungarisch Rimaszombat).

Er studierte in Budapest und in Košice Operngesang, war unter anderem Schüler der berühmten ungarischen Sänger/Professoren Dénes Gulyás und Eva Bátori. Er debütierte als Sänger am Thália Theater in Košice, wo er seit sieben Jahren, mehrere Opernpartien erobert hat, allerdings zumeist nur kleine! Im Frühjahr 2016 hat er am Szeged National Theatre (Ein sehr schönes Haus!!) Manrico gesungen und im Frühjahr 2017 - wie Du ja auch gehört hast - am Divadlo F X Šaldy in Liberec den Laca in Jenufa.
Als sein großes Vorbild bezeichnet er José Cura. Seine Karriere scheint doch noch sehr am Anfang zu stehen.

Mal sehen, vielleicht kommt ja mal eine Aufnahme, nach der man die Stimme einigermaßen beurteilen kann.
Schon etwas mehr Aufschluß gibt immerhin das Video:


Beste Grüße

Caruso41
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chrissy

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Mittwoch, 29. März 2017, 19:01


Mal sehen, vielleicht kommt ja mal eine Aufnahme, nach der man die Stimme einigermaßen beurteilen kann.
Schon etwas mehr Aufschluß gibt immerhin das Video:


Beste Grüße

Caruso41
Hallo, Caruso
Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du ein Video reingestellt? Ich kann es allerdings nicht finden.
Unabhängig davon, danke ich für die Info über den Werdegang und die künstlerische Vita dieses Tenors.
Wie Du richtig schreibst, in Liberec singt er als Gast die Partie des "Laca" in Jenufa.
Dort habe ich ihn vor ein paar Tagen live erlebt und ich wiederhole mich gern - er war richtig gut und steht vielleicht am Anfang einer größeren Karriere.
Herzliche Grüße
CHRISSY
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Donnerstag, 30. März 2017, 08:45

Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du ein Video reingestellt? Ich kann es allerdings nicht finden.


Irgendwie ist das wieder verschwunden!
Deshalb ein neuerlicher Versuch:

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chrissy

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Donnerstag, 30. März 2017, 13:01

Hallo, Caruso
Vielen Dank für diesen Link. Die erste Minute ist nicht nur anhörenswert, sondern auch aussagefähig.
"Dein ist mein ganzes Herz" - wie ich finde und meine, großartig und in allem sicher gesungen. Und keinesfalls schlechter, wie ein bekannter und berühmter Sänger,
der dieses Stück vor gut einem Monat, bei einer TV - Übertragung aus einem großen Opernhaus auch gesungen hat. Dessen Vorzüge sehe ich vor
allem nur in seinem gewissen Charme, seinem Charisma und seiner optischen Erscheinung, die wohl besonders die Damenwelt beeindruckt.
Interessant und richtig gut in dem reingestellten Video, auch das Finale von "Vesti la giubba" ab Min. 5.25.
Ich glaube, der Tenor Titusz Tobisz, richtig geführt, eingesetzt und vermarktet, hat bestimmt noch eine größere Karriere vor sich.
CHRISSY
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chrissy

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Samstag, 1. April 2017, 15:01

Hallo, Caruso
Vielen Dank für diesen Link. Die erste Minute ist nicht nur anhörenswert, sondern auch aussagefähig.
"Dein ist mein ganzes Herz" - wie ich finde und meine, großartig und in allem sicher gesungen. Und keinesfalls schlechter, wie ein bekannter und berühmter Sänger,
der dieses Stück vor gut einem Monat, bei einer TV - Übertragung aus einem großen Opernhaus auch gesungen hat. Dessen Vorzüge sehe ich vor
allem nur in seinem gewissen Charme, seinem Charisma und seiner optischen Erscheinung, die wohl besonders die Damenwelt beeindruckt.
Ich glaube, der Tenor Titusz Tobisz, richtig geführt, eingesetzt und vermarktet, hat bestimmt noch eine größere Karriere vor sich.
CHRISSY

Zitat von »Caruso41«

Mal sehen, vielleicht kommt ja mal eine Aufnahme, nach der man die Stimme einigermaßen beurteilen kann.
Caruso hatte ja einen Link eingestellt, auf dem nur der Anfang von "Dein ist mein ganzes Herz", gesungen von dem Tenor "Titusz Tobisz", zu hören und zu sehen war.
Ich habe es jetzt als Ganzes gefunden (ab Min. 0.30) und stelle es unten für Interessenten rein. Und jetzt, wo ich es als Ganzes höre, versteigere ich mich zu der Meinung -
mir gefällt es weit besser, als von dem anderen berühmten Sänger, auch wenn ich mich nun evtl. harscher Kritik aussetze, sei´s drum...
Aber hier im Finale - kräftig, strahlend, sicher - kein Knödeln mit gehauchter Kopf - oder Falsettstimme.
CHRISSY

Dein ist mein ganzes Herz https://www.youtube.com/watch?v=e1hC2XamkNk

Vesti la giubba https://www.youtube.com/watch?v=RkIEpkgXQ4U
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Sonntag, 2. April 2017, 15:05

Lieber Chrissy, soeben habe ich mir den Titusz Tobisz mit dem Land des Lächelns angehört. Ich könnte mir diesen Mann durchaus an größeren Häusern vorstellen, und seine Stimmkraft würde mich neugierig machen, ihn die Gralserzählung singen zu hören. Seine Stimme hat mir besser gefallen als die Veruche von Kaufmann, seine nicht funktionierende Bruststimme vorzuführen, gerade im Land des Lächelns. Seine Stimme ist weniger die eines Italieners a la Herzog oder Alfred, mehr die eines Heldentenors. Als Othello oder Kalaf, als Radames oder Andre Chenier würde er mir wohl gefallen, wenn man das an Hand einiger Videos überhaupt einschätzen kann.

Mir hat er ausgesprochen gut gefallen, und es ist schon ein Wunder, daß in Liberec solch gute Sänger losgelassen werden. Immerhin ist Liberec nicht das Mekka der Opernfreunde aus ganz Deutschland. Ein wenig zu beneiden bist Du schon.

Herzlichst La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


chrissy

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Sonntag, 2. April 2017, 16:32

Lieber Chrissy, soeben habe ich mir den Titusz Tobisz mit dem Land des Lächelns angehört. Ich könnte mir diesen Mann durchaus an größeren Häusern vorstellen, und seine Stimmkraft würde mich neugierig machen, ihn die Gralserzählung singen zu hören. Seine Stimme hat mir besser gefallen als die Versuche von Kaufmann, seine nicht funktionierende Bruststimme vorzuführen, gerade im Land des Lächelns. Seine Stimme ist weniger die eines Italieners a la Herzog oder Alfred, mehr die eines Heldentenors. Als Othello oder Kalaf, als Radames oder Andre Chenier würde er mir wohl gefallen, wenn man das an Hand einiger Videos überhaupt einschätzen kann. Mir hat er ausgesprochen gut gefallen
Hallo, lieber La Roche
Über Deine Zustimmung, bzw. unsere Meinungsübereinstimmung, habe ich mich sehr gefreut. Ich habe diesen Tenor ja vor einer reichlichen Woche live erlebt
und stimme auch hier mit Dir überein - ich sehe seinen Schwerpunkt, ebenfalls wie Du, auch in den dramatischen, stimmlich schwereren Partien.
Selbst wenn er Partien wie "Rodolfo, Duca oder Alfredo" bestimmt kann, wäre er vermutlich hier wahrscheinlich nicht ideal besetzt.
Ich glaube, da würde ihm wohl etwas das typische und notwendige "Italianita", der Schmelz und die notwendige gefühlvolle Geschmeidigkeit fehlen.
Aber ich finde auch, er ist ein richtig guter Tenor mit einer großartigen Stimme. Richtig eingesetzt und vermarktet, hat er hoffentlich noch eine große Karriere vor sich.
Ich wünsche ihm das von ganzem Herzen, zumal er wohl auch im "besten Sängeralter" ist.
... es ist schon ein Wunder, daß in Liberec solch gute Sänger losgelassen werden. Immerhin ist Liberec nicht das Mekka der Opernfreunde aus ganz Deutschland.
Ein wenig zu beneiden bist Du schon.
Herzlichst La Roche
Nun, so ein Wunder ist das eigentlich nicht. Liberec /Reichenberg hat nach m. M. ein hochqualitatives Ensemble, sowohl Solisten, Orchester mit Dirigenten und Chor.
Und aus meiner reichlichen Erfahrung behaupte ich deshalb -
sie können ganz sicher locker auch mit größeren Häusern mithalten, wenn diese nicht ab und zu intern. Gaststars haben.
Dazu kommt eine immer spürbare Spielfreude und in der Regel werkgetreue, traditionelle Inszenierungen.
Deshalb ist Dein (freundlich gemeinter) Neid berechtigt und zu verstehen.
Herzlichst
CHRISSY
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Montag, 3. April 2017, 09:40

Titusz Tóbisz

Selbst wenn er Partien wie "Rodolfo, Duca oder Alfredo" bestimmt kann, wäre er vermutlich hier wahrscheinlich nicht ideal besetzt. Ich glaube, da würde ihm wohl etwas das typische und notwendige "Italianita", der Schmelz und die notwendige gefühlvolle Geschmeidigkeit fehlen. Aber ich finde auch, er ist ein richtig guter Tenor mit einer großartigen Stimme. Richtig eingesetzt und vermarktet, hat er hoffentlich noch eine große Karriere vor sich.


Lieber Chrissy!

Nach den bisher gehörten Aufnahmen, die ja nicht so sehr viel Beurteilungsgrundlagen bieten, würde ich ein solches Urteil nicht wagen. Bisher hat er meist nur kleine Partien gesungen wie den Edmono in Manon Lescaut und den Liebhaber in Il Tabarro. Immerhin: in Szeged hat er Manrico gesungen und in Liberec hast Du ihn als Laca gehört. Du warst ja sehr angetan. Also warten wir mal ab, wie seine Entwicklung weiter geht und ob wir bald mehr von ihm hören.

Etliche der Tenöre, die hier in "Neue Stimmen" vorgestellt wurden, haben sich ja bereits gut etabliert in der oberen Liga.
Yosep Kang etwa wird im Mai und Juni wieder in einer ganze Staffel von "Guillaume Tell" den Arnold singen. Jean-Noël Briend singt im Juni in Saint-Etienne den Lohengrin, Levy Sekgapane ist gerade in München als Don Ramiro in Cenerentola zu hören und wird im Juni in Rom den Conte di Libenskof in Viaggo a Reims singen, Piero Pretti singt in Venedig zur Zeit Alfredo in Traviata und Kristian Benedikt ist in Budapest als Hermann in Pique Dame und als Otello angesetzt!

Beste Grüße

Caruso41
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