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William B.A.

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121

Monday, October 9th 2017, 12:54am

Heute möchte ich einen Männerchor von Franz Schubert hier einstellen, den ich wahrscheinlich schon mal erwähnt habe, aber er ist so schön, dass ich ihn sicher noch einmal nennen darf:

Franz Schubert, 4 Gesänge op. 17 D.983 Nr.4 Die Nacht
Text: Friedrich Wilhelm Krummacher (1796 - 1868)

Camerata Musica Limburg Männerchor des Rundfunkchores Berlin


Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh'!
Sehet, wie die klaren Sterne
Wandeln in des Himmels Auen
Und auf uns hernieder schauen,
Schweigend aus der blauen Ferne.

Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh'!
Schweigend naht des Lenzes Milde
Sich der Erde weichem Schooß,
Kräntzt den Silberquell mit Moos,
Und mit Blumen die Gefilde.

Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
Wenn nicht mehr des Wetters Wogen
Um den Himmel tobend ziehn,
Donner krachen, Blitze sprühn,
Blüht des Friedens stiller Bogen.

Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
Wo der Wellen rauh Getümmel
Schweigt, des Merres Brausen ruht,
In der sanft bewegten Fluth
Glänzt der klare blaue Himmel.

Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
Nicht zu Salems hohen Thoren,
Zu der Königestatte Pracht
Stieg die heil'ge Wundernacht,
Aus des Urlichts Quell geboren.

Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
Engelchöre sangen Lieder
In des Nachthauchs leisem Wehn
Und auf Bethlems stille Höhn
Schwebten Seraphim hernieder.

Wie schön bist du, freundliche Stille, himmlische Ruh!
In des Kindes zarter Hülle,
In der heil'gen Mutter Schooß,
Auf der Krippe weichem Moos
Lag des ew'gen Lichtes Fülle.

In beiden Musikbeispielen werden allerdings nur die ersten beiden Strophen gesungen.

Gute Nacht

Willi :rolleyes:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

William B.A.

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122

Tuesday, October 10th 2017, 12:23am

Obwohl es ja kein Nachtlied ist, kam mir heute Abend bei der Chorprobe in der Einstudierung des Chorals aus Bachs Kantate BWV 147 "Herz und Mund und That und Leben" die Idee, dass dieser Choral, ich habe hier stellvertretend die erste Strophe
(Nr. 6) eingestellt:


Hier der Text:

Wohl mir, dass ich Jesum habe,
O wie feste halt ich ihn,
Dass er mir mein Herze labe,
Wenn ich krank und traurig bin.
Jesum hab ich, der mich liebet
Und sich mir zu eigen gibet;
Ach drum lass ich Jesum nicht,
Wenn mir gleich mein Herze bricht.

Seit vielen Jahren singen wir diese erste Strophe immer wieder, und in diesem Jahr führen wir am 26. 11. (1. Advent) nach 22 Jahren (immer noch mit dem gleichen Dirigenten) die ganze Kantate wieder auf. Das wird ein sehr musikalisches Wochenende: am Freitag- abend werde ich in Köln ein Beethoven-Chorkonzert erleben mit dem Orchestre des Champs Elysees, dem Collegium Vocale Gent und Philippe Herreweghe: Meeresstille und glücliche Fahrt op. 112, Elegischer Gesang op. 118, Chorfantasie op. 80 und Messe C-dur op. 86, am Samstagabend werde ich in Burgsteinfurt bei den Bagno-Konzerten einen Beethoven-Klavierabend mit Bruno Leonardo Gelber erleben mit vier Beethovenschen "Namens-Sonaten": Sonate Nr. 14 fis-moll op. 27 Nr. 2 "Mondschein", Sonate Nr. 15 D-dur op. 28 "Pastorale", Sonate Nr. 26 op. 81a "Les Adieux" und Sonate Nr. 21 C-dur op. 53 "Waldstein"- ein Bombenprogramm mit vier der berühmtesten Beethoven-Sonaten, gespielt von einem der berühmtesten Beethoven-Pianisten der Gegenwart, von einem, der ein ganz besonders hartes Schicksal erlebt hat. Alle vier Sonaten habe ich schon zum Teil mehrfach in Klavierkonzerten erlebt, aber noch nie alle vier in einem einzigen Konzert.
Am Sonntagabend schließlich führen wir die Bachkantate auf, nachdem wir am Sonntagvormittag aus Anlass des Totensonntags (Ewigkeitssonntag) mit dem Männerchor meines Stammkirchenchores aus Schuberts "Deutscher Messe" die beiden Sätze "Wohinn soll ich mich wenden" und "Mein Heiland, Herr und Meister" zum Totengedenken beigetragen haben werden. Das machen wir schon seit vielen Jahren, und das ist immer wieder bewegend.

So, nun aber gute Nacht, denn morgen ist wieder ein strammes Programm, Vormittags Krankengymnastik, nachmittags Besuch bei meiner Frau und abends Kölner Philharmonie, Klavierabend mit Vikingur Olafsson: Bach, Partita BWV 830, Glass: Edtuden Nr. 9, 5, 6, 20, Brahms, Sonate Nr. 3.

Liebe Grüße

Willi
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

WoKa

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Sunday, October 15th 2017, 10:16pm

Hallo!

Heute ein "Gute-Nacht-Stück" von Gorge Bizet. Das Adagietto aus der Arlesienne Suite>:



Eine schöne Wochenanfang wünscht
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

WoKa

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Sunday, November 12th 2017, 1:49am

Hallo!

Ich geb´s zu: Keine reine Klassik - aber einfach nur traumhaft schön. Barbara Furtuna mit Christina Pluhar und L´Arpeggiata.



Gruß und gute N8 wünscht
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

m-mueller

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125

Sunday, November 12th 2017, 10:02pm

Die von Woka eingestellte Musik (Maria - Barbara Furtuna) hat einen Vorläufer, nämlich ein Tanzlied: La Carpinese, unglaublich leicht und elegant gesungen vom intalienischen Tenor Marco Beasley (britischer Vater), hervorragend getanzt von einer griechisch-römischen Schönheit.

Was paßt besser zur Nacht als ein betörender Tanz?

Suchtmusik !!!


m-mueller

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126

Sunday, November 12th 2017, 10:13pm

Für alle, die das mit der Gitarre nachsingen wollen:

Die Akkorde sind em, am ,H -

der Text:

Pigliate la paletta e vae pi’ ffoco
E va’ alla casa di lu ‘nnammurato
E passa duje ore ‘e juoco.

Si mamma se n’addona ‘e chiste juoco
Dille ca so’ state falelle de foco,
E vule di’ e llà, chello che vo’ la femmena fa!

Luce lu sole quanno è buono tiempo,
Luce lu pettu tujo, donna galante
Mpietto li tieni duje pugnali argiento.
A chi li tocchi bella,

A chi li tocchi bella, nci fa santo,
E ti li tocchi je ca so’ l’amante
E ‘m Paraviso jamme certamente…
E vule di’ e llà, chello che vo’ la femmena fa


bedeutet:

Nimm die Schaufel und belebe das Feuer.
gehe zu deinem Liebhaber
verbringe zwei Stunden in den Spielen.

Wenn deine Mutter für dein Spiel böse wird,
Sag ihm, dass dein Gesicht wegen des Feuers rot ist.
Sag ihm, was du willst,
jede Frau macht was sie will.

Die Sonne scheint, wenn das Wetter schön ist,
deine Brüste glänzen, tapfere Frau,
Ihre Brust beherbergt zwei silberne Dolche.

Der, der sie berührt, mein Schönes, wird ein Heiliger.
Und ich berühre sie, wer der Liebhaber ist.
Wir werden wahrscheinlich in den Himmel gehen.
Sag ihm, was du willst,
jede Frau macht was sie will.

Dank an Google-Übersetzer (via Französisch)

zweiterbass

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127

Sunday, November 12th 2017, 10:41pm

Hallo,

Suchtmusik - die Interpretation des Ensembles macht's - L´Arpeggiata mit der Lautenistin Christina Pluhar.
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

WoKa

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128

Sunday, November 12th 2017, 11:02pm

Hallo!

Das es offenbar nicht erlaubt bzw. mögich ist, das Marco Beasley Video direkt über den Link zu schauen, hier der youtube-Link:

Marco Beasley

Gruß WoKa
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Victor Hugo

m-mueller

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129

Sunday, November 12th 2017, 11:02pm

Ja, auch. Das Ensemble ist schon klasse!! Aber der Tenor ist einer der besten, die ich gehört habe. Jedenfalls hat er hier eine Sternstunde.

Hallo Woka, man kann auch bei dem von mir eingestellten Video auf "youtube" klicken,.

WoKa

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Saturday, December 9th 2017, 9:55pm

Hallo!

Leider habe ich in youtube nur dieses Video mit unbekannten Interpreten gefunden - das Stück von Alexander Zemlinsky ist herrlich lyrisch:

Zemlinsky


Gruß WoKa
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Victor Hugo

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Sunday, December 10th 2017, 12:30am

Hallo Woka,

sehr schöne Musik von Zemlinsky.

Ich möchte heute als Nacht-Musik den Nimrod aus den Enigma-Variationen von Elgar benennen:

Die letzten Momente der Animation zeigen wohl den verbleibenden Rest einer Materiewolke nach einer Supernova-Explosion - voller Elemente schwerer als Eisen, die Voraussetzung für alles bekannte Leben. "We are stardust" bekommt da eine ganz aktuelle Bedeutung.


William B.A.

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Sunday, December 10th 2017, 11:41pm

Da Georg Hann heute auch im Erinnerungsthread und im daraufhin von Stimmenliebhaber neugegründeteten Thread über den Austausch über Höreindrücke eine Rolle spielte, erinnerte ich mich daran, dass er auch in meiner Raucheisen-Box vertreten ist und ich meine auch, u. a. mit
„Odins Meeresritt“, einer Ballade op. 118 von Carl Loewe:


Odins Meeresritt op. 118 (Text von Aloys Wilhelm Schreiber)

Meister Oluf, der Schmied auf Helgoland,
Verläßt den Amboß um Mitternacht.
Es heulet der Wind am Meeresstrand,
Da pocht es an seiner Türe mit Macht:

"Heraus, heraus, beschlag' mir mein Roß,
Ich muß noch weit, und der der Tag ist nah!"
Meister Oluf öffnet der Türe Schloß,
Und ein stattlicher Reiter steht vor ihm da.

Schwarz ist sein Panzer, sein Helm und Schild;
An der Hüfte hängt ihm ein breites Schwert.
Sein Rappe schüttelt die Mähne gar wild
Und stampft mit Ungeduld die Erd'!

"Woher so spät? Wohin so schnell?"
"In Norderney kehrt' ich gestern ein.
Mein Pferd ist rasch, die Nacht is hell,
Vor der Sonne muß ich in Norwegen sein!"

"Hättet Ihr Flügel, so glaubt' ich's gern!"
"Mein Rappe, der läuft wohl mit dem Wind.
Doch bleichet schon da und dort ein Stern,
Drum her mit dem Eisen und mach' geschwind!"

Meister Oluf nimmt das Eisen zur Hand,
Es ist zu klein, da dehnt es sich aus.
Und wie es wächst um des Hufes Rand,
Da ergreifen den Meister Bang' und Graus.

Der Reiter sitzt auf, es klirrt sein Schwert:
"Nun, Meister Oluf, gute Nacht!
Wohl hast du beschlagen Odin's Pferd';
Ich eile hinüber zur blutigen Schlacht."

Der Rappe schießt fort über Land und Meer,
Um Odin's Haupt erglänzet ein Licht.
Zwölf Adler fliegen hinter ihm her;
Sie fliegen schnell, und erreichen ihn nicht.

Es ist zwar kein typisches Nachtstück von sanftem Zuschnitt, sondern ein Nachtlied ganz besonderer Art, aber ich glaube, es darf auch mal ein solches sein.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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