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WoKa

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91

Montag, 20. Februar 2017, 22:28

Hallo!

Da wir in einigen Wochen für ein paar Tage in Prag sind, hörte ich heute auf der Rückfahrt eine SWR2-Musikstunde zum Thema "Spaziergänge durch das musikalische Prag" über die Mediathek. Der 4. Teil endete mit einem wunderschönen Stück "O Lasko Lasko", gesungen vom Tschechischen Knabenchor.

Leider konnte ich es in youtube nur in sehr schlechter Qualität (in mehrerlei Hinsicht) findet.

Bei der Gelegenheit fiel mir ein, dass wir dieEric Whitacre Singers hier noch nicht hatten.



Gruß und gute Nacht
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

William B.A.

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92

Montag, 20. Februar 2017, 23:34

Und ich habe für heute wieder ein Lied von Johannes Brahms, Text von Hoffmann von Fallersleben:

Von ewiger Liebe. op. 43 Nr. 1

Auf dieses Lied, das m. E. sehr gut in diesen Thread passt, hat mich unser Tamino Helmut Hofmann in seinem prächtigen Johannes-Brahms-Thread heute gebracht:

Johannes Brahms. Seine Lieder, gehört und betrachtet im Bemühen, ihr Wesen zu erfassen

Hier, wie ich finde, großartig wiedergegeben von Dietrich Fischer Dieskau in einer Aufnahme von 1954, begleitet von Herman Reutter:




und hier der Text:

Dunkel, wie dunkel in Wald und in Feld!
Abend schon ist es, nun schweiget die Welt.
Nirgend noch Licht und nirgend noch Rauch,
Ja, und die Lerche sie schweiget nun auch.

Kommt aus dem Dorfe der Bursche heraus,
Gibt das Geleit der Geliebten nach Haus,
Führt sie am Weidengebüsche vorbei,
Redet so viel und so mancherlei:

"Leidest du Schmach und betrübest du dich,
Leidest du Schmach von andern um mich,
Werde die Liebe getrennt so geschwind,
Schnell, wie wir früher vereiniget sind.
Scheide mit Regen und scheide mit Wind,
Schnell wie wir früher vereiniget sind."

Spricht das Mägdelein, Mägdelein spricht:
"Unsere Liebe, sie trennet sich nicht!
Fest ist der Stahl und das Eisen gar sehr,
Unsere Liebe ist fester noch mehr.

Eisen und Stahl, man schmiedet sie um,
Unsere Liebe, wer wandelt sie um?
Eisen und Stahl, sie können zergehn,
Unsere Liebe muß ewig bestehn!"

(Hoffmann von Fallersleben, aus dem Wendischen)

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

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93

Dienstag, 21. Februar 2017, 23:55

Heute habe ich wieder ein Lied von Franz Schubert: Der Winterabend D.938 (Text von Karl Gottfried Ritter von Leitner),

hier wunderbar und sehr anrührend vorgetragen von Gundula Janowitz, begleitet von Charles Spencer:




und hier der Text:


Der Winterabend

Es ist so still, so heimlich um mich.
Die Sonn ist unten, der Tag entwich.
Wie schnell nun heran der Abend graut.
Mir ist es recht, sonst ist mir's zu laut.
Jetzt aber ist's ruhig, es hämmert kein Schmied,
Kein Klempner, das Volk verlief, und ist müd.
Und selbst, daß nicht rassle der Wagen Lauf,
Zog Decken der Schnee durch die Gassen auf.
Wie tut mir so wohl der selige Frieden!
Da sitz ich im Dunkel, ganz abgeschieden.
So ganz für mich. Nur der Mondenschein
Kommt leise zu mir ins Gemach herein.
Er kennt mich schon und läßt mich schweigen.
Nimmt nur seine Arbeit, die Spindel, das Gold,
Und spinnet stille, webt, und lächelt hold,
Und hängt dann sein schimmerndes Schleiertuch
Ringsum an Gerät und Wänden aus.
Ist gar ein stiller, ein lieber Besuch,
Macht mir gar keine Unruh im Haus.
Will er bleiben, so hat er Ort,
Freut's ihn nimmer, so geht er fort.
Ich sitze dann stumm in Fenster gern,
Und schaue hinauf in Gewölk und Stern.
Denke zurück, ach weit, gar weit,
In eine schöne, verschwundne Zeit.
Denk an sie, an das Glück der Minne,
Seufze still und sinne, und sinne.


In dieser 13-CD-Box ist es auch enthalten. Allerdings ist sie momentan schwer zu bekommen bzw. nicht billig.



Liebe Grüße

Willi :)
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94

Donnerstag, 23. Februar 2017, 00:00

Heute habe ich wieder ein Lied von Johannes Brahms, hier gesungen von der bezaubernden Jessye Norman, begleitet von Geoffrey Parsons:

Immer leiser wird mein Schlummer Op. 105 Nr. 2






Immer leiser wird mein Schlummer

Nur wie Schleier liegt mein Kummer
Zitternd über mir.
Oft im Traume hör ich dich
Rufen drauß vor [meiner] Tür,
Niemand wacht und öffnet dir,
Ich erwach und weine bitterlich.
Ja, ich werde sterben müssen,
Eine Andre wirst du küssen,
Wenn ich bleich und kalt.
Eh die Maienlüfte wehn,
Eh die Drossel singt im Wald:
Willst du mich noch einmal sehn,
Komm, o komme bald!

Text: Hermann Lingg (1820-1905)


Liebe Grüße

Willi :)
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95

Samstag, 25. Februar 2017, 00:54

Heute habe ich wieder Schubert, und zwar "Des Mädchens Klage" , (Text: Friedrich Schiller"), zunächst in einer rein instrumentalen Version, gespielt von Valentina Lisitsa. Es handelt sich um eine Bearbeitung von Schuberts D.191 von Franz Liszt S.563:




dann hier gesungen von Christoph Prégardien, begleitet von Andreas Staier:



und hier der Text:

Des Mädchens Klage (1798)

Der Eichenwald brauset,
Die Wolken ziehn,
Das Mägdlein sitzet
An Ufers Grün;
Es bricht sich die Welle mit Macht, mit Macht,
Und sie seufzt hinaus in die finstre Nacht,
Das Auge vom Weinen getrübet:

"Das Herz ist gestorben,
Die Welt ist leer,
Und weiter gibt sie
Dem Wunsche nichts mehr.
Du Heilige, rufe dein Kind zurück,
Ich habe genossen das irdische Glück,
Ich habe gelebt und geliebet!"

Es rinnet der Thränen
Vergeblicher Lauf,
Die Klage, sie wecket
Die Todten nicht auf;
Doch nenne, was tröstet und heilet die Brust
Nach der süßen Liebe verschwundener Lust,
Ich, die Himmlische, will's nicht versagen.

"Laß rinnen der Thränen
Vergeblichen Lauf!
Es wecke die Klage
Den Todten nicht auf!
Das süßeste Glück für die trautende Brust
Nach der schönen Liebe verschwundener Lust
Sind der Liebe Schmerzen und Klagen."

Liebe Grüße

Willi :)
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WoKa

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Sonntag, 26. Februar 2017, 01:09

Hallo!

Ich habe das Stück vor einigen Tagen in der Interpretation von Igor Levit in der Stuttgarter Liederhalle gehört:



Gruß WoKa
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Sonntag, 26. Februar 2017, 02:02

Und ich habe heute zur Abwechslung mal Schumann, aus der Dichterliebe op. 48 die Nr. 13:

Ich hab' im Traum geweinet (Text von Heinrich Heine), hier von meinem Lieblingssänger Fritz Wunderlich gesungen und begleitet von Hubert Giesen, bei den Salzburger Festspielen 1965:



und hier, nur 13 Tage vor seinem tragischen Tod, auf seinem letzten Liederabend in Edinburgh in der Usher Hall:

wo, wie Augen- und Ohrenzeugen berichten, die Dichterliebe und speziell dieses Lied in vielleicht noch erschütterndererweise herüberkam, wie sie (es) schon jedes Mal auf mich wirkt, und natürlich werde ich sie gleich wieder hören.

Hier ist der Text:

Ich hab' im Traum geweinet

Ich hab im Traum geweinet,
Mir träumte, du lägest im Grab.
Ich wachte auf, und die Träne
Floß noch von der Wange herab.

Ich hab im Traum geweinet,
Mir träumt', du verließest mich.
Ich wachte auf, und ich weinte
Noch lange bitterlich.

Ich hab im Traum geweinet,
Mir träumte, du wärst mir nochgut.
Ich wachte auf, und noch immer
Strömt meine Tränenflut.

Liebe Grüße

Willi :)
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William B.A.

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Freitag, 3. März 2017, 02:38

Heute habe ich wieder ein Schubert-Lied mitgebracht: Der Mondabend D. 141 (Text von Johann Gottfried Kumpf, einem Zeitgenossen Schuberts).

Ich will auch wieder eine Kopie von Youtube einstellen, obwohl ich feststellen muss, und zwar zum wiederholten Male, dass Dietrich Fischer-Dieskau den Text nicht ganz singt, sondern nur die ersten beiden Strophen. Ich werde den Text hier ganz einstellen und auch die Aufnahme aus meiner Schubert-GA, in der die aus Nürnberg stammende Mezzosopranistin Daniela Sindram, begleitet von Ulrich Eisenlohr, das ganze Lied singt, d. h. alle vier Strophen: Ich finde, das Lied hat es verdient:

Hier Fischer-Dieskau mit Gerald Moore:


hier Daniela Sindram mit Ulrich Einsenlohr:



und hier der Liedtext:

Der Mondabend D. 141


Rein und freundlich lacht der Himmel
Nieder auf die dunkle Erde,
Tausend goldne Augen blinken
Lieblich in die Brust der Menschen,
Und des Mondes lichte Scheibe
Segelt heiter durch die Bläue.

Auf den goldnen Strahlen zittern
Süßer Wehmut Silbertropfen,
Dringen sanft mit leisem Hauche
In das stille Herz voll Liebe,
Und befeuchten mir das Auge
Mit der Sehnsucht zartem Taue.

Funkelnd prangt der Stern des Abends
In den lichtbesäten Räumen,
Spielt mit seinen Demantblitzen
Durch der Lichte Duftgewebe,
Und viel holde Engelsknaben
Streuen Lilien um die Sterne.

Schön und hehr ist wohl der Himmel
In des Abends Wunderglanze;
Aber meines Lebens Sterne
Wohnen in dem kleinsten Kreise:
In das Auge meiner Silli
Sind sie alle hingezaubert.

Liebe Grüße

Willi
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99

Freitag, 3. März 2017, 23:57

Hallo!

Ein Ableger meines Friedrich-Rückert Liederabends:

Josef Rheinbergers Vertonung "Abendfriede". Hier mit den Cambridge Singers:



...und weil es so schön ist, gleich nochmal die Cambridge Singers: Fauré - Cantique de Jean Racine:



Gruß WoKa
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Samstag, 4. März 2017, 01:25

Ich habe heute Nacht noch einmal Schubert. Weil aus anderem Grunde im Thread über die Winterreise nach Fischer-Dieskau die Rede auf Robert Holl kam und weil ich ihn auch in meiner Sammlung habe, möchte ich ihn hier heute vorstellen, vermutlich mit Naum Grubert:

und hier die CD-Version:

hier noch mal der Text:

Schubert, Gute Nacht (Winterreise D.911)

Gute Nacht (Text: Wilhelm Müller)


Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh' ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh', -
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit,
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such' ich des Wildes Tritt.

Was soll ich länger weilen,
Daß man mich trieb hinaus ?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus;
Die Liebe liebt das Wandern -
Gott hat sie so gemacht -
Von einem zu dem andern.
Fein Liebchen, gute Nacht !

Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad' um deine Ruh'.
Sollst meinen Tritt nicht hören -
Sacht, sacht die Türe zu !
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab' ich gedacht.

Liebe Grüße

Willi :)
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Donnerstag, 9. März 2017, 22:22

Hallo!

Heute mal wieder ein Gute-Nacht-Stück:



Gruß WoKa
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Samstag, 11. März 2017, 01:03

Heute habe ich wieder ein Lied von Johannes Brahms dabei, Text von Ludwig Hölty:

Die Mainacht, op. 43 Nr. 2

hier von Hans Pieter Herman und Peter Nilsson:



und hier von Dietrich Fischer Dieskau unf Karl Engel:



und hier der Text:

Die Mainacht op. 43 Nr. 2


Wann der silberne Mond durch die Gesträuche blinkt,
Und sein schlummerndes Licht über den Rasen streut,
Und die Nachtigall flötet,
Wandl´ ich traurig von Busch zu Busch.

Überhüllet vom Laub girret ein Taubenpaar
Sein Entzücken mir vor; aber ich wende mich,
Suche dunklere Schatten,
Und die einsame Träne rinnt.

Wann, o lächelndes Bild, welches wie Morgenrot
Durch die Seele mir strahlt, find´ ich auf Erden dich?
Und die einsame Träne
Bebt mir heißer die Wang´ herab.

Unser Liedexperte Helmut Hofmann hat in diesem Thread sich viele kluge Gedanken gemacht über das Wesen dieses Liedes:

Johannes Brahms. Seine Lieder, gehört und betrachtet im Bemühen, ihr Wesen zu erfassen

Liebe Grüße

Willi
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103

Sonntag, 12. März 2017, 01:27

Ich habe mir gedacht, ich könnte heute auch mal Carl Loewe hier zu Wort kommen lassen, und zwar, bevor ich Kenntnis vom neuen Balladen-Thread erhielt. Auf einem Liederabend sang von kanpp 3 Jahren unser Dirigent, der Bassbariton Maximilan Kramer, diese Ballade:

Die nächtliche Heerschau, op. 23. hier gesungen von Hermann Prey, einem der herausragenden Loewe-Interpreten:


Und hier der Text, der allerdings nicht ganz mit dem von Hermann Prey gesungenen übereinstimmt:

Joseph Christian Freiherr von Zedlitz

Die nächtliche Heerschau

Nachts um die zwölfte Stunde
Verläßt der Tambour sein Grab,
Macht mit der Trommel die Runde,
Geht emsig auf und ab.

Mit seinen entfleischten Armen
Rührt er die Schlegel zugleich,
Schlägt manchen guten Wirbel,
Reveill' und Zapfenstreich.

Die Trommel klinget seltsam,
Hat gar keinen starken Ton;
Die alten, todten Soldaten
Erwachen im Grab davon.

Und die im tiefen Norden
Erstarrt in Schnee und Eis,
Und die in Welschland liegen,
Wo ihnen die Erde zu heiß;

Und die der Nilschlamm decket
Und der arabische Sand,
Sie steigen aus ihren Gräbern,
Sie nehmen's Gewehr zur Hand.

Und um die zwölfte Stunde
Verläßt der Trompeter sein Grab
Und schmettert in die Trompete
Und reitet auf und ab.

Da kommen auf luftigen Pferden
Die todten Reiter herbey,
Die blutigen alten Schwadronen
In Waffen mancherley.

Es grinsen die weißen Schädel
Wohl unter dem Helm hervor,
Es halten die Knochenhände
Die langen Schwerter empor.

Und um die zwölfte Stunde
Verläßt der Feldherr sein Grab,
Kommt langsam hergeritten,
Umgeben von seinem Stab.

Er trägt ein kleines Hütchen,
Er trägt ein einfach Kleid,
Und einen kleinen Degen
Trägt er an seiner Seit'.

Der Mond mit gelbem Lichte
Erhellt den weiten Plan:
Der Mann im kleinen Hütchen
Sieht sich die Truppen an.

Die Reihen präsentiren
Und schultern das Gewehr,
Dann zieht mit klingendem Spiele
Vorüber das ganze Heer.

Die Marschäll' und Generale
Schließen um ihn einen Kreis:
Der Feldherr sagt dem Nächsten
In's Ohr ein Wörtlein leis'.

Das Wort geht in die Runde,
Klingt wieder fern und nah':
»Frankreich« ist die Parole,
Die Losung: »Sankt Helena!« –

Dieß ist die große Parade
Im elyseischen Feld,
Die um die zwölfte Stunde
Der todte Cäsar hält.

Wie dem auch sei, jedenfalls, zeigt Hermann Prey in dieser Interpretation, von der mir der Begleiter nicht bekannt ist, ein Bild von der Nacht, wie es vielleicht nicht allen Menschen vorschwebt. Nichtsdestotrotz halt ich diese Ballade für eine ganz starkte Kompossition und finde, dass sie durchaus hierhin gehört.

Liebe Grüße

Willi
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104

Donnerstag, 27. April 2017, 22:58

Hallo!

Mit dem Prélude op. 34 Nr. 10 von Dmirti Schostakowitsch wünsche ich allen Taminos eine gute Nacht:



Gruß WoKa
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Victor Hugo

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105

Donnerstag, 27. April 2017, 23:55

Lieber Wolfgang,

auch ich wünsche dir eine gute Nacht, ebenso wie allen anderen Taminos. Nach meiner Rückkunft aus der Reha-Klinik werde ich auch wieder in diesen Thread einsteigen.

Liebe Grüße

Willi :)
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Sonntag, 7. Mai 2017, 23:07

Hallo!

Einen ruhigeren Einstieg in die Nacht kann ich mir kaum vorstellen:



Gruß und einen guten Wochenanfang wünscht
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Agon

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Mittwoch, 10. Mai 2017, 01:19

Henry Mancini:

Music for Peter Gunn

Harmonie Ensemble/New York,

Steven Richman, Ltg.

(HM-USA, 6/2012)


Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

William B.A.

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108

Freitag, 19. Mai 2017, 23:42

So, heute will ich mal wieder hier einbringen, und wie könnte es anders sein als mit Schubert und dem sinnigen Titel.

Die Nacht (Du verstörst uns nicht o Nacht, D. 358), hier eine Aufnahme von Dietrich Fischer-Dieskau, dessen 5. Todestag gestern war und den ich damit auch hier ehren möchte:



und hier der Text:

Die Nacht Text: Johann Peter Uz)

Du verstörst uns nicht, o Nacht!
Sieh, wir trinken im Gebüsche,
Und ein kühler Wind erwacht,
Daß er unsern Wein erfrische.

Mutter holder Dunkelheit,
Nacht! Vertraute süßer Sorgen,
Die betrogner Wachsamkeit
Viele Küsse schon verborgen!

Dir allein sei mitbewußt,
Welch Vergnügen mich berausche,
[Wann]1 ich an geliebter Brust
Unter Tau und Blumen lausche!

Murmelt ihr, wann alles ruht,
Murmelt, sanftbewegte Bäume,
Bei dem Sprudeln heischrer Flut,
Mich in wollustvolle Träume!

Liebe Grüße

Willi :)

Man soll es kaum glauben, aber das Lied habe ich heute auch zum ersten Mal gehört.
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109

Dienstag, 23. Mai 2017, 01:13

Mir kam eben die Idee, ein aus meiner Kindheit mir schon bekanntes Lied hier einzustellen, das zwar in eine ganz andere Jahreeszeit gehört, aber mir stets sehr zu Herzen gegangen ist, auch später , da ich es schon seit vielen Jahren im Chor gesungen habe:

"Heilige Nacht"
(unbekannte Melodie nach Johann Friedrich Reichardt)


Heilige Nacht, heilige Nacht!
Nacht der unendlichen Liebe
Dass uns dein Segen vorbliebe
wirst du uns wiedergebracht,
Heilige Nacht, Heilige Nacht.

Heilige Nacht, heilige Nacht,
Laßt uns im Erdengedränge
tönen der Engel Gesänge,
bis unser Festtag er wacht,
Heilige Nacht, Heilige Nacht

Liebe Grüße

Willi :)
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Sonntag, 11. Juni 2017, 00:32

Heute möchte ich wieder ein Schubertlied hier einbringen:

Nachtstück D.672, hier gesungen von Fritz Wunderlich, begleitet von Hubert Giesen:

Wunderlich hat es auf seinem letzten Liederabend in Edinburgh gesungen, am 4. September 1966, 13 Tage vor seinem Tod:


Nachtstück D.672 (Text: Johann Baptist Mayrhofer, ein Freund Schuberts)

Wenn über Berge sich der Nebel breitet,
Und Luna mit Gewölken kämpft,
So nimmt der Alte seine Harfe, und schreitet,
Und singt waldeinwärts und gedämpft:

"Du heilge Nacht:
Bald ist's vollbracht,
Bald schlaf ich ihn, den langen Schlummer,
Der mich erlöst von allem Kummer."

Die grünen Bäume rauschen dann:
"Schlaf süß, du guter, alter Mann;"
Die Gräser lispeln wankend fort:
"Wir decken seinen Ruheort;"

Und mancher liebe Vogel ruft:
"O laßt ihn ruhn in Rasengruft!"
Der Alte horcht, der Alte schweigt,
Der Tod hat sich zu ihm geneigt.

Der Kritiker Rudolf Kamm schrieb dazu:
"Bei Mayrhofers "Nachtstück" schauderts einem: Von überwältigender Innigkeit und verblüffender Natürlichkeit wird diese Todessehnsucht von Fritz Wunderlich zelebriert."
http://www.musica.at/shop/product_Fritz-…st-Recital.html
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Sonntag, 11. Juni 2017, 01:01

Lieber Willi!

Ich freue mich immer, zu sehen, dass Du diesen Thread so treu bedienst.

Ich möchte heute ein Stück eines Komponisten einstellen, den ich - zugegeben - erst heute zu entdecken begonnen habe: Federico Mompou.



Gruß Wolfgang
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Sonntag, 11. Juni 2017, 02:35

Lieber Wolfgang,

dann kann ich dir vielleicht diese Aufnahme empfehlen:



Liebe Grüße

Willi :)
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Sonntag, 2. Juli 2017, 01:05

Hallo!

Hier ein Lied, das Fazil Say für seine Tochter gechrieben hat: Kumru



Gruß und gute Nacht
WoKa
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Sonntag, 13. August 2017, 00:04

Hallo!

Durch die Lang Lang - Scheibe "New York Rhapsody" wurde ich auf diese Komposition aufmerksam:



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

WoKa

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Sonntag, 3. September 2017, 01:12

Hallo!

Ein wunderschönes Lied von Norbert Glanzberg, das Roman Trekel auf einer CD aus dem Jahr 2010 interpretiert. Hier in einer Interpretation von Mattieu de Laubier:



Gruß und Gute N8
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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Donnerstag, 28. September 2017, 22:18

Hallo!

Francesco Tristano hat eine herrliche "Nacht-CD" heraus gebracht:



Gruß und gute N8
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

William B.A.

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Freitag, 29. September 2017, 23:34

Ich möchte doch auch hier wieder einmal etwas einbringen, und zwar, was Wunder, ein Lied von Franz Schubert:

In der Mitternacht (Johann Georg Jakobi, 1740-1814)
D.464
hier vorgetragen von dem "ewigen Gespann" Dietrich Fischer-Dieskau und Gerald Moore:


Todesstille deckt das Thal
Bey des Mondes [halbem] Strahl;
Winde flistern, dumpf und bang,
In des Wächters Nachtgesang.

Leiser, dumpfer tönt es hier
In der bangen Seele mir,
Nimmt den Strahl der Hoffnung fort,
Wie den Mond die Wolke dort.

Hüllt, ihr Wolken, hüllt den Schein
Immer tiefer, tiefer ein!
Vor ihm bergen will mein Herz
Seinen tiefen, tiefen Schmerz.

Nennen soll ihn nicht mein Mund;
Keine Thräne mach' ihn kund;
Senken soll man ihn hinab
Einst mit mir ins kühle Grab.

O der schönen langen Nacht,
Wo nicht Erden-Liebe lacht,
Wo verlaßne Treue nicht
Ihren Kranz von Dornen flicht!

An des Todes milder Hand
Geht der Weg ins Vaterland;
Dort ist Liebe sonder Pein;
Selig, selig werd' ich seyn.

Dietrich Fischer-Dieskau singt in der o. a. Aufnahme nur die ersten beiden Strophen, doch sein Vortrag und die Begleitung von Gerald Moore sind mir von erschütternder Schönheit und Intensität. Solche Lieder wie dieses sind es, die meine Liebe zu Schuberts Liederkosmos grundgelegt haben, und weswegen ich immer wieder zu ihnen greife.
Es gibt jedoch hier zu FiDi auch noch eine Alternative, jedenfalls in meiner Sammlung, und zwar singt Konstantin Wolff, begleitet von Ulrich Eisenlohr, in dieser Aufnahme die ersten vier und die sechste Strophe:


Eine angenehme Ruhe

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

William B.A.

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Sonntag, 1. Oktober 2017, 00:13

Ich überlegte, welches Lied ich wohl anlässlich des vollendeten zweiten Jahres unseres Erinnerungsthreads einstellen könnte und da kam ich nochmals auf ein Lied von Franz Schubert:

Nachthymne, D.687
Text: Friedrich von Hardenberg (Novalis, 1772 - 1801)

Leider gibt es von dieser Aufnahme kein Youtube-Video, das eine, das es gibt, halte ich nicht für adäquat.
Wenn man jedoch bei Amazon den Namen des Komponisten, Titel und Nummer des Deutschverzeichnisses eingibt, kommt man an die o. a. Aufnahme, die man ganz anhören kann. Hier ist der Text, und Melodie und Interpretation sind so berührend, dass es schade wäre, wenn man das Lied hier nicht einstellen würde:

Hinüber wall' ich,
Und jede Pein
Wird einst ein Stachel
Der Wollust seyn.
Noch wenig Zeiten,
So bin ich los,
Und liege trunken
Der Lieb' im Schooß.
Unendliches Leben
Wogt mächtig in mir;
Ich schaue von oben
Herunter nach dir.
An jenem Hügel
Verlischt dein Glanz -
Ein Schatten bringet
Den kühlenden Kranz.
O! sauge, Geliebter,
Gewaltig mich an,
Daß ich entschlummern
Und lieben kann.
Ich fühle des Todes
Verjüngende Flut,
Zu Balsam und Aether
Verwandelt mein Blut -
Ich lebe [bey]1 Tage
[Voll]2 Glauben und Muth,
Und sterbe die Nächte
In heiliger Glut.

Eine angenehme Nacht

Willi ^^
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

William B.A.

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Sonntag, 1. Oktober 2017, 23:46

Als ich heute Nachmittag mein Training machte, merkte ich trotz der Sonne, dass doch der Herbst ausgebrochen war, und dann ist der Winter auch nicht mehr weit, und an den langen Winterabenden gehen manchmal die Gedanken auf die Reise. Nach einem geeigneten Lied für diesen Thread suchend, fand ich dann dieses:

Der Winterabend, D.938, von Franz Schubert
Text: Karl Gottfried Ritter von Leitner (1800-1890)
hier vorgetragen von Matthias Goerne, begleitet von Elisabeth Leosnkaja:


Es ist so still, so heimlich um mich.
Die Sonn ist unten, der Tag entwich.
Wie schnell nun heran der Abend graut.
Mir ist es recht, sonst ist mir's zu laut.
Jetzt aber ist's ruhig, es hämmert kein Schmied,
Kein Klempner, das Volk verlief, und ist müd.
Und selbst, daß nicht rassle der Wagen Lauf,
Zog Decken der Schnee durch die Gassen auf.
Wie tut mir so wohl der selige Frieden!
Da sitz ich im Dunkel, ganz abgeschieden.
So ganz für mich. Nur der Mondenschein
Kommt leise zu mir ins Gemach [herein]1.
Er kennt mich schon und läßt mich schweigen.
Nimmt nur seine Arbeit, die Spindel, das Gold,
Und spinnet stille, webt, und lächelt hold,
Und hängt dann sein schimmerndes Schleiertuch
Ringsum an Gerät und Wänden aus.
Ist gar ein stiller, ein lieber Besuch,
Macht mir gar keine Unruh im Haus.
Will er bleiben, so hat er Ort,
Freut's ihn nimmer, so geht er fort.
Ich sitze dann stumm in Fenster gern,
Und schaue hinauf in Gewölk und Stern.
Denke zurück, ach weit, gar weit,
In eine schöne, verschwundne Zeit.
Denk an sie, an das Glück der Minne,
Seufze still und sinne, und sinne.

Liebe Grüße und eine angenehme Nacht

Willi ^^
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

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Sonntag, 8. Oktober 2017, 01:28

Hallo!

Das Gute-Nacht-Lied von Franz Schubert in einer Manga-Version.



https://www.youtube.com/watch?v=_01HjWsjf3E

Gruß WoKa
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