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teleton

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1

Sonntag, 29. November 2015, 11:42

Frisch entsorgt (Klassik 2015/16)

Dieser Thread soll der Gegenteilige Faden zu Frisch erstanden (Klassik 2015 ...) werden!


Ich gehöre nicht zu den Klassikhörern, die nun alle CD´s der Archivierung willen unbedingt behalten müssen.
Wenn ich feststelle, dass ich mit bestimmten CD´s nicht warm werde, die Interpretationen oder Aufnahmen mir nicht gefallen und ich diese CD´s ohnehin nicht mehr hören werde, dann wird bei mir dieses "tote Kapital" weitergegeben/verkauft/verschenkt.

Nur Bilder von entsorgten CD´s einzustellen, soll nicht das Ergebnis dieses Threads sein! :!: Ein paar kurze Worte, warum die CD/CD-Box abgegeben wird, sollte schon dabei stehen.

*** Diskussionen darüber und andere Meinungen, warum die eine oder andere CD dennoch behaltenswert gewesen wäre, sind ebenfalls wünschenswert.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

teleton

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2

Sonntag, 29. November 2015, 11:55

einige Sibelius-Sinfonien_GA

In letzter Zeit stehen die Sibelius-Sinfonien bei mir auf der intensiven Hörliste.

Angesichts meiner zahlreichen Sibelius-Sinfonien - GA kann man das vielleicht nachvollziehen, dass ich da einiges ausssortiert habe, was ich ohnehin nicht unbedingt mehr hören muss und will:
die Sibelius-Sinfonien-GA Saraste (Finlandia), Berglund II/Helsinki (EMI), Maazel II/ Pittsburg (SONY), N.Järvi / Gothenburg PO (BIS) sind schon weg!

* Saraste finde ich heute aktuell eigentlich gut - aber - seine Sibelius-"Jugendsünden" auf Finlandia sind mir jedoch zu wenig inspiriert und ausgefeilt, zudem orchestral recht schwach.
* Wenn man Berglund/Bournemouth (EMI) hat und schätzt, sind die 2 nachfolgenden GA mit dem Helsinki PO und Chamber Orch. of Europe mit ihrem immer mehr schwer nachlassenden Emotionsgehalt, zugunsten eines Detailfanatismuss - für mich entbehrlich.
* Maazel II ... langweiliger geht es kaum ...
* N. Järvi (BIS) - für mich mit 72 Euro sogar die teurste GA - aber leider auch nach meinem Eindruck die schlechteste von allen ... kann weg!

Auf die Abb. verzichte ich.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

dr.pingel

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3

Sonntag, 29. November 2015, 11:56

Ich gehe noch weiter! Manche Sachen sind so schlecht, dass man niemanden findet, der sie haben will. Das ist mir so gegangen beim Cavalli-Zyklus (endlich habe ich den Verbindungsstrich mal richtig) von Raymond Leppard; da habe ich die booklets behalten und die CDs der gelben Tonne überreicht. Immerhin hat Leppard Cavalli entdeckt und die Lust nach guten Aufnahmen davon geweckt. Die ließen dann auch nicht lange auf sich warten.
Mit Büchern mache ich das genau so.
Das Zauberwort des Soziologen heißt in diesem Falle "Reduktion von Komplexität", was ja im Zeichen des medialen Overkills geradezu altmodisch ist. Aber sehr wirksam!
Wer nur Helene Fischer hört, muss sich bei Brahms erst mal reinhören (Ph. Simon, Kabarettist)

teleton

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4

Sonntag, 29. November 2015, 12:06

Brahms mit Chailly aus Leipzig

Mit dieser recht aktuellen Brahms-Sinfonien-GA von 2012 konnte ich nie richtig warm werden.
Klanglich trotz Decca auch nicht "so doll", wie ich es erwartet hatte. Einige interpretatorische Nachlässigkeiten, schlugen mir ohnehin "auf den Magen".

Als ich dann die Diskussion mit Norbert hatte, dass die frühere Chailly - GA mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam wesentliche Vorteile hatte - und als ich mich dann von dieser wirlich guten GA überzeugt hatte, der Klang der Amsterdamer Aufnahmen auch ungleich natürlicher und besser waren - eben den gewohnt astreien Decca-Sound, stand klar fest = die müssen weg!
Ich hatte keinen Spass mehr daran. :D Hat auch den Einkaufspreis gebracht.


Decca, 2012, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

teleton

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5

Sonntag, 29. November 2015, 12:25

Smetana - Mein Vaterland mit Ancerl

:thumbsup: Für mich ist das die beste Aufnahme des Zyklusses Mein Vaterland, den ich bereits auf LP hatte - :thumbdown: aber dieses unnatürliche Horror-Remastering auf CD war "Plastiksound" pur. ;( Schlechter gehts nimmer!

Nur weil ich die alte und natürlich klingende Supraphon-Ausgabe auf CD (als AAD) zum Glück noch vor einigen Jahren bei amazon bekommen konnte, habe ich die abgebildete Neuausgabe zum Verkauf angeboten und nun verkaufen können.

:!: Die CD´s dieser GOLD EDITION sind ansonsten immer gut gelungen --- diese nicht!


Supraphon, 196x, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

teleton

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6

Sonntag, 29. November 2015, 12:35

R.Strauss mit Thibaudet/Blomstedt

Die Rosenkavalier-Walzer-Folgen I + II unter Eugene Ormandy und Fritz Reiner sind immer gerne gehörtes Repertoire.
Die hoch geschätze Burleske für Klavier und Orchester für mich ein starkes Werk - ;) aber bitte dann so Klasse wie mit Serkin/Ormandy (SONY)!

Diese recht langweiligen Aufnahmen mit Thibaudet und Blomstedt waren für mich für Jahre entbehrlich - und auf das Sextet (ohne weitere Alternative) kann ich eindeutig auch verzichten ...
:) Nu isse weg!


Decca, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Garaguly

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7

Sonntag, 29. November 2015, 12:48


Diese beiden Scheiben mit Musik des Amerikaners John Knowles Paine (1839 - 1906) mussten bei mir weg. Die Musik erschien mir uninspiriert und langweilig und auch die Aufnahmetechnik hat alles in weite Ferne gerückt. Brauchte ich nicht. Hab's diesmal sogar in die Tonne gekloppt, während ich sonst in der Stadtbücherei eine Abnehmerin für CD's fand. Aber das hier erschien mir zu uninteressant, um die Bibliothekare damit zu behelligen.

Grüße
Garaguly

dr.pingel

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8

Sonntag, 29. November 2015, 13:18

"Palestrina" von Pfitzner als DVD unter der Regie von Christian Stückl aus München. Im "Palestrina"-thread habe ich eine ausführliche Besprechung geschrieben. Uninspirierte Regie mit läppischen Gags, mit einer unverständlichen Farbregie, vor allem aber mit schwachen Sängern (außer Christiane Karg als Ighino). Einziger Pluspunkt: ein tolles Orchester unter der sehr guten Leitung von Simone Young. Diese Box ist nicht in der gelben Tonne gelandet, sondern fristet ihr Dasein in der Essener Stadtbücherei, weil sie auch hier im Forum keiner haben wollte.

Wer nur Helene Fischer hört, muss sich bei Brahms erst mal reinhören (Ph. Simon, Kabarettist)

Norbert

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9

Sonntag, 29. November 2015, 13:36

In letzter Zeit stehen die Sibelius-Sinfonien bei mir auf der intensiven Hörliste.

Angesichts meiner zahlreichen Sibelius-Sinfonien - GA kann man das vielleicht nachvollziehen, dass ich da einiges ausssortiert habe, was ich ohnehin nicht unbedingt mehr hören muss und will:
die Sibelius-Sinfonien-GA Saraste (Finlandia), Berglund II/Helsinki (EMI), Maazel II/ Pittsburg (SONY), N.Järvi / Gothenburg PO (BIS) sind schon weg !

* Saraste finde ich heute aktuell eigendlich gut - aber - seine Sibelius-"Jugendsünden" auf Finlandia sind mir jedoch zu wenig inspiriert und ausgefeilt, zudem orchestral recht schwach.
* Wenn man Berglund/Bournemouth (EMI) hat und schätzt, sind die 2 nachfolgenden GA mit dem Helsinki PO und Chamber Orch of Europe mit ihrem immer mehr schwer nachlassenden Emotionsgehalt, zugunsten eines Detailfanatissmuss - für mich entbehrlich.
* Maazel II ... langweiliger geht es kaum ...
* N.Järvi (BIS) - für mich mit 72Euro sogar die teurste GA - aber leider auch nach meinem Eindruck die Schlechsteste von allen ... kann weg !

Auf die Abb verzichte ich.

Lieber Wolfgang,

von Saraste/Finlandia kenne ich die 2. Sinfonie und kann Dein Urteil bestätigen. Ich hatte "Authentizität" erhofft und erhielt "Langeweile".
Gleiches gilt für Maazel, abgesehen davon, dass ich die Aufnahmen noch besitze.

Brahms/Chailly beurteile ich hingegen nicht so negativ. Es sind hörenswerte Alternativen mit zügigen Tempi, aber die ältere Aufnahme aus Amsterdam ist auch für mich vorzuziehen. Klanglich und interpretatorisch gibt es für mich kaum "besseres".
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

WoKa

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10

Sonntag, 29. November 2015, 14:19

Hallo!

Aus meiner schon andernorts geäußerten kritischen Haltung zu Lang Lang:




Werden versteigert.

Die großen Solokonzerte (Beethoven, Tschaikowsky, Liszt) behalte ich mal noch.

Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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11

Sonntag, 29. November 2015, 17:47

Ich habe im Laufe der Jahre schon einige hundert CDs wieder abgestoßen. Allerdings dürften das in der Mehrzahl der Fälle echte Dubletten (durch Boxenkauf oder Neuauflage) gewesen oder auch "Beifang", wenn ich früher gemischte "Pakete"auf Ebay geschnappt habe. Inzwischen mache ich das nicht mehr, weil ich mir sonst um der Schnäppchen willen, zuviel Zeugs ins Haus hole.
Meine letzten größeren Aussortierungsaktionen waren bei einem Umzug vor etwa zwei Jahren; dabei habe ich über 200 CDs (von ca. 4000) aussortiert.

Auch bei Repertoire, das in fünf oder mehr Einspielungen im Regal ist, habe ich CDs aussortiert, manchmal sogar welche, die ich gar nicht schlecht fand. Z.B. habe ich die Haydns "Pariser Sinfonien" unter Weil, Wolff und Kuijken verkauft/verschenkt, obwohl das alles recht gute Aufnahmen sind. Nur meinte ich eben, nicht noch mehr Einspielungen zu brauchen und fand andere noch besser (Marriner > Wolff, da brauchte ich nicht beide, und Harnoncourt, Brüggen, Goodman gefielen mir im HIP-Bereich bessers als die o.g.)

Inzwischen bin ich da zögerlicher, zumal man ja typischerweise nur Cent-Beträge für gebrauchte CDs erhält.

Aber Platz ist natürlich nicht beliebig vorhanden. Das letzte Set, das ich vor einigen Monaten verkauft habe, waren die Schumann-Sinfonien unter Harnoncourt. Auch das ist keine schlechte Aufnahme, nur fand ich sie eben nicht so besonders charakteristisch oder gelungen, dass ich sie zusätzlich zu Szell, Gardiner, Levine, Bernstein und einer Reihe Einzelaufnahmen gebraucht hätte.

Das hat bei mir auch dazu geführt, dass ich bei Repertoire, das schon zahlreich im Regal vorhanden ist, sehr zögerlich bei Neuanschaffungen bin. Nicht nur dass man überflüssige CDs kaum los wird, mir fehlen auch Energie und Muße für ausführliche Vergleiche, die ich fairerweise machen möchte.
Daher kaufe ich insgesamt weniger und wenn, dann, was ich noch gar nicht oder nur in wenigen Einspielungen habe oder wo ich gegenüber den vorhandenen noch deutlichen Verbesserungsbedarf spüre.

teleton

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12

Sonntag, 29. November 2015, 23:24

Schumann: Sinfonien mit Chailly

Das letzte Set, das ich vor einigen Monaten verkauft habe, waren die Schumann-Sinfonien unter Harnoncourt.
Ja, die Schumann-Sinfonien hatte ich auch vor langer Zeit mal verkauft - und zwar in der für mich ungenießbaren Mahler-Verstümmlung, die Chailly in Leipzig (Decca) aufgenommen hatte.

Meine geschätzten Aufnahmen mit Szell, Solti, Karajan, Bernstein (beide), Levine sprechen dagegen eben die echte und wirkliche Schumann-Sprache!


Zitat

Inzwischen bin ich da zögerlicher, zumal man ja typischerweise nur Cent-Beträge für gebrauchte CDs erhält.
Stimmt, es ist wirklich grausam, was einige CD´s noch für einen €-Wert haben - und auch was Medimops dann dafür zahlen würde, weil die quasi mit dem CD-Material voll gestopft sind.
Bei EBAY klappt es dann nach mehrmaligem Einstellen oftmals besser ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

William B.A.

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13

Montag, 30. November 2015, 00:46

Ein interessanter Thread, lieber Wolfgang.

Nur gut, dass ich deine Unterhaltung mit Norbert damals mitverfolgt hatte. Als ich nun im Krankenhaus lag, konnte ich die frisch eingetroffene GA Brahms aus dem Concertgebouw mit großem Vergnügen hören und brauche die Leipziger GA dann ja wohl nicht.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

musikwanderer

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14

Montag, 30. November 2015, 17:16

Im Thread über die Musik des 20. Jahrhunderts wurde Goreckis Klagelieder-Sinfonie erwähnt. Ich hatte sie mir gekauft, als ich von der Aufnahme in die britischen Charts hörte (was sich wohl nur auf einen kleinen Schnipsel des langatmigen Stückes bezog). Ich gestehe, dass mich die Klagelieder durchaus berührten, die übrigen sehr einseitigen Lento-Sätze jedoch verzweifeln ließen. Das war nichts für "Vatter sein Sohn" und deshalb kam die CD in die Stadtbücherei. Ob sie dort jemals ausgeliehen wurde oder ob sie überhaupt noch vorhanden ist?

:hello:
.

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dr.pingel

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15

Montag, 30. November 2015, 22:34

Vor allem, lieber musikwanderer, wo jetzt die ganze musikalische klassische Abteilung von Mülheim nach Essen ausgelagert wurde. Vielleicht trifft jetzt dein Gorecki auf meinen Palestrina und sie klagen sich ihr Leid.
Wer nur Helene Fischer hört, muss sich bei Brahms erst mal reinhören (Ph. Simon, Kabarettist)

Bertarido

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16

Montag, 30. November 2015, 23:24

Dass ich eine CD entsorge, d.h. wieder bei Amazon Marketplace verkaufe, kommt sehr selten vor. Spontan fällt mir gerade nur die Aufnahme von Mahlers 5. Symphonie mit Mariss Jansons und dem Concertgebouw Orchestra ein, die mir gar nicht gefallen hat. Meistens siegt der Sammlertrieb und ich behalte auch Aufnahmen, die nicht zu meinen Favoriten zählen.

teleton

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Donnerstag, 3. Dezember 2015, 12:01

Respighi: Ballette

Als grosser Freund von Ottorino Respighi will ich natürlich alle Orchesterwerke, die auf CD verfügbar sind komplett haben.

So kaufte ich dann vor vielen Jahren die abgebildete MarcoPolo-CD um die Lücke zu den Balletten zu schliessen:
8| Fast nie ist mir langweiligeres begegnet --- und dann kommt noch die orchestral auch nicht besondere Aufnahme dazu. Komisch auch, dass der Dirigent mit dem Namen Adriano angegeben ist ... ohne jeglichen Nachnamen!?! Vorher noch nie von dem Typ gehört?

Da ich wirklich keine Interesse habe diese CD jemals noch einmal aufzulegen, ist mir auch der Anspruch alles von Respighi zu haben egal - die CD mußte einfach weg !

Es gibt so viel hörenswertes von Respighi ... aber dazu ist die Zeit zu schade ...


Marco Polo, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

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18

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 18:25

Vor allem, lieber musikwanderer, wo jetzt die ganze musikalische klassische Abteilung von Mülheim nach Essen ausgelagert wurde. Vielleicht trifft jetzt dein Gorecki auf meinen Palestrina und sie klagen sich ihr Leid.
Ich muss, erst jetzt las ich Deine Replik, Dir da ein klein wenig widersprechen: Nicht die ganze musikalische Klassik ist ausgeräumt und verlagert worden, denn im Magazin lagern noch recht viele kleinere Notenbände, als da sind Klavierauszüge von Opern, Operetten, Liedern, auch Sinfonie und Konzert (wobei aber immer das, was man gerade gerne ausleihen würde, selbstverständlich nicht mehr da ist). Und bis vor etwa vierzehn Tagen war auch die Sammlung an Klassik-CDs noch vorhanden (sie war eh nicht besonders groß). Mittlerweile kennt man mich in der Abteilung Fernleihe schon recht gut...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

musikwanderer

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19

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 18:29

Als grosser Freund von Ottorino Respighi will ich natürlich alle Orchesterwerke, die auf CD verfügbar sind komplett haben.
So kaufte ich dann vor vielen Jahren [eine] MarcoPolo-CD um die Lücke zu den Balletten zu schliessen:
Fast nie ist mir langweiligeres begegnet --- und dann kommt noch die orchestral auch nicht besondere Aufnahme dazu. Komisch auch, dass der Dirigent mit dem Namen Adriano angegeben ist ... ohne jeglichen Nachnamen !?! Vorher noch nie von dem Typ gehört ?

Lieber Wolfgang, ich habe Deinen Text etwas gestutzt und auch verändert, um das Cover der Marco-Polo-CD einsparen zu können - entschuldige bitte. Aber jener "Adriano" ist mir auch schon mehrfach untergekommen. Wikipedia weiß etwas: Adriano (* 10. Juli 1944 in Fribourg), der als Künstlernamen nur seinen Vornamen verwendet, ist ein Schweizer Dirigent und Komponist.

:hello:
.

MUSIKWANDERER

Maurice

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20

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 19:27

Aber jener "Adriano" ist mir auch schon mehrfach untergekommen. Wikipedia weiß etwas: Adriano (* 10. Juli 1944 in Fribourg), der als Künstlernamen nur seinen Vornamen verwendet, ist ein Schweizer Dirigent und Komponist.

Dieser Dirigent bemüht sich besonders um das Gesamtwerk des Schweizer Komponisten Fritz Brun – von Langeweile möchte ich da nicht sprechen. :pfeif:
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

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21

Donnerstag, 3. Dezember 2015, 22:28

RE: Adriano

Hallo Maurice,

mein Eindruck von "Langeweile" bezieht sich ja auch nicht auf den Dirigenten Adriano, sondern nur auf seine MarcoPolo - CD in Beitrag 17. Was anderes kenne ich nicht von ihm und würde mir auch deshalb nie anmassen, das auf diesen Dirigenten allgemein zu beziehen.
So so, :D ein Dirigent braucht jetzt also einen speziellen "Künstlernamen". 8| Ist ja mal was Neues.

Ansonsten kenne ich Adriano nicht ... und ;) .... ehrlich gesagt - interessiert er mich auch nicht weiter.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

teleton

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22

Samstag, 19. Dezember 2015, 11:22

Sibelius mit Sinaisky

Als Ergänzung zu meiner Neeme Järvi - Box mit allen Tondichtungen (DG) war ist zunächst erfreut diese Brillant - 3CD- BOx geschenkt zu bekommen.

:| :thumbdown: Aber ich war gleich enttäuscht:
1. Die Interpretationen sind flach bis langweilig und zeugen von wenig Verständnis, oder besser Kenntnis von Sibelius ...
2. Ich dachte den Sound der Moskauer PH zu erhalten ... weit gefehlt. Es handelt sich bei dem hier auf der CD genannten Moscow Ph Orchestra um ein Ensemble, das mit der Moskauer PH gar nichts zu tun hat - entsprechend die Qualität.
3. Die Klangqualität schwankt trotz der Digitalaufnahmen im bereich von 5-6 (von10), recht unnatürlich aufgenommen, schlechte Räumlichkeit und im Forte oft übersteuert. Dabei eine technische Komponente im Sound (hörbar über KH), die einfach nicht dahin gehört.

Da gibts nur eins - so ein Ärgernis, das ich nicht für veröffentlichswürdig halte, muss entsorgt werden.



Brillant, 3CD, DDD

;) Bei Brillant ist eben von TOP bis Flopp alles drin ... :P
Gruß aus Bonn, Wolfgang

hasiewicz

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23

Dienstag, 9. Februar 2016, 15:33

Niquets Aufnahme der Wasser- und Feuerwerksmusiken


Was für eine uninspirierte Aufnahme und eine insofern vertane Chance, gerade angesichts des Mediums - diese Musik muss festlich und strahlend klingen, und nicht geduckt daher kommen, als hätte der König gerade allen Hofmusikern den Sold gekürzt...

Wandert in die Bucht.

Herzliche Grüße

Christian

timmiju

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24

Dienstag, 9. Februar 2016, 17:16

Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 und Klavierkonzert op. 61 (nach dem Violinkonzert)


Ich kann mich wirklich schwer trennen von Einspielungen, die man ja immer wieder vielleicht doch noch mal zum Vergleich hören möchte. Aber bei dieser gab es schließlich kein Überlegen mehr, weg damit. Zum einen ist das Hammerklavier für Beethoven-Konzerte nur bedingt geeignet, zum zweiten die fast solistische Begleitung empfand ich schon immer mehr als peinlich. Völlig unausgewogen, Streicher und Bläser unbalanciert, z. T. total vom Klavier überlagert. Ansonsten finde ich diesen Thread ganz interessant, nicht immer kann ich mich hier anschließen, aber was solls? Mal sehn, was bei mir als nächstes drankommt, mein Archiv platzt aus allen Nähten und ich will ja doch noch mal das eine oder andere dazu erwerben.

:hello:
Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

WolfgangZ

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25

Dienstag, 9. Februar 2016, 17:17



Was für eine uninspirierte Aufnahme und eine insofern vertane Chance, gerade angesichts des Mediums - diese Musik muss festlich und strahlend klingen, und nicht geduckt daher kommen, als hätte der König gerade allen Hofmusikern den Sold gekürzt...

Wandert in die Bucht.

Herzliche Grüße

Christian

Ich habe die Aufnahme auch schon einige wenige Male gehört, Christian, und kann Dir im Prinzip zustimmen. Das SACD-Format scheint mir hier verschwendet. Ob die Bläser wirklich derart "geduckt" und "uninspiriert" spielen, kann ich nicht recht beurteilen; die Klangqualität lässt mich ratlos zurück. Es sind sehr viele Musizierende, was mir eher problematisch erscheint, und die Aufnahme wirkt wie mit dem Weitwinkel-Objektiv entstanden.

@ timmiju:
Auch hier mittlerweile leider Zustimmung. Am Anfang fand ich die Einspielungen der Beethoven-Konzerte mit Schoonderwoerd vor allem originell, aber das verblasst sehr schnell.

Im Regal verbleiben bei mir die Sachen trotzdem, schon weil ich keine Lust habe, in der Bucht oder auf dem Marktplatz Zeit zu vergeuden. Dafür wird auch nur in den seltensten Fällen Hochpreisiges erworben.

:hello: Wolfgang
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26

Dienstag, 9. Februar 2016, 18:45

Diese Händel-Aufnahme Niquets wurde vor ein paar Jahren mal nachdrücklich empfohlen, aber ich fand die Klangschnipsel schon so eigenartig (was freilich aufgrund deren eingeschränkter Qualität auch irreführend gewesen sein mag), dass ich davon Abstand genommen habe...

Die wohl beste Kombination (auch als SACD erhältlich) von Feuer/Wasser-Musik ist für mich nach wie vor Savalls. Mit etwas interessanteren Füllern empfehle ich Zefiro (mit Telemanns "Hamburger Ebb und Flut") oder Tafelmusik (Feuerwerksmusik + Concerti a due cori, Wassermusik + Pastor Fido Tanzsuite, verglichen mit den vorstehenden vielleicht ein bißchen "brav" und auch etwas kammermusikalischer.)

Maurice

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27

Dienstag, 9. Februar 2016, 20:56

Aber bei dieser gab es schließlich kein Überlegen mehr, weg damit.

@timmiju: Wenn das der Admin Alfred liest … :untertauch: … gerade diese halte ich von dem ganzen Zyklus für die beste Aufnahme … :stumm:
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

hasiewicz

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28

Dienstag, 9. Februar 2016, 21:00

Zum einen ist das Hammerklavier für Beethoven-Konzerte nur bedingt geeignet

Für was ist das Hammerklavier eigentlich überhaupt geeignet, außer für Klangarchäologie?

Meine Meinung: Entweder Cembalo oder Bechstein/Steinway - die Phase dazwischen war ein klanglicher Irrtum... :untertauch:

@Johannes: Bei Händel ist entweder Savall eine sichere Bank, sehe ich genauso, oder auch das Orpheus Chamber Orchestra, wenns nicht HIP sein muss.

Herzliche Grüße

Christian

teleton

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29

Sonntag, 21. Februar 2016, 13:05

Brahms mit Sawallisch

Mir ist aus den jeweiligen Threads bekannt, dass einige wenige diese Brahms-Sinfonien_GA von Wolfgang Sawallisch schätzen.
Die Aufnahmen sind ja auch nicht schlecht !

Mein Gesamteindruck war eben ein anderer. Mich haben diese konservativen Aufnahmen einfach nicht erreicht. Im Vergleich zu Klemperer, Solti, Szell, Bernstein, Chailly I, Karajan, Dorati fehlt es mir an Emotion, es war mir einfach zu flach.
Folge: Gerade frisch entsorgt! Und das obwohl die Box ein Stück enthält, dass ich zuvor noch nie gesehen hatte, das Schicksalslied op.54 - aber das Stück lag ohnehin nicht auf meiner Wellenlänge.



Brillant, 1989-91, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

timmiju

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30

Sonntag, 21. Februar 2016, 22:24

@timmiju: Wenn das der Admin Alfred liest … :untertauch: … gerade diese halte ich von dem ganzen Zyklus für die beste Aufnahme … :stumm:

Das sind Geschmacksfragen, darüber zu streiten lohnt sich doch nicht.
:hello:
Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP