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dr.pingel

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1

Donnerstag, 24. September 2015, 21:01

Welche Oper könnt ihr eigentlich mitsingen?

Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil vor einiger Zeit ein Tamino-Mitglied zum ersten Mal das Schlaue Füchslein gesehen hat und bitter enttäuscht war, dass es so wenig eingängig war. Mir ist das beim 1. Mal auch so gegangen, aber nach dem 50. Mal konnte ich das Füchslein komplett singen, und zwar alle Rollen und auch das Orchester. Mühe hat mir das keine gemacht.
Wie geht sowas?
Seit 2 Jahren weiß ich, wie sowas geht. Ich bin als Pensionär und Zeitmillionär seit einiger Zeit "Lernpate" in einer Grundschule; d.h. ich übe mit einzelnen Kindern Mathe, Deutsch, Englisch. Darüber hinaus beobachte ich die Kinder und weiß, wie sie lernen, nämlich durch Aufschnappen, Üben usw. Wie rasch sie lernen, sehe ich gerade an einem kurdischen Jungen aus Syrien und einem rumänischen Mädchen. Die lernen blitzschnell, obwohl sie vorher kein Wort Deutsch konnten.
So muss man sich das auch vorstellen, wie wir Opern "lernen", nämlich nicht durch Lernen, sondern durch Hören und Singen, und das immer wieder.
Das war das Vorwort. Jetzt kommen die Regeln, die hier frei handhabbar sind.
1. Um Opern zu singen, muss man nicht singen können.
2. Am besten ist die Badewanne oder der Wald, wenn man die Oper auswendig kann. Ansonsten abgeschottet vor dem CD-Player. Hunde als Zuhörer sind o.k., Menschen eher nicht.
3. Textbuch oder Klavierauszug sind erlaubt, werden aber nicht immer benötigt.
4. Es muss nicht die ganze Oper sein. Ich kann "Figaro", aber nur ohne Rezitative.
5. Meistens ist es alles, was man kann, also alle Rollen plus Orchester. Muss aber nicht.
6. Mühsam auswendig lernen ist unerwünscht, man soll ja keinen Hass auf das Werk entwickeln. Also lernen wie die Kinder.
7. Die Sprache: ich habe eigentlich nur Opern in deutsch drauf. Auch hier: keine unnötige Qual.
Ein Vergehen gegen den Stil der Bachschen Musik ist schon, dass wir sie mit Massenorchestern und Massenchören aufführen... Bachs Orchester begleitet den Chor nicht, sondern ist ihm gleichgestellt. Ein orchestrales Äquivalent zu einem Chor von 150 Stimmen gibt es nicht (Albert Schweitzer).

dr.pingel

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2

Donnerstag, 24. September 2015, 21:17

Beispiele

Hier kommen die Beispiele.
Niemand wird es überraschen, dass ich einige Janacek-Opern kann. Das gilt für Jenufa, Totenhaus, Die Ausflüge des Herrn Broucek, Das Schlaue Füchslein. Die kann ich auf deutsch. Osud und Makropulos sind nur tschechisch. Die kann ich nicht.
Bei Mozart kann ich die Entführung (die Dialoge weniger), Nozze und Don Giovanni, Cosi nicht, weil ich die von Anfang an nur italienisch gehört habe. Die Zauberflöte ist mir auch geläufig. Die Rezitative kann ich meist nicht.
Daneben gibt es eine Reihe von nicht so oft gespielten Werken, die ich sehr gut kann, weil sie eingängig und alle vom Ursprung auf deutsch sind, nämlich: Palestrina (immerhin fast 4 Stunden), Mathis der Maler, Der Barbier von Bagdad (hier kann ich von Brüdern des Barbiers aber nur den letzten namens Motawackel) , Die Verurteilung des Lukullus, Der Mond, Die Kluge.
Wagner, Verdi, Puccini kenne ich, aber zum Singen hat es nicht gereicht.
Zur Klugen eine Nachbemerkung: in der Klugen von Carl Orff gibt es die berückende Szene mit den drei Rätseln, die die Kluge vom König gestellt bekommt und souverän löst. Die vierjährige Enkelin meiner Freunde ist ein Fan dieses Rätsels, und wenn wir uns treffen, dann sagt sie: "Du sollst mir das Rätsel vorsingen!" Da gehorche ich dann und handle gegen mein Prinzip und singe: "Es floss ein Mühlenstein auf dem Wasser, da saßen drei Männer drauf. Der erste war blind, der zweite war lahm, der dritte war nackt, so nackt, dass es knackt (diese Zeile löst in dem Kind jedes Mal ein wahres Entzücken aus). Der blinde Blinde sah einen Hasen, der Lahme, der lief ihm nach, der Nackte steckt' ihn in die Tasche!"
Die Kluge löst das Rätsel, indem sie es weiterspinnt: "Der Taube, der hört es, der Stumme sagt´s weiter! 's ist eine Lüge!"
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Stimmenliebhaber

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3

Donnerstag, 24. September 2015, 23:21

Mir geht es ganz ähnlich, dass ich eigentlich nur deutschsprachige Opern komplett mitsingen kann bzw, einige wenige nichtdeutsche Opern, die ich so oft auf deutsch gesehen oder gehört habe, dass ich sie komlett mitsingen kann: eigentlich ist das unter den Opern in nichtdeutscher Originalsprache komplett nur Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" in der Felsenstein-Übersetzung. Bei "Don Giovanni" kenne ich nur die Töne komplett auswendig, aber weder den Originaltext noch eine vollständige Übersetzung. So ähnlich geht es mir auch bei Verdis "Falstaff", wo ich immer vom deutschen ins italienische reinkomme und umgekehrt

Ansonsten kann ich ziemlich auswendig:
- Mozart: Die Zauberflöte
- Beethoven: Fidelio :P
- Wagner: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Das Rheingold und die beiden Außenakte des Parsifal
- Strauss: Salome, Der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos, Die schweigsame Frau, Capriccio (jeweils mit Texthängern bei einigen Frauenrollen, deren Text man ohnehin schlecht versteht, bei den beiden letztgenannten Opern darüber hinaus mit einigen Lücken)
- Berg: Wozzeck

Und dann noch einige Szenen aus diverse Opern, aber nicht die Opern in Gänze.

Zu Janacek: "Jenufa" liebe ich sehr, aber es ist doch viel zu kompliziert, als dass ich mir anmaßen würde zu sagen, ich würde es auswendig können. Außerdem habe ich da auch zwei unterschiedliche deutsche Textfassungen im Ohr, die Fernsehübertragung aus München mit Varnay und die Fischer-Isnzenierung an der Berliner Staatsoper mit Bundschuh und Trekel-Burckhardt, von der ich glücklicherweise auch eine Videoaufzeichnung habe. Aber bei zwei häufig gehörten Übersetzungen ist schon Hopfen und Malz verloren, wenn man versucht, sich etwas einzuprägen.
"Füchslein" hatte ich schonmal mehr intus als jetzt, aber die Schlusszene des Försters in der Felsenstein-Übersetzung kann ich immer noch auswendig und singe sie immer wieder mal für mich. :rolleyes:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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rodolfo39

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4

Donnerstag, 24. September 2015, 23:32

Unter der Dusche werde ich immer zu Hans Sachs und singe das Finale der Meistersinger, wobei ich dann auch noch den Chor übernehme. Fast auswendig kann ich Lucia di Lammermoor, Cenerentola, Don Carlo, La boheme, Norma, Rosenkavlier und natürlich Mozarts Zauberflöte.

m.joho

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5

Donnerstag, 24. September 2015, 23:44

Ich will ja nicht auftrumpfen, aber bitte ( vor allem die Tenor/Bariton-Partien):
Sämtliche Wagner-Werke, abgesehen von den Feen und dem vollständigen Rienzi
Puccini: Bohème, Tosca, ev. Turandot.
Pfitzner: Palestrrina, Rose vom Liebesgarten, 1. Akt
Gioradono: Fedora, Chénier
Fidelio
Massenet: Werther
Gounod: Margarethe, Roméo
Pagliacci
Verdi: Traviata, Othello (auf Deutsch).

Operetten sind bewusst ausgelassen

Stimmenliebhaber

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6

Donnerstag, 24. September 2015, 23:57

Sämtliche Wagner-Werke, abgesehen von den tFeen und dem vollständigen Rienzi
"Liebesverbot" ja? Respekt! :thumbsup:


Gioradono
Diesen Komponisten kenne ich gar nicht! :D


Operetten sind bewusst ausgelassen
Da könnte ich auch noch mindestens "Das Land des Lächelns" ergänzen. :rolleyes:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Gerhard Wischniewski

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7

Freitag, 25. September 2015, 00:09

Ich könnte wohl die meisten Melodien aus Carmen, der Zauberflöte und dem Freischütz nachsingen, tue es aber höchstens in der Badewanne, wo mich niemand hört. Anderenfalls würden mir die Leute Geld schenken --- damit ich aufhöre.
Von vielen anderen Opern wie dem Holländer, Lohengrin, der Walküre, Don Giovanni, Entführung usw könnte ich allenthalben einzelne Teile nachsingen, traue mich aber nicht, weil ich sicherlich etliche falsche Töne dazwischen bringen würde.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

Stimmenliebhaber

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8

Freitag, 25. September 2015, 00:14

die meisten Melodien aus Carmen

"Carmen" habe ich noch vergessen, das nichtdeutsche Werk, das ich neben bzw. nach "Figaro" am ehesten komplett in deutsch auswendig singen kann, auch in der Felsenstein-Übersetzung - wie auch den "Ritter Blaubart" von Offenbach in seiner Fassung. :rolleyes:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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rodolfo39

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9

Freitag, 25. September 2015, 00:18

Nachtragen möchte ich die Opern Andrea Chenier, Cavalleria rustikcana und den Bajazzo sowie Turandot.

Stimmenliebhaber

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10

Freitag, 25. September 2015, 00:21

Rustikana

Heißt die nicht Rustikala? 8-)
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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musikwanderer

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11

Freitag, 25. September 2015, 00:49

Lieber Dottore,

es wird Dich ja bestimmt nicht wundern, wenn ich wegen der Mozart-Opern ziemlich exakt auf Deiner Linie liege. Dabei zähle ich natürlich auch die Rezitative nicht mit, bei Accompagnatos (Don Giovanni beispielsweise) kriege ich die auch noch hin. Der Unterschied zu Deiner Nennung bezieht sich auf meine Mozart-Lieblingsoper "Così fan tutte" - da kann ich durchaus mithalten - obwohl ich die italienische Sprache nicht beherrsche. Erwähnen muss ich aber auch den "Idomeneo": Wenn ich soufflierte Anstöße vom CD-Player mit Textanfängen bekommen würde, käme da einiges zusammen.

Ein weiterer Unterschied besteht in der baulichen Niederträchtigkeit unserer Mietwohnung, denn in der Badewanne zu singen, brächte mir sicherlich eine fristlose Kündigung ein. In den Wald gehe ich auch nicht, weil das als Waldfrevel bestraft werden und eine Tierflucht auslösen könnte.

Den "Freischütz" muss ich auch hier nennen, ich glaube sogar, bei "Zar und Zimmermann" viel mitsingbrummen zu können - auch nicht alles, aber vieles. Beim "Wildschütz" gibt es wiederum nur einige Stücke, die sich mir eingebrannt haben - nicht zu verwundern "Fünftausend Taler" und die Billard-Szene (den Pankratius kriege ich sprachlich nicht hin). Ich habe viel und gerne Händel gehört (Xerxes, Partenope, Giulio Cesara, Faramondo und, und, und) - bei vielen Stücken brauche ich einige vorgegebene Takte, dann fällt mir der Rest auch ein.

Ich muss dann Stimmeliebhabers Nennung des "Fidelio" aufgreifen (wissend, dass ich mir damit viele Negativpunkte bei Dir einhandele), denn ich mag Beethoven und seine einzige Oper und die Neunte und die Chorfantasie (wobei es sein könnte, dass mir Johannes R. Bechers Text näher steht, als Kuffners Original) und die Missa Solemnis.

Ich muss jetzt - mit dem Blick auf die Uhr - aufhören. Sicherlich fallen mir im Traum noch einige Opern ein...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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12

Freitag, 25. September 2015, 01:03

"mitsingen - das ist ein Begriff, der vielerlei bedeuten kann - gehen wir davon aus, daß ich weiß was gemeint war und daß ferner im Falle von italienischen Opern die deutschen Übersetzungen (bzw Nachdichtungen) gemeint sind, dann fallen mir spontan folgende Opern ein:
Cosi fan tutte - Die Hochzeit des Figaro - Die Zauberflöte - Die Entführung aus dem Serail - La Traviata - Rigoletto - Der Barbier von Sevillia - Fidelio - Zar und Zimmermann - Der Wildschütz - Der Waffenschmied - Fidelio - Hoffmanns Erzählungen. etc. etc...

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

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13

Freitag, 25. September 2015, 02:47

Ich kann nicht so arg viele Opern mitsingen, aber (fast) auswendig kann ich:

- die Zauberflöte,
- der Freischütz,
- Fidelio,
- Hänsel und Gretel,
- der Barbier von Sevilla,
- Figaros Hochzeit,
- die Entführung aus dem Serail,
- Don Giovanni,
(natürlich alles in deutscher Sprache).

Darüber hinaus könnte ich mitsingen:

- der Fliegende Holländer,
- die Meistersinger von Nürnberg,
- Rigoletto,
- La Traviata,
- Aida,
- Zar und Zimmermann,
- Undine,
- der Wildschütz,
- die lustigen Weiber von Windsor.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

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14

Freitag, 25. September 2015, 09:23

Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was gemeint ist. Unter "auswendig" würde ich verstehen, dass jemand spontan ein Stück (und hier jedes beliebige Stück der Oper) komplett ohne Noten oder Text so vortragen kann, dass man es erkennen kann, wenn auch natürlich sängerisch eben wie ein Laie (mit entsprechenden Zugeständnissen, etwa bei "Der Hölle Rache" :D).
Wirklich ernst genommen, müsste z.B. jemand auch den zweiten Geharnischten in der Feuerprobe (oder welches Stück das ist, das als Tamino-Pamina-Duett beginnt und in dem dann später die Geharnischten mitsingen "Ihr wandelt durch des Schreckens Nacht" oder so) oder Rollen aus komplexen Ensembles, etwa Marzellina im 2. Figaro-Finale u.ä. *auf Abruf* singen können. Wer das kann, hat meinen Respekt.
Ich würde aber unter "Mitsingen" weit weniger verstehen.

Größere Stücke auswendig, wenn auch nicht mit komplettem Text und sicher mit Lücken kann ich vermutlich von:

Purcells Dido & Aeneas (ein Mitbewohner zweifelte mal an meinem Verstand, als ich unter der Dusche im Falsett "Fear no danger to pursue, the hero loves as well as you" geträllert habe)
Entführung, jedenfalls die sangbaren Stücke (NICHT Martern aller Arten...)
Zauberflöte (musikalisch einigermaßen komplett außer schwierigeren Ensemblepassagen, da ich früher alle bekannteren Stücke auf der Klarinette nachgespielt habe)
Don Giovanni, allerdings hauptsächlich die bekannteren Stücke von Leporello (Keine Ruh/Registerarie) und Giovanni (Champagnerarie)... "Reich mir die Hand mein Leben" habe ich mal auf einer Party als Zerlina gesungen (allerdings mit Reclam-Text als Stütze)
Aus Figaro das Duett am Anfang, Se vuol ballare, Non piu andrai und Cherubinos Voi che sapete (Non son piu würde ich versuchen, aber ob man das erkennen würde...)
Fidelio (hier bin ich mal auf einer Fete in etwas angeheitertem Zustand die Partitur mit einem Bekannten im Schnelldurchlauf durch).
Freischütz (jedenfalls die bekannteren Stücke)

Am besten und vollständigsten sicher Zauberflöte und Fidelio.

9079wolfgang

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15

Freitag, 25. September 2015, 11:44

Zitat

Entführung, jedenfalls die sangbaren Stücke (NICHT Martern aller Arten...)

Hallo, Johannes!

Wie ist es mit dem Osmin? "O wie will ich triumphieren...". Hast du so eine große Kellertreppe für das tiefe "f" zu singen?
W.S.

Gerhard Wischniewski

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16

Freitag, 25. September 2015, 12:10

Was den Osmin betrifft: Wenn ich meine inzwischen fast 75jährige Schwester höre, die sich an vieles mehr als ich erinnert, muss ich wohl in meiner Jugend viel den Osmin "O wie will ich triumphieren" gesungen haben. In der Badewanne kann das nicht gewesen sein, denn da hätte sie es nicht gehört. Immer, wenn wir uns treffen, schwärmt sie meiner Frau vor, dass wir uns immer sehr gut verstanden haben, nur nicht in der Musik. Während "Gerhard immer 'O wie will ich triumphieren' schmetterte, habe ich im Radio laut mit Rock'n Roll dagegen protestiert."
Diese Arie kann ich natürlich immer noch auswendig.
Was die Carmen betrifft, so sind es bei mir auch eher die deutschen Texte (denn in meiner Jugend wurde noch eher deutsch gesungen. obwohl ich heute die Opern lieber im Original höre), aber bei der Turandot kenne ich wenigstens den ganzen Text von "Nessun dorma" in Italienisch auswendig. Was aber den Gesangsvortrag angeht, darüber schweige ich lieber.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

dr.pingel

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17

Freitag, 25. September 2015, 12:19

Liebe Freunde,

ich bin total begeistert über die Resonanz meines Themas, wobei sich von selbst ergibt, dass an Mitsingen nur gedacht ist, soweit man es kann, also die Ansprüche nicht professionell sein müssen. Aber es ist doch beachtlich, was hier zusammenkommt; es zeugt ja doch von einer sehr intensiven Beziehung zwischen Hörer und Musik.
Was mich nicht überrascht, dass man Musik so leicht nachsingen kann, Texte aber weniger. Daher haben auch alle Religionen immer versucht, zentrale Inhalte musikalisch aufzubereiten, z.B. der protestantische Choral hat da seine Wurzeln und auch die gegenwärtigen Kirchentagslieder. In der katholischen Messe haben wir ja die unzähligen Messvertonungen.
Eine weitere Besonderheit der Musik, die ich schon mal beschrieben habe (aber nicht mehr weiß, wo), ist diese:
Da mein Vater Bibliothekar war, habe ich mein ganzes Leben lang viel gelesen. An dieser Stelle muss ich mich für die Rubrik "Was lese ich gerade" bedanken, da habe ich schon viel Anregung bekommen (z.B. lese ich gerade "Shantaram" - Empfehlung von hier).
Eine Zeitlang habe ich auch komplette Reihen gelesen, wie z.B. alle Romane von Fontane.
Jetzt die Frage: Wie kommt es, dass ich, wenn ich den "Stechlin" zu Ende habe, ihn nicht sofort wieder von vorne anfange, das aber bei der "Jenufa" etwa nicht so ist, sondern ich sofort das 2. oder 3. Hören starte? Die Musik geht wohl tiefer und berührt eine emotionale Dimension, die ein Roman nicht hat. Daher können wohl auch viele Leute Romane schreiben, aber wenige nur Opern. Dazu kommt, dass ich aus Romanen praktisch nichts zitieren kann, aber eine Reihe von Opern singen.

Wenn ich all die Opern hier so sehe, die wir singen können, könnten wir doch einen Verein gründen, der sich das Nachsingen von Opern zum Ziel setzt. Man trifft sich einmal im Monat irgendwo in Deutschland oder Österreich, dann einigt man sich auf eine Oper, besorgt sich Klavierzug oder Textbuch, engagiert einen Pianisten (Repetitor, der auch mal Spaß haben will) und legt an einem Wochenende los.
Ein Vergehen gegen den Stil der Bachschen Musik ist schon, dass wir sie mit Massenorchestern und Massenchören aufführen... Bachs Orchester begleitet den Chor nicht, sondern ist ihm gleichgestellt. Ein orchestrales Äquivalent zu einem Chor von 150 Stimmen gibt es nicht (Albert Schweitzer).

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18

Freitag, 25. September 2015, 13:16

Zitat

Entführung, jedenfalls die sangbaren Stücke (NICHT Martern aller Arten...)

Hallo, Johannes!

Wie ist es mit dem Osmin? "O wie will ich triumphieren...". Hast du so eine große Kellertreppe für das tiefe "f" zu singen

Nein, Oktavieren oder anderweitig höher/tiefer singen ist erlaubt. Es singt wohl auch kaum jemand von uns die Arien der Königin der Nacht in originaler Tonhöhe unter der Dusche... :D

9079wolfgang

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19

Freitag, 25. September 2015, 14:19

Zitat

Wenn ich all die Opern hier so sehe, die wir singen können, könnten wir doch einen Verein gründen, der sich das Nachsingen von Opern zum Ziel setzt. Man trifft sich einmal im Monat irgendwo in Deutschland oder Österreich, dann einigt man sich auf eine Oper, besorgt sich Klavierzug oder Textbuch, engagiert einen Pianisten (Repetitor, der auch mal Spaß haben will) und legt an einem Wochenende los

Dann müßten aber Mensch und Tier im Umkreis von 1 km evakuiert werden! :thumbsup:
W.S.

Stimmenliebhaber

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20

Freitag, 25. September 2015, 15:12

Hast du so eine große Kellertreppe für das tiefe "f" zu singen?

Was ist schon ein tiefes "f", da ist ein tiefes "d" gefragt! :yes:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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21

Freitag, 25. September 2015, 17:30

Zitat

as ist schon ein tiefes "f", da ist ein tiefes "d" gefragt!

Das war mir schon klar. Aber den Ton hat nicht jeder Baß! Und Johannes? :pfeif:
W.S.

Gerhard Wischniewski

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22

Freitag, 25. September 2015, 17:34

Zitat

Zitat von 9079wolfgang: Dann müßten aber Mensch und Tier im Umkreis von 1 km evakuiert werden!
Lieber Wolfgang,

meinst du wirklich, dass 1 km ausreicht? Wenn wir richtig losbrüllen, kann man das sicher noch weiter hören!

Liebe Grüße
Gerhard
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23

Freitag, 25. September 2015, 18:07

Da ich davon ausgehe, dass selbst langjährige Chorsänger wie Dr Pingel einige Schwierigkeiten mit den Koloraturen der Königin der Nacht in Originaltonhöhe haben dürften, hatte ich die Frage dahingehend verstanden, dass es NICHT ums sängerisches Können geht, sondern um Vertrautsein mit den Stücken.
Ich werde wohl kaum der einzige sein, der diese Stücke nicht korrekt singen kann, wohl aber so, dass man das Stück erkennt, selbst wenn man "hab ich vor euch Ruh" nicht so tief hinbringt, wie es gehört.

dr.pingel

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24

Freitag, 25. September 2015, 18:23

Scheint ein ergiebiges Thema zu sein, sowohl von der heiteren wie von der ernsten Seite, denn man muss sich mal klar machen, was das bedeutet, dass ein Laie Text und Musik (die kommt ja dazu) einer vierstündigen Oper drauf hat!
Hier möchte ich Johannes Roehl auf jeden Fall beipflichten, der meint, dass es nicht um sängerisches Können, sondern um Vertrautsein geht, wobei man es als Chorsänger sicher besser schafft, die Melodie zu halten.
Vielleicht können wir ein Ranking machen (das soll aber nicht ernsthaft sein), in dem wir die beste oder schrägste Leistung unseres Vereins hier ermitteln. Sich selber nennen darf man dabei nicht. Mein Favorit ist dabei im Moment der Kollege (ich finde den Namen im Moment nicht, doch, es ist Stimmenliebhaber: Respekt!), der den "Wozzeck" kann. Vielleicht meldet sich aber noch jemand der "Lulu" und "Moses und Aaron" drauf hat. Oder vielleicht jemand, der den ganzen Stockhausen kann?
P.S. Mit Klavierauszug würde ich den Geharnischten, der Tenor singt, durchaus können.
Osmin war natürlich auch der Star meiner Jugend, auch die Pedrillo-Arie konnte ich, dazu noch den Falstaff "Als Büblein klein an der Mutterbrust" aus den "Lustigen Weibern von Windsor".
Ein Vergehen gegen den Stil der Bachschen Musik ist schon, dass wir sie mit Massenorchestern und Massenchören aufführen... Bachs Orchester begleitet den Chor nicht, sondern ist ihm gleichgestellt. Ein orchestrales Äquivalent zu einem Chor von 150 Stimmen gibt es nicht (Albert Schweitzer).

Stimmenliebhaber

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25

Freitag, 25. September 2015, 23:12

Mein Favorit ist dabei im Moment der Kollege (ich finde den Namen im Moment nicht, doch, es ist Stimmenliebhaber: Respekt!), der den "Wozzeck" kann. Vielleicht meldet sich aber noch jemand der "Lulu" und "Moses und Aaron" drauf hat. Oder vielleicht jemand, der den ganzen Stockhausen kann?

Bei "Lulu" und "Moses" muss und will ich auch passen, ich kann mit beiden Stücken wenig bis gar nichts anfangen, aber den "Wozzeck" liebe ich heiß und innig von der ersten bis zur letzten Note und habe ihn sozusagen vollkommen "inhaliert". :)

An meinem 16. Geburtstag habe ich übrigens noch - vor Zeugen - die Rache-Arie der Königin der Nacht in Originalhöhe gesungen, aber das ist mir danach nie wieder gelungen! :D
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Lohengrin

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26

Freitag, 15. Januar 2016, 17:09

Während meines Studiums, das nun schon 5 Jahrzehnte zurückliegt und das nichts mit Musik zu tun hatte, wohnte ich mit drei Mitstudenten in einem Zimmer eines Studentenheims. Unser Nachbar (ebenfalls Bewohner eines Viermannzimmers) besaß ein Tonbandgerät und eine komplette Aufnahme des "Rigoletto" in deutscher Sprache mit Heinrich Schlusnus, Erna Berger, Helge Rosvaenge, Joesf Greindl, Margarete Klose u.a. Irgendwann begann wir beim Anhören der Aufnahme mitzusingen - ich sang Sparafucile, Rigoletto, den Herzog von Mantua und sogar die Gilda! Unsere Stimmen klangen je nach Rotweinmenge mehr oder minder gut. Ich denke, wir haben die Oper mindestens 8x "aufgeführt". Seither - und Altgedächtnis kann erstaunlich stabil bleiben - kenne ich den Text komplett auswendig. Bei anderen Opern sind es eher einzelne Arien, die ich auswendig kenne.

Alfred_Schmidt

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27

Freitag, 4. März 2016, 18:27

Vorausschickend: Ich kann leider seit meinem Stimmbruch nicht mehr singen - aber im Sinne dieses Threads und seinen Regeln entsprechend - wären hier

Mozart: Zauberflöte
Mozart Cosi Fan Tutte
Mozart: Die Hochzeit des Figaro
Mozart: Die Entführung aus dem Serail
Rossini: Der Barbier von Sevillia
Lotzing: Zar und Zimmermann
Lortzing: Der Waffenschmied
Lortzing: Der Wildschütz
Beethoven Fidelio

Mozart s Opern alle in DEUTSCH - ich beherrsche fast alle Partien, auch die weiblichen und die Chöre.
Eher als markierender Souffleurm denn als Sänger einzusetzten :P
Voraussetzung wäre Orchesterbegleitung, damit ich die Reihenfolge korrekt einhalte und keine Arie vergesse.
Man kann allerdings bei den deutschen Übersetzungen nicht behaupten, die Oper wirklich zu kennen, denn es handelt sich hier nicht wirklich um Übersetzungem , sondern um Nachdichtungen

Wenn ich mch schon der Lächerlichkeit preisgäbe, dann müsste natürlich auch die Gage stimmen. unter 50.000 Euro läuft da gar nichts - Spesenabrschnung extra. Interessierte Intendanten mögen meinen Agenten kontaktieren ....Ab Oktober 2019 hätte ich noch vereinzelt Termine frei.....

mfg aus Wien
Alfred

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dr.pingel

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28

Freitag, 4. März 2016, 19:29

Lieber Alfred, in unserem zu gründenden Verein "Taminos singen Opern mit" wärst du natürlich ein sehr willkommenes Mitglied, bitte denk aber daran, dass alle eventuellen Einnahmen für die Bezahlung des Orchesters draufgehen. Ein anderes Problem wäre natürlich die Auswahl der Opern. Ich hätte z.B. "La Calisto" gerne dabei, da müssten wir aber auf Stimmenliebhaber verzichten, dessen Hautausschlag angesichts dieses Werks auch einiges an Arztkosten verschlingen würde.
Ein Vergehen gegen den Stil der Bachschen Musik ist schon, dass wir sie mit Massenorchestern und Massenchören aufführen... Bachs Orchester begleitet den Chor nicht, sondern ist ihm gleichgestellt. Ein orchestrales Äquivalent zu einem Chor von 150 Stimmen gibt es nicht (Albert Schweitzer).

Stimmenliebhaber

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29

Freitag, 4. März 2016, 19:41

Ich hätte z.B. "La Calisto" gerne dabei, da müssten wir aber auf Stimmenliebhaber verzichten, dessen Hautausschlag angesichts dieses Werks auch einiges an Arztkosten verschlingen würde.
Komisch, dass du im September 2015 bei deinen Eingangsbeiträgen "Calisto" noch nicht gerne dabei hattest, zumindest steht davon nichts...

Aber so schlimm ist es nun auch nicht, ich habe diese Oper 2x gesehen, einmal gut und einmal fuchtbar und nun reicht's auch damit - aber "Hautauschlag" kriege ich eher jetzt, wo du dieses Thema nun auch noch in eine fünfte Rubrik unterzubekommen geschafft hast. Es wird sicherlich nicht die letzte gewesen sein...
Fragt sich, auf wen da bald Arztkosten zukommen werden....
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

dr.pingel

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30

Freitag, 4. März 2016, 21:02

Könnte es sein, dass du einen Scherz nicht immer erkennst, wenn er auftaucht? Und jetzt, wo ich weiß, wie sehr dir die Calisto gefällt, wird es sicher auch noch viele weitere Gelegenheiten geben. Na ja, wahrscheinlich eher nicht.
Dass ich bei den Opern zum Mitsingen 2015 "La Calisto" noch nicht dabei hatte, stimmt. Ich hatte sie vergessen. Aber:
im September 2013 hatte ich das Thema "Zehn kleine N..." gestartet, in dem es darum ging, eine Liste aus allen Lieblingsopern aufzustellen und so lange zu streichen, bis die Lieblingsoper aller Lieblingsopern herauskäme. Sieger war bei mir das Füchslein, die anderen letzten vier waren Totenhaus, Makropulos und - La Calisto.
Noch eine Frage: meine besten 12 sind 6x Janacek, 3x Mozart (da Ponte) und 3x Cavalli (Calisto, Didone, Giasone). Bin ich da inkompetent oder ist es eine kognitive Dissonanz?
Ein Vergehen gegen den Stil der Bachschen Musik ist schon, dass wir sie mit Massenorchestern und Massenchören aufführen... Bachs Orchester begleitet den Chor nicht, sondern ist ihm gleichgestellt. Ein orchestrales Äquivalent zu einem Chor von 150 Stimmen gibt es nicht (Albert Schweitzer).