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lutgra

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Registrierungsdatum: 9. April 2013

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Donnerstag, 20. August 2015, 16:45

Nicola Benedetti - Schottische Geigerin mit italienischen Wurzeln

Nicola Benedetti wurde 1987 in der westschottischen Grafschaft North Ayrshire als Tochter eines Italieners und einer Schottin geboren. Mit vier Jahren begann sie Violine zu spielen. Als 10-jährige kam sie an die Yehudi Menuhin School für junge Musiker in Surrey. 2002 gewann sie den United Kingdom's Brilliant Prodigy Competition. Kurz darauf verließ die Fünfzehnjährige die Yehudi Menuhin School und begann ein Privatstudium bei Maciej Rakowski, dem ehemaligen Leiter des English Chamber Orchestra.
2004 gewann Benedetti im Finale in der Usher Hall in Edinburgh den BBC Young Musician of the Year Wettbewerb mit ihrer Präsentation des 1. Violinkonzert von Karol Szymanowsk. Nicht zuletzt dieser Erfolg bescherte ihr einen Vertrag mit Deutsche Grammophon/Universal Music Group Classics and Jazz für sechs Alben. Inzwischen ist Sie Exklusivkünstlerin bei Decca.

2012 trat sie als Solistin bei der populären Last Night of the Proms in der Royal Albert Hall in London auf und erreichte durch TV-Ausstrahlung in alle Welt ein Millionenpublikum. Am Neujahrstag 2013 wurde Nicola Benedetti mit dem britischen Verdienstorden Member of the Order of the British Empire (MBE) für ihre Verdienste in Musik und Wohltätigkeit ausgezeichnet.

Benedetti hat schon eine Reihe von CDs herausgebracht, häufig mit einem Konzept. Die neueste CD Homecoming - My Scottish Fantasy ist eine Hommage an ihre schottischen Wurzeln. Sie eröffnet mit einer wunderbaren Einspielung der Schottischen Fantasie von Max Bruch. Dieses Werk - normalerweise ein "Füller" neben einem anderen Hauptwerk, z.B. dem Bruch'schen Violinkonzert, ist hier "the main dish". Und wird auch so aufbereitet. Sowohl beim Orchesterspiel wie bei der Sologeige bleiben für mich keinerlei Wünsche offen. Der Rest der CD besteht zum einen aus drei orchestrierten Schottischen Volkslieder (z.T. von Robert Burns), bei denen die Geige sozusagen die Stimme ersetzt. Dazu gibt es das altbekannte Auld Lang Syne als Variationensatz für Giege solo. Ein ideales Zugabestück, dass diese schöne Melodie in Bach'scher Manie präsentiert. Die restlichen Stücke hat Benedetti mit einer Reihe von wohl sehr bekannten schottischen Volksmusikern eingespielt. Dafür musste sie auch für ihr Geigenspiel deutlich umlernen, damit es fiddlemäßig klang, hierzu ging sie bei der Fiddlerin Aly Bain "in die Lehre" mit der sie auch in zwei Stücken Duo spielt. Dieser Teil hat mir sehr viel Spaß gemacht und dürfte jedem gefallen, der mit schottischer Volksmusik, die IMO der irischen recht ähnlich ist, etwas anfangen kann. Ein - wie ich finde - sehr gelungenes Album, das viel Freude macht.