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Alfred_Schmidt

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  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 19 030

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Sonntag, 15. März 2015, 15:57

Donizetti Gaetano: Don Pasquale - New York 2010

REZENSION OPER DVD

Donizetti: Don Pasquale

Libretto von Giovanni Ruffini und dem Komponisten
Aufzeichnung aus der Metropolitan Opera New York 2010
Generelle Beurteilung : überragend

Dauer 133 Minuten
Breitbild 16:9 HIGH DEFINITION

Don Pasquale: John del Carlo
Dr. Malatesta: Mariusz Kwiecien
Ernesto: Matthew Polenzani
Norina: Anna Netrebko
Ein Notar: Bernard Fitch

Chor Orchester und Ballet der Metropolitan Opera New York
Dirigent: James Levine
Bühnenbild und Kostüme: Rolf Langenfass
Inszenierung: Klassische Inszenierung von Otto Schenk

Diese Aufzeichnung aus dem Jahre 2010 ist eine veritable Oase in der
Wüste heutiger Opernvideos. Fern von jeglicher Verfremdung stellen Langenfass und Schenk eine Aufführung auf die Bühne, die einfach Spaß macht.
Schon die naturalistischen Bühnenbilder sind eine Augenweide, die Kostüme der Charaktäre optimal designed. Die Personenregie witzig und naturnah – Otto Schenk eben.
Sehr loben möchte ich auch die Sänger für ihre Darstellung. Die Netrebko in weisser Nonnentracht als keusche „Braut“ ist schon eine Klasse für sich. Die Verwandlung zur lebenslustigen Lebedame und Haustyrannin ebenfalls. Zudem stimmlich absolute Spitzenklasse.
Marius Kwiecien kann man für die Darstellung seiner Rolle als Dr Maltesta gar nicht genug Rosen streuen, er sang die Rolle nicht nur – er lebte sie und verlieh ihr ein unverwechselbares Profil. Er setzte nicht nur seine Stimme ein, nein auch seine Mimik und sein Körpereinsatz mit gelegentlich fast tänzerischen Kunststückchen.
John de Carlo – hier kann ich nicht neutral schreiben - denn ähnlich wie das New-Yorker Publikum bin ich hingerissen von seiner humoristischen Gestaltung, die nur wenige so beherrschen wie er, Corbelli und Dara wären hier zu nennen – aber jeder hat seinen eigenen Stil. Generell war das Team offensichtlich bestens aufeinander eingespielt, es schien geradezu wirklich Spaß an der Sache zu haben.
Interessanterweise überließ man John de Carlo den Letzten „Solovorhang“ und nicht Netrebko. Er scheint ein besonderer Liebling des New Yorker Publikums zu sein, denn man gönnte ihm den längsten Schlußapplaus.
Nicht vergessen möchte ich James Levine, der, nicht routiniert, sondern mit feuriger Begeisterung das Orchester leitetete….

Ein Opernabend wie ich ihn mir vorstelle !!!

Mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

PS: Durch Klick auf das Coverbild gelangt man zu jpc, wo diverse Videoclips abgerufen werden können....

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 531

Registrierungsdatum: 7. April 2011

2

Sonntag, 15. März 2015, 18:56

Lieber Alfred,

Aus der MET kann man die meisten Inszenierungen noch ansehen. Otto Schenk zusammen mit Rolf Langenfass bürgt ohnehin für Qualität. Dazu dann noch die großartige Besetzung und das Dirigat von James Levine, dem ich - ebenso wie du - in allen Inszenierungen die ich mit ihm auf DVD aus der MET besitze (Les Troyens, Hänsel und Gretel, Titus, La Bohème, Stiffelio, Der Ring des Nibelungen; Lohengrin, Tannhäuser) die eigene Begeisterung am Dirigat bescheinigen kann, die auch mich als Zuschauer begeistert. Was will man mehr?

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Jolanthe

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  • »Jolanthe« ist weiblich

Beiträge: 1 447

Registrierungsdatum: 31. Januar 2009

3

Montag, 16. März 2015, 12:56

Diese Oper habe ich damals im Kino gesehen und war auch sehr begeistert. Natürlich habe ich mir dann später auch die DVD gekauft.

:hello:
Jolanthe

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 19 030

Registrierungsdatum: 9. August 2004

4

Montag, 16. März 2015, 13:17

Es gibt übrigens aus meiner Sicht einen kleinen Wermutstropfen. Ich war mir nicht sicher, daß dieser nicht lediglich in meiner subjektiven Wahrnehmung besteht, daher habe ich ihn in meinem Bericht nicht erwähnt: Persönlich bin ich kein Liebhaber der Stimme von Polenzani, was aber durchaus eine subjektive Betrachtung sein mag. Indes beim Duett des Nachts im Garten, fand ich, daß seine Stimme mit jener von Netrebko nicht wirklich harmonierte. Das ist indes Erbsenklauberei, die den Stellenwert dieser Aufnahme kaum schmälern dürfte......

mfg aus Wien
Alfred

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