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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Bachiania

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1

Samstag, 6. September 2014, 16:33

Bachianias salzburger musikalische Taxi-Geschichten

Liebe Taminos, da ihr offenbar mit dem Thread über die Salzburger Festepiele 2014 einiges an Spaß hattet, werde ich euch zukünftig an dieser Stelle zu erzählen, was ich in der Stadt Salzburg so an musikalischen und menschlichen Besonderheiten erlebe. Denn immer wieder gibt es herausragende, berührende oder witzige Momente. So hoffe ich darauf, euch auch hiermit ein wenig Freude bereiten zu dürfen !

So kommt nun gleich meine erste Geschichte:

Gestern fuhr ich Erich nach Hause. Erich ist etwa 65, erfolgreicher, "tougher" Geschäftsmann. Und: Erich liebt die Oper! Natürlich, da er mich schon lange kennt, weiß er, dass ich klassische Musik liebe. Doch er hat eine Schwachstelle: "Desdemonas Gebet" aus "Otello". Ich weiß bereits von früher, dass diese Musik ihn augenblicklich zum Weinen bringt. In jeder Situation !
Und als er gestern einstieg, wünschte er sich als Begleitmusik genau diese Arie. Nun gut (welch ein Zufall: ich hatte dies auf einem meiner magischen MP3 Sticks), obwohl ich zuvor meine schweren Bedenken äußerte. Doch: Der Kunde ist König.
Nahezu sofort begann Erich zu weinen! Nicht etwa, dass ihm ein paar Tränen in die Augen traten. Nein. Er SCHLUCHZTE wie ein kleines Kind. Ich hielt an und holte Taschentücher aus dem Kofferraum. Er schluckte und spuckte und unter alledem brachte er erstickt die Worte heraus "Ich ertrage diesen Betrug nicht. Da KANN ja nicht sein!". Und als er sich endlich ein wenig beruhigt und etwa eine halbe LKW Ladung Taschentücher (ich werde mich in Zukunft von Feh sponsorn lassen) verbraucht hatte, sagte er, noch immer mit tränenerstickter Stimme:

Ich habe vier verschiedene Aufnahmen dieser Arie. Heute habe ich mir ALLE angehört. UND NUN DAS! Ich hoffe immer noch, dass es irgendwann DOCH GUT AUSGEHT!



Es grüßt euch sehr herzlich,

:angel: Eure Bachiania :angel:
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
(Sir Isaiah Berlin)

Siegfried

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2

Samstag, 6. September 2014, 18:35

Wie rührend! Da muß ich auch schlucken und ein Tränchen verdrücken. Danke, liebe Bachiania :love:
Freundliche Grüße Siegfried

Bachiania

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3

Mittwoch, 10. September 2014, 16:19

Es gibt ja mehrere Versionen des Orpheus, mit glücklichem oder unglücklichem Ausgang. Wer weiß, vielleicht können wir Erich retten... Kennt jemand einen Othello, der gut ausgeht ???
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
(Sir Isaiah Berlin)

dr.pingel

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4

Mittwoch, 10. September 2014, 17:14

Der Schriftsteller Stanislaw Lem hat wunderbare Science-Fiction Bücher verfasst, deren literarische Qualität den meisten Werken dieser Gattung überlegen ist. In seinen "Sterntagebüchern" gibt es eine Geschichte, in der ein Mann gegen hohes Honorar für reiche Leute Theaterstücke umschreibt. In einem dieser Machwerke erwürgt Desdemona den Othello!
Eichendorff, In der Fremde.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot/ da kommen die Wolken her,/ aber Vater und Mutter sind lange tot,/ es kennt mich dort keiner mehr./ Wie bald, wie bald kommt die stille Zeit,/ da ruhe ich aus und über mir/ rauscht die schöne Waldeinsamkeit,/ und keiner kennt mich auch hier (vertont von Robert Schumann).

Bachiania

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5

Freitag, 26. September 2014, 16:47

Gestern stieg ein Herr in mein Taxi und verwunderte mich, da er zielsicher sagte: "diese Stimme kenne ich !" (Es lief auf Ö1 soeben ein Portrait von Caesare Siepe, allerdings sang der in diesem Moment gerade ein Musical von Cole Porter). Ich vermutete zunächst, es handle sich um einen Opernkenner par excellance. Doch auf meine Nachfrage erzählte er mir, er sei 35 Jahre lang Solohornist des Mozarteum Orchesters gewesen. Er erzählte mir, Siepi als Musiker recht gut gekannt zu haben und ihn zu bewundern, da er sich nicht von der "Künstlermaschinerie" vereinnahmen hatte lassen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen.

Und als wir über Caesare Siepi hinaus auf Mozart zu sprechen kamen berichtete er mir, er habe in seiner Studienzeit eine gestrengen Professor am Mozarteum gehabt, der verlangte, dass die Studenten ALLE KV-Nummern auswendig können mussten inklusive Besonderheiten und Besetzung ! Er meinte, er könne diese heute noch. Ich konnte dies kaum glauben, und erlaubte mir sofort, ihn zu testen.

385?
Haffner Symphonie !

482?
Klavierkonzert Es-Dur !

Das kam wie aus der Pistole geschossen.

561?
Kanon "Bona Nox"

Dann wurde ich ganz verwegen und fragte nach einer Nummer, die mir selbst gänzlich unbekannt war.

563?
Divertimento Es-Dur für Streicher !

131?
Divertimento D-dur für 2 Violien, 2 Violen, Bass, 1 Flöte, 1 Oboe, 1 Fagott und 4 Hörner ! (Da hatte ich genau das Richtige erwischt für einen Hornisten !)

Ich war platt !

Dann erzählte er mir noch eine Anekdote:

In unser Studienzeit pflegten wir die Neulinge der ersten Jahre zu ärgern, indem wir ihnen sagten "'ich hab ein gutes G'schäft für dich. Du kannst im Mozart Requiem mitspielen !' Wenn diese dann begeistert reagierten, sagten wir ihnen mit einem kleinen schadenfrohen Grinsen: 'Im Mozart-Requiem kommt kein Horn vor !'

Es grüßt euch aus der Musikstadt Salzburg,

:hello: Bachiania :hello:
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
(Sir Isaiah Berlin)

hami1799

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6

Freitag, 26. September 2014, 17:18

In unser Studienzeit pflegten wir die Neulinge der ersten Jahre zu ärgern, indem wir ihnen sagten "'ich hab ein gutes G'schäft für dich. Du kannst im Mozart Requiem mitspielen !' Wenn diese dann begeistert reagierten, sagten wir ihnen mit einem kleinen schadenfrohen Grinsen: 'Im Mozart-Requiem kommt kein Horn vor !'

Solche dummen Witze schaffen nur Ärger. Mir erging es leidlich schlecht, als ich einmal verraten hatte, ich hätte mir Bachs Klarinettenkonzerte angeschafft.
Ich habe sie dann sofort wieder verkauft.

Übrigens, wenn Du noch einmal meinen Favoriten "Caesare" nennst, werde ich keine Nockerln mehr essen.

Siegfried

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7

Freitag, 26. September 2014, 18:05

Warum so grantig, lieber Hami? Das hat unsere "rasende Reporterin" doch nicht verdient. Und mit der angedrohten Nockerl-Abstinenz schadest du DIR am meisten. Also, trinkt lieber einen Eierlikör miteinander und vertragt euch wieder. :hello: :hello:

Übrigens: Bach läßt sich vortrefflich auf der Klarinette spielen. Unser Sohn Christian hat mehrere Adaptionen in seinem Repertoire.
Freundliche Grüße Siegfried

hami1799

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8

Freitag, 26. September 2014, 18:10

Also, trinkt lieber einen Eierlikör miteinander und vertragt euch wieder.

Gute Idee. Dann ist sie ihren Führerschein los und Siepi ist gerächt.

dr.pingel

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9

Samstag, 27. September 2014, 16:58

In unser Studienzeit pflegten wir die Neulinge der ersten Jahre zu ärgern, indem wir ihnen sagten "'ich hab ein gutes G'schäft für dich. Du kannst im Mozart Requiem mitspielen !' Wenn diese dann begeistert reagierten, sagten wir ihnen mit einem kleinen schadenfrohen Grinsen: 'Im Mozart-Requiem kommt kein Horn vor !'

Es grüßt euch aus der Musikstadt Salzburg,

:hello: Bachiania :hello:

Er hätte auch die Geiger einladen können, in Dessaus "Verurteilung des Lukullus" mitzuwirken. Da kommen keine Geigen vor!
Eichendorff, In der Fremde.
Aus der Heimat hinter den Blitzen rot/ da kommen die Wolken her,/ aber Vater und Mutter sind lange tot,/ es kennt mich dort keiner mehr./ Wie bald, wie bald kommt die stille Zeit,/ da ruhe ich aus und über mir/ rauscht die schöne Waldeinsamkeit,/ und keiner kennt mich auch hier (vertont von Robert Schumann).

Bachiania

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10

Sonntag, 28. September 2014, 18:33

Warum so grantig, lieber Hami? Das hat unsere "rasende Reporterin" doch nicht verdient. Und mit der angedrohten Nockerl-Abstinenz schadest du DIR am meisten. Also, trinkt lieber einen Eierlikör miteinander und vertragt euch wieder. :hello: :hello:
Mach dir keine Sorgen, Siegfried! Dr. Pingel hat dieses "Gehackl" mit Hami einmal als "FuF" (Fechten unter Freunden) bezeichnet. Und ich nehme mal einfach für mich in Anspruch, zu diesem erlauchten Kreise zu zählen, um in den Genuss von Hamis kleinen Boshaftigkeiten zu gelangen!

Und wenn Cesare nicht einmal eine kleine Namensänderung verträgt, dann sollte er zumindest froh sein, dass ich ihn nicht als Hundefutter titulierte. Und wer möchte, kann sich gerne für einige Wochen in Salzburg einquartieren und mir Italienisch-Unterricht geben. (Ich könnte auch alles, was ich schreibe, zuvor googlen, doch dann würdet ihr aufgrund meiner Zeitknappheit fast nichts mehr von mir zu hören bekommen.) Und Hami: Ich glaube, Kaiserschmarrn ist auch ganz gut, wenn man keine Nockerln mehr essen darf!

Also: mag er sich doch nennen, wie er will: SINGEN KANN DER SIEPI!


Er hätte auch die Geiger einladen können, in Dessaus "Verurteilung des Lukullus" mitzuwirken. Da kommen keine Geigen vor!
Da dieses so oft hier auftaucht, sollte ich mir diese Oper vielleicht wirklich einmal zur Gemüte führen !


Viele herzliche Grüße an euch alle !
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
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hami1799

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11

Sonntag, 28. September 2014, 19:03

Ich glaube, Kaiserschmarrn ist auch ganz gut, wenn man keine Nockerln mehr essen darf !

Ich denke aber, Eierlikör ist gesünder.

Helmut Hofmann

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12

Sonntag, 28. September 2014, 19:31

Wie angenehm ist es hier! Man erschrickt überhaupt nicht vor solchen Sätzen, wie man ihnen in der letzten Zeit immer häufiger in diesem Forum begegnet: "Bezeichnend heißt die hermeneutische "Auslegung" (Interpretation) subtilitas explicandi - sie ist also explikativ".

Wie sympathisch die seelenvoll nachsichtige Reaktion einer Bachiania auf die in geistvolle Spitzigkeit verliebten Beiträge eines hami1799, der darin - ich sagte es an anderer Stelle schon einmal - aus meiner Sicht ein großer Gewinn für dieses Forum ist.
Warum steht eigentlich hinter seinem Pseudonym die Jahreszahl 1799. 1789 wäre doch viel angemessener. Da war in Europa jede Menge los, - sehr zum Entsetzen eines Johann Wolfgang von Goethe.
Aber Bachiania weiß auf faszinierende Weise damit umzugehen. Wie überhaupt ihre Salzburger Geschichten eine höchst vergnügliche Sache sind.
Ach ja, noch etwas. "FUF", - das muss ich wohl noch lernen.
Aber wo und wie?
Hier? - Könnte sein!

hami1799

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  • »hami1799« ist männlich

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Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

13

Sonntag, 28. September 2014, 20:30

Lieber Helmut,

herzlichen Dank für Deinen Besuch. Es ehrt uns, wenn der primus motor der Erschließung des Kunstliedes auch die Kunst des kleinen Mannes beachtet. Wir sind ja leider nur ein kleines, verzagtes Häuflein, das täglich auf die seidene Schnur wartet.
Geld und Gut haben wir nicht, doch wäre es unter Umständen möglich, natürlich unter Ausschluss der Forenleitung, Dir einen FuF-Kurs anzubieten.
Gratis natürlich, denn Bachiania, die Salzburger Undine, hat allen Grund, sich erkenntlich zu erzeigen, jetzt wo sie erfahren hat, dass Frauen eine Seele haben. Ich selbst habe diese Meinung auch schon seit längerem vertreten, bin aber immer auf taube Ohren gestoßen, vor allem in der Ostmark.

Der arme Goethe tut mir leid, er mochte weder Krankheiten noch Hunde, doch hat er sich nicht so weit verstiegen, Weiber Hyänen zu nennen. So etwas kann nur von einem Idealisten kommen.
Übrigens bin ich auch aus einem anderen Grunde froh, Dich hier zu erwischen.
Jetzt kann ich Dir endlich Anna Russell at her very best präsentieren: How to write your own Gilbert and Sullivan Opera. Köstlich.
Sie war in dieser Version noch voll bei Stimme und auch ihr Pianospiel war besser.

Viel Vergnügen und auf baldiges Wiedersehen!


hami1799

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  • »hami1799« ist männlich

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14

Sonntag, 28. September 2014, 20:42

Kennt jemand einen Othello, der gut ausgeht ???

Natürlich! Oh Tell, oh der Mord ist nicht nötig, schreit Gessler ehe ihn ein Pfeil durchsiebt. Guter Ausgang, oder?

Der Held selbst ist auch gerettet, denn er lenkte auf dem Vierwaldstättersee ein Boot, auf dem er gefangen lag, tückisch ans Ufer, hüpfte auf eine Platte die zufälligerweise seinen Namen trug und ward nie mehr geseh´n. Danach ist die Schweiz entstanden.
Doch kein guter Ausgang?

Bachiania

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15

Dienstag, 30. September 2014, 22:08

Ach ja, noch etwas. "FUF", - das muss ich wohl noch lernen.
Aber wo und wie?
Hier? - Könnte sein!
Lieber Helmut,

ich danke dir für deine sehr freundlichen Worte. "Fechten" ist allerdings in Wahrheit ganz und gar nicht mein Hobby. Harmonie liegt mir wesentlich mehr. Vielleicht liegt mir deshalb die harmonische Analyse am Herzen – wenngleich ich auch sehr viel Begeisterung für guten Kontrapunkt übrig habe ... Denn hierbei ist ja die kompositorische Herasuforderung jene, verschiedene (einfach gesprochen) Melodiestränge gleichzeitig so zu verarbeiten, dass dennoch ein harmonisches Ganzes entsteht. ;)


Wie angenehm ist es hier!
Es ehrt uns, wenn der primus motor der Erschließung des Kunstliedes auch die Kunst des kleinen Mannes beachtet. Wir sind ja leider nur ein kleines, verzagtes Häuflein, das täglich auf die seidene Schnur wartet.
Also ich hatte in Helmuts Worten keine Spur von Herablassung empfunden ! Im Gegenteil.

Helmut, ich habe den Eindruck, deine Art, mit Musik umzugehen, kommt der meinen sehr entgegen. Ich schrieb bislang zwar vornehmlich in Bereichen, die vor 1800 liegen, jedoch blicke auch ich gerne genau ins Innere der Komposition. Was ich bislang von deinen Liedanalysen gelesen habe, scheint mir ähnlich auf die Inhalte des Gesagten fokussiert zu sein, anstelle auf deren verbale Verpackung ! Ich bin und war immer schon der Meinung, dass man jede Wahrheit auch so formulieren kann, dass sie allgemein verständlich ist. Und so versuche ich sogar in meinen sehr fachspezifischen Beiträgen etwas zu vermitteln, das jeder nachvollziehen kann, der die entsprechende Musik mit Interesse hört. Ebenso meine ich, dass du, Helmut, ein ähnliche Absicht verfolgst. Vielleicht treffen wir uns einmal bei einer Liedanalyse, das wäre schön !


Viele Grüße,

Bachiania
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Bachiania

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16

Dienstag, 30. September 2014, 22:38

Ein Taxi-Rätsel

Liebe Freunde, heute gibt es ein kleines musikgeschichtliches Rätsel:

Ich habe eine Stammkundin, die eine aus Deutschland stammende Adelige ist (sie wird auf der Straße ihrer Stadt mit "Guten Tag Frau Gräfin" begrüßt), jedoch ganz ihren eigenen Weg geht, mit ihre Lebensgefährtin zwei große Hunde hat und in der Nähe von Salzburg eine Bar betreibt. Doch dies hat eigentlich mit dem Rätsel nichts zu tun, denn sie versteht nichts von Musik. Der Name ihrer Bar stammt vom Vorgänger und das Lokal besteht in der kleinen Stadt schon lange. Ich stelle nun ein Foto der Eingangstüre ein und frage euch: In welchem Ort könnte sich diese Bar wohl befinden ?

Teilnahmebedingungen: Googeln ist erlaubt, jedoch nicht, einfach den Namen mit dem Zusatz "Bar" einzugeben ! Ein wenig musikhistorischer Spürsinn darf ruhig verwendet werden !

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hami1799

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17

Dienstag, 30. September 2014, 22:50

Also ich hatte in Helmuts Worten keine Spur von Herablassung empfunden ! Im Gegenteil.

Ach herrje! Habe ich mich so zweideutig ausgedrückt? Natürlich hast Du recht, aber bei allen meinen seltsamen Gedankengängen käme ich doch niemals auf die Idee, Helmut nur der geringsten Spur der Herablassung zu verdächtigen. Nichts liegt mir ferner als das. Ich bedaure lediglich, dass mir die Voraussetzung fehlt, seinen Ausführungen auf adäquate Weise zu begegnen. Selbstverständlich habe ich mich sehr über seine netten Worte gefreut.

Wenn Du meinen Beitrag im Ganzen liest, dürfte das verständlich werden.

Wenn nicht, bitte ich um gnädigsten Pardon.

Viele Grüße
hami1799

Bachiania

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18

Dienstag, 30. September 2014, 23:13

Wenn Du meinen Beitrag im Ganzen liest, dürfte das verständlich werden.
Lieber Hami, manchmal falle ich doch noch auf deinen stets leicht ironischen Humor herein ! Danke für die Klarstellung.


Bachiania, die Salzburger Undine, hat allen Grund, sich erkenntlich zu erzeigen, jetzt wo sie erfahren hat, dass Frauen eine Seele haben.
Wenngleich ich zu deinem Beitrag noch bemerken muss, dass ich als Widder definitiv mehr ein Feuer- als ein Wasserwesen bin (merkt man das nicht?).


Zitat von »Bachiania«
Kennt jemand einen Othello, der gut ausgeht ???
Zitat von Hami:
Natürlich! Oh Tell, oh der Mord ist nicht nötig, schreit Gessler ehe ihn ein Pfeil durchsiebt. Guter Ausgang, oder?
Diese Genialität von dir macht natürlich (fast) alle deine kleinen Sticheleien wieder wett!


:hello: Bachiania
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hami1799

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19

Dienstag, 30. September 2014, 23:19

Diese Genialität von dir macht natürlich (fast) alle deine kleinen Sticheleien wieder wett !

Dabei ist die zweite, die negative Variante doch viel besser.

Helmut Hofmann

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20

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 11:43

Liebe Bachiania, lieber Hami,

ich sehe, ich habe Anlass gegeben, euch mal einig zu sein. Soll ich das nun gut finden, - wo doch euer kontroverser Dialog so witzig ist und so viel Freude bereitet?

Meine spontane Bemerkung, dass es hier „so angenehm“ sei, war grundehrlich. Die „Salzburger Geschichten“ sind ein echtes Vergnügen. Als ich die mit dem Köchel-Verzeichnis-Spezialisten las, musste ich laut lachen und habe mich anschließend gefragt, was von mir wohl käme, wenn man mir Deutsch-Verzeichnis-Nummern präsentierte.
Ich fürchte, ich bekäme gerade mal fünf zusammen!
Die Idee mit dem Gespräch über ein oder mehrere Lieder finde ich gut!
Macht weiter so, damit ich was zu lesen habe, das mir Freude macht!

hami1799

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21

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 13:16

Macht weiter so, damit ich was zu lesen habe, das mir Freude macht!

Lieber Helmut,

mir kommen ernste Bedenken, dass ich mich hier im Forum einer legalen Tätigkeit hingebe.
Auf Grund des Beitrages Nr. 14 hat mir nun die Schweiz das Einreisevisum verweigert und eine Verleumdungsklage angestrengt.

Bachiania

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22

Donnerstag, 2. Oktober 2014, 16:54

Lieber Helmut,

danke für dein Lob (das brauchen wir doch alle von Zeit zu Zeit ... ;))

Mit einem so sachkundigen Liedkenner wie du ein Thema gemeinsam zu verfassen, ist mir Ehre und Herausforderung. Ich habe mehr oder weniger zufällig ein kurzes Schubert Lied ausgesucht, das ich mir nun näher ansehen werde. Wäre dies für dich ein gangbarer Weg, wenn ich einmal meine Analyse poste und du dann aus deiner Sicht "nachlegst" ? Oder wäre es dir lieber umgekehrt ? Jedenfalls freut es mich sehr !

Viele Grüße,

Bachinaia
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Helmut Hofmann

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23

Donnerstag, 2. Oktober 2014, 17:20

Ja, liebe Bachiania, mach es ganz so, wie Du es Dir vorstellst. Ich freue mich darauf!
Aber sprich bitte nicht von "Ehre und Herausforderung". Ich bin es, der dankbar zu sein hat, wenn er über das Lied mit einem Menschen sprechen kann, der wirkliches Interesse an der Sache hat.

Helmut Hofmann

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24

Donnerstag, 2. Oktober 2014, 22:28

Ich habe doch eine kleine Bitte, liebe Bachiania.
Könnten wir hier bleiben, in diesem Thread?
Hier, in dieser Salzburger Atmosphäre, lässt sich, wie ich es inzwischen empfinde, besser über Liedmusik sprechen und sich untereinander austauschen, als dies am eigentlich zugehörigen Ort, dem Liedforum also, möglich ist.

moderato

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25

Freitag, 3. Oktober 2014, 04:44

Liebe Bachiana

Du verlangst musikalischen Spürsinn, um dieses Rätsel zu lösen. Diabelli, damit können nur die Diabelli-Variationen in Zusammenhang gebracht werden. Anton Diabelli war ein österreichischer Komponist und Musikverleger, der unter anderen musikalischen Persönlichkeiten auch Ludwig van Beethoven bat, zu einem Thema ein Werk zu komponieren. Dass ein derart grosses Werk mit 33 Variationen entstand, hatte Diabelli wohl nicht geahnt. Geboren wurde Anton Diabelli in Mattsee. Eine Gedenktafel am Geburtshaus erinnert daran.



In Mattsee am Stiftsplatz 2 gibt es eine Diabelli-Bar, zu der wohl die von dir, liebe Bachiania, gezeigte Eingangstüre passt.

Googelt man nach Anton Diabelli und Mattsee, erfahrt man dies über den Sohn des Städtchens:

"Jedes Jahr gibt es in Mattsee zu Ehren von Anton Diabelli, einem Mattseer Komponisten im 18. Jahrhundert, den Diabelli Sommer, sozusagen Kleine Festspiele in Mattsee.
Anton Diabelli wurde im Jahre 1781 in Mattsee geboren und wurde von Michael Haydn und Beethoven unterrichtet und geschätzt. Das Geburtshaus Diabellis steht mitten im Zentrum von Mattsee."

Mattsee ist sicherlich eine Reise wert, so schön wie es in die Landschaft eingebettet ist.



Ja und bei Wikipedia ist ein längerer Artikel zu den Diabelli-Variationen zu finden.

"1819 hatte der Wiener Musikverleger und Komponist Anton Diabelli alle namhaften österreichischen Komponisten gebeten, für seine Veröffentlichung Vaterländischer Künstlerverein Variationen über ein von ihm vorgegebenes Thema zu schreiben. Ursprünglich hatte er an eine Sammlung gedacht, die je eine Variation jedes Komponisten enthalten sollte. Ludwig van Beethoven jedoch wollte keinen „Schusterfleck“ abliefern. Als letzter, lange nach Franz Schubert und Franz Liszt, stellte er seinen Beitrag 1823 fertig. Begeistert gab Diabelli Beethovens Variationen gesondert heraus und ließ die Werke der anderen Komponisten in einem zweiten Teil folgen.

Antonie Brentano gewidmet, sind die 33 Veränderungen über einen Walzer von Diabelli Beethovens letzte große Klavierschöpfung."


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Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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William B.A.

Erleuchteter

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26

Freitag, 3. Oktober 2014, 05:06

Da kann man mal sehen, was Mattsee Hamburg voraus hat. Dort, in der Brahms-Stadt, gibt es zwar einen Johannes Brahms-Platz, an dem ich am 25. Juli ein wunderbares Konzert mir Mendelssohn- und Bramswerken erleben durfte, aber m. E. keine Brahms-Bar. Nun tröstet mich, vor allem nach dem heutigen (gestrigen) Besuch des erstmalig live erlebten "Deutschen Requiems" von Johannes Brahms in der Kölner Philharmonie (Bericht steht im Thread "Gestern im Konzert"), dass Johannes Brahms offenbar der größere Komponist war als Anton Diabelli. Das lässt mich auch die fehlende Bar vergessen , weswegen ich mich nach meiner Rückkunft mit einem 12-jährigen Single Malt der Marke "The Balvenie Double Wood" schadlos gehalten habe.

Liebe Grüße

Willi :D

P. S. Beethoven hatte wohl zu den anderen Herren Mitbewerbern nicht so ein großers Vertrauen wie zu sich selbst. Keine Frage, dass nur er es vermochte, aus diesem an sich simplen Thema das größte Variationenwerk aller Zeiten zu machen.
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

moderato

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27

Freitag, 3. Oktober 2014, 05:17

Lieber Wiliam B. A.

Nicht nur in der Musik bist du ein echter Geniesser und Kenner. Die von dir genannte Whisky-Sorte zählt zu denjenigen, die ich persönlich auch schätze. Da wir es von der Diabelli-Bar hatten, passt diese hochprozentige Erwähnung.


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Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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Bachiania

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28

Freitag, 3. Oktober 2014, 17:18

:jubel: Großartig, Moderato! :jubel: Danke für deinen prompten und schönen Bericht!

In der Tat ist das kleine Städtchen Mattsee einer der schönsten Flecken auf Gottes Erdboden. Direkt an der sehr schmalen Landbrücke zwischen Obertrumer See und Mattsee gelegen ist es sogar ohne Diabelli glatt eine ganze Reise wert! Zumal ja in Distanz von weniger als einer halben Autostunde Salzburg liegt!

Auf bald!

:hello: Bachiania :hello:
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MSchenk

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29

Freitag, 3. Oktober 2014, 22:29

Da kann man mal sehen, was Mattsee Hamburg voraus hat. Dort, in der Brahms-Stadt, gibt es zwar einen Johannes Brahms-Platz, an dem ich am 25. Juli ein wunderbares Konzert mir Mendelssohn- und Bramswerken erleben durfte, aber m. E. keine Brahms-Bar.

Das wohl tatsächlich nicht, lieber William, aber immerhin gibt es das Brahms-Foyer: So heißt nämlich die große Bar in der Hamburger Musikhalle, wo ich in den Konzertpausen schon so manchen Grauburgunder getrunken habe. Mitten im Raum steht eine große Brahms-Statue umrangt von den Musen.
mfG Michael

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Bachiania

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2014

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Samstag, 4. Oktober 2014, 15:45

Die folgende Geschichte fiel mir heute wieder ein. Stattgefunden hat sie vor wenigen Jahren.

Nach einem Konzert von Udo Jürgens stieg ein Mann in den Fond meines Taxis und nannte ein salzburger Hotel als Ziel. Ich fuhr los und begann meinen üblichen Smalltalk. Ob ihm das Konzert gefallen habe – ja, recht gut. Und da er auf mich nicht wie ein Besucher wirkte, fragte ich ihn, ob etwas mit der Musikbusiness zu tun habe. Er meinte: "ja", und setzte, bescheiden und fast als ob es ihm ein klein wenig unangenehm wäre, hinzu: "ich bin Udo Jürgens".
Au weia, war mir das peinlich! Als Entschuldigung konnte ich nur anführen, dass er hinten saß und ich aufgrund der Dunkelheit wirklich nur vage hatte sehen können. Doch er lachte.
Wir unterhielten uns weiter. Ich fragte ihn, ob er nach so vielen Jahren noch immer mit Freude dabei sei, oder sich einfach an den "Job" gewöhnt habe. Er meinte, jedes einzelne Konzert sei immer wieder eine Herausforderung, die er sehr ernst nehme. Er fragte mich genauer über meinen Job und meine Familie und warum ich in der Nacht unterwegs sei. Es war ein sehr entspanntes, sehr sympathisches und persönliches Geschpräch. Ich war beeindruckt von seiner Ausstrahlung und Persönlichkeit. Wieder einmal (und dafür werde ich Udo Jürgens immer als leuchtendes Beispiel im Gedächtnis haben) zeigte sich, dass wahrhaft große Künstler oft auch abseits von Star-Allüren und High-life große Menschen sind.

Viele Grüße
Bachiania
Man sagt, wenn die Engel für Gott spielen, so spielen sie Bach, füreinander aber spielen sie Mozart.
(Sir Isaiah Berlin)