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31

Donnerstag, 19. Januar 2006, 15:33

RE: Requiem in der Karlskirche in Wien

eine Aufführung des Musikgymnasiums Wien empfehlen??? :wacky:
das soll wohl ein Scherz sein...


(habe 1990 dort maturiert...)

dirigiert der Georg Kugi??
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
(frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

GalloNero

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32

Donnerstag, 19. Januar 2006, 17:21

Harnoncourt 2003

Hallo D., hallo Thomas, hallo Tamino Forum,

vielen Dank auch noch für Eure Empfehlungen, aber fürs erste wurde es Harnoncourt in der aktuellen Einspielung und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut.



Es musste nicht eine SACD sein. Habe nicht mal einen entsprechenden Player. Ein sehr guter Klang war und ist mir allerdings sehr wichtig. Und den hab ich jetzt zweifelsohne.

Nun, ich kannte ja nicht mal das Werk. Jetzt kenn ich es und muss sagen, ich bin begeistert.

Dazusagen muss ich, ich bin kein regelmäßiger Kirchgänger und geistliche Musik kannte ich bisher nur von Bach und Händel (die Klassiker eben). Wenn ich ehrlich bin, ich bin überhaupt kein Kirchgänger, aber die geistliche Musik stößt bei mir dennoch auf größtes Interesse. Große geistliche Musik, wie beispielsweise die Mathäus Passion von Bach vermag es, mich in einen herrlichen, wundersamen, beruhigten bis meditativen Zustand zu versetzen. Jetzt weiß ich, Mozarts Requiem vermag das auch. :wacky:

Nachdem ich den Film Amadeus gesehen hatte, begann ich mich für Mozarts Geschichte zu interessieren. Und was gibt es da spannenderes, als das Mysterium rund um dieses Requiem und den Tod des Komponisten? Zu Mozarts Musik hatte ich bisher noch keinen so rechten Zugang. Von diesem Requiem war ich aber sofort begeistert. Ich bringe dieses Werk in dieser Einspielung mit dem Wort „Perfektion“ in Verbindung…
…ich weiß nicht genau wie ich es beschreiben soll. Es ist einfach soooooooooooooooo schön.

Zum Vergleich hab ich mir eine Einspielung durch Herbert von Karajan geliehen. Was soll ich sagen? Berührt mich nicht. Warum? Weiß ich nicht. Irgendwie schleppend. Lieblos. Emotionslos? – Vielleicht liegt es auch am Klang. Es sind vor allem diese wunderschönen Stimmen und deren Zusammenspiel, die mich bei Harnoncourt faszinieren. Einziger Kritikpunkt bei Harnoncourt - das Blech ist mir einen Tick zu aufdringlich. Aber vielleicht wollte das Mozart ja so. Harnoncourt ist ja dafür bekannt, dass er recht gut recherchiert, wie es klingen sollte.

Bin mit meiner Anschaffung mehr als zufrieden und kann mir kaum vorstellen, dass mir eine weitere Einspielung wesentlich mehr bieten könnte. Das Interesse am Requiem an sich ist allerdings geweckt. Verdi und Brahms stehen schon auf der Liste.

Bei Mozart werd ich erstmal bei den Klavierkonzerten weitermachen.

Was mich noch interessieren könnte wären die Fragmente von Christoph Spering, doch fürs erste bin ich mit Harnoncourt bedient.

Liebe herzliche Grüße und noch mal ein dickes Dankeschön für alle Empfehlungen
Euer GalloNero
... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

Ulli

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33

Donnerstag, 19. Januar 2006, 17:29

RE: Harnoncourt 2003

Zitat

das Blech ist mir einen Tick zu aufdringlich. Aber vielleicht wollte das Mozart ja so


Salut,

leider muß ich Dich enttäuschen. Von Mozart selbst stammen lediglich die Trompetenstimmen im Introitus "Requiem aeternam..." - und hier sind es nur sieben Takte. Bereits im Kyrie sind nur noch Chor und Bass sowie einige Streicherfiguren notiert. Original sind auch die 14/15 Takte des tuba mirum.

Die übrigen Blechstimmen wurden [von wem auch immer] ergänzt.

Cordialement
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

GalloNero

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34

Donnerstag, 19. Januar 2006, 17:43

Hallo Ulli,
ich bin nicht enttäuscht. Es ist eben diese eine Stelle im Introitus (lass es 7 Takte sein), an der es mir sofort auffiel. Ist was zum Aufwachen. 8)
Doch auch im Kyrie viels mir dann wieder (eher negativ) auf.

Im tuba mirum fand ich es dann allerdings schon beim ersten Hören eher genial. Bei Karajan schläft man an dieser Stelle leicht ein.

Vielen Dank für Infos.
Mann muss eben jemanden fragen, der sich mit so etwas auskennt! :]

Liebe Grüße aus Ulm
GalloNero
... da wurde mir wieder weit ums Herz ... (G. Mahler)

klingsor

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35

Donnerstag, 19. Januar 2006, 18:01

RE: Requiem in der Karlskirche in Wien

meine einstiegsdroge des über alles geliebten werkes und nun wohl in fast 15 einspielungen besessenen werkes: die alte barenboim-aufnahme mit dem english chamber orchestra ... das dies irae in seiner darmatik wurde meiner meinung nach nicht übertroffen:

falls jemand meinungen über folgende einspielungen benötigt: gerne:
1. barenboim , eco
2. barenboim, orchestre de paris
3. bernstein
4 .gardiner
5. giulini
6. harnoncourt alt
7. 2 oder 3x karajan
8. muti
9. schreier
10. solti
11. walter
12. weil
--- alles ein traum? ---

klingsor

D.Minor

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36

Donnerstag, 19. Januar 2006, 18:54

RE: Requiem in der Karlskirche in Wien

@tastenwolf
nur weil du dort maturiert hast muss es ja nicht unbedingt schlecht sein 8)
aber scherz ohne - ich hörs mir ganz einfach mal an
lg
d.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören

Siegfried

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37

Freitag, 20. Januar 2006, 12:20

RE: Requiem

@ Klingsor,

du hast u.a.Harnoncourt alt aufgezählt.Ist das die Aufnahme mit dem irren"Sanctus"-Tempo so um Mitte der 80er Jahre?
Ist die Barenboim eco deine Referenzaufnahme?
Ich suche z.Zt. eine neuere Aufnahme,die nicht im D-Zug-Tempo abspult.
Freundliche Grüße Siegfried

klingsor

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38

Freitag, 20. Januar 2006, 17:19

hallo, siegfried, ich schaue nochmals wg. des harnonc. nach. aber ich denke, das ist sie ... kombiniert mit der krönungsmesse bei teldec

und barenboim, ja, ich würde sie zu meiner top-aufnahme küren (tolle pauken!), müßte aber alle nochmals vergleichen . das dies irae ist m.e. sehr schnell (aus der erinnerung ca. 1.50 min, aber keinesfalls gehetzt) ganz nahe dran auch bernstein. muti und gardiner. ziemlich furchtbar leider der giulini, abwohl der traumhafte solisten hat.

lg
--- alles ein traum? ---

klingsor

Maexl

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39

Freitag, 20. Januar 2006, 19:55

wenn man das dies irae zu schnell nimmt wirkt der 12/8tel Tackt zu sehr nach 3/4-Walzer - im optimalen tempo singt es sich zwar sehr anstrengend - aber es lohnt sich... manchem zuhörer kann man so eine gänsehaut bereiten.

Ulli

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40

Freitag, 20. Januar 2006, 20:13

Zitat

Original von Maexl
wenn man das dies irae zu schnell nimmt wirkt der 12/8tel Tackt zu sehr nach 3/4-Walzer - im optimalen tempo singt es sich zwar sehr anstrengend - aber es lohnt sich... manchem zuhörer kann man so eine gänsehaut bereiten.


12/8tel???

?(

Ist C = 4/4

12/8 ist Lacrymosa

:baeh01:
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Maexl

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41

Freitag, 20. Januar 2006, 20:39

*grml* - du hast selbstverständlich recht :stumm:

klingsor

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42

Samstag, 21. Januar 2006, 19:32

hallo, siegfried,
a) ja, es ist der alte harnoncourt, wie ich mir es schon dachte
b) das exakte tempo. : 1.46 min. bei barenboim mit dem eco

viele grüße
--- alles ein traum? ---

klingsor

reklov29

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43

Sonntag, 22. Januar 2006, 18:05

Das „Requiem“ Mozarts im Spiegel seiner Quellenlage,“ Karl Böhm-Einspielung DVD“

Hallo Forum,

ich habe mir gerade die neu erworbene Neuveröffentlichung der DVD aus 08/2005, Requiem KV 626, Wolfgang Amadeus Mozart, mit Karl Böhm, als Mitschnitt des Konzertes aus der Piaristenkirche Wien, von Anfang Dezember 1971, mir angehört.

Eine votreffliche Homage an W.A. Mozart, die hier Karl Böhm in 1971 gelang. Sie ist als die Aufnahme schlechthin in die Analen der Requiem-Interpretation – und als Referenz-Einspielung -eingegangen.

Karl Böhm versteht es hier, wie kein anderer Interpret, eine unbeirrbare Werktreue, Detailbewusstsein,
und eine streng kontrollierte unromantische Musikinterpretation zu Gehör zu bringen. Er besaß die Fähigkeit als Präzisionsfanatiker ein sagenhaftes Gespür für die Form, die tönende Architektur und die gewisse Dramaturgie zu entwickeln.


Dirigent: Karl Böhm


Die Gesangssolisten erfüllen die in sie gesetzten Erwartungen alles, was von unseren Altstars
gefordert wurde. Heutzutage kann solche Gesangeskunst kaum noch getoppt werden. Brillant die Gesangskunst aller Interpreten: wie Gundula Janowitz, Sopran, Christa Ludwig, Alt,
Walter Berry, Bass und Peter Schreier, Tenor.


Gesangssolisten: Janowitz, Ludwig, Berry.



Die Wiener Symphoniker erklingen in ihrem Spiel und toppen das gewisse „Wienerische“, was mir unwahrscheinlich gut an ihnen gefällt. Der tonale Ausdruck kann als Mozart-Interpretation nur von Wiener Orchester so erzielt werden.

Abstriche an der sonst überragenden Referenzeinspielung muss ich dem Opernchor der Staatsoper
Wien angedeihen lassen. Dieser Mammut-Chor steht im Widerspruch zu einer derzeitigen und heute ausgeübten Aufführungspraxis. Ihr Gesangsstil wirkt geradezu opernhaft und würde durch einen kleineren Chor in der Detailtreue der Textaussage stimmlich viel inniger klingen.

Die DVD besticht durch eine hervorragende Tonqualität, über die Bildqualität ist nicht viel Gutes zu
berichten, da es sich hier um eine Aufzeichnung bzw Mittschnitt aus dem Jahre 1971 handelt.

Gesamtresümee: Eine überdurchschnittlich Einspielung des Requiems von W.A. Mozart. So muss Mozart-Musik erklingen.

Wie keinem anderem Interpreten ist es Karl Böhm wiederum gelungen und zu danken, eine wirklich fantastische Mozart-Musik mit dieser Aufnahme der Nachwelt als Referenz hinterlassen zu haben.

Grüsse
Volker.

DVD-Angaben:
Format: DTS Surround Sound, PAL
Bildformat: 4:3
DVD Erscheinungstermin: 2. August 2005
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

D.Minor

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44

Sonntag, 22. Januar 2006, 19:09

Re: Böhm Requiem DVD

lieber reklov29
auch ich hab' zu weihnachten diese wunderbare aufnahme in besitz genommen, besonders die leistung der sängerInnen hat mich schwer beeindruckt, der chor ist eben geist der 60er bzw. 70er, auch die bildqualität hab' ich eigentlich sehr gut gefunden.
hier ein tipp - vor kurzem erschien eine weitere böhm-interpretation des requiems:

auch die hat es mir sehr angetan
:hello:
lg
d.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören

reklov29

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45

Montag, 23. Januar 2006, 22:53

RE: Böhm Requiem DVD

Hallo D.Minor,
Zitat:
die bildqualität hab' ich eigentlich sehr gut gefunden
----------------------------
hier kann ich Dir leider nicht zustimmen, die Bildqualität neuzeitlicher DVDs ist als sehr gut einzustufen,
die Bildqualität der 70er Jahre hatte noch nicht den hohen Qualitätsstand, der heute erzielt wird.
Für Deinen Zusatz-Tipp für die Karl Böhm CD schönen Dank.

Heute habe ich mir die DVD mit der Requiem-Einspielung von Gardiner als Vergleich einmal bestellt.


Als eine weitere gute Referenz-Einspielung als DVD sehe ich die vom 16.7.1999, Salzburger Dom, (Karajan-Gedächtniskonzert) von Abbado, dem Schoenberg-Chor und den Berliner Philharmonikern.

Grüsse
volker.
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

reklov29

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46

Sonntag, 29. Januar 2006, 19:22

W.A.Mozart, Requiem KV 626; Aufnahme Gardiner

Hallo,

am Wochende kam per Post die DVD mit dem Requiem KV 626; Wolfgang Amadeus Mozart; eine
Einspielung und Neuveröffentlichung des gegebenen Konzertes in Barcelona Dezember 1991 mit
Gardiner, dem Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists.




Requiem KV 626 +Messe c-moll KV 427
Bonney, Otter, Blochwitz, White,
English Baroque Soloists, Gardiner (101 Minuten)
Sound:stereo / DTS 5.1;Bild:4:3 (NTSC);Sub:Lat, E

Die Bildqualität der DVD ist akzeptabel, der Ton der Aufnahme des Requiems ist nicht gerade überwältigend, was Philips hier veranstaltet hat, bleibt ihr Geheimnis.
Die weitere Aufnahme der Messe in c-moll, KV 427, hat ein ganz anderes Format im Ton, sehr gut
anzuhören.
-------------------------------------

Über die Gesangsqualität des Monteverdi Choires brauche ich wohl nicht näher eingehen, sie beeindrucken wiederum durch ihre gerühmte gesangliche Artikulation und perfekte Stimmenbildung,
die Grösse des Chores, ca. 32 Sängerinnen/Sänger, erlauben mir hier einen Vergleich mit der Karl Böhm-
Aufnahme aus der Piaristenkirche, Wien, von Dezember 1971, mit dem Opernchor der Staatsoper Wien.

Der Monteverdi Choir erreicht hier eine fein artikulierte Wort- und Gesangsdarbietung indem die kleinsten Nuancen ihre Wirkung nicht verfehlen.
Anders gelagert beim riesigen Apparat des Opernchores (über 100 Sängerinnen und Sänger) in der
Karl Böhm-Aufnahme, hier schneidet Gardiner in der Chorqualität eindeutig besser ab.

Die 4 Gesangsolisten überzeugen bedingt, die Alt-Garde von Karl Böhm haben eindeutig das bessere Format.

Das Baroque Orchester spielt in warmen Klängen und gekonnt das Requiem ein. Zum Unterschied zu der
Karl Böhm-Aufnahme ist das Baroque Orchester nicht zu vergleichen in der Musizierform und Interpretation mozartscher Musik, hier haben ganz klar die Wiener Sinfoniker die Nase vorn, diesen
Klang, wie eben Mozart zu klingen hat, erreichen die Wiener unangefochten, zumal die Interpretation
und Wiedergabe durch Karl Böhm unübertroffen erscheint, es ist das Mass aller Dinge.:angel:

Unverständlich Gardiners überzogene Interpretation im "Dis irae" mit einer zu stakkatohaften Phrasierung des Chores und des Orchesters, die fast als unerträglich anzusehen ist.

Fazit:
Die Aufnahme von 1971, DVD des Karl Böhm ist unerreicht; Gardiners Interpretation hat trotz Mängel einen grandiosen Chor und wegen der nicht gerade sehr guten Tonqualität einen schweren Stand aber
sie wird sich sicherlich als eine weitere Requiem-Interpretation so manchen Hörer beglücken.

Grüsse
volker.
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

Joseph II.

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47

Dienstag, 31. Januar 2006, 02:38

Eine herrliche Aufnahme des Maestro von 1985:



Übrigens ist auch die Missa Solemnis von Beethoven erste Sahne.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Siegfried

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48

Dienstag, 14. Februar 2006, 19:59

RE: W.A.Mozart, Requiem KV 626

Hallo zusammen,

neben meiner "alten" Decca/Harnoncourt-Aufnahme habe ich noch beim Stöbern gefunden:Rilling mit Gächinger Kantorei und Bach-Kollegium Stuttgart von 1979 und Karajan mit dem Wiener Singverein und den Wiener Philharmonikern.Beide empfehlenswert,wenngleich nicht höchste Aufnahmequalität.Aber die guten Gesangs-und Orchesterleistungen machen dieses Manko mehr als wett.
Freundliche Grüße Siegfried

Andrew

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49

Mittwoch, 22. März 2006, 13:34

Liebe Paminas und Taminos,

ich habe zwei HIP-Einspielungen des Mozart Requiems (Goodman und Gardiner), die ich in ihrer Unterschiedlichkeit gern höre. Nun möchte ich noch eine nicht-HIP-Aufnahme erwerben.

Ich bitte Euch um Empfehlungen (Ähem: Bitte nicht die von Karajan, die habe ich schon mal gehört und ... um es in norddeutschem Slang zu sagen: "Das tut nicht Not!").

Vielen Dank für Eure Hinweise, Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

Ulli

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50

Mittwoch, 22. März 2006, 13:44

Salut Andrew,

von HvK habe ich zwei Einspielungen:

Eins)

Anna Tomowa-Sintow, S
Helga Müller-Molinari, A
Vinson Cole, T
Paata Burchudladze, B

Wiener Singverein
Wiener Philharmoniker

DG 431 288-2

Diese Einspielung schätze ich überaus.

Zwei)

Wilma Lipp, S
Hilde Rössel-Majdan, A
Anton Dermota, T
Walter Berry, B

Wiener Singverein
Berliner Philharmoniker

DG 429 160-2

Noch nie gehört...

Welche von beiden tut Dir nicht Not? Oder gibt es gar noch weitere? Ich bin sicher kein Karajan-Freund, was Mozart betrifft, aber zu der erstgenannten Aufnahme stehe ich, solange es nichts Besseres gibt.

Cordialement
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
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Andrew

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51

Donnerstag, 23. März 2006, 21:25

Mozarts Requiem mit Karajan

Hallo Ulli,

es war die zweite, von Dir aufgeführte Einspielung, die IMO etwas dick aufgetragen war. Vielleicht bin ich ja auch HIP-verdorben. Seit ich in diesem Forum bin, arbeite ich an diesem Problem ...

Ich verstehe Deinen Hinweis so, dass die von Dir empfohlenene Karajan-Aufnahme nicht nur auf meine unqualifizierte Bemerkung antwortet, sondern dass Du diese Aufnahme für eine der Referenzaufnahmen hältst. Ich habe die CD auf meiner Liste notiert und freue mich, diese Einspielung kennen zu lernen:




Dabei vertraue ich Deinem Urteil über die Qualität der Aufführung mehr als dem Eindruck, den die Qualität der Covergestaltung auf mich macht!

Vielen Dank für Deinen Hinweis, mit freundlichen Grüßen aus dem Norden, Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

Ulli

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52

Donnerstag, 23. März 2006, 21:49

RE: Mozarts Requiem mit Karajan

Salut,

Zitat

Original von Andrew

Ich verstehe Deinen Hinweis so, dass die von Dir empfohlenene Karajan-Aufnahme nicht nur auf meine unqualifizierte Bemerkung antwortet,


So war das sicher nicht gedacht. Ich wollte Dich lediglich darauf Hinweisen, dass es mehrere Karajan-Einspielungen des Requiem gibt - ob diese beiden nun alle sind, weiß ich hingegen nicht.

Zitat


sondern dass Du diese Aufnahme für eine der Referenzaufnahmen hältst. Ich habe die CD auf meiner Liste notiert und freue mich, diese Einspielung kennen zu lernen:


Um eine Referenzaufnahme nennen zu können, müsste ich wesentlich mehr Vergleiche haben. Mir gefällt jedenfalls diese Aufnahme eigentlich uneingeschränkt - dick ist sie keineswegs, aber dort, wo es notwendig ist, "schön tragisch", ansonsten auch durchaus rabiat [Dies] und sehr feinsinnig [Lacrymosa]. Ich bin gespannt, was Du davon hältst.

Zitat


Dabei vertraue ich Deinem Urteil über die Qualität der Aufführung mehr als dem Eindruck, den die Qualität der Covergestaltung auf mich macht!


Das solltest Du unbedingt... mein Cover sieht nämlich ganz anders aus!

Nun hast Du mich neugierig auf "die andere" Aufnahme gemacht [ich bin eigentlich ein Vergleichsmuffel...] :rolleyes:

:hello:

Cordialement
Ulli
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53

Freitag, 24. März 2006, 11:34

Liebe KV626 Freunde
gestern erhielt ich diese:

mit exzellenten Solisten (Schmithüsen, Patriasz, Mackie, Hölle), dem Niederländischen Kammerchor und dem Orchester La Petite Bande unter Leitung von Sigiswald Kuijken
und obwohl ich schon sehr viele interpretationen des requiems habe, hat mich diese schwer beeindruckt. selten eine so gute leistung von chor und solisten gehört. :jubel: :jubel: :jubel:
schwere empfehlung
lg
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ThomasBernhard

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Freitag, 24. März 2006, 21:27

Zitat

Original von Ulli

Zwei)

Wilma Lipp, S
Hilde Rössel-Majdan, A
Anton Dermota, T
Walter Berry, B

Wiener Singverein
Berliner Philharmoniker


Von dieser Aufnahme (in sehr vielen verschiedenen Ausgaben auf dem Markt) habe ich schon verschiedentlich abgeraten und möchte es auch hier wieder nachdrücklich tun.

Die Aufnahme ist Mist, schauderhaft! Hört Euch bloß mal das Gejaule der Sopranistin bei "te decet hymnus" an..

:kotz:

wesentlich besser finde ich Karajans Digitalaufnahme auch nicht.

Folgende Digitalaufnahmen von Nicht-HIP-Aufführungen würde ich eher empfehlen:

Abbado (DG)
Solti (Decca)
Bernstein (DG)

desweiteren:

Bruno Walter (Orfeo), allerdings in bescheidener Tonqualität live von den Salzburger Festspielen 1956. Und der Chor klingt anfangs auch gewöhnungsbedürftig.
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

Ulli

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55

Freitag, 24. März 2006, 22:27

2)

***Räusper***

Hat HvK die Veröffentlichung dieser Einspielung zugelassen? ?(

ich hab die CDjetzt erstmals aufgelegt - bis zum Beginn des "tuba mirum" bin ich gekommen, dann hätte ich mir einen Zettel holen müssen... ich stimme dann ausnahmsweise mal in die abfällige Kritik mit ein:

Leierkastentempo durchweg, erstaunlich und phänomenal, dass er das Tempo durchhält. Leider aber nicht die Ausführenden... Frau Lipp erwischt die Eins und Drei selten, besonders nicht nach Auszierungen/Nachhalten/Vorhalten, beeindruckend jedoch ist wie immer die leere Quinte am Schluß des "Kyrie". Das "Dies" auch viel zu langsam für meinen Geschmack - auch hier spielen bzw. singen sich Chor und Orchester auseinander, oft nicht zusammen. Oder täusche ich mich?

Ich habe also eine CD zu verschenken...

Ich bleibe bei 1) - das habe ich wirklich nichts auszusetzen.

:hello:

Ulli
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reklov29

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56

Dienstag, 28. März 2006, 18:41

Hallo Andrew,
Zitat:
ich habe zwei HIP-Einspielungen des Mozart Requiems (Goodman und Gardiner), die ich in ihrer Unterschiedlichkeit gern höre. Nun möchte ich noch eine nicht-HIP-Aufnahme erwerben.

Ich bitte Euch um Empfehlungen (Ähem: Bitte nicht die von Karajan, die habe ich schon mal gehört und ... um es in norddeutschem Slang zu sagen: "Das tut nicht Not!").
--------------------------------

Ich möchte Dich auf diesen Thread hinweisen, da werden verschiedene Aufnahmen des Requiems
besprochen klicke hier!

Als eine absolute Referenzaufnahme ist auch die DVD von Karl Böhm aus der Piaristen-Kirche in Wien von 1971 zu benennen.

Grüsse
Volker
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

Andrew

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57

Dienstag, 28. März 2006, 19:40

Hallo Volker,

vielen Dank für den Tip. Ich muss den thread übersehen haben. Gibt es die von dir empfohlene Böhm-Aufnahme (mit Janowitz, Ludwig, Berry, Schreier) irgendwo auch als CD?

Bei Amazon werden nur die Böhm-Aufnahmen mit Seefried, Rössel-Majdan, Dermota, Frick und mit Mathis, Hamari, Ochmann, Ridderbusch als CDs angeboten.

Grüße von der Nordseeküste, Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

musicophil

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Dienstag, 28. März 2006, 19:47

Zitat

Original von Andrew
Bei Amazon werden nur die Böhm-Aufnahmen mit Seefried, Rössel-Majdan, Dermota, Frick und mit Mathis, Hamari, Ochmann, Ridderbusch als CDs angeboten.


Ich tippte in Google ein Böhm requiem mozart ludwig, und sofort sah ich die DVD.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

reklov29

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Mittwoch, 29. März 2006, 19:52

Mozart, Requiem, Karl Böhm, Janowitz, Berry,etc.

Hallo Andrew,
Zitat:
Gibt es die von dir empfohlene Böhm-Aufnahme (mit Janowitz, Ludwig, Berry, Schreier) irgendwo auch als CD?
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Leider nein, höchstwahrscheinlich nur gebraucht bei e-bay.


Grüsse
Volker.
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

Andrew

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Mittwoch, 29. März 2006, 19:55

Mozart: Requiem mit Böhm

Hallo Volker,

vielen Dank für Deinen Hinweis. Über Ebay habe ich schon einige gute CDs erstanden und bin bis auf eine (selbstverschuldete) Ausnahme dabei noch nie auf die Nase gefallen.

Ich bleibe dran. Das gilt auch für die von Ulli empfohlene Karajan-Aufnahme.

Grüße von Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“