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Karsten

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271

Mittwoch, 9. Februar 2011, 23:48

Ich habe die Orgelwerke von Johann Sebastian Bach hervorgenommen. Die "Stars" dieser Aufnahmen sind die Silbermann-Orgeln und ihr besonderer Klang. Die Aufnahmen enstanden zwischen 1961 und 1972.
Hallo!

Die Aufnahmen haben heute eigentlich schon fast nurnoch dokumentarischen Wert, sowohl was Spielweise/Interpretation als auch Zustand und Klangbild der Orgeln angeht. Zahlreiche der auf diesen Platten zu hörenden Orgeln sind mittlerweile fachkundig restauriert worden und klingen ganz anders.

Gruß
Karsten

moderato

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272

Donnerstag, 10. Februar 2011, 00:25

Lieber Karsten

Es sind 40 bis 50 Jahre her, seit diese Aufnahmen entstanden sind. Die Spielweise hat sich selbstverständlich verändert. Verbesserungen in der Aufnahmetechnik hat es seither auch gegeben.

Ich habe eine Recherche gemacht, ob an den Orgeln der erwähnten Aufnahme Restaurationen, das heisst eine Wiederherrstellung des ursprünglichen Zustandes, durchgeführt wurden. Dies hätte den Klang selbstverständlich verändert.
  • Dom zu Freiberg: 1738 Oberwerk durch Silbermann umdisponiert; nahezu unverändert erhalten
  • St. Georgen Rötha: erhalten; 1935 Erneuerungen
  • Dorfkirche Helbigsdorf: fast unverändert erhalten
  • Dorfkirche Reinhardtsgrimma: erhalten; etliche Pfeifen erneuert oder verändert
  • Dorfkirche Crostau: erhalten
  • Petrikirche Freiberg: weitgehend erhalten
  • Dorfkirche Großhartmannsdorf: nahezu unverändert erhalten
  • Pfarrkirche Fraureuth, nahezu unverändert erhalten
  • Schloßkirche Burgk, nahezu unverändert erhalten
  • Hofkirche Dresden, ab 1963 wurde das im 19. und 20. Jahrhundert geringfügig veränderte Orgelwerk in Annäherung an das Original restauriert und dabei teilweise technisch neu konzipiert.
Für ergänzende oder richtig stellende Angaben bin ich dankbar.

Das Ergebnis meiner Recherche ist:
Die zehn Silbermann Orgeln der erwähnten Aufnahme sind im Jahre 2010 weitestgehend in einem Zustand, der dem Originalzustand nahekommt. Seit den Aufnahmen, die zwischen 1961 bis 1972 entstanden, sind an einem Grossteil der eingespielten Orgeln nach meinem Kenntnisstand keine Veränderungen durchgeführt worden.
.
Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
Igor Strawinsky

.

moderato

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273

Donnerstag, 10. Februar 2011, 06:05

Nach einer erneuten Recherche habe ich meine Liste angepasst. Ich war misstrauisch, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass nicht einzelne Eingriffe in die Originalgestalt vor den Tonaufnahmen der erwähnten CD-Box vorgenommen wurden.

Hilfreich war mir dieser Link: http://www.silbermann.org/orgel1.htm

  • Dom zu Freiberg: 1738 Oberwerk durch Silbermann umdisponiert;
    nahezu unverändert erhalten

  • St. Georgen Rötha: erhalten; 1935 Erneuerungen, 1979-1980
    letztmalig überarbeitet

  • Dorfkirche Helbigsdorf: fast unverändert erhalten, 1994
    Restaurierung nach denkmalpflegerischen Grundsätzen

  • Dorfkirche Reinhardtsgrimma: erhalten; 1852 etliche Pfeifen
    erneuert oder verändert, 1997 Komplettrestaurierung

  • Dorfkirche Crostau: erhalten, Im 20. Jahrhundert wurden mehrere
    Veränderungen ausgeführt und z. T. wieder korrigiert: 1914, 1933, 1963/64, 1970
    und 1981/82

  • Petrikirche Freiberg: weitgehend erhalten, 1993, 
2006/07
    Rekonstruktion

  • Dorfkirche Großhartmannsdorf: nahezu unverändert erhalten
  • Pfarrkirche Fraureuth: nahezu unverändert erhalten, 1928 Stimmung
    tiefer

  • Schloßkirche Burgk: nahezu unverändert erhalten, 1939, 1959, 1982
    und 2007 Restaurierungen.

  • Hofkirche Dresden, Ab 1963 wurde das im 19. und 20. Jahrhundert
    geringfügig veränderte Orgelwerk in Annäherung an das Original restauriert und
    dabei teilweise technisch neu konzipiert.

Die zehn Silbermann Orgeln der erwähnten Aufnahme sind im Jahre 2010 weitestgehend in einem Zustand, der dem Originalzustand nahekommt. Dem Zahn der Zeit musste durch Restaurierungen Rechnung getragen werden, sei es um Eingriffe der Vergangenheit zu eliminieren oder Abnützungen entgegenzuwirken. Im Zeitraum der Aufnahmen, die zwischen 1961 bis 1972 entstanden, sind an einem Grossteil der eingespielten Orgeln keine Veränderungen durchgeführt worden. Davor waren Eingriffe bei den meisten Orgeln selten. Für eine eingehende Analyse müssten die Arbeits-Berichte der Orgelrestauratoren hinzugezogen werden. .
Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
Igor Strawinsky

.

Maurice

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274

Sonntag, 27. Februar 2011, 22:24



Rheinberger, Josef Gabriel (1839-1901)
Three Preludes and Fugues (1854)
Rudolf Innig
Walcker-Orgel, St. Maria Schramberg
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

Maurice

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275

Sonntag, 6. März 2011, 22:12



Ritter, August Gottfried (1811-1885)
Orgelsonaten

Ursula Philippi, Orgel
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vivelamusic

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276

Mittwoch, 16. März 2011, 21:03

Tongenerator, ein guter Tip!

Manche werden sie schon kennen, die Mega-Hausorgel, die sich Jörg Glebe in Bochum hat bauen lassen. Der Generalspieltisch mit 4 Manualen und über hundert möglichen Registern, eine Sonderanfertigung von Orgelbauer Otto Heuss, steht bei Glebe im Wohnzimmer. Pfeifen hat die Orgel keine, aber zehn exzellente Aktivlautsprecher + Subwoofer, die vom "Hauptwerk"-Programm versorgt werden. Der Hochleistungs-PC, der alles steuert, steht übrigens rechts unten im Spieltischgehäuse.
Zugegeben: zunächst war ich ja etwas skeptisch, ein Orgelspieltisch, der wie der Bauteil einer richtigen Orgel aussieht ... aber nur die Pforte zur Elektronik ist ?( ... die Hörbeispiele in ihrer Bandbreite sind aber wirklich prima und dass die Registrierung die samples großer Orgelbauer (s.u.) verwendet, ein echtes Leckerli!
Für mich besonders schön, die zahlreichen Improvisationen.
:) Gruß Niko

Improvisation: Symphonie Francaise - Allegro ma non troppo

Otto Maria Krämer is playing the Hauptwerk organ of Joerg Glebe in a live concert on the
05.12.2009, using the sample set of the Cavaillé-Coll organ in
Caen/France.
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." - Nietzsche

Maurice

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277

Sonntag, 17. April 2011, 11:10

Momentan:

Widor, Charles Marie (1845-1937)
Organ-Symphony No 6 G minor Op 42 No 2

The Bridgewater Hall Organ, Manchester
Wayne Marshall
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Maurice

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278

Sonntag, 22. Mai 2011, 13:07

Zum Mittag Orgelmusik von Bach:



Bach, Johann Sebastian (1685-1750)
Toccata BWV 538 D Minor

Redeemer Church Jerusalem
Elisabeth Roloff
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moderato

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279

Samstag, 16. Juli 2011, 13:18

Aus dem schweizerischen Kanton Graubünden habe ich ein klingendes Souvenir mitgebracht. Ich verbrachte einige Urlaubstage in der südostlichen Ecke der Schweiz, im Val Mustair, wo die vierte Landessprache Romanisch gesprochen wird. Ich besuchte die Klosterkirche im Dorf Mustair und erwarb im Kloster-Shop eine CD, auf der neben drei anderen historischen Orgeln dieser Talschaft auch diejenige der romanischen, zum UNESCO Weltkulturerbe erklärten Klosterkirche zu hören ist. Die nette Verkäuferin sagte mir, dass es die sechs bis sieben letzten Exemplare seien, da die CD nicht mehr neu aufgelegt werde. Hansjörg Stalder aus St. Moritz spielt ausnahmslos Kirchenmusik-Stücke von schweizerischen Komponisten, die mir völlig unbekannt sind oder Volkstänze aus der Schweiz. Es sind 40 Nummern zu hören. Radio e Televisiun Rumantscha hat die Orgelklänge vorbildlich aufgenommen. Wer sich die Aufnahme kaufen möchte, muss einen Besuch im Kloster machen.
.
Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
Igor Strawinsky

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m-mueller

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280

Montag, 3. Oktober 2011, 00:19

BWV 532, Alessio Corti

abwechslungsreich, schnell, schwungvoll - von Corti wie gewohnt ohne Manierismen interpretiert. Der Klang der Aufnahme ist glasklar und vorbildhaft.

Es gibt Orgelwerke von Bach mit einer eingängigeren "Melodie" oder Struktur, aber 532 gehört zum guten Mittelfeld, 7 Punkte für die Musik, 9 für Interpretation und Klang.

Maurice

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281

Sonntag, 20. Januar 2013, 18:43

Soeben gehört:

Werke von:

Louis James Alfred Lefebury-Wely;

Johann Chr. Heinrich Rink:
Variationen über „Heil Dir, dem Siegerkranz“

sowie Charles Henry Ives:
„Variations on America“

Käte van Tricht, Orgel
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Maurice

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282

Sonntag, 24. Februar 2013, 12:42

Bereits gestern abend zu später Stunde:

Eberlin, Johann Ernst (1702-1762)
Toccaten + Fugen No 1-3

Florian Pagitsch
an der Werner-Orgel in Strassburg
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hart

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283

Donnerstag, 28. Februar 2013, 21:35

Frage an die Moderatoren

Wieso kann man hier keine Schriftgrößen wählen oder CDs einstellen?


Es geht alles. Andere Schriftgrößen und -Arten sollen grundsätzlich nicht bzw. nur sparsamst verwendet werden (die Änderungen sehen in jedem Stil anders aus und meistens nur im aktuellen so, wie es gedacht ist).
Es sieht so aus, als würde bei dir das Bearbeitungsfenster nicht vollständig geladen werden. Dann fehlen Bearbeitungsmöglichkeiten im Editor. Das ist aber ein Verbindungsproblem.
Theo



zweiterbass

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284

Freitag, 1. März 2013, 11:12

Hallo,

unter Hinweis auf die von mir gestarteten Threads "Französische Orgelmusik" und deren Komponisten (noch nicht beendet):
Für Leser, die sich einzelne Komponisten nicht anhören wollen, aber dennoch einen Eindruck haben möchten, wie sich diese Musik anhört, diese CD.

Dass ich hier eine CD einstelle, deren französische, romantische Orgelmusik nicht auf einer Cavaille-Coll-Orgel gespielt wird, mag verwundern; aber die Orgel in Beauvais wurde von der span. Orgelbaufirma "Danion-Gonzalez" restauriert, welche die ursprünglich 1530-32 gebaute und danach oftmals umgebaute Orgel, unter Verwendung der noch verwertbaren alten Pfeifen, auf den Orgelklang von Cavaille-Coll-Orgeln "getrimmt" hat. Wer die (CD-)Möglichkeit hat, diesen Orgelklang mit der einer Cavaille-Coll-Orgel zu vergleichen, wird bestätigt finden, "das ist recht gut gelungen". Die Organistin J. Bate kann auch als Nichtfranzösin romantische franz. Orgelmusik adäquat interpretieren.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

zweiterbass

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285

Freitag, 1. März 2013, 15:18

Hallo,

Nachtrag zu meinem Beitrag.

Leider gibt bei youtube keine für einen Hörvergleich passende Einspielung auf der Orgel in Beauvais.

Was ich gefunden habe, sind zwei Einspielungen der Toccata aus der Suite Gothique auf einer Cavaille-Coll-Orgel und einer beliebig anderen.

http://www.youtube.com/watch?v=G0Fj3UD8gBI

http://www.youtube.com/watch?v=w0KIKFiygWY ab Laufzeit 5.32

http://www.youtube.com/watch?v=KJGyc6gv1qE

Wenn der/die Leser/in sich nun den JPC-Schnipsel auf der von mir vorgestellten CD - Boellmann, Suite Gothique, Toccata - anhört und mit den Einspielungen der beiden youtbube-Links vergleicht, gibt es zumindest einen ersten Hörvergleich der Toccata auf zwei Caville-Coll-Orgeln, der Orgel in Beauvais mit ähnlichem Cavaille-Coll-Orgelklang und einem sonstigen Orgelklang.

Viel Freude beim Hörvergleich wünscht

zweiterbass
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zweiterbass

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286

Samstag, 9. März 2013, 00:33



Hallo,

laut CD-Booklet (Orgeldisposition) handelt es sich um die grösste Orgel Berlins (?)

Aber Größe allein macht es nicht, den Klangvergleich mit Cavaille-Coll-Orgeln zu bestehen. Wer zufälligerweise Zugriff auf diese CD hat, wird dies bestätigen können. Auch die "Orgellandschaft" - 3 Orgeln - in der St. Lorenzkirche in Nürnberg (die größte Orgel in einer ev. Kirche in Bayern) hat zwar einen sehr beeindruckenden Klang, der einmalige Klang gut restaurierter Cavaille-Coll-Orgeln ist dennoch nicht zu realisieren (trotz über 10.000 Pfeifen und entspr. Registriermöglichkeiten).

Viele Grüße
zweiterbass
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William B.A.

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287

Montag, 11. März 2013, 14:48

Gerade gehört:

Pastorale F-dur BWV 590 von Johann Sebastaian Bach

Karl Richter an der Orgel der Basilika zu Ottobeuren

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

zweiterbass

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288

Montag, 11. März 2013, 17:38

Hallo William B.A.,

m. E. wählt Richter für die rechte Hand das falsche Register (das hört sich ziemlich spitz an) und klingt nicht nach Pastorale (außerdem hat er m. E. das 1. Manual auf 2 Register aufgeteilt, was Probleme bringt, wenn die tieferen Töne, auf dem Manual nach links, die Teilung überschreiten) - da kommt die auf youtube zu hörende Einspielung von Helmut Walcha einer Pastorale doch sehr viel näher.

LG
zweiterbass
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William B.A.

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289

Montag, 11. März 2013, 17:58

Hallo zweiterbass,

leider bin ich, was Orgelmusik angeht, ein absoluter Laie und habe das, was du da anmahnst, überhaupt nicht gemerkt. Mir hat es gut gefallen. Da du weiter oben von französischer Orgelmusik sprichst, fällt mir ein, dass ich noch irgendwo eine CD mit Orgelmusik von Louis Vierne habe. Da werde ich mal nachsehen und reinhören.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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m-mueller

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290

Montag, 18. März 2013, 00:07

Buxtehude, Passacaglia in d, BuxWV 161

Auch nach mehreren Anläufen werde ich mit der Orgelmusik Buxtehudes nicht so recht warm, im Vergleich zu Bach fehlen die großen Bögen einer atemberaubenden Architektur (wie auch bei 137 oder 174, die vom Ansatz her ganz "nett" sind) Buxtehude halte ich hier für eher langweilig (anders als bei seinen Sonaten, die zum Teil ziemlich großartig sind).

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291

Montag, 18. März 2013, 00:32

Hallo Zweiterbass,

die Suite Gothique sagt mir musikalisch nicht so viel, aber die Cavaille-Coll-Orgeln sind schon recht beeindruckend.

m-mueller

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292

Montag, 18. März 2013, 00:51

Zum Abschluß des Tages gibt es dann noch etwas fürs Herz:

eine der Inkunabeln der Musik überhaupt, Bachs Dorische Toccata und Fuge d-moll, BWV 538; nicht in meiner favorisierten Fassung von Miklos Spanyi, sondern von einem eher unbekannten Organisten namens David Citron. Dennoch gut gespielt, vielleicht etwas zu langsam, aber egal... es ist bestens visualisiert

http://www.youtube.com/watch?v=uKVlxYECtW8

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293

Montag, 18. März 2013, 15:18

Hallo m-mueller,

BWV 538 ist als Orgelwerk über alle Zweifel erhaben. Mich stört etwas der meist sehr helle, silbrige (für mich spitze) Orgelklang, was aber generell der für Bach typische Orgelklang ist (Silbermannorgeln).

Ich habe mir nun bei youtube für ca. 35 Toccata-Einspielungen die Anfangstakte angehört; es gibt wenige Einspielungen, die diesen Klang weniger stark ausgeprägt haben, das mag an der Registrierung der Organisten liegen, an der Akustik des Kirchenraumes und an der Aufnahmetechnik; die "Namen" der das Video Hochladenden:
Gran Cornetto - Arien Leistra - jster102 - gertrw - ALAAesurrection

Der Interpretation - Tempo soweit im Rahmen - habe ich dabei keine Aufmerksamkeit geschenkt.

Viele Grüße
zweiterbass

Die Visualisierung der von Dir genannten Einspielung ist super.
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294

Montag, 18. März 2013, 16:29


http://www.youtube.com/watch?v=ogQXd_hkVNw

Hallo,

das ist natürlich ein romantischer Orgelklang, allerdings das Werk (Op. 65, Nr. 3) ist für mich von nicht überragender Qualität - zudem: Besonders einfallsreich finde ich die Registrierung auch nicht (ich habe nicht nachgesehen, ob Mendelsohn dazu Vorschriften macht, wenn nein, liegt's also am Organisten).

Viele Grüße
zweiterbass
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m-mueller

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295

Mittwoch, 3. April 2013, 00:03


http://www.youtube.com/watch?v=ogQXd_hkVNw

Hallo,

das ist natürlich ein romantischer Orgelklang, allerdings das Werk (Op. 65, Nr. 3) ist für mich von nicht überragender Qualität - zudem: Besonders einfallsreich finde ich die Registrierung auch nicht (ich habe nicht nachgesehen, ob Mendelsohn dazu Vorschriften macht, wenn nein, liegt's also am Organisten).

Viele Grüße
zweiterbass

ich habe es jetzt mehrfach gehört und kann dem Ganzen dann doch nicht soviel abgewinnen wie Bach auf Orgel; es fehlt die kontrapunktische Spannung, die großen Bögen, die logische Entwicklung - das trifft allerdings auf alle Komponisten zu, die für Orgel geschrieben haben - gegenüber Bach verblassen sie alle (Händel noch am wenigsten und Duruflé hat zumindest ein (1) gutes Stück geschrieben, aber ansonsten kann ich Orgel nur mit Bach hören, alles andere erscheint mir ideenlos und inkonsequent)

Felix Meritis

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Mittwoch, 3. April 2013, 00:08

Ich habe alle Mendelssohn Orgelwerke (mehrfach) auf CD. Über Geschmack kann man natürlich streiten - oder auch nicht - aber mangelnde Kontapunktik kann man Mendelssohn nun wirklich nicht vorwerfen! Ich persönlich teile die Auffassung, dass Bachs Orgelwerke in der Mehrheit über denen Mendelssohns stehen - Bach ist ja auch immerhin das größte Genie in der Musikgeschichte! - aber Mendelssohns Orgelwerke gefallen mir auch verdammt gut.

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Dienstag, 23. April 2013, 15:55

Hallo,
im Thread "Französische Orgelmusik Widor" werden u. a. seine Orgelsymphonien Nr. 5, op. 42,1 und
Nr.9, op. 70 - "Gothique" vorgestellt, gespielt je auf einer Cavaille-Coll-Orgel.



Als Track 7 ist aus Nr. 9, op. 70 das Andante auf einer Skinner-Orgel.

http://www.youtube.com/watch?v=66jg5Kbta8o
Auf diesem youtube-Video ist ebenfalls das Andante zu hören, allerdings auf einer anderen Skinner-Orgel

http://www.youtube.com/watch?v=4unSxW_dKIY
Auf diesem youtube-Video ist aus Nr. 5, op.42,1 die Toccata zu hören, erneut auf einer anderen Skinner-Orgel.

Viel Spaß beim Gehörvergleich der verschiedenen Orgeln wünscht

zweiterbass
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Sonntag, 29. September 2013, 22:31

Hallo,

am 22.09. wurde in der St. Elisabeth-Kirche, Nürnberg, die Bittner-Orgel Bj. 1903 – pneumatische Steuerung - nach aufwändiger Renovierung und Restaurierung wieder neu eingeweiht. Ich war Besucher dieser kirchlichen Weihe (mit Hochamt), war aber mehr an dem Orgelklang sehr interessiert, was mich sofort bewogen hat, am 29.09. erneut nach St. Elisabeth „zu pilgern“. Die Orgel ist eines der wenigen Exemplare in Bayern, die weder nennenswert kriegsbeschädigt wurde und auch die Verschlimmverbesserungen seit 1901 bis jetzt ohne Eingriffe an den Pfeifen oder Registern überstanden hat. Die Orgel wurde von der Denkmalspflege so hoch eingestuft, dass auch von dort ein nennenswerter Zuschuss kam.

Am 29.09. gab es ein „Festliches Konzert zur Orgelweihe“, Organist war Prof. Norbert Düchtel. Im Teil 1 des Konzerts gab es zwei Sätze aus der Orgelsuite op. 56 von Josef Renner jun., entstanden 1902 (also zur Zeit des Orgelbaues) und die „Elisabeth-Hymnen“ op. 84b von Joseph Haas (in Anlehnung an die Namenspatronin der Kirche) für Sopran und Orgel.

Im Teil 2 das „Ave Maria“ op. 80 von Reger, eine Orgelbearbeitung aus dem Psalm 95 op. 46 von Mendelssohn-Bartholdy und die Toccata und Fuge op. 56 von Reger. Es schlossen sich an das Kyrie und Gloria aus der Messe D-Dur op. 86 von Dvorak für Orgel, Solosopran, -alt, -tenor, -bass und gem. Chor. (Es gibt hier im Forum einen Thread „Antonin Dvorak und seine einzige Messe op. 86“.)
Das Gloria erklang ab kurz vor 18 Uhr und dann war von der gegenüberliegenden ev. St. Jakobskirche das Abendläuten - e, gis, h, g - deutlich zu hören. In Tonika, Dominante und Subdominante von D-Dur sind e, h und g enthalten – ich empfand diesen Zusammenklang dem Gloria sehr angemessen.
Den Abschluss bildete aus der Sonate Nr. 14 C-Dur op. 165 von Rheinberger die „Idylle und Toccata“ (siehe Thread „Rheinberger, Josef, Gabriel – Orgelwerke“). Ich beschränke mich nun auf den Vergleich der „Idylle“ mit der im Thread vorgestellten CD-Einspielung auf der Rieger-Sauer-Orgel im Dom zu Fulda und der heute gehörten auf der Bittner-Orgel.

Der Klang der Bittner-Orgel ist für Orgelmusik der französischen Schule ab C. Franck und romantische Orgelmusik aus dem deutschsprachigen Raum m. E. nur zu übertreffen von Cavaille-Coll-Orgeln. Ich bin von der Bittner-Orgel so was von begeistert – es ist eine echte Bereicherung und wird sich auch bei der Int. Orgelwoche Nürnberg 2014 auswirken.

Dieser Orgelklang fehlte bislang in Nürnberg. Wirklich? Nun, die „Orgellandschaft“ in St. Lorenz mit 3 von einem Spieltisch aus bespielbaren Orgeln mit über 12.000 klingenden Pfeifen – da ist sicher auch eine Klangimitation von Cavaille-Coll-Orgeln möglich (?) – nur gehört habe ich das bisher noch nicht (man ist dort wohl mehr Buxtehude, Bach usw. gewohnt?). Und wenn man in St. Sebald, auf einer auch nicht gerade kleinen Orgel, z. B. Widor mit deutscher Mixtur zum Besten gibt…? Ich habe den Eindruck, so viel Interpretationsfehler bei Orgelmusik – sei es wegen fehlender Registriermöglichkeiten der Orgel, Bequemlichkeit oder Unkenntnis der Organisten - werden in anderen Musikgattungen selten gemacht.

Nun gibt es in Nürnberg eine tadellos in Schuss gebrachte Orgel, die diesem Missstand zum Teil abhelfen kann.

Viele Grüße
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Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

zweiterbass

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Dienstag, 12. November 2013, 22:26


Hallo,
auf dieser CD gibt's neben Widor auch die "Messe basse" op. 30 von Louis Vierne (den "bearbeite" ich z. Zt. im Thread franz. romat. Orgelmusik) zu hören. Ein 6-sätziges Orgelwerk - Entree, Introit, Offertoire, Elevation, Communion, Sortie - das sehr viel eingängiger ist und sich leichter hören lässt, als manche seiner Orgelsymphonien. Auf die einzelnen Sätze und die musikalische Umsetzung der Überschriften gehe ich nun nicht ein, weil ich glaube, dem aufmerksamen Zuhörer wird dies selbsterklärend sein.

Viel Grüße
zweiterbass
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m-mueller

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Samstag, 23. November 2013, 11:58

Im Rahmen meiner Durchmusterung der bachschen Orgelwerke auf der Suche nach Fugen bin ich auch mal wieder über das großartige BWV 596 gestolpert, das seinerseits eine Adaption von Vivaldis RV 565 ist, also ursprünglich für Violine und Orchester geschrieben wurde.

Bachs Portierung auf die Orgel ist jedenfalls gut genug, um es sich mehrfach hintereinander anzuhören.

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