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Alfred_Schmidt

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1

Montag, 21. Januar 2013, 15:37

2013 - Kontrastprogramm - Mozart und seine Zeitgenossen

Das Wagnerjahr wirft nicht nur seine Schatten voraus - sondern auch über alle anderen Threads. Verdi wird (bis jetzt) eher am Rande abgehandelt,weitere Threads sind eher im Hintergrund. Um hier wenigstens einigermaßen Ausgleich zu schaffen, habe ich mich entschlossen mein Lieblingsgebiet "Mozarts Zeitgenossen" wieder zu beleben und zu ergänzen - wobei ich hier eher die Komponisten meine, die heute im Schatten Mozarts stehen, als Beethoven und Haydn, die ja heute ebenso berühmt sind wie er selbst.

Über diese Meister des 18. Jahrhunderts zu schreiben ist ein wenig schwer, die wenigsten von ihnen sind für ihre erotischen Exzesse bekannt oder hatten ein nachweisbares "politisches Fehlverhalten" - und wer will schon über Komponisten schreiben, die "nur" schöne Musik machten ? Na ja - versuchen wir es halt-

mit freundlichen Grüßen aus Wien

Alfred


Kurzbiographie des Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Mozart und seine Zeitgenossen: ABEL , Carl Friedrich (1723-1787)
Mozart und seine Zeitgenossen: BACH, Johann Christian (1735-1782)
Mozart und seine Zeitgenossen: BECK, Franz Ignaz (1734-1809) -Ein Mannheimer Sinfoniker erobert Paris!
Mozart und seine Zeitgenossen: BOCCHERINI, Luigi (1743-1805)
Mozart und seine Zeitgenossen: BRUNETTI, Gaetano (1744-1798 )
Mozart und seine Zeitgenossen: CANNABICH, Christian (1731-1798) - ein großer Sinfoniker aus Mannheim
Mozart und seine Zeitgenossen: CIMAROSA, Gaetano (1749-1801)
Mozart und seine Zeitgenossen: CLEMENTI , Muzio (1732-1852)
Mozart und seine Zeitgenossen: DANZI , Franz (1763-1826) - Kleinmeister oder mehr ?
Mozart und seine Zeitgenossen: DITTERSDORF, Carl Ditters von (1739-1799)
Mozart und seine Zeitgenossen: EBERL,Anton (1765-1807) - Beethovens Wiener Rivale
Mozart und seine Zeitgenossen: EYBLER, Joseph Edler von (1765-1846)
Mozart und seine Zeitgenossen: FRIEDRICH II. von Preußen (1712-1786)
Mozart und seine Zeitgenossen: GASSMANN Florian Leopold (1727-1774)
Mozart und seine Zeitgenossen: GOSSEC, François-Joseph (1734-1829)
Mozart und seine Zeitgenossen: GRÉTRY, André Ernest Modeste (1741-1813)
Mozart und seine Zeitgenossen: HASSE, Johann Adolf (1699-1783)
Mozart und seine Zeitgenossen: HAYDN, Johann Michael (1737-1806)
Mozart und seine Zeitgenossen: HOFFMEISTER, Franz Anton (1737-1806) -Komponist und Musikverleger
Mozart und seine Zeitgenossen: HOFMANN, Leopold (1738-1793 ]
Mozart und seine Zeitgenossen: HOLZBAUER, Ignaz (1711-1783 ]
Mozart und seine Zeitgenossen: ISTVÁNFFY, Benedek (1733-1778 )
Mozart und seine Zeitgenossen: JOMMELLI, Niccolo (1714-1774)
Mozart und seine Zeitgenossen: KOZELUCH, Leopold Anton (1747-1818 )
Mozart und seine Zeitgenossen: KRAUS, Joseph Martin (1756-1792)
Mozart und seine Zeitgenossen: KROMMER, Franz (1759-1831) - ein weiterer böhmischer Meister
Mozart und seine Zeitgenossen: KRUMPHOLTZ, Johann Baptist (c1745-1790 )
Mozart und seine Zeitgenossen: LINLEY jr., Thomas (1756-1778 )
Mozart und seine Zeitgenossen: LOUIS ERDINAND, Prinz von Preußen [1772 - 1806]
Mozart und seine Zeitgenossen: MARTINI, Padre Giovanni Battista (1706-1784)
Mozart und seine Zeitgenossen: MARTINI il Tedesco, Johann Paul Aegidius (1741-1816)
Mozart und seine Zeitgenossen: MARTÍN Y SOLER, Vicente (1754-1806)
Mozart und seine Zeitgenossen: MÉHUL, Etienne-Nicolas (1767-1817)
Mozart und seine Zeitgenossen: MOZART jun., Franz Xaver Wolfgang (1791-1844)
Mozart und seine Zeitgenossen: MOZART, Leopold (1719-1787)
Mozart und seine Zeitgenossen: MYSLIVECEK, Joseph (1737-1781)
Mozart und seine Zeitgenossen: NAUMANN, Johann Gottlieb (1741-1801)
Mozart und seine Zeitgenossen: NEUBAUER, Franz Christoph (1760-1795)
Mozart und seine Zeitgenossen: PAISIELLO, Giovanni (1741-1816)
Mozart und seine Zeitgenossen: PARADIS, Maria Theresia (1759-1824)
Mozart und seine Zeitgenossen: PHILIDOR François-André Danican [1726-1795]
Mozart und seine Zeitgenossen: PLEYEL, Ignaz Joseph (1757-1831)
Mozart und seine Zeitgenossen: PLEYEL Ignaz Joseph -Musterschüler von Joseph Haydn
Mozart und seine Zeitgenossen: PLEYEL Ignaz Joseph - Die Streichquartette - Am Puls von Haydn
Mozart und seine Zeitgenossen: RASETTI, Amédée (1759-1799)
Mozart und seine Zeitgenossen: RICHTER, Franz Xaver (1709-1789)
Mozart und seine Zeitgenossen: ROLLA, Alessandro (1757-1842)
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Mozart und seine Zeitgenossen: RÖSSLER, Franz Anton (c1750-1792)
Mozart und seine Zeitgenossen: SALIERI, Antonio (1750-1825)
Mozart und seine Zeitgenossen: SCHRÖTER, Johann Samuel (1752-1788 )
Mozart und seine Zeitgenossen: SCHWEITZER, Anton (1735-1813)
Mozart und seine Zeitgenossen: SOLER Padre Antonio (1729-1783)
Mozart und seine Zeitgenossen: SORKOCEVICLuka [1734-1789] - Die Geburt der kroatischen Klassik
Mozart und seine Zeitgenossen: ST. GEORGES, Chevalier de (1745-1799)
Mozart und seine Zeitgenossen: STORACE Stephen [1762-1796]
Mozart und seine Zeitgenossen: SÜSSMAYR, Franz Xaver (1766-1803)
Mozart und seine Zeitgenossen: TRAETTA, Tommaso (1727-1779)
Mozart und seine Zeitgenossen: UMLAUF, Ignaz (1746 - 1796)
Mozart und seine Zeitgenossen: VOGLER, Abbé Georg Joseph (1749-1814)
Mozart und seine Zeitgenossen: VRANICKÝ, Pavel (1756-1808 )
Mozart und seine Zeitgenossen: VRANICKÝ, Antonín (1761-1820)
Mozart und seine Zeitgenossen: WILMS, Johann Wilhelm (1772-1847)
Mozart und seine Zeitgenossen: WINTER, Peter von (1754-1825)
Mozart und seine Zeitgenossen: WITT, Friedrich (1770-1836)
Mozart und seine Zeitgenossen: ZIMMERMANN, Anton (1741-1781)

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

âme

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2

Samstag, 9. Februar 2013, 16:34

Über diese Meister des 18. Jahrhunderts zu schreiben ist ein wenig schwer, die wenigsten von ihnen sind für ihre erotischen Exzesse bekannt oder hatten ein nachweisbares "politisches Fehlverhalten" - und wer will schon über Komponisten schreiben, die "nur" schöne Musik machten ? Na ja - versuchen wir es halt-
So fad und tadellos sind manche Lebensgeschichten auch wieder nicht. Michael Haydn war ja für seine Alkoholexzesse bekannt (Mozart hat ihm deswegen mal bei einem Salzburger Aufenthalt bei einer Auftragsarbeit ausgeholfen).
Pleyel stand schon kurz davor enthauptet zu werden und konnte sich nur durch eine Revolutionshymne, die er streng bewacht komponieren mußte, retten. Thomas Linley der 22jährig (ertrunken) und Juan Crisóstomo de Arriaga knapp vor seinem 20. Geburtstag an Tuberkulose gestorben, starben um einiges früher als Mozart. Vogler war so viel auf Reisen, daß ihm die zugesagte Pension von Gustav IV. gestrichen wurde. Ich denke auch, dass Vieles einfach im Verborgenen blieb, wenn es da wirklich Frauenhelden darunter gab, werden Sie es schon versucht haben, geschickt zu vertuschen. Auch bei Mozart beruht ja das Klischee bis auf die Bäsle-Briefe rein auf Vermutungen und je bedeutender ein Komponist umso mehr wird dann natürlich bei der Nachwelt recherchiert.

lg
Thomas
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Alfred_Schmidt

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3

Montag, 8. April 2013, 18:09

Wie man in Beitrag 1 sieht gibt es über viele Mozart-Zeitgenossen bereits einen eigenen Thread, zudem läuft eine, wo die CHANDOS - Serie "Contemporaries of Mozart" behandelt wird.

Unabhängig davon können hier Veröffentlichungen anderer Labels zu diesem Thema vorgestellt werde - allerdings bitte nur kurz, denn die eigentlichen Spezialbeiträge sollten in den jeweiligen Threads (siehe oben) untergebracht werden..
Es schadet nicht, wenn manche CD in verschiedenen Threads vorgestellt werden, denn sie werden ohnedies gerne übersehen.

Die meisten CDs zu diesem Thema finden sich vermutlich - nein sicher, bei cpo, naxos, brilliant, MDG und OEHMS...

mfg aus Wien
Alfred

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Alfred_Schmidt

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4

Freitag, 3. Mai 2013, 18:41

Wir beginnen hier also mit den Alternativen zur Chandos -Serie "Contemporaries of Mozart" - Es sind nur einige Label die solche Serien gestartet haben - meist eine Serie überhaupt als solche zu erwähnen. Als Beispiel sei hier cpo genannt mit seiner Kaskade von Veröffentlichungen diverser Mozart-Zeitgenossen - und natürlich auch das allgegenwärtige Naxos Label, welches sich ebenfalls um diese Sparte verdient gemacht hat, dazu kommen noch MDG, TUDOR und OEHMS-CLASSICS
Im Gegensatz zur Chandos Serie werden hier auch Kammermusikalische Aufnahmen , sowie Serenaden mit einbezogen.

Bei mir hat alles mit dieser hier abgebildeten Naxos CD begonnen, fand sich doch hier ein von mir seit langem gesuchtes Stück von Boccherini darauf, von welchem ich damals nicht wusste wie es heisst und was es ist (Track Nr 11) Zugleich wurde meine Boccherini- Archiv eröffnet, ich hatte damals von diesem Komponisten keine einzige Aufnahme. Diese Aufnahme war es aber auch, die mir klar machte, daß Naxos (das zu jener Zeit unter Sammlern keinen guten Ruf genoss- der unbekannten Interpreten wegen)in Zukunft ein unverzichtbarer Bestandteil der Tonträgerszene sein könnte....

Mit Klaus Heyman verbindet mich die Liebe zum Enzyklopädischen - und so konnte es nicht ausbleiben, daß ich bald die weiter unten abgebildeten Naxos Cds - ebenfalls mit Aufnahmen von Boccherinis Gitarrenquintetten erwarb.


Ein Anfang war gemacht. Daß Naxos in Zukunft mehr als ein "Lückenbüsser" für mich werden sollte, daß es dereinst eine Serie über die Meisterwerke des 18. Jahrhunderts geben würde - und daß - unabhängig hiervon - Naxos zu einem der federführenden Label auf diesem Gebiet werden würde - das war damals noch nicht abzusehen.....

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Alfred_Schmidt

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5

Samstag, 4. Mai 2013, 11:52

Auch wenn der Thread mit einem "Ausrutscher" begann, nämlich mit Kammermusik, so möchte ich in Folge doch bei Sinfonien und konzerten bleiben. Die Entsprechenden Werke sollen sozusagen die vermutlich eingestellte Serie "Contemporaries of Mozart" ergänzen und fortführen - auch Alternativaufnahmen sind zulässig. Der Begleittext sollte überall dort eher allgemein gehalten sein, wo in Zukunf schon eine eigener Thread über den Komponisten besteht under wor es absehbar ist, daß einer kommen könnte (das ist in der Regel überall dort der Fall wo genügend Tonaufnahmen existieren)
Die Frage - warum denn hier "mehrgleisig" gefahren wird, beantworte ich noch ehe sie hier gestellt wird: Selten gespielte Werke, unbekannte Komponisten bedürfen längerer Zeit bis sie in unser Bewusstsein eingedrungen sind. Einzelbeiträge werden oft gelesen - und schon sind sie vergessen. Es ist wichtig und gut, wenn Unbekannte, die uns interessieren könnte besser und öfter im Forum positioniert werden. Viele wird heute nur deshalb nicht mehr gehört - weil man es einfach nicht kennt.

Wenn ich hier erneut mit Boccherini fortsetze ist das ein Zufall - oder aber auch nicht. In den frühen neunziger Jahren sah ich in Wien die ersten cpo CDs in Wien, darunter befand dich die erste Folge von Boccherinis Sinfonien, die ich neugierig wie ich war kaufte. Der Wiener Preis einer cpo CD war damals öS245.-- (= ca 17 Euro), und zwar so lange bis cpo zum "Label des Jahres" gekürt wurde, danach wurde der Preis auf Wiener Standard (ös 299 = ca 22 Euro) "angepasst...."
Das was heute im Schuber um knapp 30 Euro angeboten wird, kostete damals 136 Euro. Zudem kam die Serie (ihre Dauer war mir unbekannt) in Einzelveröffentlichungen binnen 2er Jahre auf den Markt. ich war begeistert. Wenn cpo in seiner Werbeaussendung Boccherini als 2. großen Symphoniker neben Haydn bezeichnet, dann mag man das für übertrieben halten - aber zu den führenden seiner Zeit zählt er allemal. Wiener Klassik mit spanisch-italienischen Akzenten.....
Kein HIP. aber sehr einfühlsam dirigiert und gespielt - zudem - zur Zeit des Erscheinens - konkurrenzlos...

Luigi Boccherini
Luigi Boccherini: Streichquartette Opus 32
Luigi Boccherini und seine Streichquintette
Boccherini, Klavierquintette

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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Alfred_Schmidt

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6

Montag, 6. Mai 2013, 23:20

Ein weiterer Mozart Zeitgenosse mit eigenem Thread. Clementi ist berühmt für seine Stücke für Klavier solo, weniger für seine Sinfonien und sein Klavierkonzert, welches aus der Klaviersonate Op. 33 Nr. 3 gebastelt wurde.....
Diese extrem preisgünstige 3-CD-Box ist eine Lizenzauflage von ASV, und man musste einst wesentlich mehr dafür berappen, als heutzutage.....

mit freundlichen grüßen aus Wien
Alfred

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Alfred_Schmidt

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7

Montag, 13. Mai 2013, 21:15

Wohl einer der bekanntesten Mozart - Zeitgenossen. Leopold Mozart sah in "Kozeluch, Kozeluh, oder wie das Ding heißt.." einen der größten Rivalen seines Sohnes. Vermutlich zu Unrecht, als Erbischof , Graf Colloredo nach Mozarts Abgang, dessen Stelle Kozeluch (zum DOPPELTEN Gehalt !!) anbot, lehnte dieser mit wohlgesetzen Worten freundlich aber bestimmt ab. Die hier vorgestellte CD - sie wird natürlich auch im Kozeluch Thread erwähnt - bietet uns drei der immerhin 22 Klavierkonzerte die Kozeluch hinterlassen hat an. Eine würdige CD innerhalb der "innofiziellen" "Multilabel" -"Serie" -"Mozart und seine Zeitgenossen"....

mit freundlichen GRüßen aus Wien
Alfred

clc 299

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Don_Gaiferos

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8

Dienstag, 11. Juni 2013, 01:51

Lieber Alfred,

in diesem Zusammenhang möchte ich auf ein schönes Buch hinweisen, ich hoffe, dieser Beitrag passt hier hin, ansonsten bitte ich darum, ihn zu verschieben.


Im vorliegenden Werk aus dem Jahre 2005 stellt Wolfgang Antesberger unter dem augenzwinkernden Titel "Vergessen Sie Mozart!" einige "Erfolgskomponisten der Mozart - Zeit", so der Untertitel, vor.
Näher beleuchtet werden dabei folgende Komponisten:

Johann Adolf Hasse
Giovanni Battista Martini
Niccolò Jommelli
François-André Philidor
Tommaso Traetta
Johann Christian Bach
Vicente Martín y Soler
Joseph Martin Kraus
Adalbert Gyrowetz
Joseph Eybler

Manche dieser Komponisten waren zu Lebzeiten mindestens genauso erfolgreich wie Mozart selbst, und man fragt sich häufig, wie es geschehen konnte, dass der strahlende Stern vieler Komponisten so schnell wieder (vorläufig?) erloschen ist. Umso aufschlussreicher ist die Wiederbegegnung anhand dieses Buches und der darin empfohlenen bzw. hier von tüchtigen Taminos zusammengetragenen Einspielungen.
Der lesenswerte Band wird abgerundet durch Anmerkungen, Literaturhinweise, ein Personenregister und Musikempfehlungen.

Schneewittchen

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9

Samstag, 7. Dezember 2013, 11:06

Giuseppe Ferlendis (1755–1810)



W.A. Mozart schrieb sein Oboenkonzert K314 für den Oboisten Ferlendis, der wie W.A. Mozart in der Hofkapelle des Fürsterzbischofs Colloredo in Salzburg musizierte.
Die Qualität der von Ferlendis komponierten Werke sind mit denen Vanhals vergleichbar. Bei Ferlendis Oboenkonzert in F-Dur wird sogar vermutet, dass es sich um das verschollene 2.Oboenkonzert von W.A. Mozart handeln könnte, das im Schriftverkehr zwischen W.A. Mozart mit seinem Vater erwähnt wurde.
Heinz Holliger spielte beide Konzerte auf dieser CD ein.
mfG
Michael

Alfred_Schmidt

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10

Samstag, 7. Dezember 2013, 12:13

Schneewittchens Beitrag hat mich natürlich erfreut - und zugleich habe ich mich drüber geärgert, daß die empfohlene Aufnahme aus dem Katalog verschwunden ist. Dann habe ich gegoogelt, ob Ferlendis Werk vielleicht auf einer anderen CD enthalten ist - Es ist:

Auf der hier abgebildeten jpc Aufnahme sind drei Oboenkonzerte UND sechs Tro-Sonaten für Oboe etc. enthalten.
Mein erster Gedanke war: Sofort bestellen !! - Glücklicherweise habe ich dann noch im CD-Regal nachgeschaut - Ich besitze sie bereits. Auf Grund heute Gemachter Hörproben wird die CD innerhalb dieses Wochenendes in meinem Player landen. Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie wunderbar diese Konzerte sind....

WIKIPEDIA schweigt sich über die Anzahl der von Ferlendis komponierten Oboenkonzerte aus.

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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tuonela

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11

Samstag, 7. Dezember 2013, 12:23

"Waaaas, noch lauter?" - "Nein, ein wenig lauter."

Alfred_Schmidt

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12

Samstag, 7. Dezember 2013, 13:07

Alberchtsberger ist sicher ein Kandidat - mit Problemen

Vorerst bitte ich möglichst nicht auf Wikipedia zu verlinken, sonmdern - so notwendig- von dort kurze Zitate mit Quellenangabe zu bringen. Tamino soll ja EIGENSTÄNDIG Informationen liefern - und auch subjektive Wertungen zulassen.

Aber wie gesagt, bei Albrechtsberger ist das problematisch, zum einen weil sein Schwerpunkt auf der Kirchenmusik lag, zum andern weil es kaum Aufnahmen von ihm gibt, die eine breitere Klassik-Öffentlichkeit ansprechen. Dennoch hier eine CD mit Konzerten. Es sind immer wieder dieselben Konzerte, die auf CD erscheinen. Es soll jedoch über 250 Werke aus seiner Hand geben, wovon vieles ungedruckt in den Archiven der "Gesellschaft der Musikfreunde in Wien" liegen soll...

Es ist keine Frage, dass die Musikwissenschaft Albrechtsberger zwar als einen der Ihren gesehen und anerkannt hat - jedoch seine Kompositionen nicht besonders gut bewertet hat.

mfg aus Wien
Alfred

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tuonela

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13

Samstag, 7. Dezember 2013, 14:15

Vorerst bitte ich möglichst nicht auf Wikipedia zu verlinken, sonmdern - so notwendig- von dort kurze Zitate mit Quellenangabe zu bringen. Tamino soll ja EIGENSTÄNDIG Informationen liefern - und auch subjektive Wertungen zulassen.
achso, sorry, das wusste ich nicht.


Zitat

Aber wie gesagt, bei Albrechtsberger ist das problematisch, zum einen weil sein Schwerpunkt auf der Kirchenmusik lag, zum andern weil es kaum Aufnahmen von ihm gibt, die eine breitere Klassik-Öffentlichkeit ansprechen.
Nunja, ein Musikerleben besteht nicht nur aus Aufnahmen, die im 20./21. Jh. angefertigt wurden ...


Zitat

Es ist keine Frage, dass die Musikwissenschaft Albrechtsberger zwar als einen der Ihren gesehen und anerkannt hat - jedoch seine Kompositionen nicht besonders gut bewertet hat.
Ob die MuWi nun seine Werke so oder so einstuft, ist erst mal irrelevant (genau so wie die Aufnahmen, die ja sein Werkschaffen nicht repräsentieren). Relevant ist vielmehr, und hier kommen wir dann der gesellschaftlichen Realität der damaligen Zeit näher:

Johann Georg Albrechtsberger (1736–1809)

Albrechtsberger war eine der zentralen Musikerpersönlichkeiten in Wien zur Haydn- und Mozartzeit. Er kannte die meisten Musiker in seinem Umfeld, war mit den Haydn-Brüdern und mit Mozart befreundet, und er hatte einen breit gestreuten Schülerkreis, zu dem (kurzzeitig) Ludwig von Beethoven, Abbé Stadler (in Melk), Carl Czerny, Johann Nepomuk Hummel, Ignaz Moscheles und Ignaz von Seyfried gehörten. Als Nachfolger Mozarts wurde er – auf Mozarts ausdrücklichen Wunsch! – Assistent des Domkapellmeisters von St. Stephan, Leopold Hofmann, dessen Position er 1793 übernahm und bis zu seinem Tod innehatte.
Albrechtsbergers Werkliste nur auf Kirchenmusik und ein paar Konzerte für Maultrommel, Mandoline und Harfe zu reduzieren, wäre fatal falsch: denn neben fast 300 Kirchenwerken schrieb er eine ähnlich große Anzahl an weltlichen Werken für Tasteninstrumente sowie Orchester- und Kammermusik für verschiedene Besetzungen (diese blieben ungedruckt) sowie später musiktheoretische Werke über Komposition und Generalbass sowie mehr als 240 Fugen und Kirchensonaten. Sicher hat irgendein MuWi den Einfluss untersucht, den Albrechtsbergers Kontrapunktik-Lehre auf Beethovens späte Fugen gehabt hat: das entzieht sich aber meiner näheren Kenntnis.
Joseph Haydn jedenfalls hielt Albrechtsberger für den besten Kompositionslehrer seiner Zeit in Wien - und ein Zeitgenosse bezeichnete ihn als "vielleicht größten Organist der Welt": was zweifelsohne "etwas" übertrieben ist, aber dennoch zeigt, wo Albrechtsberger in seiner Zeit anzusiedeln ist.

Im Übrigen - wenn ein Komponist als "problematisch" eingestuft wird, weil er vorwiegend Kirchenmusik geschrieben hat: dann gilt das mindestens genau so für Johann Michael Haydn: denn im Zentrum seines Schaffens stand die Kirchenmusik (38 Messen, 111 Gradualien u.a.) ...
"Waaaas, noch lauter?" - "Nein, ein wenig lauter."

Alfred_Schmidt

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14

Sonntag, 6. April 2014, 22:23

Auch wenn Galuppi heute schon in einem anderen Thread erwähnt wurde - so passt er denoch hierher. Steter Tropfen höhlt den Stein die hier gezeigte Aufnahme aller Cembalo-Konzerte Galuppis sollte meiner Meinung nach in keiner Sammlung fehlen, die Vorklassik, den galanten Stil, bzw Wiener Klassik als Schwerpunkt hat. Jedes Konzert ein Ohrwurm ....

Weitere Empfehlungen folgen innerhalb weniger Tage
mfg aus Wien
Alfred

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âme

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15

Samstag, 6. Februar 2016, 12:45

Ich bin gerade auf diese Einspielung gestossen welche erst vor wenigen Monaten veröffentlicht wurde. Vielleicht wurde Sie ja schon mal hier vorgestellt, mittels Suchfunktion konnte ich jedenfalls nichts finden.



Dittersdorf: Konzert für 2 Violinen C-Dur
Vanhal: Symphonie a-moll; Violinkonzert B-Dur; Requiem Es-Dur
Ordonez: Symphonie C-Dur


Auf den ersten Blick ist hier auf jeden Fall das Vanhal Requiem eine Rarität und soweit ich informiert bin auch die Ersteinspielung davon (oder wie man im Marketing-Jargon zu sagen beliebt: "Weltpremiere" ;) )
Wenn man bei allmusic die Zeiten anschaut dann kommt es aber gerade mal auf insgesamt 13:24 Spielzeit (aber das konnte man schon erahnen wenn man in Betracht zieht, dass noch 4 weitere mehrsätzige Werke auf der CD sind)
Karl Ordonez (oder Karl von Ordoñez, Carl d'Ordonetz, Ordonnetz, d'Ordóñez, d'Ordonez, Ordoniz) düfte auch nur sehr Wenigen ein Begriff sein und das ist auch Niemandem zu verübeln, da es über ihn nicht einmal eine deutsche Wikipediaseite zu geben scheint...zum. aber ein paar Informationen auf der englischen Seite. Dort steht u.a., dass angeblich wenig über ihn bekannt ist, da wahrscheinlich beim damaligen Brand des Justizpalastes 1927 viele Dokumente bzgl. seiner Person/Tätigkeit den Flammen zum Opfer fielen. Sein Geburts- und Sterbedatum wird mit April 19, 1734–September 6? 1786 ohne jegliche Ortsangaben angegeben (auf einer anderen Seite steht jedoch dass er in Wien geboren wurde ...höchstwahrscheinlich dort auch starb ?( ). Er war nur semiprofessionell mit der Musik verbunden, da er hauptberuflich beim Österreichischen Amtsgericht angestellt war, nebenbei bei der kaiserlichen Hof- und Kammermusik, sowie bei der Tonkünstler-Societät als Violinist und Komponist tätig. Auch wenn es somit nur eine Nebenbeschäftigung war, kam er auf eine beachtliche Anzahl von u.a. 73 Sinfonien, einem Violinkonzert, einer Kantate, 27 Streichquartette, einiges an Kirchenmusik,....
Es gibt auch noch folgende Naxos-CD mit Sinfonien von ihm: (und speziell für Liebhaber von Moll-Sinfonien der Klassik-Ära interessant - welche ja bekanntlich damals nicht allzu häufig geschrieben wurden - da darauf 2 g-moll und eine h-moll zu finden ist) Ich kenne die CD nicht kann also nichts über die Qualität der Stücke sagen, aber ich werde sicher zum. nochmal reinhören und oben genannte CD ist auch auf meiner Wunschliste.



Hoffe für den Einen oder Anderen war etwas Neues, vielleicht sogar interessantes dabei.
:hello:
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Alfred_Schmidt

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16

Sonntag, 7. Februar 2016, 23:57

Zitat

Hoffe für den Einen oder Anderen war etwas Neues, vielleicht sogar interessantes dabei.

Es muß nicht immer was Neues sein, solche Beiträge erinnern einen oft an längst in der eigenen Sammlung befindliche Aufnahmen und animieren dazu, sie erneut zu hören, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und gelegentlich sogar einen eigenen Thread zu starten.

Neu in der Tat sind die Sinfonien des schwedischen Komponisten Joachim Nikolas Eggert, eher ein Zeitgenosse Beethovens als einer von Mozart. Allerdings waren sie es in gewisser Hinsicht doch, wenngleich die Karriere Eggerts erst nach Mozarts Tod begonnen haben dürfte. Tatsächlich haben wir es hier mit 4 Sinfonien der "Wiener Klassik" zu tun. Die hier eingespielten 4 Sinfonien sind alle die er vollendet hat, eine begonnen 5. blieb unvollendet, da der Komponist bereit mit 34 Jahren an Tuberkulose starb. Die Wiki- Eintragungen sind eher dürftig Eggert schrieb indes Opern und (mindestens) 9 Streichquartette....

mfg aus Wien
Alfred

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17

Mittwoch, 24. Februar 2016, 23:13

Auf diese CD mit Sinfonien von Franz Anton Hoffmeister (1754-1812) habe ich sicher schon an anderer Stelle hingewiesen, aber das ist auch notwendig, wenn diese ausgegrabenen Schätze nicht erneut in Vergessenheit geraten sollen. Ausserdem gehört Hoffmeister auch in diesem Thread erwähnt. Diesmal mache ich es mir einfach und zitiere einfach eine Kritik aus Fono Forum:

FonoForum 12 / 2015: »Die Stücke sind geistvoll, spritzig und voll von originellen Einfällen, die das Orchester und sein künstlerischer Leiter mit viel Liebe zum Detail herausarbeiten. Auch aufnahmetechnisch eine überzeugende Produktion!«

mit freundlichen Grüßen aus Wien

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