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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Knusperhexe

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Registrierungsdatum: 29. November 2006

1

Donnerstag, 28. Juni 2012, 12:55

Richard Wagner Festival vor dem finanziellen Aus, aber mit Hoffnungsschimmer

Liebe Freunde werktreuer Inszenierungen,

Wels hat wie ein Fels in der Brandung dem Regietheater getrotzt. Jetzt zwingen die gestrichenen Subventionen diese Enklave in die Knie. Es gibt allerdings noch Hoffnung, was ein Zeichen für die große Opernliebe der sogenannten Staubis ist. Doch lest selbst den offenen Brief der Intendantin:

http://www.wagner-festival-wels.net/de/index.html
Regietheater? Nein, danke!

Joseph II.

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Registrierungsdatum: 29. März 2005

2

Donnerstag, 28. Juni 2012, 13:04

Es geht um eigentlich lächerliche 200.000 bis 300.000 EUR pro Jahr! Da sieht man, wieviel der Republik Österreich Kultur wert ist! :no:

Den "systenrelevanten" Großbanken wirft man ganz andere Beträge in den Rachen, ohne mit der Wimper zu zucken.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Wolfram

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Registrierungsdatum: 5. August 2006

3

Donnerstag, 28. Juni 2012, 13:11

Ich meine, der Schutz bedrohter Arten sollte einem Staat das Geld wert sein. Wenn eine Gattung nicht mehr lebensfähig ist, muss man halt überlegen, ob man sie trotzdem am Leben erhalten will. Man schützt ja auch Krötenwanderwege und so.

:hello:
Viele Grüße, Wolfram

Joseph II.

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Registrierungsdatum: 29. März 2005

4

Donnerstag, 28. Juni 2012, 13:16

Das Regietheater ist doch auch nur noch lebensfähig, da es massivst staatlich subventioniert wird.

Im übrigen denke ich, dass sich einige Mäzene finden werden, die Wels retten. So ungeheuere Summen sind das ja, wie gesagt, nicht.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Theophilus

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Registrierungsdatum: 1. Dezember 2004

5

Donnerstag, 28. Juni 2012, 13:30

Es geht um eigentlich lächerliche 200.000 bis 300.000 EUR pro Jahr! Da sieht man, wieviel der Republik Österreich Kultur wert ist!

Dieser Vorwurf ist nun wirklich vollkommen haltlos! Du wirst kaum ein anderes Land finden, wo Kultur in vergleichbarer Weise von der öffentlichen Hand unterstützt wird. Aber wie auch du eigentlich inzwischen mitbekommen haben solltest, schwinden ganz allgemein die Finanzierungsmöglichkeiten, der Gürtel muss überall enger geschnallt werden. Ich habe nun keinerlei Informationen zum Fall Wels, aber du solltest dir einmal selbst überlegen, ob 300.000€ für drei oder vier Vorstellungen mit doch recht kleinem Publikum wirklich einen "lächerlichen" Betrag darstellen. Um einen Vergleich zu haben: die vorjährige Styriarte hatte für 51 Aufführungen knapp 1,5 Millionen Euro Subvention. Da besuchten aber 33.500 Besucher diese 51 Konzerte. Da sind 300.000 Euro für 2.000 bis 3.000 Besucher ziemlich viel Geld, findest du nicht? Und möglicherweise hat sich eben auch ein Kulturreferent dabei gedacht, dass hier die Relation zu ungünstig sei. Denn die kulturellen Aktivitäten im sommerlichen Österreich sind unvergleichlich vielfältig, die erschöpfen sich nicht mit Salzburg, Bregenz, Mörbisch und Sankt Margarethen! Vorige Woche flatterte ein Faltblatt mit Konzertterminen ins Haus. Nur in der Steiermark alleine gibt es z.B. von Ende Juni bis Mitte September über 50(!!) Kammermusikkonzerte, dazu kommen die großen Konzerte der Styriarte. Und alle wollen ein kleines Scheibchen vom Subventionskuchen....

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 670

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

6

Donnerstag, 28. Juni 2012, 13:45

Ich finde das jetzt aus einem etwas merkwürdigen Grund lustig ... gestern war ich in einer alten Inszenierung und habe mich danach mit meiner Frau über das Regie-Unwesen unterhalten ... in der Nacht habe ich geträumt, dass im neuen Haus in Linz nun neue aber werktreue Inszenierungen kommen sollten, nachdem es das Welser Festival nicht mehr gebe. Aber so ganz klar ist bei dem Traum weder geworden, wann das Haus endlich fertig werden würde, noch, wie werktreu die neuen Inszenierungen nun wirklich werden würden. Stattdessen gab es damit völlig unzusammenhängend Plakate mit Babies.

Knusperhexe

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Beiträge: 3 142

Registrierungsdatum: 29. November 2006

7

Donnerstag, 28. Juni 2012, 14:07

Wenn eine Gattung nicht mehr lebensfähig ist, muss man halt überlegen, ob man sie trotzdem am Leben erhalten will. Man schützt ja auch Krötenwanderwege und so.

Das Festival ist lebensfähig. Im Gegensatz zu dem zelebrierten, übersubventionierten Schwachsinn à la "Biene Maja in Sevilla" werden hier keine Freikarten verschenkt, geschweige denn, dass Sitzplätze leer bleiben. Ich freue mich auf den Tag, wenn das "Krötenwanderungschutzschild" für beispielsweise die Düsseldorfer Rheinoper entfernt wird. Ob sich dann auch Gruppen finden werden, die das Finanzloch stopfen möchten. Die Bonner Oper sucht bis heute - trotzdem die unabhängige Presse die langweiligsten Regietheatermischmaschwerktreue-Inszenierungen als Genuss, familientauglich und höchst sehenswert bewirbt.
Regietheater? Nein, danke!

Alfred_Schmidt

Administrator

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Beiträge: 18 439

Registrierungsdatum: 9. August 2004

8

Mittwoch, 19. Juni 2013, 23:25

Wie wir sehen vermag Privatinitiative und die richtigen Verbindungen zu den richtigen Leuten manches, was ansonsten ünmöglich wäre.
Das Wagner Festival Wels existiert noch - und der Spielplan für 2014 ist auch schon fix.
http://www.wagner-festival-wels.net/




Die Finanzierung für 2014 ist - wie es aussieht - gesichert.
mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

clck 224

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Strano Sognator

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Beiträge: 1 135

Registrierungsdatum: 12. Dezember 2011

9

Mittwoch, 19. Juni 2013, 23:58

Die Finanzierung für 2014 ist - wie es aussieht - gesichert.


Das ist doch mal eine gute Nachricht am Ende des Tages! :jubel:
"Tatsachen sind die wilden Bestien im intellektuellen Gelände." (Oliver Wendell Holmes, 1809-94)

Rheingold1876

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Beiträge: 4 116

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

10

Donnerstag, 20. Juni 2013, 07:15

Lieber Freunde, wer von Euch war schon einmal in Wels? Es wäre doch interessant, wenn in die Debatte um dieses Festival auch persönliche Erfahrungen und Eindrücke einfließen würden.

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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Beiträge: 4 752

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

11

Donnerstag, 20. Juni 2013, 09:44

Leider verhinderten Terminschwierigkeiten immer wieder unseren Besuch in Wels, obwohl treue Freunde von uns wie u.a. Hans Sotin und Clemens Bieber dort mitwirkten und auch Imageträger des Festivals waren.
Wir hatten jedoch beim Künstlertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft die Intendantin der Festspiele Frau Renate Doppler als Ehrengast bei uns. Eine voll engagierte und motivierte Persönlichkeit mit einem Ziel, Wagner werkgetreu aufzuführen. Durch hohes Charisma und äußerst sympathische Ausstrahlung ist Frau Doppler die perfekte Botschafterin ihrer Idee. Außerdem sind alle Inszenierungen, die ich per Video-Aufzeichnung gesehen habe, zwar traditionell im Geiste Richard Wagners, aber deshalb keinesfalls altbacken oder verstaubt. So wie Wagner eigentlich sein muss. Aufführungen in dem Stil, wie dies von der Mehrheit der Wagner-Freunde erwartet und gefordert wird. Den mit vergleichsweise kleinem Budget ausgestatteten Welser-Festspielen gelingt es in den Inszenierungen, Wagners Vision vom Gesamtkunstwerk weitgehend zu realisieren. Vorbildlich und förderungswürdig gerade auch bei uns im Tamino-Klassik-Forum. Sollten wieder Gefahren auf diese in jedem Fall erhaltungswürdige Kultureinrichtung zukommen, würde ich sofort eine unterstützende Unterschriftenaktion empfehlen, in der Art wie wir dies bei anderen Gelegenheiten bereits getan haben. Alfred ,Du bist also als Wächter, Bewahrer und wenn es not tut auch als unser Vorkämpfer gefordert.

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

hasiewicz

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Beiträge: 853

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12

Samstag, 22. Juni 2013, 21:08

Klingt beinahe, als ob man sich dieses Festival für 2014 vormerken sollte. War denn schon einmal jemand dort?

Eigentlich doch ein idealer Ort für ein "Tamino-Treffen"? (horribile dictu) ;)

Herzlich

Christian

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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13

Sonntag, 23. Juni 2013, 10:47

Guter Vorschlag. Ich würde sehr gerne mit den traditionsbewußten Taminos Wagner in Wels genießen.

Herzlichst
Operus
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9079wolfgang

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Registrierungsdatum: 15. April 2010

14

Montag, 24. Juni 2013, 09:33

Zitat von »Operus«

Guter Vorschlag. Ich würde sehr gerne mit den traditionsbewußten Taminos Wagner in Wels genießen.

Mein lieber Hans!

Wenn die Zeit paßt bin ich gerne dabei. Ich könnte dann auch noch Freunde in Kärnten besuchen.


Herzlichst
Wolfgang
W.S.

Erich Ruthner

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15

Montag, 24. Juni 2013, 09:55

Eine löbliche Idee !!! Dieses Vorhaben wird die Riege der Liebhaber von klassischen Inszenierungen vereinen.

Wenn der Termin passt, bin ich dabei.
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Alfred_Schmidt

Administrator

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

16

Montag, 29. Dezember 2014, 18:41

Zitat

Eine löbliche Idee !!! Dieses Vorhaben wird die Riege der Liebhaber von klassischen Inszenierungen vereinen.


Fast möchte ich sagen: Wie von mir nicht anders erwartet - hat dieses Vorhaben nicht stattgefunden....
Aber das ist kein taminospezifisches Phänomen - das ist scheinbar ein menschliches..

Wie bei mir nicht anders zu erwarten, kommt das Positive zum Schluss:

So wie es für mich aussieht wurden die erforderlichen Geldmittel doch aufgebracht, denn der Kartenverkauf für das Jahr 2015 beginnt bereits im Jänner.....

http://www.wagner-festival-wels.net/

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Siegfried

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  • »Siegfried« ist männlich

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Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

17

Montag, 29. Dezember 2014, 20:44

Irrtum, Alfred, das Vorhaben hat stattgefunden!
Klein, aber fein, dieTaminos war'n zu ZWEIN. :jubel:
Freundliche Grüße Siegfried