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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Joseph II.

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1

Mittwoch, 2. Mai 2012, 17:02

Wo gibt es heute noch konservative Operninszenierungen zu sehen?

Angeregt wurde es ja bereits, ein ähnlicher Thread besteht, ist aber uralt, von daher also auf ein Neues:

Wo kann man heutzutage noch im besten Sinne konservative, unverfremdete Operninszenierungen erleben?

Vorab: Bitte keine sinnlose Diskussion entfachen, was denn "konservativ" nun genau meint, um damit den Thread zu zerschießen. Das sollte jedem Opernliebhaber klar sein, wie die Fragestellung gemeint ist.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

MSchenk

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2

Mittwoch, 2. Mai 2012, 17:48

Hallo Joseph II.,

magst Du Deine Frage vielleicht etwas präzisieren? - Geht es um Opernhäuser, in denen grundsätzlich nur konservative Inszenierungen zu sehen sind? Eher unwahrscheinlich, dass es so etwas gibt. Oder sollen Inszenierungen genannt werden die noch im Programm sind (wobei natürlich niemand genau sagen kann, wie lange dies noch der Fall sein wird)?

In Hamburg gibt es z.B. den Everding-Othello. Der ist geschätzte 100 Jahre alt und wird wahrscheinlich ewig im Programm bleiben, da Domingo in dieser Inszenierung hier in Hamburg debütiert hat. Ebenfalls als konservativ (auch im Sinne von zurückhaltend) wäre m.E. der Eugen Onegin von Adolf Dresen zu bezeichnen. Schließlich noch die allfällige Hänsel und Gretel von Peter Beauvais.
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Joseph II.

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3

Mittwoch, 2. Mai 2012, 18:15

Hallo MSchenk,

ich meinte natürlich letzteres, also Opernhäuser, wo noch konservative Inszenierungen laufen (neben anderen).

Ich glaube, weltweit gibt es wohl kaum noch ein Opernhaus, wo nur konservative Sachen am Laufen sind. Einzige Ausnahme womöglich das Wagner Festival Wels.

Um eine totgeglaubte konservative Inszenierung anzuführen: Die Wiener Staatsoper nimmt im November 2012 die alte (1975?) Schenk-Inszenierung der "Meistersinger" noch einmal auf.

Beste Grüße
Joseph
:hello:
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Alfred_Schmidt

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4

Mittwoch, 2. Mai 2012, 18:43

Ebenfalls Wiener Staatsoper:

Donizetti: L'elisir d'amore

Nach einer Inszenierung von Otto Schenk (1975)

Für nähere Info bitte den Link anklicken

http://www.viennaticketoffice.com/detail_de.php?ID=13

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

MSchenk

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5

Mittwoch, 2. Mai 2012, 18:50

Nochmal Hamburg, ebenfalls in der Saison 2012/13 auf dem Spielplan:
  • L'Elisir d'Amore (J-P.Ponnelle) (in der hat schon Pavarotti gesungen ...)
  • Le Nozze di Figaro (J.Schaaf)
mfG Michael

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hami1799

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6

Mittwoch, 2. Mai 2012, 20:51

Leider kann ich nur die Orte nennen, wo sie nicht zu sehen sind.

Stockholm scheidet aus, hier herrscht der Wahnsinn.

Und Salzburg?

In Sky läuft gerade die Frau ohne Schatten. Festspiele, Thielemann. Regie: Christof Loy.
Die Amme steht im Lodenanzug in einem der Wiener Sofiensäle am Stehpult, liest im roten-weißen Klavierauszug von Fürstner Ltd. London und singt: Licht überm See, ein fließender Glanz.
Der Bote mit den gleichen Noten am anderen Stehpult: Genug, ich kam und frage dich, wirft sie einen Schatten? Dumme Frage, bei der grellen Beleuchtung wirft sie deren viele.

Sorry, dass ich nicht Besseres zu berichten weiß. :no:

rodolfo39

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7

Mittwoch, 2. Mai 2012, 21:06

An der Rheinoper hatten wir bis vor kurzem die Ponelle Inszenierungen von Rigoletto und Cenerentola. Rigoletto wurde leider abgesetzt und Cenerentola schon lange nicht mehr gezeigt. Als konservativ würde ich noch die wunderschöne La Traviata inszenierung von Karl Ernst und Ursel Herrmann bezeichnen. Die Pausen sind wegen der aufwendigen Bühnenbilder länger als die Akte selber. Die Meistersänger sind auch noch sehr konservativ, aber auch schon lange nicht mehr gezeigt, Und wir hatten von unserem alten Intendanten eine sehr schöne Inszenierung von Le Nozze die Figaro. Und Billy Budd von Britten ist auch konservativ mit einer hervorragenden Personenregie. Ansonsten beherrscht leider momentan das Regietheater die Rheinoper. Der Rosenkavalier in der Otto Schenk Inszenierung wurde auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigt. Es ist leider zu befürchten das es vom Rosenkavalier bald eine Neuinszenierung geben wird. Aber wie sagt mir eine Mitarbeiterin im Opernschop: Wir wollen ja nicht im Museum leben und deshalb müssen Veränderungen sein.

Theophilus

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8

Donnerstag, 3. Mai 2012, 08:10

Um eine totgeglaubte konservative Inszenierung anzuführen: Die Wiener Staatsoper nimmt im November 2012 die alte (1975?) Schenk-Inszenierung der "Meistersinger" noch einmal auf

Das ist ein Irrtum. Otti Schenk hat selbst vor drei Jahren die Wiederauffrischung der Inszenierung besorgt. Es gibt eine Aufführung unter Thielemann als DVD. Es gibt auch eine MET-Aufführung einer Schenk-Inszenierung der Meistersinger als DVD. An sich wäre es sogar die neuere Inszenierung, aber die Aufnahme erfolgte ein gutes Jahrzehnt nach der Premiere, und da dürfte von der Schenk-Inszenierung nicht mehr viel übrig geblieben sein...

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Knusperhexe

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9

Donnerstag, 3. Mai 2012, 08:30

"Melde gehorsamst: Ganz NRW ist frei von Werktreue. Eine abgetaktelte Düsseldorfer Inszenierung von Hänsel und Gretel liegt in den letzten Zügen, nach ihrem Ableben kann die Siegesflagge gehisst werden."

Ich frage mich wirklich, ob sich die Regietheatermonster danach gegenseitig begeistert auf die Schulter klopfen.
Regietheater? Nein, danke!

Knusperhexe

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10

Donnerstag, 3. Mai 2012, 08:31

Aber wie sagt mir eine Mitarbeiterin im Opernschop: Wir wollen ja nicht im Museum leben und deshalb müssen Veränderungen sein.

Worin "wir" leben wollen, entscheidet ja wohl jeder für sich allein. Wie ich diese selbstgefällige Zwangsbeglückung hasse!
Regietheater? Nein, danke!

Alfred_Schmidt

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12

Donnerstag, 3. Mai 2012, 14:09

Der Neid wird die meisten Nichtwiener fressen - ich höre das verzeifelte Schluchzen bis hierher.....
Bitte beachten:
Auf den meisten der vom KSM gelisteten Links befindet sich ein weiterer Link: BILDERGALERIE
Den empfehle ich unbedingt anzuklicken......

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Joseph II.

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13

Donnerstag, 3. Mai 2012, 14:25

Die Wiener Staatsoper bietet im Vergleich wirklich ziemlich viele konservative Inszenierungen. Leider keine von Mozart und sonst nichts von Wagner. Sie könnte als Vorreiterin fungieren und mal einen stockkonservativen "Ring" bringen. :thumbsup:
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

9079wolfgang

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14

Donnerstag, 3. Mai 2012, 14:42

Mich zerfrisst zwar nicht der Neid, aber einen sehnsuchtsvollen Blick werfe ich schon nach Wien. Vor Allem, wenn ich das tolle Programm lese. Mal sehen, vielleicht bleiben mir noch ein paar Tage zu einem Kurzurlaub nach Wien übrig.



Gruß Wolfgang
W.S.

hart

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Beiträge: 1 865

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15

Donnerstag, 3. Mai 2012, 15:05

Parsifal in Mannheim

Seit ihrer ersten Aufführung am 14. April 1957 steht die Produktion des Regisseurs und Wagner-Experten Hans Schüler im Mannheimer Nationaltheater auf dem Spielplan. Die zwei Termine im Jahr liegen immer auf den Feiertagen Karfreitag und Fronleichnam. Die nächste Aufführung findet also am 7. Juni 2012 statt. Als Amfortas ist Thomas Berau zu hören.

Gerhard Wischniewski

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16

Donnerstag, 3. Mai 2012, 19:04

Zitat

Wir wollen ja nicht im Museum leben und deshalb müssen Veränderungen sein.
Wir gehen in ein Museum - egal welcher Art - um die Originalwerke von Künstlern oder Technikern zu sehen. Wir gehen in die Oper, um die Originalwerke der Komponisten und ihre Librettisten zu sehen. Kein Mensch lebt ständig im Museum, sondern er weilt dort für eine gewisse Zeit, kein Mensch lebt in der Oper, sondern er weilt dort ein paar Stunden, um das angekündigte Werk zu erleben. Und was wird ihm dort geboten? Etwas völlig anderes als angekündigt. Mit geschlossenen Augen hat er vielleicht noch die Chance, wenigstens den musikalischen Teil des Werkes zu erkennen. Öffnet er die Augen, sieht er jedoch etwas ganz anderes als das angekündigte Werk und kann Musik und Handlung nicht in Einklang bringen. Das oben genannte Argument ist das Dümmste, was ich je gehört habe.
Zum Einklang: Ich habe kürzlich eine moderne, wenn auch noch einigermaßen akzeptable Inszenierung einer Oper, die ich vor Jahren einmal in einer sehr schönen Aufführung gesehen hatte, gesehen, war aber enttäuscht, weil ich die Musik ganz anders in Erinnerung hatte. Dann bekam ich die Oper auf DVD in einer konventionellen Inszenierung geschenkt und war beglückt, die Musik plötzlich wieder so zu hören, wie ich sie in Erinnerung hatte.
Geht es euch manchmal auch so, dass das verfremdete Bild euch auch die Musik nicht mehr als die erscheinen lässt, die ihr von anderen Aufführungen oder von CD kennt? Liegt es daran, dass euch bei Anblick des Schwachsinns auf der Bühne auch die Musik verfremdet anmutet?

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

chrissy

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17

Donnerstag, 3. Mai 2012, 19:24

Geht es euch manchmal auch so, dass das verfremdete Bild euch auch die Musik nicht mehr als die erscheinen lässt, die ihr von anderen Aufführungen kennt? ... dass euch bei Anblick des Schwachsinns auf der Bühne auch die Musik verfremdet anmutet?
Ja natürlich, lieber Gerhard. Wenn die Szenerie und das Geschehen der Handlung widerspricht, dann "versaut" einem das regelrecht den Genuß auch an der Musik. Ich habe es ja erst vor kurzem live erlebt und in einem anderen Thread ausführlich darüber berichtet. Wir hatten nur (oder besser gesagt zum Glück) nur Hörplätze mit eingeschränkter Sicht auf die Bühne. Um das volle Bühnenbild mal zu sehen, mußte man tatsächlich immer mal einen Moment aufstehen, was aber nicht störend war. Bei einem solchen Aufstehen sah ich auf der sonst leeren Bühne ein Bett stehen. Rigoletto und Gilda sangen "zu Hause" miteinander. Er sah aus wie ein schlimmer runtergekommener Bahnhofspenner und der Gipfel, Rigoletto holt sich wirklich einen Flachmann aus der Hosentasche, schraubt den auf und trinkt sich einen. Unglaublich(!!!), aber leider wahr.


Wir gehen in die Oper, um die Originalwerke der Komponisten und ihre Librettisten zu sehen.
Genauso ist es, besser und richtiger muß man sagen, war es. Da kommen einem dann zum Glück die Erinnerungen an alte glückliche (Theater/Opern-) Zeiten. Und das hat mit Nostalgie oder ewig Gestrigem nichts zu tun!!!

Herzliche Grüße
CHRISSY
(s. auch demnächst meinen Beitrag im Thread "Klassikarchive endlich öffnen)
Jegliches hat seine Zeit...

musikwanderer

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18

Donnerstag, 3. Mai 2012, 19:55

Wir gehen in ein Museum - egal welcher Art - um die Originalwerke von Künstlern oder Technikern zu sehen. Wir gehen in die Oper, um die Originalwerke der Komponisten und ihre Librettisten zu sehen. Kein Mensch lebt ständig im Museum, sondern er weilt dort für eine gewisse Zeit, kein Mensch lebt in der Oper, sondern er weilt dort ein paar Stunden, um das angekündigte Werk zu erleben. Und was wird ihm dort geboten? Etwas völlig anderes als angekündigt. Mit geschlossenen Augen hat er vielleicht noch die Chance, wenigstens den musikalischen Teil des Werkes zu erkennen. Öffnet er die Augen, sieht er jedoch etwas ganz anderes als das angekündigte Werk und kann Musik und Handlung nicht in Einklang bringen. Das oben genannte Argument ist das Dümmste, was ich je gehört habe.

:jubel: :jubel: :jubel:

Und deshalb schenke ich mir seit Jahrzehnten die Ausgaben für ein Abo. Allerdings war ich nur in den ersten Jahren wirklich konsequent - das eingesparte Geld habe ich damals in Musikscheiben umgesetzt. Inzwischen ist das kein Thema mehr, was ich gerne kaufen möchte, wird auch so angeschafft...
.

MUSIKWANDERER

Alfred_Schmidt

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19

Donnerstag, 3. Mai 2012, 20:07

Meine Lieben - daß Regietheater in meinen Augen der letzte Dreck und Abfall ist, daß weiß nun schon jeder Tamino Leser. Und das darf hier auch artikuliert werde - aber bitte nicht in DIESEM Thread
Es ist hier allmählich zur Unsitte geworden Threads genauso zu behandeln die die Regisseure das mit den klassischen Opern machen: Sie werden umfunktioniert. Wenn ich als Leser diesen Thread hier öffne, dann möchte ich nicht hören wie entstellend denn die Regietheaterinszenierungen sind - sondern wo ich Aufführungen sehen kann, die noch nicht von dieser "Pest" infiziert worden sind. Das wird aber dadurch erschwert, wenn immer wieder Themenabweichungen vorgenommen werden. Schauen wir mal nach Prag oder Budapest - da sollte sich doch gelegentlich auch was finden lassen - wenngleich auch deren Openhäuser schon ziemlich verseucht sind.....

mit freundlichen Grüßen aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Figarooo

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20

Donnerstag, 3. Mai 2012, 20:35

Hier kommt die Liste der noch verbliebenen schönen, klassischen Inszenierungen in München:#
Hänsel und Gretel (leider nur noch viermal im Dezember; Inszenierung Herbert List)
La Boheme (Inszenierung Otto Schenk)
Der Rosenkavalier (Inszenierung Otto Schenk)
La Cenerentola ( Inszenierung Jean-Pierre Ponnelle)
Die Zauberflöte ( Inszenierung August Everding)
Madame Butterfly ( Inszenierung Wolf Busse)
Carmen (Inszenierung nach Lina Wertmüller)
Il Barbiere di Siviglia (Inszenierung Feruccio Soleri)
Le nozze di Figaro ( Inszenierung Dieter Dorn)

Ob die schöne, prächtige I Puritani Inszenierung von Jonathan Miller noch einmal gespielt wird, weiss ich leider nicht; das kommt wohl darauf an, ob sich im Zeitalter nach der Gruberova eine geeignete Sängerin findet...)

Im weiteren Sinne sind in München auch noch folgende Inszenierungen geniessbar:
Don Carlo (Inszenierung Jürgen Rose, sehr sehr sehr düster und auf die Dauer ermüdend, aber in historischen Kostümen!!!)
Cosi fan tutte (Inszenierung Dieter Dorn, teilweise etwas hässliches Bühnenbild, aber sonst eine völlig normale Inszenierung!)

:hello:
Liebe Grüße,
Figarooo

Gregor

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  • »Gregor« ist männlich

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21

Sonntag, 6. Mai 2012, 23:03

An der Wiener Staatsoper kann man noch recht viele konventionelle Produktionen sehen:

Fidelio
Wozzeck
Carmen
Anna Bolena
L'elisir d'amore
Roberto Devereux
Lucia di Lammermoor
Cavalleria Rusticana
Der Bajazzo
Le nozze di Figaro
La Boheme
Tosca
Madama Butterfly
L'Italiana in Algeri
Il Barbiere di Siviglia
Die Fledermaus
Salome
Elektra
Der Rosenkavalier
Capriccio
Rigoletto
Simon Boccanegra
Un ballo in maschera
Aida
Die Meistersinger von Nürnberg


Das Wiener Publikum darf sich eigentlich noch glücklich schätzen.

Gregor

Gregor

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22

Sonntag, 6. Mai 2012, 23:13

Le nozze di Figaro ( Inszenierung Dieter Dorn)

Ist das wirklich noch eine traditionelle Produktion?




Ausstattung so gut wie keine und auch die Kostüme eher fragwürdig.
Figaro im Lodenjanker und typisch bayerischen Trachtenhosen?

Gregor

9079wolfgang

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23

Sonntag, 6. Mai 2012, 23:28

Zitat

Ist das wirklich noch eine traditionelle Produktion?

Hallo, Gregor!

Das wird es sein! So hat sich Mozart bestimmt diese Oper vorgestellt! Diese Inszenierung wäre mir noch nicht einmal einen "Kummercent" wert!
W.S.

Joseph II.

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24

Sonntag, 6. Mai 2012, 23:31

Wirkt wirklich sehr ... karg. Fast erbärmlich. Man bekommt beinahe Mitglied mit dem Regisseur. Da war wohl ein gewisser Wille da, aber kein Geld.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Erich Ruthner

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25

Sonntag, 6. Mai 2012, 23:59

Bitte vergesst nicht in Wien die Volksoper! Dort sind (fast) alle Inszenierungen noch anzusehen.

Liebe Grüße

Erich
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

chrissy

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26

Montag, 7. Mai 2012, 00:18

in Wien die Volksoper! Dort sind (fast) alle Inszenierungen noch anzusehen.

Mein lieber Erich

So etwas zu lesen ist sehr erfreulich. Ich hoffe und wünsche für Euch, daß die alte Tradition noch lange erhalten bleibt. Da ich aber weiß, daß die Traviata von Aix en Provence inzwischen an Eurer Staatsoper läuft, befürchte ich, daß der Regie- Bazillus sich auch schleichend ankündigt. Und an "Die Macht des Schicksaks", die mal im Fernsehen lief, möchte ich da auch nicht denken.
Für den 24. haben wir gemeinsam mit einem Freund Karten für die Traviata in der Semperoper Dresden. Und was einen da erwartet, habe ich mir schon im Internet angeschaut. Zum Glück haben wir aber nur Hörplätze im vierten Rang. Ich bin überzeugt, sichtmäßig nichts zu verpassen.
Dir mein Lieber, eine gute Nacht und einen guten Start in die neue Woche.

Herzliche Grüße ins schöne Wien
CHRISSY
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Figarooo

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27

Montag, 7. Mai 2012, 00:35

Die Inszenierung ist eher sparsam aber die Kostüme entstammen genau dem 18. Jahrhundert. Nix mit Trachten! Nur der letzte Akt ist etwas misslungen! Es ist wirklich ein ganz normler Figaro!
Liebe Grüße,
Figarooo

Gregor

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28

Montag, 7. Mai 2012, 00:46

Bitte vergesst nicht in Wien die Volksoper! Dort sind (fast) alle Inszenierungen noch anzusehen.
Dem ist leider nicht so. Da gibt es inzwischen eine Reihe wenig erfreulicher Inszenierungen.
Man denke da beispielsweise nur an die Insekten-Turandot, Rigoletto, Carmen, Barbier von Sevilla, Traviata oder auch die Madame Butterfly, die nicht Selbstmord begehen darf, sondern stattdessen von Puccini selbst - welcher ständig auf der Bühne herumstolziert und die Szenerie beobachtet - erdolcht wird. :rolleyes:


Zitat von »Figarooo«

Die Inszenierung ist eher sparsam aber die Kostüme entstammen genau dem 18. Jahrhundert. Nix mit Trachten! Nur der letzte Akt ist etwas misslungen! Es ist wirklich ein ganz normler Figaro!
Das ist eigenartig. Die Bilder stammen von der aktuellen Serie und da ist der Figaro doch sehr trachtig gekleidet. ?(

Gregor

chrissy

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29

Montag, 7. Mai 2012, 00:53

die Madame Butterfly, die nicht Selbstmord begehen darf, sondern stattdessen von Puccini selbst - welcher ständig auf der Bühne herumstolziert und die Szenerie beobachtet - erdolcht wird.
Lieber Gregor

Wenn man von solch einem schier unglaublichen inszenierten Schwachsinn liest, dann erscheinen einem ja Hörplätze fast wie ein Glücksfall oder eine Gnade.
Im Thread "Öffnet die Klassikarchive" habe ich berichtet, daß ich seit ein paar Tagen eine DVD habe mit Ausschnitten von Inszenierungen und mit den führenden Sängern der Berliner Staatsoper aus den 70- er Jahren. Ja, da wurde noch Theater/Oper gemacht. An solchen Blödsinn war da nicht mal ansatzweise zu denken.

Herzliche Grüße
CHRISSY

PS.: Hattest Du noch meine Antwort betreffs Margarita Lilowa gelesen?
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Figarooo

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30

Montag, 7. Mai 2012, 00:55

Wirklich, ich habe die Aufführung bestimmt zehnmal gesehen und gehe diese Serie auch mal rein! Sowohl Figaro als auch der Graf tragen hinten einen Rokoko-Zopf, genauso wie auch Bartolo und Basilio! Und auch sonst sind die Kostüme ziemlich genau an der orginalen Zeit orientiert! Es ist übrigens eine sehr lustige Inszenierung, die aber nur mit starken Sängern gut rüberkommt, da das Bühnenbild so schlicht ist!
Nur im vierten Akt ist alles weiss und über diese Szene knn man wahrlich sagen, dass sie gründlichen daneben gegangen ist!
Liebe Grüße,
Figarooo