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chrissy

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31

Samstag, 14. April 2012, 22:33

ein Meisterwerk, ebenso "Meine erste CP von den Puhdys". Einfach wunderbar.
Respekt, Respekt! Das bringt Dir bei mir mehr als 100 Pluspunkte ein. Puhdys, seit Nov. 1969 die beliebteste, bekannteste und bedeutendste Rockband der DDR und auch außerhalb bekannt und große Erfolge. Und nicht nur ihre erste LP/CD, auch die folgenden. Ich habe sie viele, sehr viele Male live mit riesiger Begeisterung erlebt. Zuletzt vor knapp zwei Jahren. War immer großartig. Von ihnen kann man zu Recht sagen, sie haben (DDR-) Rockmusikgeschichte geschrieben.
Wie kann man allen Ernstes "Dave Dee", "Kinks" und "Spencer Davies" in ein Nest werfen?
Das habe ich nicht getan. Zumindest von den Kinks kenne ich einige wirklich gute, um nicht zu sagen, wertvolle Hits.
Grüße aus Görlitz
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

s.bummer

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32

Samstag, 14. April 2012, 22:40

Ähh,
ich rede nicht von den Puhdys, deren Musik halte ich für kompletten Mist. Und zwar für Kubikmist, eine DDR Besonderheit und nur so zu verstehen, wie bei uns im Westen der Mist, den ein gewisser Udo Lindenberg verzapft hat. Würg!!
Ich rede von DEKAdance, also von richtig guter Musik, die den "Dreck der Puhdys" so richtig transparent gemacht haben und zwar mit der CD, die da heißt, "Meine erste CD..." Diw Puhdys waren politisch wirksam. das ist anzuerkennen. Das bleibt.
Sorry für das Missverständnis und leider muss ich wohl die Punkte zurückgeben.

Nebenbei: Die Kinks waren "größer" als die Stones! Sie waren fast größer als Beatles, aber nur fast.
Das Seltsame: Sie werden immer mehr ins Zentrum gerückt, je mehr man sich mit den 60iger befasst. Sie waren kongeniale Zeitzeugen und - protokollanten.
Das erfasst man heute mehr denn je. Ebenso erfahren endlich die "Pretty Things" ihre lang ausstehende Würdigung.
Doch wer kam damals an die Eindringlichkeit von z.B. "Dead End Street " oder "Sunny Afternoon"ran? Wer?? Oder??
Gruß aus Kiel
Johannes Richter: Neue Ideen setzen sich nur durch, weil die Anhänger der alten aussterben

Klaus 2

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Beiträge: 1 380

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33

Samstag, 14. April 2012, 23:19

Sind die Kinks besser als die Puhdys. Ich finde es manchmal richtig klasse, wohin uns vom Hölzchen aufs Stöckchen die Themen so führen können.
Schön
Klaus
ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

chrissy

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  • »chrissy« ist männlich

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Registrierungsdatum: 20. Oktober 2010

34

Samstag, 14. April 2012, 23:19

Puhdys, deren Musik halte ich für kompletten Mist. Und zwar für Kubikmist,
Sorry für das Missverständnis und leider muss ich wohl die Punkte zurückgeben.
Dann haben wir uns nicht nur mißverstanden, das ist eine Aussage, die in keinster Weise nachvollziehbar ist. Aber sei`s drum, Deine Meinung sei Dir unbenommen. Die Punkte nehme ich da gerne zurück.
Ich geb`Dir dafür was zurück und Du darfst mir gerne einen ganzen Sack voll Minuspunkte geben, Pretty Things??? Aus welcher Gruft hast Du die denn ausgegraben? Schreib`ihnen doch mal. Die werden sich freuen, daß sich einer noch an sie erinnert... Gibt es außer Dir noch jemanden, der die noch kennt? Meine Güte, ich fass`es nicht, Pretty Things... Längst vergessen, daß es die tatsächlich mal gab. Das einzige was hängengeblieben ist, zig mal aufgelöst, immer wieder mal andere Mitglieder. Selbst wenn ich angestrengt nachdenke, ich glaube, mir fällt nicht ein einziger Titel von denen mehr ein.
Nochmal Grüße und nichts für ungut
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Siegfried

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  • »Siegfried« ist männlich

Beiträge: 4 611

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

35

Sonntag, 15. April 2012, 12:56

Weil es mich gerade danach gelüstet, erlaube ich mir auch als Mensch von „unedlem Gemüte“ meinen Senf hierzu beizusteuern:

Ivan Rebroff - die Puhdys - Pretty Things - Dave Dee- und wer A…. sagt, sollte auch L… sagen: Dozy, Beaky, Mick & Tich usw. usw.

…dazu zahlreiche bissige bis beleidigende quadrat(?)köpfige Beiträge prädestinieren diesen thread eigentlich eher für das „Festspielforum“, meint Ihr nicht auch?

Schönen Sonntag an alle Streithansel und auch an diejenigen Musikfreunde, die solche Diskussionen nicht brauchen.
Freundliche Grüße Siegfried

Glockenton

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  • »Glockenton« ist männlich

Beiträge: 1 906

Registrierungsdatum: 27. Juli 2006

36

Sonntag, 15. April 2012, 23:53

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, ob ein Klassikfreund "fremdgehen" darf:

Was der Einzelne hört bleibt ja jedem selbst überlassen.
Ich möchte die Frage nur für mich beantworten.
Alles, was ich als"gute Musik" vom Gefühl, Geschmack und Verständnis her ansehe, dass höre ich mir auch an, oft auch mit sehr grosser Begeisterung.
Nun will ich nicht in eine Diskussion einsteigen, was denn nun gute Musik und guter Geschmack sei. Es gibt da aber m.E. schon eindeutig zu benennende Qualitätsmerkmale - doch auch hierüber will ich jetzt nicht diskutieren, sondern stichpunktmässig kurz anreissen, was ich gerne höre und auch mache:

Es gibt im Bereich Pop/Rock durchaus sehr gut gemachte Sachen, die jahrzehntelanges Immerwiederhören aushalten.
Mir gefallen einige Sachen der kalifornischen Superband TOTO, z.B. "Anna", "These Chaines" den Westcoast-Shuffle "Rosanna"....uvm. Lukather als Gitarrist und Sänger ist eine Granate....DAS Original, und David Paich an den Tasten und als Arrangeur gehört zu meinen grossen Vorbildern.
Dann gibt es auch einige Lieder von Pe Werner, die Dieter Falk arrangiert und gespielt hat (z.B. "Regen"), die mir richtig gut gefallen.
Manches von solchen Dingen habe ich früher Note für Note transkibiert und geübt, bzw. auch in den Sequenzer im Studio gespielt und nachproduziert.
Momentan höre ich gerne "PUR", hier die erste CD, auch von der (zweiten) CD das Lied " Neue Brücken" . Das ist eine druckvolle Ballade im Stadionsrockstil vom Feinsten.
Früher hat Dieter Falk selbst tolle Sachen als Keyboarder und Pianist, auch solistisch. Seine neuesten Sachen kommen da m.E. nicht mehr so recht heran. Als Arrangeur und Pianist/Keyboarder hat er früher im christlichen Bereich viele unvergessen gute und vorbildliche Produktionen gemacht.
Und dann natürlich die Hits von Bruce Hornsby, der sich einen eigenen Rockpianostil mit Bluegrass/Country-Einflüssen zugelegt hat und für unzählige Pianisten ein Vorbild ist ("Every little kiss", "The way it is")

Jazzrock und Funk wäre das nächste Feld.
Hier liebe ich Mezzoforte (EG-Blues!), Fourplay, Les McCann, Abe Laboriel, Don Grusin,....Hancock...Peter Wölpl, Peter Weihe, Wolfgang Schmid, Wolfgang Haffner...Nippy Noya

Beim Gospelpiano finde ich den schwedischen Pianisten Per-Erik Hallin extrem gut, auch für andere Pop-Stile, im Soul gibt es manches von Chaka Khan.

Im Jazz könnte ich unheimlich viele Namen nennen....aber Chick Corea, Oscar Peterson, Paul Kuhn, Peter Weniger, Dave Grusin, Ella Fitzgerald, Till Brönner, Diana Krall, den leider verstorbenen Herrn Bolzheimer (Peter Herbolzheimer) ...es gibt da so viele.

Es gibt auch Sachen aus der elektronischen Ecke, die ich gut finde. Z.B. denke ich da an die Musik aus "Animatrix"
Auch Trance und House kann gutgemacht sein und wirklich neue Welten öffnen...es gibt da aber auch viel Mist.

Ich bin sehr froh, dass ich beide Welten gut kenne und auch beides spielen kann. Leicht ist eigentlich nie etwas was gut ist, auch wenn es ggf. eingängig in die Ohren gehen mag...


:hello:

Glockenton

PS.: So etwas wie diesen Walzergeiger lehne ich für mich ab, auch wenn ich ihn als Bühnenprofi natürlich sehr anerkennen muss. Aber inhaltlich mag ich es nicht hören. Sein Geld hätte ich jedoch gerne.

Thomas Sternberg

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  • »Thomas Sternberg« ist männlich

Beiträge: 735

Registrierungsdatum: 19. Juni 2010

37

Montag, 16. April 2012, 04:30

Zitat

Mir gefallen einige Sachen der kalifornischen Superband TOTO, z.B. "Anna", "These Chaines" den Westcoast-Shuffle "Rosanna"....uvm. Lukather als Gitarrist und Sänger ist eine Granate....DAS Original, und David Paich an den Tasten und als Arrangeur gehört zu meinen grossen Vorbildern.

Werter Glockenton,

unglaublich, TOTO ist auch meiner immer wieder gern gehörter Favoriten.

Was du über die Musiker sagst stimmt absolut, nur meine Lieblingsstücke sind andere, z.B. von den Alben Hydra und Turn Back.

Auch wenn wir heftig aneinander geraten sind, so ist das für mich hier ein Grund sich zu freuen.

Vielen Dank für dieses "Outing"!

Herzlichste Grüße Thomas

Thomas Sternberg

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  • »Thomas Sternberg« ist männlich

Beiträge: 735

Registrierungsdatum: 19. Juni 2010

38

Montag, 16. April 2012, 19:17

ich habe gerade mal ein Experiment gemacht;

zunächst Pop- und Rock gehört, alles so, was mir zur Zeit gefällt.

Direkt darauf Op.135 von Beethoven.

Ich schenk euch den ganzen Popkram, aber den Beethoven geb ich nimmer her.

Dann machst du das Fernsehen an , für die Nachrichten, und musst fast fünf Minuten diesen norwegischen Massenmörder in Großaufnahme erleben :cursing:

Schlimm, schlimm, schlimm...

Klaus 2

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  • »Klaus 2« ist männlich

Beiträge: 1 380

Registrierungsdatum: 28. Oktober 2011

39

Montag, 16. April 2012, 19:32

Lieber Thomas!
Du hast recht. Trotzdem hab ich mir neben dem Franz Schmidt auch noch aus der Sonderangebotskiste eine 2er CD von Santana mitgenommen.
Und dass viel über den Breivik berichtet wird, finde ich richtig. Dass so ein Monster überlebt ist anders, die meisten richten sich ja selbst. Verstehen wird man es nie, aber - ach ne, ich bin da doch zu sprachlos.
Klaus
ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

hami1799

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  • »hami1799« ist männlich

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Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

40

Montag, 16. April 2012, 19:58

aber den Beethoven geb ich nimmer her.
Ja warum denn? Vielleicht hört ihn ein Anderer auch ganz gern! :no:

hami1799

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  • »hami1799« ist männlich

Beiträge: 3 431

Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

41

Donnerstag, 19. April 2012, 11:30

So ist es. Wenn sich die taminos auf ihre Stärken beschränken würden, wäre das nicht passiert. Aber es muss ja ein jeder seinen Senf dazu geben.


Hallo Bernward,

in diesem Thread ist es nicht leicht, sich auf seine Stärken zu beschränken, schon aus dem einfachen Grund, dass sie gar nicht gefragt sind. Hier kann man doch nur von seinen Erfahrungen reden,
es sei denn, man ist ein überragender Kenner der menschlichen Psyche und versteht die Mechanismen, die dem Einen den Weg zur klassischen Musik öffnen, dem Andern eben diesen versperren.

Als 12-jähriger geriet ich jedesmal in Ekstase, wenn der Mittelwellenempfänger den Blue Tango brachte. Wieso der dann aprupt vergessen war (der Tango, nicht der Empfänger), als ich im gleichen Alter die Ouverüre zu Tannhäuser hörte, kann ich natürlich nicht erklären und ist auch unwichtig, weil es ohnehin keine allgemeingültige Rückschlüsse zulässt.

Meine eigenen Voraussetzungen des Wandels vom Schlagerfan zum Wagnerianer waren:

keine musikalische Bildung
strikte Ablehnung jeder Art von klassischer Musik im Elternhaus
Unverständnis der gleichaltrigen Kameraden
Möglichkeit zum Hören meiner neugewonnenen Favoriten nur bei Abwesenheit der Eltern
Allgemein antikulturelles und antiintellektuelles Milieu in meinem Nahbereich

Das könnten doch genau die Kriterien sein, die einem den Zugang zur klassischen Musik erschweren.

Es ist also sinnlos, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, welche Einflüsse die Liebe zur edlen Kunst fördern oder ersticken.

Wenn immer ein armes Geschöpf durch excessiven Pop-Genuss auf die schiefe Hörerbahn geraten ist, dann sollte man sich - falls gutes Zureden den Verirrten nicht ins Vaterhaus zurückführt - mit einer alten Jägerweisheit seine Gemütsruhe bewahren und also sprechen:

Ein Hund, den man zur Jagd tragen muss, wird nie ein richtiger Jagdhund.

MfG
hami1799

Tapio

Fortgeschrittener

  • »Tapio« ist männlich

Beiträge: 294

Registrierungsdatum: 15. März 2012

42

Donnerstag, 19. April 2012, 11:37

Wenn sich die taminos auf ihre Stärken beschränken würden, wäre das nicht passiert. Aber es muss ja ein jeder seinen Senf dazu geben.

Wer darf denn seinen Senf dazu geben? Du sprichst einer nicht genauer spezifizierten Gruppe ab, sich hier äußern zu dürfen. Das halte ich für problematisch.


Meine eigenen Voraussetzungen des Wandels vom Schlagerfan zum Wagnerianer waren:

keine musikalische Bildung
strikte Ablehnung jeder Art von klassischer Musik im Elternhaus
Unverständnis der gleichaltrigen Kameraden
Möglichkeit zum Hören meiner neugewonnenen Favoriten nur bei Abwesenheit der Eltern
Allgemein antikulturelles und antiintellektuelles Milieu in meinem Nahbereich

Das könnten doch genau die Kriterien sein, die einem den Zugang zur klassischen Musik erschweren.

Es ist also sinnlos, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, welche Einflüsse die Liebe zur edlen Kunst fördern oder ersticken.

Das vermute ich auch, bin aber nicht sicher. Was hat Dich denn zu Wagner geführt? Irgendeinen Anlass muss es ja gegeben haben.

WolfgangZ

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  • »WolfgangZ« ist männlich

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Registrierungsdatum: 16. April 2007

43

Donnerstag, 19. April 2012, 11:50

An der Argumentation des Meister Hami ist viel Wahres.

Jugendliche müssen ihren eigenen Weg zwischen Prägung (durch Eltern und Gleichaltrige) und Auflehnung (gegen die Eltern und - im Idealfall - auch gegen die Gleichaltrigen) finden. Durchaus widersprüchliche Verhaltensmuster sind die Konsequenz - man nennt das ja auch die Pubertät, und die dauert heutzutage zehn Jahre oder noch länger.

Vielleicht hört ein Achtzehnjähriger (ich kenne da einen) zwar schon den ganzen Tag Rap (Deichkind heißt die Bagage, an erster Stelle steht dabei ohnehin nicht die Musik) - und wenn die Freunde mit ihm im Stinkezimmer Shisha rauchen, nur Rap, gesteht aber gerne nach den Musikstunden an der Schule oder dem Konzertbesuch mit dem Vater, dass es da noch mehr gibt und dass das höchst interessant ist.

Und auf Dauer trägt sich der Hund ganz wie von selbst zur Jagd.

@ Hami: Meinst Du mit "Blue Tango" die Nummer von Leroy Anderson? Ich dachte, das sei "klassische Musik"? Q. e. d. :wacko: :thumbsup:

Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »WolfgangZ« (19. April 2012, 13:27)


WolfgangZ

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44

Donnerstag, 19. April 2012, 12:05

Zitat

Was hat Dich denn zu Wagner geführt? Irgendeinen Anlass muss es ja gegeben haben.

Er hat doch die Tannhäuser-Ouverture und sich als Zwölfjährigen genannt.

Bei mir waren es für den Vierzehnjährigen praktisch parallel Stockhausens Feuerofen (interessiert mich schon lange nicht mehr) und die Alpensinfonie (steht auch nicht mehr im Mittelpunkt), während ich gleichzeitig die Charts hörte (und dafür habe ich keine Zeit mehr, während ich sie für den Feuerofen oder eine neue Alpensinfonie vielleicht schon wieder finden würde).

Wie gesagt: Sehen wir uns doch bitte als weltoffene Musikbegeisterte, dann - aber nur dann - haben wir auch das Recht, Gutes von Schlechtem, gute und schlechte Hörmodi zu unterscheiden. Aber der "Klassik"-Begriff geht mir auf die Nerven, wenn mich Machaut (mit seiner faszinierend modernen "Messe de Nostre Dame"), Mozart, Beethoven, Tschaikowsky, Debussy, Messiaen, Rautavaara, Swing, Frank Zappa, (bisweilen!!) die Beatles, (bisweilen!!) Wagner und Puccini, schottische Folklore, Obertongesang und ein bisschen Raga (wenn man genau wüsste, was das ist ... ;( ), aber auch Schönberg und Penderecki oder die Spektralisten reizen können.

:jubel: Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

hami1799

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  • »hami1799« ist männlich

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Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

45

Donnerstag, 19. April 2012, 12:30

@ Hami: Meinst Du mit "Blue Tango" die Nummer von Leroy Anderson? Ich dachte, das sei "klassische Musik"? Q. e. d.

Lieber WolfgangZ,

peinlich, aber das wusste ich damals noch nicht. Es könnte ja der Katalysator zwischen Rudi Schurickes Frauen und Wein und Wenn bei Capri die rote Sonne im Mehr versinkt ... und dem Tannhäuser gewesen sein. Jedenfalls, ich hatte, bevor ich edle Gefühle kannte, neben Flausen nur Schlager im Kopf. Zu meiner Entschuldigung sei gesagt, dass die damals alle sehr melodiös waren.

@tapio
ich glaube, ein Lehrer hatte diese Musik einmal im Unterricht erwähnt, genau wie es dann weiterging, weiß ich leider nicht mehr.

teleton

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  • »teleton« ist männlich

Beiträge: 4 751

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

46

Donnerstag, 19. April 2012, 12:54

Diesen Interessanten Beitrag, der mir an keiner Stelle (so wie einigen) "zum Halse herauskommt", weil in den meisten Fällen zugkräftige Argumente angebracht werden, habe ich heute erstmals intensiv und teils überfliegend gelesen. :thumbup: Ich war über Ostern in wärmeren Gefilden unterwegs.

:!: Ich sehe eine Abweichung von der Klassik im allgeinen Sinne keineswegs als Fremdgehen, sonderen als eine Ergänzung. Ich möchte mich informieren, was es heute aktuell in der Szene gibt.
Ich sehe mir auch mit der Familie im TV diverse Popp-Castungshows an ( :D Obwohl ich niemals eine CD davon erwerben würde !).

Ich habe auch nichts gegen Andre Rieu (den sieht meine Muttrer auch). Aber ein ernstzunehmender Musikhölrer, der Klassisch vorgebildet ist, wird solche Shows im TV weniger schätzen. Meine Mutter versteht immer nicht, warum ich diese "schöne" Sendung nicht angesehen habe ! :pfeif: ... 8-)


Zwei Punkte die mich und meine Richtung betreffen habe ich mal aus dem lanegn Thread herausgepickt:

wie bei uns im Westen der Mist, den ein gewisser Udo Lindenberg verzapft hat. Würg!!

Das ist nun Geschmackssache. Es ist ja bekannt, dass ich Gesang in der Musik weniger schätze. Aber Lindenberg-LPs habe ich eine ganze Reihe bessessen und gehört.
Udo Lindenberg war bereits unter Klaus Doldinger (von dem ich auch die ganze Reihe der Jazz-Alben habe) ein guter und ausgebildeter Schlagzeuger und hat dann später sein eigenes Ding gemacht. Die Instrumentation seiner Stücke (von der Warte sehe ich das) ist fetzig und gar nicht so übel - da geht die Post ab, das hat Stimmung, das hat Feuer, da wird abgerockt, da kommt die "Message" rüber. Und das ist für mich wichtig ! Gut seinen Gesang finde ich auch nicht so doll, aber ungleich besser als Heino :D .
Jedenfalls ist mir uns Udo lieber als der ganze Beatles-Schmalz, den ich widerum zum K. finde und immer fand, genau wie die ganze Richtung in dem Umfeld !

Da kann ich nur raten, den Fernseher aufzudrehen - aus unzähligen Kanälen quillt wie stinkender Unrat diese peinigende, elektronisch fabrizierte Ohrenpein heraus,

Da geht es um Elektronische Musik, die man nicht so einfach abkanzeln sollte.
Ich könnte jetzt eine ganze Reihe Formationen aus dieser Musikrichtung aufzählen - TangerineDream sind eine der Bekanntesten.
:thumbup: Egal - da sind so einige Meisterstücke dabei, vor die sich in Qulalität und Aussagekraft vor der gesamten Klassik nicht zu verstecken brauchen.
8-) Ich mache übrigens selber mit meinem Synthesizerpark seit den 80er-Jahren Musik ( ;) da mir ja kein Orchester zur Verfügung steht). Die Sythis werden in regelmässigen Abständen auf aktuellen Stand ausgetauscht. Es ist unglaublich welche Entwicklung seit den 80ern in dieser Sparte statt gefunden hat und was man heute aus den Dingern geniales herausholen kann !!!
Macht tierisch Spass und ist kein Fremdgehen zur Klassik. Ich finde übrigens genau wie WolfgangZ die Bezeichnung Klassik zu allgemein.
:!: Es geht letztendlich um gute Musik !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

s.bummer

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  • »s.bummer« ist männlich
  • »s.bummer« wurde gesperrt

Beiträge: 828

Registrierungsdatum: 11. Mai 2009

47

Donnerstag, 19. April 2012, 23:10

eingestreut

Zitat

Selbst wenn ich angestrengt nachdenke, ich glaube, mir fällt nicht ein einziger Titel von denen mehr ein.

Zu den Pretty Things.
@Chrissy, ich fürchte, Du kennst nicht einmal die wesentlichen Titel und LPs der Gruppe, schon gar nicht S.F. Sorrow.
Schließe bitte diese Lücke, das wäre hilfreich, insbesondere, da du ja die 60iger auch gerne magst.

Teleton: Mein lieberWolfgang. Lindenberg als Schlagzeuger und vielleicht noch bei seinen ersten beiden LPs ("Lindenberg", und "Daumen im Wind") war nicht der hart auf Effekte kalkulierende "Hund", der er später war. Keine Frage!
Ich war nach "Daumen im Wind" weg.
Aber. Ich habe immer geglaubt, er wäre Schlagzeuger bei "Missus Beastly" gewesen. War er nicht. Sonn Pech.
Dabei war es sonne Gruppe!
Heute. Völlig vergessen, oder??

Das ist ja das eigentliche Problem? Die mangelnde Kenntnis über die Nichtklassik der letzten 50 Jahre hier im Forum gebiert hier seltsame Erscheinungen, vor allem Schwierigkeiten in der Einordnung.
(z.B. "Du hast mich tausend-mal belogen"...ist KEIN Lied von ABBA!! Nur zur Info!)
Gruß aus Kiel
Johannes Richter: Neue Ideen setzen sich nur durch, weil die Anhänger der alten aussterben

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 626

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

48

Freitag, 27. April 2012, 11:53

Wie geht es anderen Taminos, wie geht Ihr mit dem musikalischen "Fremdgehen" um?

Ich habe nicht-klassische Musik lange Zeit gar nicht gemocht, seit ein paar Jahren sammle ich sie ein wenig aus Neugierde und lexikalischem Interesse. Ich gehe aber in letzter Zeit wieder sehr sehr selten fremd.

:hello:

Siegfried

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Beiträge: 4 611

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

49

Freitag, 27. April 2012, 15:46

Man(n) [Frau] muß nicht unbedingt musikalisch sein, um fremdzugehen. ;)
Freundliche Grüße Siegfried

La Roche

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Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

50

Samstag, 28. April 2012, 13:31

Fremdgehen

So, liebe Forianer,

nachdem die Mehrzahl der Meinungen zum Thema "Darf ein Klassikfan fremdgehen?" aus dem Thread entfernt worden ist, melde ich mich als "Schuldiger" nochmals zu Wort.

Beim Hören klassischer Musik (auch die Definition wird gerade diskutiert) gehe ich davon aus, daß ein Mindestmaß an Konzentration für den Genuß und das Verstehen erforderlich ist. Das setzt voraus - wenn nicht durch ein Musikstudium die nötigen Kenntnisse erworben wurden - sich mit dem Werk und seiner Aussage vertraut zu machen, z.B. durch Konzertführer, Wikipedia o.a. Der Hörer entscheidet sich durch Besuch eines Komzertes. oder Hören einer CD bewußt für ein Stück. Um das dann begreifen zu können, bedarf es der Ruhe und der Konzentration. Beim Konzert ist das gegeben, sonst würde man ja nicht hingehen. Bei einer CD ist das schon anders, denn man könnte ja auch gleichzeitig eine andere CD einlegen oder Radio hören. Nein - bewußt ein bestimmtes Werk einzulegen heißt, gerade auf dieses Stück bin ich jetzt neugierig!

Beim Frühstück oder bei 150 Sachen auf der Autobahn ist diese Konzentration nicht da, und ich glaube nicht, daß es so viele Menschen gibt, die bei diesen Gelegenheiten Bruckner oder Mahler hören. Ich hielte das sogar für falsch, denn im Straßenverkehr gelten andere Prioritäten!! Und was ist dann falsch, wenn zu dieser Gelegenheit U-Musik (die auch wieder verschieden interpretiert werden kann) aus dem Radio kommt? Und den Schlagersänger zu verdammen oder im Forum nicht beim Namen nennen zu dürfen, das halte ich schon grundsätzlich für falsch!! Ich will jetzt keinen Namen nennen, aber wenn es um den Blonden Konditor mit der Sonnenbrille aus Bad Münstereifel geht, bin ich sicher, daß die große Mehrheit der Forianer weiß, wer gemeint ist. Also sind die alle schon mal fremd gegangen!! Ist das so schlimm, daß man darüber nicht sprechen soll? Gewiß, diese Forum ist und bleibt eine Diskussionrunde für Liebhaber "klassischer Musik." Und das soll es auch bleiben.

Ein Musikliebhaber, dessen musikalische Grundlage Schlager, Rock oder Pop ist, der hat schon beim Hören von Johann Strauß das Gefühl - jetzt höre ich klassische Musik. Wer bei Bruckner oder Beethoven als Grundbedürfnis angekommen ist, für den bedeutet Johann Strauß wahrscheinlich schon ein Abstieg. Aber es ist eine Gemeinsamkeit, die beide Gruppen haben. Und wenn über Johann Strauß ein Einstieg in andere Werke jenseits von Rock und Pop gelingt, dann finde ich das Klasse!! Die Wiener haben ja auch ihren Johann Strauß lieb und gehen am nächsten Abend in die Auferstehung!!

Also, nach meiner Meinung schließt das eine das andere nicht aus, aber jedes zu seiner Zeit. Ein Klassikfan wird allerdings beim Hören von Andrea Berg (das Nennen des Namesn sei mir verziehen) niemals solche Gefühle haben wie in einer Oper oder in der 9. von Beethoven. Das sollte ihn unterscheiden vom reinen Berieselungshörer.

In diesem Sinne "Es lebe die Klassik" - La Roche

Franz Laier

Fortgeschrittener

  • »Franz Laier« ist männlich

Beiträge: 199

Registrierungsdatum: 15. Februar 2007

51

Dienstag, 8. Mai 2012, 18:55

Wie über all, gibt es auch beim Thema klassische Musik zwei Tendenzen. Eine Gruppe spezialisiert sich und versucht über möglichst tief in ein Thema einzutauchen- die andere Gruppe versucht möglichst viel kennen zu lernen. Beide Gruppen müssen auf etwas verzichten: seien es fremde/neue Höreindrücke oder auf tieferes Erkennen von Musik.
Für mich selbst habe ich den Weg des Generalisten gewählt. Ich bin zu neugierig, um mich auf eine Musik einschränken zu wollen. So bin ich für traditionelle Volksmusik zu begeistern, sei es eine Stubenmusik aus Österreich Obertongesang aus den Gegenden Asiens, oder arabische Musik, oder, oder... Es gibt auch Musik, die mir ihren Zugang verwehrt, wie etwa die Peking Oper.
Es gibt in der Rock-/Hard Rock Ecke, die eine oder ander Band, die ich sehr schätze.

Dennoch gilt mein Hauptaugenmerk der klassischen Musik. In meiner Musiksammlung sind viel Komponisten und Stücke vom Mittelalter bis Stockhausen vertreten.
Stockhausens Sirius hab ich für mich zu mögen gelernt. Es halt lange gedauert, aber Abschalt- oder Wechselreflex ist überwunden, wenn ich den Namen Stockhausen höre.
Einen Vorteil sehe ich beim Generalisten: Er kann bei anderen Menschen schneller andocken und über Musik reden. Sobald es tiefer in die Materie geht, ist der Generalist dann eher Zuhörer. Aber das muss ich dann aushalten.

Was ich definitiv nicht mag, ist volkstümliche Musik - Rieu gehört für ich im übertragenen Sinn in diese Gruppe.

Wie schon jemand geschrieben hat: Man sollte nicht den Menschen über seinen Musikgeschmack beurteilen.

lg,
Franz
Sagt nicht:"Ich habe die Wahrheit gefunden", sondern:"Ich habe eine Wahrheit gefunden." (Khalil Gibran; Der Prophet, dtv, 2002)

Tapio

Fortgeschrittener

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Beiträge: 294

Registrierungsdatum: 15. März 2012

52

Dienstag, 8. Mai 2012, 20:22

Beim Frühstück oder bei 150 Sachen auf der Autobahn ist diese Konzentration nicht da, und ich glaube nicht, daß es so viele Menschen gibt, die bei diesen Gelegenheiten Bruckner oder Mahler hören.

Warum immer verallgemeinern? Sehr wohl kann man das. Ich kann das. Heute habe ich den ersten Satz von Bruckners Fünfter im Auto gehört - man kann wunderbar mitsummen oder singen - so: "da-dadada-dadada,dadada,dadaDA"! :P Oder neulich hatte ich Faurés Requiem im Auto. Richtig schön "Libera me" geschmettert. Warum denn nicht?

La Roche

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Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

53

Freitag, 11. Mai 2012, 14:24

Ohne

Vielleicht kann ich erreichen, daß trotz aller Anfeindungen wieder einmal dieser Thread aufgeschlagen wird.

Heute abend gehe ich fremd!! Oder ist es nur ein Seitensprung?

Nachdem in unserem Theater nur noch regietheaterkastrierte Opern zu sehen waren und ich deshalb nur noch selten hingegangen bin (mein letzter Besuch der Carmen vor ca. 4 Wochen wurde in der Pause fluchtartig beendet), gehe ich heute in "Frau Luna". Ich schäme mich noch nicht einmal - denn ich weiß, mich erwartet das klassische Bühnenbild, Kostüme, die dem Stück angemessen sind und eine Musik, die mich sicher nicht erschauern läßt, aber zur Unterhaltung beiträgt. Und die Vorstellung ist ausverkauft!! Ich gehe also mit leichtem Schuldgefühl hin und weiß, daß ich nicht schlecht gelaunt wieder herauskomme.

Naja, und im Forum hat ja auch die Operette eine Berechtigung bekommen.

La Roche

chrissy

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Registrierungsdatum: 20. Oktober 2010

54

Freitag, 11. Mai 2012, 15:05

Heute abend gehe ich fremd!! Oder ist es nur ein Seitensprung?
Ich gehe heute in "Frau Luna". Ich schäme mich noch nicht einmal -
Dafür muß man sich auch nicht schämen, lieber La Roche, ganz sicher nicht. Meine Zustimmung und mein Verständnis hast Du (s. meine untenstehende Signatur) und ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Freude und einen erlebnisreichen, frohen Abend.

Herzliche Grüße
CHRISSY

(Grüße natürlich mit "ß" und nicht mit "ss" geschrieben. So bleibt es wider besseren Wissens aus Protest auch bei mir !!!) "Grüße" werden NIE mit "ss" geschrieben!
Jegliches hat seine Zeit...

La Roche

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55

Samstag, 12. Mai 2012, 14:29

Ein Seitensprung

Ja, es ist passiert. Gestern bin ich meinem Drang, wieder einmal ins Theater zu gehen, gefolgt. Und musikalisch für viele Taminos sicher völlig unverständlich in eine Operette. Frau Luna - ich hab`s zum ersten Male gesehen.

Aber im Gegensatz zu den meisten meiner letzten Besuche in der Oper bin ich gut gelaunt und beschwingt nach Hause gegangen. Es war nicht die Berliner Luft, es war endlich einmal wieder eine Inszenierung frei von Eibfällen der Regieidioten! Kostüme, Dekoration - alles so, wie man es erwartet. Über die Musik möcht ich nicht diskutieren - für einen Wagnerfan ist sie unterirdisch. Deshalb nenne ich es ja einen Seitensprung. Aber als Gesamterlebnis positiv. Wäre der Regisseur auf die Idee gekommen, das Stück in die Jetztzeit zu verlegen, mein Eindruck wäre grauenvoll gewesen. Damit sind wir wieder beim Regietheater.

Übrigens war das Haus ausverkauft. Das gibt es in Gera leider nur noch äußerst selten. Meistens werden die Karten im 2. Rang gar nicht erst angeboten und er bleibt leer.

La Roche

Harald Kral

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56

Samstag, 12. Mai 2012, 14:47

Frau Luna

Na ja, soo fremd ist uns das ja nicht!

Immerhin haben wir ja den Tamino-Operettenführer.
Da steht Frau Luna auch schon drin - zum Nachlesen hier: LINCKE, Paul - Frau Luna

LG

:angel:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

musikwanderer

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57

Samstag, 12. Mai 2012, 15:37

Unterirdische Musik - das kann ich nicht verstehen. Linckes Melodiereichtum ist doch unerschöpflich zu nennen, wie ein Blick auf die liebenswerten "Schlager" dieser Operette zeigt:

Schlösser, die im Monde liegen / Schenk mir doch ein kleines bisschen Liebe / Lose, muntre Lieder, singt man voller Lust / Lasst den Kopf nicht hängen / O Theophil, o Theophil / Das macht die Berliner Luft.

"Laßt den Kopf nicht hängen" ist ebenso gelungen, wie beispielsweise "Glücklich ist, wer vergißt" - da beißt die Maus keinen Faden von ab. Und die "Berliner Luft" reißt doch jeden rhythmisch mitfühlenden Musikfreund vom Hocker...

Liebe Grüße vom
.

MUSIKWANDERER

Helmut Hofmann

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58

Samstag, 12. Mai 2012, 17:11

Von Operetten verstehe ich zwar nichts, aber dieser Satz von La Roche löst bei mir nun doch ein wenig Verwunderung aus: "Über die Musik möcht ich nicht diskutieren - für einen Wagnerfan ist sie unterirdisch."

Eine ganz Reihe von Fragen melden sich da bei mir:
Was ist "unterirdische Musik"?
Warum "diskutiert" jemand nicht über Musik, wo das hier doch der Ort dafür ist?
Warum ist es nicht des Nachdenkens wert, wenn man "gut gelaunt und beschwingt" nach Hause geht, obwohl die Musik, die man da gehört hat, wohl doch eigentlich "indiskutabel" war (in ihrer Qualität)?
Oder bedeutet "unterirdisch" etwas ganz anderes?
Da es hier um "Fremdgehen" geht: Vermag dieses "Fremdgehen" emotional etwas zu bewirken, was die große "klassische Musik" etwa nicht zu geben vermag?
Paul Linckes "Melodiereichtum" ist, wie musikwanderer völlig zu Recht anmerkt, "unerschöpflich". Ich würde hinzufügen: Seine Melodik zeichnet sich durch Ideenreichtum und Originalität aus. Fällt ein Sich-Einlassen auf diese Musik unter die Kategorie "Fremdgehen"? ( Der Unterton von La Roches Beitrag kling ein wenig danach)

Fragen über Fragen! Da gäb´s doch ´ne Menge zu diskutieren.

rodolfo39

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59

Samstag, 12. Mai 2012, 17:55

Wir gehen doch eigentlich täglich fremd. Wenn wir in die Kaufhäuser gehen, oder in Büros müssen, selbst im Fahrstuhl läuft manchmal Fahrstuhlmusik. Dem können wir uns gar nicht entziehen. Oder wenn ich wie heute Morgen im Fitnessstudio bin, da läuft immer ganz laut irgendwelche Rock oder Tech i Musik. Habt ihr euch dann schon mal beschwert und darum gebeten das andere Musik laufen soll ? Oder wenn wir im Urlaub im Hotel sind, die Klassiksender sind dort meistens gar nicht eingespeichert.

Kleiner Nachtrag: Wie würdet ihr euch bei der Arbeit z.B. im Büro verhalten wenn dort täglich Ein Radiosender läuft, den ihr überhaupt nicht gut findet. Würdet ihr dann auch fragen ob mal ein anderer Sender eingestellt werden kann? So ist es bei mir und ich bin mir sehr unschlüssig ob ich meine Arbeitskollegen fragen soll, da sie schon Scherze darüber machen, dass ich mich aktiv in einem Klassik Forum beteiligen.

hami1799

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60

Samstag, 12. Mai 2012, 19:45

Oder wenn ich wie heute Morgen im Fitnessstudio bin, da läuft immer ganz laut irgendwelche Rock oder Tech Musik. Habt ihr euch dann schon mal beschwert und darum gebeten das andere Musik laufen soll ?

Jawohl, hab´ich. Ohne Erfolg! Deswegen mein Abo gekündigt.

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