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Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

Beiträge: 10 824

Registrierungsdatum: 1. Dezember 2004

91

Sonntag, 28. August 2011, 20:11

...doch bin ich der, der für mich entscheiden kann, welches Maß an Darstellung von Konflikten ich bei Mozart für erforderlich halte.

Das kannst du, aber es gibt dir noch lange nicht das Recht einer absoluten Beurteilung, wie oben erfolgt.

farinelli

Prägender Forenuser

  • »farinelli« ist männlich

Beiträge: 1 570

Registrierungsdatum: 12. Mai 2009

92

Sonntag, 28. August 2011, 21:15

nessuno si fa

Schon die Verkleidung - wo die beiden Schwestern ihre Liebhaber nicht wiedererkennen - ist ein Produkt vergangener Jahrhunderte - heute wäre das unglaubwürdig.

Da möchte ich Alfred mit allem Respekt widersprechen. Wir haben hier einen Fall von Komödiendramaturgie aus dem Genre der Zauberposse. Nicht der Realismus mit seiner Wahrscheinlichkeit ist gemeint, sondern gerade das realitätsferne Gebaren der betörten Damen, das nur komisch wirkt, wenn man dem Publikum den gesunden Realitätssinn auch weiterhin attestiert. Der Zuschauer wird, wie so oft bei der Komik, zum Komplizen genommen.

Wäre es wahrscheinlich, daß man sich in eine singende Automate verliebt, so könnte auch das Publikum die Olimpia nicht von der Gruberova unterscheiden :stumm: (und der Witz liefe ins Leere). Weder wird der Zuschauer von Despinas Mesmerismus angesteckt, noch verteilt Coppelius im Publikum seine magischen Lorgnons.

Der Bühnenvorgang ist somit auch für die Zeitgenossen nicht psychologisch wahrscheinlich (und daher annehmbar); er ist gerade durch seine zumutungsreiche Phantastik geeignet, den irrationalen Einbruch des Eros in die vernunftgeleitete Welt glaubwürdig zu illustrieren.

:hello:
Zerging in Dunst das heilge römsche Reich

- uns bliebe gleich die heilge deutsche Kunst!

Gerhard Wischniewski

Prägender Forenuser

  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 501

Registrierungsdatum: 7. April 2011

93

Sonntag, 28. August 2011, 22:05

Zitat

Im Interview in diesem Bericht meinte Loy: Ich glaube, es ist bei einer Regie alles erlaubt, solange es nicht langweilig ist.
Herausgekommen ist aber etwas äußerst Langweiliges, eher noch Stinklangweiliges, das für mich nur ohne das Bild zu ertragen war, als ich endlich das Bild abschaltete. Auch bei späterem sporadischen Hineinschauen war es kein bischen interessanter geworde!!!

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)