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Stimmenliebhaber

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811

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 22:25

Renate Krahmer gestorben

Heute bekam ich eine Mail eines Kammersängers und ehemaligen Ensemblekollegen der Verblichenen. Im langen Text dieser Mail stand unter anderem der Satz: "Renate Krahmer ist kürzlich gestorben."
Leider finde ich im Internet keinerlei Bestätigung dafür, habe aber dennoch keine Ursache, am Wahrheitsgehalt dieses Satzes zu zweifeln.

Sie sang viel in Halle und Dresden, einige Jahre aber auch viel an der Staatsoper Berlin - Blonde, Konstanze, Königin der Nacht und vor allem Rosina im Berghaus-"Barbier". Als solche findet man sie auch bei Youtube:



In Otmar Suitners Studioaufnahme von Hänsel und Gretel ist sie zudem als Sand- und Taumännchen mit von der Partie:



Hier findet man sie auch in einer Konzerteinspielung:



Ich versuche gerade, auf unterschiedlichsten Kanälen ein Sterbedatum herauszubekommen. Sollte mir das noch gelingen, trage ich dieses in dieser Rubrik nach.

Ihren ersten Auftritt an der Deutschen Staatsoper Berlin hatte Renate Krahmer am 14. Mai 1966 bei einem Gedenkkonzert zum 75. Geburtstag von Johannes R. Becher.

Ein gutes Jahre später, am 23. Juni 1967, sang sie dann mit der Blonde ihre erste Berliner Opernpartie am Haus.

Auf den Tag genau ein Jahr später, am 23.6.1968, gastierte sie dann als Königin der Nacht Unter den Linden.

In der Spielzeit 68/69 wiederholte sie sowohl die Blonde als auch die Königin der Nacht je 1x.

In der Spielzeit 1969/70 sang sie dann erstmal eine Premiere, nämlich die Elsa in der Uraufführung der Oper Lanzelot von Paul Dessau. 6x lief die neue Oper in ihrer ersten Spielzeit in Berlin.

In der Spielzeit 1970/71 sang sie dann gleich 13 Abende - Frau Geszty hatte sich in der Spielzeitpause aus dem Staub gemacht. Neben der Elsa in "Lanzelot" trat sie nun auch wieder als Blonde und Königin der Nacht auf und übernahm die Rosina in der denkwürdigen (noch immer gespielten) Berghaus-Inszenierung von Rossinis "Barbier von Sevilla".

In der Spielzeit 1971/72 sang sie 16 Abende, vor allem Rosina, inklusive Fernsehaufzeichnung.

In der Spielzeit 1972/73 sang die Kramer 14 Abende an der Staatsoper Berlin, wieder überwiegend Rosina.

In der Spielzeit 1973/74 sang Renate Krahmer dann 21 Abend an der Deutschen Staatsoper Berlin, debütierte Anfang 1974 als Konstanze, wirkte als Solistin beim Opernball mit und übernahm in der "Frau ohne Schatten" den Hüter der Schwelle des Tempels.

In der Spielzeit 1974/75 sang sie 15 Abende, zu den schon genannten Rollen kam die Najade in "Ariadne auf Naxos" hinzu.

In der Spielzeit 1975/76 sang sie wieder 15 Abende, zu den schon genannten Rollen kam die Susanna im "Figaro" und eine Konzertmitwirkung bei der Uraufführung eines Oratoriums von Siegfried Matthus.

In der Spielzeit 1976/7 sang Renate Krahmer 10 Abende in Berlin, darunter erstmals die Sophie im "Rosenkavalier" und die Fiakermili in der "Arabella"-Premiere. Außerdem sang sie beim Festakt zue Beethoven-Ehrung am 26.3.1977 tatsächlich den Solo-Sopran im Finalsatz von Beethovens "Neunter".

In der Spielzeit 1977/78 sang sie nur noch 3x Rosina - die Aufführung am 25.1.1978 war zugleich ihre letzte überhaupt am Haus.

Wer gut zehn Jahre lang an einem ersten Haus wie der Staatsoper Berlin Hauptrollen singt (ca. 100 Abend?), hätte eigentlich verdient, dass dieses Haus eine Pressemeldung über den Tod einer so verdienten Künstlerin herausgibt, oder? Aber für Sängerinnen und Sänger, die ihre besten Jahre in der DDR gewirkt haben, gilt noch mehr als in anderen Fällen: "Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze"... :(
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

WoKa

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812

Sonntag, 31. Dezember 2017, 16:38

Hallo!

Animiert durch den Thread "Wen vermisst Ihr am meisten", habe ich in Wikipedia die Listen der Verstorbenen dieses Jahres durchgesehen. Dabei habe ich - neben einigen Menschen aus Jazz , Film etc. deren Tod mir entgagnen ist - zwei Namen von Sängern gefunden, die mir zwar nichts sagen, die allerdings als Opern- oder Operettensänger ausgewiesen sind und deren Ableben aber in Tamino nicht vermerkt ist. Möglicherweise waren sie musikalisch so unbedeutend, dass es nachvollziehbar ist. Dennoch möchte ich Sie nennen - sicher kann der Eine oder Andere von Euch was damit anfangen:

Anna Zentai (+ 24.1.2017)
Miroslav Smycka (+ 25.4.2017)

Gruß und guten Rutsch
WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

lutgra

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813

Mittwoch, 3. Januar 2018, 09:43

Robert Mann 2.1.2018

Nur wenige Wochen nach Walter Levin (Lasalle Quartet) ist gestern mit Robert Mann (1920-2018) ein weiterer prägender Primarius eines weltbekannten Streichquartetts verstorben. Robert Mann gründete 1946 das Juilliard String Quartet und prägte dieses über 50 Jahre bis zu seinem Ausscheiden 1997. Nun ist er hoch betagt im Alter von 97 Jahren verstorben. Was bleibt ist eine Legion von bleibenden Schallplattenaufnahmen von Bach bis Carter.
R.I.P.


WoKa

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814

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:11

Hallo!

Im Jahr 2017 sind zahlreiche Musiker aus allen Genres verstorben. Vom Ableben dieser drei Musiker habe ich erst aus dem "Nekrolog" bei Wikipedia erfahren.

Kevin Mahogany

Ein in jeder Hinsicht gewichtiger Jazzsänger, der mit seiner dunklen Stimme und seinem ganz besonderen Timbre hervorragend Balladen gesungen hat.





Er verstarb am 17. Dezember vergangenen Jahres im Alter von 59 Jahren an einem Herzinfarkt.


Eine Band, die mich lange begleitet hat, waren Steely Dan (gegründet 1972). Die beiden Protagonisten waren Walter Becker und Donald Fagen.

Hier ein Artikel aus der FAZ zu seinem Ableben am 3. Deptember 2017:

Walter Becker - FAZ-Artikel



Und hier eine Nummer aus seinem letzten Soloalbum "Circus Money":




Der Dritte im Bunde hat mich musikalisch nie wirklich erreicht. Dennoch löste die Information über seinen Tod bei mir ein "Ach Gott, die gab es ja auch mal!" aus:

Bernd Witthüser, Protagonist bei Witthüser & Westrup verstarb am 4. August 2017.



War das Krautrock oder Folk oder ...?

Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

William B.A.

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815

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:30

Lieber Wolfgang,

wenn du mal in meinen Erinnerungsthread schaust (Beitrag Nr. 6190):
Erinnerungen an verstorbene und Geburtstags-Glückwünsche an lebende Musiker
wirst du noch mehr finden, auch solche, die dich ganz gewiss erreicht haben. Übrigens habe ich über Bernd Witthüser gelesen, dass er Folkmusiker gewesen sei und nach dem Ende des Duos Witthüser & Westrupp sich vor allem der Straßenmusik zugewandt habe.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

allegro_assai

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816

Freitag, 12. Januar 2018, 15:57

Trauer um Schubert-Experte Walther Dürr

Prof. Dr. Walther Dürr, geboren am 27. April 1932, einer der
bedeutendsten Schubert-Kenner des 20. Jahrhunderts, ist am 6. Januar
2018 völlig unerwartet an einer Lungenembolie gestorben. Die Beerdigung
findet am Montag, 15. Januar 2018 um 11.00 Uhr auf dem Bergfriedhof in
Tübingen statt.

Nach Studien in Berlin und Tübingen und der Tätigkeit an
verschiedenen Universitäten in Italien, Deutschland und der Schweiz
wurde Walther Dürr 1965 geschäftsführendes Mitglied der Editionsleitung
der Neuen Schubert-Ausgabe in Tübingen. Im Mittelpunkt seiner Tätigkeit
standen die Bände mit sämtlichen Liedern von Franz Schubert, die man als
sein zentrales Lebenswerk bezeichnen kann; daneben hat er aber auch
andere Werkgruppen betreut. Seit 1997 war er im Ruhestand, jedoch weiter
als Mitglied der Editionsleitung und als Herausgeber für die Neue
Schubert-Ausgabe tätig.

Auch die Schubertiade Hohenems trauert um einen Wegbegleiter, der ihr
von Anbeginn an als musikwissenschaftlicher Berater, Autor von
Programmheftbeiträgen und Teilnehmer an Podiumsgesprächen eng verbunden
war.


Aus der Todesanzeige in der Südwest-Presse:

Will dich im Traum nicht stören,
Wär schad' um deine Ruh'.
Sollst meinen Tritt nicht hören -
Sacht, sacht die Türe zu !
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
An dich hab' ich gedacht.

Schubert, Winterreise

Stimmenliebhaber

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817

Freitag, 12. Januar 2018, 17:01

Den habe ich in der Tat sehr gerne gelesen.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Rheingold1876

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818

Freitag, 12. Januar 2018, 18:30



Wer sich für Franz Schubert interessiert, hat Walther Dürr sehr viel zu verdanken. Ob das Deutsch-Verzeichnis (groß oder klein), an dessen neuer Herausgabe er beteiligt gewesen ist oder diese beiden Standartwerke:



Bei mir sind seine Bücher immer griffbereit.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Erich Ruthner

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819

Sonntag, 14. Januar 2018, 20:36

Ottoniel Gonzaga +

Wie ich soeben erfahren habe, ist der amerik.phil. Tenor Ottoniel Gonzaga verstorben.
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Mme. Cortese

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Beiträge: 1 431

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820

Sonntag, 14. Januar 2018, 23:14

Kannst du da bitte mal ein paar nähere Angaben machen? Ich habe diesen Namen noch nie gehört. Danke!

Mme. Cortese
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Erich Ruthner

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821

Montag, 15. Januar 2018, 00:03

Ja, gerne, liebe Mmme. Cortese:
Gonzaga, Otoniel, Tenor, * 1945 (?) auf den Philippinen; er begann seine
Bühnenkarriere 1967, sang in Amerika und in Europa, dort seit 1973 am
Stadttheater von Trier, dessen Mitglied er bis 1977 war. 1977-79 war er am
Stadttheater von Augsburg engagiert, 1978-88 am Opernhaus von Frankfurt a.M.
1988-89 am Opernhaus von Köln. Durch Gastspielverträge war er der Staatsoper
Stuttgart (1979-81), dem Münchner Theater am Gärtnerplatz (1980-84) und der
Volksoper Wien (1985-86) verbunden. 1975 gastierte er am Teatro Liceo Barcelona,
1985 am Stadttheater von Bern, 1986 in Genua. 1986 Gastspiel am Staatstheater
Saarbrücken als Manrico im »Troubadour«, 1990 am Stadttheater von Basel als
Dimitrij im »Boris Godunow«, im gleichen Jahr in Cincinnati als Edgardo in
»Lucia di Lammermoor«. 1992 sang er bei den Festspielen von Mörbisch am
Neusiedler See den Barinkay im »Zigeunerbaron«, an der Oper von Frankfurt a.M.
den Riccardo in Verdis »Ballo in maschera«, 1993 am Theater von Bergen in
Norwegen den Kalaf in »Turandot«, an der Miami Opera den Cavaradossi. Auf der
Bühne hörte man ihn zu Beginn seiner Karriere im lyrischen Fachbereich, u.a. als
Ferrando in »Così fan tutte«, als Grafen Almaviva im »Barbier von Sevilla«, als
Faust in der gleichnamigen Oper von Gounod und als Luigi in Puccinis »Il
Tabarro«. Später übernahm er heldische Partien, darunter den Titelhelden in
Verdis »Othello« (Aachen, 1990) und den Manrico im »Troubadour« (Cincinnati,
1994). Insgesamt ist er in 70 großen Partien aufgetreten. Auch als Konzertsolist
konnte er sich bei vielen Gelegenheiten auszeichnen.

[Nachtrag] Gonzaga,
Otoniel; 1997 gastierte er in Milwaukee als Alfredo in »La Traviata«, in Graz
als Florestan im »Fidelio«.

Seine letzte Mitwirkung bei einem Benefizkonzert war im Feber 2016 (mit unvermindert heldischem Glanz!).
Er verabschiedete sich von seinen Freunden und Fans am 18. Dezember 2017 um zu seiner Familie in die USA zu reisen.
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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822

Montag, 15. Januar 2018, 00:03

Kannst du da bitte mal ein paar nähere Angaben machen? Ich habe diesen Namen noch nie gehört. Danke!

Tamino klassikforum weiß Bescheid:
Otoniel Gonzaga - ebenfalls zu Unrecht übersehen

LG aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

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823

Mittwoch, 17. Januar 2018, 17:28

Heute bekam ich eine Mail eines Kammersängers und ehemaligen Ensemblekollegen der Verblichenen. Im langen Text dieser Mail stand unter anderem der Satz: "Renate Krahmer ist kürzlich gestorben."
Leider finde ich im Internet keinerlei Bestätigung dafür, habe aber dennoch keine Ursache, am Wahrheitsgehalt dieses Satzes zu zweifeln.

Sie sang viel in Halle und Dresden, einige Jahre aber auch viel an der Staatsoper Berlin - Blonde, Konstanze, Königin der Nacht und vor allem Rosina im Berghaus-"Barbier". Als solche findet man sie auch bei Youtube:



In Otmar Suitners Studioaufnahme von Hänsel und Gretel ist sie zudem als Sand- und Taumännchen mit von der Partie:



Hier findet man sie auch in einer Konzerteinspielung:



Ich versuche gerade, auf unterschiedlichsten Kanälen ein Sterbedatum herauszubekommen. Sollte mir das noch gelingen, trage ich dieses in dieser Rubrik nach.

Ihren ersten Auftritt an der Deutschen Staatsoper Berlin hatte Renate Krahmer am 14. Mai 1966 bei einem Gedenkkonzert zum 75. Geburtstag von Johannes R. Becher.

Ein gutes Jahre später, am 23. Juni 1967, sang sie dann mit der Blonde ihre erste Berliner Opernpartie am Haus.

Auf den Tag genau ein Jahr später, am 23.6.1968, gastierte sie dann als Königin der Nacht Unter den Linden.

In der Spielzeit 68/69 wiederholte sie sowohl die Blonde als auch die Königin der Nacht je 1x.

In der Spielzeit 1969/70 sang sie dann erstmal eine Premiere, nämlich die Elsa in der Uraufführung der Oper Lanzelot von Paul Dessau. 6x lief die neue Oper in ihrer ersten Spielzeit in Berlin.

In der Spielzeit 1970/71 sang sie dann gleich 13 Abende - Frau Geszty hatte sich in der Spielzeitpause aus dem Staub gemacht. Neben der Elsa in "Lanzelot" trat sie nun auch wieder als Blonde und Königin der Nacht auf und übernahm die Rosina in der denkwürdigen (noch immer gespielten) Berghaus-Inszenierung von Rossinis "Barbier von Sevilla".

In der Spielzeit 1971/72 sang sie 16 Abende, vor allem Rosina, inklusive Fernsehaufzeichnung.

In der Spielzeit 1972/73 sang die Kramer 14 Abende an der Staatsoper Berlin, wieder überwiegend Rosina.

In der Spielzeit 1973/74 sang Renate Krahmer dann 21 Abend an der Deutschen Staatsoper Berlin, debütierte Anfang 1974 als Konstanze, wirkte als Solistin beim Opernball mit und übernahm in der "Frau ohne Schatten" den Hüter der Schwelle des Tempels.

In der Spielzeit 1974/75 sang sie 15 Abende, zu den schon genannten Rollen kam die Najade in "Ariadne auf Naxos" hinzu.

In der Spielzeit 1975/76 sang sie wieder 15 Abende, zu den schon genannten Rollen kam die Susanna im "Figaro" und eine Konzertmitwirkung bei der Uraufführung eines Oratoriums von Siegfried Matthus.

In der Spielzeit 1976/7 sang Renate Krahmer 10 Abende in Berlin, darunter erstmals die Sophie im "Rosenkavalier" und die Fiakermili in der "Arabella"-Premiere. Außerdem sang sie beim Festakt zue Beethoven-Ehrung am 26.3.1977 tatsächlich den Solo-Sopran im Finalsatz von Beethovens "Neunter".

In der Spielzeit 1977/78 sang sie nur noch 3x Rosina - die Aufführung am 25.1.1978 war zugleich ihre letzte überhaupt am Haus.

Wer gut zehn Jahre lang an einem ersten Haus wie der Staatsoper Berlin Hauptrollen singt (ca. 100 Abend?), hätte eigentlich verdient, dass dieses Haus eine Pressemeldung über den Tod einer so verdienten Künstlerin herausgibt, oder? Aber für Sängerinnen und Sänger, die ihre besten Jahre in der DDR gewirkt haben, gilt noch mehr als in anderen Fällen: "Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze"... :(
Wie ich heute erfahrne habe, ist Renate Krahmer bereits am 9. September 2017 verstorben.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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chrissy

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824

Samstag, 27. Januar 2018, 13:19

In einem anderen Thread habe ich gerade diese Mitteilung von Hans Heukenkamp gelesen -

Zitat:
Karl-Heinz Stryczek ist jüngst verstorben.

Eine sehr traurige Nachricht.
Ich habe Karl - Heinz Stryczek seinerzeit mehrmals an der Deutschen Staatsoper Berlin erlebt, als Amonasro in der Aida und als Tonio im Bajazzo.
Er ist mir als großartiger Sänger in Erinnerung geblieben. Vor allem in der Partie des Tonio war er stimmlich und auch darstellerisch ideal und überragend.
Alleine schon sein Prolog, war ein überaus beeindruckendes Erlebnis.

In ehrendem Gedenken R. I. P.
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Fiesco

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825

Samstag, 27. Januar 2018, 14:55

In einem anderen Thread habe ich gerade diese Mitteilung von Hans Heukenkamp gelesen -
Zitat:
Karl-Heinz Stryczek ist jüngst verstorben.
Eine sehr traurige Nachricht.
Ich habe Karl - Heinz Stryczek seinerzeit mehrmals an der Deutschen Staatsoper Berlin erlebt, als Amonasro in der Aida und als Tonio im Bajazzo.
Er ist mir als großartiger Sänger in Erinnerung geblieben. Vor allem in der Partie des Tonio war er stimmlich und auch darstellerisch ideal und überragend.
Alleine schon sein Prolog, war ein überaus beeindruckendes Erlebnis.
In ehrendem Gedenken R. I. P.
CHRISSY


Lieber chrissy, das war allerdings Stimmenliebhaber Siehe hier ! ;)

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

chrissy

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826

Samstag, 27. Januar 2018, 16:43

Hallo, lieber Fiesco
Die Nachricht über Karl - Heinz Stryczek habe ich tatsächlich im Thread "Das Spiel mit den Opernrollen" im Btr. 15 von Hans Heukenkamp gefunden.
Mit dem von Dir genannten User habe ich "nichts am Hut" und möchte mit dem auch nichts zu tun haben.

Herzlche Grüße
CHRISSY
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Fiesco

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827

Samstag, 27. Januar 2018, 17:06

Hallo, lieber Fiesco
Die Nachricht über Karl - Heinz Stryczek habe ich tatsächlich im Thread "Das Spiel mit den Opernrollen" im Btr. 15 von Hans Heukenkamp gefunden.

Lieber chrissy, das war mir schon klar! ;)

Zitat

dem von Dir genannten User habe ich "nichts am Hut" und möchte mit dem auch nichts zu tun haben.

:) verstehe! :stumm:

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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828

Dienstag, 13. Februar 2018, 09:53

Der Bühnen- und Kostümbildner Martin Rupprecht ist vorgestern im Alter von 80 Jahren gestorben.



https://www.nachtkritik.de/index.php?opt…k&Itemid=100089
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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lutgra

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829

Freitag, 2. März 2018, 15:31

Fünf Tage nach seinem 78. Geburtstag ist der Dirigent Jesus Lopez-Cobos verstorben. Er erlag in Berlin einem Krebsleiden.
R.I.P.


William B.A.

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830

Samstag, 3. März 2018, 10:39

Ich habe es eben in der Zeitung gelesen. Er ist einer der Wenigen, die in unmittelbarer zeitlicher Nähe nach meiner letzten Gratulation (vergangenen Sonntag) gestorben sind, und da ich nicht wusste, wie krank er war, bin ich nun doppelt traurig, vor allem, da er an der gleichen Krankheit gestorben ist wie vor vielen Jahren meine Mutter. Daher weiß ich, welche Schmerzen er gehabt haben muss.

R.I.P.
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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Thomas Pape

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831

Donnerstag, 15. März 2018, 19:39

Bereits am 26.01.2018 ist der russische Pianist und Dirigent Igor Shukov (geb. 31. 08. 1936 in Gorki)
verstorben.
Als Musiker verstummte er bereits 2010. nachdem er einen Schlaganfall erlitten hatte. Shukov war berühmt für seine Einspielungen der Werke Skriabins, hatte aber ein sehr weites Repertoire, das die Werke Rameaus ebenso umfasste wie die Chopins oder Prokoffievs. In den 1980er Jahren trat er zudem als Dirigent auf, nachdem er das neue Moskauer Kammerorchester gegründet hatte. Nach dessen Auflösung wandte er sich wieder seiner Pianistenkarriere zu. Ein bemerkenswerter Musiker war Shukov; auf Wikipedia-Superlative mag ich mich nicht einlassen, persölich habe ich für Shukovs Spiel eine sehr hohe Wertschätzung. Das er nun von uns gegangen ist betrübt mich ebenso wie der Umstand, dass ich die Nachricht von seinem Tode nur zufällig erfahren habe. Westliches Marketing hat diesen bemerkenswerten Piansiten nicht gepushed, so dass sein Heimgang hiesigen Medien offenbar kein Nachruf wert war. Das ist beschämend. Möge er in Frieden ruhen.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:

Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

lutgra

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832

Donnerstag, 15. März 2018, 22:08

Westliches Marketing hat diesen bemerkenswerten Piansiten nicht gepushed, so dass sein Heimgang hiesigen Medien offenbar kein Nachruf wert war. Das ist beschämend. Möge er in Frieden ruhen.

Ja, das ist wirklich traurig. R.I.P.

Geschätzte Aufnahme in meiner Sammlung

William B.A.

Erleuchteter

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833

Freitag, 30. März 2018, 12:06

Ich wusste es auch bis vorhin nicht:

Am vergangenen Montag, dem 26. März, verstarb in Berlin der deutsche Komponist und Pianist Hermann Keller kurz vor seinem 73. Geburtstag:



R.I.P.
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Stimmenliebhaber

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834

Sonntag, 1. April 2018, 17:10

Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Melomane

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835

Freitag, 13. April 2018, 20:51

Der Pianist und Liedbegleiter Irwin Gage ist am 12.4. 2018 im Alter von 78 Jahren nach langer Krankheit in Zürich verstorben:

https://m.bazonline.ch/articles/5ad0c14eab5c370c19000001

836

Samstag, 14. April 2018, 09:43

"Amadeus"-Regisseur Milos Forman ist tot.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/milos-…-a-1202921.html
Sport lässt Menschen besser aussehen - Wein aber auch.

Fiesco

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837

Samstag, 14. April 2018, 18:59

Jean-Claude Malgoire (* 25. November 1940 in Avignon; † 14. April 2018) war einfranzösischer Oboist, Musikwissenschaftler und Dirigent.

R.I.P. Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

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838

Sonntag, 15. April 2018, 22:27

Wie ich gerade beim "Neuen Merker" gelesen habe, ist der litauische Tenor Virgilijus Noreika am 3. März im Alter von 82 Jahren gestorben.


Zitat

Virgilijus NOREIKA ist am 3.3.2018 in Vilnius verstorben



Geboren am 22. September 1935 in Šiauliai; er erhielt seine Ausbildung am Konservatorium von Vilnius (Wilna) bei den Pädagogen Karosas und Petrauskas und debütierte noch während des Studiums 1957 an der Oper von Vilnius als Lenski im »Eugen Onegin« von Tschaikowsky. Der Erfolg war so groß, dass er 1958 fest an dieses Opernhaus engagiert wurde. Seither war er der führende Tenor der Oper von Vilnius, an der man ihn in einer Vielzahl von Partien hörte, wobei das lyrische Fach seine eigentliche Domäne bildete. 1965-66 vervollständigte er seine Ausbildung in der Opernschule der Mailänder Scala. Gastspiele und Konzerte in den Musikmetropolen der Sowjetunion; zu Gast u.a. in Kaunas (Kowno), Riga, Leningrad, Kiew und Charkow. Er gastierte häufig am Bolschoi Theater Moskau, an dem er u.a. als Bajan in »Ruslan und Ludmilla« von Glinka, als Lenski, als Sadko von Rimsky-Korssakow, als Alfredo in »La Traviata«, als Cavaradossi in »Tosca« und als Wladimir in »Fürst Igor« von Borodin auftrat. Neben seinem Wirken als Opernsänger schätzte man ihn als Liedinterpreten, vor allem seinen Vortrag des litauischen und russischen Volksliedes. Durch einen Gastspielvertrag mit der Berliner Staatsoper verbunden.
Erfolgreich in den Musikzentren in Polen, Bulgarien, Dänemark, Finnland, in Italien, Österreich, Ungarn, in den USA und in Kanada aufgetreten.
Er gastierte in den Jahren 1968-75 mehrfach an der Nationaloper Budapest. An der Hamburger Staatsoper war er als Radames in Verdis »Aida« zu Gast. 1991 gastierte er in Cicero im amerikanischen Staat Illinois (vor einem Publikum, das zum größten Teil aus Exil-Litauern bestand) in der Oper »I Lituani« von Ponchielli. Weitere Hauptrollen waren für ihn der Herzog im »Rigoletto«, der Titelheld im »Werther« von Massenet, der Don José in »Carmen«, der Graf Almaviva im »Barbier von Sevilla« und der Prinz in »L’Amour des trois oranges« von Prokofjew. Er sang auch Partien in Opern litauischer Komponisten wie den Skudutis in »Dalia« von Balis Dvarionas und den Naglis in »Vaiva« von Vytautas Klova. 1970 wurde er zum Volkskünstler der UdSSR ernannt. 1970-80 war er künstlerischer Direktor der Litauischen Nationaloper in Vilnius. Er wirkte auch als Pädagoge und war u.a. der Lehrer des Baritons Arvydas Markauskas.
Schallplattenaufnahmen der staatlichen Plattenproduktion der UdSSR (Melodiya).
https://onlinemerker.com/todesfaelle-stand-april-2018/



https://www.youtube.com/watch?v=03YdqX0HS20
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Thomas Pape

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839

Freitag, 20. April 2018, 11:35

Im Alter von 91 Jahren ist der exzellente Kunsthistoriker Willibald Sauerländer verstorben. RIP

http://www.sueddeutsche.de/kultur/zum-to…ehrer-1.3951980

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

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840

Donnerstag, 26. April 2018, 17:09

Der DDR-Liedermacher Holger Biege ist gestern im Alter von 65 Jahren gestorben.



https://de.wikipedia.org/wiki/Holger_Biege

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/po…t-15561086.html

Vor sechs Jahren erlitt er einen Schlaganfall, verlor seine Stimme und war seitdem gelähmt an einen Rollstuhl gefesselt.



https://www.youtube.com/watch?v=X42Kx-4ZkAs



https://www.youtube.com/watch?v=bhcmKAPOveg



https://www.youtube.com/watch?v=u5sjSi2_t6g

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