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Joseph II.

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1

Montag, 21. Dezember 2009, 13:24

Anton Bruckner: "Studiensymphonie" ("Doppelnullte")

Die Doppelnull ist zumindest unter britischen Geheimagenten eine hohe Auszeichnung – bei Anton Bruckners frühester und wohl gemeinhin unbekanntester Symphonie, der sog. "Studiensymphonie" bzw. eben "Doppelnullten" von 1863, klingt es gleichsam eher abwertend.

Mit diesem Thread wird eine Lücke geschlossen, da jetzt wirklich jede Bruckner-Symphonie ein eigenes Thema hat.

Welche Einspielungen gibt es? Welche davon sind zu empfehlen?

Ich habe mir interessehalber folgende bestellt:

»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

John Doe

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2

Montag, 21. Dezember 2009, 17:17

Inbal hat sie vor Jahren in seiner Gesamtaufnahme eingespielt und Skrowaczewski:





Und dann hat es noch eine Einspielung von Gennadi Roshdestwenskij gegeben, die aber z.Z. wohl nicht erhältlich ist.

Einen direkten Vergleich kann ich im Moment nur zwischen Tintner und Skrowaczewski machen, bei dem Tintner eindeutig besser abschneidet. Deswegen, weil dieser sich nicht bemüht, in die f-moll Sinfonie mehr Bruckner reinzulesen, als drin ist. Von dem her gemahnt diese Sinfonie doch deutlich mehr an Mendelssohn und Schumann, womit auch eindeutig klar wird, warum sie Bruckner nicht in die Reihe seiner gezählten Sinfonien aufnahm.

Viele Grüße
John Doe

rolo betman

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3

Dienstag, 22. Dezember 2009, 16:01

Nicht erhältlich ? Nicht für mich :

und

gleich doppelt - hat ja auch zwei Nullen ;)
'es wird immer weitergeh'n, Musik als Träger von Ideen'
Kraftwerk

John Doe

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4

Dienstag, 2. Februar 2010, 16:44

Hallo Rolo Betmann,

man soll nie CDs an Kommilitoninnen verleihen, die dann irgend einen heiraten, ohne dessen Namen mitzuteilen. :no:

Die Doppel-CD ist es. Hast du sie erworben? Wenn ja, wie ist sie? Das einzige, an das ich mich bei dieser Aufnahme noch erinnere, ist der Klang, der zumindest auf meiner damaligen Anlage arg schrill war.

Viele Grüße
Siegfried

teleton

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5

Mittwoch, 3. Februar 2010, 12:40

Bruckner: Studiensinfonie f-moll (1863)

Ich stelle gerade fest das die Studiensinfonie f-moll (1863) ((Nr.00))
in der Aufnahme mit
Eliahu Inbal / RSO Frankfurt (TELDEC, 1992, DDD)

nur noch beim amazon-marketplace (ohne Abb) zu haben wäre.

:) Die Aufnahme bietet einen überzeugenden klaren Blick auf Bruckners Frühwerk. Klanglich ausgefeilt mit natürlicher Orchesterabbildung.

* Nach dieser Studiensinfonie ließ Bruckner die Sinfonie Nr.1 c-moll folgen und dann erst die später sogenannte Nullte d-moll. Das Werk klingt sehr akademisch und trägt noch nicht die späteren für Bruckner so typischen Züge. Daher kein Wunder, das Bruckner diesem Studienwerk keine Zählnummer zuordnen wollte.
Es reicht IMO dafür auch die einen wirklich guten Einblick bietende Inbal-Aufnahme.

Mit Tintner habe ich orchestral bisher nie die gewünschten Erfahrungen gemacht; das werde ich auch bei diesem Werk nicht austesten, zumal Inbal und TELDEC in allen Punkten überzeugen.
Trotzdem gestatte ich mir den Hinweis auf diesesmal sogar schnellere Spielzeiten bei Tintner.
Inbal´s angemessene Spielzeiten für die 4 Sätze:
17:21 - 13:03 - 5:22 - 10:11
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Joseph II.

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6

Mittwoch, 3. Februar 2010, 18:19

RE: Anton Bruckner: "Studiensymphonie" ("Doppelnullte")

Tintner ist zumindest hier nicht schlecht. Ob Inbal besser ist, weiß ich allerdings auch nicht. :D

Ich denke auch, daß es sich bei diesem Frühstwerk kaum lohnt, zig Aufnahmen zu besitzen. Dazu ist die "Doppelnullte" dann doch zu nichtssagend.

Die "Nullte" sehe ich schon als "echte" Bruckner-Symphonie an, zumal bei Solti (den ich hier mal vorbehaltlos empfehle).
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Joseph II.

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7

Donnerstag, 2. November 2017, 16:50

John F. Berky (abruckner.com) listet von diesem Werk mittlerweile immerhin 14 Aufnahmen.

In den letzten sieben Jahren gab es auch einige kommerzielle Neuerscheinungen der "Doppelnullten":



Den Anfang machte 2012 Marcus Bosch mit dem Sinfonieorchester Aachen, im Jahr darauf folgte Simone Young mit den Philharmonikern Hamburg und 2015 schließlich Gerd Schaller mit der Philharmonie Festiva.

Die Spielzeiten sind gerade im Kopfsatz recht unterschiedlich; vielleicht lässt Bosch eine Wiederholung aus:

Bosch: 11:04 - 10:18 - 5:08 - 9:59 = 36:29
Young: 14:36 - 11:50 - 5:20 - 10:10 = 41:59
Schaller: 15:48 - 12:15 - 4:44 - 10:32 = 43:23
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Norbert

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Donnerstag, 2. November 2017, 19:26

Lieber Joseph,

Marcus Bosch ist bei Bruckner sehr gerne einmal recht zügig unterwegs (seine Aufnahme von Bruckners 9. Sinfonie passt auf eine CD. Das ist nur dann verwunderlich, wenn man bedenkt, dass er mit rekonstruiertem Finale spielen ließ... ;) ).

Da ich die Aufnahme besitze, werde ich bei Gelegenheit mal reinhören...
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Joseph II.

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9

Donnerstag, 2. November 2017, 19:38

Danke, lieber Norbert.

Wie ich anhand der Diskographie von Berky feststellte, wurde die Weltersteinspielung der Symphonie in f-Moll tatsächlich bereits 1972 gemacht:

Kein geringerer Klangkörper als das London Symphony Orchestra unter dem israelischen Dirigenten Elyakum Shapirra für EMI.



Die Spielzeiten: 15:50 - 14:16 - 5:41 - 10:38 = 46:43

Die Aufnahme schaffte es offenbar bisher nicht auf eine kommerziell erhältliche CD.
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Joseph II.

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10

Samstag, 4. November 2017, 11:46

London SO/Shapirra (1972)

John Berky stellt auf seiner vorzüglichen Bruckner-Seite einen Download der digitalisierten LP bereit (allerdings nur mp3 320 kb/s).

Ich habe mir die Symphonie in f-Moll gestern seit vielen Jahren wieder angehört und war eigentlich durchaus positiv überrascht. Natürlich darf man hier noch nicht den späteren Bruckner-Stil erwarten, doch deutet er sich in Details bereits an. So gern behauptet wird, es sei noch viel Schumann und Mendelssohn enthalten, so eigenständig ist das Ganze doch auch. Handwerklich ist das bereits eine beachtliche Komposition. Der großorchestrale Ansatz dieser Pioniereinspielung hat mich voll überzeugt. Ein prominenteres Orchester als das London Symphony Orchestra hat dieses Werk auch 45 Jahre später nicht eingespielt. Man merkt, dass Shapirra und die Londoner hier nicht bloß aus Gründen der Vollständigkeit eine Aufnahme machten. Es ist unverständlich, wieso diese bis heute nicht auf CD erschienen ist.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Norbert

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11

Sonntag, 5. November 2017, 16:04


Die Spielzeiten sind gerade im Kopfsatz recht unterschiedlich; vielleicht lässt Bosch eine Wiederholung aus:

Bosch: 11:04 - 10:18 - 5:08 - 9:59 = 36:29
Young: 14:36 - 11:50 - 5:20 - 10:10 = 41:59
Schaller: 15:48 - 12:15 - 4:44 - 10:32 = 43:23


Lieber Joseph,

ich konnte beim Vergleichshören zwischen Bosch und Schaller nicht feststellen, dass eine Wiederholungen ausgelassen wurde.

Georg Tintner ist im ersten Satz ähnlich schnell wie Marcus Bosch: 11'21'', 12'31'', 5'05'' und 8'13''. Wie zu erkennen ist, differieren auch die Spielzeiten des Finalsatzes deutlich. Das ist zwar ungewöhnlich bei solch kurzen Spielzeiten, kommt aber mal vor.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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