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rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich

Beiträge: 3 202

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

31

Samstag, 23. Juni 2018, 15:29

Wieso singt der Chor in deutsch und die Sänger italienisch ?

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 977

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

32

Samstag, 23. Juni 2018, 15:31

@ "melomane": Ja, das ist schon richtig, aber da sonst niemand mit Beirer und Tebaldi innerhalb einer Woche "Otello" inszenieren wollte (irgendjemand von den "Granden" bekam auch noch einen Herzinfarkt, wenn ich mich recht an mein Gespräch mit Lehmann darüber erinnere), blieb es dann an dem Jungen hängen. Beirer weigerte sich überhaupt mit Lehmann zu proben und und dafür extra in die Oper zu fahren, also bestellte er Lehmann, dass er in seiner Villa im Grunewald säße und Lehmann zu ihm kommen oder ihm schreiben könne, wenn er etwas von ihm wolle. Alle warnten Lehmann vor der Tebaldi, dass die wohl auch kaum mit ihm probieren wollen würde aber als die kam und ihn sah, war das für die überhaupt kein Problem für sie, das mit ihm zu proben. So kam innerhalb von sieben Tagen das haraus, das man jetzt sehen kann.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Caruso41

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  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 4 329

Registrierungsdatum: 19. November 2010

33

Samstag, 23. Juni 2018, 17:29

Es ist interessant, etwas über die Vorschichte dieser beiden Aufführungen zu erfahren. Herzlicher Dank an Melomane und Stimmenliebhaber.

Ich habe keine der Aufführungen live erlebt, da ich zu der Zeit in München wohnte. Von Berliner Opernfreunden weiß ich aber, dass man etwas enttäuscht von der Tebaldi war. Begeistert war man allgemein von William Dooley, der dann ja auch Ensemblemitglied der Deutschen Oper wurde.

Insgesamt gab es wenig Verständnis dafür, dass für das Gastspiel der Tebaldi ein solcher Aufwand betrieben wurde, wo man doch mit Grümmer eine erstklassige Desdemona am Haus gehabt hätte. Lieber hätte man den Otello von del Monaco gehört.

Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 977

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

34

Samstag, 23. Juni 2018, 19:41

Insgesamt gab es wenig Verständnis dafür, dass für das Gastspiel der Tebaldi ein solcher Aufwand betrieben wurde, wo man doch mit Grümmer eine erstklassige Desdemona am Haus gehabt hätte. Lieber hätte man den Otello von del Monaco gehört.

Man wollte halt die Tebaldi am Haus singen lassen und La Tebaldi wollte unbedingt Desdemona singen, man hatte aber gerade keinen "Otello" am Haus (ich weiß gar nicht, ob es in der Kantstraße einen gegeben hatte - falls ja, war der wohl nicht mit der Bismarckstraße kompatibel und längst verschrottet.)

Ich habe heute nur den 1. Akt angesehen und angehört: Tebaldi schon sehr gut, gerade wenn man überlegt, wie oft sie inzwischen schon Tosca gesungen hatte. Beirer vom heldentenoralen Material her eigentlich erste Wahl und nicht nur zweite Wahl, aber natürlich einige technische Unmöglichkeiten, die Intonationen ganzer Phrasen sackt dermaßen ab, dass das auch der Unmusikalischste hört- insofern ein zweischneidiges Vergnügen. Dooley schon sehr gut, dass er sich allerdings im Trinklied beim Spitzenton ins Falsett flüchten muss, zeigt doch deutlich, dass die Stimme nach oben nicht unbegrenzt war.Ja, und warum hat der Chor nun deutsch gesungen? Weil sie die letzte Produktion an der Kantstraße oder wann auch immer deutsch gesungen haben und das Werk noch nie zuvor italienisch gesungen hatten (die Mode der Originalsprachlichkeit kam ja gerade erst auf) - und sich das auch nicht innerhalb einer Woche raufschaffen konnten. Damals war es auch etwa in Italien nicht unüblich, dass der Chor in Landessprache sang, während z.B. bei Wagner die Solisten manchmal schon auf Deutsch, also in Originalsprache sangen. Noch beim Fenice-"Tannhäuser" mit Kozub ist das ja so, und das war noch einige Jahre später.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Caruso41

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  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 4 329

Registrierungsdatum: 19. November 2010

35

Samstag, 23. Juni 2018, 19:57

Lieber Stimmenliebhaber

Italienische Opern wurden damals an der Deutschen Oper Berlin eigentlich durchweg noch deutsch gesungen. Auch die italienischen von Mozart.
Sogar die für die Eröffnung des neuen Hauses einstudierte AIDA wurde ja deutsch gesungen. Wenn denn Jess Thomas mal nicht zur Verfügung stand, wurde meist ein Italiener geholt. Der sang dann italienisch alle anderen deutsch. Auch die Ludwig und die Davy.

Meines Wissens gab es an der Städtischen Oper in der Kantstraße zumindest nach 1954 keinen Otello.
So jetzt muss ich WM sehen!

Liebe Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

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William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

Beiträge: 17 103

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

36

Sonntag, 24. Juni 2018, 15:44

25. Todestag

Nachdem Hans Beirer heute im Erinnerungsthread:



den zweiten Tag hintereinader genant wurde, möchte ich es auch hier tun und an seinen




25. Todestag


erinnern.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).