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chrissy

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31

Freitag, 24. Dezember 2010, 14:59

Lieber Caruso,
als ganz großer, leidenschaftlicher Verehrer von Sandor KONYA möchte ich Dir einen Tip für drei Aufnahmen in deutsch als GA mit ihm geben: Tosca, Aida, La Boheme und als Querschnitt Der Evangelimann.
Viel Freude damit und herzliche Weihnachtsgrüße
CHRISSY
:hello:
Jegliches hat seine Zeit...

Manfred

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32

Freitag, 24. Dezember 2010, 15:13

Lieber Chrissy,

ich empfehle Dir den "Bohème"-Mitschnitt aus der MET von 1964 (mit Renata Tebaldi als Mimi!). Zudem gibt es auf der 2. CD Bonus-Tracks mit Sándor Kónya von einem Konzert in Betlehem (USA), 05.02.1966, mit Otto Seyfert am Klavier. Der Tenor ist hier u. a. mit Händels "Largo", dem "Ständchen" von Schubert, "Zueignung" von Strauss, "Mattinata" von Leoncavallo, "Rondine al nido" von De Crescenzo und einigen Arien zu hören.




LG und schöne Weihnachten!
Manfred
"Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
Enrico Caruso

"Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
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Harald Kral

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33

Freitag, 24. Dezember 2010, 17:51

"Maskenball" im ZDF

Lieber Caruso,

irgenwie scheinst Du auf einem anderen Stern zu leben. Hier ein Zitat aus diesem Thread vom 1.6.09:

Soeben habe ich mal kurz in den zur Zeit laufenden Maskenball im Theaterkanal mit Sandor Konya hineingeschaut.
Er ist mir seit Jahren ein Begriff, aber ich besitze absolut keine Aufnahme mit ihm. Natürlich kenne ich seine Stimme durch den Rundfunk.


Ob das nur eine Fata Morgana war?

Ich habe die Ausstrahlung auf DVD mit geschnitten, obwohl ich die Oper schon seit vielen Jahren auf VHS-Video hatte und schon x-mal gesehen habe.

Der "Ballo" von 1990 aus Salzburg mit Domingo und Nucci wurde 2010 im ZDF-Theaterkanal gesendet. Übrigens auch eine Sternstunde - die DVD würde ich mir nicht entgehen lassen. Schade, dass Du sie nicht zuende gesehen hast. Georg Solti war seinerzeit für den verstorbenen Karajan eingesprungen und hat die Aufführung im großen Festspielhaus zu einem Triumph ohnegleichen gesteigert! Doch das nur am Rande.

LG

8)
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Caruso41

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34

Samstag, 25. Dezember 2010, 12:15

Ob das nur eine Fata Morgana war?

Ich habe die Ausstrahlung auf DVD mit geschnitten, obwohl ich die Oper schon seit vielen Jahren auf VHS-Video hatte und schon x-mal gesehen habe.

Der "Ballo" von 1990 aus Salzburg mit Domingo und Nucci wurde 2010 im ZDF-Theaterkanal gesendet. Übrigens auch eine Sternstunde - die DVD würde ich mir nicht entgehen lassen. Schade, dass Du sie nicht zuende gesehen hast. Georg Solti war seinerzeit für den verstorbenen Karajan eingesprungen und hat die Aufführung im großen Festspielhaus zu einem Triumph ohnegleichen gesteigert! Doch das nur am Rande.

Lieber Harald Kral! Es freut mich, dass Du Dich bemühst, mir auf die Sprünge zu helfen. Auf einem anderen Stren lebe ich nicht. Insofern ist ja vielleicht noch Hoffnung.
Im ZDF-Theaterkanal habe ich den gesuchten Ballo mit Konya jedenfalls leider nicht bekommen, obwohl er seinerzeit angekündigt war. Wenn ich das jetzt richtig sehe, hatte man ihn wohl für eine Ausstrahlung an mehreren Tagen vorgesehen. An dem Tag, an dem ich eingeschaltet hatte, gab es ihn dann - aus welchen Gründen auch immer - nicht. Stattdessen wurde der Salzburger Ballo unter Solti gesendet. (Es ging übrigens damals darum, dass das Publikum seine Lieblingsopern wählen sollte.) Als ich mich darüber am Telefon beschwerte, war man sehr nett, entschuldigte sich und versprach, mir die gewünschte Aufnahme zu schicken. In der Tat bekam ich wenig später eine CD vom ZDF per Post. Aber da war eben nicht die Aufnahme mit Konya sondern die mit Domingo drauf.
Nach Deinem Lobpreis der Domingo-Aufnahme, werde ich mir die mal in aller Ruhe anhören. Vielleicht war ich ja damals ungerecht, weil einfach meine Erwartungen enttäuscht waren. Dank Deines Plädoyers soll sie nun eine zweite Chance bekommen.


Wie ich aber an den Ballo mit Konya kommen könnte, weiss ich immer noch nicht.




Lieber Caruso,
als ganz großer, leidenschaftlicher Verehrer von Sandor KONYA möchte ich Dir einen Tip für drei Aufnahmen in deutsch als GA mit ihm geben: Tosca, Aida, La Boheme und als Querschnitt Der Evangelimann.
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CHRISSY
Besten Dank, Chrissy, für den Tipp! Die Tosca und die Bohème habe ich natürlich.
Die Bohème finde ich toll. Nicht nur wegen Konya sondern vor allem auch wegen Lorengar. Und es ist wirklich schön, wie beide harmonieren und zusammen klingen! Die Tosca mag ich nicht so sehr. Woytowicz war halt schon deutlich jenseits ihrer Glanzzeit und selbst in der dürfte sie kaum eine gute Tosca gewesen sein, Kim Borg ist - wie man heute so sagt - irgendwie im falschen Film. Und Konya singt leider reichlich undiszipliniert und und teilseise mit schwer erträglichen Klischeegesten.
Von einer Gesamtaufnahme der Aida mit Konya habe ich bisher noch nichts gehört. Ich kenne nur den Querschnitt mit Davy und Konya. Meinst Du den? Ist davon eine Gesamtaufnahme gemacht worden? Oder meinst Du was anderes?
Den Evangelimann-Querschnitt habe ich natürlich. Sehr schön! Zumindest soweit es um Konya geht.
Hallo Caruso41,

nachdem ich Deinen Beitrag gelesen hatte, hörte ich mir - nach langer Zeit - noch einmal "Cielo e mar" von Sándor Kónya an. Es ist wirklich eine der sehr guten Interpretationen dieser Arie, meiner Meinung nach auf gleicher Stufe mit den Aufnahmen von Gigli und Gedda.
Es freut mich, Manfred, dass Du die Aufnahme Von "Cielo e mar" noch mal rausgeholt und genossen hast.
In Deinem Beitrag hast Du das Cover abgebildet. Heisst das: die Aufnahme wäre irgendwo am Markt? Ist sie möglicherweise gar als CD veröffentlicht?
;) - ;) - ;)

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Manfred

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35

Samstag, 25. Dezember 2010, 12:55

Es freut mich, Manfred, dass Du die Aufnahme Von "Cielo e mar" noch mal rausgeholt und genossen hast.
In Deinem Beitrag hast Du das Cover abgebildet. Heisst das: die Aufnahme wäre irgendwo am Markt? Ist sie möglicherweise gar als CD veröffentlicht?
Nein, lieber Caruso41, leider nicht. Es handelt sich bei der Abbildung um mein Plattencover. Es gibt inzwischen schon einige Recital-CDs mit Sándor Kónya (z. B. beim HAFG, Hamburger Archiv f. Gesangskunst) - darauf wurde hier im Forum auch schon hingewiesen - aber da taucht die Aufnahme von "Cielo e mar" nicht auf. Ich habe mir die Arie daher nun von Platte auf CD gebrannt.

Gruß
Manfred
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chrissy

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36

Samstag, 25. Dezember 2010, 13:11

Querschnitt mit Davy und Konya. Meinst Du den?

Lieber Caruso,
ja, diesen Querschnitt mit Sandor Konya, Gloria Davy, Paul Schöffler, Hans Hotter unter dem Dirigenten Argeo Quadri meine ich. Es gab davon auch eine GA. Diese Aufnahme ist in deutsch und ich finde Konya gibt dort einen großartigen Radames. Neben heldischen, strahlenden Tönen bringt er auch seine warme, gefühlvolle und ausdrucksstarke Stimme zur Geltung. Sehr gut seine " Holde Aida ". Wunderschöne, kraftvolle Töne am Schluß....... Da verzeiht man ihm gern den für ihn etwas typischen Glottis- Schlag, das leichte Überschlagen der Stimme bei manchen hohen Tönen und das stellenweise schlechte deutsch.
Die Boheme und die Tosca gab es ebenfalls als GA.
Deine Beurteilung der Boheme teile ich absolut. Lorengar eine wunderbare Mimi. An dieser Aufnahme habe ich nur einen Kritikpunkt und der betrifft ausgerechnet Konya. Seine Arie " Wie eiskalt ist dies Händchen " singt er wunderbar gefühlvoll. Nur der Schluß, das hohe C. Es klingt gepreßt, fast abgewürgt und das stufenweise in die Höhe gehen, ist schon etwas ungewöhnlich. So etwas kann bei einem Live- Auftritt immer passieren, aber bei einer Platteneinspielung? Da sollte man schon warten, bis man einen guten Tag hat.
Die anderen Sänger / innen auf der Tosca sind für mich nur sekundär interessant. Hier ging es mir nur um die Musik und primär um Konya. Und den Cavaradossi macht er für mich großartig. Wie gefühlvoll und ausdrucksvoll er " Die zarten Hände......." besingt. Generell dürfen wir bei aller Bewertung nicht außer acht lassen, diese Aufnahmen sind alle leider in deutsch und da muß man in der gesanglichen Phonetik schon ein paar Abstriche machen. Und obwohl wir Deutsche sind, haben wir wohl andere Hörgewohnheiten, eine ital. Oper klingt eben wirklich nur in ital. gut
Schön wieder von einem Konya- Fan zu wissen. In diesem Sinne herzliche Grüße
CHRISSY
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Manfred

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37

Samstag, 25. Dezember 2010, 13:29

Seine Arie " Wie eiskalt ist dies Händchen " singt er wunderbar gefühlvoll. Nur der Schluß, das hohe C. Es klingt gepreßt, fast abgewürgt und das stufenweise in die Höhe gehen, ist schon etwas ungewöhnlich. So etwas kann bei einem Live- Auftritt immer passieren, aber bei einer Platteneinspielung? Da sollte man schon warten, bis man einen guten Tag hat.
Lieber Chrissy,

hast Du denn den "Bohème"-Querschnitt unter Marszalek (auf einer CD mit "Carmen") von 1960 gehört? Hier singt Kónya ein hervorragendes hohes C in "Wie eiskalt ist dies Händchen". Auch bei seiner italienischen Interpretation unter Antonino Votto (1962) gelingt ihm das vorzüglich. Es war also - Gott sei Dank - nicht immer so wie in der Gesamtaufnahme.



LG
Manfred
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chrissy

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38

Samstag, 25. Dezember 2010, 13:40

Auch bei seiner italienischen Interpretation unter Antonino Votto (1962) gelingt ihm das vorzüglich. Es war also - Gott sei Dank - nicht immer so wie in der Gesamtaufnahme.

Natürlich habe , bzw. kenne ich diese Aufnahmen, lieber Manfred. Da hast Du selbstverständlich recht. Diese gefallen mir auch. Aber um so unverständlicher, daß man sein Hohes C in der deutschen Aufnahme so gelassen hat und diese Arie an einem anderen "stimmlich guten Tag " nicht nachgeholt hat. Mich würde interessieren, ob Du das genauso siehst. Ansonsten ist Konya hier, unter Berücksichtigung der deutschen Sprache, ein wundervoller Rudolf.
Liebe Grüße
CHRISSY
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Manfred

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39

Samstag, 25. Dezember 2010, 14:04

Aber um so unverständlicher, daß man sein Hohes C in der deutschen Aufnahme so gelassen hat und diese Arie an einem anderen "stimmlich guten Tag " nicht nachgeholt hat. Mich würde interessieren, ob Du das genauso siehst.
Ja, das sehe ich genauso. Heute ist es kaum vorstellbar, dass diese Einspielung die Tür des Aufnahmestudios passieren würde - zumal wenn ein sogenannter Star-Tenor beteiligt wäre. Vor ca. 50 Jahren war das vielleicht anders ...
Andererseits ist es auch nicht gut, wenn heute Töne produziert werden, die der Sänger gar nicht gesungen hat. Vielleicht hast Du gelesen, was ich über die Aufnahme des Wiener Troubadours von 1978 unter Karajan über Domingos Stretta geschrieben habe.

Gruß
Manfred
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40

Samstag, 25. Dezember 2010, 15:00

Hallo chrissy, hallo Manfred!

Als Abschluß einer anstrengenden Bescherung höre ich nun einen Querschnitt der Operette "Ein Walzertraum" mit Hertha Talmar und Sandor Konya unter Marszallek. Alle in Bestform. Wunderschön!



Gruß Wolfgang
W.S.

chrissy

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41

Samstag, 25. Dezember 2010, 15:06

wenn heute Töne produziert werden, die der Sänger gar nicht gesungen hat.

Lieber Manfred,
habe mir Deinen Beitrag zum Troubadour gerade nochmal durchgelesen. Es stimmt, man kann heute mittels Technik im Studio vieles gewünscht positiv verändern. Die Boheme ist von 1961, also richtig, fast vor 50 Jahren aufgenommen. Damals war die Aufnahmetechnik noch nicht so raffiniert ausgereift wie heute. Trotzdem hätte ich diese Arie wiederholen lassen, bis auch das hohe C gestimmt hätte. Sonst ist nämlich die gesamte Einspielung absolut top.
Bei der Gelegenheit einen, aus meiner Sicht interessanten Tip, betreffs Studio- Technik: Wie Du bestimmt schon bemerkt hast, bin ich ja auch ein ganz, ganz großer Fan von Pavarotti. Er hat Anfang der 80- er Jahre in Amerika einen Film gemacht ( Yes, Giorgio in Deutschland erschienen als Geliebter Giorgio ). Dieser Film ist von der Handlung und der Darstellung äußert kitschig, fast schon peinlich. Im Stil der früheren Gigli- Filme. Es ging eigentlich nur darum Pavarotti mit seiner unwahrscheinlich schönen Gesangskunst rüberzubringen. Dies ist allerdings perfekt gelungen. Alles was er singt ist großartig. Auf was ich raus will: Am Schluß des Films singt er zweimal Nessun dorma. So hervorragend, daß ich sage, das macht ihm keiner nach. Bei der zweiten Wiederholung hält er allerdings den Schlußton so unglaublich lange aus, daß ich der Meinung bin, hier hat bestimmt die Tontechnik eingegriffen. Klingt allerdings wirklich toll. Hör`Dir das mal an und Du wirst bestimmt sagen, so lange wie er den Ton aushält, da mußt Du und ich in dieser Zeit bestimmt schon dreimal Luft holen.
Liebe Grüße
CHRISSY
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Caruso41

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42

Samstag, 25. Dezember 2010, 15:49

Konya und das Hohe C

Deine Beurteilung der Boheme teile ich absolut. Lorengar eine wunderbare Mimi. An dieser Aufnahme habe ich nur einen Kritikpunkt und der betrifft ausgerechnet Konya. Seine Arie " Wie eiskalt ist dies Händchen " singt er wunderbar gefühlvoll. Nur der Schluß, das hohe C. Es klingt gepreßt, fast abgewürgt und das stufenweise in die Höhe gehen, ist schon etwas ungewöhnlich. So etwas kann bei einem Live- Auftritt immer passieren, aber bei einer Platteneinspielung? Da sollte man schon warten, bis man einen guten Tag hat.


Ich habe die gesamte Karriere von Konya sehr intensiv verfolgt. Erstmals habe ich ihn in der Boheme neben Grümmer, Trötschel und Fischer-Dieskau gehört. Da sang er noch als Gast aus Bielefeld und alle waren total begeistert, nicht zuletzt von seinem absolut mühelosen und strahlenden Hohen C. Das war 1954.

In den folgenden Jahren hat er ein ganz breites Repertoire in der Städtischen Oper Berlin gesungen. Wenn man besonders an hohen Tönen interessiert war, wird man seinen Hüon (neben Leonie Rysanek und Horst Wilhelm) kaum je vergessen. Das war unglaublich!!!
Gegen Ende der 50er Jahre bekam er allerdings zunehmend etwas Schwierigkeiten mit den extremen Spitzentönen, zumal mit dem Hohen C. Der Grund dafür scheint mir, dass er bemüht war, den breiten Ansatz und sinnlich reichen Klang seiner Stimme mit in die Höhe zu nehmen. Er sang so weit wie möglich mit der Bruststimme auch wenn es in die oberen Lagen ging. Das machte durchaus manchmal erheblichen Effekt. - Aber: Die Töne in der oberen Lage klangen dann nicht selten etwas dick und unfrei. Es mangelte an Kopfresonanz und damit an hellem Strahl, also am italienischen "squillo". Ich würde sagen, dass darüber schließlich die Fähigkeit zu gut fokussierten und strahlenden Spitzentönen erheblich litt. Und 1961 - also als diese Bohème eingespielt wurde - hätte er schon sehr oft wiederholen müssen, um ein Hohes C zu schaffen, das Euch zufrieden gestellt hätte.


Aber das ändert nichts daran, dass er einen großartigen Rudolfo gesungen hat - auch noch 1961 auf dieser Gesamtaufnahme. Er hat viel mehr Wärme, lyrische Dringlichkeit, Poesie und Innerlichkeit als nahezu alle Tenöre, die die Partie seither aufgenommen haben.
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chrissy

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43

Samstag, 25. Dezember 2010, 16:53

Aber das ändert nichts daran, dass er einen großartigen Rudolfo gesungen hat - auch noch 1961 auf dieser Gesamtaufnahme. Er hat viel mehr Wärme, lyrische Dringlichkeit, Poesie und Innerlichkeit als nahezu alle Tenöre, die die Partie seither aufgenommen haben.

Danke lieber Caruso, besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Von dem angesprochenen hohen C abgesehen, liebe ich diese Aufnahme und Konyas warme, gefühlvolle, ausdrucksstarke Stimme. Gruß
CHRISSY
Kleiner Nachtrag: Weißt Du, lieber Caruso, wie jeder habe ich neben ein paar guter Charaktereigenschaften, mit Sicherheit auch einige schlechte. Eines habe ich aber nie gekannt: Neid. Aber wenn Du schreibst, Du hast Konya schon früher live erlebt, da könnte ich schon ein bischen neidisch sein......... Gönne ich Dir aber von Herzen.
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Caruso41

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44

Sonntag, 26. Dezember 2010, 12:26

Kleiner Nachtrag: Weißt Du, lieber Caruso, wie jeder habe ich neben ein paar guter Charaktereigenschaften, mit Sicherheit auch einige schlechte. Eines habe ich aber nie gekannt: Neid. Aber wenn Du schreibst, Du hast Konya schon früher live erlebt, da könnte ich schon ein bischen neidisch sein......... Gönne ich Dir aber von Herzen.

Ja, in den 50er Jahren war ich oft vier oder gar fünf mal pro Woche in der Oper. Berlin hatte ja reichlich Auswahl. Da ich damals am Sternschen Konservatorium (Später Städtische Konservatorium") eingeschrieben war, konnte ich Karten für die Städtische Oper für 10 Pfennig bekommen. Da war dann nur die Erlaubnis meiner Mutter das Problem. Und die bekam ich solange ich keine schlechten Noten in der Schule schrieb. Das war ein guter Anreiz, die Schule genügend ernst zu nehmen und hat mir viele herrliche Opernabende beschert. In der Staatsoper und der Komischen Oper war es für unsereienen ja auch nicht wirklich teurer, da wir ja einen günstigen Wechselkurs hatten und die Karten sowieso nicht teuer waren.

Konya gehörte für mich zu den Sängern, von denen ich nach Möglichkeit keinen Abend versäumt habe!
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Manfred

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45

Sonntag, 26. Dezember 2010, 12:35

Lieber Caruso41, lieber Chrissy,

hohes C hin und her - gelungen oder nicht - Sándor Kónya bleibt ein zentraler Sänger. NIcht auszudenken, wenn es heute einen Tenor seines Formats gäbe - wo wären dann all' die Grigolos, Curas oder Villazóns?

LG
Manfred
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Bernward Gerlach

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46

Sonntag, 26. Dezember 2010, 12:37

Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

- wo wären dann all' die Grigolos, Curas oder Villazóns?
und Kaufmanns ?


LG, Bernward

"Nicht weinen, dass es vorüber ist
sondern lächeln, dass es gewesen ist"
Waldemar Kmentt (1929-2015)


Manfred

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47

Sonntag, 26. Dezember 2010, 12:43

und Kaufmanns ?

Lieber Bernward,

danke Dir, den hatte ich vergessen - es wären aber noch einige andere zu nennen, aber ich möchte mich in diesem Forum an Weihnachten nicht unbeliebt machen :whistling:

LG
Manfred
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48

Sonntag, 26. Dezember 2010, 13:12

hohes C hin und her - gelungen oder nicht - Sándor Kónya bleibt ein zentraler Sänger. NIcht auszudenken, wenn es heute einen Tenor seines Formats gäbe - wo wären dann all' die Grigolos, Curas oder Villazóns?

Danke, ganz treffend, dem habe ich nichts hinzuzufügen.......Mir hat gestern abend Grigolo nach " Questa o quella " im Rigoletto gereicht. Zum Glück habe ich Orofino von -zig Aufführungen noch gut im Gedächtnis.
Lieber Manfred, versuche mal an den Film mit Pavarotti zu kommen. Abgesehen davon, daß die Musikaufnahmen wirklich gut sind, interessiert mich Deine Meinung zum unendlich laaaaaaangen Schluß. Ob da das Tonstudio geholfen hat?
Gruß an Euch alle
CHRISSY
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Caruso41

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49

Sonntag, 26. Dezember 2010, 18:41

Wir sollten die Massstäbe nicht aufgeben!

Hi Manfred!
Hi Bernward!
Hi Chrissy!


Ihr sprecht mir voll aus der Seele. Wenn man die Leistungen eines Konyas aus den Jahren zwischen 1953 und 1961 zum Masstab macht, kann man mit den Curas, Villazons, Grigolos und Kaufmanns wirklich nicht zufrieden sein. In der Tenorszene unserer Tage stehen sie wohl insgesamt mit Recht oben, aber in einem Vergleich, der auch Konkurrenten anderer Zeiten mit in den Blick nimmt, sind sie marginal.

Ich habe mich gerade etwas intensiver mit Kaufmann beschäftigt, weil ich mal überprüfen wollte, ob ich ihm gegenüber vielleicht doch ungerecht bin. Ich habe ihn noch nicht allzu oft live gehört, aber in den letzten 6 Jahren immerhin in sechs Partien und zwar als Florestan (Zürich), Lohengrin (München), Don Jose (London), Werther (Paris), Des Grieux (London) und Maurizio (Berlin). Von seinen Aufnahmen kenne ich die meisten und gerade in den letzten Wochen habe ich sie mit anderen verglichen. Danach würde ich sagen: Er hat zwar eine eher durchschnittliche Stimme aber weiss sie gut einzusetzen und macht auf der Bühne so nicht nur als Darsteller sondern auch als Sänger durchaus Effekt. Aber die Tonproduktion und seine Gesangstechnik scheinen mir nicht unproblematisch (Das wäre ein eigenes Thema) und sein Singen wird in zunehmendem Maße - ich sag mal - EIGENSINNIG. Sonderbare Phrasierungen, willkürliche Tempowechsel und merkwürdig unmotivierte und unorganische Wechsel in der Dynamik. Dahinter stehen eine hohe Intelligenz und ein enormer gestalterischer Ehrgeiz. Aber es bleibt immer "gemacht". Im Lohengrin ist das weniger ein Problem, aber bei seinen Verismo-Arien zum Beispiel hat man oft den Eindruck, die Musik kann sich gar nicht enfalten, weil der Interpret zu viel "will" und eigentlich nicht dem Komponisten vertraut. Hört man dann etwa Bonci, de Lucia, Anselmi, Martinelli, Fleta, Pertile, oder de Muro zum Vergleich, lernt man erst, worum es dem Verismo geht: um Leidenschaft, um Unmittelbarkeit des Gefühls, um Authentizität und um Wahrhaftigkeit. Bei Kaufmann höre ich das nicht. Das Lamento des Federico packt mich nicht, aus dem Improvviso des Chenier lodert nicht der heiße Atem der Revolution, Fausts Osterspaziergang kommt nicht recht vom Fleck und hat nichts von der Begeisterung für die herrlich aufblühende Natur ... (Ihr habt ja recht! Es ist Weihnachten, und wir sollten nicht die große Verehrerschar Kaufmanns verärgern. So breche ich jetzt einfach ab!)
Leider gibt es von Konya nicht viel Verismo-Arien. Aber legt man seine Erzählung des Dick Johnson aus FANCIULLA oder die Arie des Michele aus TABARRO auf, erkennt man sofort, dass er noch einer war, bei dem man all das bekam, was den Verismo aufregend macht. (Ich lasse mal offen, ob es Sinn macht diese Puccini-Werke dem Verismo zuzurechnen.)
Und wenn man dann noch - davon war schon die Rede - Konyas "Cielo e mar" aus GIOCONDA neben Kaufmanns stellt (Nebenbei: Das ist nun wirklich keine Oper des Verismo!!), dann versteht man schon bei der ersten Phrase, was Ihr, Chrissy, Manfred und Bernward meint! Lasst Euch nicht davon abbringen: Qualitätsmassstäbe sollten nicht aufgegeben werden nur weil es gerade niemanden gibt, der ihnen genügt!
;) - ;) - ;)

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50

Sonntag, 26. Dezember 2010, 20:17

Leider gibt es von Konya nicht viel Verismo-Arien
Ja, lieber Caruso41, das stimmt. Ich möchte es dennoch nicht versäumen, Dir seine Aufnahme des Improvviso (Un di all'azzuro spazio) aus "Andrea Chenier" ans Herz zu legen (1960, Münchner RuFuO, Kurt Eichhorn). Da wird es wieder deutlich: sein Vortrag hat Feuer und Verve und erinnert durchaus an den jungen Mario del Monaco, Bergonzi (live!!) oder gar an Martinelli, Lauri-Volpi oder Caruso, die diese Arie unvergleichlich gesungen haben. Ich danke Dir auch für den Hinweis auf die Interpretationen von Bonci, De Lucia, Anselmi, Martinelli u. a. Wenn ich Aufnahmen dieser Sänger höre, ja, dann wird mir erst bewusst, was Gesangskunst heißt. Das sollten wir mal bei den "Schellacks" besprechen.

Gruß
Manfred
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51

Montag, 27. Dezember 2010, 11:18

Wenn ich Aufnahmen dieser Sänger höre, ja, dann wird mir erst bewusst, was Gesangskunst heißt. Das sollten wir mal bei den "Schellacks" besprechen.

Ich kenne mich im Forum noch nicht richtig aus und weiss nicht, was am besten wo platziert werden sollte. Also suche ich mal die "Schellacks".

Allerdings finde ich nicht ganz unproblematisch, wenn die Musikfreunde, die Anselmi und de Muro kennen, nur unter sich diskutieren. Gerade dort, wo die Grigolos und Kaufmanns ins Rampenlicht gestellt werden, sollte immer wieder dazu herausgefordert werden, mal die Referenzaufnahmen der Großen aus früheren Tagen zum Vergleich heranzuziehen!




Ja, lieber Caruso41, das stimmt. Ich möchte es dennoch nicht versäumen, Dir seine Aufnahme des Improvviso (Un di all'azzuro spazio) aus "Andrea Chenier" ans Herz zu legen (1960, Münchner RuFuO, Kurt Eichhorn). Da wird es wieder deutlich: sein Vortrag hat Feuer und Verve und erinnert durchaus an den jungen Mario del Monaco, Bergonzi (live!!) oder gar an Martinelli, Lauri-Volpi oder Caruso, die diese Arie unvergleichlich gesungen haben.

Das ist ja ein Tipp, lieber Manfred, der mir den Mund wässerig macht und sicher erst mal nicht schlafen läßt. Ich nehme an, dass die Aufnahme ein Mitschnitt des Münchner Sonntagskonzertes ist. Wo gibt es den denn? Ich habe keine Ahnung.
;) - ;) - ;)

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Montag, 27. Dezember 2010, 16:38

Lieber Caruso41,

diese Aufnahme gibt beim HAfG - www.vocal-classics.com (Sandor Kona - Vol.2) zusammen mit anderem Hörenswerten.

Liebe Grüße vom
Operngernhörer
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Harald Kral

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53

Montag, 27. Dezember 2010, 17:09

Hamburger Archiv für Gesangskunst

Lieber Erich,
vielen Dank, dass Du an dieser Stelle an die CD-Reihe beim Hamburger Archiv für Gesangskunst erinnerst. Ich habe zwar in diesem Thread schon direkt bei Erscheinen dieser CDs darauf hingewiesen, aber wer liest heutzutage einen Thread schon von Anfang an:
Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA



Den in meinem damaligen Postig erwähnten direkten Link von der Tamino-Portalseite zum Anbieter HAfG (H. J. Leufgen), scheint es jedoch nicht mehr zu geben.

LG

;)
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Manfred

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54

Montag, 27. Dezember 2010, 19:55

Das ist ja ein Tipp, lieber Manfred, der mir den Mund wässerig macht und sicher erst mal nicht schlafen läßt. Ich nehme an, dass die Aufnahme ein Mitschnitt des Münchner Sonntagskonzertes ist. Wo gibt es den denn? Ich habe keine Ahnung.
Lieber Caruso41,

ich habe gerade gelesen, dass Du die Antwort schon bekommen hast. In Deiner Stelle würde ich mir diese CD besorgen. Tolle Sache!

Gruß
Manfred
"Menschen, die nichts im Leben empfunden haben, können nicht singen."
Enrico Caruso

"Non datemi consigli che so sbagliare da solo".
("Gebt mir keine Ratschläge, Fehler kann ich auch allein machen".)
Giuseppe di Stefano

Manfred

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55

Montag, 27. Dezember 2010, 20:01

Ich kenne mich im Forum noch nicht richtig aus und weiss nicht, was am besten wo platziert werden sollte. Also suche ich mal die "Schellacks".
Lieber Caruso41,

wenn Dü über die besprochenen Tenöre schreiben möchtest, dann bitte hier: Klassik allgemein - Schellackschätze -- Fenster in die Vergangenheit

Ich würde mich sehr darüber freuen.

Gruß
Manfred
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Caruso41

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56

Dienstag, 28. Dezember 2010, 11:14

Konya aus dem Hamburger Archiv

diese Aufnahme gibt beim HAfG - www.vocal-classics.com (Sandor Kona - Vol.2) zusammen mit anderem Hörenswerten.
Lieber Erich,
vielen Dank, dass Du an dieser Stelle an die CD-Reihe beim Hamburger Archiv für Gesangskunst erinnerst. Ich habe zwar in diesem Thread schon direkt bei Erscheinen dieser CDs darauf hingewiesen, aber wer liest heutzutage einen Thread schon von Anfang an:
Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA
Lieber Caruso41,

ich habe gerade gelesen, dass Du die Antwort schon bekommen hast. In Deiner Stelle würde ich mir diese CD besorgen. Tolle Sache!

Hallo Ihr Drei Konya-Freunde Manfred, Operngernhörer und Harald Kral!

Ganz toll dass Ihr mir gleich geantwortet habt. Und besonders gefreut hat mich, dass Ihr die Konya-Aufnahme so enthusiastisch empfehlt!
"Bedenken will ich's - Wer weiß was ich tut!"

Das Problem ist nämlich: Ich war schon früher mal auf der Seite des Hamburger Archivs für Gesangskunst (damals war ich noch gar nicht Tamino-User und habe den Thread trotzdem ganz von Anfang an gelesen).
Beim Studium der Detailangaben zu den CD's habe ich festgestellt, dass ich die meisten der Aufnahmen bereits besitze. Zu einem guten Teil stammen sie ja aus Mitschnitten von Aufführungen beziehungsweise Rundfunkproduktionen (Don Carlos, Lucia, Tosca, Holländer, Dalibor, Lohengrin, Meistersinger, Parsifal usw.). Und all diese Mitschnitte sind schon lange in meiner Sammlung. Andere Aufnahmen (Das Schlussduett aus Andrea Chenier und das Liebesduett aus Ballo in maschera usw.) sind bereits auf dem Konya-Portrait von Melodram veröffentlicht. So wäre denn von jeder der CD's gerade mal ein oder zwei Titel wirklich neu. Davor war ich zurückgeschreckt. Aber wenn Ihr nun sagt, das Improvviso des Chenier würde die Anschaffung schon ganz und gar lohnen, werde ich das kaufen!




Lieber Caruso41,

wenn Dü über die besprochenen Tenöre schreiben möchtest, dann bitte hier: Klassik allgemein - Schellackschätze -- Fenster in die Vergangenheit



Ich denke sicher, dass ich mal schauen werde, ob ich da was beitragen kann.
Ich habe eine reiche Sammlung von Gesangsaufnahmen, in der auch alle wichtigen und manch weniger wichtige aber irgendwie dann doch interessantender Künstler sind.
Zumal Aufnahmen von Tenören und Sopranen, aber auch von Baritöner, Bässen und Mezzosopranen habe ich nicht nur wieder und wieder gehört sondern oft auch intensiv verglichen. Kann sein, dass ich vor diesem Hintergrund die eine oder andere Einsicht gewonnen habe, die weiterzugeben lohnt.
;) - ;) - ;)

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Harald Kral

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Donnerstag, 3. Februar 2011, 20:23

Allein, wieder allein....

Nachdem ich heute mal wieder in alten Platten gestöbert habe, wurde ich auch zum Thema Konya fündig - zwar ist es nicht die zu Anfang dieses Threads von Henk erwähnte alte Aufnahme unter dem Dirigenten Fried Walter, sonden eine spätere unter Marszalek:



Aber immerhin: hier ist das "Wolgalied", der Schmachtfetzen aus dem Zarewitsch, gesungen von Sandor Konya.

LG

:hello:
Harald

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chrissy

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Donnerstag, 3. Februar 2011, 21:43

das "Wolgalied", der Schmachtfetzen aus dem Zarewitsch, gesungen von Sandor Konya.

Und? Wie klingt der Schmachtfetzen? Liege ich mit meiner Vermutung richtig, daß Konya mit dem Wolgalied der ideale Interpret ist?
Leider habe ich ihn mit dieser Aufnahme nie gehört, deshalb bin ich sehr neugierig. Interessant ist auch, demnach muß es ja zwei Aufnahmen mit ihm geben.
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Caruso41

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Donnerstag, 3. Februar 2011, 22:53

Aber immerhin: hier ist das "Wolgalied", der Schmachtfetzen aus dem Zarewitsch, gesungen von Sandor Konya
Wäre schon interessant, eine Beschreibung und Wertung der Aufnahme zu erhalten. Ich bin zwar großer Konya-Fan, aber er hat schon schlimme Aufnahmen gemacht, gerade wenn er nicht mit starken Diriegnetn zusammen gearbeitet hat!
;) - ;) - ;)

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chrissy

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Donnerstag, 3. Februar 2011, 23:18

Wäre schon interessant, eine Beschreibung und Wertung der Aufnahme zu erhalten

Ja, lieber Caruso. Für uns als Konya- Fans wäre es wirklich sehr interessant. Zumal ich ihn noch nie mit dem Wolgalied gehört habe. Ich wußte aber, daß es eine Aufnahme mit ihm gibt. Eigentlich ist seine warme, gefühlvolle und ausdrucksstarke Stimme für dieses Stück ideal. Ich bin gespannt...
Herzliche Grüße
CHRISSY
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