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Harald Kral

Erleuchteter

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1

Sonntag, 31. Mai 2009, 16:16

Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Der ungarische lyrische Tenor Kónya, Sándor, geboren am 23.September in 1923 Sarkád, studierte an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest; ab 1946 an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold bei Professor Frederick Husler und in Mailand.
Er debütierte 1951 als Turiddu in Bielefeld und kam im Jahr 1955 an die Städtische Oper Berlin. Dort wurde er als Lohengrin bekannt, als dessen idealer Interpret er zu seiner Zeit galt.
Er sang diese Rolle 1958 bei seinem Debüt in Bayreuth, ebenso 1961 an der New Yorker Metropolitan Opera, 2 Jahre später am Londoner Covent Garden, in Paris, Rom, Verona, insgesamt mehr als 300 Mal.
An der Met war er in den 60er- und frühen 70er-Jahren einer der führenden Tenöre in ital. Partien und lyrischen Wagner-Rollen: Stolzing, Parsifal, Kalaf, Max, Don Carlos.

In Deutschland sang er viele italienische Partien noch in deutscher Sprache, auch auf zahlreichen Schallplatten, ebenso viele Operetten, vorzugsweise unter dem Dirigat von Franz Marszalek.

Nach dem Ende seiner Sängerkarriere gab er sein Wissen an junge Sänger als Professor an der Stuttgarter Musikhochschule weiter.

Am 20. Mai 2002 starb er auf Ibiza im Alter von 79 Jahren.

Morgen, am 1. Juni 2009 ist er im ZDF-Theaterkanal als König Gustav von Schweden in einer "Maskenball"-Verfilmung zu sehen.

LG

:hello:
Harald

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Norbert

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2

Sonntag, 31. Mai 2009, 17:52

Erstaunlich, daß Sándor Kónya noch kein Thread gewidmet wurde.

Umso mehr Dank gebührt Dir, lieber Harald.

Ich nominere Kónya in seiner "Traumrolle" als Lohengrin:



Die Aufnahme wurde für den amerikanischen Markt produziert, was stellenweise deutlich zu hören ist, aber wegen der Titelrolle lohnt sich der Kauf.

Kónya singt mit viel "Schmelz in der Stimme". Er ist ein belcantistischer Lohengrin, stimmlich mehr "Liebhaber" als "Held". Er widemt sich seinem Vortrag mit viel Hingabe, einzelne "Schluchzer" in der Stimme sind für mich verzeihbar.

Nebenbei ist das die erste Einspielung, in der die Gralserzählung ("in fernem Land, unnahbar Euren Schritten...") vollständig gesungen wurde.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Gustav Mahler

Harald Kral

Erleuchteter

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3

Sonntag, 31. Mai 2009, 18:07

Lohengrin und Cavaradossi

Lieber Norbert,
das ist auch meine liebste Aufnahme, meine 3-CD-Box sieht allerdings so aus:



ist aber der gleiche Inhalt:

Richard Wagner (1813-1883)
Lohengrin

3 CDs
Konya, Dooley, Hines, Farras, Keller,
Boston SO,
Dirigent: ErichLeinsdorf
RCA , ADD, 65

++++++++++++++++++++++++++++++++

aber genauso gut finde ich Konya in dieser Aufnahme:

Puccini. Tosca
(Gesamtaufnahme 1961)

Dirigent: Horst Stein
Staatskapelle Berlin
Chor der Deutschen Staatsoper Berlin
( deutsche Fassung von Max Kalbeck)

Cesare Angelotti: Hellmuth Kaphahn
Floria Tosca: Stefania Woytowicz
Il sagrestano: Günter Leib
Mario Cavaradossi: Sándor Kónya
Scarpia: Kim Borg
Sciarrone: Reiner Süss
Spoletta: Werner Enders
Un carceriere: Reiner Süss
Un pastore: Michael Wein

LG

:hello:
Harald

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(Vinícius de Moraes)

Herbert Henn

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4

Sonntag, 31. Mai 2009, 18:36

RE: Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA



Diese Aufnahme beinhaltet nicht nur eine große Leistung Konyas;

sondern auch alle anderen Mitwirkenden machen diesen

Lohengrin aus Bayreuth von 1959 zu der Referenz-Aufnahme

in der gesamten Lohengrin Discographie.

:hello:Herbert.
Tutto nel mondo è burla.

Frank Georg Bechyna

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5

Sonntag, 31. Mai 2009, 18:49

Sandor Konya

Liebe Freunde der Kunst von Sandor Konya ,


es gibt einen Mitschnitt aus Bayreuthe von 1958 :

Lohengrin : Sandor Konya
Elsa : Leonie Rysanek

Ortrud : Austrid Varnay

Telramund : Ernest Blan

Heinrich : Kieth Engen

Heerrufer : Eberhard Warchter

Dirigent : André Cluyten s

Chor und Orchester der Bayreuther Fetspiele .

Label : Walhall ( WLCD 0250 3CD ADD ) .


1960 haben den Lohengrin alternierend in Bayreuth Konya un d Windgassen gesungen ; Elsa war Elisabeth Grümmer und die Ortrid wurde geradezu dämonsich von Astrid Varnay gesungen , die Harlad wahrscheinlich noch öfters in Düsseldorf erlebt hat .
Dirigent 1960 in Bayreuth war erstmals der ganz junge Lorin Maazel gewesen .


Viele Grüsse ,

Frank
Frank Georg Bechyna
Musik & Medizin

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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6

Sonntag, 31. Mai 2009, 19:55

RE: Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Danke, lieber Harald, dass Du Sandor Konya einen Thread gewidmet hast. Der große ungarische Tenor hat diese Würdigung verdient. Die Fragestellung Puccini oder Wagner? - oder beides engt etwas ein. Natürlich wird Konya genau wie frührer Franz Völker in erster Lnie mit seinem exemplarischen "Lohengrin" verbunden. Die kraftvoll strahlende Stimme befähigte ihn aber in weit mehr Partien Außergewöhnliches zu
leisten. Vielleicht kannst Du, lieber Harald, zum Beweis dafür einige Opern mit Konya einstellen. Du hast da sicherlich einges in Deiner nahezu unerschöpflichen Sammlung. Danke!
Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Rienzi

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7

Sonntag, 31. Mai 2009, 20:43

Im Zweifel für Wagner

Natürlich Lohengrin, aber verachtet mir die Meister nicht:
Böhm/Bayreuth 1964 – Stolzing
Kubelik/Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Stolzing

Was Puccini betrifft, so habe ich nur eine GA „Tosca“ (deutsch gesungen) mit ihm. Dirigent ist Horst Stein. Vielleicht ist man zu sehr auf „italiensch“ fixiert, aber das Ganze ist mir zu „deutsch“.

Sonst habe ich nur Querschnitte mit Konya in der Sammlung:
Evangelimann
Hoffmann: Phantastisch
Troubador: Seinen Manrico wünschten sich die Opernhäuser heute gerne
Nabucco: Ismael
Otto Rehhagel: "Mal verliert man und mal gewinnen die anderen".
(aus "Sprechen Sie Fußball?")

Norbert

Moderator

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8

Sonntag, 31. Mai 2009, 21:43

RE: Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Zitat

Original von Herbert Henn


Diese Aufnahme beinhaltet nicht nur eine große Leistung Konyas;

sondern auch alle anderen Mitwirkenden machen diesen

Lohengrin aus Bayreuth von 1959 zu der Referenz-Aufnahme

in der gesamten Lohengrin Discographie.

:hello:Herbert.


Lieber Herbert,

ich muß gestehen, ich liebäugele sehr stark mit dieser Aufnahme, habe aber größte Bedenken gegen Ernest Blanc als Telramund.

Wie schlägt er sich mit der deutschen Aussprache und der "psychologischen" Behandlung dieser Rolle?

PS.: Die Moderation möge den off-topic verzeihen... ;)
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Gustav Mahler

Harald Kral

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9

Sonntag, 31. Mai 2009, 22:25

RE: Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Eine andere Wagner-Rolle von Sandor Konya war der Stolzing, den er auch unzählige Male gesungen hat, auch an der MET (Mitschnitt bei Gala auf CD erhältlich). Ich bevorzuge diese Aufnahme aus München von 1967:



Richard Wagner (1813-1883)
Die Meistersinger von Nürnberg

4 CD
Aufnahme: 1.–8.10.1967, Studio BR
Dirigent: Rafael Kubelik
Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks
Augustin Moser: Peter Baillie
Balthasar Zorn: Manfred Schmidt
David: Gerhard Unger
Eva: Gundula Janowitz
Fritz Kothner: Kieth Engen
Hans Foltz: Dieter Slembeck
Hans Sachs: Thomas Stewart
Hans Schwartz: Karl-Christian Kohn
Hermann Ortel: Anton Diakow
Konrad Nachtigall: Richard Kogel
Kunz Vogelsang: Horst Wilhelm
Magdalene: Brigitte Fassbaender
Nachtwächter: Raimund Grumbach
Sixtus Beckmesser: Thomas Hemsley
Ulrich Eißlinger: Friedrich Lenz
Veit Pogner: Franz Crass
Walther von Stolzing: Sándor Kónya

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Als Gegenstück hierzu habe ich aus meiner Sammlung weitere deutsche Puccini-Aufnahmen herausgekramt, z. B. diese:

Giacomo Puccini: La Bohème

Aufnahme: Juni 1961, Studio, Berlin (in deutscher Sprache)
Dirigent: Alberto Erede
Staatskapelle Berlin
Chor der Deutschen Staatsoper Berlin

Alcindoro: Fritz Hoppe
Benoît: Fritz Ollendorff
Colline: Klaus Bertram
Marcello: Dietrich Fischer-Dieskau
Mimi: Pilar Lorengar
Musetta: Rita Streich
Parpignol: Franz Strauch
Rodolfo: Sándor Kónya
Schaunard: Horst Günter
Un sergente dei doganieri: Willi Budde

++++++++++++++++++++++++++++++++++++


Eine andere Puccini-Gesamtaufnahme ist nur auf Vinyl erschienen, zumindest kenne ich keinen CD-Umschnitt:



Puccini: MADAMA BUTTERFLY

Aufnahme: ca. 1960, Stuttgart (3 LPs) in deutscher Sprache
Dirigent: Ferdinand Leitner
Württembergisches Staatsorchester Stuttgart
Chor der Württembergischen Staatsoper Stuttgart

B. F. Pinkerton: Sándor Kónya
Cio-Cio-San: Anny Schlemm
Goro: Gerhard Unger
Il principe Yamadori: Alfred Pfeifle
Kate Pinkerton: Liselotte Becker-Egner
La Cugina: Lieselotte Kiefer
La Zia: Helga Staudt
Lo Zio Bonzo: Hans Günter Nöcker
Sharpless: Kim Borg
Suzuki: Hetty Plümacher

Natürlich hat Sandor Konya alle diese Rollen auch in der Originalsprache beherrscht, teilweise gibt es Mitschnitte, z. B. aus der MET von diesen Opern.

@operus

Lieber Hans,
natürlich ist dieser Thread nicht auf die beiden Pole PUCCINI vs WAGNER begrenzt, natürlich wollen wir alle Facetten dieses Sängers ausleuchten. Ich habe Sandor Konya kurz vor seinem 70. Geburtstag persönlich kennengelernt und mich längere Zeit mit ihm unterhalten. Dabei hat er von sich aus immer darauf hingewiesen, dass die Kritik seinerzeit immer behauptet hat, er würde Wagner wie Puccini singen.
Ansonsten drehte sich das Gespräch mehr um die politische Lage nach dem Mauerfall und der Öffnung nach Osten, er sprach davon, sich ein Landhaus in seiner alten Heimat in Ungarn zuzulegen. Er wohnte damals am Steinhuder Meer und hatte noch einen Wohnsitz auf den Balearen.

Viele Grüße

Harald

:hello:
Harald

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Frank Georg Bechyna

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10

Sonntag, 31. Mai 2009, 22:37

RE: Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Lieber Harald ,


herzlichen Dank für Deine Hinweise. Insbesondere für Deinen letzten Absatz !

Sandor Konya war mehr als ein lyrischer Wagner- oder Puccini- Tenor.

Diese Etikettierung ist kontraproduktiv .

Danke auch für Deinen Hinweis auf die "Meistersinger"!

Wie ist Thomas Stewart Deiner Meinung nach?

Beste Grüsse und noch einen schönen Pfingstmontag !

Frank
Frank Georg Bechyna
Musik & Medizin

Norbert

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11

Montag, 1. Juni 2009, 16:57

RE: Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Zitat

Original von Harald Kral
Eine andere Wagner-Rolle von Sandor Konya war der Stolzing, den er auch unzählige Male gesungen hat, auch an der MET (Mitschnitt bei Gala auf CD erhältlich). Ich bevorzuge diese Aufnahme aus München von 1967:



Richard Wagner (1813-1883)
Die Meistersinger von Nürnberg

4 CD
Aufnahme: 1.–8.10.1967, Studio BR
Dirigent: Rafael Kubelik
Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks
Augustin Moser: Peter Baillie
Balthasar Zorn: Manfred Schmidt
David: Gerhard Unger
Eva: Gundula Janowitz
Fritz Kothner: Kieth Engen
Hans Foltz: Dieter Slembeck
Hans Sachs: Thomas Stewart
Hans Schwartz: Karl-Christian Kohn
Hermann Ortel: Anton Diakow
Konrad Nachtigall: Richard Kogel
Kunz Vogelsang: Horst Wilhelm
Magdalene: Brigitte Fassbaender
Nachtwächter: Raimund Grumbach
Sixtus Beckmesser: Thomas Hemsley
Ulrich Eißlinger: Friedrich Lenz
Veit Pogner: Franz Crass
Walther von Stolzing: Sándor Kónya



Stimmt, Harald, diese Aufnahme besitze ich ja auch noch. Wie konnte ich sie bloß vergessen?

Sie ist zwar nicht sonderlich preisgünstig, aber im wahrsten Sinne des Wortes preiswert.

Im Thread über die "Meistersinger" wurde diese Einspielung hinreichend gewürdigt. Für mich eine der schönsten Aufnahmen dieses Werkes überhaupt.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Harald Kral

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12

Montag, 1. Juni 2009, 21:21

Carl Maria von Weber: Der Freischütz

Lieber Norbert,
meine "Meistersinger" waren etwas preiswerter, ich habe noch die alte Calig-Box (das Label existiert ja nicht mehr). Die Aufnahmen sind identisch, allerdings sind die Tracks unterschiedlich, und auch die Verteilung auf die 4 CDs.

===================

Da im Moment gerade im TV die Übertragung des "Freischütz" aus Baden-Baden läuft, will ich die Gelegenheit ergreifen, hier diese Oper mit Sandor Konya als Max vorzustellen:



Carl Maria von Weber : Der Freischütz
(2 CDs)

Die Besetzung:
Ottokar, böhmischer Fürst : Horst Günter
Kuno, fürstlicher Erbförster : James Pease
Agathe, Tochter des Erbförsters : Melitta Muszely
Ännchen, eine junge Verwandte : Erna Maria Duske
Kaspar, erster Jägerbursche : Arnold van Mill
Max, zweiterJägerbursche : Sandor Konya
Eremit : Ernst Wiemann

NDR Sinfonieorchester
Dirigent: Wilhelm Brückner-Rüggeberg
Aufnahme: NDR 1957

Im Freischütz-Thread habe ich diese Aufnahme vor einiger Zeit vorgestellt; es handelt sich hier nicht um eine Opernaufführung oder eine Studio-Produktion, sondern um eine Aufnahme für den Schulfunk des Hamburger Radiosenders, Konya kannte die Partie noch nicht, er sang sie vom Blatt, auch wurde viel improvisiert, denn das ganze wurde mehr oder weniger in der Freizeit der Sänger und Musiker, teilweise in den Nachtstunden, aufgenommen, um den Tagesablauf der Hamburgischen Staatsoper, bei der die meisten Sänger arbeiteten, nicht zu stören. Auch war der Dirignt alles andere als ein Spezialist für romantische Opern!
Trotz aller Improvisation ist dabei eine sehr stimmige Opern-Gesamtaufnahme geworden, die es vorher jedoch nie im Handel gegeben hat (lediglich ein Querschnitt wurde vor einigen Jahren als Jahresgabe an die Abonnenten der Zeitschrift "Opernwelt" verteilt).

LG

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Harald

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Jolanthe

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13

Montag, 1. Juni 2009, 21:35

Maskenball

Soeben habe ich mal kurz in den zur Zeit laufenden Maskenball im Theaterkanal mit Sandor Konya hineingeschaut.
Er ist mir seit Jahren ein Begriff, aber ich besitze absolut keine Aufnahme mit ihm. Natürlich kenne ich seine Stimme durch den Rundfunk.
Was mich natürlich immer stört, sind italienische Opern in deutscher Sprache. Trotzdem denke ich, dass Sandor Konya sicher ein sehr guter Tenor in seiner Zeit war.

LG
:hello:
Jolanthe

Harald Kral

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14

Donnerstag, 4. Juni 2009, 22:14

Originalsprachen

Natürlich hatte Sandor Konya alle italienischen Opern seines Repertoires auch in der Original-Sprache drauf. So wie er - obwohl aus Ungarn - die deutschen Opern/Wagner natürlich in der Originalsprache gesungen hat!

Das Hamburger Archiv für Gesangskunst (HAfG) hat eine kleine Recital-Serie herausgebracht, die ich hier kurz vorstellen möchte:







Ein link zum Hamburger Archiv gibt es rechts unten auf jeder tamino-Seite.

LG

:hello:
Harald

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Harald Kral

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15

Samstag, 13. Juni 2009, 17:17

Franz Marszalek und Sandor Konya

Beim Westdeutschen Rundfunk in Köln hat Sandor Konya viel gesungen, einiges davon - vorwiegend von Franz Marszalek dirigiert - wurde seinerzeit von der Plattenfirma Polydor (bereits in Stereo, obwohl im Radio nur Mono möglich war) für die Schallplatte produziert; etliches davon gibt es auch auf CD, hier ein paar Beispiele deutschsprachiger "Kurzopern":




sowie eine ganze Anzahl von Operetten.

Alles in allem sehr hörenswerte "Juwelen" aus den alten Zeiten.
Vielleicht kann uns hier unser Marszalek-Experte Henk ein bißchen mehr dazu erzählen!

LG

:hello: Harald
Harald

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Blankenstein

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16

Samstag, 13. Juni 2009, 22:05

RE: Franz Marszalek und Sandor Konya

Lieber Harald,

die von dir vorgestellten sechs Polydor-Opernquerschnitte sind die einzigen gemeinsamen Ausflüge von Sándor Kónya und Franz Marszalek in die Welt der Oper gewesen. Sie erschienen vor einigen Jahren dankenswerterweise noch einmal im Rahmen der Polydor-Nostalgieserie "Klassik unter Sternen" (inzwischen sang- und klanglos verschwunden, obwohl im Polydor-Archiv noch manche interessante Aufnahme im Bereich der leichten Klassik der Wiederveröffentlichung harrt). Diese Opernquerschnitte entstanden allerdings nicht für den WDR, sondern eigens für Polydor. Marszalek hatte neben seiner umfangreichen Tätigkeit für seinen Brotherrn den WDR, auch noch einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon, bzw. Polydor. Wenn Marszalek eine Platte für Polydor einspielen wollte, musste er - obgleich es eine reine Formalität war - sich die Genehmigung dazu vom WDR-Intendanten einholen. Die erste gemeinsame Arbeit mit Kónya war im Mai 1959 ein Querschnitt durch "Die lustige Witwe" (mit Talmar, Fehringer und Bartos). In den folgenden Jahren entstanden dann die vielen Polydor-Operettenquerschnitte, die zuletzt noch von Philips auf CD herausgebracht wurden. Durch die "zweigleisige" Arbeit Marszaleks für den Hörfunk und die Plattenindustrie konnte leicht der Eindruck entstehen, dass es sich bei den Polydorplatten um WDR-Aufnahmen handelte, was aber nur selten der Fall war (Ausnahme: "Paganini"-Querschnitt mit Schlemm und Anders, sowie einige Operntitel mit diesem Sänger). Sie wurden aber (von Marszalek selbst in seiner Eigenschaft als Programmredakteur) oft in WDR-Sendungen eingesetzt. Sándor Kónya hat Anfang der sechziger Jahre auch die Titelrolle in der Lehár-Operette "Paganini" (allerdings im damaligen Playback-Verfahren) fürs Fernsehen unter Franz Marszalek gesungen. Es ist meines Wissens die einzige Operetten-Gesamtaufnahme mit dem ungarischen Tenor. Mit Marszalek entstanden noch einige Operetten-Einzeltitel und Tenorschlager (z.B. von Gerhard Winkler) und 1962 eine ziemlich seltene Singleplatte (Polydor 24888 ) mit dem "Tango delle rose". Darüber hinaus hat Kónya für Polydor mit Kurt Edelhagen zusammengearbeitet (nicht nur im bereits in diesem Forum besprochenen Querschnitt durch "My Fair Lady"). Ganz frühe Aufnahmen ("Wolgalied" und "Gondellied") erschienen damals zunächst bei Heliodor unter Fried Walter. Übrigens: auf ungarisch kann man Sándor Kónya auch Operette singen hören, denn Hungaroton hat unter der Bestellnummer HCD 16583 zwei 1973 entstandene Querschnitte vor einigen Jahren auf CD herausgebracht. Es handelt sich hier um "Der Vogelhändler" (Zeller) und "Die Dubarry" (Millöcker).

Beste Grüsse aus den Niederlanden
Henk Blankenstein

Harald Kral

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17

Samstag, 13. Juni 2009, 22:30

Sandor Konya und die Operette

Lieber Henk,

herzlichen Dank für Deinen informativen Beitrag.

Hier noch als Ergänzung das Cover zu der ungarischen Operettenplatte:



ZELLER, Karl (1842–1898 ) / MILLÖCKER, Karl (1842–1899)
Der Vogelhändler (Zeller), Gräfin Dubbary (Millöcker)

A madarász (Zeller), Dubarry grófnõ (Millöcker)
HCD 16583
5991811658328
(P) Hungaroton Records Ltd.
(P) 2006

Házy Erzsébet, Kalmár Magda, Petress Zsuzsa, szoprán
Kónya Sándor, Kishegyi Árpád, Palcsó Sándor, Réti József, tenor
Várhelyi Endre, basszus
A Magyar Rádió Ének–és Zenekara
vezényel
Bródy Tamás

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Damit hast Du bereits das nächste Kapitel zum Thema Sandor Konya eröffnet: Die Operette

Ich hoffe, dass wir zu diesem Thema noch viele Beiträge zu lesen bekommen!

Viele Grüße

Harald :hello:
Harald

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wega

Profi

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18

Montag, 15. Juni 2009, 13:55

Bei einem Aufenthalt in St. Petersburg entdeckte ich vor einigen Jahren einen Live-Lohengrin von den Bayreuther Festspielen 1967:
Sandor Konya als Lohengrin
Heather Harper als Elsa
Karl Ridderbusch als König
Grace Hoffman als Ortrud
Thomas Tipton als Heerrufer
und meiner Meinung der beste in diesem hervorragenden Ensemble:Donald McIntyre als Telramund.
Dirigent: Rudolf Kempe

Gleichzeitig "erwischte" ich eine etwa gleich alte Aufnahme des Tannhäuser aus Bayreuth:
Jess Thomas als Tannhäuser
Hermann Prey als Wolfram
Anja Silja als Elisabeth
Tugomir Franc als Landgraf
Berit Lindholm als Venus

Es handelt sich um sehr gute Einspielungen.
Sind diese Aufnahmen bei deutschen Labels erschienen?

Harald Kral

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19

Montag, 15. Juni 2009, 14:15

Lohengrin Bayreuth

@wega

Der 1967er Lohengrin aus Bayreuth ist bei Melodram erschienen (3 CDs), bei Saturn in Köln erhältlich, aber sicher auch im Netz zu bestellen.

Der weiterhin genannte "Tannhäuser" aus dem gleichen Jahr, Dirigent Klobucar, ist mir als CD-Umschnitt nicht bekannt, allerdings gab es den auf 4 LPs, Label Aufon P91 00059-00066 (nur auf dem "grauen" Markt erhältlich). Der kürzlich verstorbene Hermin Esser sang den Walther von der Vogelweide.

LG

:hello:

Edit: Der Tannhäuser kann bei OperaDepot in N.Y. auf CD bestellt werden.
Harald

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Blankenstein

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20

Montag, 15. Juni 2009, 20:31

RE: Sandor Konya und die Operette

Lieber Harald,

zusätzlich zum Thema "Sándor Kónya und die Operette" kann ich noch mitteilen, dass der Sänger 1955 im Süddeutschen Rundfunk zwei Titel aus "Salon Choufleuri" (Offenbach) und 1959/1961 vier Fragmente aus den Gerhard-Winkler-Operetten "Die ideale Geliebte" und "Der Fürst von Monterosso" im Bayerischen Rundfunk aufgenommen hat. Leider sind diese Aufnahmen nie auf CD erschienen. Weitere Angaben zu den Operetten-Aktivitäten von Sándor Kónya für Platte und/oder Funk liegen mir nicht vor.

Beste Grüsse
Henk Blankenstein

Harald Kral

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21

Montag, 15. Juni 2009, 20:45

RE: Sandor Konya und die Operette

WDR4 hat am 25. Oktober 2002 in seiner Reihe "Operette nach Wunsch" eine 2-stündige "Sandor-Konya-Gedächtnis"-Sendung gebracht.

Ich muß mir das Band noch heraussuchen und nochmal anhören, ob es Verwertbares hergibt.

LG

:hello:Harald
Harald

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Blankenstein

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22

Dienstag, 16. Juni 2009, 20:41

RE: Sandor Konya und die Operette

Nachschrift:

vollständigkeitshalber möchte ich noch auf die RCA-Fledermaus und auf einen Querschnitt durch "Gräfin Mariza" (Kálmán) mit Kónya hinweisen. Letztere Aufnahme (eine EP-Platte) erschien vor vielen Jahren bei Ariola unter der Nummer 36070 C. Weitere Mitwirkende: Gisela Behm, Rosemarie Moogk, Waldo-Favre-Chor und das FFB-Orchester unter Frank Fox, der auch die Bearbeitung besorgte.

Beste Grüsse
Henk Blankenstein

Bernward Gerlach

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23

Dienstag, 26. Oktober 2010, 21:14

Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Hallo Konya Freunde,

mein CD-Regal zählt 31 verschiedene Aufnahmen mit dem ungarischen Tenor, der mit Anneliese
aus Steinhude verheiratet war. Sie lebt noch auf Ibiza, wo das Ehepaar zuletzt wohnte. Das Anwesen
in Steinhude am Steinhuder Meer, nicht weit von Hannover, ist verkauft.

Bei den genannten Aufnahmen fehlt noch u.a. das Verdi-Requiem, Hoffmanns Erzählungen,
Parzifal, Tristan.

Die von mir sehnlichst erwartete Feldermaus-Aufnahme ist 2009 auf CD herausgekommen:



Die Aufnahme des Lohengrin von 1957/58 aus Bayreuth:




LG, Bernward

"Nicht weinen, dass es vorüber ist
sondern lächeln, dass es gewesen ist"
Waldemar Kmentt (1929-2015)


Harald Kral

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24

Dienstag, 26. Oktober 2010, 22:33

Fra Diavolo

In irgendeinem anderen Thread wurde heute die Oper "Fra Diavolo" erwähnt; und an anderer Stelle kam das Gespräch auf den Tenor Sandor Kónya.

Daher habe ich beides zusammen mir heute zum Trost für das verlorene Pokalspiel aufgelegt:

Die WDR-Produktion in deutscher Sprache der Oper von F. Auber "Fra Diavolo" mit Sandor Kónya in der Titelrolle!
Irgendwann zwischen 1960 und 1970 in Köln beim WDR aufgenommen, den Lorenzo singt übrigens Werner Krenn.



Ich freue mich schon auf die Fernsehaufzeichnung meiner liebsten Oper im November im ZDF-Theaterkanal!

LG

:hello: :hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
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9079wolfgang

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Dienstag, 26. Oktober 2010, 23:08

Sandor Konya

Lieber Harald!

Das Thema Sandor Konya hatte ich schon einmal erwähnt. Und zwar im Zusammenhang mit der kommenden "Fra Diavolo" im Fernsehen. Ich hoffe, daß mich Bernward Gerlach mit der Aufnahme nicht hängenläßt. Außerdem Außerdem ging es um die "Ungarn-Connection", zu der ich auch gehöre. Sandor Konya war ein excellenter "Bank Ban" und "Hungary Laszlo".

Gruß Wolfgang
W.S.

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26

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 10:26

Sie lebt noch auf Ibiza, wo das Ehepaar zuletzt wohnte
Nach andern Angaben (Sängerlexkon Kutsch) verbrachte er seinen Ruhestand in seiner Heimatstadt Sarkád, zu deren Ehrenbürger er 1996 ernannt wurde.


Bernward Gerlach

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Mittwoch, 27. Oktober 2010, 13:26

Puccini oder Wagner? - oder beides: Der Tenor SANDOR KONYA

Lieber Arlecchino,

die Angaben bezüglich Ibizza stammen von Sondor Konya selbst aus einer dacapo-Sendung mit August Everding.
Die Aufnahme kann ich Dir gern zur Verfügung stellen.

LG, Bernward

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Harald Kral

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28

Mittwoch, 27. Oktober 2010, 13:58

Nach meinen Infos ist beides richtig.
Die kalten und feuchten Monate seiner letzten Jahre verbrachte er auf den sonnigen Balearen, während er - nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft - sich im Sommer in seiner ungarischen Heimat aufhielt. Er plante sogar, sich dort einen Bauernhof zu kaufen.

LG
Harald

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Caruso41

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Freitag, 24. Dezember 2010, 14:25

Puccini oder Wagner? - oder beides? - oder doch viel mehr???: Der Tenor SANDOR KONYA

Der ungarische lyrische Tenor Kónya, Sándor, geboren am 23.September in 1923 Sarkád, studierte an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest; ab 1946 an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold bei Professor Frederick Husler und in Mailand.
Er debütierte 1951 als Turiddu in Bielefeld und kam im Jahr 1955 an die Städtische Oper Berlin. Dort wurde er als Lohengrin bekannt, als dessen idealer Interpret er zu seiner Zeit galt.
Er sang diese Rolle 1958 bei seinem Debüt in Bayreuth, ebenso 1961 an der New Yorker Metropolitan Opera, 2 Jahre später am Londoner Covent Garden, in Paris, Rom, Verona, insgesamt mehr als 300 Mal.
An der Met war er in den 60er- und frühen 70er-Jahren einer der führenden Tenöre in ital. Partien und lyrischen Wagner-Rollen: Stolzing, Parsifal, Kalaf, Max, Don Carlos.

In Deutschland sang er viele italienische Partien noch in deutscher Sprache, auch auf zahlreichen Schallplatten, ebenso viele Operetten, vorzugsweise unter dem Dirigat von Franz Marszalek.

Nach dem Ende seiner Sängerkarriere gab er sein Wissen an junge Sänger als Professor an der Stuttgarter Musikhochschule weiter.

Am 20. Mai 2002 starb er auf Ibiza im Alter von 79 Jahren.

Morgen, am 1. Juni 2009 ist er im ZDF-Theaterkanal als König Gustav von Schweden in einer "Maskenball"-Verfilmung zu sehen.

LG

:hello:

Eben erst bin ich auf diesen Thread gestoßen. Es hat mich als leidenschaftlichen Verehrer von Sondor Konya doch sehr gefreut, dass er nach wie vor nicht vergessen ist.

Ich könnte mich zu vielem äußern, was bisher so zusammengetragen wurde, möchte mich aber auf zwei Hinweise beschränken.


Richtig ist die Bemerkung, dass er 1955 an die Städtische Oper Berlin kam.Allerdings sang er schon in den beiden Speilzeiten zuvor oft "als Gast".
Es stimmt aber nicht, dass er dort als Lohengrin bekannt wurde. Es hat im Haus an der Kantstrasse keinen Lohengrin gegeben. Und als nach dem Umzug in die Bismarckstrasse dort Wieland Wagner den Lohengrin inszeniert hat, war Konya längst in New York. Lohengrin hat er in Berlin nie gesungen! In der Deutschen Oper sangen die Partie Jess Thomas und später auch James King und Charles Craig.


Natürlich hat Konya an der Städtischen Oper Puccini gesungen. aber wenn man sich die damaligen Besetzungslisten anschaut, dann wurde er in einem ganz anderen Repertoire eingesetzt. Er sang unter anderem den MAX im Freischütz und den HÜON im Oberon, den RICCARDO im Ballo, den JASON in Medea, zudem sang er slawisches Repertoire: In der Jenufa erst den STEWA und später den LACA, in der Katja Kabanova den BORIS. Er sang sogar Zeitgenössisches: In Menottis "Die Heilige von der Bleeker Street" sang er die männliche Hauptpartie, ich glaube, der hieß MICHELE.

Es klingt also sonderbar, wenn er nur mit Puccini und Wagner in Verbindung gebracht wird.

Macht nichts! - Hauptsache er ist in Erinnerung geblieben.
Vielleicht geht ja dieser Thread noch weiter und bringt jüngere Taminos auf die Idee, mal nach Aufnahmen von ihm zu forschen und sie anzuhören. Da empfehle ich neben den erwähnten diversen Aufnahmen seines Lohengrin und der Kubelik-Aufnahme seines Stolzing vor allem seine hinreißende Aufnahme von Enzos "Cielo e mar", in der er ganz poetisch beginnt und sich zu sinnlicher Glut und leidenschaftlicher Emphase steigert! Leider gibt es sie nur als LP.
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Manfred

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Freitag, 24. Dezember 2010, 14:54

vor allem seine hinreißende Aufnahme von Enzos "Cielo e mar", in der er ganz poetisch beginnt und sich zu sinnlicher Glut und leidenschaftlicher Emphase steigert! Leider gibt es sie nur als LP.
Hallo Caruso41,

nachdem ich Deinen Beitrag gelesen hatte, hörte ich mir - nach langer Zeit - noch einmal "Cielo e mar" von Sándor Kónya an. Es ist wirklich eine der sehr guten Interpretationen dieser Arie, meiner Meinung nach auf gleicher Stufe mit den Aufnahmen von Gigli und Gedda.



LG
Manfred
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