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Christian Biskup

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Registrierungsdatum: 24. Februar 2009

1

Freitag, 22. November 2013, 20:25

Paul von Klenau - romantische Zwölftonmusik

Liebe Taminos,

dieser Thread wird einem, wie ich finde, hochinteressanten Komponisten gewidmet sein. Es handelt sich um


Paul von Klenau


Quelle: Royal library Kopenhagen (www.kb.dk)

Paul August von Klenau wurde am 11. Februar 1883 in Kopenhagen geboren. Seine musikalische Ausbildung began 1900 er am Kopenhagener Konservatorium, bei dessen Direktor Otto Malling, der ebenfalls ein geschätzter Komponist war, er Unterricht in Theorie erhielt. Ebenfalls lernte er Violine bei Frederik Hilmer. 1902 ging Klenau nach Deutschland, ins Land seiner Vorfahren, die bis zum 18. Jahrhundert in Mecklenburg lebten. Dort ging er nach Berlin wo er Komposition bei Max Bruch und studierte weiterhin Violine ( sein Hauptinteressengebiet ) bei Carl Halír. Sein Interesse an der Komposition wurde mit
der Zeit jedoch immer größer, weshalb der das Violinspiel 1904 aufgab, nach München ging und dort bei Ludwig Thuille und ab 1908 bei Max von Schillings weiter rein Kompositionslehre zu studieren. In dieser Zeit startete Klenau auch ein Tagebuch, in welchem er das Musikleben bis 1939 beschreibt und auch seine zahlreichen Kontakte zu denen unter vielen andere Pfitzner, Berg, Schönberg und Furtwängler gehörten mit einbezieht. Ab 1907 startete er parallel zu seiner Komponistenkarriere eine Laufbahn als Dirigent. Dabei war er Repititor und Kapellmeister in Freiburg, 1912 Dirigent des Bachvereins Frankfurt und 1913 erster Kapellmeister in Freiburg, Leiter der Philharmonischen Gesellschaft Kopenhagen, Konzertdirektor am Wiener Konzerthaus. Unschwer dabei erkennbar ist, dass sich sein Wirkungsraum Zeit seines Lebens mehr auf Deutschland als auf seine Heimat konzentrierte. Dies verwundert aber nicht, sind doch die Aufführungsmöglichkeiten seiner meist groß angelegten Kompositionen im kleinen Dänemark sehr begrenzt waren, zumal moderne Musik zu dem Zeitpunkt noch nicht verstärkt in Skandinavien angekommen sind. Klenau war es auch, der die Musik Schönbergs u.a. den Pierrot, verstärkt den Dänen vorstellte.

Seinen Kompositorischen durchbruch erlebte er bereits mit 25 Jahren im Jahr 1908, als seine erste Sinfonie beim Deutschen Musikverein aufgeführt und bejubelt wurde. Auch die von Hans Pfitzner dirigierte dritte Sinfonie wurde in Straßburg ein Erfolg. Damals war Klenaus Musik noch stark von Schilling und Strauß geprägt. Ab dem ersten Weltkrieg lassen sich vergleiche mit Schreker und Zemlinsky ziehen. Seine Orchesterwerk Gespräche mit dem Tod und auch die später von Bruno Walter übernommene Leitung seines Operneinakters Sulamith weisen verstärkt expressionistische Züge auf. Sein Ballett "Klein Idas Blumen" von 1916 wurde insgesamt 73x bis 1939 in Wien gegeben Nach einer etwas impressionistischen Phase findet Klenau seinen Stil in einer "tonartbestimmten Zwölftonmusik" sein Zuhause. Unter diesem Systhem komponierte er drei Oper, Rembrandt van Rijn, Michael Kohlhaas und Elisabeth von England, die zusammengenommen keinen großen Erfolg hatten, wobei dies nur bedingt auf die Musik zurückzuführen ist. Fakt ist, dass solch moderne Musik schwer in einen Handlungsstoff aus dem 15.-16. Jahrhundert vom Publikum ernst genommen werden kann. Auch seine Sinfonien, wirken dadurch ungewohnt in der Tonsprache. Aber immerhin war seine Zwölftonmusik nicht atonal, weshalb er wohl auch weiterhin während des Naziregimes komponieren und aufführen durfte. In wie fern Klenau selbst ins Systhem integiert war, ist nicht ganz klar. Bis 1926 war er mit einer Jüdin verheiratet, äußerte er sich später öffentlich so, dass er weiterhin ausübend in Deutschland sein durfte. Klenau kehrte zu Beginn des 2. Weltkriegs wieder ins heimische Kopenhagen zurück und wandte sich auch etwas von der Zwölftontechnik wieder ab. Er komponierte bis an sein Lebensende. Er starb am 31. August 1946 in Kopenhagen. Es ließ sich nicht übers Web herausfinden wo er begraben ist.

Sein Werk umfasst neun Sinfonien, von denen die neunte nächstes Jahr unter Thomas Dausgaard seine Uraufführung in Kopenhagen ( mit meiner Anwesenheit ;) ) erlebt, mehrere sinfonische Dichtungen, 5 Opern, Lieder und Klavierwerke. Einige Werke warten bis heute auf ihre Uraufführung, blicken aber Dank des gestiegenen Interesses an seiner Musik in eine bessere Zukunft. Briefe, Manuscripte sowie seine Totenmaske werden in der Königlichen Bibliothek Kopenhagen aufbewahrt.

Insgesamt fünf Aufnahmen mit Werken von Klenau sind mir bekannt:


Die Weise von Liebe und Tod des Kornetts Christoph Rilke ist für großes Orchester, Chor und Baritonsolo 1918-1919 geschrieben und wurde um diese Zeit vom Komponisten als sein bestes Werk angesehen. Es vertont die gleichnamige Erzählung von Rainer Maria Rilke. Düster, klanggewaltig sowie etwas herb im Klang wird die Erzählung sehr beindruckend und abwechslungsreich vertont. Es erklingt der kraftvolle Bariton von Bo Skovhus in perfekt verständlichen Deutsch mit dem Czech Philharmonic Choir sowie dem Odense Symphony Orchestra unter Paul Mann.



Mein persönlich liebstes Werk Klenaus ist zur Zeit seine 7. Sinfonie von 1941, auch Sturmsinfonie genannt. Klanggewaltig, zeitweise fast brutal und voller Energie, erklingt hier eine Sinfonie, die gewiss ein Publikumsrenner wäre. Für großes Orchester, flimmern hier nur die Harmonien hin und her. Genial insturmentiert und voller Raffinesse ist es eine herzliche Empfehlung von mir. Auch der Jahrmarkt bei London für gr. Orchester und Kinderstimme oder Alt, ist ein geniales Werk, jedoch von durchaus impressionistischem Charakter. Beginnend mit einigen Versen ( Regen, Regen, Regen, auch nichts in der Welt ist so grau, als Regen... ), unterlegt mit trüber Nebelstimmung, lichtet sich bald die "typisch britische Regenzeit" und Klenau stellt verschiedene Jahrmarktseindrücke vor, bevor der Regen wieder alles umschlingt. Zu den anderen Aufnahmen kann ich bisher noch nichts sagen, aber ihr vielleicht?











Christian Biskup

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2

Dienstag, 11. März 2014, 06:39

Hallo Taminos,

heute möchte ich Euch Paul von Klenaus siebte Sinfonie, die sogenannte Sturmsinfonie vorstellen. Sie wurde 1941 vollendet und wurde jahrelang als Klenaus letzte Sinfonie angesehen bis man vor einigen Jahren zwei weitere entdeckte. Der Untertitel bezieht sich nicht auf ein Programm und soll nur die Stimmung des Werkes verdeutlichen.




Entsprechend kraftvoll beginnt das Werk ( Allegro molto vivace ) mit einem rauen Thema, welches spannungsvoll scheinbar immer wieder zu einem Höhepunkt zu gelangen will. Es endet in flimmernden Streichern, mit einem Beckenschlag abgeschlossen. Das Thema wird fast identisch wiederholt mündet aber in diesmal in einer breiten Streicherstelle bevor sich das Hauptmotiv steigert und nach einem erneuten Beckenschlag verklingt. Ein Marschrhythmus wird leise in den Pauken erzeugt, die Violinen legen sich wehmütig davor. Das Hauptthema kommt nun erneut, allerdings harmlos, klagend in den Hintergrund. Nach diesem Ruhepol kommt es allerdings wieder streng in Rhythmus, von sphärischen Hörnern unterstützt, bevor dieses nach einer kurzen fugalen Überleitung wieder in die kraftvollen Anfangstakte verfällt und mächtig endet.
Der zweite Satz ( sehr langsam ) beginnt düster in den Bässen, Klarinette und Fagott, die eine dunkle Landschaft zu malen scheinen. Die Stimmung scheint sich langsam in den Hörern aufzuklären, doch auch die Violinen setzen klagend ein, immer nach Auflösung strebend. Ein Marsch setzt ein, durchaus verzweifelter als im ersten Satz, kaum mehr in der Tonalität. Die dunkle Landschaft kehrt wieder, der Satz erstirbt plötzlich.
Das Allegro vivace beginnt mit flirrenden Streichern und einem Beckenschlag und leitet in einen kontrapunktisch ausgearbeiteten Teil ein, der immer wieder zu Höhepunkten strebt, abfällt um wieder von Neuem zu beginnen. Mit pizzicato spielenden Streichern wird ein neuer Abschnitt eingeleitet, ähnlich dem zweiten Satz. Anschließend wird der erste Teil wieder zitiert bevor er identisch übernommen wird. Mit Trompetenfanfaren endet der Satz.
Voller Trauer erfüllt beginnt der letzte Satz ( Pesante ), ein Solo in der Violine leitet erneut in einem leeren Trauermarsch, der sich jedoch in Dur auflöst. Das Motiv des ersten Satzes wird piano zitiert. Streicher pizzicato und Pauke steigern sich unisono zum Fortissimo. Die Sturmstimmung bricht mit dröhnenden Bläsern sowie drängenden Streichern wieder ein. Doch die Stimmung verdüstert sich jäh und harmonisch kühn dröht bald wieder das Blech. Das Hauptthema des ersten Satzes wird wiederholt und nach einem Abfallen der Lautstärke in den verschiedensten Tonarten wechselnd wiederholt, bis die Sinfonie in Dur zu enden scheint. Klenau lässt seine Harmonien jedoch weiter flimmern und schließt das Werk düster in Moll ab.

Ich bin immer wieder tief beeindruckt von diesem Werk. Insbesondere finde ich Klenaus tonartbezogene Zwölftontechnik sehr reizvoll. Durch diese ist seine Tonsprache unverkennbar und meines Wissens auch einmalig. Seine Musik ist durchweg kraftvoll, düster, eigentümlich, ja fast anarchisch in der Stimmung und offenbart die verschiedensten Orchesterfarben und ist mit anderen Spätromantikern kaum zu vergleichen. Die Aufnahme unter Jan Wagner und dem Odense Orchester ist klanglich sehr gut und auch von der Interpretation packend. Manchmal könnte die Musik allerdings durch ein wenig mehr Brutalität noch etwas an Eindruck mehr gewinnen.

Grüße
Christian

musikwanderer

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3

Mittwoch, 11. Februar 2015, 09:14

Heute vor 132 Jahren, am 11. Februar 1883, wurde der von Christian hier vorgestellte Komponist in Kopenhagen geboren. Das ist zugegebenermaßen kein erinnerungswürdiges Datum der Musikgeschichte, ich möchte mich aber - angesichts einer fehlenden Alternative - auf diese Weise an den Threadstarter wenden mit der Frage, ob er etwas über Paul von Klenaus Oper REMBRANDT VAN RIJN weiß oder gar irgendwelche Bezugsquellen kennt. Ich habe eine Inhaltsangabe dieser Oper in der Form eines sehr "labilen Gerüstes" fertig, das mehr Fragen offen lässt, als es beantwortet...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

lutgra

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4

Mittwoch, 11. Februar 2015, 13:21

Mein persönlich liebstes Werk Klenaus ist zur Zeit seine 7. Sinfonie von 1941, auch Sturmsinfonie genannt. Klanggewaltig, zeitweise fast brutal und voller Energie, erklingt hier eine Sinfonie, die gewiss ein Publikumsrenner wäre. Für großes Orchester, flimmern hier nur die Harmonien hin und her. Genial insturmentiert und voller Raffinesse ist es eine herzliche Empfehlung von mir.

Das klingt ganz so, als wenn es hier von meiner Seite aus einen Nachholbedarf gäbe, den Komponisten hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.

Christian Biskup

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5

Mittwoch, 11. Februar 2015, 16:36

Zitat

Zitat lutgra: Das klingt ganz so, als wenn es hier von meiner Seite aus einen Nachholbedarf gäbe, den Komponisten hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.
Hallo lutgra - darauf kann ich nur antworten: Auf jeden Fall! Klenau ist sehr interessant - er versucht musikalisch eine Brücke zwischen der traditionellen spätromantischen Musik und den durch Berg und Schönberg zu dieser Zeit bereits praktizierten Zwölftontechnik zu finden. Obwohl Zwölftonreihen als Themen das ganze Werk durchziehen, kadenziert er diese unter traditionellen Methoden. Leider ist noch recht wenig von diesem Komponisten auf CD erhältlich, doch wird im kommenden Jahr auch seine 9. Sinfonie (mit Chor und Solisten - wie hätte es anders sein können) bei Dacapo erscheinen. Da ich bei der Uraufführung im Kopenhagen dabei war, muss man zwar sagen, dass diese im Vergleich zu den vorherigen abfällt, aber doch hörenswert ist.

Liebe Musikwanderer: Es freut mich zu lesen, dass Du dich mit Klenaus Opern beschäftigst - ich selber habe auch vor einiger Zeit angefangen eine Inhaltsangabe für eine seiner Opern zu schreiben, doch zwangen mich andere Dinge dies erstmal zurückzustellen.
Bezüglich des Materials zu REMBRANDT VAN RIJN: In der Königlichen Bibliothek zu Kopenhagen (kb.dk - Suche über REX) findest Du Textbuch als auch einen deutschen Klavierauszug. Für Kopien muss man dort allerdings ein Haydn Haidengeld lassen. Probiere es doch eventuell über die Fernleihe Deiner lokalen Bibliothek. Aus München ist beispielsweise eine Fernleihe des Librettos möglich - weitere Städte haben aufgrund der ehemaligen Popularität Klenaus ebenfalls Material, dass so ausgeliehen werden kann. Ich hoffe diese Angaben helfen Dir zumindest etwas weiter.

Beste Grüße
Christian

musikwanderer

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6

Donnerstag, 12. Februar 2015, 09:32

@ Christian Biskup:

Vielen Dank für Deine schnelle Antwort mit Anregung über die Fernleihe. Natürlich habe ich das im hiesigen "Medienhaus" schon ausprobiert - leider ohner Erfolg. Nachdem ich auf Deinen Hinweis hin selber recherchiert habe und tatsächlich in der Münchner Gasteig-Bibliothek einen KA fand, muss ich davon ausgehen, dass meine Gesprächspartnerin in der Bibliothek an jenem Tag "lustlos" war. Ich werde dort mit Druckvorlage vorsprechen...

:hello:
.

MUSIKWANDERER

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7

Montag, 16. Februar 2015, 14:57

er versucht musikalisch eine Brücke zwischen der traditionellen spätromantischen Musik und den durch Berg und Schönberg zu dieser Zeit bereits praktizierten Zwölftontechnik zu finden.
Was ich von ihm kenne, ist uneinheitlich. Ein Klavierstück, das etwa wie frei atonaler Schönberg klingt, aber voll von dissonant übereinandergelagerten Dreiklängen ist, ein straussisch-effektvolles orchestrales Frühwerk und ziemlich dickflüssiges Sinfonisches, dem ich noch nichts abgewinnen konnte. Das hat alles mit Zwölftontechnik wohl nichts zu tun, ich habe aber auch schon gelesen, dass er die auch verwendet hat, allerdings tonal, also wie Frank Martin oder andere ...

Christian Biskup

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8

Montag, 16. Februar 2015, 18:21

Lieber kurzstueckmeister,

mich würde interessieren welches Klavierwerk Du von Klenau kennst? Mir ist keine Veröffentlichung bekannt... Bei Klenau finden sich etwa ab 1930 Zwölftonreihen in der Musik. Wie ich bereits in den Beiträgen vorher geschrieben habe, verwendet er diese in einem tonalen Zusammenhang, er kadenziert und verarbeitet diese Reihen, was bei Schönberg nicht der Fall ist. Diese Erfindung von ihm - die tonartbezogene - Zwölftontechnik inspirierte zur damaligen Zeit einige Komponisten, u.a. Alban Berg für sein Violinkonzert, wobei Bergs Werk natürlich viel stärker von den Prinzipien Schönbergs als Klenaus beinflusst ist.

LG
Christian

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 808

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

9

Dienstag, 17. Februar 2015, 10:17

Ich glaube nicht, dass es eine Aufnahme davon gibt, ich habe die Noten in der hiesigen Musikuni ausgeliehen, kopiert, und die Stücke am Klavier gespielt. Ich glaube, es ist aus den 20ern und klingt nach frei atonalem Schönberg (es gibt viele Komponisten, die das "mal ausprobiert" haben). Es ist aber konservativer: Statt konsequenter Atonalität auch Dreiklangsschichtungen, statt freier Form deutliche Reprisen, z.T. sogar quinttransponiert.

Alfred_Schmidt

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10

Dienstag, 16. Oktober 2018, 19:53

Im Rahmen der Aufarbeitung meiner in den letzten Jahren gekauften CDs bin ich heute nachmittag bei Paul von Klenau gelandet. Während ich noch darüber nachdachte wie und wo ich über sein Werk schreiben würde, bin ich auf diesen Thread gestoßen, wo eigentlich zur 7. Sinfonie alles sehr ausführlich gesagt wurde. ich wüsste nicht was ich hier ergänzen könnte. Vielleicht eine kurze Bemerkuing, daß das Werk unerwarteterweise eigentlich nicht sperrig auf mich wirkte, sondern sehr intensiv und beeindruckend .
Möglicherweise war alles verlorne Liebesmüh, cpo liefert angeblich binnen einer Woche "sofern beim Lieferanten" verfügbar. Das ist aber eher unwahrscheinlich, denn bei amazon ist sngeblich noch en Exemplar um ca 11 Euro verfügbat (nur noch eine) wird aber auch schon zu Fantasiepreisen um die 60 Euro angeboten.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, daß es in gleicher Aufmachung und Besetzung in der Vergangenheit schon eine CD mit den Sinfonien 1 und 5 gab. Derzeit um läppische 160 Euro bei amazon Marktplace zu erwerben.....

Auf der gezeigten CD sind weitere Werke enthalten, die sicher in absehbarer Zeit hier vorgestellt werden...

mfg aus Wien

Alfred

MIT ARBEIT VERSAUT MAN SICH DIE GANZE FREIZEIT