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Karl

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  • »Karl« ist männlich

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Donnerstag, 20. September 2018, 11:58

Bill Bryson

Mein Amerika - Erinnerungen an eine ganz normale Kindheit



Nach "Picknick mit Bären" und "Reif für die Insel" habe ich mir nun eine größere Sammlung an Büchern dieses Autors zugelegt.

Hier ein kleiner Auszug vom Vorwort:

Zitat

Alles in allem hatte ich eine richtig schöne Kindheit. Meine Eltern waren geduldig und nett und beinahe normal. Sie haben mich nicht im Keller angekettet. Sie haben mich nicht "es" genannt. Ich wurde als Junge geboren und durfte ein Junge bleiben. Einmal schickte mich meine Mutter zwar in Caprihosen in die Schule, doch ansonsten habe ich als Kind wenig Traumatisches erlebt.

Reinhard

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  • »Reinhard« ist männlich

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Donnerstag, 20. September 2018, 16:09

Bei mir gerade vom gleichen Autor:

Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
(Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

rodolfo39

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  • »rodolfo39« ist männlich

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Donnerstag, 20. September 2018, 16:36

Zur Zeit lese ich den neuen Roman von Stephen King der Outsider.

Karl

Profi

  • »Karl« ist männlich

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Donnerstag, 20. September 2018, 21:34

Hallo Reinhard,

ich lese parallel derzeit noch:

Ein kurze Geschichte von fast allem

und staune über die Gabe des Autors, wie er komplexe wissenschaftliche Themen mit solch großem Unterhaltungswert vorstellen kann.

Nette Grüße

Karl

moderato

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  • »moderato« ist männlich

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Freitag, 28. September 2018, 19:36



Nach einigen Tagen im Tessin, habe ich zwei schmale Bücher aus dem Regal gezogen, die den italienisch sprechenden Kanton als Ort der Handlung haben .

Max Frisch: Der Mensch erscheint im Holozän

"Mit der phantastischen Wachheit des Einsamen registriert Herr Geiser die kleinen Anzeichen einer denkbaren Katastrophe. Das Tal ist durch Unwetter von der Umwelt abgeschnitten. Gefaßt darauf, daß eines Tages der ganze Berg ins Rutschen kommt und das Dorf verschüttet für alle Zeiten, liest Herr Geiser im Lexikon, in der Bibel, in Geschichtsbüchern und schreibt ab, was nicht vergessen werden soll.
Max Frisch erzählt die letzten Alltage eines Mannes, der begreift, daß er sich abhanden kommt und eingehen wird ins Unbewußtsein der Natur, in Erdgeschichte mit ihren Jahrmillionen."

Stark erinnert hat mich diese Abgeschnittheit an

Giovanni Orelli: Der lange Winter

"Nüchtern und präzis schildert Orelli die Bedrohung eines kleinen Dorfes im Bedrettotal durch gewaltige Schneemassen und zeigt, wie «die vordergründige Realität sich allmählich in Versatzstücke auflöst und das Vertraute dem Unheimlichen weicht» (Alice Vollenweider). Die Bewohner müssen entscheiden, ob sie im Dorf bleiben wollen oder ob sie ins sichere Tal ziehen. Unter dem Druck der Lawine verlieren die Alten Einfluss, die Jungen setzen sich durch, voller Neugier auf das, was sie erwartet.
Mit «Der lange Winter» verabschiedete sich Giovanni Orelli vom Bedrettotal, wo er aufgewachsen ist, ebenso wie von der Tessin-Idylle. Der Ich-Erzähler beschwört sich denn auch selber: «Schwöre, dass du niemals rührende Elegien auf dein Dorf schreiben wirst."
.
Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
.

Andrew

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  • »Andrew« ist männlich

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Samstag, 29. September 2018, 09:38

Peter Wilson
Der Dreißigjährige Krieg. Eine europäische Tragödie

wbg Theiss, 10/2017
Umfang: 1160 Seiten; Sonstiges: 40 schwarz-weiße Abbildungen, 8 schwarz-weiße Tabellen, 27 Karten




Mit knapp tausend Seiten ein wirklich dickes Buch: einer der drei Wälzer (mit Münkler und Schmidt), die zu diesem Thema erschienen oder neu herausgebracht wurden.
Das Buch ist interessant und gut lesbar geschrieben. Es verfolgt eher die Perspektive der Ereignisgeschichte, räumt aber auch einige der Klischees (Dreißigjähriger Krieg als Religionskrieg, Unvermeidbarkeit der Eskalation, totale Entfesselung und Chaos nach den Toden Gustavs und Wallensteins usw.) auf.
Ich habe es gern gelesen und eine Menge gelernt.
Ein Blick in die Rezensionen zeigt, dass jedes dieser drei Werke seine Meriten und Schwachpunkte hat. Ach ja ...
Vielleicht nehme ich mir auch noch das Wallensteinbuch von Golo Mann vor.

Beste Grüße von der südlichen, immer noch von herrlichem Sonnenschein bedachten Nordseeküste, Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

MSchenk

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Samstag, 29. September 2018, 11:03

[...] Mit knapp tausend Seiten ein wirklich dickes Buch: einer der drei Wälzer (mit Münkler und Schmidt), die zu diesem Thema erschienen oder neu herausgebracht wurden. [...]
Die drei "Wälzer" habe ich mir ebenfalls noch vorgenommen zu lesen. Als Einstieg, quasi Vorabend der Tetralogie, fand ich folgendes Buch recht gut, welches die Geschehnisse aus einer eher persönlichen Perspektive erzählt. Es werden die Erlebnisse des Söldners Peter Hagendorf und des Mönches Maurus Friesenegger geschildert:

mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Karl

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Samstag, 29. September 2018, 11:12

Hallo,

dazu das Video, welches ausgesprochen informativ ist, als mp4 Download:

30jährige Krieg

Nette Grüße

Karl

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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Samstag, 29. September 2018, 11:34

Ich habe zwar von den Wälzern keinen gelesen, aber für den dreißigjährigen Krieg sollte man Grimmelshausens Simplicissimus auch eine Chance geben. Manchen ist es vielleicht zu lang und zu barock, aber es ist auch sehr unterhaltsam.

dr.pingel

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Samstag, 29. September 2018, 13:41

Bill Bryson ist immer gut. Er schreibt sachkundig, lebendig und witzig. Im Jahre 1999 bin ich für ein paar Tage seiner Route im Süden der USA nachgefahren: und siehe da, alles stimmte genau so, wie er es beschrieben hatte. Er hat dann in England gelebt und ist dann an die Ostküste der USA gezogen. Das wäre auch mein Exilsort, falls Angela noch weitermacht, und zwar Burlington in Vermont. Vermont ist der schönste Staat in den USA, nicht zuletzt wegen des Verbots der riesigen Werbetafeln.
Ihr absolviert diese Stelle wie ein Intercity auf einer schwer zu nehmenden Weiche (mein verstorbener Chordirigent Johannes Glauber aus Essen)

Fiesco

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Samstag, 29. September 2018, 14:14

Bill Bryson

Ich will ja nicht pingeliger sein als dr.pingel, aber der witzige Bill lebt seit einigen Jahren wieder in Old England, in Wymondham Norfolk! Übrigens, da gibt es eine wunderschöne Abtei!

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

Andrew

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  • »Andrew« ist männlich

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Samstag, 29. September 2018, 16:26

Die drei "Wälzer" habe ich mir ebenfalls noch vorgenommen zu lesen. Als Einstieg, quasi Vorabend der Tetralogie, fand ich folgendes Buch recht gut, welches die Geschehnisse aus einer eher persönlichen Perspektive erzählt. Es werden die Erlebnisse des Söldners Peter Hagendorf und des Mönches Maurus Friesenegger geschildert:


Hallo Michael,
dieses Buch ist in der Tat sehr empfehlenswert.

Meine Frau hat es mir geschenkt, und ich habe es gern gelesen, weil es durch die Zeitzeugentexte sehr eindrücklich ist und eine gut lesbare, informative Einführung in das Thema ist.
Eigentlich wollte ich auch alle drei lesen, aber es liegen auch noch andere dicke Bücher und ich befinde mich im Frau-Holle-Modus ("Lies mich, lies mich!")
Mal sehen.
Beste Grüße aus dem südlichen Norden, Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“